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Volume 26 ([174]-[178])

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 1-50 (Public Domain)

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erfolgt« 2am 31.3«1941* Die Zah 
len dieses Abschlusses wurden fort- 
geschrieben, allerdings wiederum 
infolge der Vernichtung grosser 
Seile des Aktcnaaterials auf Grund 
mangelhafter Unterlagen. 
Dana eh ergibt sieh ein flächenmä 
ßiger Grundstücksbcstand von et 
wa 10 686 ha und unter Berücksich 
tigung der Schulden und Verbind 
lich! ichkeitsn «im Eeinvcrmögen 
von etwa 226 Hillionen HX. 
Hierzu ist zu bemerken: 
1. kx Neubewertungen der Grundstücke 
konnten bisher nur in geringem Um 
fang« durchgeführt werden, 
2» für die seinerzeit von der Stadt 
erworbenen ehemals jüdischen 
Grundstück« werden im Zuge der 
noch zu regelnden Wiedergutmachung 
Abschreibungen notwendig sein. 
3. Von den für die Srandeaburgiache 
Bodenreform abgegebenen rund 
2000 ha städtischer Gutsfläohen 
gehört ein Teil zum Liegenschafts- 
Vermögen. Entsprechend dem Umfang 
und Wert der z.Z. noch nicht ge 
nau feststehenden flächen müssen 
noch Abschreibungen «hS-Sg 
zirtmy erfolgen. 
4» Im Kreis Hiederbarnim sind Teile 
der zum Liegenschaftsvermögen ge 
hörenden Güter wild besiedelt wor 
den? die Provinz hat sich bereit 
erklärt, durch Abgabe anderer Gü 
ter wertmässig Ersatz zu leisten. 
Weolhe flächen- und Wertverände 
rungen sich hieraus ergeben w er 
den, ist noch nicht zu übersehen. 
5. Zahlreiche städtische Grundstücke, 
die während des Haziregims für 
Rüstungszwecke abgegeben werden 
mussten, dürften wieder in das 
Eigentum der Stadt zur ckkehren; 
Verhandlungen hierüber schweben. 
6. Es sind Vorarbeiten im Gang«, 
um den Grundbesitz des früheren 
Reiches und Staates sowie dar 
ehemaligen HSDAP (u.a.grosse 
Exerzierplätze uaw.) von der 
Stadt zu übernehmen. 
Arten und Satzung der Grund 
stücke des Liegenschaft svermö- 
gens ergeben sich aus Anlage 
A. 
Die laufende Rechnung aus der 
Verwaltung der Grundstück« 
für 1946 und 194? ergibt sich 
aus Anlage B. 
o) Nachweis der Rechnung des 
Hauptamtes für Kriegesohäden 
und Besatzungskosten 
1. Forderungen aus der Kriegs- 
sachschädenverordnung gegen 
das ehemalige Reich be 
stehen wahrscheinlich nicht. 
Die Unterlagen über die Ab 
rechnung der Mittel zur 
Bestreitung der Ausgaben 
der Kriegssachsohäden mit 
der Hauptkasse der ehema 
ligen Bau- und finanzdi- 
rektion sind in den letzten 
Kampftagen vernichtet wor 
den. Soweit heute noch be 
kannt, waren die überwie 
senen Beträge stets so be 
messen, dass daraus die 
entstandenen Ausgaben für 
den jeweils in frage kom 
menden Zeitraum gedeckt 
werden konnten, sodass die 
Stadt Berlin nur in selte 
nen Fällen und mit gerin 
gen Beträgen in Vorschuss 
zu treten brauchte. 
Die letzten Überweisungen 
des ehemaligen Reiches 
erfolgten am 29.3. und 
9.4.1945 mit zusammen 
534 830 000 HM. Ob nach 
dem 9.4.1945 noch Beträge 
Überwiesen worden sind, atr 
lässt sich wegen Vernich 
tung der Kassenbücher nicht 
mehr f eststellen. 
2. Seit Beginn der Besatzung 
bis zum 31.12.1946 sind 
der Stadt Berlin «inschl, 
der Verwaltungsbezirke an 
Besatzungskosten insgesamt 
folgende Ausgaben entstan 
den: 
bis zum 31.3*46: 153 015 OCC 
vom 1.4.1946 
bis 31.12.1946 336 824 Ott 
zusammen EH. 491 839 OCX 
Ob und in welcher Höhe hier 
aus Forderungen gegen einen
	        
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