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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1881/1890 (Public Domain)

Markt - Polizei. 
387 
In Folge dieser Revisionen wurden in Beschlag genommen: 
im 
Jahre 
Hirsche 
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1 
An die Polizei- 
Haupt-Kassc 
abgeführter 
Erlös 
M | # 
1881 
3 
5 
5 
135 
25 
1882 
6 
7 
7 
69 
72 
— 
95 
54 
54 
393 
75 
1883 
2 
7 
3 
2 
2 
4 
— 
26 
18 
211 
10 
1884 
1 
Keulen von 
12 
— 
— 
1 
— 
3 
— 
— 
167 
10 
1885 
3 
24 
1 
7 
4 
— 
61 
18 
— 
259 
90 
1886 
9 und Theile 
von 2 
17 
— 
1 
59 
— 
201 
263 
2 
721 
67 
1887 
3 und Theile 
von 1 
23 
— 
13 
4 
— 
24 
26 
— 
310 
— 
1888 
3 
16 
5 
— 
65 
— 
30 
263 
— 
467 
25 
1889 
8 
37 
24 
10 
2 
— 
1 496 
201 
— 
2 237 
75 
1890 
6 und 
1 Elchwild 
205 
2 
8 
3 
430 
244 
3 157 
15 
Der Verkauf des beschlagnahmten Wildes erfolgt sofort öffentlich meistbietend 
in einem im Bureau des Kommissariats besonders hierzu bestimmten Auktionslokal 
nach vorheriger Bekanntmachung der bevorstehenden Versteigerung dlirch Depesche 
an die Polizei-Reviere, durch welche Kauflustige in geeigneter Weise benachrichtigt 
werden. Personen, welche als Wildhändler bekannt sind, oder als solche festgestellt 
werden, werden zum Mitbieten nicht zugelaffen. 
Auf den Wochenmärktcn und in den Markthallen wurden während der 
ganzen 10 Jahre nur etwas über 2 000 Kilo Fleisch von Wild, 3 ganze Stücke 
Wild, 204 Hasen und einige kleine Posten von anderem Wild und Geflügel, und 
an sonstigen Nahrungsmitteln bei 3 270 Gewerbetreibenden zusammen etwa 
27 000 Kilo Fleisch, 3 000 Kilo Fische und einige geringe Quantitäten anderer 
Nahrungsmittel beanstandet und weggenommen. 
Ferner wurden auf Grund des Fischerei-Gesetzes wegen Mindermaßes 
einige kleine Posten Fische und etwa 800 Schock Krebse konfiszirt. Die lebenden 
Fische wurden wieder in die Spree gesetzt, die todten der Abdeckerei überwiesen. 
Diese Mengen beschlagnahmter Nahrungsmittel sind gegenüber dem ungeheuren 
Konsum der Stadt so überaus gering, daß es auffällig erscheinen könnte. Es ist 
dararls jedoch keinestvegs der Schluß zu ziehen, daß die polizeiliche Aufsicht auf 
den Märkten ' und in den Markthallen etwa ungenügend geübt und zu nachsichtig 
gehandhabt wird. Im Gegentheil ist es vielmehr gerade ein Beweis, daß die stete 
strenge Aufsicht der fortwährend daselbst anwesenden Beamten die Einbringung von 
verdorbenen oder verbotenen Nahrungsmitteln thatsächlich verhindert und den 
Zweck ganz erfüllt, der durch diese Aufsicht erreicht werden soll. 
Gegen die Übertreter des Fischereigesetzes wurden Strafanzeigen erstattet: 
int Jahre 1881 . 
. . 26 
- - 1882 . 
. . 53 
- - 1883 . 
. . 36 
- - 1884 . 
. . 16 
- - 1885 . 
. . 11 
im Jabre 1886 . . 
. 24 
- - 1887 . . 
. 11 
- - 1888 . . 
. 18 
- - 1889 . . 
. 22 
- - 1890 . . 
. 16 
49*
	        
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