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Volume Elfter Abschnitt. Schulwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Schulwesen. 
250 
Kaffe gebildet Die Ruhegehälter werden aus dieser Rasse, welche von der Rönig- 
lichen Regierung verwaltet wird, an die Gezugsberechtigten gezahlt. Die Gemeinde 
hat entsprechende Geiträge auch zu dieser Raffe zu leisten. Sie richten sich nach 
der Iahressumme des ruhegehaltsberechtigten Diensteinkommens der Lehrpersonen 
und sind von 2000 Mark — im Jahre 1804/1895 — bis auf 10 000 Mark — im 
Jahre 1908 — gestiegen. 
Außerdem hat die Gemeinde noch für die im Regierungsbezirk Potsdam 
bestehende Llementarlehrer-'vVitwen. und --äaisenkasse und die Volksschullehrer- 
OOitwen- und -Oäaisenkasse geringere Geiträge zu zahlen, welche sich für das 
Jahr 1908 auf 170 Mark bzw. 812 Mark belaufen. 
Im Jahre 1875 unterrichteten an den Gemeindeschulen 5 Lehrer. Gis >890 
etwa vergrößerte sich die Anzahl der Lehrpersonen nur langsam. Dann folgte 
jedoch eine Zunahme, die bis auf die Neuzeit sich immer mehr steigerte, wie die 
folgende Übersicht zeigt: 
Anzahl der Lehrkräfte 
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1890 
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05 
1904 
»O 
1 
O 
1907 
1908 
1 
Hektaren 
_ 
_ 
_ 
1 
1 
2 
2 
2 
2 
3 
3 
3 
3 
3 
3 
1 
3 i 4 
5 
Sauptlehrer 
— 
1 
1 
— 
1 
— 
— 
— 
1 
1 
1 
1 
1 
1 
2 
2 | 2 
1 
Lehrer 
5 
7 
9 
13 
22 
26 
29 
33 
33 
34 
36 
37 
41 
43 
46 
50 | 64 
72 
wissenschaftliche Lehrerinnen . . 
— 
2 
3 
3 
5 
6 
8 
8 
9 
10 
11 
12 
12 
13 
18 
22 I 24 
27 
technische Lehrerinnen 
— 
2* 
2* 
1t 
1 
1 
1 
2 
2 
2 
2 
2 
2 
2 
3 
3 3 
5 
*) Nebenamtlich beschäftigt, -j-) hauptamtlich beschäftigt. 
Zur vertretungsweisen Verwaltung einiger Stellen und zur Vertretung 
erkrankter Lehrpersonen mußten in den letzten Jahren noch eine Anzahl siiilfs- 
lehrerinnen eingestellt werden. 
Der Ersatz von Lehrpersonen wird aus der Reihe solcher Anwärter gewählt, 
welche sich um Anstellung an den hiesigen Volksschulen beworben, gute Zeugnisse 
aufzuweisen und mindestens eine genügende Probelektion hier abgehalten haben. 
Die Lehrerinnen müssen auch vor ihrer einstweiligen Anstellung eine bestimmte 
Zeit, die in der Regel 2 Jahre nicht übersteigt, als Silfslehrerin hier beschäftigt 
worden sein. Sie beziehen während dieser Zeit eine Entschädigung von 1,25 Mark 
für die Stunde. Die zu Probelektionen eingeladenen Lehrpersonen erhalten die 
Eisenbahnfahrkarten 3. Rlasse vergütet. 
Dm Laufe der Zeit stellte sich das Bedürfnis nach einer Ermäßigung der 
von den Lehrpersonen zu erteilenden Pflichtstunden heraus. Die Vorschläge der 
zur Prüfung der Frage eingesetzten Rommission wurden in der Sitzung der Gemeinde 
vertretung vom S. Juni 1905 angenommen. Die Rönigliche Regierung in Potsdam 
erklärte sich durch den Erlaß vom 10. Juli 1905 mit den auf Seite 202 abgedruckten 
Grundsätzen einverstanden. 
33'
	        
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