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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

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Abteilung I. 
vorstand geregelt wird.!) Die zur Durchführung dieser Neuerung erforderlichen 
.Mnminalwachtmeister wurden zumeist durch den Übertritt bisheriger Polizeiwacht 
meister gewonnen. 
Die Einrichtung der Revier-Kriminalbureaux hatte im Verein mit der Ver 
stärkung der Wachtmannschaft und der Anbringung des Fernsprechers die Ver 
legung zahlreicher Polizeireviere in geeignetere Räumlichkeiten zur Folge, wobei 
die Beschaffung einer gesunden und wohnlichen Unterkunft für die Wachtmann- 
schaften stets in erster Linie Berücksichtigung fand. 
Die Gehälter der einzelnen Dienstgrade innerhalb der Schutzmannschaft haben 
während der Berichtsperiode eine Erhöhung erfahren. Es beziehen seit dem 
1. April 1897: 
Der Polizeioberst 6000—8000 Mark Gehalt und freie Dienstwohnung an 
Stelle eines Wohnungsgcldzuschusses von 900 Mark, 
der Polizeihauptmann 3600 —5000 Mark Gehalt und 900Mark Wohnungs 
geldzuschuß, 
der etatsmäßige Polizeileutnant 2700—4200 Mark Gehalt und 540 Mark 
Wohnungsgeldzuschuß und 
der interimistische Polizeileutnant 1200—2400 Mark Diäten. 
Vorher war vom I. April 1892 ab das Gehalt der Abteilungswachtmeister 
auf 1600 — 2000 Mark, der Polizeiwachtmeister auf 1500—1800 Mark und der 
Schutzmänner von 1100—1500 Mark neben einem Wohnungsgeldzuschusse von 
240 Mark festgesetzt worden; das Schutzmannsgehalt wurde mit dem 1. April 1899 
auf 1200—1600 Mark erhöht. Das Aufrücken innerhalb der einzelnen Gehalts 
stufen, die der Gesamthöhe des Gehaltes entsprechend festgesetzt sind, findet von 
drei zu drei Jahren statt. Eine Anzahl von Wachtmeistern und Schutzmännern 
bezieht außerdem Stellen- oder Teuerungszulagen, erstere in Höhe von 150 
(100) Mark, letztere in Höhe von 75 Mark. Die Probisten erhalten seit dem 
1. April 1899 monatlich 100 Mark Diäten. 
Die berittene Abteilung hat seit dem Jahre 1879 eine Vermehrung nicht 
zu verzeichnen und bestand Ende 1900 aus: 
1 Polizeihauptmann, 
2 Polizeileutnants — einschließlich 1 charakterisierten Polizeihauptmanns, 
1 Abteilungswachtmeister, 
17 Polizeiwachtmeistern,2) 
220 Schutzmännern und 
27 Stallmännern. 
Ferner befinden sich bei der Abteilung noch 16 Fuß-Schutzmänner, von 
denen 2 als Schreiber, 2 als Telegraphisten und 12 als Begleiter der Gefangenen- 
Transportwagen Verwendung finden. 
Von den 273 Pferden werden: 
7 zur Berittniachung des Kommandeurs der Schutzmannschaft, seiner 
Adjutanten und der Offiziere der Abteilung, 
228 als Dienstpferde für die Wachtmeister und Schutzmänner und 
38 zur Bespannung der Gefangenen-Transportwagen verwendet. 
Die Anzahl der berittenen Straßenposten, sowie der zur Regelung des Ver 
kehrs vor den Theatern, Bahnhöfen und Markthallen dienenden berittenen Posten 
hat im letzten Jahrzehnt keine nennenswerte Änderung erfahren, dagegen mußten 
seit Frühjahr 1900 die regelmäßigen Patrouillenritte infolge Ausdehnung der- 
') Bergt. hierüber die näheren Ausführungen im Bericht der Abteilung IV. 
3 ) Anstatt 18, nachdem int Jahre 1892 die Stelle des den. Auswärtigen Amte zu 
Ordonnanzzweckeu zugeteilten Polizeiivachtmeistcrs auf die unberittenc Schutzmannschaft über 
gegangen ist.
	        
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