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Volume 3 (20-23)

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 1-50 (Public Domain)

23. Dringlichkeit&antrag 
Die Stadtverordnetenversammlung wolle be 
schließen: 
Der Oberbürgermeister der Stadt Berlin wird be 
auftragt, mit der Alliierten Kommandantur sofort die 
Verhandlungen aufzunehmen, um die Kohlen- und 
Stromversorgung Berlins zu regeln 
Begründung: 
1. Durch die Stromabschaltung kommt die Berliner 
Wirtschaft zum Erliegen. Die Ausfälle an Arbeits 
lohn werden für die arbeitende Bevölkerung un 
erträglich und gefährden die Existenzsicherheit 
der Schaffenden. 
2. Der Kohlenmangel führt zu einer erheblichen 
Steigerung der mit Arbeitsunfähigkeit verbun 
denen Erkrankungen, weil die Berliner Bevölke 
rung nicht mehr in der Lage ist, in ihren Haus 
haltungen je einen Wohnraum zu heizen. Das ist 
ein unerträglicher Zustand, weil die Volksgesund 
heit in stärkerem Maße gefährdet ist. 
In immer höherer Zahl werden Berliner mit 
Frost- umk Erfrierungsschäden in Kranken 
häusern eingeliefert. 
Der Magistrat muß alle Schritte unternehmen, 
um den die Volksgesundheit untergrabenden Zu 
stand zu beheben. 
Berlin, den 7. Januar 1947. 
L i I k e, M a r o n 
und die übrigen Mitglieder der Fraktion 
der SED 
Berlin, den 7. Januar 1947. . Der Stadtverordnetenvorsteher 
Suhr
	        
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