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Volume XXIII. Landwirtschaft, Jagd und Viehhaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg (Public Domain) Issue 1905/1909 (Public Domain)

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3. Viehhaltung. 
Es waren vorhanden: 
1906 
1907 
1908 
Gehöfte überhaupt 
706 
769 
804 
darunter solche mit Viehstand 
170 
269 
186 
Zahl der viehbesitzenden Haushaltungen 
203 
353 
237 
Anzahl der Pferde 
665 
695 
„ „ Rinder 
274 
263 
301 
„ „ Schafe 
— 
— 
5 
„ „ Schweine 
414 
470 
381 
„ „ Ziegen 
I nicht 
64 
| nicht 
„ ,, Hühner 
i gezählt 
5107 
( gezählt 
Der Kreis-Ausschuß des Kreises Niederbarnim läßt seit 1905 zur Bekämpfung der Notlauf 
seuche die Schweine aller nicht zur Staats-Einkommensteuer veranlagten Viehhalter unentgeltlich 
einer Schutzimpfung unterziehen; Jmpfanträge sind jedoch bisher hier nicht gestellt worden. 
XXIV. k>anäel und Gewerbe. 
1. Bankwesen. 
Unsere Bemühungen, eine Berliner Großbank zur Gründung einer Bankfiliale im hiesigen 
Orte zu bewegen, sind bisher leider erfolglos gewesen. 
Dagegen entstand im Anfange des Jahres 1909 ein anderes Bankinstitut am Orte, nämlich die 
Vereinsbank in Boxhagen, die von dem Kaufmann Horstmann in Gemeinschaft mit hiesigen Geschäfts 
leuten ins Leben gerufen worden ist. 
2. Handelskammer. 
Von hiesigen Einwohnern gehörte seit 1905 der Potsdamer Handelskammer mit dem Sitze zu 
Berlin Franz Fieseler in der Metallschraubenfabrik Sudicatis u. (Sie. als Mitglied an, ferner Direktor 
Frey als Sachverständiger für Eis. Fieseler wurde ferner im Oktober 1905 zum Handelsrichter am 
Landgericht II in Berlin ernannt. 
3. Wochcnmärkte. 
Seit dem 1. April 1905 ist ein zweiter Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz eingerichtet 
worden, der jeden Montag und Donnerstag vormittags von 5—1 Uhr abgehalten und gut besucht wird. 
Falls auf einen der festgesetzten Tage ein Festtag fällt, so findet der Montagswochenmarkt am Dienstag, 
der Donnerstagswochenmarkt am Freitag statt. Zugleich wird auf dem Boxhagener Platz täglich, 
mit Ausnahme der Sonn- und Festtage, ein Engros-Wochenmarkt abgehalten, in den Sommermonaten 
von 4—7y 2 Uhr vormittags, in den Wintermonaten von 5—8% Uhr vormittags. 
Zu den Gegenständen des Verkehrs auf den hier vorhandenen Wochenmärkten gehören außer 
den schon früher geführten Waren seit Herbst 1906 noch folgende: Seife, Wichse, Streichhölzer, Holz- 
und Filzpantoffeln, Scheuerrohr und Scheuermatten, Klammern, Steh- und Trittleikcrn, grobes 
hölzernes Haus- und Küchengerät, Pinsel und Bürsten, Wachsdecken, Posamentierwaren, Schuhwaren, 
Geschirr aus Porzellan, Steingut und Ton, Spielwaren, Tuch- und Stoffreste, Wollwaren, Wolle, 
fertige Kleider, künstliche Blumen, Galanterie- und Kurzwaren, Lampenreiniger, Lampenschirme, 
Christbaumschmuck, Böttcherwaren, Messer, Gabeln, Löffel, Küchengeräte von Blech und Emaille, 
Zuckerwaren. 
Nach Einrichtung des zweiten Wochenmarktes beschloß die Gemeindevertretung am 8. Mai 1905, 
das Standgeld für beide Märkte für das Quadratmeter von ö auf 10 Pfennige zu erhöhen und die Ge 
bühren für jeden Geschäftswagen auf 10 Pfennig festzusetzen. Nach dem am 26. März 1907 aufgestellten 
Tarif zur Erhebung des Marktstandgeldes auf dem Engros-Wochenmarkt sind für die Verkaufsstätten 
in Buden und Zelten für jedes Quadratmeter 10 Pfennig, für jedes einspännige Fuhrwerk, von dem 
aus der Verkauf stattfindet, 50 Pfennig, für jedes zweispännige Fuhrwerk unter denselben Voraus 
setzungen 75 Pfennig zu entrichten. 
Pächter der Wochenmnrkte einscbl. Engrosmarktes war der Händler Albert Marks Hierselbst. 
Erzählte an Pacht jährlich 10 000.4k, seit Einrichtung des Engros-Marktes 13 000 M; während der 
jetzigen Pachtzeit, die vom 1. April 1908 bis zum 31. März 1911 läuft, hat er jährlich int ganzen 27 000 M 
zu entrichten.
	        
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