Path:
Volume Vierzehnter Abschnitt. Polizei-Verwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Polizei-Verwaltung. 
327 
§ IS. 
Leidjen^ügcn und anderen öffentlichen Auszügen müssen Fuhrwerke und weiter ausweichen. 
Peiter und -Wagenführer müssen die ihnen in den Weg kommenden Personen durch lauten 
Zuruf warnen. 
(§ IS aufgehoben durch Orts-polizei-Verordnung vom 4. November 1889.) 
§ >S. 
Gei der Ausfahrt aus den Raufern und Norwegen, beim passieren der Lrücken und 
engen Straßen und der Straßenecken und überall, wo der freie Verkehr durch Menschen oder in 
sonstiger Weife gehemmt ist, darf nur im Schritt gefahren und geritten werden, (cfr. Nachtrag vom 
28. (Juli 1893.) 
§ 17. 
Das fahren mit Wagen und Schlitten ohne feste Deichsel oder Schere, das fahren mit 
Schlitten ohne Geläute und das fahren mit mehr als zwei aneinandergehängten Wagen ist 
verboten. 
Die fortschaffung von Wagen in der Art. daß die pferde vor die Spitze der Deichsel- 
(fange vorgelegt werden, ist nicht zulässig. 
sß 17 aufgehoben durch Orts-polizei-Verordnung vom 4. November >899.) 
8 IS. 
Kein Wagen oder Schlitten, ob bespannt oder unbefpannt, darf so aufgefahren werden, 
daß der Verkehr gehemmt wird. 
Das Aufstellen von Wagen und sonstigen Gegenständen während der Nacht auf den 
Straßen und plätzen ist nur bei genügender Geleuchtung und mit Genehmigung des Amtsvor- 
stehers zulässig. 
' 8 IS- 
Werden bei außergewöhnlichen Anlässen von polizeibeamten Anordnungen zur Erhaltung 
der Ordnung und Sicherheit im Verkehr erteilt, so müssen die Wagenführer, ftciter, fußgänger und 
Viehtreiber den Anordnungen unweigerlich Folge leisten. 3st dabei eine Reihenfolge für die Wagen, 
Leiter usw. angeordnet, so muß diese streng eingehalten werden. 
8 20. 
Zur Abhaltung von Auktionen an öffentlichen Straßen ist die polizeiliche Genehmigung 
erforderlich. 
8 2>- 
Das übermäßig laute Schreien und Ausrufen der Verkäufer, das mutwillige peitschen- 
knallen der Fuhrleute und Viehtreiber, das pfeifen der liumpensammler in den Straßen ist 
verboten. 
8 22. 
(Ersetzt durch Orts-polizei-Verordnung vom >0. März 1888.) 
8 23. 
Gei Ausführung von Gauten an einer dem Verkehr geöffneten Straße haben die Sau- 
Herren Lauzäune aufzustellen und bei eintretender Dunkelheit für gehörige Geleuchtung derselben 
zu sorgen. 
8 24. 
Zur Aufstellung von Gauzäunen und Gaugerüsten an den Straßen ist die polizeiliche 
Genehmigung erforderlich, ebenso zur Anbringung von Marquisen, Armen und anderen über die 
Rausfront hervorragenden Gegenständen. 
Die Anbringung von Verkaufs-Schildern an den Rausfronten oder an den Straßen unter 
liegt auch hinsichtlich der Form und dem Inhalt der polizeilichen Genehmigung. 
Dn den öffentlichen und privatgewässern dürfen Menschen nicht baden, wenn nicht Ver 
anstaltungen getroffen sind und benutzt werden, welche die entkleideten Personen den Glichen der 
in der Nähe wohnenden oder auf Straßen, Fußwegen und Promenaden in der Nähe vorüber- 
kommenden Personen entziehen.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.