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Volume XXVIII. Entwässerungsanlagen

Full text: Verwaltungsbericht der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg (Public Domain) Issue 1905/1909 (Public Domain)

— 177 
Rechnungsjahr Ges.-Ausgabe Ges.-Einnahme Netto-Aufwand 
M 
M 
M 
1899 
1 392,— 
706,78 
685,22 
1900 
1 171,89 
565,26 
606,63 
1901 
1 354,48 
11,70 
] 342,78 
1902 
156,65 
— 
156,65 
1903 
58,01 
— 
58,01 
1904 
107,13 
— 
107,13 
1905 
1 848,17 
— 
1 848,17 
1906 
785,98 
— 
785,98 
1907 
1 347,29 
— 
1 347,29 
1908 
1 797,51 
— 
1 797,51 
V. jkesisnclene Sntxväfferungs-Kanäle. 
Wegen des Abwasser-Kanals der Deutschen Kabelwerke ist im Jahre 1908 ein Bergleich zustande 
gekommen, der den genannten Werken den Betrieb des Kanals auf die Dauer von 30 Jahren gewähr 
leistet. Die bisher 400 Ji pro Jahr betragende Anerkenntnisgebühr ist durch den Vergleich auf 200 Ji 
ermäßigt. 
Am Ende der Berichtsperiode entstand ein Streit zwischen der Stadt Lichtenberg und unserer 
Gemeinde wegen des Kuhgrabenkanals, der bisher nicht beigelegt werden konnte. Während wir auf Grund 
unseres Aktenmaterials bzw. der damaligen, vom Baurat Langen getroffenen Feststellungen auf dem 
Standpunkt stehen, daß der Kanal für die von ihm zu leistende natürliche Vorflut ausreichend dimen 
sioniert ist, behauptet Lichtenberg das Gegenteil und verlangt den Bau eines neuen Kanals von erheblich 
größerer lichter Weite. 
E. Vor flut graben. 
Durch die zunehmende Bebauung des Bezirksteiles nördlich der Lückstraße wird der Lichtenberg— 
Kietzer Grenzgraben (auch oberer Kuhgraben genannt) durch die anderweite Regelung der Abwasser 
beseitigung mehr und mehr überflüssig. Ein Teil des oberen Laufes ist bereits zugeschüttet. 
Der Rieselgraben (Marzahn—Hohenschönhausener Grenzgraben, ist durch Kreispolizei-Ver 
ordnung vom 24. 3. 08 unter Schau gestellt und der Bürgermeifl r Ungewitter zu Friedrichsfelde zum 
Vorsteher des Schauamts bestellt worden. Zu Mitgliedern des Schauamts wurden aus der hiesigen 
Gemeinde gewählt: 
Gemeindeschöffe Warnstädt als ordentlicher Beisitzer, 
die Gemeindeschöfsen Peters und Kleemann als Stellvertreter. 
XXIX. Wasserwerk. 
1. Erweiterungsbau des Wasserwerks. 
Schon im Sommer 1905 konnte das Gemeindewasserwerk nur unter äußerster Ausnutzung aller 
zur Verfügung stehenden Maschinen den Wasserbedarf decken, so daß eine Erweiterung des Werkes 
nicht mehr zu umgehen war. Die Gemeindevertretung bewilligte zu dem Zwecke am 19. 1. 1906 die 
sofortige Anschaffung einer Maschine und die Anschaffung einer weiteren für das Jahr 1907. Beide 
Maschinen lieferte Borsig in Tegel. Am 9. 2. 1906 erklärte sich die Gemeindevertretung allgemein 
mit der geplanten Erweiterung einverstanden, die im besonderen außer der Aufstellung neuer Ma 
schinen die Schaffung von 6 neuen Brunnen, die Erweiterung des Maschinen- und Kesselhauses, der 
Filter- und Enteisenungsanlage sowie die Verlegung neuer Saug- und Druckrohre, darunter auch eine 
zweite Hauptzuführungsleitung nach Oberschöneweide zum Gegenstände haben und für eine Bevölke 
rungszahl von 120 000 Seelen ausreichend sein sollte. 
Bis zum 1. 9. 1906 waren folgende Arbeiten fertig gestellt: Verlegung und Einrohrung des 
Kraatzgrabens, Pflasterung des Triftweges, Herstellung von 6 Bohrbrunnen, eines Sammelbrunnens, 
einer Heberleitung, die gesamte Entwässerungsanlage einschl. Aufstellung einer Dampfpumpe, das 
Maschinen- und Kesselhaus, die Maschinen- und Kesselanlage, die bauliche Ausführung der Filter 
anlage, die Montage der Rohrleitungen in der Filteranlage, die Montage der Saug- und Druckleitungen 
auf dem Werk, die Druckrohrerweiterung in Oberschöneweide und Boxh.-Rummelsburg. Bis zum
	        
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