Path:
Volume Vierundzwanzigster Abschnitt. Kassenverwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

560 
Vierund'jtvan^igfler Abschnitt: 
§ 57. 
Oie Ablegung der Semeindekassen-Rechnung erfolgt in mehreren Ccilcn nach TDaßgabe 
der betr. Etats mit Berücksichtigung der gegen die letzteren vorgekommenen Zu- und Abgänge 
dergestalt, daß die abzulegenden Stückrechnungen nachweisen: 
I. die Einnahmen und Ausgaben des Nauptetats; 
II. den Kanalisationsfonds nebst Sutsrechnung; 
III. die Verwaltung der Schulen, getrennt für jede Anstalt. 
Über die außerordentlichen Fonds ist spätestens 6 Monate nach Beendigung der betr. 
Arbeit Rechnung zu legen. Für die inzwischen fällig werdenden Jahresrechnungen genügt eine 
summarische, vom Bauamt bescheinigte Nachweisung der Einnahmen und Ausgaben des abge 
laufenen Wahres. 
§ 58. 
Wie die Manuale (§ 10), so müssen auch die Jahresrechnungen im genauen Anschluß an 
die Etats angefertigt werden, so zwar, daß ersichtlich gemacht wird, welche Mehr- oder Minder- 
Einnahmen, bzw. Ausgaben (Lu- und Abgänge) gegen die Etatsansätze stattgefunden haben. 
Ebenso ist das Verwaltungsergebnis eines jeden Etatstitels und am Schluß durch Wiederholung 
aller Eitel mit ihren Schlußsummen das Endergebnis aufzuführen. 
Das Schlußergebnis jeder Rechnung muß mit dem Jahresabschlüsse der Kassenbücher 
<ß 32) übereinstimmen. 
8 ss. 
Soweit Einnahmen und Ausgaben lediglich auf Grund des Kastenetats stattgefunden 
haben, bedarf es einer besonderen Rechtfertigung nicht. Für alle übrigen Einnahmen und Aus 
gaben ist die Beifügung der Einnahme-, bzw. Ausgabe-Anweisungen erforderlich. 
Alle Ausgaben sind überdies durch die von den Empfängern erteilten Quittungen, bzw. 
durch den Posteinlieferungsschein oder das Posteinlieferungsbuch zu belegen. 
Oie danach zur Rechnung gehörigen Beläge sind derselben möglichst in derjenigen 
Reihenfolge, in welcher auf sie in der Rechnung zum erstenmal bezug genommen ist, fortlaufend 
numeriert beizufügen. 
8 so. 
Für die gesamte Rechnungslegung ist der Grundsatz festzuhalten, daß der Nachweis der 
ordnungsmäßigen Führung der Kassenverwaltung und der Dichtigkeit der Rechnung nicht von dem 
"Revisor aufzusuchen, sondern von dem Rechnungsleger beizubringen ist. Dem entsprechend sind 
auch die Einnahmen und Ausgaben der Kaste durch Beibringung ausreichender Beläge dergestalt 
zu begründen, daß über die Rechtmäßigkeit und Nöhe derselben jeder Lweifel ausgeschlossen ist. 
Insbesondere muß die kalkulatorische Dichtigkeit der Rechnung und ihrer Beläge durchweg durch 
qualifizierte Kalkulaturbeamte bescheinigt sein. 
8 ei. 
Die "Rechnungen werden in feste Einbände gebracht, die Beläge in feste Umschläge 
ordnungsmäßig geheftet. 
Diejenigen Beläge welche für mehrere Jahre Geltung haben (z. L. die auf mehrere 
(]at)re laufenden Pachtverträge), sind in besondere Bände zu heften und mit der Bezeichnung 
„stehende Beläge" zu versehen. 
3n der Rechnung muß auf der Rückseite des Dreiblattes die Angabe der von dem Ge- 
meinde-Kastenrendanten und den Kastenbeamten bestellten Kautionen mit der Bemerkung, wo die 
als Kaution hinterlegten Dokumente sich befinden, enthalten sein. Diese Vermerke müssen vom 
Gemeindevorstande als richtig bescheinigt werden. 
8 er. 
Einer jeden Rechnung sind beizufügen: 
1. der vorschriftsmäßig festgestellte Etat, 
der Gemeindekassen-Rechnung aber außerdem 
2. die Nachweisung der beim Jahresschlüsse unerledigt gebliebenen Vorschüsse,
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.