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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

Pensionszuschußkasse der Schntzmannschast. 
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Die Wachtmeister sind wie folgt beschäftigt: 
1 Wachtmeister leitet die statistischen Erhebungen; 
2 Wachtmeister bearbeiten das gesamte Kassenwesen; 
1 Wachtmeister leitet die Registratur und findet als Expedient Verwendung; 
2 Wachtmeister kontrollieren die Streckenschutzleute, sammeln die Coupons 
der Liegescheine von den Streckenschutzleuten ein und beaufsichtigen den 
Außendienst. 
Von den 40 Schutzleuten sind 13 Beamte in den Bureaux beschäftigt (Re 
gistratur, Statistik, Meldewesen, Kasse). Die anderen 27 Schutzleute führen die 
Aufsicht über die ihnen unterstellten Wasserstrecken und besorgen neben ihren polizei 
lichen Dienstgeschäften die Einforderung der Coupons der Liegescheine von den 
jenigen Schiffern, welche auf ibrer Strecke angelegt haben. 
Der Geschäftsumfang des Polizei-Schiffahrtsbureaus ergiebt sich aus der 
folgenden für das Jahr 1900 aufgestellten Nachweisung: 
Aktensachen 
... 5630 
Schiffe angekommen .... 
... 55 427 
- abgegangen 
. . . 54 513 
- durch gefahren .... 
. . . 4 130 
Anmeldungen 
. . . 100 779 
Abmeldungen 
... 99 165 
Liegescheine 
... 60100. 
Die Diensträume des Polizei-Schiffahrtsbureaus befinden sich in derProbststraße8. 
IV. Anstalten und Stiftungen ;ue Fürsorge für die Exrkutivbeamten 
und ihrer Angehörigen bei Krankheit und Invalidität. 
1. Die Pensionszuschußkaffe der Schutzmannschaft. 
Die Schutzmanns-Pensionszuschußkasse, die aus Beiträgen der Mitglieder der 
Schutzmannschaft in Berlin gebildet worden ist und den Zweck verfolgt, ihren 
Mitgliedern Zuschüsse zur Pension zu gewähre'n, welche ihnen im Falle eintretender 
Dienstunfähigkeit aus Staatsfonds gezahlt wird, hat im Jahre 1891 eine Er 
weiterung dahin erfahren, daß die den Offizieren der Schutzmannschaft zustehende 
Berechügung zur Mitgliedschaft in der Pensionszuschußkasse auch den bei dem 
Polizei-Präsidium zu Berlin angestellten Kriminalkommissarien verliehen worden 
ist. Eine weitere Änderung der Grundbestimmungen ist durch die ungünstige 
finanzielle Lage der Kasse erforderlich geworden. Während nämlich noch im Etats 
jahre 1890/91 die Einnahmen um etwa 3000 Mark größer waren als die Aus 
gaben, überstiegen letztere für 1891/92 die aus den Beiträgen und Zinsen des 
Kapitalvermögens stammenden Einnahmen bereits um rund 600 Mark, was in 
dem Sinken des Zinsfußes und dem schnellen Steigen der Pensionierungen seine 
Erklärung fand. Bei dieser Sachlage war es geboten, im Jahre 1892 eine 
mathematische Prüfung der Lebensfähigkeit der Kasse vornehmen zu lassen, welche 
das Ergebnis hatte, daß der Wert der Verpflichtungen 
an laufenden Pensionen . . . 1 167 939,84 Mart 
- ruhenden Pensionen . . . 44 047,92 - 
- Anwartschaften auf Pensioncu 2 785 961,3? - 
zusammen ... 3 997 949,13 Mark 
zu berechnen sei, und an Deckungsmitteln vorhanden wären 
das Vermögen von — damals — 1 232 287,41 Mark 
an Beitrügen 
1 817 499,64 Mark. 
der Fehlbetrag also auf 2 180 449,49 Mark berechnet werden müsse.
	        
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