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Volume 135 ([1027-1043])

Full text: Drucksache (Public Domain) Issue 1946/1948, 101-150 (Public Domain)

Tatsächlich 'sind hier nur drei Kräfte (zwei technische 
Kräfte und eine Schreibkraft) eingesetzt. Die Bezeichnung 
als »Amt« otjer »Dienststelle« wird künftig unterbleiben ; 
im übrigen wird noch geprüft werden, ob nicht ein bis 
zwei Kräfte ausreichen. 
Die Abteilung für Volksbildung hat alljährlich eine 
Reihe von kulturellen Veranstaltungen durchzuführen, die 
eine gewisse künstlerische Ausgestaltung erfordern (Wer 
bung durch Plakate und Drucksachen, Ausstattung der 
Festränme und dergleichen). Für Aufgaben dieser Art wer 
den die Kräfte hauptsächlich eingesetzt, daneben werden 
sie mit der Ausgestaltung von Werbedrucksachen auf dem 
Gebiet der Volksbildung, z. B. für die Volkshochschule, 
beschäftigt. Es handelt sich also durchweg um Arbeiten, 
die außerhalb des Aufgabengebietes der Berliner Aus 
stellungen liegen und am zweckmäßigsten innerhalb der 
Abteilung für Volksbildung durchgeführt werden.“ 
Der Beschluß vom 16.2.1948 — Vorlage 88a/667a — 
ist damit als erledigt anzusehen. 
Berlin, den 20. August 1948 ' 
Magistrat von Groß-Berlin 
Dr. Friedensburg Theuner 
y 
1033. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Hochschule für Musik — Haushaltsplan 
1948 — Unterabschnitt B 38 64 (Vorlage 
Nr. 88a/667a) — Schlußbericht — 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis: 
„Die Leiter 4er Hochschulen — neben der Hochschule 
lür Musik kommen zur Zeit die Hochschule für Bildende 
Künste und die Pädagogische Hochschule in Betracht — 
sollen sieh vornehmlich den pädagogischen Aufgaben ihrer 
.Institute widmen. Für die Verwaltungsaufgaben verfügen 
sie über ein Büro (je nacli dem Umfang der Hochschul 
tätigkeil 10 bis 22 Kräfte einschl. der Hausmeister, Boten 
nsw.). an dessen Spitze ein Dienststellenleiter (Vgr. III) 
steht. Die zeitbedingten Schwierigkeiten — Baumaßnahmen 
infolge zerstörter Gebäude, Material- und Lehrmittel 
beschaffung, getrennte Unterbringung in mehreren Gebäu 
den usf, — stellen jetzt besonders große Anforderungen 
an die Verwaltung. Die Autorität eines Dienststellenleiters 
reicht vielfach nicht aus, um die Wünsche der Hochschul 
leitung gegenüber anderen Stellen, aber auch nicht, um 
seine eigene, von den Notwendigkeiten der Verwaltung be 
stimmte Auffassung gegenüber dem Lehrkörper und den 
Studierenden wirksam durchzusetzen. Es ist daher an 
gebracht, die Stellung der Dienststellenleiter bei den Hoch 
schulen dadurch zu festigen, daß ihnen die Dienstbezeich- 
nung »Verwaltungsdirektor« heigelegt wird, wie dies auch 
•“■i den Verwaltungsleitern größerer Krankenanstalten (mit 
mehr als 300 Planbetten) geschehen ist. Eine Höhergrup- 
pienmg ist damit nicht verbunden; sie wäre nur gerecht- 
fertigt, wenn der Aufgabenkreis sich wesentlich ver 
größern würde. 
Wir werden demnach die Stellen der Dienststellen- 
leiter bei den drei Hochschulen künftig als Verwaltungs- 
•lirektorstellen (Vgr.III) führen. Auch bei der im Aufbau 
befindlichen Hochschule für Politik wird eine Verwaltungs- 
direktorstelle dieser Art vorgesehen werden.“ 
Der Beschluß vom 16. 2.1948 über die Hochschule für 
• lusik — Haushaltsplan 1948, Unterabschnitt B 38 64 (Vor-’ 
läge Nr. 88a/667a) — ist damit als erledigt anzusehen. 
