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Volume 2. Straßenbahnen

Full text: Verwaltungsbericht (Public Domain) Issue 1912/1916 (Public Domain)

Bauart, bei der in dem Wasser mitgesührte Sinkstoffe bei ungenügender Reini 
gung das Abflußrohr verstopften und dadurch ein überfluten der Fahrdämme 
hervorriefen, das gerade durch die Schienenentwässerung verhindert werden soll. 
Die im Lause der Jahre gemachten Erfahrungen haben zu einer erheblichen 
Verbesserung der Bauart der Schieneuentwässerung geführt. Die besonderen 
Vorteile der neueren Anlagen bestehen vor allem in dem Einbau eines Schlamm 
sanges, in dem die im Wasser vorhandenen Stoffe ablagern und aus dem sie 
von Zeit zu Zeit ohne Schwierigkeit entfernt werden können. Auf diese Weise 
wird ein Verstopfen des Abflußrohres unmöglich gemacht. Mit der Großen 
Berliner Straßenbahn ist inzwischen die Einführung einer alle bisherigen Er 
fahrungen berücksichtigenden Bauart, wie sie die Abb. 27 und 28 zeigen, verein 
bart worden. Die praktischen Versuche mit dieser Schienenentwässerung werden 
sicherlich die mir ähnlichen Anlagen bisher gemachten günstigen Erfahrungen voll 
erweisen, nicht nur zum Vorteil der Gemeinden, sondern auch zum Nutzen der 
Straßenbahnen selbst. 
Eine zweite Frage allgemeiner Art, deren einheitliche Regelung sich für das 
Verbandsgebiet als erwünscht erwiesen hat, ist die Berechnung von Vcrwaltungs 
kosten für Arbeiten, die entweder von den Gemeinden auf Kosten der Straßenbahn- 
gesellschaften, oder umgekehrt, von den Straßenbahngesellschafteu für Rechnung der 
Gemeinden bei Straßen- und Bahnkanten ausgeführt werden. Die Verhandlungen 
hierüber sind erst vor einiger Zeit eingeleitet worden imb noch nicht abgeschlossen. 
Der Ausbruch des Krieges hat, wie zu erwarten, hauptsächlich wegen Mangels 
an den für Straßenbahnbauten notwendigen Baustoffen, namentlich an Kupfer, und 
wegen des inzwischen ausgetretenen Mangels an Arbeitskräften den Ban größerer 
Strecken unmöglich gemacht. Die Bautätigkeit wird erst nach Friedensschluß 
wieder aufgenommen werden können. Gegenwärtig werden eine Reihe von 
Plänen erörtert, von denen einige vermutlich schon in nächster Zeit zu festen 
Vereinbarungen führen werden. So ist für die Straßenbahnstrecken in Neukölln 
und Berlin-Pankow eine ähnliche allgemeine Regelung des Verhältnisses des 
Verbandes zu den Straßenbahngesellschaften beabsichtigt, wie sic für Berlin- 
Wilmersdorf bereits erfolgreich durchgeführt worden ist. Beide Gemeinden sollen 
hierbei gleichfalls eine Erweiterung ihres Straßenbahnnetzes erhalten. Beit der 
Berliner elektrische Straßenbahnen A.-G. schweben Verhandlungen wegen ein 
heitlicher Regelung der Vertragsbeziehungen hinsichtlich ihrer Linien in Berlin - 
Treptow und Berlin - Bnchholz. Die Große Berliner Straßenbahn beabsichtigt 
den Ban größerer Neuballstrecken in Berlin zur Ermöglichnilg der Errichtung 
einer Reihe neuer Linien, die vorzugsweise als Ringlinien ausgebaut werden 
sollen. Die Führung dieser Linieil steht noch nicht in ganzem Umfange fest. 
Die Einrichtung eines Anschlußbetriebes zwischen der Großen Berliner Straßen 
bahn nlld den Berliiler Ostbahnen, die der erstereil Gesellschaft ermöglicht, eine 
ihrer Linien nach Berlin - Stralau bis zilm Spreetnnnel zu verlängern, während 
die Berliner Ostbahncn ihre Linie Cöpenick—Berlin (Schlesischer Bahnhof) bis 
zur Behrenstraße all der Ecke der Friedrichstraße lveiterführen lverdeil, ist fest 
vcreiilbart und soll nach Friedensschluß alsbald zur Ausführung kommen. Ferner 
schweben Verhandlungen über die Verlängerung einer in Berlin - Mariendorf in 
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