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Volume XXV. Verkehr

Full text: Verwaltungsbericht der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg (Public Domain) Issue 1905/1909 (Public Domain)

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5. Omnibusverkchr. 
Zwecks Hebung des Verkehrs war die Gemeinde im August 1905 auch mit der Allgemeinen Ber 
liner Omnibusgesellschaft in Verbindung getreten. Die Gesellschaft stand dem Plan, eine Berliner Linie 
nach hier zu verlängern bzw. eine neue Linie einzurichten, im allgemeinen nicht unsympathisch gegen 
über, konnte aber, durch anderweitige Unternehmungen stark in Anspruch genommen, eine Ausdehnung 
des Betriebes zunächst nicht vornehmen. Später mit derselben Gesellschaft wieder aufgenommene 
Verhandlungen führten gleichfalls zu keinem Erfolge, da die finanziellen Verhältnisse jener inzwischen 
nicht besser geworden waren. 
«. Droschkenverkehr. 
Zur Regelung des Droschkenvcrkehrs hat die Polizei-Direktion zu Lichtenberg unterm 27. 3. 09 
eine Droschkenordnung. Polizeilich bestimmte Droschkenhalteplätze befinden sich: Neue Bahnhofstraße 
Ecke Alt-Boxhagen, am Wismarplatz und Karlshorster Straße Ecke Türrschmidt-Straße. 
Während der Berichtszeit ist leider die Bemerkung gemacht worden, daß die hiesigen Halteplätze 
von Droschken nicht aufgesucht werden. 
7. Schiffahrt. 
Der Schiffahrtsverkehr ist nicht unerheblich gewesen, was aus der starken Frequenz der vor 
handenen 2 Ablagen zu erkennen ist. In der Hauptsache kam die Anfuhr in Frage und erstreckte sich vor 
wiegend auf Baumaterialien (Steine, Kies und Sand) und auf den Kohlenbedarf der am Wasser 
belegenen Fabriken. 
Die schon seit 1897 in Betrieb befindliche Fährverbindung mit Handkähnen zwischen 
Rummelsburg, Seeweg—Liebesinsel—Stralau—Treptow wurde vom Publikum wenig benutzt. Aus 
diesem Grunde faßte der Motorbootbesitzer Frick zu Berlin den Plan, eine Fährverbindung mittels 
Motorboote zwischen Rummelsburg, Hauptstraße 4 oder 2 und Treptow einzurichten und ersuchte die 
Gemeinde um Subventionierung seines Unternehmens. Diese wurde ihm auch in Höhe von 150 M 
pro Monat gewährt. Im Mai 1907 wurde der Fährverkehr ab Cafe Bellevue hier von Frick eröffnet; 
das Unternehmen ging dann Juni 1907 auf Borchfeld über. Im folgenden Jahr (1908) wurde gleich 
falls eine Gemeindesubvention gewährt. Leider wurde der Verkehr im Juni 1908 infolge schwerer Er 
krankung und späteren Ablebens des Borchfeld eingestellt. 
8. Post, Telegraphen- und Fcrnfprechwefen. 
Einem dringenden Wunsche der Bevölkerung im Boxhagener Ortsteil zufolge eröffnete die 
Postverwaltung am 1. August 1906 in den gemieteten Parterreräumen des Hauses Gryphiusstraße 
Ecke Crossener Straße eine neue zweite Postanstalt mit Briefbestelldienst, aber ohne Paketannahme. 
Das Postamt i verblieb dagegen in seinen alten Räumen Prinz-Albert-Straße und wurde vom 
1. April 1907 ab ein Postamt erster Klasse. 
Das Anwachsen des postalischen Verkehrs erhellen nachstehende Tabellen: 
Tabelle a. 
Betrag der 
Anzahl der 
Einnahme 
Einnahme 
Eingegangene 
ausge 
zählten 
aufge 
gebenen 
aus Tele- 
aus dem 
Kalender- 
einge 
zahlten 
einge 
gangenen 
grammen 
und 
Verkauf von 
Wechsel- 
Postnach- 
Post- 
jähr 
Postanweisungen 
Telegramme 
Fernsprech 
gebühren 
stempel 
marken 
nahme- 
sendungen 
auftrat 
briefe 
M. 
JH 
M 
M 
1900 
2 520 030 
2 655 102 
5 615 
5 950 
154 298 
1 016 
16 834 
2 727 
1907 
2 979 833 
2 919 050 
7 516 
6 820 
195 692 
1 051 
17 765 
2 890 
1908 
3 087 387 
3 062 820 
7 851 
5 839 
214 978 
1 090 
18 662 
2 910
	        
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