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Volume Achter Abschnitt. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Gaurvesen. 
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und Zementkanäle im Straften Körper unterzubringen haben. Da möglichst alle 
Leitungen, deren Durchmesser 24 cm nicht übersteigt, in den Gürgersteigen unter 
gebracht werden sollten, diese jedoch in den meisten Steglitzer Straften nur 
3,00—3,60 m breit find, muftte der den einzelnen Verwaltungen eingeräumte Platz 
aut das Notwendigste beschränkt werden. 
Der Keichspost wurde ein 0,50 m breiter und 9,90 m tiefer Streifen, vom 
Vorgarten an gerechnet, für Zementkanäle angewiesen. Die Postbrunnen dürfen 
eine Ausladung bis 1.25 m in die Greite und 1,20 m in die Diese erhalten. Den 
Ftaum 0,97 bis 1,37 vom Vorgarten und in einer Diese von O.SO m nehmen die 
berliner Vororts-Elektrizitätswerke in Anspruch. Das Gasrohr soll 0,80 m vom 
Vorgarten in einer Diese von 1,05 bis 1,27 liegen und das Wasserrohr 0,75 m 
von der Gordkante, 1,30 bis 1,43 m tief. 
Der freibleibende ttaum ist der Schmutzwasserkanalisation vorbehalten, 
so daft die Achse der Kanalisationsleitung 1,52 m von der Gordkante liegt. Wenn 
auch Jahre vergehen dürften, bis in allen Steglitzer Straften die Leitungen nach 
dem Normal-Profil verlegt sein werden, so war es doch dringend notwendig, dem 
systemlosen Schalten und Walten der beteiligten Verwaltungen Einhalt zu tun. 
um so mehr, da die nach erfolgter Verlegung eingereichten Ftevisions-Skizzen ohne 
TNafte wertlos waren und genauere Unterlagen über die Verlegungen selten zu 
erlangen waren. 
€s ist daher angeordnet worden, daft für jede Verlegung von Leitungen usw. 
vor dem Gaubeginn durch die Vermessungs-Abteilung die Strecke abgesteckt wird. 
Während der Gauausführung werden die verlegten Leitungen, soweit sie frei liegen, 
kontrolliert, auf feste Punkte — Gordkanten — eingemessen und die so ermittelten 
TDafte für die Ausarbeitung der Leitungs-I7evisionspläne bzw. zur Ergänzung 
bereits vorhandener 17evisions-Pläne verwendet. Zur Feststellung der genauen 
Lage aller in den Steglitzer Straften vorhandenen Leitungen usw. werden seit 
2 Jahren Straften-Leitungspläne ausgearbeitet, vervielfältigt und den beteiligten 
Verwaltungen gegen Gezahlung überwiesen. Diese Pläne, welche im Maftstab 
1:500 gezeichnet sind, werden sämtliche Kohr- und Kabelleitungen. Postkanäle. 
Laternen, Wassertöpfe, Fipdranten, Schliefter und Grunnen enthalten. Gisher sind 
vier Serien dieser Pläne, umfassend 38 Straften, fertiggestellt und den Geteiligten 
ausgehändigt. Von jeder Strafte werden zwei Ausgaben A und B hergestellt. 
Dn die A-Pläne werden die Gas-, Wasser- und Kanalisationsleitungen, in die 
B-Pläne Post-, Llektrizitäts- und Feuerwehrkabel eingetragen. Je ein Exemplar 
bleibt in der Plankammer und wird dauernd ergänzt. 3n absehbarer Zeit werden 
sowohl Gemeinde wie auch die beteiligten Verwaltungen im Gesitze von Plan- 
unterlagen sein, mit deren Fiilfe jederzeit die Lage der einzelnen Leitungen wird 
ermittelt werden können, ein Vorteil, welcher sich bei allen weiteren Veränderungen 
des Kohrnetzes geltend machen dürfte.
	        
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