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Full text: Mobilisierung von Jugendlichen für den Natur- und Umweltschutz / Lehrke, Frauke

Mobilisierung von Jugendlichen für den Natur- und Umweltschutz

Eine empirische Studie zur Ermittlung von Potential, Hemmnissen und Zugangswegen für freiwilliges Engagement in ausgewählten Umweltverbänden

Diplomarbeit Frauke Lehrke Leibniz Universität Hannover

Mobilisierung von Jugendlichen für den Natur- und Umweltschutz

Eine empirische Studie zur Ermittlung von Potential, Hemmnissen und Zugangswegen für freiwilliges Engagement in ausgewählten Umweltverbänden

Diplomarbeit am Institut für Umweltplanung Landschafts- und Freiraumplanung an der Fakultät für Architektur und Landschaft Leibniz Universität Hannover

Bearbeiterin: Frauke Lehrke (Matrikelnr. 2117771) Betreuer: Dipl.-Umweltwiss. Eick von Ruschkowski Prof. Dr. Helmut Scharpf

Hannover, im September 2007

Vorwort
An dieser Diplomarbeit waren viele Menschen beteiligt, bei denen es sich zu bedanken gilt. Zunächst gilt mein Dank meinem Betreuer Dipl.-Umweltwiss. Eick von Ruschkowski, der mich durch wertvolle Anregungen unterstützte und mir zu jeder Zeit als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Prof. Dr. Helmut Scharpf danke ich für die Übernahme des Zweitgutachtens. Ein weiteres Dankeschön geht an die Mitarbeiter der Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU, darunter insbesondere an Herrn Stefan Ott, die mir Auskünfte erteilt und Materialien bereitgestellt haben sowie für Diskussionen zur Verfügung standen. Als keineswegs selbstverständlich kann man die Kooperationsbereitschaft der vier Schulen ansehen, an denen ich die Befragung durchführen durfte. Den Schulleitern des Gymnasiums Andreanum in Hildesheim, der Kooperativen Gesamtschule in Sehnde sowie des Gymnasiums und der Kooperativen Gesamtschule in Neustadt am Rübenberge wird hiermit für ihre Zustimmung der Befragung gedankt. Stellvertretend für die vielen Lehrer, die mir Zutritt in ihre Klassen gewährt haben, gilt mein Dank Herrn Ingo Büchner, Herrn Manfred Lindenmann, Herrn Heinz Josef Weich und meiner Schwester Kerstin Lehrke, die mich als Ansprechpartner an ihren Schulen unterstützten. Ein herzliches Dankeschön geht an die 628 Schüler, die bereitwillig an der Befragung teilnahmen und ohne die diese Diplomarbeit nicht möglich gewesen wäre. Meinen Korrekturlesern Uli und Kristina danke ich für ihre freie Zeit, die sie für mich geopfert haben. Für die moralische Unterstützung und offenen Ohren während der Diplomarbeitszeit möchte ich mich bei meinen Freunden bedanken – Kristina, Heike, Inga, Johannes und Eick: Vielen Dank! Zuletzt geht mein Dank an meine Familie, die mich nicht nur während der Diplomarbeitsphase unterstützt hat, sondern einfach zu jeder Zeit.

Abschließend noch einige Hinweise zum besseren Verständnis der Arbeit: Für eine flüssigere Lesbarkeit wird auf eine Verwendung der weiblichen Form zusätzlich zur männlichen Form der Personenbezeichnung verzichtet. Selbstverständlich beziehen sich die Formulierungen stets gleichberechtigt auf beide Geschlechter. Das Internet als Informationsquelle hat in den letzten Jahren immer größere Bedeutung erlangt. Für eine flüssigere Lesbarkeit wird im Text auf die Nennung der vollständigen Internetlinks (URL-Adresse) verzichtet. Die Quellenangabe im Text erhält lediglich den Zusatz „www“, um den Lesern kenntlich zu machen, dass es sich hierbei um eine Internetquelle handelt (Beispiel 2007, www). Die vollständige URL findet sich im Quellenverzeichnis (vgl. Kap.10) unter der Rubrik Internetquellen.

Vorwort
I

II

Zusammenfassung
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Problematik, dass in der heutigen Zeit offenbar immer weniger Jugendliche bereit sind, sich im Umwelt- und Naturschutz freiwillig zu engagieren. Dies bekommen vor allem Umwelt- und Naturschutzverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zu spüren, deren Arbeit und Wirken auf freiwilligem Engagement fußt und die auf Jugendliche als Nachwuchskräfte angewiesen sind. Es wird daher der Frage nachgegangen, aus welchen Gründen derzeit nur eine so geringe Anzahl an Jugendlichen im organisierten Umweltschutz engagiert ist. Um handlungsorientierte Lösungsansätze entwickeln zu können, erfolgt neben der systematischen Aufarbeitung der bisherigen Erkenntnisse aus der Jugendsozialforschung zunächst eine Annäherung an das Thema mittels einer Analyse der Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU. Hier zeigt sich, dass insbesondere die Jugendvertretungen, die „Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland“ (BUNDjugend) und die Naturschutzjugend (NAJU), den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten bieten, sich aktiv für die Natur einzusetzen. Hinsichtlich des Stellenwertes der Jugendverbände bei den Erwachsenenverbänden wird kritisiert, dass die finanzielle Unterstützung bei weitem nicht ausreichend ist, um eine effektive Nachwuchsförderung durch die Jugendverbände zu gewährleisten. Der Fokus dieser Untersuchung liegt auf der Zielgruppe der derzeit nichtengagierten Jugendlichen. Von Interesse sind ihre Erwartungen, Motive und Einstellungen in Bezug auf die Thematik „Freiwilliges Engagement im Umwelt- und Naturschutz“. Dazu werden im Rahmen einer empirischen Untersuchung Engagementpotential, Hemmnisse und mögliche Zugangswege für ein solches Engagement ermittelt. Datengrundlage der Untersuchung bildet eine schriftliche Befragung von 628 Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren an allgemeinbildenden Schulen im Raum Hannover/Hildesheim (Niedersachsen). Als Ergebnis ist festzuhalten, dass bei der Mehrzahl der befragten Schüler Interesse an Umwelt- und Naturschutzthemen vorhanden ist. Auch signalisieren viele Jugendliche durchaus ihre Bereitschaft, sich in diesem Handlungsfeld zu engagieren. Aufgrund der Aussagen der Jugendlichen bezüglich möglicher Engagementhemmnisse und Zugangswege können Hinweise abgeleitet werden, wie dieses Potential genutzt und in tatsächliche Mitarbeit umgewandelt werden kann. So kann als großes Hemmnis die fehlende Auseinandersetzung mit der Thematik Umwelt- und Naturschutz sowie der marginale Bekanntheitsgrad von BUND und NABU genannt werden. Daneben führt Informationsmangel dazu, dass bei Jugendlichen oftmals falsche Vorstellungen über ein Engagement in einem Umweltverband vorherrschen oder sie einfach nicht genau wissen, wobei man sich engagieren kann. Durch fehlende Erfahrungen werden positive, emotionale Assoziationen wie beispielsweise Spaß nicht mit einer solchen freiwilligen Tätigkeit Umweltschutz nur geringes Ansehen attestiert, so dass Jugendumweltverbände nur eine geringe Anziehungskraft entwickeln. Im Hinblick auf eine erfolgreiche Mobilisierung Jugendlicher ergeben sich aus den gewonnenen Erkenntnissen der empirischen Untersuchung folgende Handlungsfelder für den BUND und den NABU: 	 Bewusstseinsbildung 	 Informationspolitik 	 Zielgruppengerechte Ansprache 	 Professionalisierung verbunden. Insbesondere im direkten Lebensumfeld der Jugendlichen, dem Freundeskreis, wird dem

Zusammenfassung
III

Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass beim BUND und beim NABU einige gute Ansätze zu erkennen sind, Jugendliche in den organisierten Umweltschutz einbinden und sie für Umweltschutz zu motivieren. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein notwendiges umfassendes, strategisches Mobilisierungskonzept, das übergreifend alle Handlungsfelder berücksichtigt, sondern lediglich um einzelne Modellprojekte. Um wirklich langfristig Erfolge zu erzielen, ist es erforderlich, der Nachwuchsförderung innerhalb von BUND und NABU einen deutlich höheren Stellenwert als bisher einzuräumen.

IV

Inhaltsverzeichnis
Vorwort	 Zusammenfassung	 Inhaltsverzeichnis	 Abbildungsverzeichnis	 Tabellenverzeichnis	 I III V VII VII

1 Einführung		
1.1 Anlass, Zielsetzung und Bearbeitungsschwerpunkte 	 1.2 Vorgehen und Aufbau der Arbeit 	

1
1 2

2 Jugendliche im Fokus sozialwissenschaftlicher Untersuchungen	
2.1 Jugend und Umwelt- und Naturschutz	 		
		 		 		 2.1.1 Einführung in die Umweltsoziologie 	 2.1.2 Umweltwissen	 2.1.3 Umweltbewusstsein	 2.1.4 Umweltverhalten	

5
5
6 7 9 10

2.2	 Jugend und freiwilliges Engagement	 		
		 		 		 		 2.2.1 Begriffsbestimmung	 2.2.2 Aktivität und Engagement Jugendlicher im Vergleich	 2.2.3 Engagementpotential	 2.2.4 Engagementhemmnisse	 2.2.5 Zugangswege	

13
13 15 17 18 20

3 Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände 	
3.1	 Erwachsenenverbände	
		 		 3.1.1 Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)	 3.1.2 Naturschutzbund Deutschland (NABU)	

25
27
27 34

3.2	 Jugendvertretungen	 		
		 3.2.1 BUNDjugend - „… und jetzt noch die Erde retten!“	 3.2.2 Naturschutzjugend im NABU (NAJU)	

39
39 43

3.3	 Diskussion über den Stellenwert der Jugendarbeit in den Erwachsenenverbänden	

46

Inhalt
V

4 Zwischenfazit		

47

5 Methodische Vorgehensweise	
5.1	 Problemformulierung	
		 		 5.1.1 Zielsetzung	 5.1.2 Forschungsfragen	

51
51
51 52

5.2	 Konzeptualisierung	
		 		 		 		 5.2.1 Stichprobenkonstruktion	 5.2.2 Untersuchungsdesign	 5.2.3 Fragebogenkonstruktion	 5.2.4 Pretest	

54
54 55 55 58

5.3	 Datenerhebung	
		 		 		 5.3.1 Erhebungsvorbereitung	 5.3.2 Durchführung	 5.3.3 Datenaufbereitung	

59
59 59 60

6 Ergebnisdokumentation	
6.1 Überblick über die befragten Jugendlichen	
		 		 		 6.1.1 Demographische Daten	 6.1.2 Freizeitverhalten	 6.1.3 Aktivität im Umweltschutzbereich	

63
63
63 64 66

6.2 Engagementpotential	
		 		 6.2.1 Bereitschaft zu freiwilligem Engagement	 6.2.2 Interesse am Natur- und Umweltschutz	

67
67 69

6.3 Engagementhemmnisse	
		 		 		 		 6.3.1 Gründe für Nichtengagement in einem Umweltverband	 6.3.2 Kenntnis und Einstellung hinsichtlich Umwelt- und Naturschutzverbände	 6.3.3 Vorstellung über die Voraussetzungen für freiwilliges Engagement	 6.3.4 Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz	

71
71 73 80 82

6.4 Zugangswege	
		 		 		 6.4.1 Erwartungen	 6.4.2 Formen des Engagements	 6.4.3 Anstöße	

83
83 85 87

7 Diskussion		 8 Handlungsempfehlungen	
8.1	 Bewusstseinsbildung	 8.2	 Informationspolitik	 8.3	 Zielgruppengerechte Ansprache	 8.4	 Professionalisierung	

89 93
93 94 96 97

9 Methodenkritik 	 10 Quellen	
VI

99 101

Abbildungsverzeichnis
Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. Abb. 1:	 2: 	 3: 	 4: 	 5: 	 6: 	 7: 	 8: 	 9: 	 10:	 11:	 12:	 13:	 14:	 15:	 16:	 17:	 18:	 19:	 20:	 21:	 22:	 23:	 24:	 25:	 26:	 27:	 28:	 29:	 30:	 31:	 32:	 33:	 34:	 35:	 36:	 37:	 38:	 39:	 40:	 41:	 42:	 43:	 Aufbau und Vorgehen der Arbeit	 Verteilung der Umwelttypen (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006)	 Abgrenzung des Begriffs „freiwilliges Engagement“ (nach Beher et al. 1998)	 Aktivität und Engagement Jugendlicher im Vergleich (Picot 2005)	 Aktivität und Engagement Jugendlicher zwischen 14 und 19 Jahren (Picot 2005)	 Bereitschaft zum Engagement nach Alter (Picot 2005)	 Erwartungstypen nach Alter (Picot 2005)	 Anstoß zur Übernahme eines Engagements bei den 14-24 Jährigen (Abt & Braun 2001)	 Organigramm BUND	 Unterschiede hinsichtlich der Unterstützung des BUND	 Ausgaben 2006 BUND Bundesverband (BUND 2007a: 26)	 Organigramm NABU	 Ausgaben 2006 NABU Bundesverband (NABU 2007: 27)	 Formen des freiwilligen Engagements in Jugendumweltverbänden (eigene Darstellung nach NABU 2007)	 Übersicht der methodischen Vorgehensweise (eigene Darstellung nach Friedrich 1990) 	 Übersicht zur inhaltlichen Zusammensetzung des Fragebogens	 Fragenbatteriebeispiel	 Fragebogenaufbau	 Altersklassen der Stichprobe	 Angestrebter Schulabschluss der Stichprobe	 Verfügbare Freizeit nach Schulform	 Freizeitaktivitäten der Stichprobe	 Durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Freien	 Aktivität im Umweltschutzbereich	 Engagementbereitschaft gesamt	 Engagementbereitschaft nach Bildungsstatus	 Engagementbereitschaft nach Geschlecht	 Persönliche Einstellung zum Umwelt- und Naturschutz	 Interesse am Umweltschutzthemen	 Interesse nach Thema	 Nachfrage im Unterricht	 Durchschnittliche Zustimmung zu den Gründen für Nichtengagement	 Kenntnis von Umwelt- und Naturschutzverbänden	 Kenntnis über lokale Umwelt- und Naturschutzverbände	 Image von Umwelt- und Naturschutzverbänden 	 Informationsquellen	 Geschätzter Mindestzeitbedarf für freiwilliges Engagement in der Woche	 Vorstellung über Aktionen in Jugendumweltverbänden, Anzahl der Nennungen 	 Durchschnittliche Wichtigkeit der Voraussetzungen für freiwilliges Engagement	 Vergleich zwischen persönlicher Einstellung und wahrgenommener Einstellung der Freunde	 Durchschnittliche Zustimmung von Erwartungen an ein freiwilliges Engagement	 Durchschnittliche Engagementbereitschaft nach Engagementform	 Durchschnittliche Zustimmung möglicher Anstöße	 3 12 14 15 15 17 20 22 28 31 32 35 37 50 51 56 56 57 63 64 64 65 65 66 67 68 68 69 69 70 70 72 73 74 75 77 77 79 81 82 84 86 88

Tabellenverzeichnis
Tab. 1:	 Naturaktivitäten im Vergleich (Brämer 2006)	 Tab. 2:	 Wertorientierung - Wichtigkeit für die Lebensgestaltung (Shell Deutschland 2006)	 Tab. 3:	 Umwelthandeln bei Jugendlichen (nach Guse 2005)	 Tab. 4:	 Aktivität und Engagement von Jugendlichen nach Tätigkeitsbereichen (Picot 2005)	 Tab. 5:	 Gründe für derzeitiges Nichtengagement (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006)	 Tab. 6:	 Anerkannte Naturschutzvereine in Niedersachsen gem. § 60 NNatG (MU Niedersachsen 2007)	 Tab. 7:	 Aktuelle Kampagnen der BUNDjugend	 Tab. 8:	 Aktuelle Kampagnen der NAJU	 Tab. 9:	 Übersicht der prozentualen Verteilung in Niedersachsen nach Geschlecht und Schulform (NLS 2007) 	 Tab. 10:	 Verteilung der Stichprobe hinsichtlich Schulform	 Tab. 11:	 Gründe für ein Nichtengagement in einem Umwelt- und Naturschutzverband	 Tab. 12:	 Vorstellung über Voraussetzungen für freiwilliges Engagement	 Tab. 13:	 Erwartungen an ein freiwilliges Engagement 	 Tab. 14:	 Mögliche Zugangswege nach Engagementform	 Tab. 15:	 Mögliche Anstöße für eine Übernahme eines freiwilligen Engagements	 	 Ohne Quellenangabe: Lehrke	 8 10 11 16 18 25 41 44 54 60 71 80 83 85 87

VII

Inhalt

1	

Einführung	

1.1 Anlass, Zielsetzung und Bearbeitungsschwerpunkte
Wo bleibt der Nachwuchs der Umweltverbände? Diese Frage wurde in den letzten Jahren immer häufiger gestellt, konnte aber meist nur unzureichend beantwortet werden. Die Stärkung der Umweltbewegung und die Ausbreitung des Umweltbewusstseins in der Bevölkerung haben den Umweltverbänden Ende der 1980er Jahre einen steilen Anstieg der Mitgliederzahlen beschert. Damals waren es vor allem junge Menschen, die sich in Gruppen zusammenschlossen, um aktiv auf Umweltgefahren und zunehmende Umweltverschmutzung hinzuweisen. Auch heutzutage gehören Jugendliche in Deutschland keineswegs zu „Ehrenamt-Muffeln“, wie es in der Öffentlichkeit oftmals propagiert wird. So zeigen aktuelle Studien das genaue Gegenteil auf, nämlich dass Jugendliche hinsichtlich Aktivität und Engagement im Vergleich zu anderen Altersgruppen den Spitzenplatz einnehmen (Picot 2005; Deutsche Shell 2006). Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) in Auftrag gegebene Freiwilligensurvey 2004 belegt, dass 36% der 14-24 Jährigen in irgendeiner Form freiwillig engagiert sind (Picot 2005: 209f). Doch lediglich 2% dieser Engagierten sind im Umwelt- bzw. Tierschutz zu finden, so dass die jugendliche Aktivität in diesem Bereich sogar als unterrepräsentiert gilt. Obwohl im Zeitalter von Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Entwaldung und weiteren Umweltproblemen aufgewachsen, scheinen Jugendliche heutzutage andere Prioritäten zu setzen als sich aktiv im Umweltschutz zu engagieren. Kurzum: Das Thema „Umweltschutz“ hat bei Jugendlichen stark an Attraktivität eingebüßt. Dabei werden Menschen, die sich politisch und gesellschaftlich für den Schutz der Umwelt einsetzen, mehr denn je gebraucht. Umwelt- und Naturschutzverbände wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) treten in organisierter Form für eine stärkere Berücksichtigung von Umwelt- und Naturschutzbelangen ein. Neben der Durchführung von Schutzmaßnahmen für Arten und Biotope sorgen sie für eine Verbreitung des Umwelt- und Naturschutzgedankens in der Öffentlichkeit und wirken bei Entscheidungsprozessen im Rahmen der politischen Mitbestimmung auf Gesetzgeber und Verwaltungen ein. Um diese Aufgaben wirksam erfüllen zu können, sind sie neben der finanziellen auch auf die aktive Unterstützung durch freiwillig engagierte Personen angewiesen. Als Nachwuchskräfte spielen Jugendliche dabei eine große Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass Menschen, die sich bereits in jungen Jahren engagieren, dies mit größerer Wahrscheinlichkeit auch später tun werden (Rosenbladt 2001). Zudem investieren Jugendliche deutlich mehr Zeit in ihre freiwilligen Tätigkeiten als Engagierte ab 25 Jahren und sind daher auch für Umweltverbände eine wertvolle Zielgruppe (ebd.). Mit den beiden größten Jugendumweltverbänden Deutschlands, der „Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ (BUNDjugend) und der „Naturschutzjugend im NABU e.V.“ (NAJU) haben BUND und NABU jeweils weitgehend eigenständige Jugendvertretungen, in denen Jugendliche im ganzen zusammen mit Gleichaltrigen an eigenständigen Projekten zu arbeiten, neue Bekanntschaften zu machen und der Natur aktiv zu helfen. Dadurch, dass sie sich früh mit Umweltthemen auseinandersetzen, erwerben sie Fähigkeiten, Sensibilität und Interesse für ihre Umwelt und sammeln Erfahrungen. Trotz dieser Entfaltungsmöglichkeiten scheinen Umweltverbände in Deutschland heutzutage Schwierigkeiten zu haben, Begeisterung für Umwelt– und Naturschutzarbeit zu wecken, Jugendliche erfolgreich anzusprechen und sie an sich zu binden. 1 Bundesgebiet erste Erfahrungen im Umweltengagement sammeln können. Sie haben dort die Möglichkeit,

Einführung

Es stellt sich somit die Frage, aus welchen Gründen eine so geringe Zahl von Jugendlichen in einem Umweltverband engagiert ist. Liegt es wirklich daran, dass Umweltschutz für Jugendliche kein attraktives Handlungsfeld darstellt? Oder fehlen einfach die Anstöße, damit sie sich aktiv beteiligen? Immerhin äußerten neben den oben erwähnten 36% der Jugendlichen, die bereits in irgendeiner Form einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, weitere 43% ihre Bereitschaft dazu (Gensicke 2005). Hier gilt es zu klären, welche Rolle dabei der Bereich Umwelt- und Naturschutz spielt. Für die Verbände ist es vor allem von Interesse, was sie tun können bzw. müssen, um mehr Jugendliche zu mobilisieren. Wie also lässt sich die vorhandene Distanz zwischen Jugendlichen und organisiertem Umweltschutz reduzieren?

