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Volume II. Geschäftsberichte Abtheilung I 15. Die Schutzmannschaft

Full text: Verwaltungsbericht des Königlichen Polizei-Präsidiums von Berlin (Public Domain) Issue 1871/1880 (Public Domain)

Krankenkasse. 
333 
II. Die Krankenkasse der Berliner Schutzinannschaft hat den Zweck, die Kosten 
zu bestreiten 
a) für ärztliche und ivundärztliche Behandlung der Kasten-Mitglieder und der 
zu deren Haushalte gehörigen Personen, jedoch mit Ausschluß der Kosten für 
Geburtshülfe, 
b) für die den Kasten-Mitgliedern selbst verordneten Arzneimittel, Mineralwasser, 
Bäder, Bandagen, Brillen re., 
c) für Unterbringung der Kasten-Mitglieder in eine Krankenanstalt, sonne 
ä) um denselben im Bedarfsfälle eine Beihülfe zu den Kosten einer Bade-, 
bezw. Brunnenkur an einem Kurorte zu gewähren. 
Der Beitritt zur Kasse steht sämmtlichen Polizei-Wachtmeistern und Schutzmännern 
offen, der Beitrag zur Kaste beträgt jährlich 12 Mark. 
' Aus diesen Beiträgen, aus den Zinsen der angesammelten Kapitalien und aus 
freiwilligen Zuwendungen von Nichtmitgliedern bestehen die Einnahmen der Kasse. 
Die Verwaltung derselben wird biircf; das Polizei-Präsidium geführt. Eine aus 
3 Wachtineistern und 8 Schutzmännern bestehende, unter dem Vorsitz des Commandeurs 
der Schutzmannschaft zusammentretende, Commission für die Schutzmanns-Krankenkasse 
hat daneben dieselben Obliegenheiten, bezw. Befugnisse, welche der Commission für die 
Schutzmanns-Pensions-Zuschußkasse bezüglich der Letzteren zustehen. 
Zur Durchführung des Zweckes der Kaste ist Berlin in 16 Bezirke eingetheilt, 
jedem dieser Bezirke eine bestimmte Anzahl von Polizei-Revieren mit möglichst gleicher 
Anzahl von Kasten-Mitgliedern zugetheilt und für jeden Bezirk ein in demselben 
wohnender Arzt gegen ein vorher verabredetes Honorar angenommen. Die Aerzte 
sind verpflichtet, diejenigen erkrankten Kaffen-Mtgliedcr, deren Zustand das Ausgehen 
nicht gestattet, in deren Wohnung aufzusuchen. 
Der Effectenbestand der Krankenkaffe betrug im Jahre 1870 28 800 Mark, 
im Etatsjahre 1879/80 9 300 
hat sich also im Laufe dieser 10 Jahre um 19 500 
verringert. Der Hauptgrund hierfür ist darin zu suchen, daß ein großer Theil der 
jenigen Schutzmänner, welche die Feldzüge 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht 
haben, an Krankheiten litten, welche erst nach ihrer Anstellung hervortraten und welche 
besonders große Ausgaben, insbesondere Badereisen, erforderlich machten. 
Die Einnahmen der Kasse betrugen: 
i in I 
1870 
.M | 
ahre 
1879/8 
.//. 
) 
9f 
1. Bestand aus dem vorhergehenden Jahre .... 
1 394 
31 
2 776 
97 
2. an laufenden Beiträgen: 
1870 von 1 041 Mitgliedern 
12 489 
1879/80 von 3 024 Mitgliedern 
3. an Zinsen 
1870 von 28 800 Mark Kapital 
— 
— 
36 288 
— 
1 164 
75 
1879/80 von 9 300 Mark Kapital 
— 
— 
381 
— 
4. an Beiträgen der auf Kosten der Kasse in einer 
Krankenanstalt untergebrachten Mitglieder (pro Tag 
30 Pf.) 
201 
90 
412 
80 
5. Zuwendungen 
— 
— 
10 
— 
Summa der Einnahmen 
16 249 
96 
39 868 
77
	        
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