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Volume 77 ([585-603])

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 51-100 (Public Domain)

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§ 3 
Die Verwaltungsakademie ist eine Körperschaft 
des öffentlichen Rechts. 
§ 4 
Als Mitglieder der Verwaltungs 
akademie sollen angesehen werden: 
Anerkannte Behörden, Verbände und Vereine, 
die öffentliche Aufgaben durchführen und die 
gemäß ihrer Zusammensetzung und ihren Zielen 
geeignet erscheinen, die Bestrebungen und Ziele 
der Akademie zu fördern. 
Alle Fragen der Mitgliedsaufnahme 
in die Akademie sind seitens des 
geschäftsführenden Vorstandes zu 
regeln. Die Mitgliedschaft beginnt mit 
dem Tage, an welchem ihre Annahme 
beschlossen wurde und nach erfolgter 
Zahlung der festgelegten Gebühren. 
Die Mitgliedschaft erlischt durch 
Austritt, nachdem vorher durch ein 
es c h r i e b e n e n B r i e f an den geschäfts- 
ührenden Vorstand gekündigt worden 
ist. Beim Austritt werden Gebühren 
nicht zurückerstattet. 
Präsident 
§ 5 
Der Präsident wird durch die Hauptversammlung 
in geheimer Zettelwahl auf drei Jahre gewählt. 
.Wiederwahl ist zulässig. Er wird der Vorsitzende 
der Hauptversammlung und des geschäftsführenden 
Vorstandes. Der Präsident kann ein anderes Mitglied 
als Vorsitzenden bestimmen. "Der Präsident ernennt 
die Mitglieder der Fachausschüsse. 
§ 6 
(früher § 7, da alter § 6 gestrichen) 
Die Mitglieder nehmen teil an der Verwaltung und 
haben Anspruch auf die folgenden Vergünstigungen; 
1. ermäßigte Vorlesungsgebühren, 
2. Rabatt beim Bezug von Schriften der Verwaltungs 
akademie. 
Organe 
§ 7 
Organe der Akademie sind: 
1. Die Hauptversammlung, 
2. der Präsident, 
3. der geschäftsführende Vorstand, 
4. der Studienleiter, 
5. die Fachausschüsse. 
6. der Direktor der Akademie. 
§ 8 
Die Hauptversammlung setzt sich zusammen aus: 
1. Dem Präsidenten der Verwaltungsakademie 
Groß-Berlin. 
2. je einem Vertreter der angeschlossenen 
Behörden, 
3. je einem Vertreter des geschäftsführenden 
Vorstandes, 
4. je einem Vertreter des ProfesSoren- 
und Lehrpersonals, 
5. je einem Vertreter der Hörer, 
6. drei zusätzlichen von der Stadt 
gewählten Vertretern. 
§ 9 
Die Hauptversammlung muß halbjährlich im Ja 
nuar und Juli zusammengerufen werden. Sie wird 
ferner zu einer außerordentlichen Sitzung einberufen 
durch den Präsidenten, den geschäftsführenden Vor 
stand oder auf Verlangen von mindestens 7 Mitglie 
dern. Die Aufforderung geschieht durch den ge 
schäftsführenden Vorstand. Jedes Mitglied wird 
durch eingeschriebenen Brief eingeladen, der wenig 
stens 8 Tage vor der Hauptversammlung abzu 
schicken ist oder mindestens 3 Tage vor einer außer 
ordentlichen Hauptversammlung. Der Vorsitzende 
führt ein Protokoll der Hauptversammlung, er kann 
damit auch den Sekretär oder irgendein Mitglied 
beauftragen. 
§ 10 
Die Aufgaben der Hauptversammlung sind: 
Wahl des 
1. Präsidenten, 
2. geschäftsführenden Vorstandes, 
3. Kassenprüfers, 
Beschlußfassung über 
4. Tätigkeitsbericht, 
5. Kassenbericht, 
6. Haushaltsvoranschlag, 
7. Anträge, die die Mitglieder der Hauptversamm 
lung gestellt, haben. 
Sämtliche Wahlen sind geheim. Gewählt ist, 
wer Stimmenmehrheit erhält. Diese Tatsache wird 
im Protokoll der Versammlung festgelegt. Bei Stim 
mengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den 
Ausschlag. 
Geschftftsführender Vorstand 
§ 11 
Der geschäftsführende Vorstand besteht aus: 
1. dem Präsidenten, 
2. 5 weiteren Mitgliedern, die durch die Hauptver 
sammlung für die Dauer von 3 Jahren zu wählen 
sind; einer von ihnen muß Hörer der Verwal 
tungsakademie sein. Wiederwahl ist zulässig. 
3. Der Direktor der Verwaltungsakademie nimmt 
als beratendes Mitglied an der Versammlung teil, 
aber ohne Stimmrecht. 
§ 12 
Pflichten des geschäftsführenden Vorstandes sind 
folgende: 
1. Die rechtliche Vertretung der Verwaltungsaka 
demie nach außen, 
2. die Bestellung des Studienleiters und des Direk 
tors der Verwaltungsakademie, einschließlich der 
Ausarbeitung der erforderlichen Anstellungs 
verträge, 
3. Festsetzung der Gebühren, die die Hörer zu ent 
richten haben, 
4. Überwachung und Prüfung der Geschäftsführung 
besonders der verantwortlichen Kassenbeamten, 
5. Entscheidung auf Beschwerden über den Studien- 
* leiter oder den Direktor der Akademie, 
6. die Vorbereitung der Sitzungen der Hauptver 
sammlung. 
§ 13 
Der Studienleiter ist ein Hochschullehrer der 
Rechts- oder Wirtschaftswissenschaften. Wenn not 
wendig kann eine kollegiale Studienleitung berufen 
werden, die höchsten^ aus drei Personen besteht. Die 
Pflichten des Studienleiters sind folgende: 
1. Aufstellung und Überwachung der Durchfüh 
rung des Studienplanes, 
2. Durchführung von Prüfungen, 
3. Die Beratung von Hörern in Studienangelegen 
heiten, 
4. die Pflege der Beziehungen zu Behörden und Ge 
werkschaften, soweit die wissenschaftlichen Auf 
gaben der Fortbildung in Betracht kommen, 
5. die Wahrung des wissenschaftlichen Ansehens 
der Akademie.
	        
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