Ziel dieser Arbeit ist es, vorhandenes Potential, mögliche Hemmnisse und Zugangswege für freiwilliges Engagement von Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren in Jugendumweltverbänden zu ermitteln und darauf aufbauend handlungsorientierte Lösungsansätze für eine erfolgreiche Mobilisierung zu skizzieren. Hieraus ergeben sich folgende Bearbeitungsschwerpunkte: •	 	 •	 	 •	 	 	 •	 •	 	 Systematische Aufarbeitung der bisherigen Erkenntnisse aus der Jugendsozialforschung zu den 	 Schwerpunktthemen „Umwelt- und Naturschutz“ sowie „freiwilliges Engagement“, Analyse von Umwelt- und Naturschutzverbänden am Beispiel BUND und NABU unter besonderer Berücksichtigung ihrer Jugendvertretungen BUNDjugend und NAJU, Repräsentative Umfrage bei Jugendlichen zur Ermittlung aktueller Trendaussagen hinsichtlich Einstellung und Ansichten zu den Themen „Umwelt- und Naturschutz“ und „Engagement in Jugendumweltverbänden“, Einordnung der Umfrageergebnisse in den wissenschaftstheoretischen Kontext, Ableitung von handlungsorientierten Empfehlungen zur Durchführung einer erfolgreichen Mobilisierung Jugendlicher für ein freiwilliges Engagement in Jugendumweltverbänden.

1.2 Vorgehen und Aufbau der Arbeit
Der Aufbau der Arbeit und die der Bearbeitung zugrunde liegenden methodischen Ansätze sind in einer schematischen Übersicht (vgl. Abb. 1) zusammengestellt und werden nachfolgend kurz erläutert. Die vorliegende Untersuchung gliedert sich in drei Abschnitte. Zunächst wird der eigentlichen empirischen Untersuchung mit Kapitel 2 und 3 eine ausführliche Übersicht der erforderlichen theoretischen Grundlagen zu den zentralen Themenbereichen vorangestellt. Dabei legt Kapitel 2 den Fokus auf die im Rahmen dieser Studie behandelte Zielgruppe der Jugendlichen. Basierend auf den sich aus der Zielsetzung ergebenen thematischen Schwerpunkten „Umwelt- und Naturschutz“ und „freiwilliges Engagement“ werden die bisherigen Erkenntnisse sozialwissenschaftlicher Untersuchungen vorgestellt und analysiert. Daraus lassen sich zur methodischen und inhaltlichen Vorbereitung des empirischen Teils konkrete Forschungsfragen und Hypothesen ableiten.

2

Um im späteren Verlauf möglichst anwendungs- und praxisbezogene Lösungsvorschläge entwickeln zu können, werden die beiden größten deutschen Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU als Beispielorganisationen im Hinblick auf ihre Jugendarbeit analysiert. Ein höherer Detaillierungsgrad wird erreicht, indem neben den beiden Bundesverbänden die Landesverbände in Niedersachsen differenzierter untersucht werden. Kapitel 3 gibt zunächst einen Überblick über die Struktur und Arbeitsweise der beiden Umweltverbände, bevor der Fokus auf die weitgehend eigenständigen Jugendvertretungen gelegt wird. Neben einer rein deskriptiven Beschreibung wird untersucht, in welchen Handlungsfeldern sich Jugendliche dort freiwillig engagieren können und auf welche Weise diese Engagementmöglichkeiten

Kapitel 1 Einführung - Theoretische Grundlagen Kapitel 2 Jugendliche im Fokus sozialwissenschaftlicher Untersuchungen - Jugendliche und Umwelt - und Naturschutz - Jugendliche und freiwilliges Engagement

- Literaturrecherche

Kapitel 3 Jugendarbeit der Umweltverbände - Erwachsenenverbände - Jugendverbände

- Literatur- und Internetrecherche - Auswertung von Primärquellen - Gespräche mit Verbandsfunktionären und Mitarbeitern der Geschäftsstellen

Kapitel 4 Zwischenfazit - Empirische Untersuchung Kapitel 5 Methodische Vorgehensweise - Problemformulierung - Konzeptualisierung - Datenerhebung Kapitel 6 Ergebnisse - Überblick über die befragten Jugendlichen - Engagementpotential - Hemmnisse - Zugangswege - Auswertung des im Rahmen der empirischen Untersuchung erhobenen Datenmaterials - Literaturrecherche

Kapitel 7 Diskussion

Kapitel 8 Handlungsempfehlungen

- Auswertung von Best Practice Beispielen

Kapitel 9 Methodenkritik
Abb. 1: Aufbau und Vorgehen der Arbeit (eigene Darstellung)

Einführung
3

öffentlichkeitswirksam an die Zielgruppe herangetragen werden. Zudem wird diskutiert, welchen Stellenwert die Jugendarbeit innerhalb der Umweltverbände einnimmt und wie die Zusammenarbeit zwischen Erwachsenen- und Jugendverband zu bewerten ist. Kapitel 4 zieht ein Zwischenfazit, in dem die aus der Grundlagenforschung gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und kritisch hinterfragt werden. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet die an vier niedersächsischen Schulen durchgeführte empirische Untersuchung zur Ermittlung des Potentials, der Hemmnisse und Zugangswege für freiwilliges Engagement. Um die Aussagekraft der erzielten Ergebnisse hinreichend zu belegen, erfolgt in Kapitel 5 die ausführliche Beschreibung des methodischen Ablaufs. Kapitel 6 stellt die Ergebnisse dar, die in einer quantitativen Erhebung mittels Fragebogenverteilung bei Schülern zwischen 14 und 18 Jahren erzielt wurden. Unter Berücksichtigung der aus den theoretischen Grundlagen gewonnenen Erkenntnisse werden diese Umfrageergebnisse in Kapitel 7 diskutiert. Den dritten Abschnitt der vorliegenden Arbeit bilden die Handlungsempfehlungen. Auf Grundlage der Ergebnisse der empirischen Untersuchung und unter Berücksichtigung der durchgeführten Analyse der Jugendarbeit von BUND und NABU werden in Kapitel 8 konkrete Lösungsansätze entwickelt, die den beiden Umweltverbänden aufzeigen, welche Maßnahmen für eine Mobilisierung zum Erfolg führen können. Kapitel 9 reflektiert die zentralen Erkenntnisse dieser Arbeit unter methodischen Gesichtspunkten.

4

2	

Jugendliche im Fokus sozialwissenschaftlicher Untersuchungen

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Mobilisierung Jugendlicher für freiwilliges Engagement im Umwelt- und Naturschutz. Mit dem Fokus auf Jugendliche betrifft dies somit vorrangig zwei Themenfelder: •	 •	 Umwelt- und Naturschutz freiwilliges Engagement

Daher werden im folgenden Kapitel zunächst Forschungsansätze vorgestellt und analysiert, die aufzeigen, wie Jugendliche heutzutage zum Thema Umwelt- und Naturschutz stehen, also wie umweltbewusst sie sind bzw. handeln (vgl. 2.1). Es wird untersucht, ob hier bereits Gründe für ein Nicht–Engagement zu finden sind – ist doch letztendlich unstrittig, dass als Voraussetzung für freiwilliges Engagement im Umweltbereich ein gewisser Grad an Umweltbewusstsein vorhanden sein sollte. Anschließend werden Erkenntnisse aus empirischen Studien dokumentiert, die darlegen, in welchem Ausmaß Jugendliche derzeit freiwillig engagiert sind (vgl. 2.2). In welchen Bereichen sind sie vorrangig aktiv, welche Zugänge und Beweggründe liegen vor und wie hoch wird das Engagementpotential geschätzt? All dies sind Fragen, deren Antworten für die Vorbereitung der eigenen empirischen Untersuchung notwendig sind und Hinweise darauf geben, wo genau die Defizite in der Mobilisierung für ein Umweltengagement liegen können.

2.1	

Jugend und Umwelt- und Naturschutz

haben, werden drei Teilkomponenten aus der Umweltsoziologie als Kriterien herangezogen: Umweltwissen, Umweltbewusstsein und Umwelthandeln. Insbesondere Umweltbewusstsein ist derzeit ein sowohl in der Literatur als auch im Sprachgebrauch oft verwendeter Begriff. Vor allem in der aktuellen Diskussion um den Klimawandel taucht immer wieder die Frage auf, wie es in der Gesellschaft um das Umweltbewusstsein steht - aufgeschlüsselt nach unterschiedlichen Merkmalen wie bspw. Nationalität, Alter oder Berufsgruppe. Trotzdem wird der Begriff sehr vielschichtig gebraucht und bleibt daher oft unbestimmt. Dies macht eine genaue Bestimmung dieses Begriffs sowie der anderen verwendeten Kriterien unumgänglich (vgl. 2.1.1). Auf Basis dieser Definitionen werden anschließend die Erkenntnisse der Jugendumweltforschung dokumentiert, um analytisch aufzeigen zu können, wo genau die Gründe für Nichtengagement liegen (vgl. 2.1.2 – 2.1.4).

Jugend und Umwelt- und Naturschutz
5

Um zu ermitteln, welchen Stellenwert die Natur sowie der Umwelt- und Naturschutz bei Jugendlichen

2.1.1	 Einführung in die Umweltsoziologie Im Rahmen dieser Arbeit werden Umweltwissen, Umweltbewusstsein und Umwelthandeln als drei eigenständige Kategorien behandelt. Sie können zwar auf unterschiedliche Weise miteinander korrelieren (s.u.), werden aber nicht zu einem Begriff zusammengefasst1 (vgl. hierzu Diekmann & Preisendörfer 2001: 100f). Dabei bezeichnet Umweltwissen den Kenntnis- und Informationsstand einer Person über Natur, die ökologischen Zusammenhänge, über Methoden und Denkmuster im Hinblick auf Umweltfragen. Es meint nicht nur das eher passiv über Literatur oder Medien erworbene Wissen, sondern auch die aktive Aneignung durch Naturerfahrung (de Haan 1998: 2). Umweltbewusstsein setzt sich im Wesentlichen aus drei Elementen zusammen (Diekmann & Preisendörfer 2001: 100f; Billig 1993). Die kognitive Komponente beschreibt die Einsicht in die Gefährdung der Umwelt durch menschliche Einflüsse. Sie umfasst Problembewusstsein und –wahrnehmung, Kenntnisse über Umweltgefährdungen und auch Problemlösefähigkeiten. Die affektive Komponente enthält Emotionen wie Ängste, Empörung, persönliche Betroffenheit oder Wut über Umweltzerstörung, aber auch Freude oder Verbundenheit über die bzw. mit der Natur. Als dritter Aspekt gilt die konative Komponente, die Handlungsintentionen, -entschlüsse und -bereitschaften umfasst. Am Rande dieses Umweltbewusstseinbegriffs spielen noch umweltbezogene Werte eine Rolle, wie etwa die Haltung zu Atomkraft oder Mülltrennung. Wird von einem umweltbewussten Menschen gesprochen, meint dies also meist eine Person, die die gegenwärtigen Umweltzustände als nicht haltbar ansieht und die Einsicht besitzt, dass die natürliche Umwelt durch menschliche Eingriffe gefährdet ist. Hierzu gehört weiterführend auch die Bereitschaft, etwas zu ändern und sich für eine nachhaltige Entwicklung engagieren zu wollen (vgl. SRU 1978: 445). Umweltverhalten zeigt das tatsächliche umweltgerechte Verhalten in Alltagssituationen. Hier geht es meist um konkrete Verhaltensweisen in klar benannten Aufgabenfeldern.2 Wie die Umweltwissenschaft in den letzten Jahren hinreichend belegt hat, ist die Aufklärungsidee, dass hohes Umweltwissen automatisch zu größerem Umweltbewusstsein und darauf aufbauend auch eher zu umweltgerechtem Verhalten führt, nur sehr begrenzt gültig. Die vorrangig zwischen Umwelteinstellung und Umweltverhalten beobachtete Diskrepanz belegen verschiedene empirische Untersuchungen (vgl.
de

Haan & Kuckartz 1996; Preisendörfer & Franzen 1996; Diekmann & Preisendörfer 2001). Nun ist die

Tatsache, dass die Wirkungskette „Wissen = Einsicht = Handeln“ nicht gegeben ist, keinesfalls nur in der Umweltthematik zu beobachten. Vielmehr entspricht sie den Zusammenhängen, wie man sie allgemein für Einstellungen und Verhalten auch in anderen Bereichen kennt (Schahn & Giesinger 1993; Fuhrer 1995). Hier spielen eine Reihe von Einflussfaktoren eine Rolle, die sich grob in zwei Kategorien einteilen lassen und im Rahmen dieser Untersuchung nur kurz umrissen werden können (vertiefend dazu Fischer 2001: 15ff). Zum einen wirken interne, psychische Faktoren auf das umweltgerechte Verhalten wie beispielsweise das ökologische Gewissen, die Moral. Hier lassen sich nach Hoff & Lecher (1995) verschiedene Stufen beschreiben: Auf dem niedrigsten Niveau wird nur zum eigenen Nutzen moralisch gehandelt, etwa aus Angst vor Strafe oder weil eine Gegenleistung erwartet wird. Auf der nächsthöheren Stufe erfüllt der Mensch einfach die Erwartungen, die sein soziales Umfeld an ihn heranträgt. Die höchste Stufe kennzeichnet ein Verhalten, das seinen Grund in der selbstständigen Urteilsbildung anhand universeller
1 Anders als de Haan & Kuckartz (1996:37), die Umweltbewusstsein als ein Konstrukt aus Umweltwissen, Umwelteinstellung und Umweltverhalten definieren. 2 Nach Schahn (1999) sind dies bspw. „Mülltrennung und Recycling“, „Energiesparen im Haushalt“, „Wassersparen und Wasserreinhaltung“, umweltbewusstes Einkaufen“, „umweltschonender Verkehr“, „Sport und Freizeit“ sowie „gesellschaftliches Umweltmanagement“.

6

Werte und Prinzipien hat. Je nach Stufe der Moralentwicklung werden somit unterschiedliche Gründe für umweltgerechtes Verhalten sichtbar, was sich auch in unterschiedlichen Verhaltensweisen abzeichnet. Daneben haben aber auch externe Faktoren Einfluss auf das Umwelthandeln. Hier entscheidet das verfügbare Verhaltensangebot, denn nur eine Entscheidungsfreiheit führt dazu, auch tatsächlich nach seinen Umwelteinstellungen handeln zu können. Liegt ein Verhaltensangebot vor, erfolgt eine Abwägung der gefundenen Handlungsalternativen gegeneinander. Hier verweisen Diekmann & Preisendörfer (2001: 117) auf den Kosten–Nutzen Faktor und stellen die These auf, dass sich höhere Umwelteinstellungen insbesondere in den Bereichen mit niedrigen Verhaltenskosten (low cost) auswirken. Umgekehrt verringert sich die Bedeutung von Einstellungen, wenn eine Situation erhöhte Kosten, also größere Einschränkungen, mit sich bringt (high cost). Kaum allgemein bestimmen lässt sich jedoch, was hohe oder niedrige Kosten sind – dies hängt von den Werthaltungen und Präferenzen des handelnden Individuums ab. Als Einflussfaktoren gelten hier bspw. soziale Normen, die je nach Milieu festlegen, ob umweltgerechtes Verhalten als bewundernswert oder eher als naiv und „uncool“ angesehen wird (Poferl et al. 1997: 62). Diekmann & Preisendörfer (2001) stellen zudem fest, dass neben positiver Umwelteinstellung auch Anreizstrukturen (z.B. ökonomische Vorteile bei entsprechender Wärmedämmung) und Rahmenbedingungen (z.B. Angebot schneller und bequemer öffentlicher Verkehrsmittel) direkten Einfluss auf das Umweltverhalten haben.

2.1.2	 Umweltwissen Zum Umweltwissen bei Jugendlichen sind lediglich sehr wenige empirische Untersuchungen veröffentlicht worden. Pfligersdorffer (1991: 186) testete das Umweltwissen von Schulabgängern in acht verschiedenen Bereichen und kam zu dem Schluss, dass das Umweltwissen insgesamt „bruchstückhaft, abstrakt und 1990er Jahre durchgeführten Studie auch aktuell noch Gültigkeit haben, belegt Zubke (2006: 39ff). Sie ermittelte in ihrer Untersuchung das Umweltwissen von mehr als 1000 Schülern in dem Bereich Formenkenntnis und Konzeptverständnis. Dies umfasste das reine Faktenwissen wie beispielsweise das Erkennen von Tieren und Pflanzen, aber auch komplexere Themen wie das Wissen um ökologische Wirkungszusammenhänge. Zubke (ebd.: 120f) bestätigt darin die These von Pfligersdorffer und stellt fest, dass sich bei den Jugendlichen im Durchschnitt „mittlere Kenntnisse“ im Umweltwissen nachweisen lassen. Wie kommt es dazu? Bei Jugendlichen können als Informationsquellen für Umweltwissen in erster Linie Medien und Schule genannt werden. Während im Schulunterricht –je nach Lehrplan, Alterstufe und Ermessen der Lehrer– unterschiedliche Thematiken im Bereich Umwelt- und Naturschutz bearbeitet und auch diskutiert werden, erfolgt die Wissensvermittlung bspw. mittels TV-Beiträgen eher passiv. Jugendliche nehmen dort zwar Informationen auf, reflektieren diese aber selten in kritischen Diskussionen, so dass meist keine konkreten Handlungsoptionen erkannt werden können. Folge davon ist, dass Umweltwissen zunächst aufgenommen, dann aber relativ schnell wieder verdrängt wird, und sich Umweltbewusstsein nur schwer eigenständig heraus bilden kann (vgl. 2.1.3). Diese sekundäre Wissensvermittlung erklärt auch die Tatsache, dass Umweltwissen meist nur auf globaler Ebene bekannt ist, während regionale oder lokale Zusammenhänge oftmals nicht gesehen werden (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 64). Dies führt dazu, dass bei Jugendlichen ein Gefühl der Machtlosigkeit entsteht, wirksamen Umweltschutz leisten zu können - sie sehen oftmals keinen erkennbaren Erfolg. Eigenständige Naturerfahrungen, durch die Jugendliche aktiv Zusammenhänge in der Umwelt erlernen 7

Jugend und Umwelt- und Naturschutz

theoretisch sowie gedanklich wenig durchdrungen“ ist. Dass die Ergebnisse dieser bereits Anfang der

und begreifen bzw. bereits erworbenes Wissen anwenden können, finden nur noch selten statt. So hat Brämer (2006: 39f) im Rahmen einer Jugendstudie mit 2200 befragten 6.- und 9.-Klässlern aufgezeigt, dass Natur heutzutage immer mehr als Kulisse für andere Aktivitäten dient (vgl. Tab. 1). Danach halten sich Jugendliche überwiegend in der Natur auf, um sich mit Freunden zu treffen und/oder zu feiern. Zwar gefällt es vielen, in der Natur Sport zu treiben oder Abenteuer zu erleben, doch zeigt Tab. 1, dass auch hier Natur oft nicht um ihrer selbst willen aufgesucht wird wie dies meist beim Wandern, Spazieren gehen oder auch Kanu fahren der Fall ist.

