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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

Gewerbe- und Marktpolizei. 
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übermäßigem Umfange in Benutzung genomnieu werden, ist die Bestimmung vor 
gesehen, daß die bei Ausübung des Straßeuhandels Verwendung findenden Trage 
körbe u. s. w. so gestaltet sein müssen, daß sie von einer Person bequem zu hand 
haben sind. Um ferner dem vorzubeugen, daß an Stellen, wo Straßenzüge, für 
welche das Verbot gilt, andere Straßeuzüge, die von dem Verbot nicht betroffen 
werden, kreuzen, sich Sammelplätze der Straßenhändler bildeit, soll das Verbot 
zugleich auch auf alle Nachbarstraßenzüge in einer bestimmten Eirtferirung von dem 
Krenzungspunkte ab ausgedehnt werden. 
VII. Matz- und Gewichksrevistvnen und Kontrolle der Schanllgefätzr. 
1. Die Revisionen der von den Gewerbetreibenden benutzten Meßwerkzeuge, 
Waagen und Gewichte werden teils von ben Polizeirevieren, teils von dem Gewerbe 
kommissariat vorgenommen. Die technischen Nachrevisionen erfolgen durch Beamte 
des Gewerbekommissariats, denen ein Aichmeister beigegeben wird. Die Nach 
revisionen beginnen in der Regel am 1. April. Sie währen bis gegen Mitte 
Dezember und werden den Bestimmungen über die Ausführung der periodisch zu 
wiederholenden polizeilichen Maß- und Gewichtsrevisionen vom 5. August 1885 
gemäß derart durchgeführt, daß alljährlich etwa die Hälfte der in Frage kommenden 
Gewerbetreibenden der Kontrolle unterworfen wird. 
Die Ergebnisse der in den letzten zehn Jahren vorgenommenen Revisionen 
sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt: 
Im 
Jahre 
fanden 
statt 
Revistonen 
Es wurden 
dabei 
Über 
tretungen 
nach 
gewiesen 
Es komm! 
eineüber- 
tretung 
auf 
Revistonen 
Es wurden dabei weggenommen 
Waagen 
Gewichte 
Hohlmaße 
Längen 
maße 
Meßwerk 
zeuge mit 
bereits 
kassiertem 
Stempel 
1891 
39 207 
1648 
23—24 
105 
5623 
339 
68 
204 
1892 
38 036 
1380 
27-28 
96 
4820 
286 
52 
205 
1893 
37 795 
1410 
26—27 
84 
4306 
293 
47 
179 
1894 
41 324 
1643 
25—26 
117 
4676 
430 
53 
221 
1895 
41 271 
1576 
26—27 
110 
5117 
258 
30 
165 
1896 
40 897 
1497 
27 
88 
5976 
265 
27 
188 
1897 
41 283 
1148 
35—36 
63 
4012 
154 
18 
155 
1898 
44 362 
1280 
34-35 
86 
5043 
145 
12 
173 
1899 
44 008 
1184 
37 
72 
4818 
88 
11 
214 
1900 
35 410 
1307 
27-28 
77 
5394 
102 
12 
307 
Bei Eisenwarenhändlern, welche in dem Verdacht standen, vorschriftswidrige 
Gewichte in den Handel zu bringen, wurden im Laufe der letzten zehn Jahre drei 
Revisionen vorgenommen. Dabei wurden 
im Jahre 1892 in einem Geschäft 4179 Gewichte nachgewogen und 584 
wegen Überschreitung der Fehlergrenze mit Beschlag belegt, 
im Jahre 1894 in zwei Geschäften 2640 Gewichte nachgewogen, aber 
keine Übertretungen festgestellt. 
Diese Revisionen fanden aus Veranlassung der Königlichen Aichungsinspektion 
für die Provinz Brandenburg und den Stadtkreis Berlin statt. — 
2. Die Kontrolle der Schankgefäße auf die Richtigkeit der Bezeichnung ihres 
Raumgehalts in Ausführung des Gesetzes vom 20. Juli 1881 wird von dem 
Gewerbekommissariat ausgeführt. Dieses bedient sich hierbei 9 zu diesem Zwecke 
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