Berlin, den 20. August 1948 
Magistrat von Groß-Berlin 
Dr. Friedensburg Theuner 
* * 
1034. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Heinrich - Heine - Denkmal (Vorlage 
Nr. 92/696) — Zwischenbericht — 
Hie Stadtverordnetenversammlung nimmt davon Kennt 
nis, daß der Magistrat von Groß-Berlin dem Beschluß der 
Stadtverordnetenversammlung vom 26. Februar 1948 filier 
die Errichtung eines Heinrich-Heine-Denkmais durch Ma- 
gistratsheschluß Nr. 787 vom 3. März 1948 beigetreten ist. 
Durch die Abteilung für Volksbildung sind die Vor 
bereitungen 1 für ein Preisausschreiben, durch das namhafte 
Künstler zur Einreichung von Entwürfen für das Heinrieh- 
Helne-Denkmal aufgefordert werden sollen: abgeschlossen. 
Die weitere Verfolgung dieser Angelegenheit muß aber vor 
erst zurückgestellt werden, da im Zuge der durch die 
Währungsreform bedingten Sparmaßnahmen derartige neue 
Aufgalten zur Zeit nicht durchgeführt werden können. ’ 
Berlin, den 11. September 1948 
Magistrat von Groß-Berlin 
Dr. Friedensburg . May 
1035. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Beseitigung des Nationalkriegerdenkmals 
(Vorlage Nr. 100/721) — Schlußbericht — 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt davon Kennt 
nis, daß das Denkmal ln der Scharnhorststraße zur Er 
innerung an die gegen die revolutionären Kämpfer der 
Jahre 1848/49 eingesetzten Truppen um 14. August 1948 
beseitigt worden ist. 
Der Beschluß der Stadtverordnetenversammlung vom, 
18*. März 1948 — Vorlage Nr. 100/721 — hat damit seine 
Erledigung gefunden. 
Berlin, den 21. August 1948 
P 
Magistrat von Groß-Berlin 
Dr. Fried eusburg Bonatz 
1036. Mitteilung — zur Kenntnisnahme — über 
Hallenschwimmbäder und stadteigene 
Freibäder (Vorl. Nr. 96/711) — Zwischen 
bericht — 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt davon Kennt 
nis, daß der Magistrat von Groß-Berlin seit längerer Zelt 
bemüht ist, die Kosten für die Benutzung aller Hallen 
schwimmbäder in ganz Berlin nach einheitlichen Grund 
sätzen zu regeln. 
In verschiedenen Besprechungen mit den interessierten 
Kreisen der Verwaltung und Besitzern von Privatbade 
anstalten wurde auch hinsichtlich neuer einheitlicher 
Preise eine Einigung erzielt. Der gesamte Fragenkomplex 
sollte Mitte Juni 1948 der Stadtverordnetenversammlung 
zur Beschlußfassung vorgelegt werden. 
Infolge der inzwischen elngetreteneu Neuordnung des 
Geldwesens ist jedoch nunmehr die Regelung der Bäder 
preise in der ursprünglich geplanten Form hinfällig ge 
worden. 
Da sich auch noch nicht übersehen läßt, wie hoch die 
Unkosten der Bäder in Zukunft sein werden, fehlt im 
Augenblick die Grundlage für eine ordnungsgemäße Neu 
festsetzung der Preise. 
Wir bitten, die Angelegenheit vorläufig zurückzustellen. 
Es wird noch darauf hingewiesen, daß auf Grund 
einer Verfügung vom 7. November 1947 — LGA A IV 4 — 
heute in den Stadtbädern wieder die verhältnismäßig nied 
rigen Preise nach dem Stande vom Mai 194. r ) erhoben 
werden. Es besteht demnach nicht die Gefahr, daß zu 
hohe, mit den neuen Geldverhältnissen nicht zu verein 
barende Preisforderungen gestellt werden. 
Infolge der völlig unzureichenden Brennstoffversor- 
gugg konnten den Stadtbädern während der letzten Helz- 
Iieriode meist nur 45 bis 60% ihres Brennstoffbedarfs 
zugeteilt werden. Um den Betrieb der medizinischen und 
der Beinigungsbäder aufrechtzuerhalten, war eine Offen- 
haitung* der Schwimmbäder mit ihrem hohen Brennstoff 
bedarf nur nach Maßgabe der zur Verfügung gestellten 
Brennstoffmengen möglich. Inzwischen mußten die Stadt- 
tiäder der Westsektoren nach Verbrauch Ihres Brennstoff 
vorrats geschlossen werden, da sie bei der augenblicklichen 
Brennstofflage keine Zuteilungen, mehr erhalten konnten. 
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