Tab. 1: Naturaktivitäten im Vergleich (Brämer 2006: 39); Angaben in Prozent (n= 2202)

Gefällt mir in der Natur gut Klasse 6 Mit Freunden unterwegs sein Feiern Sport treiben Abenteuer erleben Durch die Gegend streifen Wildnis Gewitter, Sturm Allein sein 88 76 72 66 48 41 28 18 Klasse 9 82 70 65 56 k.A. 36 k.A. 23

Gefällt mir in der Natur nicht gut Klasse 6 2 6 6 9 11 19 40 43 Klasse 9 2 7 10 16 k.A. 26 k.A. 33

mache ich in der Natur gern Klasse 6 Radeln / Mountainbiken Klettern/Bergsteigen Kanu fahren Reiten Hütten bauen Auf Bäume klettern Bach stauen Spazieren gehen Wandern 52 32 32 20 29 28 15 17 11 Klasse 9 46 23 27 k.A. 12 13 7 k.A. 8

mache ich in der Natur ungern Klasse 6 14 34 39 65 46 43 61 33 54 Klasse 9 21 41 43 k.A. 64 63 76 k.A. 60

8

2.1.3	 Umweltbewusstsein Die Mehrzahl der empirischen Untersuchungen, die sich mit dem Umweltbewusstsein von Jugendlichen beschäftigt haben, liegt bereits eine relativ lange Zeit zurück (vgl. Gille 1992; Szagun et al. 1994; HoffmannLange 1995; Institut für empirische Psychologie 1995; de Haan & Kuckartz 1996). Die dort gewonnenen Erkenntnisse können für eine aktuelle Bestandsaufnahme der heutigen Jugendgeneration daher nur eingeschränkt herangezogen werden, so dass hier lediglich ein zusammenfassender Überblick gegeben wird. Auch im Hinblick auf Entwicklungstendenzen muss kritisch angemerkt werden, dass - je nach Definition von Umweltbewusstsein und Messmethode – ein Vergleich unterschiedlicher Untersuchungsergebnisse nur bedingt aussagekräftig sein kann. Eine Übersicht zum Thema Umweltbewusstsein geben de Haan & Kuckartz (1996), die mittels umfangreicher Sekundäranalysen auch Aussagen über Umwelteinstellungen Jugendlicher getroffen haben. Sie schreiben der Jugend eine hohe Sensibilität für Umweltprobleme zu, betonen aber auch, dass nationale oder globale Umweltprobleme stärker wahrgenommen werden als lokale (vgl. hier auch Gebauer 1994). Zudem ist Umweltschutz stärker ein Thema für das weibliche Geschlecht sowie stark abhängig vom Bildungsgrad. Gymnasiasten sind deutlich umweltbewusster, während Hauptschüler für solche Themen kaum Interesse entwickeln (Gille 1992; De Haan & Kuckartz 1996). Szagun et al. (1994), die bei 12-, 15- und 18-jährigen Jugendlichen verschiedener Schulformen emotionale Einstellungen zur Umweltzerstörung untersucht haben, stellen zudem Abhängigkeiten zwischen Alter und Umweltbewusstsein fest. So sind bei jüngeren Jugendlichen sowohl umweltbezogene Emotionalität als auch Handlungsbereitschaft (affektive und konative Komponente) stärker ausgeprägt, während mit zunehmendem Alter das inhaltliche Interesse an Umweltfragen und die konkrete Problemwahrnehmung (kognitive Komponente) in den Vordergrund rückt (Szagun et al. 1994: 58). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Umwelt- und Naturschutz bei der Jugend der 1990er Jahre zu den wichtigsten Handlungsfeldern und Umweltverschmutzung zu den am Hier stellt sich nun die Frage, ob den Jugendlichen von heute ein ähnlich hohes Umweltbewusstein attestiert werden kann oder ob mit dem Wechsel ins neue Jahrtausend andere Prioritäten zu beobachten sind. Die aktuelle Shell–Jugendstudie (Shell Deutschland 2006) enthält eine Reihe von Fragen mit direktem oder indirektem Umweltbezug, deren Antworten erste Erkenntnisse über den gegenwärtigen Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz bei Jugendlichen liefern. Umweltverschmutzung wird auch heutzutage von den 12 – 25jährigen Befragten durchaus als Problem wahrgenommen, das sie mit persönlichen Ängsten verbinden. So halten 61  % der Jugendlichen Umweltverschmutzung für eine Bedrohung, die ihnen Angst macht3 (Shell Deutschland 2006: 171). Nur die schlechte Wirtschaftslage (72 %), Arbeitsplatz– bzw. Ausbildungsmangel (69 %) und Terroranschläge (67 %) bereiten der Jugend derzeit größere Ängste. Auf der Ebene der persönlichen Betroffenheit ist somit eine Sensibilisierung für das Thema Umwelt- und Naturschutz bei der Mehrheit der Jugendlichen vorhanden. Welchen Stellenwert Umweltbewusstsein in Rahmen der persönlichen Lebensgestaltung Jugendlicher einnimmt, zeigt Tab. 2 auf der folgenden Seite (Shell Deutschland 2006: 176). Auf einer Skala von 1 (unwichtig) bis 7 (außerordentlich wichtig) konnten die Befragten angeben, wie wichtig ihnen welche Werte sind. Das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Wertorientierung Umweltbewusstsein muss jedoch kritisch hinterfragt werden, wenn man berücksichtigt, mit welcher Antwortvorgabe dies operationalisiert wurde: „sich unter allen Umständen umweltbewusst zu verhalten“ stellt einen Absolutheitsanspruch dar, den wohl nur wenige Personen – vor allem Jugendliche - erfüllen wollen bzw.
3 Fragestellung: „Verschiedene Dinge betrachten manche als großes Problem, andere hingegen als Nebensächlichkeit. Machen Ihnen persönlich die folgenden Dinge Angst oder keine Angst?“

Jugend und Umwelt- und Naturschutz
9

stärksten empfundenen Bedrohungen gehörte (Fischer 2001: 47f).

können (vgl. dazu 2.1.1). Dennoch lässt sich zumindest eine negative Entwicklung feststellen, da in der vergleichbaren Studie von 1987/88 Umweltbewusstsein mit einem Durchschnittswert von 5,6 für sehr viel wichtiger gehalten wurde als heute (Shell Deutschland 2002: 153). Auch die Frage nach zukünftig wichtigen Handlungsfeldern liefert eher ernüchternde Ergebnisse für den Umweltschutz. Zwar berichtet Schuster (2005: 509), der in seiner Untersuchung 429 Schüler zwischen 13 - 18 Jahren zum Thema Naturschutz befragt hat, dass über 80 % der Befragten Naturschutz als „eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“ ansehen. Diese Ergebnisse werden jedoch relativiert, wenn man den Handlungsbedarf im Umwelt- und Naturschutz im Vergleich zu anderen

Tab. 2: Wertorientierung - Wichtigkeit für die Lebensgestaltung (Shell Deutschland 2006: 177)
Wertorientierung 1. 2. 3. … 16. … 21. 22. 23. Politikengagement Althergebrachtes Konformität 3,2 3,2 2,8 Umweltbewusstsein 4,8 Freundschaft Partnerschaft Familienleben

ø
6,6 6,4 6,0

Handlungsfeldern ermittelt, wie dies die Shell Studie getan hat. Bei der Frage, in welchen Bereichen „wir als Gesellschaft besonders aktiv werden“ müssen, nannten lediglich 14 % der Jugendlichen Umweltund Naturschutz (Shell Deutschland 2006: 120). Damit hat dieser Bereich im Vergleich zu 2002 um 7 % abgenommen und liegt an vorletzter Stelle des Rankings. Vor allem die Tatsache, dass aus insgesamt nur neun vorgegeben Bereichen bis zu drei gewählt werden durften, lässt das Ergebnis recht bescheiden aussehen. Es zeigt sich deutlich, dass es eine Vielzahl anderer Handlungsfelder gibt wie Arbeitsmarkt (78 %), Kinder und Familie (58 %), Bildung (42 %) oder sogar Altersversorgung (40 %), die bei Jugendlichen im Vergleich zu Umwelt- und Naturschutz deutlich höhere Priorität haben. Weitere Hinweise für eine Abnahme des Umweltbewusstseins bei der jungen Generation geben Kuckartz & Rheingans-Heintze (2006), indem sie die Ergebnisse der alle zwei Jahre durchgeführten repräsentativen „Bevölkerungsumfrage zum Umweltbewusstsein in Deutschland“ analysiert und dokumentiert haben. Sie kommen zu dem Schluss, dass es heutzutage eher die mittleren Generationen (25-60 Jahre) sind, welche die stärkste Betroffenheit in Sachen Umwelt zeigen (ebd.: 48). So unterscheiden sich die Jugendlichen (hier Altersgruppe 18-24 Jahre) vom Rest der Bevölkerung in negativer Hinsicht signifikant, wenn es um die Bewertung der Wichtigkeit des Umweltschutzes, die Umwelteinstellungen und die Bereitschaft, sich umweltbewusst zu verhalten, geht (ebd.: 63). Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass bei Jugendlichen heutzutage Umwelt- und Naturschutz nicht als prioritäres Handlungsfeld angesehen wird, obwohl Umweltprobleme wahrgenommen und als Bedrohung eingestuft werden.

2.1.4	 Umweltverhalten Einige Hinweise zum Umweltverhalten Jugendlicher liefert eine empirische Studie von Guse (2005), die das Umwelthandeln von deutschen Schülern in den USA und Deutschland verglichen hat. Für die hier vorliegende Arbeit werden lediglich die nicht repräsentativen Ergebnisse der in Deutschland befragten Jugendlichen berücksichtigt (n= 96; 15-19 Jahre, Gymnasium). So zeigt Tab. 3 die Antworthäufigkeiten auf die Frage nach umweltbezogenen Aktivitäten der Schüler (Guse 2005: 195). Die vorgegeben Antworten betreffen dabei eher den Low-cost Bereich, da die Durchführung der Handlungen nur mit geringem persönlichem Aufwand verbunden ist.

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Tab. 3: Umwelthandeln bei Jugendlichen (n= 96) (nach Guse 2005: 197); Antworthäufigkeiten auf die Frage: „Es gibt viele Dinge, die Jugendliche für die Umwelt tun können - auch außerhalb der Schule. Kreuze bitte an, was Du tust oder tun könntest“. Angaben in Prozent; je geringer der Mittelwert, desto höher die Zustimmung.
n= 96 Nein, kann mir aber gut vorstellen Nein, würde aber bei guten Bedingungen tun Nein, damit lassen sich keine Probleme lösen

Ja, mache bereits

Keine Angabe

ø
1,43 1,71 1,94 2,08 2,13 2,26 2,41 2,43 3,24

Einen Leinenbeutel mit zum Einkaufen nehmen Getränke nur in Flaschen statt in Dosen kaufen Dinge reparieren lassen anstatt sie wegzuschmeißen Stand-by - Modus nicht unnötig laufen lassen Hefte aus Recyclingpapier benutzen Produkte aus ökologischem Anbau kaufen Produkte ablehnen, die unnötig verpackt sind Vor dem Produktkauf auf die Inhaltsstoffe achten Bei Kleidern auf Ökolabel achten

64,6 53,1 45,8 41,7 34,4 29,2 20,8 26 4,2

19,8 21,9 19,8 21,9 32,3 28,1 26 22,9 10,4

6,3 8,3 20,8 10,4 15,6 21,9 32,3 16,7 26

6,3 13,5 11,5 22,9 14,6 18,8 17,7 30,2 55,2

3,1 3,1 2,1 3,1 3,1 2,1 3,1 4,2 4,2

Ein besonderes Augenmerk soll auf die Häufigkeiten der beiden absoluten Antwortkategorien („ja, mache ich
bereits“ & „nein, damit lassen sich keine Probleme lösen“)

gerichtet werden. Denn insbesondere die Formulierung

„Nein, würde ich aber bei guten Bedingungen tun“ lässt viel Interpretationsspielraum (Was sind gute Bedingungen?)

der Verzicht auf Getränkedosen sowie die Bevorzugung der Reparatur von Dingen kennzeichnen die Bereiche, in denen Jugendliche vorrangig umweltbewusst handeln. Auch die Vermeidung des Stand-by Betriebs wird von 40  % der Jugendlichen bereits praktiziert – ein Viertel der Befragten sieht jedoch darin überhaupt keine Notwendigkeit. Ebenso überraschend ist die Tatsache, dass fast jeder dritte Jugendliche angibt, Produkte aus ökologischem Anbau zu kaufen. Da keine weitere Aufschlüsselung hinsichtlich Intensität des Umwelthandelns (z.B. immer, häufig, manchmal) vorgenommen wurde, kann hier nur vermutet werden, dass sich unter den umweltbewusst Handelnden auch einige finden lassen, die lediglich „manchmal“ oder „irgendwann einmal“ im jeweiligen Bereich aktiv waren. Auf die mit Abstand größte Ablehnung stößt die Forderung, bei Kleidung auf eine ökologische Zertifizierung zu achten. Über die Hälfte der befragten Jugendlichen ist der Meinung, dass sich Umweltprobleme damit nicht lösen lassen. Hier stellt sich die Frage, ob die Jugendlichen wirklich keinen Zusammenhang sehen, oder ob hier das Umweltbewusstsein der Konsumhaltung nicht einfach untergeordnet ist. Schließlich wird in vielen Studien belegt, welch große Rolle der Konsum vor allem in der Lebensphase Jugend spielt (vgl. Fauth 1999; Ebermann 2005; Zubke 2006). Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass selbst bei Handlungsfeldern, die wie die hier aufgeführten nur sehr eingeschränkt persönliches Engagement erfordern, eine relativ große Gruppe die Notwendigkeit der Beteiligung nicht erkennt – es sei denn, die Bedingungen stimmen. Die Frage, unter welchen konkreten Bedingungen die Jugendlichen zu umweltbewussten Handeln bereit sind, bleibt hier jedoch unbeantwortet.

Jugend und Umwelt- und Naturschutz
11

und wird daher nur als eingeschränkt aussagekräftig angesehen. Die Mitnahme von Einkaufstaschen,

Des Weiteren interessiert, ob sich die in 2.1.1 beschriebene Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln auch auf Jugendliche übertragen lässt und welche Abhängigkeiten genau festzustellen sind. Kuckartz & Rheingans-Heintze (2006: 47) haben in ihrer Studie vier verschiedene Umweltgruppen definiert: Die Umweltignoranten sind Personen, die sich nur wenig umweltgerecht verhalten und unterdurchschnittliche Pro-Umwelteinstellungen aufweisen. Umweltrhetoriker zeichnen sich durch mittlere bis hohe Werte beim Umweltbewusstsein und klar unterdurchschnittliche Werte auf der Verhaltensebene aus. Einstellungsungebundene Umweltschützer weisen überdurchschnittliche Werte beim Umweltverhalten auf, d.h. sie verhalten sich umweltgerecht, besitzen aber nicht das dazu passende Bewusstsein. Konsequente Umweltschützer weisen sowohl hinsichtlich ihrer Einstellungen als auch ihrer Verhaltensweisen Spitzenwerte auf. Abb. 2 zeigt, dass unter den jüngsten Befragten (18-24 J.) überdurchschnittlich viele Umweltignoranten, mehr Umweltrhetoriker und deutlich weniger konsequente Umweltschützer sind. Allerdings sollte man von diesem Ergebnis nicht auf die Jugend in ihrer Gesamtheit schließen, da die unter 18jährigen Jugendlichen hinsichtlich der Wahrnehmung der Wichtigkeit von Umweltschutz tendenziell optimistischere Werte liefern, finden in dieser Untersuchung aber keine Berücksichtigung (vgl. Shell Deutschland 2002). Trotzdem bleibt festzuhalten, dass sich wie beim Umweltbewusstsein auch umweltgerechtes Verhalten eher bei der mittleren als bei der jungen Generation beobachten lässt (vgl. 2.1.3).
Abb. 2: Verteilung der Umwelttypen auf die 18- bis 24-Jährigen und ab einem Alter von 25 Jahren (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 63)
Umweltignoranten 42% 29% 26% 20% 14% 18% 18% 33% 18-24 Jahre ab 25 Jahre

Umweltrhetoriker Einstellungsungebundene Umweltschützer Konsequente Umweltschützer

Lude (2001) beschäftigte sich in einer empirischen Untersuchung mit potentiellen Zusammenhängen zwischen Naturerfahrungen Jugendlicher und den Auswirkungen auf umweltbewusstes Verhalten. Er bestätigt darin die These von Diekmann & Preisendörfer, dass sich positivere Umwelteinstellungen insbesondere in den Bereichen mit niedrigen Verhaltenskosten (low-cost) auswirken (Lude 2001: 189ff). Schüler mit positiven Umwelteinstellungen und umfangreichem Umweltwissen, die in den high-cost Bereichen nicht handeln, zeigen zudem zumindest eine hohe Akzeptanz von Naturschutzhandlungen (vgl. Diekmann & Preisendörfer 1992: 249). Während De Haan & Kuckartz (1996: 166) der Meinung sind, dass schulische Umwelterziehung sich nur positiv auf das Umweltwissen der Schüler auswirkt, aber auf Einstellungen und Verhalten so gut wie keinen Einfluss besitzt, sieht Lude (2001) in der Einrichtung Schule großes Potential, Kinder und Jugendliche auch zu umweltgerechtem Handeln zu animieren. Er fordert für eine erfolgreiche Einflussnahme auf die Werthaltungen der Schüler eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Organisationen. Eine „verstärkte Einbettung der Lernprozesse in die Lebenswelt der Schüler birgt gute Chancen, die Wissensvermittlung mit persönlichen Erfahrungsund Handlungsfeldern zu verknüpfen und so den Brückenschlag zum Handeln zu erreichen“ (Lude 2001: 213).

12

2.2	

Jugend und freiwilliges Engagement

Nicht zuletzt mit dem Beschluss der UN-Vollversammlung, das Jahr 2001 zum „Internationalen Jahr der Freiwilligen“ (IJF) zu erklären, sind in den letzten Jahren Studien und Diskussionen zum Themenfeld „freiwilliges Engagement“ sowohl in Deutschland als auch im Ausland „aus dem Boden geschossen“ (vgl. Gaskin et al. 1996; Rosenbladt 2001; Heinze & Olk 2001; Deutscher Bundestag 2003). Dies hat vor allem im deutschsprachigen Raum dazu geführt, dass sich für gleiche oder zumindest ähnliche Begriffsverständnisse unterschiedliche Schlagwörter herausgebildet haben. Während auf internationaler Ebene für freiwilliges Engagement der Begriff „Volunteering“ geläufig ist, fallen in der nationalen wissenschaftlichen oder politischen Diskussion unterschiedliche Synonyme wie beispielsweise „Ehrenamt“ (Beher et al. 1998; Mitlacher & Schulte 2005), „Freiwilligenarbeit“ (Bremer et al. 2006) oder auch „bürgerschaftliches Engagement“ (Deutscher Bundestag 2003). Diese Begriffsvielfalt macht es notwendig, detaillierter aufzuzeigen, was genau im Rahmen dieser Untersuchung unter dem Begriff „freiwilliges Engagement“ verstanden wird (vgl. 2.2.1). Die darauffolgenden Unterkapitel beschäftigen sich gezielter mit dem Themenkomplex „Jugend und freiwilliges Engagement“, um einen Überblick zu erhalten, in welchen Bereichen Jugendliche heutzutage engagiert sind und welchen Stellenwert der Umwelt- und Naturschutz dabei hat. Auf Grundlage sowohl quantitativer als auch qualitativer Untersuchungen wird auf das Engagementpotenzial sowie auf Zugangswege und Motive der derzeit engagierten Jugendlichen eingegangen (2.2.2 - 2.2.5).

2.2.1	 Begriffsbestimmung „Freiwilliges Engagement“ dient im Rahmen dieser Untersuchung als Sammelbegriff für das breite Spektrum an unbezahlten, freiwilligen und gemeinwohlorientierten Aktivitäten (vgl. Heinze & Olk „Freiwilligensurvey“ die quantitativ umfassendsten Untersuchungen der letzten Jahre in diesem Themenfeld durchgeführt hat4. Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung wurden hier 1999 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) jeweils knapp 15.000 Männer und Frauen ab 14 Jahren in Deutschland telefonisch zu ihrem Freiwilligenengagement befragt. Bei der Frage, welche Bezeichnung ihr Engagement am zutreffendsten beschreibe, nannte vor allem die junge Generation, also die Zielgruppe der vorliegenden Studie, am häufigsten den Begriff „freiwilliges Engagement“ (Rosenbladt 2001: 50). Einen Überblick über die im Rahmen dieser Untersuchung berücksichtigten Formen von Engagement zeigt Abb. 3 auf der folgenden Seite. Obwohl es im Einzelfall Überschneidungen zwischen unentgeltlichen und beruflichen Aktivitäten geben kann, werden hier lediglich nicht erwerbstätige Tätigkeiten als freiwilliges Engagement angesehen (vgl. Beher et al. 1998: 118). Da Umwelt- und Naturschutzverbände sich für den Schutz frei zugänglicher Güter wie Wasser, Luft, Klima oder öffentliches Grün einsetzen (außerhalb des sozialen Nahraumes) und somit als Organisation (als Gruppenmitglieder) für die Allgemeinheit (Fremdhilfe) tätig sind, erfolgt hier eine weitere Eingrenzung bezüglich der Engagementform. Im Freiwilligensurvey wird zudem zwischen sogenannten „Aktiven“, also Menschen, die in einem bestimmten Bereich aktiv sind, und „freiwillig Engagierten“ unterschieden, die zusätzlich zu ihrer Aktivität
4 Zum Verständnis: 1999 wurde das 1. Freiwilligensurvey durchgeführt. Es gliedert sich in 3 Bände. Band 1: Gesamtbericht (Rosenbladt (Hrsg.)), Band 2: Zugangswege zum freiwilligen Engagement und Engagementpotential (Braun & Klages (Hrsg.)), Band 3: Frauen und Männer, Jugend, Senioren und Sport (Picot (Hrsg.)). Im Jahr 2004 erfolgte eine Wiederholung der Befragung. Die Ergebnisse diese 2. Freiwilligensurvey sind in einer Veröffentlichung mit unterschiedlichen Aufsätzen zusammengefasst, darunter auch Picot 2005: Freiwilliges Engagement Jugendlicher im Zeitvergleich. Für detaillierte Angaben siehe Literaturverzeichnis.

