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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1891/1900 (Public Domain)

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Abteilung t. 
In den Jahren 
1895 
1896 
Gewerbe- 
Ausstellung 
1897 
1898 
1899 
1900 
Die Anzahl der Fahrten ans 
jeden Kopf der Bevölkerung: 
(jährlich) 
1. Auf der Stadteisenbahn 
23,to 
26,40 
24,go 
24,80 
24,40 
24,60 
2. Auf der Ringbahn . . . 
12,io 
14,3« 
13,70 
14,75 
14,90 
101,30 
15,10 
3. Ans allen Straßenbahnen . 
77,2« 
83,20 
87,50 
92,«0 
112,60 
4. Durch die Omnibusse . . 
15,50 
17,20 
19,40 
23, oo 
30,90 
32,40 
Insgesamt . . 
128,2« 
141,46 
145,50 
155,15 
171,50 
184,70 
Am Ende des Jahres 1890 beteiligten sich an dem Betriebe der Straßen- 
bahneir in Berlin drei Gesellschaften: 
1. die Große Berliner Pfcrdeeisenbahn-Aktieir Gesellschaft, 
2. die Nene Berliner Pferdeeisenbahn-Aktien-Gesellschaft und 
3. die Berliner Pferdebahn-Gesellschaft, Kommandit-Gesellschaft (I. Lest- 
mann & Co.) zu Charlottenbnrg. 
Hiervon wurden niit Beginn des Jahres 1900 die beiden erstgenannten Ge 
sellschaften zu einem einzigen Unternehmen vereinigt, unter der Firma „Große 
Berliner Straßenbahn", welche Bezeichnung die Große Berliner Pferdeeisenbahn- 
Akticn-Gesellschaft bereits im Jahre 1898 angenommen hatte. Die Berliner 
Pierdcbahn-Kommanditgesellschaft wurde im Jahre 1894 in die Aktien-Gescllschaft 
„Berlin-Charlottenburger Straßenbahn" umgewandelt. Außerdem wurde die 
Westgrenze der Stadt von der Straßenbahn des Berliner Dampfstraßenbahn- 
Konsortiums berührt, welche später auch durch Berliner Gebiet geführt und nach 
Inkrafttreten des Kleinbahngesetzes vom 28. Juli 1892 der Zuständigkeit des 
Polizei-Präsidenten von Berlin überwiesen wurde. Im Jahre 1898 wurde die 
selbe gleichfalls in eine Aktiengesellschaft mit der Firma „Westliche Berliner Vorort 
bahn" umgewandelt. 
Zu diesen bereits bestehenden Gesellschaften traten im Laufe der folgenden 
Jahre vier weitere Straßenbahn-Unternehmungen hinzu, nämlich die von dcr- 
Komniandit-, später Aktien-Gesellschaft Siemens & Halste, von dem Konsortium der 
Südlichen Vorortbahn, von der Continentalen Gesellschaft für elektrische Unter 
nehmungen in Nürnberg und von der Gesellschaft für den Bau von Untergrund 
bahnen eingerichteten Linien. Das Unternehmen des Konsortiums der Südlichen 
Vorortbahn ging im Jahre 1898 an die Aktien-Gesellschaft „Südliche Berliner 
Vorortbahn" über, welche ebenso wie die Westliche Berliner Vorortbahn und 
einige Jahre später die Berlin-Charlottenburger Straßenbahn eine gemeinschaft 
liche Verwaltung mit der Großen Berliner Straßenbahn erhielt. Das Straßen 
bahnunternehmen der Firma Siemens & Halste nahm im Januar 1900 die 
Firina „Berliner elektrische Straßenbahnen Aktien-Gesellschaft" an. 
Von der Großen Berliner Pferdebahn-Aktien-Gesellschaft wurden zu Beginn 
des letzten Jahrzehntes die nachstehenden Linien betrieben: 
1. Ringbahn; 
2. Gesundbrunnen — Spittelmarkt—Kreuzberg; 
3. Brunnenstraße—Alexanderplatz—Moritzplatz - Kreuzberg; 
4. Moabit sWaldstraße) — Brandenburger Thor—Potsdamer Thor—Spittel 
markt; 
5. Moabit (Stromstraße)-Potsdamer Thor—Hallesches Thor- Gneisenau- 
straße (Ecke der Belle Alliancestraße);
	        
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