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Volume Achter Abschnitt. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Landgemeinde Steglitz (Public Domain) Issue 1875-1909 (Public Domain)

Lauwesen. 
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Die Durnhalle ist vom Rauptgebäude getrennt auf ciem Rofe errichtet, sie 
wurcie zuerst ciurch Dauerbrandöfen erwärmt, im ^ahre 1904 wurde jedoch auch 
kür sie Dampfheizung eingerichtet. Nachdem das Gebäude im Jahre 1905 von 
der höheren Mädchenschule bezogen worden war, mußte mit dem weiteren 
Ausbau dieser Schule eine Erweiterung des Gebäudes vorgenommen werden. 
Im Jahre 1907 sind durch einen Klügelanbau sechs neue Klaffen geschaffen worden, 
so daß jetzt im ganzen zwanzig Klassen vorhanden sind. 
Um die Anstalt evtl, durch Einrichtung einer Krauenschule oder ein Seminar 
oder ähnliches weiter ausbauen zu können, hat die Gemeindevertretung im 
Jahre 1905 zwei Gauparzellen an der Rolsteinijchen Straße angekauft. Dieses 
Grundstück dient zurzeit als Spielplatz. 
e) Gemeincleschulen I und II in der Ringstraße. 
Um den Glick von der Ringstraße nach der Oberrealschule offen zu halten, 
ist die Doppelschule an der Kingstraße in zwei einzelnen Gebäuden untergebracht, 
und zwar liegt das eine Gebäude an der nordöstlichen, das andere an der süd 
westlichen Grenze. Der Lwischenraum des Grundstücks zwischen beiden Gebäuden 
ist mit einer Pergola, die die beiden Gebäude als zusammengehörig mit einander 
verbindet, und in welche die Eingänge zum Rof eingebaut sind, versehen. 
Die Durnhalle hat in der bestecke des Grundstücks ihren Platz gefunden. 
Mit der Gauausführung des ersten Gauteiles wurde im Juli 190S begonnen 
und dieser im Oktober 1907 in Genutzung genommen, während die Durnhalle erst 
im April 1908 fertig gestellt wurde. Geim zweiten Gauteil wurde im März 1908 
mit der Ausführung der Maurerarbeiten begonnen. Die Übergabe des fertigen 
Gebäudes erfolgte im Oktober 1908. 
Die beiden Gauteile sind in ihrer Anordnung und Größe genau gleich, 
nur ist der eine Grundriß das Spiegelbild des andern. 
Das Gebäude besteht aus einem Sockelgeschoß. Erdgeschoß, ersten und 
zweiten Stockwerk und dem Dachgeschoß. 
Das Sockelgeschoß hat eine Röhe von 4,10 m; seine Sohle liegt 1,50 rn 
unter Straßenkante, jedoch, da der Rof um 1 m gegen die Straße gesenkt ist. nur 
0,50 m unter der Rofhöhe. Im Deile nach dem Rote zu sind untergebracht: eine 
Kochküche mit Speisekammer in der einen Schule und ein Kaum für Rand- 
fertigkeitsunterricht in der anderen Schule sowie die Aborte. Nach der Straße 
zu befindet sich je eine Grausebadanlage mit Zubehör und eine Schuldiener 
wohnung. bestehend aus zwei Stuben. Kammer und Küche. Die -Löhnungen 
liegen um 1 m höher als die sonstige Kellerhöhe, so daß sie eine lichte Röhe von 
2.80 m haben. Diese Anordnung mußte getroffen werden, um den baupolizeilichen 
Gestimmungen bezgl. der Kellerwohnungen zu entsprechen.
	        
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