Jugend und freiwilliges Engagement
13

2001: 15). Diese Begriffswahl erfolgt in Anlehnung an Rosenbladt (2001), der mit dem sogenannten

auch Aufgaben oder Arbeiten in einer Organisation übernehmen, die man freiwillig und ohne Bezahlung ausübt (Rosenbladt 2001: 21). Bezogen auf den Umweltschutzbereich könnte man also einen aktiven Jugendlichen als jemanden bezeichnen, der an einer Demonstration gegen ein akutes Umweltproblem teilnimmt, während ein freiwillig Engagierter neben der Teilnahme auch für die Organisation einer solchen Veranstaltung zuständig wäre. Anders als beispielsweise im sportlichen Bereich, wo eine klare Trennung zwischen den beiden beschriebenen Formen möglich ist, lässt sich im Umweltschutzbereich eine gewisse Unschärfe in der Verwendung nicht vermeiden. Keine Berücksichtigung findet Engagement in Form von finanziellen Zuwendungen durch Mitgliedsbeiträge oder spezielle Projektförderungen an die Umweltverbände, da es laut Zielsetzung der Untersuchung nicht um eine Steigerung der Mitgliedszahlen geht, sondern darum, eine größere Anzahl an Jugendlichen zu mehr zeitlichem Engagement im Umwelt- und Naturschutz zu bewegen.
Formen freiwilligen Engagements

nicht erwerbstätig ausgeübte Tätigkeiten

erwerbstätig ausgeübte Tätigkeiten

in der Familie

im sozialen Nahraum

außerhalb des sozialen Nahraums

Engagement für sich (Selbshilfe)

Engagement für andere (Fremdhilfe)

ohne organisatorische Anbindung (als Einzelperson)

mit organisatorischer Anbindung (als Gruppenmitglied)

mit geringem zeitlichen Engagement (evtl. einmalig)

mit erheblichem zeitlichen Engagement (regelmäßig)

in formal legitimierten Funktionen

in nicht formal legitimierten Gruppen

Abb. 3: Abgrenzung des Begriffs „freiwilliges Engagement“ (eigene Darstellung und Markierung; nach Beher et al. 1998: 146)

14

2.2.2	 Aktivität und Engagement Jugendlicher im Vergleich Picot (2001) beschäftigte sich im Rahmen einer Teilstudie des Freiwilligensurveys im Speziellen mit dem freiwilligen Engagement Jugendlicher zwischen 14 und 24 Jahren, so dass bezüglich Form und Intensität der vorhandenen freiwilligen Tätigkeit Jugendlicher umfangreiches Datenmaterial vorliegt. Da im Jahr 2004 auf Basis des 1999 entwickelten Erhebungskonzepts eine erneute repräsentative Untersuchung durchgeführt wurde, können zudem zuverlässige Aussagen über die Entwicklung des Engagements gemacht werden (Picot 2005). Abb. 4 zeigt, dass Jugendliche in erheblichem Umfang ihren Beitrag in der Gesellschaft leisten und auch gemeinnützige Arbeiten übernehmen. So waren im Jahr 2004 nach den Ergebnissen der Befragung 36  % der Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren freiwillig engagiert. Dies sind zwar 1  % weniger als bei der Erhebung 1999, doch dafür ist die Anzahl derer gestiegen, die aktiv sind, also in in verschiedenen Vereinen Organisationen, oder Projekten Gruppen,
100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 14-24 Jahre 25-59 Jahre 60+ Jahre 36 39 30 freiwillig engagiert 40 33 33 aktiv (ohne freiw. Engagement) 24 28 37 nicht aktiv

mitmachen, ohne dort bestimmte Aufgaben zu übernehmen (40  %). Insgesamt gesehen ist der Anteil derer gesunken, die weder aktiv sind noch sich freiwillig engagieren, so dass die Jugendlichen den aktivsten Teil der Bevölkerung darstellen (Picot 2005: 209).

Abb. 4: Aktivität und Engagement Jugendlicher im Vergleich (Picot 2005: 209)

Hierbei muss jedoch berücksichtigt werden, dass unter Aktivität z.B. auch das bloße Mitmachen in einem Sportverein gezählt wird – vor allem bei Jugendlichen die am häufigsten ausgeübte Aktivität (ebd.: 217). Bezüglich des Umfangs von freiwilligem Engagement stimmen die Zahlen mit den Ergebnissen aus der aktuellen Shell-Studie fast überein. Demnach sind von den 12-25 jährigen Befragten 33  % oft, 42  % gelegentlich und 25  % nie „für soziale oder gesellschaftliche Zwecke oder ganz einfach für andere Menschen aktiv“ (Shell Deutschland 2006: 122). Differenziert man die im Freiwilligensurvey erzielten Ergebnisse der Jugendlichen nach Altersklassen (unter 20-Jährige und 20- bis 24-Jährige), erkennt man, dass die Anzahl der Nichtaktiven bei den Jüngeren geringer ist (vgl. Abb. 5). Für Jugendliche zeigt die Untersuchung somit: Je jünger, desto aktiver und engagierter (Picot 2005: 230f). Dies hängt sicherlich mit der Tatsache zusammen,
nicht aktiv 21% freiwillig engagiert 37%

dass Jugendliche während ihrer Schulzeit eher Zeit für Aktivität und freiwilliges Engagement finden als in der späteren Phase von Ausbildung und erster Berufstätigkeit (ebd.: 209). Bei Schülern findet freiwilliges Engagement daher auch

aktiv 42%

sehr häufig werktags nachmittags statt (47 %). Wie sich die größere Verbreitung von Ganztagsschulen auf das Engagement der Schüler auswirkt, konnte aufgrund der zu geringen Zahl von Schülern in diesem Schultyp

Abb. 5: Aktivität und Engagement Jugendlicher zwischen 14 und 19 Jahren (Picot 2005: 209)

Jugend und freiwilliges Engagement
15

noch nicht festgestellt werden (ebd.: 226f). Für die zukünftige Mobilisierung Jugendlicher für eine freiwillige Tätigkeit sollte dieser Aspekt bzw. die weitere Entwicklung auf jeden Fall berücksichtigt werden. Als prägnantestes Differenzierungsmerkmal zwischen Engagierten und Nichtengagierten gilt der jeweilige Bildungsstatus. Wer einen niedrigen Bildungsstatus hat, ist häufiger nicht aktiv und wenn aktiv, dann ohne Übernahme einer freiwilligen Tätigkeit. In Bezug auf Intensität bzw. Häufigkeit des Engagements verhält es sich ähnlich. Mehr Jugendliche mit hohem Bildungsstatus üben mehr als eine Tätigkeit aus und ihr Engagement ist häufiger mit festen Zeiträumen verbunden und/oder findet mehrmals pro Woche statt (Picot 2005: 225; Shell Deutschland 2006: 123). In welchen Bereichen findet nun Aktivität oder freiwilliges Engagement Jugendlicher statt? Ein Blick auf Tab. 4 zeigt, dass die Aktivität Jugendlicher vorrangig in die Interessenbereiche Sport, Kultur und Musik, Freizeit und Geselligkeit sowie Kirche fällt. Umweltschutz, der im Rahmen des Surveys mit dem Tierschutz einen Bereich bildet, hat mit 7 % bei den 14-19-Jährigen eher geringe Relevanz. Im Vergleich zu den übrigen Befragten sind Jugendliche hier sogar unterrepräsentiert (Picot 2005: 217). Ebenso verhält es sich beim Anteil derer, die konkrete Pflichten und Aufgaben in einem Bereich übernommen haben. Lediglich 2 % der Jugendlichen sind im Umwelt- und Tierschutz freiwillig engagiert. Im Vergleich zu 1999 sind hier keine Veränderungen festzustellen.
Tab. 4: Aktivität und Engagement von Jugendlichen nach Tätigkeitsbereichen (Picot 2005: 217); Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich

Aktivität 14-24 Jahre Sport und Bewegung Kultur und Musik Freizeit und Geselligkeit Sozialer Bereich Gesundheit Schule und Kindergarten Jugend- und Bildungsarbeit Umwelt- und Tierschutz Politik und Interessenvertretung Berufl. Interessenvertretung Kirche und Religion FFW und Rettungsdienste Lokales Bürgerengagement 54 22 30 8 3 15 9 8 5 4 14 8 3 25+ Jahre 37 17 25 14 5 12 7 10 7 10 11 5 7 14-19 Jahre 59 27 32 8 3 22 8 7 4 2 17 10 3 20-24 Jahre 49 17 27 9 4 8 11 8 6 6 10 7 4

Engagement 14-24 Jahre 14 5 4 3 0 7 4 2 2 1 6 4 3 25+ Jahre 12 6 5 6 1 7 2 3 3 2 6 3 3

Insgesamt zeigen die Ergebnisse auch, dass Bereiche, die im engeren oder weiteren Sinn dem sozialen oder politischen Feld zuzurechnen sind – hierzu kann auch der Umweltschutz gezählt werden - für Jugendliche eher geringe Attraktivität zu haben scheinen. Auf den ersten Blick deckt sich diese Einschätzung mit den Ergebnissen der Shell-Studie, die „eine wachsende Distanz von Jugendlichen zum politischen Geschehen und zu den dort handelnden Personen“ beobachtet hat (Shell Deutschland 2006: 104). Doch obwohl die zu den „Neuen Sozialen Bewegungen“ (Brand 1985; Rucht 1987) zählenden Umwelt- und Naturschutzverbände hinsichtlich ihrer Beteiligungsform und inhaltlichen Ausrichtung 16

Ähnlichkeiten zu politischen Institutionen aufweisen, machen Jugendliche große Unterschiede, wenn es um das Vertrauen in solche Gruppierungen und Institutionen geht. Auf einer Skala von 1 bis 5 (1= sehr wenig Vertrauen, 5= sehr viel Vertrauen) erreichten Umwelt- und Menschenrechtsgruppen mit einem durchschnittlichen Wert von 3,4 einen Spitzenplatz, während Bürgerinitiativen (3,0), Bundesregierung (2,8) und Parteien (2,6) auf den hinteren Plätzen zu finden sind (ebd.: 114). Laut Gille et al. (2006: 234) wird informellen Gruppierungen - zu denen Umwelt- und Naturschutzorganisationen im Rahmen ihrer Untersuchung gezählt werden - aufgrund „ihrer Inhalte, Ziele, Aktionsorientierung und flexiblen Beteiligungsmöglichkeiten gerade bei jungen Leuten eine hohe Anziehungskraft“ zugeschrieben. Bei genauerer Prüfung wird auch hier deutlich, dass die Sympathie gegenüber solchen Gruppierungen zwar relativ hoch zu sein scheint, die Aktivität oder gar das freiwillige Engagement hingegen eher gering ausgeprägt ist (vgl. hierzu auch Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 146). Ein Beispiel hierfür ist Greenpeace, das es durch seine spektakulären Aktionen geschafft hat, in das Bewusstsein der meisten Jugendlichen einzudringen und von vielen sogar bewundert zu werden (Lappe et al. 2000: 146; Szagun et al. 1994: 92). Eine Eigeninitiative bei Greenpeace wird von denselben Jugendlichen dann jedoch meist abgelehnt. Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass eine deutliche Diskrepanz zwischen Sympathie gegenüber dem Wirken der Umweltverbände und der Identifikation mit diesen vorhanden ist (Fischer 2001: 47) (vgl. dazu 2.1.4).

2.2.3	 Engagementpotential Wie steht es nun um die Jugendlichen, die sich derzeit nicht in irgendeiner Form freiwillig engagieren? Gehören sie alle zu einer „Null Bock“ - Generation, die jegliches Interesse verloren hat, in der Gesellschaft etwas für das Gemeinwohl zu tun? Wäre dies der Fall, bedeutete dies einen nur schwer zu leistenden Kraftakt für die Nachwuchsförderung der Umwelt- und Naturschutzverbände, was einer

Die Ergebnisse des 2. Freiwilligensurveys zeigen, dass die Befürchtungen in dieser Hinsicht unbegründet sind (Picot 2005: 213ff). Abb. 6 stellt die Bereitschaft zum Engagement nach Alter dar, ohne zunächst die einzelnen Interessenbereiche zu
100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% 14-24 Jahre 25-59 Jahre 60+ Jahre 36 39 30 19 43 36 weder noch engagementbereit freiwillig engagiert 21 25 51

berücksichtigen. Hier fällt vor allem der im Vergleich zu den anderen Altergruppen sehr hohe Anteil der zum Engagement Bereiten auf (43 %). Von den insgesamt 64 % der derzeit nicht engagierten Jugendlichen gaben 31  % an, sie seien „sicher interessiert“ und 42 %, sie seien „vielleicht interessiert“ sich zu engagieren (Picot 2005: 214). Die Antwort „vielleicht interessiert“ ist möglicherweise eher als eine Erklärung guten Willens zu deuten, bei der unklar ist, ob Taten folgen. „Sicher interessiert“ beschreibt eine ganz andere Verbindlichkeit - obgleich auch nur auf dem Papier.

Abb. 6: Bereitschaft zum Engagement nach Alter (Picot 2005: 213)

Jugend und freiwilliges Engagement
17

positiven zukünftigen Entwicklung der Umweltbewegung entgegenstehen würde.

Wirft man nun einen Blick auf das interne Engagementpotential, also die Bereitschaft der bereits engagierten Jugendlichen, ihr Engagement auszuweiten, überrascht der ebenfalls hohe Wert. So halten 67  % eine Ausweitung des derzeitigen Engagements für möglich und nur 28  % für nicht möglich; 5  % können es nicht sagen (ebd.: 215). Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass ein sehr hoher Anteil5 an Jugendlichen die Bereitschaft signalisiert, sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einzusetzen. Zum anderen bedeutet dies aber auch, dass vor allem bei Jugendlichen derzeit viel Engagementpotential nicht genutzt bzw. abgerufen wird (vgl. dazu auch Klages 1998a: 12). Gensicke (2005: 37f) spricht hier von dem Phänomen eines „Engagement-Staus“: Viele gute Absichten der jungen Menschen gelangen nicht zu Ausführung. Für den Bereich des Umwelt- und Tiersschutzes stellt Klages (2001: 130) schon im 1. Freiwilligensurvey fest, dass beim Vergleich von Engagementpotential und faktischem Engagement gravierende Unterschiede auftauchen6. Somit zeigt sich eine hohe Diskrepanz zwischen verbalisiertem und tatsächlichem Verhalten. Ob dies nun eine mangelnde Zielgruppenansprache der Angebote zum freiwilligen Engagement als Ursache hat oder ein zu geringes Eingehen auf jugendliche Bedürfnisse vor Ort: Die spezifischen Gründe gilt es herauszufinden, um mittels wirkungsvoller Instrumente und Maßnahmen möglichst viele Jugendliche für den Umwelt- und Naturschutz zu begeistern und die Bereitschaft zum Mithelfen zu aktivieren.

2.2.4	 Engagementhemmnisse Wie kommt es also, dass potentiell engagierte Jugendliche von objektiv bestehenden

Handlungsmöglichkeiten, die gegebenenfalls von ihnen positiv bewertet und grundsätzlich angestrebt werden, keinen Gebrauch machen? Kuckartz & Rheingans-Heintze (2006: 289) haben in ihrer Studie zum Umweltverhalten nach Gründen gefragt, warum die zu einem Engagement im Umweltschutz bereiten Personen (aller Altersklassen) noch nicht aktiv geworden sind (Tab. 5).
Tab. 5: Gründe für derzeitiges Nichtengagement (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 289); Angaben in Prozent, Mehrfachnennungen möglich. (1= stimme ich voll zu; 4= stimme ich gar nicht zu)

1
Zu wenig Zeit Interne Strukturen in Verbänden schrecken mich ab Andere Bereiche wichtiger als Umweltbereich Angst, sich zu verpflichten, was einen letztlich überfordert Wenig Anerkennung Zu wenig Erfolgsaussichten Es ist schon viel erreicht worden, daher kein vordringliches Handlungsfeld

2 32 41 25 30 29 18 8

3 18 32 48 41 38 49 51

4 8 12 18 22 25 29 40

ø
1,93 2,42 2,75 2,78 2,79 3,02 3,29

42 15 9 7 8 4 1

5 Addiert man externes und internes Engagementpotenzial auf Basis aller Jugendlichen, so heißt das: Zusammen mit den 43 % der Jugendlichen, die als Nichtengagierte bereit wären, eine Aufgabe zu übernehmen, und den 21 % aller Jugendlichen, die derzeit engagiert sind und einer Ausweitung positiv gegenüber stehen (das sind die 67 % der engagierten Jugendlichen), ergibt sich ein maximales Gesamtpotenzial von 64 % (Picot 2006: 215) 6 Leider wurde hierbei keine Unterscheidung hinsichtlich Alterklassen vorgenommen, so dass von der Grundgesamtheit Rückschlüsse auf die Jugendlichen geschlossen werden müssen.

18

Der Hinderungsgrund „zu wenig Zeit“ ist bei den zu einem Engagement Bereiten der mit Abstand am häufigsten genannte Aspekt. Die Aussagen „interne Strukturen in Verbänden schrecken mich ab“ und „Angst, sich zu verpflichten, was einen letztlich überfordert“ zeigen die grundsätzlichen Vorbehalte, die gegen die Verbandsarbeit bestehen. Der Trend hinsichtlich der Engagementform geht heutzutage viel eher zu projektgebundenen Aktivitäten, die den Beteiligten die Möglichkeit offen lassen, sich anschließend weiter zu engagieren oder nicht (vgl. dazu 2.1.5). Inwieweit die hier angegebenen Aspekte speziell auf junge Menschen übertragbar sind, gilt es im Rahmen dieser Arbeit herauszufinden, da detaillierte Untersuchungen über nichtengagierte Jugendliche und Engagementhemmnisse fehlen. Klages (1998b: 115) identifiziert als Gründe für Nichtengagement verschiedene Faktoren, die sich speziell auf den Umweltschutzbereich übertragen lassen: 1. Negative Wahrnehmung: Zum einen herrscht durch das negative Image von Umwelt- und Naturschutzverbänden oftmals ein Anreizmangel, der sich durch Aussagen wie „ich habe keine Lust“, „ich bin nicht kompetent“, „es macht keinen Spaß“ äußert. Obwohl die Arbeit und das Wirken der Umweltverbände, wie in 2.2.2 erwähnt, vor allem von Jugendlichen für sehr wichtig gehalten werden, fehlt oftmals die Identifikation sowohl mit dem Verband als auch mit dem Naturschützer als Person. Das Image von Umweltverbänden beschreibt Grünwald (2005: 13) als kompetent – moralisch, wenig gesellig und etwas bürokratisch. Durch den empfundenen fundamentalen Anspruch der Umweltverbände fühlen sich viele überfordert (ebd.: 16). Etwas überspitzt formuliert es Schuster (2005: 510): „Wer begibt sich schon gern in eine Gruppe, die weniger tolerant, konservativer, nicht spaßorientiert und wenig humorvoll, dafür aber uneigennützig ist?“ Datengrundlage war hierbei eine nicht repräsentative Befragung von 82 jungen Erwachsenen auf den „typischen Naturschützer“ vergleichen sollten. Zum anderen spielt die vermutete Problembelastung eine große Rolle. Der Verweis auf eventuell auftretende rechtliche Schwierigkeiten oder der Hinweis, dass man als Laie sowieso nicht ernst genommen werde, kennzeichnen dieses Hemmnis (Klages 1998b: 116). 2. Kommunikationsdefizit: Oftmals herrscht bei vielen Engagementbereiten ein Informationsmangel über das genaue Tätigkeitsfeld der Verbände. Nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen fehlen Ansprechpartner, an die sie sich direkt wenden können. So stellt sich die Frage, ob vielen Jugendlichen die zahlreichen Umweltverbände, insbesondere die dazugehörigen Jugendvertretungen (z.B. BUNDjugend oder NAJU) mit ihren Aktivitäten überhaupt bekannt sind. Vor allem Jugendliche müssen in ihre Aufgaben erst hineinwachsen und sind häufig nicht in der Lage – obwohl Interesse vorhanden ist - aus eigenem Antrieb aktiv zu werden. Klages (1998b) weist darauf hin, dass Aussagen wie „ich weiß zu wenig darüber“ oder „ich kenne niemanden, an den ich mich wenden könnte“, also nicht pauschal als Ausrede oder Zeichen von Desinteresse gewertet werden dürfen. Oftmals ist es vor allem bei jungen Menschen vielmehr die mangelnde Vorstellungskraft über Inhalt und Umfang (vgl. dazu 3. Zeitmangel) der Aufgaben und/oder fehlendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, was dazu führt, dass keine Möglichkeiten gesehen werden, konstruktiv mithelfen zu können. So gilt es für eine erfolgreiche Mobilisierung herauszufinden, welche Anstöße erforderlich sind, um eventuell vorhandene Bereitschaft zum Handeln bei Jugendlichen abrufen zu können. 19

Jugend und freiwilliges Engagement

(Durchschnittsalter 23 Jahre, vorwiegend Frauen (73 %), hohe Bildung), die ihr Selbstbild mit der Sicht

3. Zeitmangel Durch konkurrierende Aktionsangebote haben immer mehr Menschen immer weniger Zeit für ein konkretes Themenfeld. Obwohl Jugendliche neben den Senioren zu einem Personenkreis gehören, der sich seine freie Zeit am ehesten einteilen kann, bremst die große Auswahl an Möglichkeiten zur Aktivität die bewusste Entscheidung für ein Themenfeld (Picot 2005). Oftmals ist dieser empfundene Zeitmangel aber auch Resultat der unter 1. und 2. genannten Hemmnisfaktoren. Einerseits ist es ein Wahrnehmungsproblem, da viele Nichtengagierte durch das Negativ-Image überschätzen, wie viel Zeit man für eine freiwillige Tätigkeit investieren muss. Andererseits ist es auch ein Kommunikationsproblem, da durch mangelnde Information keine Vorstellung davon vermittelt wird, wie häufig und wie intensiv ein Engagement gewünscht ist (Klages 1998b).

