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Volume Vierzehnter Abschnitt. Polizei-Verwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

poli^ci -Verwaltung. 
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c) Die Faljrdämme müssen Sranitreihensteinpflaster aus rechteckig bearbeiteten Steinen 
erhalten, deren Fiöhen und Greisen nicht mehr als > cm von einander abweichen und deren Fuß 
flächen mindestens s /i der Kopfflächen betragen. Die Steine müssen eine mindestens 20 cm starke 
Kettung von Kies erhalten. 
ändere Lefestigungsarten können von der Ortspolizsibehörde unter Zustimmung der 
Gemeindevertretung zugelassen werden. Die Fahrdämme sind gegen den Lürgersteig durch Sranit- 
bordschwellen von 3S cm Lreite und IS cm Flöhe abzugrenzen. Die Laulänge der geraden 
Schwellen darf nicht unter i.ro m betragen. Die Bordschwellen müssen 7—14 cm mit ihrer Ober- 
kante über dem Straßenpflaster liegen und auf einer 25 cm hohen und öS cm breiten Kiesbeton- 
unterläge vom Mischungsverhältnis 1:8 verlegt werden. 
Oie Vorderfläche ist auf io cm Flöhe von oben derartig abzuschrägen, daß die obere 
Kante 2.S cm gegen das lüot zurücktritt. Die Fugen sind mit Lementmörtel 1:3 zu dichten. Lord- 
schwellen von anderen Abmessungen können von der Ortspolizeibehörde unter Lustimmung des 
Semeindevorstandes rugelassen werden. 
d) Eine neu angelegte Straße muß an eine bereits gepflasterte Straße angeschlossen werden. 
e) Oie Lürgersteige müssen in ganzer Lreite ohne Unebenheiten mit einem Quergefälle 
von i: 40 nach dem Damme zu hergestellt werden. 
Lürgersteige, welche nicht vollständig mit platten belegt werden, müssen Mosaikpflaster 
und in der Mitte eine Sehbahn aus Kunststein- oder Sranitplatten erhalten. Oie Sehbahn ist bei 
einer Lreite des Gürgersteiges von 2.S bis einschließlich 3 Meter wenigstens I Meter breit und bei 
größerer Lreite wenigstens i.S Meter breit anzulegen. ändere Gefestigungsarten können von der 
Ortspolizeibehörde unter Zustimmung des Semeindevorstandes rugelassen werden. Die ru ver- 
wendenden Kunststeinplatten dürfen nur von denjenigen Fabriken berogen werden, deren erzeug- 
nisse vom Semeindevorstand ausdrücklich rugelassen sind. Sie müssen überall vollscharfkantig und 
frei von Kissen sein. 3hre Oberfläche darf keine Unebenheiten, namentlich keine Vertiefungen, ent 
halten. Die Stärke der platten muß mindestens S cm betragen. Die einreinen platten müssen 
scharf und dicht aneinander gestoßen und in einer mindestens >0 cm starken Schicht von verlän 
gertem Tementmöitel fest gebettet werden. 
Die ru verwendenden Mosaiksteine müssen aus festen, scharfkantig gespaltenen Steinen 
mit glatten Köpfen von ca. ö cm Seitenlänge hergestellt werden. Grobkörniges Gestein darf nicht 
verwendet werden. 
f) einführten in die Grundstücke jmüssen in Keihensteinen mit ebener Kopffläche auf 
mindestens 20 cm starker Unterbettung gepflastert werden. Die Lordschwelle an den einführten 
darf nicht abgeschrägt werden, sondern muß auf eine Liefe von mindestens 7 cm über der Ober- 
fläche des anschließenden Dammpflasters gesenkt werden. 
g) Die Lürgersteige sind in Abständen von höchstens 8 Metern mit Alleebäumen nach 
näherer Lestimmung des Semeindevorstandes zu bepflanzen. Die Läume sind, solange erforder- 
sich, anzupfählen und durch Schutzvorrichtungen zu sichern. 
Um die Pflanzlöcher ist ein Saumkranz aus Keihen- oder Schlachensteinen auf einer 
10 cm starken Kiesunterbettung herzustellen. Die Steine des Saumkranzes dürfen nicht über das 
Pflaster des Lürgersteige» hinausragen. 
b) die Straße muß mit Leitungen zur Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung sSrauch- 
und Lagewässer) versehen sein, die, wie auch die Gasrohre und Kabel, in den beiderseitigen 
Lürgersteigen nach dem vom Semeindevorstande aufgestellten profil zu verlegen sind. 
In Straßen, die mit unterirdischen Leitungen zur Abführung des Kegenwassers versehen 
sind, müssen die Kegenabfallrohre der Gebäude und die Fiofgullies unterirdisch an diese Leitungen 
angeschlossen werden. Andernfalls muß die Abführung des Kegenwassers aus den Grundstücken 
durch genau in der Flöhe des Lürgersteige» eingelegte bedeckte eiserne Kinnen erfolgen. 
i) Wo im Bebauungsplan Vorgärten vorgesehen sind, müssen diese in der vorgeschriebenen 
Lreite gärtnerisch angelegt und mit einem Sitter auf fester Untermauerung von 30 cm mittlerer 
Flöhe eingefriedigt werden. Ausnahmen können mit Lustimmung des Semeindevorstandes zuge- 
lassen werden.
	        
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