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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

Atteste. 
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betreffenden Revier zurückgegeben werden. Insgesamt ivurden hier 27 370 Quit 
tungskarten ausgestellt, und zwar in folgenden Zeiträumen: 
1. in der Zeit vom 1. April 1899 bis 31. März 1900 17 279 Karten 
-■ ' ' - - 1. - 1900 - 31. Dezember 1900 10 091 - 
in Summa ... 27 370 Karten. 
Ferner wurden bei Abteiluitg 11 bearbeitet alle Requisitionen des Reichs- 
Versichernngsamtes, der Versicherungsanstalten und alle sonstigen in das Gebiet 
der Alters- und Invaliditäts-Versicherung fallenden Anfragen. 
9. Frurrverstcherungssschen. 
Anträge auf Genehmigung von Mobiliar- und In,Mobiliar - Versicherungen 
gelangten ini Jahre 1900 9082 zur Vorlage. 
10. Pflegekindrrwrfen. 
. Die Aufsicht über das Haltekinderwesen gründet sich auf die Oberpräsidial- 
Verordnung vom 29. Mai 1881 (Amtsblatt Seite 227), durch welche das Halten 
von Kindern unter sechs Jahren gegen Entgelt von der Erteilung einer Erlaubnis 
abhängig gemacht ist. 
Diese Erlaubnis wird seitens der Polizei-Direktion nach Anstellung der erforder 
lichen Ermittelungen über die Persönlichkeit der Haltefrauen, ihr Vorlebe» und 
etwaige Bestrafungen, sowie über die Sauberkeit und Geräumigkeit der Wohnung 
erteilt oder, wenn die Feststellungen ungünstig ausfallen, versagt. Die schriftliche 
Erlaubnis wird durch das zuständige Polizeirevier zugleich mit gedruckten Ver 
haltungsmaßregeln ausgehändigt. Alsdann erfolgt seitens des Reviers Eintragung 
der Haltefrau und des Pflegekindes in das Haltefrauen-Journal und Ausfüllung 
des Anmeldezettels. Bei nicht bevormundeten Kindern erfolgt Mitteilung an den 
Waisenrat mittels Duplikats des Anmeldezettels durch das Revier. 
Bei Sterbefällen und Verziehen besteht dasselbe Verfahren wie in Berlin. 
Eine monatliche Kontrolle der Haltefrauen erfolgt durch den Sections-Schntzmann; 
außerdem findet vierteljährlich eine Revision der Haltestelle durch den Außen- 
Wachtmeister statt. 
Ferner ist die Polizeidirektion behufs eiugehender Kontrolle der Pflegekinder 
mit dem Magistrat in Verbindung getreten, um die hiesigen Waisenräte und etwaige 
hier wohnende Waisenpslegerinnen zu Visitatoren zu emennen. Die Verhand 
lungen sind indessen noch nicht abgeschlossen. Auch wird beabsichtigt, nachdem jetzt 
ein eigener Kreisarzt für Schöneberg angestellt ist, von Zeit zu Zeit durch diesen 
eine Revision vornehmen zu lassen 
Zur Aufnahme von Haltekindern hatten Ende 1899 161 Frauen, Ende 1900 
207 Frauen die Genehmigung. Bezügliche Anträge wurden 1900 127 gestellt und 
davon 8 abgelehnt. In einem Falle ist die Genehmigung wieder entzogen worden. 
Es haben somit im letzten Jahre 73 Frauen von der Genehmigung keinen Ge 
brauch mehr gemacht oder sind verzogen. 
11. Requisitionen. 
Requisitionen, soweit solche ihrem Inhalte nach nicht zu den Geschäften der 
anderen Abteilungen gehörten, gingen 1899 5510 ein, 1900 6664. 
12. Nitrite. 
Führungsattestc wurden 1899 795 ausgestellt, darunter 194 stempelpflichtige; 
1900 1592, darunter 243 stempelpflichtige; ferner 1899 53 Ursprungs- und
	        
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