2.2.5	 Zugangswege Rosenbladt (2006: 103ff) beschreibt verschiedene Erwartungsmuster an das freiwillige Engagement. Er unterscheidet zwischen drei Verhaltensgruppen, bei denen jeweils ein Verhaltensmuster überdurchschnittlich stark gegenüber den anderen auftritt. Die Gemeinwohlorientierten handeln vor allem aus altruistischen Motiven heraus. Sie verbinden mit ihrem Engagement vor allem Aussichten, etwas für das Gemeinwohl tun zu können oder anderen Lebewesen zu helfen. Ein konkret definiertes Ziel der Handlungen ist oftmals nicht vorhanden. Bei den Geselligkeitsorientierten steht im Vordergrund, mit sympathischen Menschen zusammenzukommen und Spaß an der Tätigkeit zu haben. Als dritte Gruppe werden die Interessenorientierten beschrieben, die berechtigte eigene Interessen vertreten, Probleme selbst in die Hand nehmen möchten und vorzugsweise einen beruflichen Nutzen davontragen wollen. Abb. 7 zeigt die Erwartungstypen nach Alter aufgeschlüsselt (Picot 2005: 246). Aus dem Ergebnis lässt sich schlussfolgern, dass bei jungen Menschen in Bezug auf die Motivation zur Ausübung einer freiwilligen Tätigkeit derzeit sehr viel mehr die eigenen Interessen im Vordergrund stehen als in den anderen Altersklassen.

17

20 33 35 40 41

42

29

Gemeinwohlorientierte 34 31 36 34 Geselligkeitsorierientierte Interessenorientierte 33 34 22

51 41 25

1999

2004

1999

2004

1999

2004

14-24 Jahre

25-59 Jahre

60+ Jahre

Abb. 7: Erwartungstypen nach Alter, Angaben in Prozent (Picot 2005: 246)

20

Des Weiteren zeigt Abb. 7 einen erheblichen Unterschied hinsichtlich der Entwicklung der Erwartungstypen in den letzten fünf Jahren. Bei den Jugendlichen war 1999 noch der Typus der Geselligkeitsorientierten am stärksten vertreten, ähnlich stark waren damals die Interessenorientierten. Während die Gruppe der Gemeinwohlorientierten in den letzten Jahren etwa gleich stark geblieben ist, erfolgte der Zuwachs der Interessenorientierten ausschließlich zu Lasten der Geselligkeitsorientierten. Dies muss jedoch nicht bedeuten, dass die Jugendlichen von heute nur noch freiwillige Tätigkeiten ausüben, die ihnen persönlich nützen. Bei der Frage nach den Erwartungen an das Engagement stehen die Statements „dass die Tätigkeit Spaß macht“, „dass man mit sympathischen Menschen zusammenkommt“ und „dass man anderen Menschen helfen kann“ immer noch mit Abstand an der Spitze des Rankings, während beispielsweise die Möglichkeit, „dass die Tätigkeit auch für die beruflichen Möglichkeiten etwas nutzt“, für sehr viel weniger wichtig erachtet wird (Picot 2005: 245). Dennoch kommt Picot (ebd.) zu dem Ergebnis, dass bei den Jugendlichen eine Entwicklung eingesetzt hat hin zu mehr Ernsthaftigkeit und dem Versuch, unterschiedliche Erwartungen zu kombinieren. Auch die Shell-Studie beschreibt die heutige Jugend als Personenkreis, der ihr freiwilliges Engagement vermehrt nicht aufgrund „ideologischer Konzepte oder auch gesellschaftspolitischer Utopien“ ausübt, sondern es als „persönlich befriedigende Aktivität im eigenen Umfeld, jenseits von großen Entwürfen oder gesellschaftlichem Getöse“ ansieht (Shell-Deutschland 2006: 129f). Dabei muss es nicht zwangsläufig um Mitarbeit im Nahbereich gehen, auch globale Themen sind durchaus aktuell. Wichtig bei allem ist, dass etwas Greifbares herauskommen muss, z.B. neue Kontakte, mehr Selbstbewusstsein oder persönliche Anerkennung im Umfeld. Die Ergebnisse bestätigen die These von Klages (1998a), der in seinen Untersuchungen einen gesellschaftlichen Wertewandel beobachtet hat. Er beschreibt einen „Wandel von insgesamt abnehmenden Pflicht- und Akzeptanzwerten zu insgesamt zunehmenden Selbstentfaltungswerten“ oder übernimmt eine Aufgabe, nur weil Großeltern oder Eltern es schon so hielten (Beher et al. 2000: 13). Diese Individualisierung verbindet sich jedoch nicht mit einem Abnehmen der Bereitschaft, sich zu engagieren, im Gegenteil ist der Grad der Bereitschaft, wie oben beschrieben, im Lauf der Zeit sogar gestiegen (vgl. Picot 2005; Klages 1998a: 7; Klages 2001: 119). Um dieses Potential freizusetzen, fordert Klages (1998a: 13) eine Modernisierung der Institutionen, indem die gewandelten Wertverwirklichungs­ edürfnisse der Jugendlichen berücksichtigt werden (vgl. b hierzu auch Schmidt-Jodin & Boppel 2002). Dies beinhaltet die Vermittlung der Erfahrung, etwas Sinnvolles zu tun und eine wichtige Rolle zu spielen, dies alles aber innerhalb einer Gemeinschaft tun zu können, um gemeinsam etwas zu bewegen. Das freiwillige Mitarbeiten in einer Organisation sollte Chancen bieten, Annerkennung für geleistete Dienste zu bekommen (Mitlacher & Schulte 2005: 48). Doch nicht nur diese eher „subjektive“ Seite der freiwilligen Tätigkeit hat sich geändert, auch die Struktur der Engagements hat sich gewandelt (Beher et al. 2000). Die ehemals dauerhafte Mitarbeit wechselt zu zeitlich befristeten Projekten mit erhöhter Problemorientierung: identifizierbare Sachverhalte, überschaubare Themen und Handlungsfelder der unmittelbaren Lebensumwelt treten in den Vordergrund (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 174). Das projektbezogene Engagement bietet für den Einzelnen scheinbar eine Vielzahl an Vorteilen (Göll & Henseling 2005: 78ff). So schätzen die in dieser Form Engagierten die Möglichkeit, in unterschiedliche Themen „hineinschnuppern“ zu können, eigene Projekte zu verwirklichen und keine Verpflichtungen im Sinne einer dauerhaften Mitgliedschaft eingehen 21

Jugend und freiwilliges Engagement

(ebd.: 3). Traditionelle Bindungen lösen sich auf - man ist nicht mehr ohne weiteres irgendwo Mitglied

zu müssen. Mitlacher & Schulte (2005) fordern daher auch ein Umdenken seitens der Umweltverbände. Diese müssten „sich von der bisher verbreiteten Vorstellung lösen, dass immer neue Ehrenamtliche nachwachsen, die aufgrund ihrer Eigeninitiative und ihrer hohen ethischen Motivation von selbst in die Verbände eintreten, dort bedingungslos und bis ans Ende ihrer Tage ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen“ (ebd.: 49). Abt & Braun (2001) ermittelten im Rahmen einer weiteren Teilstudie des 1. Freiwilligensurveys die Anstöße für freiwilliges Engagement bei den bereits Engagierten (siehe Abb. 8). Dabei machen sie auch darauf aufmerksam, dass die Ergebnisse nur begrenzt für zukünftige Handlungskonzepte geeignet sind: „Die quantitative Gewichtung von Anstößen auf die Einschätzung der zukünftigen Möglichkeiten zur Förderung von freiwilligen Engagement kann noch zu keiner qualifizierten Prognose führen, sondern gibt allein den Ist-Zustand wieder“ (Abt & Braun 2001: 222). Abb. 8 zeigt die Aussagen der befragten Engagierten zwischen 14 und 24 Jahren aller Interessenbereiche. Es wird deutlich, dass der überwiegende Teil durch leitende Personen in der Organisation oder durch Freunde und Bekannte angesprochen wurden. Eigene Erlebnisse oder Familienangehörige spielen daneben auch noch eine gewisse Rolle, während die Medien sowie Informations- und Kontaktstellen nur sehr geringen Einfluss zu haben scheinen.
"Wo kam für Sie damals der Anstoß her, die Tätigkeit zu übernehmen? Welche der folgenden Punkte treffen zu?" leitende Person in Organisation Freunde, Bekannte eigene Erlebnisse Familienangehörige Medien Informations- /Kontaktstellen 3% 2% 13 % 26 % 44 % 43 %

Abb. 8:	 Anstoß zur Übernahme eines Engagements bei den 14-24 Jährigen (Abt & Braun 2001: 224); 	 	 Angaben in Prozent; Mehrfachnennungen möglich

Bezogen auf den Bereich Umwelt- und Tierschutz zeigen sich gänzlich andere Ergebnisse. Hier sind 62 % aus Eigeninitiative zum freiwilligen Engagement gekommen, 38 % durch Werbung oder direkte Ansprache (Abt & Braun 2001: 248). Eine Aufschlüsselung nach Alterklassen wurde im Rahmen des Surveys jedoch nicht vollzogen. Ebenso wenig wurde der Frage nachgegangen, was der auslösende Anlass war, der zur Eigeninitiative geführt hat. Hinweise auf die speziellen Anstöße der Jugendlichen im Umweltbereich liefern die Untersuchungen von Sanders (2004) Moragas-Klostermeyer (2002) und Eigner (1997), die alle mittels qualitativer Interviews belegt haben, dass der überwiegende Teil der engagierten Befragten über die Eltern bzw. Freunde und Bekannte zum Engagement gekommen ist. Vergleicht man diese Ergebnisse mit den Zahlen aus Abb. 8, fällt auf, dass vor allem die Methode der direkten Ansprache im Umweltbereich sehr viel weniger praktiziert wird oder erfolgreich zu sein scheint als im Durchschnitt. Das Warten auf Eigeninitiative von Interessierten lässt den größten Teil des Potentials unberücksichtigt (Abt &Braun 2001: 280). Hier ist zu überprüfen, inwieweit Erfolge in der Mobilisierung zu erzielen sind, wenn ein Zugang für Jugendliche geschaffen wird, die selbst über keine persönlichen Kontakte ins Milieu der Freiwilligen verfügen, etwa indem zunächst lediglich für

22

eine Teilnahme an Aktionen geworben wird. Die Einstellung der Peer Groups7 und mithin die sozialen Netzwerke sind von herausragender Bedeutung für eine positive Einstellung zum Umweltengagement (vgl. hier auch im internationalen Vergleich Anheier & Toepler 2003: 27). Das Engagement im Umweltbereich muss von Freunden und Bekannten akzeptiert werden, ansonsten fällt es schwer, sich tatsächlich dafür zu entscheiden. Das Wachstum an aktiv Beteiligten vergrößert dann gleichzeitig das Potential für freiwilliges Engagement, da dort die persönliche Ansprache und der Austausch von Erfahrungen neue Engagierte fördert (Kuckartz & Rheingans-Heintze 2006: 184). Der zweite Schritt, also aktive Jugendliche soweit zu begeistern, dass sie sich dazu entschließen, sich freiwillig zu engagieren und durch ihre Tätigkeit wiederum andere, neue Kinder und Jugendliche für Naturschutz zu begeistern, scheint noch schwieriger zu sein als die Motivation zum bloßem „Mitmachen“ (Bäthge, mdl.). Dies zeigen auch die Ergebnisse des 2. Freiwilligensurveys, bei dem ein relativ großes Aktivenpotential einem relativ geringen Anteil an freiwillig Engagierten gegenübersteht (siehe dazu Tab. 4 auf Seite 16). Beide Schritte – die Förderung der Aktiven und darauf aufbauend die Mobilisierung der Engagierten – erfordern unterschiedliche Anspracheformen und –inhalte. Einige Hinweise dazu liefert Klages (2001): Zunächst sollte in einer breit angesetzten Werbung über das Engagement informiert werden. Es sollten damit die Werte und Interessen angesprochen werden, die übergeordnet für alle Jugendliche gelten, wie „Spaß am Helfen“ und „Gefühl der Gruppenzusammengehörigkeit“ (Klages 2001: 184). Zwar kann es durchaus nützlich sein, in einzelnen Aktionen den „Spaß als Selbstzweck“ mit in den Vordergrund rücken zu lassen, um überhaupt Interesse bei „neuen“ potentiellen Aktiven zu wecken. Für die Mobilisierung von Jugendlichen, die sich aktiv für den Naturschutz einsetzen, sollte jedoch die Vermittlung der Naturverbundenheit oberstes Ziel sein. Klages (2001: 184) fordert zudem, den Jugendlichen Handlungschancen anzubieten, welche auf die besonderen Bedürfnisse und Erwartungen von jungen Menschen zugeschnitten sind. Dies beinhaltet, die mit Verantwortungsrollen verbundenen Chancen für selbstständiges Handeln, für die Einbringung mit niedrigem Bildungsstatus wird den Institutionen dabei eher eine Rolle als „Lehrer“ oder Leiter zukommen, da in diesen Gruppen das Selbstbewusstsein meist eher gering ausgeprägt ist und ein langsames Heranführen an Verantwortungsrollen notwendig ist. Hier muss bei der Konzeption der Mobilisierungsform berücksichtigt werden, dass die „Jugend“ an sich lediglich eine Lebensphase beschreibt und nicht als eine homogene Zielgruppe anzusehen ist, sondern aus unterschiedlichen Interessengruppen besteht, die es zu erforschen und abzugrenzen gilt (Hurrelmann 2004). Für eine Mobilisierung Jugendlicher scheint es zudem wichtig zu sein, die Rahmenbedingungen für ein Engagement attraktiv zu gestalten. Wie bereits oben festgestellt, spielen bei jungen Menschen nicht nur die intrinsischen Werte, sondern auch die eher praktischen Motive eine große Rolle, wenn es darum geht, eine freiwillige Tätigkeit zu übernehmen (Klages 2001: 185). Hierbei steht nicht Geld an erster Stelle, sondern eher Vergünstigungen oder Anerkennungen wie dies beispielsweise die Jugendleitercard (JuLeiCa) bietet, die man nach absolvierter Schulung als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Jugendarbeit beantragen kann. Mit ihr bekommt man Vergünstigungen in verschiedenen Einrichtungen wie Kinos oder Jugendherbergen, zudem bietet sie auch die Möglichkeit, sich als „vertrauenswürdige Person“ gegenüber Eltern oder auch Arbeitgebern auszuweisen (juleica 2007,
www).

7 Peer Groups ist ein aus der amerikanischen Jugendsoziologie stammender Begriff zur Bezeichnung von Gleichaltrigengruppen, informellen Spiel- und Freizeitgruppen etwa gleichaltriger Kinder und Jugendlicher. Die Bandbreite reicht dabei von spontanen, oft nur für bestimmte Anlässe entstandenen Gruppen bis zu festen sozialen Gefügen wie Cliquen oder Jugendbanden mit Mitgliedschafts- und Ausschlussregeln. Diese meist gleichgeschlechtlich zusammengesetzten Gruppen werden für Jugendliche umso wichtiger, je mehr sie sich psychisch und sozial von den Eltern ablösen. (Hurrelmann 2004).

Jugend und freiwilliges Engagement
23

eigener Fähigkeiten und für ergebnisorientiertes Handeln zu gewähren. Vor allem bei Jugendlichen

24

3	

Jugendarbeit der Umweltund Naturschutzverbände am 	 Beispiel von BUND (BUNDjugend) und NABU (NAJU) in 	 Niedersachsen

In Deutschland gibt es mittlerweile eine große Anzahl Umwelt- und Naturschutzverbände, die auf unterschiedliche Art und Weise die Interessen des Umweltschutzes vertreten. Allein in Niedersachen sind 14 Verbände nach §60 NNatG als Naturschutzverein1 staatlich anerkannt (vgl. Tab. 6). Darunter fallen auch sogenannte „sekundäre“ Umweltverbände wie Fischerei- und Jagdorganisationen, die den Schutz von Natur und Landschaft partikularen Interessen der Naturnutzung unterordnen (Bammerlin 1998: 168). Neben diesen teilweise nur in Niedersachsen existierenden Verbänden müssen noch die großen internationalen Umweltorganisationen wie Greenpeace oder der WWF2 (World Wide Fund For Nature) erwähnt werden, die – anders als BUND oder NABU – keine Kreis- oder Ortsgruppen kennen, aber trotzdem im gesamten Bundesgebiet Förderer und Aktive haben (Greenpeace 2007, www; WWF
Tab. 6: Anerkannte Naturschutzvereine in Niedersachsen gem. 	 § 60 NNatG (MU Niedersachsen 2007, www) 	

2007, www). Viele dieser Umweltorganisationen haben es sich u.a. zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Umweltbildungsmaßnahmen die Natur näher zu bringen und ihnen ökologisches Wissen zu vermitteln. Zudem werden den Jugendlichen direkte Partizipationsmöglichkeiten geboten, indem sie in weitgehend selbstständigen Jugendgruppen ihre eigenen Umweltinteressen vertreten können. So gibt es beispielsweise bei Greenpeace sogenannte „Greenteams“ für Kinder (10-15 Jahre) und „JAGs“ (Jugend-Ags) für Jugendliche (15-20 Jahre), in denen - teilweise mit Unterstützung des Erwachsenenverbandes - eigene Projekte und Aktionen geplant und durchgeführt werden (Michelsen 2001; Greenpeace 2007, www). Wesentlich organisierter und mit einem höheren Vernetzungsgrad läuft die Jugendarbeit bei den beiden größten Umweltund Naturschutzverbänden Deutschlands, haben dem BUND und dem NABU. Trotz einer fortschreitenden Professionalisierung die beiden Verbände jedoch Schwierigkeiten, Jugendliche an sich zu binden und sie für ein freiwilliges Engagement im Umweltschutz zu begeistern. Wo liegen die Gründe hierfür? Bevor der Blick im Rahmen der empirischen Studie auf die Jugendlichen gerichtet wird, ist

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) Naturschutzverband Niedersachsen e.V. (NVN) NaturFreunde Niedersachsen Landesverband Niedersachsen, Deutscher Gebirgs- und Wanderverein e.V. Verein Naturschutzpark e.V. (VNP) Naturschutzbund Niedersachsen (NABU),Landesverband Niedersachsen e.V. Niedersächsischer Heimatbund (NHB) Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Landesverband Niedersachsen e.V. Biologische Schutzgemeinschaft (BSH) Hunte-Weser-Ems e.V. Aktion Fischotterschutz e.V. Landessportfischerverband Niedersachsen e.V. (LSFV) Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz Niedersachsen e.V. (LBU) Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. Sportfischerverband

1 Der Unterschied zwischen einem Verein und einem Verband liegt im Wesentlichen darin, dass Vereine aus natürlichen Personen bestehen, während Verbände auch juristische Personen, z.B. Vereine, als Mitglied haben (Lietzau & Zitzmann o.J.). 2 Der WWF ist rein rechtlich eine Stiftung und kein Verband. Aus diesem Grund ist auch keine Mitgliedschaft, sondern nur eine Förderung möglich (WWF 2007, www).

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
25

Anerkannte Naturschutzvereine gem. § 60 NNatG

es erforderlich, auch die „andere Seite“, also die Organisationen mit ihren Jugendvertretungen, genauer zu analysieren. Wie läuft die Zusammenarbeit zwischen Erwachsenen- und Jugendverband? Werden die Jugendverbände ausreichend unterstützt? Wie groß ist das Angebot an Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren? Wie werden die Jugendlichen angesprochen? All dies sind Fragen, deren Beantwortung erste Hinweise auf mögliche Gründe für ein Nichtengagement geben kann. Daneben ergibt sich durch die Beschreibung von Organisationsstruktur, Aufgabenfeldern und Engagementformen eine Innenansicht der Verbände, die im späteren Verlauf mit der Außensicht, also der Wahrnehmung der Jugendlichen, verglichen werden kann.

