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Volume Dritter Teil. Bauabteilung

Full text: Verwaltungsbericht (Public Domain) Issue 1912/1920 (Public Domain)

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außerordentlich bewährt: es wird ein klares und dabei völlig biegsames Pro 
gramm für Gegenwart und Zukunft aufgestellt, die Feststellung der Pläne aber 
aus die erkennbaren Bedürfnisse der nächsten Jahre beschränkt. Dabei werden 
zugleich den Gemeinden alle unnötigen Kosten erspart. Nicht überall ist dieses 
Verfahren des Verbandes geglückt- es scheiterte teilweise am Widerspruch der 
Gemeinden, vielfach an der finanziellen Schwierigkeit für kleine Gemeinden, 
geeignete Kräfte für die Planbearbeitung zu gewinnen. 
Der heutige Zustand des Groß Berliner Siedlungswesens ist durch eine 
viel zu weit getriebene Zusammendrängung der Millionenbevölkerung 
im engvcrbanten Hochbau gekennzeichnet. In Berlin und den nächsten 
45 Vororten beträgt die Wohndichte auf 1 ha bebauter Grundstücksfläche (Hof 
und Hausgarten eingeschlossen) im Mittel 420 Menschen, in Berlin 700 und 
in Neukölln sogar 804, während in Düsseldorf nur eine Wohndichte von 217 
und in der Arbeitergroßstadt Essen eine solche von 244 Menschen aus 1 ha 
vorhanden ist. Schuld an diesem Zustand trägt in erster Linie die 
summarische Verleihung des Hochbaus an weite Gebiete, für die nicht 
das geringste Bedürfnis dazu vorlag, und in zweiter Linie die Handhabung 
des Bebauungsplanwesens: während die Bauordnungen folgerichtig zur Ver-
	        
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