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Volume 34 (206-226)

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 1-50 (Public Domain)

Der Magistrat ist fortlaufend bemüht. Sä- und 
Pflanzgut nach Berlin zu bringen. Trotz des Ver 
ständnisses der alliierten Besatzungsmacht bereitet 
die Beschallung der benötigten Mengen erhebliche 
Schwierigkeiten. 
Es werden benötigt; 
1.4 Millionen cinjähr. Kiefernsämlinge 
15000 3jähr. versch. Fichten 
2000 3jähr. versch. Eschen 
15000 2jähr. versch. Roterlen 
3000 3jähr. Bobustepappeln und 
2000 2jähr. Kanad. Pappeln. 
Zur Verfügung stehen 
500000 Kiefernsämlinge 
von der Amerikanischen Militär 
regierung 
100000 Kiefcrnsämlinge 
von der Englischen Militärregierung 
300000 Kiefernsämlinge 
aus eigenen Saatkämpen. 
Aus der russischen Zone sind Bestände in 
Aussicht gestellt worden. 
Die Beschaffung von Maschendrahl zum Schulz 
der Jungptlanzen gegen Wildfraß stößt auf große 
Schwierigkeiten, zumal vorhandener Maschendrahl 
immer wieder durch die Bevölkerung in Benutzung 
genommen wird. 
ln den Berliner Stadlforsten sind zur Zeit 
2113 ha Kahlflächen vorhanden. Bei einer Verteilung 
der Aufforstung auf 10 Jahre müßten jedes Jahr 
211 ha kultiviert werden. Aus Mangel an Arbeits 
kräften und ausreichendem Arbeitsgerät können im 
Frühjahr 1047 nur 125 ha in Kultur genommen wer 
den. Der Magistrat ist laufend bemüht, Arbeitskräfte 
und Arbeitsgerät zu beschaffen. 
Ein Teil der Kahlflächen wird vorübergehend 
landwirtschaftlich genutzt werden. 
Die geforderte Bepflanzung der verfügbaren 
Stadtorle im Gebiet von Groß-Berlin mit Obslbäumen 
und Nutzhölzern wird durch das Grünplanungsamt 
vorbereitet. Zur Durchführung der planmäßigen Ein 
sparung von Holz auf allen Gebieten der Verarbeitung 
und des Verbrauchs ist die Abteilung für Wirtschaft 
beauftragt worden.“ 
Berlin, den 3. Mai 1047 
Magistrat von Groß-Berlin 
I. V. 
Dr. Friedensburg 
213. Vorlage — zur Kenntnisnahme — über 
Organisationsplan für den wirtschaftlichen 
Wiederaufbau Groß-Berlins durch die Ab 
teilung für Wirtschaft (Drucks. Nr. 2/10) 
— Zwischenbericht — 
„Die Stadtverordnetenversammlung nimntt davon 
Kenntnis, daß der Magistrat von Groß-Berlin zur 
Durchführung des Beschlusses — Drucksache Nr. 10 — 
den Magistratsbeschluß Nr. 168 vom 21. 4. 1947 gefaßl 
hat. Es ist beschlossen worden, einen Sachverständigen 
zu beauftragen, bis zum 30. September 1047 die Vor 
bereitung für eine Gesamlplanung zur Wieder 
aufrichtung von Groß-Berlin durch- Vorschläge und 
Anregungen zu treffen. Gleichzeitig wurde ein vor 
läufiger Planungsausschuß gebildet, dem der Ober 
bürgermeister bzw. sein beauftragter Stellvertreter 
und die Leiter der Abteilungen Wirtschaft, Bau- und 
Wohnungswesen. Verkehr und Versorgungsbelriebe 
angehören.“ 
Berlin, den 3. Mai 1047 
214. Vorlage — zur Kenntnisnahme — Uber 
Lockerung der Kontensperre — Auszahlung 
von 100«— RM an die Inhaber alter Spar 
konten — (Drucksache Nr. 19/125) — 
Zwischenbericht — 
Wir bitten, zur Kenntnis zu nehmen: 
„Der Magistrat — Abteilung Banken und Versiche 
rungen — hat unter dem 9. April 1947 einen Antrag an 
die Alliierte Kommandantur auf Genehmigung der 
Auszahlung eines Betrages bis zu 100,— RM an die 
Inhaber der alten Konten im Sinne der Magistrats- 
Vorlage Nr. 397 gestellt. 
Zur Berichterstattung, mit welchen Mitteln eine 
weitere Freigabe von Bankguthaben erfolgen kann, 
schweben zur Zeit Verhandlungen über die Möglich 
keit, Auszahlungen an Sparer der früher in Berlin 
ansässigen 
Kreissparkassc des Kreises Teltow und 
Kreissparkasse des Kreises Niederbarnim 
vorzunehmen.“ 
’ Berlin, den 3. Mai 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
I. V. 
Dr. Friedensburg 
215. Vorlage — zur Kenntnisnahme — über 
Beirat beim Referenten für Fleisch und 
Fleischwaren im Haupternährungsamt 
(Drucksache Nr. 22/155) 
„Die Stadtverordnetenversammlung nimmt davon 
Kenntnis, daß der beim Haupternährungsamt be 
stehende Fachunterausschuß für Fleisch, Fleisch 
waren, Därme, Gewürze und Suppenwürze gemäß 
Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom 
10. 4. 1946 umgebildet wurde. Der Unterausschuß 
Fleisch und Fleischwaren hat die Funktionen des 
Beirats beim Referenten für Fleisch und Fleisch 
waren beim Haupternährungsamt übernommen und 
besteht aus folgenden Herren: 
Herr Winter (in Fa. Winter) 
„ Spann (i. Fa. VBK) 
„ Immich (1. Fa. Gebr. Immich) 
„ Heß (i. Fa. Wilfried Heß) 
„ Schönthaler (L Fa. Fleiscbverteilungsstelle 
Kreuzberg) 
„ Dannenberg (i. Fa. Ziegler) 
„ Frank (L Fa. Efha-Werke) 
„ Volling (L Fa. Volling) 
„ Röther (FDGB) 
„ Saremba (FDGB) 
„ Meyer (Fleischer-Innung) 
„ Koslowski (Fleischer-Innung) 
„ Eggert (Deutsche Verwaltung für 
Handel und Versorgung).“ 
Berlin, den 3. Mai 1947 
Magistrat von Groß-Berlin 
I. V. 
Dr. Friedensburg 
216. Vorlage — zur Kenntnisnahme — Uber Le 
bensmittel verteilun g (Drucks. Nr. 16/113) 
„Die Stadtverordnetenversammlung nimmt von 
der Antwort der Alliierten Kommandantur auf den 
Antrag der Abteilung für Ernährung vom 13. März 
1947 Kenntnis. 
Magistrat von Groß-Berlin 
I. V. 
Dr. Friedensburg 
Die Alliierte Kommandantur — Ernährungs 
ausschuß — hat durch Befehl vom 15. 4. 1947 mit 
geteilt, daß die Besatzungsmächte tun werden, was 
sie können, um die Bevölkerung von Berlin recht 
zeitig mit Lebensmitteln zu versorgen.
	        
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