26

3.1	

Erwachsenenverbände

3.1.1	 Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)

Entstehung und Entwicklung Der BUND ist ein Bundesverband, der ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken dient (BUND 2003: §3). Gegründet wurde er 1975 auf Initiative einiger prominenter Naturschützer, die mit der einseitigen bzw. konservativen Programmatik des DNR (Deutscher Naturschutzring) unzufrieden waren. Sie forderten eine stärkere Politisierung und eine inhaltliche Weitung zu einem umfassenden Umweltschutz, was jedoch innerhalb des bestehenden Verbandes nicht durchsetzungsfähig erschien (Cornelsen 1991: 22f). Einen großen Beitrag zu einem erfolgreichen Start leistete der traditionsreiche Naturschutzverband Bund Naturschutz (BN) in Bayern, auf den der BUND nicht nur organisatorisch und inhaltlich, sondern auch personell zurückgreifen konnte3 (Rucht 1987: 344; SRU 1996). Während einerseits Aktionsformen und Programmatik der Umweltbewegung (ausführlich hierzu Rucht 1987) übernommen wurden, blieb jedoch auch die traditionelle Arbeit im Arten- und Biotopschutz Umweltbewegung und konventioneller Naturschutzarbeit erreichte der BUND einer immer größer werdende Zielgruppe, so dass er sich zu einer der mitgliederstärksten Organisationen im Natur- und Umweltschutzbereich entwickeln konnte (Bammerlin 2000: 75f). Bereits 1961 gründete sich in Niedersachsen der Bund für Naturschutz und Landschaftspflege in Niedersachsen e.V. (BfNu/BNL). Ziel war es, eine Vereinigung zu schaffen, die keine Partikularinteressen verfolgte und ihrem Anliegen, dem Naturschutz, durch Vorschläge und Initiativen an Staat und Verwaltung Gewicht verlieh (Wolf 1996: 103). Mit Gründung des BUND 14 Jahre später ging aus dem BNL der BUND Landesverband Niedersachsen hervor. Organisationsstruktur Welche Beziehungen unterhalten die verschiedenen Untergliederungen, Organe und Gruppen des Verbandes miteinander? Eine Übersicht über die Struktur des BUND zeigt Abb. 9 auf der folgenden Seite. Um zu untersuchen, welche Partizipationsmöglichkeiten für Jugendliche durch die formalen Strukturen des Verbandes geschaffen werden, wird in diesem Abschnitt der Blick nicht nur auf die Organe des Erwachsenenverbandes gerichtet, sondern es werden zugleich die Beziehungen zwischen Erwachsenenund Jugendverband beschrieben. Der BUND ist ähnlich der Bundesrepublik föderalistisch organisiert. Der Bundesverband wie auch die Landesverbände sind jeweils eigenständige Vereine mit eigenen Zuständigkeiten, arbeiten jedoch solidarisch zusammen und sind durch einzelne Organe (bspw. Verbandsrat) miteinander verbunden (BUND 2003: §14). Ein Mitglied des BUND ist immer sowohl Mitglied im Bundesverband als auch im entsprechenden Landesverband, in dessen Bereich er seinen Wohnsitz hat (BUND 2003: §4). Unterhalb der Landesebene gibt es einige Regionalverbände, ansonsten Kreis- und Ortsgruppen unterschiedlicher Größe, aber ähnlicher Struktur. Diese Gruppen besitzen keine eigene Rechtsfähigkeit und sind daher rein rechtlich Bestandteil ihres Landesverbandes. Ein Mitspracherecht erhalten sie durch das Delegiertenprinzip auf der jährlich stattfindenden Vertreterversammlung, der auch bis zu fünf Mitglieder der Landesjugendvertretung angehören können (BUND Nds. 2004: §6). Die vorrangigen Aufgaben der Vertreterversammlung liegen
3 Bei der Gründung übernahm Hubert Weinzierl, seit 1969 Vorsitzender des BN, zunächst das Amt des Zweiten Vorsitzenden und später des ersten Vorsitzenden; Rudolf Steiniger, Geschäftsführer des BN, wurde Schatzmeister beim BUND.

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
27

Bestandteil der Verbandsaufgaben. Durch den damit erreichten Brückenschlag zwischen „neuer“

Bundesjugendversammlung
inkl. Bundesjugendsprecher und 3 weiterer Mitglieder des Bundesjugendleitung

Delegiertenversammlung des Bundes:

bestätigt

Landesgeschäftsstelle

Landesgeschäftsstelle

schlägt vor

Vorstand
inkl. Landesjugendsprecher

Landesjugendleitung

Wissenschaftlicher Beirat
bestätigt

Landesjugendversammlung

Vertreter- oder Delegiertenversammlung des Landes

Kinder- und Jugendgruppen

Regionalverbände / Kreisgruppen

Mitglieder unter 26 Jahren

Mitglieder ab 26 Jahren

Landesebene
schlägt vor

Bundesebene

28
Gesamtrat
Bundesgeschäftsstelle

Bundesgeschäftsstelle

Wissenschaftlicher Beirat: Vorstand:
inkl. Bundesjugendsprecher gewähltes Mitglied inkl. einem von der Bundesjugendleitung

Verbandsrat:

Bundesjugendleitung

inkl. einem Vertreter der BUNDjugend, aus der Bundesjugendleitung entsandt

Abb. 9: Organigramm BUND (eigene Darstellung)
Arbeitskreise

richten ein & wählen AK-Leiter

in der Wahl des Landesvorstandes und des Wissenschaftlichen Beirates (jeweils alle drei Jahre), der Entgegennahme des Jahresberichtes und der Beschlussfassung über Satzungsänderungen und sonstige Anträge. Daneben werden die Mitgliedsbeiträge, die Regionalverbands- und Kreisgruppenanteile sowie die Anteile der BUNDjugend festgesetzt (ebd.: §7). Der Landesvorstand, dem auch der Landesjugendsprecher der BUNDjugend angehört, bestellt einen hauptamtlich tätigen Landesgeschäftsführer, der mit Hilfe von einzelnen Fachreferaten die Beschlüsse des Vorstandes umsetzt und so die Arbeit des jeweiligen Landesverbandes unterstützt bzw. leitet (ebd.: §8). In der Praxis werden jedoch auch viele Ideen in der Geschäftsstelle entwickelt, die dann vom Vorstand lediglich beschlossen werden. Daneben führt der Vorstand die Geschäfte des Vereins und ist zuständig für die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Ausführung der Vereinsbeschlüsse. Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats werden auf Vorschlag des Vorstandes durch die Vertreterversammlung gewählt. Ihre Aufgaben liegen in der Beratung und Unterstützung des Vorstandes. Ihnen werden durch die Satzung keine Mitspracherechte übertragen und ihre Vorschläge erhalten lediglich informelle verbandspolitische Wirkung. Der „fachpolitisch“ wichtige Beirat hat also kein Mitspracherecht im Verband (ebd.: §9). Auf Bundesebene tritt ähnlich der Länder-Vertreterversammlung die Delegiertenversammlung des Bundes zusammen. Ihr gehören von den Landesverbänden gewählte Delegierte an, deren Zahl sich aus dem Beitragsaufkommen errechnet, das dem Bundesverband aus dem jeweiligen Bundesland zur Verfügung steht (BUND 2003: §6,1). Die BUNDjugend erhält Beteiligungsmöglichkeiten, indem dem BUNDjugendsprecher sowie drei weiteren Mitgliedern der Bundesjugendleitung Stimmrechte zustehen. Wesentliche Aufgaben dieses Organs sind u.a. die Entgegennahme der Berichte des Vorstands, des Verbandsrats, des Wissenschaftlichen Beirats und der BUNDjugend über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie die Beschlussfassung über grundlegende Richtlinien und Arbeitsprogramme auf Bundesebene und über Anträge. Des Weiteren ist die Bundesdelegiertenversammlung für die Einrichtung von Arbeitskreisen (derzeit existieren 20 AK, u.a. AK Umweltbildung) zuständig, deren Themen den ganzen Bereich des Natur- und Umweltschutzes abdecken sollen, sowie für die Wahl von entsprechend qualifizierten Arbeitskreisleitern. Die Vorstände der Landesverbände und die BUNDjugend können je ein Mitglied in jeden Arbeitskreis entsenden, die weiteren Mitglieder werden anschließend von den Sprechern der Arbeitskreise berufen. Die Sprecher bilden zudem zusammen mit einem Vertreter der BUNDjugend den Wissenschaftlichen Beirat auf Bundesebene. Die Aufgaben dort liegen im Wesentlichen in der fachlichen Unterstützung und Beratung von Vorstand, Verbandsrat und Bundesgeschäftsführung. So werden u.a. fachliche Programme und Grundsatzaussagen zu natur- und umweltschutzpolitischen Themen entwickelt und veröffentlicht, Stellungsnahmen zu aktuellen Problemen verfasst und Aussagen des Verbands fachlich geprüft (ebd.: §10,3). Der Vorstand bestimmt die Richtlinien der Verbandsarbeit und ihre Umsetzung, vertritt den BUND nach außen und führt die Beschlüsse der Delegiertenversammlung und des Verbandsrats durch (BUND 2003: §7). Er lenkt zudem die Tätigkeit der Bundesgeschäftsstelle und bestellt die Mitglieder der Bundesgeschäftsführung. Durch die Entsendung des Bundesjugendsprechers in den Vorstand wird auch hier die BUNDjugend formal beteiligt. Der Verbandsrat hat die Funktion des Bindegliedes zwischen Bundesverband und Landesverbänden (ebd: §8). Der jeweilige Landesvorstand schlägt einen Vertreter seines Landesverbandes vor, der von der Bundesdelegiertenversammlung für drei Jahre in den Rat gewählt wird. Weiterer Vertreter ist ein von der Bundesjugendleitung gewähltes Mitglied. Wissenschaftlicher Beirat, Vorstand und Verbandsrat koordinieren sich im Gesamtrat (ebd.: §14). Die Aufgaben des BUND werden von den Mitgliedern überwiegend ehrenamtlich wahrgenommen (ebd.: §15). Die Dominanz der ehrenamtlichen gegenüber den hauptamtlichen Mitarbeitern ist evident und prägt die Arbeit des Verbandes wesentlich (Hey & Brendle 1994: 148ff). 29

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände

Auftrag Der Auftrag des BUND, also die Aufgaben und Ziele des Verbandes, sind in der Verbandssatzung des Bundesverbandes (BUND 2003) formuliert. Daraus lassen sich als Zweck des Verbandes folgende Handlungsgrundsätze zusammenfassen (§2,1): •	 •	 •	 •	 Fördern, Informieren, Beraten, Fordern.

Im Vordergrund steht die Öffentlichkeitsarbeit, durch die die Bevölkerung über bestehende und potentielle Umweltgefährdungen informiert wird und die Verbraucher „über die umwelt- und gesundheitsrelevanten Auswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und Verhaltensweisen aufzuklären und zu beraten“ sind (ebd.: §2,1). Um einen wirkungsvollen Schutz des Lebens und der natürlichen Umwelt durchzusetzen, spielt jedoch auch der direkte Umweltschutz eine Rolle im Aufgabenspektrum des Verbandes. Der BUND ist ein nach §59 BNatSchG „staatlich anerkannter Verein“ und kann dadurch in Planfeststellungsverfahren Stellungnahmen zu geplanten Eingriffen in Natur und Landschaft abgeben. Diese Handlungsgrundsätze finden sich auch in den Zielen wieder, für die der BUND sich einsetzt (ebd.: §2,2): •	 Schaffung und Erhaltung einer menschenwürdigen Umwelt in einer das Leben fördernden gesunden Landschaft, •	 •	 ökologische Bewertung aller das Leben beeinflussenden Maßnahmen, sachgemäße und wirkungsvolle Erweiterung und Durchsetzung von Umweltund

Naturschutzgesetzen, •	 •	 •	 Arten- und Biotopschutz sowie Tierschutz, Naturschutz und Landschaftspflege, Schaffung von Stiftungen und Bereitstellung von Spenden, die dem Umwelt- und Naturschutz dienen. Die Zielgruppe der Jugendlichen findet sowohl direkte als auch indirekte Erwähnung, wenn es um die Ziele im Bereich der Umweltbildung geht. Unterstützt werden soll4 (ebd.): •	 eine Förderung des Verständnisses für notwendige Schutzmaßnahmen in allen Kreisen der Bevölkerung, in der Jugend- und Erwachsenenbildung und insbesondere bei den verantwortlichen Persönlichkeiten in Politik, Verwaltung und Wirtschaft, •	 •	 eine Verstärkung ökologischer Prinzipien in der Gesellschaft und insbesondere in den Schulen, die Erziehung zum Schutz und zum verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt sowie aktive Förderung der Umweltbildung im schulischen und außerschulischen Bereich. Die hier aufgeführten Aufgaben und Ziele des Verbandes decken sich weitgehend mit den Satzungsinhalten des BUND Landesverband Niedersachsen e.V., wobei dort jedoch keine spezifischen Aussagen zur
4 Hervorhebungen durch die Autorin

30

Jugendarbeit gemacht werden (BUND Nds. 2004: §2). Lediglich § 12 geht auf die Bildung und Organisation von Jugendgruppen ein (vgl. dazu 3.2.1). Neben der Verbandssatzung wurde 2004 auch ein Leitbild beschlossen, in dem Aussagen zur zukünftigen Verbandsentwicklung gemacht werden (BUND 2007a, www). Unter Punkt 7 „Wir sind nah bei den Menschen“ werden darin u.a. die Möglichkeiten zum freiwilligen Engagement beschrieben, wobei auch direkt auf die Beziehung zwischen Erwachsenen- und Jugendverband eingegangen wird:
„Wir bieten Menschen in jeder Lebensphase die Möglichkeit, sich mit ihren Interessen und Kompetenzen auf allen Ebenen im BUND zu engagieren. Dies reicht von konkreter praktischer oder organisatorischer Arbeit bis hin zu wissenschaftlicher und politischer Arbeit. Wir unterstützen und fördern dieses Engagement durch die BUNDgruppen vor Ort, unsere hauptamtlichen MitarbeiterInnen in unseren Einrichtungen und unsere Gemeinschaft von Aktiven auf allen Verbandsebenen. Wir unterstützen die eigenständige Arbeit junger Menschen in der BUNDjugend und verstärken den Austausch zwischen BUND und BUNDjugend“ (ebd.).

International ist der BUND als Mitglied bei Friends of the Earth International (FoEI) vertreten. FoEI ist mit 70 nationalen Mitgliedsverbänden und ca. 1,5 Mio. Mitgliedern einer der weltweit größten Zusammenschlüsse von Umweltorganisationen (FoEI 2007, www). Die Gruppen führen internationale Kampagnen durch und nutzen das bestehende Netzwerk, um auf bilateraler oder auch multilateraler Ebene Informationen, Wissen, Fähigkeiten und Ressourcen auszutauschen. Der BUND demonstriert seine Mitgliedschaft, indem er unter dem Verbandsemblem den Zusatz „Freunde der Erde“ führt. Größe Der BUND ist ein Mitgliederverband, das heißt er ist auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen. Mehr Mitglieder bedeuten nicht nur mehr Geld als sichere Einnahmequelle, sondern bestimmen vor allem auch die politische Leistungsfähigkeit. Nur mit breiter Mitgliederbasis kann politischer Druck erzeugt und gesellschaftliche Anerkennung gewonnen werden. Der BUND wird in seiner Arbeit auf unterschiedliche Weise unterstützt (vgl. Abb. 10). Der BUND unterscheidet formal zwischen Förder- und Vollmitgliedern. Fördermitglieder haben keine Möglichkeit, am Verbandsleben teilzunehmen, sondern unterstützen den Verband eher passiv mit einer regelmäßigen finanziellen Spende. Eine Vielzahl der Vollmitglieder übt letztlich dieselbe Funktion aus, indem sie den jährlich zu entrichtenden Jahresbeitrag bezahlt, sich aber ansonsten nicht aktiv beteiligt. Eine Schätzung der derzeit in Deutschland bzw. Niedersachsen tatsächlich freiwillig engagierten BUND-Mitglieder konnte nicht eingeholt werden. Aufgrund der bundesweit über 2200 aktiven Orts- und Kreisgruppen - davon ca. 130 in Niedersachsen - lässt sich der BUND jedoch zu den

Aktivität

Fördermitglieder
spenden regelmäßig Geld zahlen Mitgliedsbeitrag

Vollmitglieder
nehmen an der Verbandsdemokratie teil sind freiwillig engagiert

Abb. 10: Unterschiede hinsichtlich der Unterstützung des BUND (eigene Darstellung)

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
31

Umweltorganisationen zählen, die eine hohe freiwillige Basis besitzen und nur wenige Hauptamtliche beschäftigen (BUND 2007b, www; BUND Nds. 2007, www). Eine Vielzahl der Mitgliedschaften besteht aus sogenannten Familienmitgliedschaften, das heißt gegen eine vergleichsweise geringe Erhöhung des Einzelbeitrags sind automatisch alle gemeldeten Familienangehörige ebenfalls Mitglied. 2006 ist die Zahl der BUND-Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen: von 254.376 auf 256.664 (BUND 2007a: 24). Zusammen mit den Förderern unterstützten im Jahr 2006 394.473 Personen den BUND. Während der Bund Naturschutz in Bayern fast die Hälfte aller Mitglieder des BUND stellt, ist Niedersachsen 2006 mit knapp 20.300 Mitgliedern, davon etwa 4000 Fördermitglieder, der viertstärkste Landesverband (BUND Nds. 2007). Innerhalb Niedersachsens agieren drei Regionalverbände und 30 Kreisgruppen (ebd.). Finanzierung Spenden - der Verein ist als gemeinnützig anerkannt - und Mitgliedsbeiträge machen knapp achtzig Prozent der Gesamteinnahmen des BUND aus (BUND 2007a: 25). Dies hat zum einen den Vorteil, politisch unabhängig agieren zu können, zum anderen aber auch Nachteile aufgrund von finanziellen Engpässen. Da vor allem Spenden hohen Schwankungen unterliegen können, ist eine langfristige Planung und eine damit einhergehende Professionalisierung der Gruppen oftmals nicht möglich. Zudem erfordert es eine ständige Akquirierung neuer Mitglieder. Abb. 11 zeigt, wie die im Jahr 2006 erzielten Einnahmen von 12.843.510  € verwendet wurden. Eine differenziertere Aufschlüsselung diesbezüglich war nicht verfügbar. Die Ausgaben des BUND Bundesverbandes zeigen, dass der überwiegende Teil der Einnahmen für Natur- und Umweltschutzprojekte, Fach- und Lobbyarbeit, Aktionen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verwendet wird (42,6 %). 70% der Mitgliedsbeiträge werden an die Landesverbände weitergeleitet, um deren Arbeit und die Arbeit der Ortsgruppen zu finanzieren, dies entspricht 24,6 % der Gesamtausgaben. Von besonderem Interesse sind die Zuwendungen an den Jugendverband. Während die Ausgaben für die BUNDjugend in den Jahren 2004 und 2005 gesondert aufgeführt wurden, finden sich im Jahresabschluss
Einstellung in Rücklagen 974.685 € 7,6% Mitgliederwerbung 310.534 € 2,4% Betreuung Mitglieder, Förderer, Spender 455.069 € 3,5%

Spendenwerbung 376.984 € 2,9% Sonstige Fundraising- Ausgaben 344.537 € 2,7% Landesverbandsanteile an Mitgliedsbeiträgen 3.157.622 € 24,6%

Natur- und Umweltschutzprojekte, Fach- und Lobbyarbeit, Aktionen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 5.468.434 € 42,6%

Ehrenamtliche Gremien 371.887 € 2,9% Verwaltung 866.702 € 6,8%

Unterstützung von Untergliederungen und Dritte 517.054 € 4%

Abb. 11: Ausgaben 2006 BUND Bundesverband (BUND 2007a: 26)

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2006 keine genauen Daten dazu. Um einen Hinweis auf die Größenordnung zu erhalten, werden daher die Zahlen aus den vergangenen Jahren hinzugezogen. Demnach sind dem Bundesverband der BUNDjugend 2005 mit 180.888 € 1,4 % der Gesamtausgaben des Erwachsenenverbandes zugeteilt worden, im Jahr 2004 waren es mit 213.168 € noch 1,6 % (BUND 2005; BUND 2006). Im Landesverband Niedersachsen flossen im Jahr 2006 7500 € der Gesamtausgaben in Höhe von 3.163.651 € an die BUNDjugend Niedersachsen (BUND Nds. 2007). Dies entspricht einem Anteil von 0,24 % der Gesamtausgaben. Öffentlichkeitsarbeit Da der BUND als Mitgliederverband auf viele zahlende Mitglieder und Förderer angewiesen ist, hat die Öffentlichkeitsarbeit im Verband einen hohen Stellenwert. Zur Erhöhung der Mitgliedszahlen führt der Verband daher in einigen Kreisgruppen eine von vielen Menschen kritisch gesehene Haustür- bzw. Standwerbung durch. Vierteljährlich erscheint das BUNDmagazin, die Zeitschrift des BUND für Mitglieder und Nicht-Mitglieder, in dem Informationen über den Verband und über laufende Projekte ebenso zu finden sind wie Erklärungen zu einzelnen Positionen, die der BUND vertritt. Die aktuelle Ausgabe hat eine Auflagenstärke von 247.000 Exemplaren (BUND 2007b: 4). Daneben ist es auch möglich, den BUNDletter zu abonnieren, der als umweltpolitischer Newsletter etwa achtmal im Jahr über aktuelle Themen der Umweltpolitik informiert. Um möglichst viele Menschen erreichen zu können, setzt der BUND neben Protestaktionen zu konkreten umweltpolitischen Streitfragen auch auf die Durchführung von langfristigen Kampagnen und Aktionen. Zum einen wird hierdurch gezielt zu aktiver Mitarbeit angeregt, zum anderen sorgen Pressemitteilungen über die Erfolge dieser Aktivitäten für relativ große Medienpräsenz, so dass auch Nicht-Aktive von der Arbeit des BUND erfahren. Seit 2004 ist der Verband z.B. maßgeblich am Naturschutzprojekt „Erlebnis Grünes Band“ beteiligt (BUND 2007c, www). Ziel ist es, dem ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen, dem mit 1393 km längsten zusammenhängenden System von Lebensräumen in Deutschland, durch Flächenkäufe zu einem dauerhaften Schutz zu verhelfen. Mit dem Erwerb „Grüner Anteilsscheine“ können Menschen in Form einer Spende symbolisch zum Anteilseigner werden. Als neue Kampagne im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung stellt der BUND seit 2007 die heimische Tier- und Pflanzenwelt auf 222 Bildschirmen in den U- und S-Bahnstationen, Fernbahnhöfen und an den Flughäfen vieler deutscher Großstädte vor. Gezeigt werden Filmsequenzen von 25 Sekunden Länge des Naturfilmers Wolfgang Willner, ergänzt durch knappe Steckbriefe über die jeweilige Tieroder Pflanzenart. Jede Woche wird eine neue Art vorgestellt (BUND 2007d, www).

