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Volume Einundzwanzigster Abschnitt. Handel und Gewerbe, Verkehr

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Randei und Gewerbe, Verkehr. 
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Außer den genannten Zeitungen werden in Steglitz noch verschiedene 
Fachzeitschriften herausgegeben. Auch die größeren Tageszeitungen Berlins 
haben hier ihre Filialen. 
Lrwähnt fei noch, daß in den siebenziger Jahren noch ein zweites Glatt, 
allerdings nur kurze Zeit, bestanden hat, das Steglitzer Intelligenz.Glatt, das in 
humoristisch-satirischer Weife die Tagesereignisse usw. besprach. 
E. Hnlchlaglaulcn. 
Dm (Jahre 1876 hat die Gemeinde -Vertretung die erstmalige Aufstellung 
von fünf publihationssäulen beschlossen. Dieselben wurden an einen am Orte 
angesessenen Guchdruchereibesitzer für eine jährliche Entschädigung von 24 Mark 
verpachtet. Er war verpflichtet, alle amtlichen Gekanntmachungen sofort und 
unentgeltlich gegen Erstattung der baren Auslagen anzunehmen. An dem oberen 
Teil der Säulen befand sich bereits ein Ninweis auf das Amts- und Gemeinde- 
bureau sowie das Standesamt. 
Um Jahre 1885 erfolgte eine anderweitige Verpachtung der vorhandenen 
sieben Säulen für 30 Mark. Da die letzteren zum Teil noch aus Nolz bestanden 
und im Uaufe der Jahre durch die Witterungseinflüsse stark gelitten hatten, so 
wurden 1888 zwölf neue eiserne Säulen mit gemauerten Fundamenten aufgestellt 
und für 97,56 Mark verpachtet. Die Anheftung amtlicher Gekanntmachungen mußte 
gegen eine geringe Entschädigung, die für je 25 Exemplare auf 1,25 Mark fest 
gesetzt wurde, übernommen werden. Die Rosten für Privatanschläge regelte ein 
besonderer Tarif. Dieser Vertrag wurde nach 10 Jahren aufgekündigt, jedoch 
wieder mit demselben Pächter auf drei Jahre abgeschlossen, allerdings gegen 
eine auf 200 Mark erhöhte pacht. 
Nach Ablauf der Vertragsfrist übernahm 1901 die Druckerei der Steglitzer 
Zeitung das Anschlagswesen unter den bisherigen Gedingungen für eine jährliche 
pachtsumme von 400 Mark. 
Ein weiteres Abkommen wurde 1906 aus zehn Jahre mit der Firma 
Naasenstein & Vogler dahin getroffen, daß dieselbe sich verpflichtete, an Stelle der 
alten Säulen 25 neue auf ihre Rosten aufzustellen, die so eingerichtet sind, daß 
das Innere zur Unterbringung von Geräten usw. benutzt werden kann. An dem 
Ropf der 2,(55 m hohen Säulen bei einem Durchschnitt von I m befindet sich ein 
Nachweis öffentlicher Gehörden und Einrichtungen. Die Unterhaltung der Säulen 
in gutem Zustand liegt der Unternehmerin ob. Sie ist ferner verpflichtet, behörd 
liche Anschläge gebührenfrei anzubringen und berechtigt, alle übrigen nach einem 
besonderen Tarif zu berechnen. Die jährliche pacht beträgt 650 Mark.
	        
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