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Volume Abschnitt VII. Anhang Teil II. Übersicht über die Zuständigkeiten des Polizei-Präsidiums

Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

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Bekanntmachung vom 24. März 1901. 
Vorgänge nicht sofort beigefügt werden, so muß der neue Eingang trotzdem sofort 
vorgelegt werden. Dem Dezernenten bleibt es dann überlassen, zu entscheiden, ob 
er der Vorgänge benötigt oder nicht. 
XI. Thätigkeit der Kanzlei. 
Die Abfertigung und Absendung von Reinschriften liegt der Kanzlei ob. Auf 
schleunige Erledigung unter thunlichster Benutzung mechanischer Hilfsmittel ist von 
allen Vorgesetzten fortgesetzt zn achten, namentlich von dem Kanzleiinspektor. 
Die Couvertierung und Absendung von urschriftlichen Schreiben liegt nach 
Maßgabe der Verfügung vom 25. August 1898 in der Regel den Registratur- 
beamten ob. 
Das Kollationieren der Reinschriften erfolgt in der Kauzlei, soweit es nicht 
von den Expedienten geschieht. 
XII. Beschleunigungsvermerke. 
Schreiben und Verfügungen, die einer besonderen Beschleunigung bedürfen, 
sind mit „Eilt" zu bezeichnen. Solche, die mit Hintenansetzung jeder anderen 
Arbeit noch an demselben Tage erledigt werden sollen, sind mit „Sofort" zu be 
zeichnen. Soll eine Angelegenheit in bestimmter Frist erledigt werden, so ist dies 
am Kopfe des Schriftstücks in auffälliger Weise anzugeben. 
Die Beschleunigungsvermerke sind nur von den Abteilungsdirigenten oder 
Dezernenten anzuwenden; die mißbräuchliche Anwendung ist zu unterlassen. 
XIII. Publikationswesen. 
Zu Veröffentlichungszwecken stehen dem Polizeipräsidium folgende Mittel zu 
Gebote: 
1. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" ist das amtliche Publikations 
organ der Behörde, namentlich für ortspolizeiliche Angelegenheiten. 
2. Das „Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt 
Berlin" ist amtliches Publikationsorgan der Behörde, namentlich für 
landespolizeiliche Angelegenheiten. 
3. Die „Amtlichen Nachrichten des Polizeipräsidiums" dienen nur zu Be 
kanntmachungen innerhalb des Polizeipräsidiums. Sie erscheinen unter 
Ausschluß der Öffentlichkeit als gedrucktes „amtliches Manuskript" und 
gehen sämtlichen Polizeirevieren und sämtlichen Abteilungen der Behörde 
zu. Sie sollen vom 1. Januar 1902 ab an die Stelle der bisher durch 
Tagesbefehle erfolgenden Veröffentlichungen treten. 
Sollen Abdrücke von Bekanntmachungen, die in der „Norddeutschen All 
gemeinen Zeitung" oder in den „Amtlichen Nachrichten" gedruckt erschienen sind, 
einem größeren Kreise von Personen zugänglich gemacht werden, so sind bei der 
Druckerei der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", die auch die „Amtlichen 
Nachrichten" druckt, Sonderabzüge zu bestellen. 
Dieses Verfahren ist in denjenigen Fällen anzuwenden, wo amtliche Bekannt 
machungen im Wortlaut größeren Interessentenkreisen zugänglich gemacht werden 
sollen sz. B. allen hiesigen Apothekern und ähnlichen). 
Sollen dagegen weitere Kreise des hiesigen Publikums mit einer Nachricht ver 
sehen werden, so geschieht dies durch „Preßnosizen", die in dem gewünschten Wortlaut 
dem Ccntralbnreau zuzustellen sind, welches seinerseits die Weitergabe an die hiesige 
Tagespresse zu vermitteln hat. Jeder unmittelbare Verkehr der einzelnen Beamten
	        
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