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
33

3.1.2	 Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Entstehung und Entwicklung Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) ist die älteste überregionale Naturund Umweltschutzorganisation Deutschlands. Er ging aus dem 1899 von Lina Hähnle gegründeten Bund für Vogelschutz (BfV) hervor (NABU 2007a, www). 1965 erfolgte die Umbenennung des BfV in Deutscher Bund für Vogelschutz (DBV) und eine Untergliederung in Landesverbände. Oberstes Ziel war der Schutz der Vogelwelt, der vor allem durch Einzelschutzmaßnahmen wie Ausweisung und Ankauf von Schutzgebieten oder Anbringen von Nisthilfen erreicht werden sollte (SRU 1996: 222). Mit Zunahme von immer gravierenden Schäden an der Natur setzte im Laufe der Jahre auch beim DBV ein Wandel zu „ganzheitlichem“ Naturschutz ein. So wurde 1979 ein neues Grundsatzprogramm aufgestellt, welches diese Ziele schriftlich manifestierte (zit. in Cornelsen 1991: 69):
„Der DBV, ursprünglich als Vogelschutzverein gegründet, betreibt heute einen umfassenden Naturschutz. Hierzu gehören in erster Linie Schutz und Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen für Mensch, Tier und Pflanze als Teile des Gesamtgefüges Natur. Kernbereiche seiner Tätigkeit sind daher der Schutz der letzten verbliebenen ursprünglichen Naturräume (Wattenmeer, Alpen) sowie der Lebensräume und die Erhaltung einer vielfältigen Pflanzen und Tierwelt.“

Anders als beim BUND hielt man sich auf politischer Ebene weiterhin im Hintergrund, eine organisatorische Einbindung in die Umweltbewegung erfolgte nicht. Erst auf Drängen vor allem der jugendlichen Mitglieder (siehe dazu 3.2.2) erfolgte nach einem Präsidiumswechsel 1984 auch im damaligen DBV eine Kursänderung, die eine Erweiterung des Grundsatzprogramms im Sinne eines umfassenden, auch politischen Umweltschutzengagements beinhaltete (Cornelsen 1991: 70; Bammerlin 1998: 77). Im Zuge der Wiedervereinigung und des Zusammenschlusses der in der ehemaligen DDR neu gegründeten Landesverbände wurde der DBV 1990 in „Naturschutzbund Deutschland“ (NABU) umbenannt (NABU 2007a). Der NABU ist heute in allen 16 Bundesländern vertreten; in Bayern dabei über den Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV). Der niedersächsische Landsverband des NABU besteht seit 1947 und feiert im Jahr 2007 sein 60jähriges Bestehen. Organisationsstruktur Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. ist wie der BUND ein föderal organisierter Verband. Er fasst seine Mitglieder in Landesverbänden, in Bezirks- und Kreisverbänden und in örtlichen NABUGruppen zusammen (NABU 2005: §5). Alle Untergliederungen haben die Möglichkeit, ihre Angelegenheiten selbstständig durch eigene Satzung zu regeln, soweit diese vom jeweiligen Landesvorstand gebilligt wird. Anders als beim BUND können sich alle Kreis- und Ortsgruppen eines Landesverbandes in der Rechtsform eines eingetragenen Vereines organisieren, wobei sie trotz allem an die Beschlüsse und Weisungen sowohl des Bundes- als auch des Landesverbandes gebunden sind. Abb. 12 zeigt die Organisationsstruktur im Überblick. Auf Landesebene sind die zentralen Organe des Verbandes der Vorstand und die Landesvertreterversammlung (LVV) (NABU Nds. 2000: §6). Die LVV des NABU tritt einmal jährlich zusammen, um u.a. den Rechenschaftsbericht des Vorstandes entgegenzunehmen, über die aktuelle Verbandspolitik zu beraten, den Vorstand zu wählen, Anträge zu behandeln und über die Bildung und Auflösung von Landesfachausschüssen abzustimmen (ebd.: §7). Neben den Delegierten aus den zuständigen Untergliederungen und den Vertretern der Direktmitglieder sind der NAJU-

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Bundesgeschäftsstelle

Bundesgeschäftsstelle

Bundesfachausschüsse
inkl. einem vom NAJU-Bundesvorstand inkl. Bundesjugendsprecher bestimmten Vertreter

Vollversammlung

Vertreter- oder Delegiertenversammlung des Landes (LVV)

Kinder- und Jugendgruppen

Regionalverbände / Kreisgruppen

Mitglieder unter 28 Jahren

Mitglieder ab 28 Jahren

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände

Landesebene
Vorstand
inkl. Landesjugendsprecher

Abb. 12: Organigramm NABU (eigene Darstellung)

Bundesjugendkongress
inkl. der Mitglieder des Bundesjugendvorstandes

Vertreterversammlung des Bundes:

Landesgeschäftsstelle

Landesgeschäftsstelle

Landesjugendvorstand

Landesfachausschüsse

Hauptausschuss

Bundesebene

Bundesjugendvorstand

Präsidium:

Bund-Länder-Rat

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Sprecher sowie zwei Mitglieder der NAJU stimmberechtigt. Die Anzahl der entsendeten Delegierten richtet sich nach der Mitgliederzahl der entsprechenden Untergliederungen. Der auf der LVV gewählte Landesvorstand führt seinen Landesverband nach außen und nach innen, indem er die Beschlüsse der Vertreterversammlung vollzieht und die Geschäfte nach der Satzung führt (ebd.: §8). Auch hier erhalten die jugendlichen Mitglieder ein Mitspracherecht, indem der Sprecher der Naturschutzjugend in den Vorstand berufen wird. Das oberste Organ auf Bundesebene ist die Bundesvertreterversammlung, die sich aus Vertretern der 15 Landesverbände und den Mitgliedern des Bundesjugendvorstandes zusammensetzt (NABU 2005: §7). Aus ihrer Mitte werden alle vier Jahre das Präsidium und der Finanzausschuss gewählt. Weitere Aufgaben sind ähnlich wie beim BUND die Behandlung von Anträgen, die Entgegennahme der Rechenschaftsberichte und die Festsetzung der Höhe der Zuwendungen des Bundesverbandes und der Länderverbände (NABU 2005; §7). Das Präsidium konkretisiert die inhaltlichen Weichenstellungen zu festen Richtlinien, innerhalb derer die hauptamtliche Geschäftsführung mit ihren verschiedenen Referaten das Tagesgeschäft des Verbandes führt (ebd.: §8). Stimmberechtigtes Mitglied ist neben dem Präsidenten, drei Vizepräsidenten, dem Schatzmeister und maximal fünf Beisitzern auch der Bundesjugendsprecher der NAJU. Ähnlich dem Verbandsrat beim BUND gibt es beim NABU den Bund-Länder Rat als verbindendes Element zur Koordinierung der Zusammenarbeit zwischen Bund- und Länderebene (ebd. §10). Das Präsidium und die Vorsitzenden der Landesverbände sind zusammen mit einem Vertreter der NAJU zuständig für die Gemeinschaftsaufgaben von Bundesverband und Landesverbänden. Um spezifische Fragestellungen des Natur- und Umweltschutzes zu klären, können von der Bundesvertreterversammlung ähnlich der Arbeitskreise des BUND Bundesfachausschüsse gebildet werden (ebd.: § 12) Auftrag Zweck und Aufgaben des NABU werden in §2 der Bundessatzung formuliert. Darin heißt es:
„Zweck (…) [ist] die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege, des Tierschutzes unter besonderer Berücksichtigung der freilebenden Vogelwelt und das Eintreten für die Belange des Umweltschutzes einschließlich der Bildungs- und Forschungsarbeit in den genannten Bereichen“ (NABU 2005: §2,1).

Erreicht werden soll dies überwiegend durch direkte Artenschutzmaßnahmen; aber auch Forschung, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung sowie das Einwirkungen auf Planung und Gesetzgebung sind als Aufgaben genannt. Bezogen auf die Jugendarbeit wird „(…) die Förderung des Natur- und Umweltschutzgedankens unter der Jugend und im Bildungsbereich“ angestrebt (NABU 2005: §2,1g). Ebenso wie der BUND ist der NABU ein nach §59 BNatSchG anerkannter Naturschutzverein, so dass Stellungnahmen zu behördlich zu genehmigenden Eingriffen einen Großteil der Verbandsarbeit, insbesondere auf Orts- und Landesebene, beanspruchen. Im Grundsatzprogramm aus dem Jahr 2000 hat der NABU auch zum Thema Umweltbildung Ziele und Aufgaben formuliert, die die zukünftige Verbandsarbeit mitbestimmen sollen (NABU 2004). So soll u.a. Jugendlichen Umwelt-Erleben so vermittelt werden, dass daraus dauerhaftes Umwelt-Handeln entsteht. Für den schulischen Bereich sieht der NABU Potential, ökologische Aspekte in alle Fächer einzugliedern (NABU 2004: 15).

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Auf internationaler Ebene ist der NABU als nationale Partnerorganisation von BirdLife International vertreten, die es sich als internationales Netzwerk zur Aufgabe gemacht hat, Vögel und ihre Lebensräume zu schützen, seltene Arten vor dem Aussterben zu bewahren und die wichtigsten Vogelgebiete der Erde zu kartieren (Birdlife 2007, www). Seit Mai 2007 verfügt der NABU über einen eigenen Vertreter in der BirdLife-Vertretung bei der EU in Brüssel (NABU 2007b, www). Größe Ebenso wie der BUND ist der NABU ein Mitgliederverband, der auf eine möglichst große Zahl an Mitgliedern angewiesen ist, um erfolgreiche Umwelt- und Naturschutzarbeit leisten zu können. Eine Unterscheidung zwischen Förder- und Vollmitgliedern kennt der NABU hingegen nicht. Zwar werden auch Spenden getätigt, doch erfolgt dies meist in Form einer projektgebundenen Spende und nicht als regelmäßige finanzielle Unterstützung an den Verband. So ist es möglich, eine Patenschaft für eine vom Aussterben bedrohte Tierart wie bspw. Wolf oder Schneeleopard oder auch für bedrohte Lebensräume in Afrika oder Europa zu übernehmen (NABU 2007c, www). Einschließlich seines Partnerverbandes LBV aus Bayern hat der NABU derzeit ca. 418.000 Mitglieder (Stand 31.12.2006), von denen rund 25.000 Menschen pro Jahr gemeinsam 5,5 Mio. Stunden freiwillige Arbeit für Natur und Umwelt leisten (NABU 2007d, www). Sie sind in allen Bundesländern in insgesamt ca. 1500 Orts-, Kreis- und Fachgruppen aktiv. Der NABU Niedersachsen zählt derzeit in über 250 Kreis-, Orts-, Jugend- u. Kindergruppen mehr als 65.000 Mitglieder (Stand: 30.6.2006) (von Ruschkowski, mdl.). Finanzierung Die Einnahmen des NABU-Bundesverbandes beliefen sich im Jahr 2006 auf 19.675.296  € (NABU 2007). Anders als beim BUND spielen beim NABU finanzielle Zuwendungen in Form von Spenden eine eher untergeordnete Rolle. Die Tatsache, dass allein 66  % dieser Einnahmen auf Mitgliedsbeiträge zurückzuführen sind, garantiert dem NABU finanzielle Unabhängigkeit und eine größere Planungssicherheit als anderen Organisationen. Abb. 13 zeigt, wie diese Einnahmen verwendet wurden. Hier wird deutlich, dass die Untergliederungen mit 40 % der Gesamtausgaben einen deutlich größeren Anteil an
Internationale Naturschutzarbeit 606.000 € 3,4% Allgemeine Verwaltung Nationale Naturschutzarbeit, 1.078.000 € Umweltpolitik und Naturschutzrechte 6,1% 2.409.000 € 13,7%

Mitgliederservice 2.988.000 € 17,0% Natur- und Umweltbildung 111.000 € 0,6%

Aufklärungsarbeit 3.037.000 € 17,2% Zuwendungen an NABU- Gliederungen für deren Natur- und Umweltschutzarbeit vor Ort 7.136.409 € 40,5% Zuschuss an NAJU und Rudi Rotbein 255.000 € 1,4%

Abb. 13: Ausgaben 2006 NABU Bundesverband (NABU 2007: 27)

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
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Zuwendungen erhalten, als das beim BUND der Fall ist (24,6  %). Von den Mitgliedsbeiträgen gehen 40 % an die Landesverbände, 20 % an die Kreis- und Ortsgruppen; die restlichen 40 % verbleiben beim Bundesverband. Die NAJU hat mit 255.000 € einen Anteil von 1,4 % an den Gesamtausgaben. Ebenfalls eng mit Kinder- und Jugendarbeit verknüpft ist der Bereich Natur- und Umweltbildung, der im Haushaltsplan mit weiteren 0,6 % berücksichtigt wird. Der Jahresetat des NABU Niedersachsen belief sich im Jahr 2006 auf 2.248.850  €, wobei Ein- und Ausgaben gleich waren (NABU Nds. 2007). Bei den Einnahmen sind in dieser Summe die Zuweisungen aus den Mitgliedsbeiträgen vom NABU Bundesverband bereits enthalten. Der Anteil der NAJU Niedersachsen entspricht mit 10.000 € im Jahr einem Anteil von 0,44 % der Gesamtausgaben (NABU 2006). Öffentlichkeitsarbeit Die Öffentlichkeitsarbeit des NABU fußt auf mehreren Säulen. Neben der Mitgliederzeitung „Naturschutz heute“ (Auflagenstärke 270.000) wird die Bevölkerung primär über Kampagnen erreicht (NABU 2007e, www). Seit 1971 kürt der NABU regelmäßig den „Vogel des Jahres“, der jeweils stellvertretend auf die Gefährdung und Umweltprobleme eines Lebensraumes aufmerksam machen soll. Das Konzept „Vogel des Jahres“ wurde später von vielen anderen Verbänden übernommen, so dass es heute z.B. auch den „Fisch des Jahres“ oder „Baum des Jahres“ gibt (für eine komplette Auflistung der „Natur des Jahres“ s. NABU 2007f, www). Der Vogel des Jahres wird darüber hinaus heute in mehr als einem Dutzend weiterer Länder gekürt. Als weitere bundesweite Kampagne findet seit 2006 jedes Jahr im Mai die „Stunde der Gartenvögel“ statt, die in Niedersachsen entwickelt und in den beiden Vorjahren bereits dort auf Landesebene durchgeführt wurde. Ziel dieser bundesweiten Zählung von Gartenvögeln zu einem bestimmten Termin ist es, die Bevölkerung für die Natur zu sensibilisieren und zu begeistern (NABU 2007g, www). Auf Landesebene ist aktuell das Seeadler-Projekt Gartow erfolgreich (NABU 2007h, www). Gefördert von der Bahlsen-Stiftung und mit dem NABU Niedersachsen als Projektträger wird in der Seegeniederung bei Gartow gezeigt, wie Naturschutz und Naturerleben miteinander zu vereinbaren sind. Durch Renaturierungen des Flusses Seege sowie großflächige Wiedervernässungsmaßnahmen im Umland soll das Gebiet als wertvoller Lebensraum für den Seeadler langfristig gesichert werden. Ein 15m hoher Beobachtungsturm sowie markierte Wanderwege bieten Naturinteressierten die Möglichkeit, Natur zu beobachten und zu erleben, ohne dabei den Lebensraum des Seeadlers zu beeinträchtigen (NABU 2007h, www). Diese Möglichkeit des Erlebens bieten auch die 80 NABU-Naturzentren in Deutschland, von denen zehn in Niedersachsen zu finden sind, wie z.B. die Nationalparkhäuser in Greetsiel, auf Borkum und Wangerooge sowie die Umweltpyramide in Bremervörde (NABU 2007i, www).

38

3.2	

Jugendvertretungen

3.2.1	 BUNDjugend - „… und jetzt noch die Erde retten!“ Die BUNDjugend ist als Jugendverband eine eigenständige Organisationseinheit innerhalb der Verbandstrukturen des BUND. Sie wurde 1984 auf Bundesebene gegründet, ein Jahr später wurde u.a. auch in Niedersachsen ein Landesjugendverband ins Leben gerufen (Cornelsen 1991: 30). Als Mitglieder der BUNDjugend gelten alle Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 26 Jahren, die persönlich oder über eine Familienmitgliedschaft dem BUND beigetreten sind (BUND 2003: §15,2). Derzeit hat die BUNDjugend ca. 40.000 Mitglieder (Demrovski, Email). Hierbei muss beachtet werden, dass durch die Berücksichtigung der Familienmitgliedschaften eine vergleichsweise hohe Mitgliederzahl zustande kommt, davon aber nur eine relativ geringe Zahl den Aktiven zuzuordnen ist. Vielen dürfte demnach ihre Mitgliedschaft nicht einmal bewusst sein (Poskowsky, Email.). Wie der Erwachsenenverband ist die BUNDjugend föderal aufgebaut: Es gibt einen eigenen Bundesverband, in insgesamt 12 Ländern Landesjugenden und vor Ort Kinder- und Jugendgruppen der Landesjugendleitung gegründet werden und verfügt innerhalb des Verbandes über eine hohe Autonomie. Aktivitäten der Landes- oder Bundesebene haben Angebots-, aber keinen verpflichtenden Charakter (Fischer 2002: 287). Neben diesen BUNDjugend–Gruppen existieren auch eine Vielzahl von Kinder- und Jugendgruppen, die von Kreis- oder Ortsgruppen aufgebaut und betreut werden. Innerhalb dieser Strukturen nehmen die Landesjugendverbände in Bayern und Niedersachsen eine Sonderstellung ein. In Bayern firmiert die BUNDjugend - entsprechend dem Landesverband Bund Naturschutz (BN) unter eigenem Namen als Jugendorganisation im Bund Naturschutz (JBN). In Niedersachsen hat sich die BUNDjugend mit einigen anderen Jugendumweltorganisationen im Jugendumweltnetzwerk JANUN zusammengeschlossen (siehe Exkurs).

Exkurs Jugendumweltnetzwerk JANUN: Im Jahr 1989 trafen sich ca. 30 Jugendliche aus Niedersachsen in Lüneburg, um ein Regionalbüro für Jugendarbeit im Natur- und Umweltschutz zu gründen. Eine Reihe von Jugendumweltorganisationen schloss sich daraufhin zusammen und bildete den Verein „Jugendaktion Natur- und Umweltschutz Niedersachsen e.V.“ (JANUN) mit dem Ziel, die hierarchischen Strukturen der Verbände zugunsten eines basisdemokratischen Netzwerkes aufzulösen (JANUN 2007a, www). JANUN ist daher auch kein Mitgliedsverband: Jeder interessierte Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren kann aktiv werden und an Entscheidungen mitwirken, so z.B. im Koordinationsrat (KoRa), dem höchsten Beschlussgremium von JANUN, das vier Mal im Jahr tagt und bei dem jeder stimmberechtigt ist. Neben den niedersächsischen Landesvertretungen von BUNDjugend, NAJU und DJN (Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung) arbeiten noch verschiedene „freie“ Jugendumweltgruppen, Jugendumweltbüros und einzelne Jugendliche in dem Verein mit. Die größte Präsenz hat JANUN in Hannover, weitere Umweltgruppen sind überwiegend in größeren Städten Niedersachsens zu finden. Derzeit sind ca. 40-50 Jugendliche im Niedersachsen engagiert (Stubenrauch, mdl.). Das Landesjugendbüro ist die Landesgeschäftsstelle von JANUN und hat seinen Sitz in Hannover. (JANUN 2007b: www). Hier werden alle landesweiten Projekte betreut, Veranstaltungen der verschiedenen Jugendorganisationen koordiniert und die finanziellen Aufgaben erledigt. JANUN ist Mitglied im Landesjugendring Niedersachsen und als Träger der politischen Erwachsenenbildung, der außerschulischen Jugendbildung und der freien Jugendhilfe

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
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(BUNDjugend 2007a, www). Eine Jugendgruppe kann von mindestens drei Mitgliedern im Einvernehmen

anerkannt. Als Dachorganisation hat der Verein Zugriff auf die Landesfördermittel für die Jugendbildung, die ca. ¾ der jährlichen Einnahmen ausmachen (ebd.). Die Kampagnen und Aktionen des Jugendumweltnetzwerkes haben überwiegend umweltpolitische Ausrichtung. Zwar werden auch Veranstaltungen angeboten, die sich den Bereichen Umweltbildung, aktiver Naturschutz oder Naturerlebnis zuordnen lassen, doch sind die thematischen Schwerpunkte vor allem Globalisierung, Konsum, Energie und Klimaschutz.

