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Volume Vierzehnter Abschnitt. Polizei-Verwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Polizei-Verwaltung. 
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§ 7. 
Cie zum Geschäftsbetriebe von dem Unternehmer als Schießmeister und Scheibenanzeiger 
anzustellenden Personen müssen über 18 Jahre alt, unbescholten, frei von auffallenden Gebrechen 
und im Sesitze von gesunden Gesichts- und Gehörsorganen sein. 
Sie müssen sich vor ihrer Zulassung zur Ausübung ihrer Punktionen über ihre Qualifikation 
dem Amtsvorsteher ausweisen. 
8 s. 
Getrunkene oder sonst als unzuverlässig bekannte Personen dürfen nicht als Schützen zu- 
gelassen werden. 
8 s. 
während des Dienstes haben die im 8 7 bezeichneten Personen nachgenannte vom ftints- 
vorsteher vorgeschriebene Cienstabzeichen zu tragen; der Schießmeister eine weiß-rote Linde am 
linken Nrm, die Scheibenanzeiger rotes Käppi und roten Kittel. 
8 10. 
Cie Gefolgung dieser Verordnung unterliegt der polizeilichen Kontrolle und haben sowohl 
Unternehmer als auch deren Geamten etwaige Anordnungen des Nmtsvorstehers oder der 
öffentlichen Sicherheitsorgane sofort polge zu leisten. 
8 11- 
Cer Konzessionär ist dafür verantwortlich, daß der Schießstand stets gefahrlos benutzt 
werden kann und die getroffenen Sicherheits-Vorrichtungen immer in gutem Zustande erhalten 
werden, auch die von ihm zum Schießen zugelassenen Schützen und angestellten Personen die vor- 
stehenden Gestimmungen befolgen. 
8 17- 
Zur Sicherung eines ordnungsmäßigen Getriebes bleibt es dem ptmtsvorsteher überlasten, 
vom Unternehmer eine nach dem Umfange des Getriebes zu bemeffende Kaution stellen zu lasten. 
8 >3- 
Sofern nicht nach den allgemeinen Strafgesetzen höhere Strafen verwirkt werden, sind 
Übertretungen dieser Verordnung und für die Unternehmer auch Abweichungen von den Gestirn- 
mungen der erteilten Konzession mit Geldbußen bis zu S Mark und im Palle des Unvermögens 
mit entsprechender Saft zu bestrafen. 
Cer Unternehmer ist außerdem verpflichtet, auf Erfordern des Amtsvorstehers Personen 
aus dem Getriebe zu entfernen, welche sich grober oder mehrfacher Übertretungen dieser Verord- 
nung haben zu Schulden kommen lassen. 
Steglitz, den 21. März 1883. 
l>er ^rntsvorftebcr. 
Zimmermann. 
Zu Nr. E. Ortspolizei - Verordnung. 
Auf Grund des 8 3 des Gesetzes vom II. März I8ö0 und des 8 62 der Kreis-Ordnung vom 
13. Ccz. 1872 
19 MärzI88I tw * r< * b' ertnit für den Semeindebezirk Steglitz unter Zustimmung des Amts-Aus- 
schustes verordnet, was folgt: 
8 I. 
Cas unbefugte Getreten der Schießstände des hiesigen Schützenvereins, sowie der dazu 
gehörigen Kugelfänge und Sicherheitswälle ist untersagt. 
8 2. 
Wer den vorstehenden Vorschriften zuwider handelt verfällt in eine Geldbuße bis zu 
9 Mark, im Unvermögensfalle in eine verhältnismäßige Saft. 
Steglitz, den 7. April >883. 
Der Hmtsrorstehcr. 
Zimmermann.
	        
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