Path:
Volume 56 (373-393)

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 51-100 (Public Domain)

5 
30 Minuten ein Zug fährt und die Züge eine größere 
Anzahl von Wagen erhalten. Die Deutsche Reichs 
bahn hat darauf wie folgt geantwortet: 
Auf der Vorortstrecke Hoppegarten/Mark— 
Strausberg verkehren die Züge an Sonntagen 
stündlich. Aüch wenn die erforderlichen Wagen 
und Lokomotiven zur Verfügung ständen, wäre 
auf dieser eingleisig betriebenen Strecke ein halb 
stündlicher Vorortverkehr nicht durchführbar. Die 
. gleichen Schwierigkeiten bestehen, auf den übrigen 
rhit Dampf betriebenen Vorortstrecken, die auch 
noch für den Fernpersonen- und Güterverkehr 
zur Verfügung stehen. 
Auf den elektrisch betriebenen S-Bahnstrecken 
sind im Fahrplan Abstände von 20—40 Minuten 
vorgesehen. Eine dichtere Zugfolge ist wegen 
Mangels an Betriebsmitteln oder eingleisiger 
Streckenabschnitte nicht möglich.“ 
Der Stadtverordnetenbeschluß Vorlage Nr. 40/274 
hat somit seine Erledigung gefunden. 
Berlin, den 1. August 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
Schroeder Reuter 
388. Vorlage — zur Kenntnisnahme — über Pa 
pierbeschaffung für das Fernsprechbuch 
— Vorlage Nr. 49/353 — Zwischenbericht 
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen: 
„Der Magistrat von Groß-Berlin — Abteilung für 
Wirtschaft — hat am 18. 7. 1947 an das Wirtschafts 
komitee der Alliierten Kommandantur und die vier 
Militärkommandanten von Berlin die Bitte gerichtet, 
eine Übereinstimmung darüber herbeizuführen, daß 
der Papierbedarf für die Neuherausgabe des Amt 
lichen Fernsprechbuches in Höhe-von 200 t sat Druck 
papier aus den den Besatzungsmächten zur Ver 
fügung stehenden Mengen an Pressedruckpapier zur 
Verfügung gestellt wird. 
Diese Bitte wurde ausgesprochen, da gegenwärtig 
nicht übersehen werden kann, inwieweit der Bedarf 
des Amtlichen Fernsprechbuches durch die aus den 
verschiedenen Zonen für . die Berliner Sektoren zur 
Verfügung gestellten Papierkoniingentsmengen, und 
vor allem sortenmäßig, befriedigt werden kann.“ 
Berlin, den 2. August 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
Schroeder Klingelhöfer 
389. Vorlage — zur Kenntnisnahme — über 
Einlösung von Bezugscheinen — Vorlage 
Nr. 4/25 — 
Wir bitten zur Kenntnis zu nehmen; 
„Nach einem Befehl der Alliierten Kommandantur 
vom 23. 8. 1946 — T & I/I (4«) 71/1 — dürfen die für 
die Berliner Bevölkerung hereingebrachten Waren nur 
in dem Sektor verteilt werden, der von derselben 
Macht besetzt ist wie die jeweilige Lieferzone. Das 
Verteilungsverfahren innerhalb jeden Sektors wird 
von der Militärverwaltung dieses Sektors bestimmt. 
Bis auf weiteres dürfen für wichtige Verbrauchs 
güter keine Bezugscheine ausgestellt werden, die für 
ganz Berlin gültig sind. 
Die sowjetische Militärbehörde hat darüber hinaus 
angeordnet, daß, Bezugscheine nur in dem Ver 
waltungsbezirk beliefert werden dürfen, in dem sie 
ausgestellt sind. 
Die örtlich beschränkte Gültigkeit der Bezug 
scheine ist eine unmittelbare und zwangsläufige Folge 
der sektoralen Wirtschaft auf dem Gebiet der Ver 
brauchsgüter.“ 
Der Stadtverordnetenbeschluß Vorlage Nr. 4/25 
hat somit seine Erledigung gefunden. 
Berlin, den 2. August 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
Schroeder Klingelhöfer 
390. Vorlage — zur Beschlußfassung — über 
die Benennung eines Mitgliedes des Auf 
sichtsrats der Berliner Verlag G. m. b. H. 
Wir bitten zu beschließen: 
Die Stadtverordnetenversammlung benennt für 
die Wahl als Mitglied des Aufsichtsrats der Berliner 
Verlag G. m, b. H. 
1 Stadtverordneten. t 
An dem Stammkapital der durch Vertrag vom 
24. 1. 1946 gegründeten Berliner Verlag G. m. b. H- 
sind beteiligt: 
a) Groß-Berlin 
mit einer Stammeinlage von .... 500 000 RM 
(Wert der von Groß-Berlin 
eingebrachten Zeitung) 
b) der Verlag „Neuer Weg“ G. m. b, H. 
mit einer Stammeinlage von .... 600 000 RM 
(Bareinlage, hiervon sind 25 % 
. eingezahlt worden) 
c) die /Gesellschaft zur Erforschung zeit 
genössischer Dokumente m. b. H.“ 
mit, einer Stammeinlage von .... 200000 RM 
(Wert des in ihrem Eigentum und 
ihrer ausschließlichen Verfügungs 
gewalt befindlichen Dukomenten- 
materials). 
Nach § 4 des Gesellschaftsvertrages vom 24. 1. 
1946 ist die „Berliner Zeitung“ als nicht an eine ein 
zelne Partei gebundene antifaschistische Tages 
zeitung zu leiten. Das Organ, das in ersten Linie die 
Nachprüfung, ob diese Verpflichtung erfüllt ist, vor 
zunehmen hat, wäre der Aufsichtsrat der Berliner 
Verlag G. m. b. H., der aber bisher noch nicht ge 
bildet worden ist. Er besteht nach § 16 des Vertrages 
aus mindestens drei bis höchstens fünf Mitgliedern; 
von diesen sind bei drei Mitgliedern je ein Mitglied 
von jedem Gesellschafter, bei mehr als drei Mitglie 
dern zwei Mitglieder vom Magistrat von Groß-Berlin 
und die übrigen Mitglieder von den anderen beiden 
Gesellschaftern zu- bestellen. 
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein 
Stellvertreter werden von der Gesellschaflerversamm- 
lung gewählt. 
Da mit der Gesellschaft® die Bildung eines Auf 
sichtsrats, bestehend aus fünf Mitgliedern, vereinbart 
worden ist, entfallen auf Groß-Berlin zwei Vertreter, 
und zwar je ein Mitglied des Magistrats und der 
Stadtverordnetenversammlung. Durch Magistratsbe 
schluß vom 14. 7. 1947 ist Stadtrat Reuter zum Mit 
glied des Aufsichtsrats bestellt worden. 
Nach Bestellung der städtischen Vertreter soll die 
Geschäftsleitung der Gesellschaft gebeten werden, 
unverzüglich zu veranlassen, daß die übrigen Mit 
glieder des Aufsichtsrats von den anderen beiden 
Gesellschaftern bestellt werden. 
Berlin, den 15. Juli 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
Schroeder Reuter
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.