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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

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Abteilung I. 
ci) nach dem Erlasse des Königlichen Kriegsministeriums, Departements für 
das Jnvalidenwesen vom 30. Dezember 1897: die Zahlbarmachung und 
Regulierung der auf Grund gesetzlicher Vorschriften zuerkannten Offizier-, 
Arzt- und Beamten-Pensionen an solche Pensionäre, welche ihre Gebühr 
nisse vom 1. April 1898 ab aus der Königlichen Militär-Pensionskasse 
Hierselbst zu beziehen haben, mit Bezug auf den Erlaß zu e; 
e) nach den mit Einverständnis des Ministers des Innern ergangenen Er 
lassen des Reichs-Marineamts vom 7. April 1900 und vom 9. Juni 1900 
vom 1. April 1900. ab: die Verwaltung der Pensionsangelegenheiten der 
Marine-Offiziere, Ärzte und Beamten sowie des Witwen- und Waisen 
geldes für die Hinterbliebenen derselben. 
Auch hier ist im Laufe der Berichtsperiode eine erhebliche Zunahme der Ge 
schäfte eingetreten, die besonders durch die nach den zu b—e erwähnten Bestim 
mungen erfolgte Erweiterung der Zuständigkeit des Polizei-Präsidiums herbei 
geführt ist. Einen wesentlichen Anteil an der Vermehrung der Geschäfte haben 
aber auch die Militär-Pensionsgesetze vom 22. Mai 1893 und vom 14. Januar 
1894, auf Grund welcher die Pensionen von 1022 Invaliden wieder frei zu geben 
waren, deren Zahlung in Folge von Beschäftigung der Pensionäre im Ständischen, 
Kommunal- oder Reichsbankdienst u. s. w. seit vielen Jahren geruht hatte, und 
endlich die Erhöhung der Zahl der Veteranenbeihülfen in den Jahren 1896, 1897 
und 1899 um 682, 49 und 600 für Feldzugsteilnehmer. 
An neuen Sachen sind in den letzten 10 Jahren insgesammt 45 913 ein 
gegangen, welche sich auf die einzelnen Jahre wie folgt vertheilen: 
Im Jahre 1891 . . 3030 
- - 1892 . . 3044 
- - 1893 . . 4628 
- - 1894 . . 4446 
- - 1895 . . 3746 
Im Jahre 1896 
- - 1897 
- - 1898 
- - 1899 
- - 1900 
5116 
4822 
5710 
6107 
5261. 
Es empfingen ihre Pensionen resp. Witwen- und Waisengelder Ende De 
zember 1900: 
a) aus der Königlichen Militär-Pensionskasse, Hierselbst: 
1 655 Offiziere und Ärzte des Landheeres, 
353 Beamte des Landheeres, 
8 43? Invaliden vom Feldwebel abwärts, 
379 Witwen und Waisen derselben. 
Sa. . . 10 824 Zahlungsempfänger; 
Ist aus der Reichs-Hauptkasse, Hierselbst: 
71 Marine-Offiziere, Ärzte, 
31 - Beamte, 
263 - Invaliden vom Feldwebel abwärts, 
56 - Witwen und Waisen derselben, 
Sa. . .471 Zahlungsempfänger; 
c) aus der Königlichen Polizei-Hauptkasfe, Hierselbst, Veteranenbeihülfen von 
jährlich 120 Mark — 1341 Feldzugsteilnehmer. 
F. Statistik. 
Bis zum Jahre 1875, und zwar von 1852 ab, wurde die Bevölkerungs 
statistik für Berlin, insbesondere die Statistik der Geborenen, Gestorbenen, Zu- 
und Abgezogenen vom Polizei-Präsidium aufgestellt und veröffentlicht. Beini 
hiesigen Magistrat bestand jedoch schon seit mehreren Jahren die Absicht, den da-
	        
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