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Volume Einundzwanzigster Abschnitt. Handel und Gewerbe, Verkehr

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Randei und Gewerbe, Verkehr. 
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Zu diesem 2rveck bewilligte die Gemeinde -Vertretung am 7. Oktober >892 
abermals 6500 fftark, so daß im ganzen 9500 Mark zur Verfügung standen. 
Die Sesarntkosten für den Ankauf, Wiederaufstellung und Ausbau der Ralle, 
welche mit 9 500,— Mark 
bewilligt waren, haben laut Abrechnung ... 7 935,48 
betragen. Die erübrigten 1 564,52 Mark 
sind zum Ankauf einer Wellblechbude mit Reizgelegenheit zum Aufenthaltsort für 
den Marktmeister und zur Umpflasterung der Ralle mit altem Pflastermaterial 
sowie Bepflanzung des Platzes mit Räumen verwendet worden. 
Oie Fertigstellung der Ralle und des umliegenden Platzes erfolgte Anfang 
April 1893. Sie hatte 26 Abteilungen von 5.35 und 8.04 qm Fläche. 
Der Markt findet wöchentlich zweimal. Dienstag und Freitag, statt. Der 
Marktverkehr beginnt in den Sommermonaten (vom I. April bis I. Oktober) um 
7 Uhr morgens und dauert bis 12 Uhr mittags, in den Wintermonaten (vom 
I. Oktober bis 1. April) um 8 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. 
Verkaufsgegenftände sind die im 8 2 der Polizei-Verordnung, betreffend 
die Wochenmärkte in Steglitz, vom 15. Januar 1904 angegebenen, nämlich: 
1. rohe Naturerzeugnisse mit Ausschluß des größeren Viehes. 
2. Fabrikate, deren Lrzeugung mit der Land- und Forstwirtschaft, dem 
Garten- und Obstbau oder der Fischerei in unmittelbarer Verbindung 
steht oder zu den Nebenbeschäftigungen der Landleute der Gegend 
gehören, oder durch Dagelöhnerarbeit bewirkt wird, mit Ausschluß 
der geistigen Getränke, 
3. frische Lebensmittel aller Art, 
4. sonstige von der zuständigen Verwaltungsbehörde nach 8 66 der 
17eichs-Gewerbe-Ordnung zugelassenen Gegenstände, nämlich wollenes 
Land und wollene gestrichte Waren, gewöhnliche Seilerarbeiten und 
Ranfrvaren, grobe Bürstenbinderwaren, fertige Schürzen, Blusen, 
Kinderkleider, Nachtjacken. Beinkleider und Stickereiarbeiten. Schuh 
macher-, Böttcherwaren und Stoffreste. 
Vom Jahre 1874—1892 wurden für das laufende Meter Standfläche zehn 
Pfennig Marktstandsgeld erhoben. Bei der Verlegung des Wochenmarktes nach 
der Düppelstraße wurden folgende Beträge festgesetzt: 
Ls kostete ein Lckstand in der Markthalle 0,75 Mark, 
ein Mittelstand „ .. 0,50 .. 
jedes laufende Meter Breite einer Verkaufsstelle außerhalb 
der Ralle 0,10 ,, , 
ein Wagen, von welchem die Waren feilgehalten werden . 0,50 .,
	        
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