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Volume 61 (413-435)

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 51-100 (Public Domain)

Drucksache Nr. 61 
1946/47 
Vorlagen Nr. 413-435 
für die 
Stadtverordnetenversammlung von Groß - Berlin 
Ausgegeben am 15. September 1947 für die (42.) Ordentliche Sitzung der Stadtverordnetenversammlung 
am 18. September 1947 
413. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Nachlaß Gerhart Hauptmann — Vorlage 
Nr. 16/107 — Zwischenbericht — 
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen: 
„Der Magistrat von Groß-Berlin führte in Eben 
hausen bei München zur Klärung des Nachlasses für 
die Errichtung einer Gerhart-Hauptmann-Gedächtnis- 
stätte in Berlin mit der Witwe des Dichters, Frau 
Margarete Hauptmann, und Dr. Benvenuto Haupt 
mann Besprechungen. * 
Frau Margarete Hauptmann begrüßte die Ab 
sicht, in Berlin eine Gedächtnisstätte zu errichten, 
die von der Persönlichkeit und dem Schaffen des 
Dichters Zeugnis ablegen und der literarischen For 
schung dienen soll. 
Sie erklärte für sich und ihre Rechtsnachfolger 
unter Zustimmung von Dr. Benvenuto Hauptmann, 
daß sie bereit sei, einer Gerhart-Hauptmann-Gedächt- 
nisstätte in Berlin die in Verwahrung des Magistrats 
von Groß-Berlin gegebenen Nachlaßgegenstände, ins 
besondere die Bibliothek, die dort befindlichen Möbel 
und Kunstgegenstände, darunter das Arbeitszimmer 
des Dichters, als Leihgabe zu überlassen. Diese Nach 
laßgegenstände sollen nicht ohne wichtigen Grund 
zurückverlangt werden. 
Frau Margarete Hauptmann will der Errichtung 
der Gedächtnisstätte ihre ganze Aufmerksamkeit 
widmen. Sie hat in Aussicht genommen, noch wei 
tere Nachlaßgegenstände zur Ergänzung nach und 
nach zur Verfügung zu stellen. 
Die Abteilung für Volksbildung ist laufend weiter 
um die Errichtung der Gedächtnisstätte bemüht.“ 
Berlin, den 20. August 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
L. Schroeder Reuter 
414. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Lebensmittelzuteilung (Fisch/Fleisch) — 
Vorlage Nr. 19/127 — 
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen: 
-Auf die Bitte des Magistrats von Groß-Berlin, 
das Abgabeverhältnis von Fleisch zu Fisch zu 
ändern, hatte die Alliierte Kommandantur mitgeteilt, 
daß sie über die Berechnungswerle Fisch/Fleisch in 
dem von Juli bis September 1017 gültigen Ernährungs- 
verlrag entscheiden werde. 
In der Übereinkunft der alliierten Militärkom 
mandanten über die Lebensmittelversorgung in der 
Zeit vom 1. Juli — 30. September 1947 (BK/O (47) 165 
vom 12. 7. 1947) ist das Anrechnungsverhällnis von 
Fleisch zu Fisch wie folgt festgelegt worden: 
Für 1000 g Fleisch 
1. 1500g frischer Fisch (Kabeljau), gereinigt mit 
Kopf. Plattfisch, frischer Kleinflsch aller 
Arten. 
2. 1200 g frischer Plattfisch, gereinigt mit Kopf, 
frische Brassen, Barsch, Hecht, Plötze, 
Karpfen, frischer Hering und ganze ge 
salzene Fische (ausschließlich Heringe), 
3. 1000 g frischer Kabeljau, gesalzen, gereinigt, 
ohne Kopf, gereinigter gesalzener Fisch, 
geräucherte und gesalzene Heringe, 
4. 800 g Aale in jeder Verarbeitung.“ 
Der Stadlverordnetenbeschluß Vorlage Nr. 19/127 
gilt als erledigt. 
Berlin, den 20. August 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
Dr. Friedensburg Füllsack 
415. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Vergnügungsteuerordnung — Vorlage 
Nr. 36/234 — Zwischenbericht — 
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen: 
„Der Magistrat von Groß-Berlin hat sich mit 
Magistratsbeschluß Nr. 321 vom 14. Juli 1947 dem Be 
schluß der Stadtverordnetenversammlung vom 29. Mai 
1947 — Vorlage Nr. 36/234 — angeschlossen. 
Die Alliierte Kommandantur wurde mit Schreiben 
vom 27. 8. 1947 um Genehmigung eines Nachtrages 
zur Vergnügungsteuerordnung von Groß-Berlin ge 
beten. 
Dieser Nachtrag sieht vor, daß Veranstaltungen, 
die der Jugendpflege dienen, sofern sie hauptsächlich 
für Jugendliche und deren Angehörige dargebolen 
werden, der Steuer nicht unterliegen, auch wenn sie 
mit Tanzbelustigungen verbunden sind.“ 
Berlin, den 9. September 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
L. Schroeder Dr. Haas 
416. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Bekämpfung des Schwarzhandels und 
Schiebertums — Vorlage Nr. 38/264 — 
Zwischenbericht — 
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen: 
„Der Magistrat von Groß-Berlin — Abteilung für 
Wirtschaft — hat sich zur Bekämpfung der Schein 
arbeitsverhältnisse mit einem Rundschreiben vom 
5. 6. 1947 an die Bezirksarbeitsämter gewendet und 
diese angewiesen, nachdrücklich auf die Erkennung 
und Verfolgung der Scheinarbeitsverhältnisse hinzu 
wirken und mit aller Schärfe durchzugreifen. 
Die auf Grund dieses Rundschreibens vorgelegten 
Berichte lassen erkennen, daß die Bezirksämter dem 
Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Rech 
nung tragen und die vorgesehenen Maßnahmen 
durchführen. Festgestellte Scheinarbeitsverhältnisse 
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