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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1881/1890 (Public Domain)

466 Auszeichnungen Telegraphen - Verwaltung. 
jenigen Mannschaften zu erbitten, welche der Feuerwehr mindestens 25 Jahre 
ununterbrochen angehörten, wobei in Betracht gezogen wurde, daß der gefahrvolle, 
strapaziöse und allen Einflüssen der Witterung ausgesetzte Dienst es immer nur 
einer äußerst geringen Zahl der Beamten gestattet, bei leidlicher körperlicher Rüstigkeit 
ein solches Dienstalter zu erreichen, lind daß voraussichtlich die Begehung eines 
50 jährigen DienstjubiläuinK wohl keinem des Exekutiv-Personals vergönnt sein wird. 
Die Auszeichnungen für die Mannschaften bestehen in Verleihung des Allge 
meinen Ehrenzeichens und in Belohnungen an Geld seitens der städtischen Behördcil. 
Für die erstere Allerhöchste Auszeichnung werden selbstverständlich nur diejenigen 
Mannschaften in Vorschlag gebracht, welche sich stets vorzüglich geführt und für 
den Berns eine besondere Hingabe bewiesen haben, während die Gratifikationen für 
alle die Mannschaften — vom Feldwebel bis zum Spritzenmann — erbeten werden, 
welche eine 25 jährige Dienstzeit bei der Feuerwehr vollendet haben. 
Das Allgemeine Ehrenzeichen wurde während der Berichts-Periode verliehen 
2 Feldwebeln, 
13 Oberfeuermännern und 
16 Feuermännern. 
Einem Feldwebel, der bereits Inhaber des Allgemeinen Ehrenzeichens war, wurde 
das Kreuz der Inhaber des Königlichen Häusordens von Hohenzollern verliehen. 
Tic Geldgeschenke seitens der städtischen Behörden betrugen: 
für den Feldwebel 150 Mark 
„ „ Oberfeuermann 120 „ 
„ „ Feuermann 90 „ und 
„ „ Spritzenmann 75 „ 
Am 1. November 1881 Vormittags 9Uhr wurde Seiner Majestät dem Kaiser 
Wilhelm I. vor dem Kaiserlichen Palais die gesanunte Feuerwehr in Parade 
vorgeführt. 
Der gute Ruf der Berliner Feuerwehr hat fortdauernd Interessenten aus allen 
Theile» der Welt veranlaßt, im Auftrag ihrer Regierungen oder auch in Ver 
tretung von Feuerwehr-Berufskreisen, durch eigene Anschauung lind oft wochenlange 
Beobachtung die diesseitigen Einrichtlingcn kennen zu lernen. 
H. Telegraphen - Verwaltung. 
A. Personal 
Am Schluffe des Jahres 1880 waren auf der Ceutralstation im Depeschen 
dienst 19 Bcanltc beschäftigt, und zwar 4 Obertelegraphisten, 8 Telegraphisten und 
7 Hülfstelegraphisten. Dazu kam im Jahre 1883 noch ein Hülfstelegraphist. Im 
Jahre 1884 wurden sämintliche Hülfstelegraphisten definitiv als Telegraphisten an 
gestellt. Im Saufe des Jahres 1890 wurde noch ein Hülfstelegraphist angestellt, 
so daß am Schluffe des Jahres 1890 4 Obertelcgraphistcn, 16 Telegraphisten und 
1 Hülfstelegraphist, im Ganzen 21 Beamte, bei dem Depeschcnverkehr thätig waren. 
Diese Bcamteil reichen zur Bewältigung der Arbeiten jedoch nicht mehr aus, da 
die Zahl der beförderten Depeschen voll 
146 919 im Jabre 1880 auf 
379 015 - - 1890 
angewachsen ist. Eine Vermehrung des Personals ist dringend nöthig und bereits 
vor längerer Zeit beailtragt. 
In den letzten Jahren mußten öfter von der Schlitzmannschaft lind aus den aktiven 
Mannschaften der Feuerwehr Hülsskräftc zur Dienstleistung auf der Centralstation
	        
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