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Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1881/1890 (Public Domain)

Mineralbäder. 
191 
Es haben befördert: 
Im Jahre 
der Unternehmer 
Zusammen 
Personen 
Äopp 
Lück 
Runzel 
1886 
405 
1 403 
1 808 
1887 
827 
989 
176 
1 992 
1888 
625 
945 
908 
2 478 
1889 
1 140 
1 544 
1 007 
3 691 
1890 
1 392 
1 581 
995 
3 968 
6. Bäder, 
a) Mineral-Bäder. 
Im Juli 1887 ließ die Direktion des Admiralsgartenbades, Friedrichstraße 102, 
auf den Rath des hiesigen bekannten Geologen Professor Dr. G. Berendt, welcher 
in der Tiefe von 200—300 m springendes Wasser in einigermaßen sichere Aussicht 
gestellt hatte, auf ihrem vorgenannten Grundstücke Bohrungen nach den neuesten 
Erfabrungen ausführen und erreichte im Dezember 1887 in einer Tiefe von 
236 Meter eine Quelle, welche in einer Minute 144 Liter Wasser von der unten 
angegebenen Zusammensetzung bei 15,2 ° 0. Temperatur lieferte. 
Am 4. Mai 1888 erbobrte man auf dem derselben Gesellschaft gehörigen 
Grundstücke Alexanderplatz 3 nahe der Stadtbahn, gegenüber dem neuen Polizei- 
Dienstgebäude, in 218 Meter Tiefe ein gleiches Wasser von 14,3" und 45 Liter 
in der Minute Ergiebigkeit; 
an: 30. Oktober auf dem Grundstücke Paulstraße 6 (Moabit) in 215 Meter 
Tiefe eine Quelle von 14,2" C. und 38 Liter in der Minute Ergiebigkeit; 
am 31. Oktober am Louisen-Ufer 22 nahe dem Oranienplatz 210 Meter tief 
eine gleiche Quelle mit 40 Liter Minutenergiebigkeit bei 15« 
am 6. November Friedrichstraße 8 nahe dem Belle-Alliance-Platz in 217 Bieter 
Tiefe eine solche mit 38,5 Liter Minuten-Leistung bei 12,5« und 
am 29. Dezember 1888 ani Weddingplatz, Reinickendorferstraße 2 a, eine 
solche in einer Tiefe von 261 Bieter, von 60 Liter in der Minute Ergiebigkeit 
bei 15" 0. Temperatur. 
Anfangs 1889 (14. Mai) wurde auch in der Lützow-Straße 74 eine Quelle von 
20 Liter Minutenleistung, aber nur 10,4 0 (’. Temperatur in 206 Meter Tiefe erbohrt. 
Von anderer Seite versuchte Bohrungen nnt Erfolg sind dem Polizei-Präsidium 
nicht bekannt geworden. 
Die bakteriologische Untersuchung ergab, daß entwickelungsfähige Keime von 
Mikroorganismen in dem Wasser nicht vorhanden sind. 
Die Hauptbestandtheile der Soolquelle im Admiralsgarten-Bad ergaben in 
1 000 Gewichtsthcilen: Chlornatrium 26,715, Chlorcalcium 0,521, Chlormagnesium 
0,644, Schwefelsaurer Kalk 0,297, Kohlensaure Magnesia 0,246 und einige andere 
Stoffe in sehr geringer Menge, im Ganzen 28,817 feste Bestandtheile. 
Weiteres über Frequenz der Bäder, erzielte Erfolge rc. muß bei der Kürze des 
Bestehens für den nächsten Bericht vorbehalten bleiben. 
Badeanstalten. 
Neuanlagen von städtischen Flußbadeanstalten haben bis zum 31. Dezember 
1888 ungeachtet wiederholter Bemühungen der städtischen Behörden nicht stattgefunden, 
weil die in Aussicht genommenen Stellen aus verkehrspolizeilichen Gründen die 
Genehmigung der Strombehörden nicht erhalte» konnten. Zur Anlage einer Fluß-
	        
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