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Volume 13 (91-97)

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 1-50 (Public Domain)

Ziele aufzunehmen, daß den Studenten der Berliner 
Hochschulen die Lebensmittelkarte II zugebilligt 
wird. ^ 
Berlin, den 4. Februar 1947 
Landsberg Peters 
und die übrigen Mitglieder der Fraktion 
der CDU 
96. Anfrage 
Einem Vernehmen nach soll das Warenhauptver 
teilungsamt die Bezirksverteilungsämter angewiesen 
haben, alle anfallenden Textilien, Schuhwaren, 
Wirtschaftsartikel 
zu 50% den Geschäften der Konsumgenossenschaft, 
zu 50% den einschlägigen Einzelhandelsgeschäften 
zur Verfügung zu stellen. 
Da die Geschäfte der Konsumgenossenschaft 
größtenteils Lebensmittelgeschäfte sind, die weder 
Kaum noch Personal für den Verkauf der vorge 
nannten Artikel haben, würde nur eine kleine An 
zahl Geschäfte der Konsumgenossenschaften für den 
Verkauf dieser Artikel in Frage kommen; ihnen 
gegenüber steht eine weitaus größere Anzahl von 
Einzelhandelsgeschäften. 
Wir bitten um Erklärung, ob die Verfügung tat 
sächlich, wie vor, getroffen wurde; falls ja, aus 
welchem Grunde von der gleichmäßigen Zuteilung 
nach Anzahl und Größe der Geschäfte abgewichen 
wurde. 
Berlin den 4. Februar 1947 
Landsberg, Graf 
um! die übrigen Mitglieder der Fraktion 
der CDU 
97. Antrag 
Betr.: Gleichmäßige Belieferung von Einzelhandel 
und Konsumgenossenschaften bei der Vertei 
lung von Mangelware 
Die Stadtverordnetenversammlung wolle be 
schließen: 
Der Magistrat wird beauftragt, die Alliierte Kom 
mandantur zu bitten, daß bei der Verteilung von 
Mangelwaren wie Textilien, Spirituosen usw. die 
Konsumgenossenschaften nicht, wie bisher mehrfach 
geschehen ist, einseitig bevorzugt werden, sondern 
daß der Kleinhandel im gleichen Maße eingeschaltet 
wird. 
Begründung: 
Es ist unter den Textil-Einzelhändlern große 
Unruhe dadurch entstanden, daß im Sowjetischen 
Sektor von Berlin die Konsumvereine 50% der an 
fallenden Textilwaren erhalten. 
Weiterhin erhalten Mitglieder von Konsum 
vereinen zusätzliche Spirituosenzuteilungen, worin 
eine Benachteiligung sowohl der Einzelhändler, als 
auch der nicht genossenschaftlich organisierten Ver 
braucher zu sehen ist. Durch derartige öffentliche 
Eingriffe in den Wettbewerb zugunsten der Konsum 
genossenschaften besteht für den schwerringenden 
Einzelhandel die Gefahr des völligen Buins oder der 
Demoralisierung durch teilweise Abwanderung zum 
Schwarzen Markt. 
Berlin den 4. Februar 1947 
Schwennicke 
und die übrigen Mitglieder der Fraktion 
der LDP 
Berlin, den 10. Februar 1947 
Der Stadtverordnetenvorsteher 
S u h r
	        
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