Path:

Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

724 
Charlottenburg. Abteilung IV. 
benutzt worden. Es waren meistenteils Massentransporte, und zwar wie nach 
stehend aufgeführt: 
ant 23. Februar 1900 ... 11 weibliche Gefangene, dazu 4 Transporteure, 
- 16. März 1900 . . 
- 17. April 1900 . . 
- 18. Juni 1900 . . 
- 17. Juli 1900 . . 
- 18. September 1900 
- 28. September 1900 
11 weibliche Gefangene, dazu 
3 - - - 
4 - - - 
5 - - - 
3 - - - 
3 - - - 
1 - - - 
zusammen . 30 weibliche Gefangene und 15 Transporteure. 
Die Gefangenen sowie deren Asservate wurden in Kreuz an den den Ge- 
faitgenen-Eisenbahmvagen begleitenden Gefangenenaufschcr übergeben. 
An Kosten sind insgesamt entstanden: 
1. Eisenbahnfahrgeld von Charlottenburg bis Kreuz für 30 Trausportaten 
a 9 Mark 270,oo Mark, 
2. Alimente für dieselben 30X0,es Mark 19,so - 
3. Eisenbahnfahrgeld für die Transporteure Charlottenburg bis 
Kreuz und zurück 15 X 11,so Mark 174,oo - 
4. Diäten für dieselben 15 X 4,oo Mark 60,oo - 
zusammen . . . 523,so Mark. 
Im Falle, daß die Transportverbindung nicht benutzt worden wäre, hätte sich 
dieser Betrag um 28,so Mark erhöht, und zwar durch die Fahrt von Kreuz nach 
Wronke und zurück nach Kreuz für 15 Transporteure a 1,oo Mark . . 28,so Mark. 
Mithin stellt sich diese Transporteinführung durchschnittlich billiger. 
Polizeigewahrsam. 
Das Polizeigcwahrsam war bis zum Jahre 1881 in dem Hause Schloß- 
straße 3 iPrivatgebäude) und bis zum 26. September 1896 mit den Diensträumen 
der Polizeidirektion in einem Hintergebäude, Berliuerstraße 73. Am letztgenannten 
Tage ist es nach dem neuerbauten Gebäude der Polizeidirektion, Kirchhofstraße 3, 
verlegt und auch jetzt noch in Benutzung. 
Dasselbe hat die Bestimmung, aufzunehmen: 
A. Diejenigen Strafgefangenen beiderlei Geschlechts, gegen welche polizeiliche 
Haftstrafe verhängt, oder bei denen Haftstrafe an Stelle einer nicht bei 
zutreibenden polizeilichen Geldstrafe getreten ist, und 
B. diejenigen Personen, welche vorläufig fest- oder in polizeilichen Gewahrsam 
genommen werden. 
Zu den unter A Angeführten gehören: 
1. Die auf Verfügung der Abteilung 111 eingelieferten Lehrlinge, welche das 
Lehrverhältnis ohne gesetzlichen Grund verlassen haben, und gewerbliche 
Arbeiter, welche von den auf Grund der §§ 120a und 97a der Gewerbe 
ordnung bestehenden Sondergerichten verurteilt sind. 
2. Die auf Verfügung der Abteilung II eingelieferten Personen, welche dem 
erlassenen Ausweisungsbefehle nicht Folge geleistet haben, und Dienstboten, 
welche der Aufforderung, in den Gesindedienst zurückzukehren, nicht Folge 
geleistet haben. 
3. Auf, Verfügung der Abteilung V: 
Übertreter polizeilicher Vorschriften aller Art. 
4. Auf Verfügung der Ministerial-, Militär- und Baukommission: 
Personen, die sich der militärischen Kontrolle entzogen haben.
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.