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Volume Elfter Abschnitt. Schulwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Schulwesen. 
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3n der Zeit von 1875—1909 unterstanden die hiesigen Gemeindeschulen der 
Aufsicht folgender Rerren Kreisschulinspektoren: 
Vom 1. April 1875 bis I. (Juni 1876 Rerrn pfarrer Stephani in Giesensdorf, 
„ 1. (Juni 1876 bis 1. {Juli 1877 Rerrn Superintendenten Lange in Ccltorv, 
„ 1. {Juli 1877 bis 1. (Juni 1884 Rerrn Kreisschulinspektor Dr. Ciets in Gerlin. 
.. 1. $uni 1884 bis 30. (Juni 1889 Rerrn Kreisschulinspektor Dr. Dpszka 
in Gerlin. 
„ 1. (Juli 1889 bis 16. (Juni 1900 Rerrn Kreisschulinspektor Kob in Gerlin. 
„ 17. (Juni 1900 bis 31. (Januar 1902 Rerrn Kreisschulinspektor Roche 
in Gerlin. 
1. Februar 1902 bis 1. August 1908 Rerrn Kreisschulinspektor Albrecht 
in Gerlin. 
seit 1. Oktober 1908 Rerrn Kreisschulinspektor und Schulrat Rotop in Gerlin. 
Seit dem 15. (Juli 1909 besteht die Kreisschulinspektion Gerlin-Steglitz, um 
fassend Steglitz wie auch Großlichterfelde und Friedenau. 
b) Die einzelnen Schulgebäude. 
Zu Geginn der Gerichtsweg war nur ein Schulgebäude vorhanden, welches 
der damaligen Einwohnerzahl entsprach, die Gemeindeschule in der Schloß 
straße. Sie wurde im Oktober 1871 eingeweiht. An ihr wirkten damals 
3 Lehrer. Zu Geginn des (Jahres 1875 waren 6 Knaben- und Mädchenklassen 
vorhanden. 3m April 1876 betrug die Zat)I der eingeschulten Kinder 482 
(228 Knaben und 254 Mädchen). An Gehältern wurden damals gezahlt für end 
gültig angestellte Lehrer 1050 Mark, steigend in 5jährigen Zwischenräumen um je 
150 Mark bis aus 1800 Mark. Daneben wurde Dienstwohnung oder eine Miets 
entschädigung von 300 Mark für verheiratete bzw. 150 Mark für unverheiratete 
Lehrer gewährt, einstweilig angestellte Lehrer erhielten 900 Mark Gehalt. 
Odegen Überfüllung der Schule wurde zum 1. April 1878 in der Albrecht- 
straße 117 ein ftaum zur Einrichtung einer Klasse gemietet und im Rechnungsjahre 
1878/1879 das Schulgebäude durch einen Anbau erweitert, dem 1886/1887 eine noch 
malige Vergrößerung folgte. 
Das anhaltende und für die damaligen Verhältnisse schon ziemlich rasche 
Anwachsen der Gevölkerung machte die Schaffung weiterer Unterrichtsräume 
erforderlich. Ls wurde daher die Lrbauung eines 2. Volksschulhauses beschlossen 
und zu diesem Zweck zwei in der plantagenstraße 8 und 9 neben dem damaligen 
progymnasialgebäude belegene panellen in einer Größe von 20,17 Ar von dem 
Tischlermeister Schellhorn aus Gerlin für den preis von 16 000 Mark erworben. 
Das ganze Schulhaus umfaßt nach vollständiger Fertigstellung 20 Klassen, die sich 
auf 3 Geschosse verteilen. Ls ist mit Zentralheizung versehen und besitzt eine
	        
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