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Volume Elfter Abschnitt. Schulwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

262 
elfter Abschnitt: 
üm Dezember 1906 wurden an die geringer besoldeten Lehrkräfte einmalige 
Teuerungszulagen gezahlt, und zwar an 28 Lehrer in fiöhe von 37.50 Mark bis 
zu IVO Mark, an 18 wissenschaftliche Lehrerinnen in Ifzöhe von je 50 Mark und an 
drei technische Lehrerinnen in gleicher flöhe. Insgesamt wurde der Getrag von 
3475 Mark gezahlt. (Geschluß der Gemeinde-Vertretung vom 14. Dezember 1906.) 
Gehälter äer Lehrpersonen svom I. April 1908 ab gültig) 
unä zwar nach Maßgabe de» neuen Lehrerbesoldungsgesetzes vom 26. Mal 1909. 
Lehrkräfte 
Grundgehalt 
M 
TDiets- 
entschäcligung 
Ji. 
Alters 
zulagen 
M 
Orts 
zulagen 
Ji 
Vorübergeh. 
Ortszulage 
Ji 
Amts- 
Zulage 
Ji 
büchst. 
geholt 
Ji 
Hektaren 
1400 
850 
200-1900 
100-750 
150 
1100 
6150 
Lehrer 
1120 bzw. 1400") 
435 bzw.650r) 
200-1900 
100- 750 
150 
— 
4850 
Lehrerinnen 
Landarbeit»., Saushal- 
060 bzw. 1200«) 
430 bw. 960t) 
100 -1250 
100- 400 
70 
3350 
tungs-u.Durnlehrerinnen 
800 bzw. 1000 
430 
100-1250 
— 
70 
— 
2750 
*) Für einstweilig bzw. endgültig angestellte Lehrer bzw. Lehrerinnen. 
f) Für unverheiratete (ohne eigenen Hausstand) bzw. verheiratete Lehrer (mit eigenem Nausstand). 
Grundsätze zur Vermeidung der Überbürdung der festangestellten Lehrpersonen 
in Steglitz. 
I. Pflichtstundenzahl: 
a) bei den "Rektoren: 
an Schulen mit IS Klassen 12 Stunden wöchentlich, 
für je 2 angefangene Klassen mehr I Stunde weniger, 
.. „ 2 .. ., weniger > Stunde mehr, 
außerdem nach Vollendung de» SO. Lebensjahre» 1 Stunde weniger. 
b) bei den Lehrern: 
vom 1.—9. Dienstjahre 29 Stunden wöchentlich, 
„ 10.—18. .. 28 
.. 19.—24. „ 27 
.. 25.—30. „ 26 
bei mehr als 30 Dlenstjahren 25 Stunden wöchentlich. 
c) bei den Lauptlehrern: 
wöchentlich 6 Stunden weniger als bei den unter b angegebenen Lehrpersonen. 
d) bei den Lehrern der Fiilf »klaffen: 
24—26 Stunden wöchentlich. 
e) bei den Lehrerinnen: 
vom I.—9. vienstjahre 25 Stunden wöchentlich, 
,. 10.—15. .. 24 
„ 16.—20. „ 23 
bei mehr als 20 vienstjahren 22 Stunden wöchentlich. 
Kür den Geginn des Dienstalters ist der Leitpunkt der ersten Anstellung im 
öffentlichen Schuldienst maßgebend. 
2. Größere Vorbereltungsarbelten. Korrekturen, Verwaltungen und dergleichen können bei der 
Semessung der Pfllchtstundenzahl besonders berücksichtigt werden. 
3. Für jede besoldete Nebenbeschäftigung von Lehrpersonen, für die die Genehmigung der Schul 
aufsichtsbehörde erforderlich ist, muß zuvor die Lrlaubnis der Schuldeputation eingeholt 
werden. Die Lahl der bezahlten Überstunden und Privatstunden darf 6 nicht übersteigen. 
4. Die Serechnung der erforderlichen Lahl der Unterrichtsstunden erfolgt nach den obigen 
Grundsätzen und unter Anlehnung an diese ihre Verteilung nach dem Ermessen des Anstaltsleiters. 
5. Voraussichtlich kürzere Vertretungen bis zu 2 Wochen sind unentgeltich zu leisten. 
6. für jede einzeln zu bezahlende Unterrichtsstunde ist ru gewähren: 
den Lehrern 1,50 Mark, den Lehrerinnen 1,25 Mark.
	        
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