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Volume Achter Abschnitt. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Lauwesen. 
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C. ötrasscnbau. 
I. historische Lntwictzelung des Straßennetzes, 
a) Kreis- und Provinzialchausseen, Verbindungswege. 
Oer älteste Oeil des früheren Dorfes Steglitz liegt an der ehemaligen 
Provinzialchaussee Gerlin—Potsdam, der jetzigen Schloß-Straße, wo noch heute die 
Verbreiterung der Straße zwischen Albrecht- und Girkbusch-Straße, auf dem Platz 
der alten Oortaue, hinweist, an der das Schloß, die Kirche und die Schule lagen. 
Hn diese Hauptdurchgangsstraße mündete an der alten Schmiede (siehe 
ftbb. S). gegenüber dem jetzigen Kathaus, eine alte Kreischaussee, die jetzige Albrecht- 
Straße ein. welche sich am jetzigen handjerpplatz in die Kreischaussee nach Marien- 
dort und nach Liankwitz gabelte. 
Oer Schmiede schräg gegenüber zweigte sich in nordwestlicher Kichtung 
die Straße nach dem Grunewald ab, von welcher ein Verbindungsweg in der 
Gegend der jetzigen Kotenburgstraße nach Schmargendorf — der sogenannte 
Schmargendorfer Weg — hinüberführte. Dieser Weg ist jetzt gänzlich beseitigt. 
ftn der Schildhorn-Straße mündete ein Verbindungsweg nach Wilmersdorf 
ein, der ebenfalls heute, bis auf einen geringen Oeil an der Wilmersdorfer Grenze, 
verschwunden ist. 
Lndlich durchschnitt den südlichen Oeil des Gemeindegebietes, in der Gegend 
der jetzigen Siemens- und halskestraße, die sogenannte Gerliner Straße, ein Ver 
bindungsweg zwischen Sroß-lüichtertelde und Schöneberg-Gerlin. Den Zwecken 
der Ackerbau treibenden Linwohner dienten verschiedene Wirtschaftswege, so die 
Gerg-Straße, die Girkbusch-Straße usw. 
b) Aufschließungsstraßen. 
Oie bessere Verbindung mit Gerlin, die durch den Gau der Wannsee- und 
der Oampfstraßenbahn geschaffen wurde, veranlaßte viele in Gerlin tätige Geamte 
und Geschäftsleute, ihren Wohnsitz nach dem ruhigen Vororte zu verlegen. Ls 
entstanden daher schon in den S0er und 70er fahren eine Keihe von Villenstraßen, 
die von den Grundbesitzern angelegt und teilweise befestigt wurden. Gevorzugt 
wurde der ?ichtenberg; doch auch östlich der Gähn, zu beiden Seiten der Albrecht- 
Straße. wurden Villenstraßen angelegt. 
Um Jahre 1875 wurde durch das Gaufluchten-Gesetz die Anlage von 
Straßen und Plätzen geregelt. Daraufhin wurde auch für Steglitz ein Gebauungs- 
plan aufgestellt, nach welchem nun der weitere Ausbau des Straßennetzes seitens 
der Gemeinde erfolgte. Welche Abänderungen der ursprüngliche Plan erfuhr, 
wie sich allmählich der heutige Gebauungsplan herausbildete, ist im Abschnitt VIII 
HI A 2 ausgeführt, hier sei nur noch darauf hingewiesen, daß in dem letzten Jahr- 
zehnt neben der Gemeinde namentlich Oerraingesellschaften sich an der Anlage 
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