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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

312 
Abteilung I. 
Be- 
Zahl 
der ent 
schädigten 
Pferde 
Gezahlte 
Entschädigung 
Ver- 
sicherungs- 
Ver- 
sicherungs- 
richts- 
jahr 
T 4Ä 
Ho 
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Sü 
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aus der 
Kvmmunal- 
lasse 
M 
aus der 
Staats 
kasse 
M 
betrag 
wurde 
erhoben 
für Pferde 
bet 
pro 
jäh, 
M 
rag 
Iferd 
lich 
*s- 
Bemerkungen 
1891 
22 
15 725,47 
37 569 
0 
40 
Für 19 Pferde war die Ent 
schädigung verweigert) mußte 
jedoch auf Grund eines Pro 
zesses im Jahre 1894 in Höhe 
1892 
24 
2 
10 043,75 
1 660,00 
38 037 
0 
40 
von 13 985,47 bezahlt werden. 
1893 
13 
— 
7 525,47 
— 
38 946 
0 
40 
Hiervon sind 4 Pferde mit 
1406,-s erst im Jahre 1894 
1894 
7 
2 
2 734,50 
3 592,50 
2 236,67 
39 903 
0 
30 
entschädigt. 
1895 
10 
— 
— 
42 056 
— 
— 
Versicherungsbeträge wurden 
1896 
14 
— 
4 430,oo 
— 
44 406 
0 
20 
nicht erhoben. 
1897 
10 
— 
6 068,75 
— 
44 721 
0 
20 
1898 
7 
— 
3 073,75 
— 
45 227 
0 
10 
1899 
45 
— 
17 278,oo 
— 
45 619 
0 
45 
1900 
31 
2 
9 877,75 
826,oo 
45 813 
0 
25 
Die Maul- und Klauenseuche trat im letzten Jahrzehnt alljährlich auf; 
zumeist beschränkten sich die Ausbrüche auf wenige Gehöfte, nur in den Jahren 
1892, 1899 und 1900 wurden zahlreichere Bestände von dieser Krankheit ergriffen. 
Der Verlauf war meist ein günstiger und nur in wenigen, schlecht gehaltenen 
Beständen machte sich die Schlachtung einzelner an den Klauen schwer erkrankter 
Kühe notwendig. — Übrigens ist es, was hervorgehoben werden muß, nicht 
unwahrscheinlich, daß die Seuche in einer größeren Anzahl von Beständen, als in 
der Nachweisung angegeben, geherrscht hat, der Seuchenausbruch aber leider ver 
heimlicht worden ist. — 
Die Lungenseuche der Rinder wurde nur im Jahre 1898 im Milchvieh- 
bestände des St.-Hedwigs-Krankenhauses durch die ambulatorische Klinik der tier 
ärztlichen Hochschule nach der Schlachtung bei einer Kuh festgestellt, die von einem 
Händler erkauft und vierzehn Tage später erkrankt war. Weitere Erkrankungen 
im Bestände traten nicht ein, ebenso blieben die Kühe, die mit der kranken Ach 
in demselben Handelsstall gestanden hatten und von denen 31 Stück an 20 hiesige 
Molkereien verkauft worden waren, gesund. 
Die Pferderäude trat mit Ausnahme des Jahres 1891 in jedem 
Jahre der Berichtszeit, stets aber nur in vereinzelten Fällen auf; einige Male 
wurde sie unter den der Roßschlächterei zur Schlachtung zugeführten Pferden 
ermittelt. — 
Der Rotlauf der Schweine und die Schweineseuche wurden in den 
ersten Jahren nach Einführung der Anzeigepflicht häufiger als in den letzten 
Jahren der Berichtszeit beobachtet. Sie traten meist in Molkereien, einige Male 
auch in Mästereien auf und gaben in der Regel Veranlassung zur Abschlachtung 
der verseuchten Bestände. Auch bei diesen Seuchen ist anzunehmen, daß zahl 
reiche Ausbrüche nicht zur Anzeige gebracht worden sind, denn die meisten bekannt 
gewordenen Seuchenausbrüche sind dadurch zur behördlichen Kenntnis gekommen, 
daß erkrankte Schweine aus hiesigen Beständen an Schlächter in den Vororten 
verkauft und nach der Schlachtung durch die Fleischschau seuchenkrank befunden 
worden sind.
	        
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