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Volume 2. Straßenbahnen

Full text: Verwaltungsbericht (Public Domain) Issue 1912/1916 (Public Domain)

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Krankenhaus) und der Ottostraße wurde der Betrieb am 1. Mai 1915 durch 
Verlängerung der Linie Stettiner Bahnhof—Virchow-Krankenhaus eröffnet. Die 
Zustimmung für den Lindentunnel wurde zur Erleichterung einer späteren 
Unterfahrung des Tunnels durch eine Schnellbahn im Zuge der Straße Unter 
den Linden neben anderen, im Interesse der künftigen Groß Berliner Verkehrs- 
cntwicklnng notwendigen Vorbehalten von der Bedingung abhängig gemacht, daß 
einmal die Bauhöhe des Tunnels auf ein Mindestmaß von 6,60 m beschränkt 
würde und außerdem beide Tunnelhälften an geeigneter Stelle durch Einbau von 
Längsträgern derart verstärkt würden, daß sie sich auf eine Länge von mindestens 
6 m frei tragen. 
Seit längerer Zeit liegt dem Verband ein Antrag der Gemeinde Lichten- 
rade auf Zustimmung zum Ban einer Gemeindestraßenbahn von Lichtenrade 
nach Berlin-Mariendorf vor. Die Bahn soll vom Staatsbahnhof Lichtenrade 
der Zosiener Vorortbahn durch die Gemeinde und sodann der Provinzialchauffee 
folgend bis zur Endhaltestelle der Großen Berliner Straßenbahn in Berlin 
Mariendorf geführt werden. Die Verhandlungen sind noch in der Schwebe. 
b) Straßenbahnen der Privatgesellschaften. 
Zum überwiegenden Teile war die Tätigkeit des Verbandes der Weiter 
entwicklung des privaten Straßenbahnnetzes gewidmet. Die Zunahme der 
Streckenlänge bei den privaten Straßenbahnen beträgt nach Abzug der in Abgang 
gekommenen Strecken 47,13 km, 
dazu treten noch etwa 16,— km 
Strecken, die durch Verträge zwischen dem Verband und den Gesellschaften bereits 
festgelegt sind, deren Ausbau indes teils noch nicht vollendet, teils noch nicht in 
Angriff genommen worden ist. Nach Ausbau aller dieser Strecken wird das 
Verkehrsnetz der privaten Straßenbahnen gegenüber dem Zustand am 1. April 
1912 eine Eriveiternng von rd. 63 km aufweisen. Wenn auch für einen großen 
Teil dieser neuen Strecken am 1. April 1912, als der Verband seine Tätigkeit 
anfnalnn, bereits fertige Verträge vorlagen, so war die Ausführung dieser Ver 
trüge, die nun ans den Verband überging, zum Teil mit recht umfangreichen 
Arbeiten verbunden, weil die häufig noch unmittelbar vor dem Inkrafttreten des 
Zweckverbandsgesetzes abgeschlossenen Zustimmnngsverträge säst durchweg nur die 
allgemeine kleinbahngesetzliche Zustimmung enthalten, während die näheren 
Vorschriften über die bauliche Ausführung der einzelnen Strecken mit wenigen 
Ausnahmen besonderen Verhandlungen vorbehalten worden sind. Der beiliegende 
Plan auf Tafel 1 enthält eine Darstellung 
1. derjenigen Strecken, für die vor dem 1. April 1912 eine kleinbahngesetz 
liche Zustimmung zwar erteilt war, die aber erst nach diesem Zeitpunkt 
ausgebaut und in Betrieb genommen worden sind, 
2. der Strecken, sür die die kleinbahngesetzliche Zustimmung vom Verband 
erteilt und die bis zum 31. März 1916 ausgebaut worden sind, und 
endlich 
3. der Strecken, für die die kleinbahngesetzliche Zustimmung seitens des 
Brbandes zwar erteilt, die aber bisher noch nicht ausgebaut worden sind
	        
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