Bei der BUNDjugend gibt es kaum „erwachsene“ Mitarbeiter. Die gesamte Führungsebene (Bundesund Landesjugendleitungen) ist mit Jugendlichen unter 25 Jahren besetzt. Entsprechend werden Zielsetzungen, Kampagnen und Inhalte von Jugendlichen selbstbestimmt gewählt. Auf Landesebene existieren als Entscheidungsorgane die Landesjugendversammlungen und die dort gewählten Landesjugendleitungen. Die Landesjugendversammlung ist das höchste Organ und tritt jedes Jahr mindestens einmal zusammen (BUNDjugend Nds 2006: §4,6). In Niedersachsen werden dort u.a. die Grundzüge des Verbandes festgelegt, der Haushalt geplant und verabschiedet und die Landesjugendleitung gewählt. Neben der Wahl von fünf Delegierten für die Bundesjugendversammlung und für die Bundesdelegiertenversammlung des BUND werden auch Vertreter für die JANUN -Delegiertenversammlung bestimmt. Die Landesjugendleitung besteht aus bis zu acht Jugendsprechern, von denen einer als Vertretung in den BUND-Landesverband gewählt wird (vgl. 3.1.1). Die Wahlperiode ist mit einem Jahr relativ kurz. Daneben können zur Bearbeitung bestimmter Fachthemen Arbeitskreise (AK) gebildet werden. In Niedersachsen existieren derzeit die AK ‚Internationales’ und ‚Globalisierung’. Die Landesjugendleitungen werden teilweise von hauptamtlichen Bildungsreferenten und von Zivildienstoder FÖJ5-Leistenden in Landesbüros unterstützt. Sie realisieren Kampagnen der BUNDjugend für die jeweiligen Länder, bieten landesweite Treffen, Seminare und Aktionen an und beraten und begleiten die Ortsgruppen. Die BUNDjugend in Niedersachsen hat kein eigenes Büro und kein eigenes Personal, die Abrechnung wird von dem Geschäftsführer von JANUN erledigt (Poskowksy, Email). Entscheidungsgremien auf Bundesebene sind die Bundesdelegiertenversammlung, die von der Bundesdelegierten­ ersammlung v gewählte achtköpfige Bundesjugendleitung (Bujulei) und das Aktiventreffen - bis vor kurzem Länderkoordinationsrat genannt - in dem sich die Landesorganisationen abstimmen (BUNDjugend 2006: 4). Die Bundesjugendleitung wird von den hauptamtlich Angestellten der Bundesgeschäftsstelle unterstützt. Sie betreut die laufenden Projekte, Aktionen und andere Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich, indem sie an Projekttreffen teilnimmt, Informations- und Arbeitsmaterialen verleiht oder sich an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligt. In der Bundesgeschäftstelle arbeiten derzeit 18 Personen (Stand April 2007) (BUNDjugend 2007a). Davon sind sieben als Festangestellte, sechs als Freiwillige im Ökologischen Jahr und fünf als freie Mitarbeiter tätig. Im Jahr 2007 wurde zudem die Stelle der Freiwilligenkoordination hauptamtlich besetzt, die durch den BUND finanziell unterstützt wird. Dieser Freiwilligenkoordinator soll die Landesverbände dabei unterstützen, Freiwillige in ihrem Engagement zu begleiten und zu beraten und in Projekten der BUNDjugend Aspekte des Freiwilligenmanagements zu berücksichtigen. Die Landesverbände und der Bundesvorstand arbeiten selbstständig und bestimmen ihre Entscheidungsgremien selbst. Ihr Jahresbudget besteht aus Zuteilungen des Staates sowie des jeweiligen BUND–Verbandes; Aktionsbudgets und Projekte bzw. Kampagnen werden zum großen Teil über Förderanträge bei Stiftungen oder öffentlichen Institutionen finanziert (BUNDjugend 2006: 7). Da die BUNDjugend kein eingetragener Verein ist, hat sie keine eigene Satzung, sondern formuliert ihre Ziele und Aufgaben in Form von Richtlinien (BUNDjugend 2005a, www). Zweck der BUNDjugend ist „Schutz und Pflege von Natur und Umwelt sowie die Förderung der
5 Freiwilliges Ökologisches Jahr

40

Jugendarbeit“ (BUNDjugend 2005a, www: § 2,1). In einer Selbstdarstellung werden die grundsätzlichen Positionen formuliert, die die Jugendlichen vertreten. Als „umweltpolitische Organisation“ möchte sie sich „mit Worten und Taten für Alternativen einsetzen und mit ihren Forderungen Denkprozesse anregen“ (BUNDjugend 2005a, www). Zu ihren vorrangig behandelten Themenbereichen gehören Klimaschutz, erneuerbare Energien, Gentechnik und Globalisierung. Ihre Ziele versuchen sie überwiegend mittels Aufklärungskampagnen und Protestaktionen zu erreichen. In Niedersachsen gab und gibt es nur sehr wenige Aktionen, die unter dem Namen der BUNDjugend laufen, da JANUN faktisch in den letzten Jahren die BUNDjugend Niedersachsen verkörperte (Poskowsky, Email). Einen Überblick über die derzeit laufenden Kampagnen sowohl auf Bundesebene als auch in Niedersachsen liefert Tab. 7.
Tab. 7: Aktuelle Kampagnen der BUNDjugend (eigene Darstellung)

BUNDjugend
Veranstalter

"Triologisch"

Beschreibung der Kampagne

Zielgruppe

Bundesverband

"Global-Warning" Bundesverband Dieses Projekt fordert im Rahmen eines Wettbewerbs dazu auf, sich Gedanken darüber zu machen, was man gegen den Klimawandel tun kann. Mittels unterschiedlicher Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit (Graffitis, Collagen, Videos,...) können bis zu 5 Jugendliche pro Team am Wettbewerb teilnehmen. WTOpoly Beim politischen Straßentheater "WTOpoly" geht es darum, Bundesverband & öffentlichkeitswirksam auf die Zusammenhänge zwischen Globalisierung Jugendliche ab 14 einzelne Jahren und Handel aufmerksam zu machen. Während das Straßentheater im Jahr Landesverbände 2006 auf Tour druch Deutschland ging, ist es nun möglich, dass WTOpoly auszuleihen und selbstständig vorzuführen. Konsum Global Diese Kampagne ist ein Gemeinschaftsprojekt der BUNDjugend und JANUN. Es geht dabei um Stadtführungen, in denen Globalisierung und nachhaltiger Konsum thematisiert wird. Man erfährt, wie das Einkaufsverhalten mit ökologischen und sozialen Missständen in anderen Teilen der Welt zusammenhängt und wie man durch bewussten Konsum positiv Einfluss nehmen kann. Das Ziel ist es, aktiv zu werden und genauer hinzuschauen. Klimaretter.In Hierbei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der BUNDjugend Niedersachsen und JANUN. Das Projekt soll Jugendliche dazu motivieren, für den Kllimaschutz und die Energiewende aktiv zu werden. Es gliedert sich in drei voneinander abhängige Teile: Zunächst informiert eine Ausstellung über das Thema Klima, indem sie durch Schulen und Jugendzentren Niedersachsens tourt. Schüler werden im Vorfeld ausgebildet, um Führungen eigenständig zu übernehmen. Daneben gibt es eine Aktionsmappe, in der eigene Handlungsmöglichkeiten aufgeführt sind. Zuletzt werden alle tatsächlich durchgeführten Aktionen mit Klimapunkten vergütet, die später zusammengerechnet werden. Für jeden erzielten Punkt zahlen Sponsoren eine gewisse Summe, so dass als Ziel ein großes Klimaprojekt finanziert werden kann. Schüler

Bundesverband

Jugendliche ab 14 Jahren

Landesverband

Schüler

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
41

Inhalt dieses Projektes ist ein bundesweiter Wettbewerb, in dem Jugendliche selbstständig und aktiv für Umwelt und Naturschutz in ihrem Lebensumfeld eintreten. "Triologisch" bedeutet: mindestens drei Zukunftsscouts sind in einer Gruppe, in drei Bereichen können sie aktiv werden (Naturschutz, Umweltschutz, Zukunft) und drei Wettbewerbsschritte ("Entdecken, Motzen, Besser machen"), in denen sich der Wettbewerb vollzieht.

Jugendliche zwischen 11-15 Jahren

Wie werden Jugendliche zum Mitmachen angeregt? Auf der Homepage des Bundesverbandes der BUNDjugend (www.bundjugend.de) wird unter der Rubrik „Mitmachen“ für die Mitgliedschaft oder eine Spende an den Jugendverband geworben. Daneben wird für interessierte Jugendliche ein Ratgeber zur Gruppengründung zum Download angeboten (BUNDjugend 2007b). Darin werden Tipps zu allen wichtigen Phasen einer Gruppengründung gegeben - von der Vorbereitung über das erste gemeinsame Treffen bis hin zu beispielhaften Projektaktionen. Für Interessierte, die an einem konkreten Projekt teilnehmen wollen, sind in der Rubrik „Projekte“ alle derzeit laufenden Kampagnen aufgeführt. Dort wird beschrieben, für welche Zielgruppe die Projekte geeignet sind und was genau dabei zu tun ist. Auch wird darauf hingewiesen, dass die jeweiligen Landesverbände jederzeit als Ratgeber zur Verfügung stehen; die Namen und Kontaktadressen der Ansprechpartner sind aufgeführt. Daneben kann man einen alle acht Wochen erscheinenden Newsletter bestellen („Klatschmohn“), der über die Arbeit des Bundesverbandes und einzelner Landesverbände informiert. In Niedersachsen ist eine Internetpräsenz nur über JANUN vorhanden (www.janun.de). Auf der Seite „Aktiv werden“ stellt JANUN aktuelle Projekte vor, an denen interessierte Jugendliche teilnehmen können. Zusätzlich sind die Seiten „Veranstaltungen“, „Projektgruppen“ und „Mitglieder“ verlinkt, auf denen sich die Jugendlichen über weitere Engagementformen informieren können. Es wird dazu ermuntert, sich bei Interesse entweder persönlich, telefonisch oder per Email (Kontaktformular vorhanden) zu melden. Auch bei JANUN gibt es einen monatlich erscheinenden Newsletter, der über abgeschlossene, aktuelle und zukünftige Projekte informiert, Seminare und Veranstaltungen auflistet und durch konkrete Ansprache zum Mitmachen animiert. Man erhält jedoch keinen Überblick, wo es bereits Jugendgruppen in Niedersachsen gibt, denen man sich ggf. anschließen kann. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Landesjugendbüros von JANUN werden Jugendliche, die bereits an Seminaren teilgenommen haben, über Email-Verteiler auf Engagementmöglichkeiten hingewiesen. Ansonsten läuft die Aktivengewinnung überwiegend über Mund-zu-Mundpropaganda (Stubenrauch mdl.). Einmal im Jahr wird ein fünftägiger Jugendumweltkongress organisiert, der sich „Herbstspektakel“ nennt. Hier treffen sich jedes Jahr durchschnittlich 100 interessierte Jugendliche, um zu einem Schwerpunktthema an Workshops und Exkursionen teilzunehmen.

42

3.2.2	 Naturschutzjugend im NABU (NAJU) Die NAJU entwickelte sich als Jugendorganisation seit den 1950er Jahren parallel zum Erwachsenenverband und hat sich im Laufe der Zeit zu einem eigenständigen Verein formiert. Den Grundstein dafür legte die DBV-Jugend Anfang der 1980er Jahre, in dem sie heftigen verbandsinternen Spannungen nicht aus dem Weg ging, sondern hartnäckig eine Erweiterung des Grundsatzprogramms im Sinne eines umfassenden, politischen Umweltschutzengagements forderte (Bammerlin 1998: 77). Die bis dato gemachten Aussagen gingen den Jugendlichen nicht weit genug, so dass sie 1982 auf einer bundesweiten Delegiertenversammlung gegen den Willen des Präsidiums die DBV-Jugend mit eigener Satzung und eigenem Vorstand gründeten. Mit der Umbenennung des DBV in den NABU Anfang der 1990er Jahre änderte auch der Jugendverband seinen Namen in Naturschutzjugend. Wie in 3.1.2 erwähnt, wird die NAJU finanziell vom NABU unterstützt. Sie verwaltet diese Gelder in eigener Verantwortung. Auch die Themenwahl der Projekte und Aktionen verläuft überwiegend selbstständig. Mit über 80.000 Mitgliedern zwischen 5 und 27 Jahren ist die NAJU heute Deutschlands größter Kinderund Jugendverband im Bereich Natur- und Umweltschutz (NAJU 2007a, www). Die NAJU Niedersachsen ist gibt es insgesamt ca. 1.500 NAJU Kinder- und Jugendgruppen, die oft auch von NABU-Ortsgruppen betreut werden (NABU 2007j, www). Speziell für Kinder im Alter von 5-12 hat die NAJU einen eigenen Kinderbereich, den Rudi-Rotbein-Club. Hier sollen die Kinder an die Natur herangeführt werden und erste Erfahrungen mit einem Umweltverband sammeln. Da hinsichtlich der Organisationsstruktur zwischen BUNDjugend und NAJU nur geringfügige Unterschiede bestehen, wird im Rahmen dieser Untersuchung auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet und nur ein grober Überblick gegeben (vgl. dazu auch Abb. 12, Seite 35). So existieren auch bei der NAJU ein Bundesverband sowie einzelne Landesverbände, die in allen Bundesländern vertreten sind. In Bayern tritt sie unter dem eigenen Namen Naturschutzjugend im LBV auf. Der Bundesverband setzt sich aus Bundesvorstand und Bundesgeschäftstelle zusammen. Im gewählten Vorstand engagieren sich sechs ehrenamtlich tätige Jugendliche, um mit Hilfe der Bundesgeschäftstelle die großen bundesweiten Jugendkampagnen zu planen, Projektgelder zu akquirieren, den Rudi-RotbeinClub zu betreuen und die Landesverbände zu unterstützen. Daneben werden aber auch internationale Kontakte geknüpft, so dass die NAJU auf allen Ebenen präsent ist (NAJUa 2007, www). Die Aufgabe der Landesverbände ist es, Ortsgruppen zu betreuen, landesweite Veranstaltungen zu planen und durchzuführen sowie Teams zu organisieren, die konkrete Projekte betreuen. In Niedersachsen ist die NAJU wie der BUNDjugend Landesverband Mitglied bei JANUN. Die Mitgliedschaft der NAJU beschränkt sich jedoch überwiegend auf die Zusammenarbeit bei Fortbildungen, Workshops oder sonstigen Einzelveranstaltungen. Seit 2004 ist der Landesverband ein eingetragener Verein mit eigener Satzung und seit 2005 auch mit eigener Landesgeschäftsstelle in Oldenburg (NAJU Nds. 2007). Die Landesgeschäftsstelle agiert dabei als Informant, z.B. bei Anfragen nach Gruppenleitern. Seit 2007 wird zudem verstärkt die aktive Rolle als Netzwerkvermittler und Förderer eingenommen, etwa indem ein Gruppenleitertreffen organisiert wurde, bei dem die Aktiven ihre Erfahrungen austauschen konnten. Ziel einer Förderung ist es, möglichst stabile Jugendgruppen zu erhalten und nicht eine möglichst große Anzahl an Einzelveranstaltungen anzubieten (Masanneck, Email). Derzeit gibt es insgesamt 39 Kindergruppen und fünf Jugendgruppen (Stand August 2007). Drei Kindergruppen werden von Jugendlichen betreut, die übrigen Leiter sind meist über 30 Jahre alt und im NABU aktiv. Die Jugendgruppen sind im Bereich des mit 5.200 Mitgliedern der drittstärkste Landesverband (Stand 31.3.2007) (Masanneck, Email). Bundesweit

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
43

aktiven Naturschutzes engagiert, indem sie z.B. Teichpflege oder Flussrenaturierungen übernehmen, Nistkästen bauen oder Obstwiesen schützen (ebd.). Aktuelle Kampagnen sowohl des Bundes- als auch des Landesverbandes zeigt Tab. 8.

Tab. 8: Aktuelle Kampagnen der NAJU (eigene Darstellung)

NAJU

Veranstalter Fluss-Connection

Beschreibung der Kampagne Diese Kampage ist eine Kombination aus Online-Wettbewerb und aktiven Aktionen vor Ort. Als Gruppe setzt man sich für Flüsse und Bäche ein. Für jede Aktion, die vor Ort ausgeführt und auf der Internetseite des Wettbewerbs präsentiert wurde, bekommt man Punkte. Die Gruppe, die am Ende der Kampagne die meisten Punkte hat, hat gewonnen und bekommt einen Preis JUUS - Jugend für Umwelt und Sport Kooperation zwischen NAJU und deutscher Sportjugend (dsj).Das Projekt möchte möglichst viele engagierte Jugendliche zusammenbringen. Gemeinsam wollen dsj und NAJU Sport und Umweltengagement praktisch in Einklang bringen: Einerseits durch kreative Aktionen und Projekte, andererseits durch eine informative Internetseite. Es werden zahlreiche Aktionsformen der sportiven Umweltbildung angeboten wie Kanu- und Kletterfreizeiten, Tauchcamps etc., wo naturverträglicher Umgang mit der Natur und Naturerfahrung im Vordergrund steht. Klima-Akademie

Zielgruppe

Bundesverband

Jugendliche zwischen 12-19 Jahren

Bundesverband

je nach Veranstaltung Kinder und/oder Jugendliche

Bundesverband

Die Aktion besteht aus drei Wochenendworkshops, in denen über den Klimawandel und seine Auswirkungen gesprochen wird. Es werden praktische Tipps gegeben, was man als Einzelperson gegen das Problem Klimawandel tun kann.

Jugendliche zwischen 16 -23 Jahren

Treffpunkt Erdball Bundesverband & Im Rahmen dieses Projektes kann an internationalen einzelne Landesverbände Jugendbegegnungen, Aktions- und Workcamps, Erlebnisfreizeiten und Vogelbeobachtungen teilgenommen werden. Landesverband Niedersachsen "Panta rhei" - alles fließt Der Schutz heimischer Fließgewässer steht bei diesem Projekt im Mittelpunkt. Der Lebensraum Bach, Fluss sowie die angrenzenden Uferbereiche sollen erkundet und ggf. renaturiert werden. Stadtnatur erleben und schützen Landesverband Niedersachsen Hier können eigene kleine Biotope an der Schule, im eigenen Garten oder auf einer öffentlichen Fläche errichtet werden. Die NAJU unterstützt fachlich und finanziell Aktionen, bei denen kleine Naturelemente für Insekten, Vögel oder Kleinsäuger im städtischen Bereich angelegt werden, um mehr Natur in die Städte zu holen. Kermit & Co Landesverband Niedersachsen Mit diesem Projekt werden Schulen unterstützt, gemeinsam Teiche anzulegen und damit neue Lebensräume für Amphibien zu schaffen. Bewerben kann sich jede Schule, Bedingung ist die Mithilfe bei der Teichanlage sowie die Integration der Froschentwicklung in den Lehrplan.

Jugendliche ab 14 Jahren

Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche

Schüler

44

Wie werden Jugendliche zum Mitmachen angeregt? Auf der Homepage des NAJU Bundesverbandes (www.naju.de) finden interessierte Jugendliche unter der Rubrik „Mitmachen“ einen Überblick über die Vielfalt der Möglichkeiten, sich zu engagieren. Zum einen werden die vorhandenen Arbeitskreise vorgestellt, bei denen man mitmachen kann, zum anderen anhand einer interaktiven Karte exemplarisch die unterschiedlichen Bereiche dargestellt, in denen die NAJU aktiv ist. Zudem gibt es eine Jobbörse, wo Jugendliche in Form einer Stellenanzeige darüber informiert werden, für welche konkreten Verbandsaufgaben Engagierte gesucht werden und welchen Umfang das Engagement hat. Die Rubrik „Projekte & Kampagnen“ gibt Hinweise auf die aktuellen Aktionen des Bundesverbandes und informiert die Jugendlichen darüber, wie sie sich daran beteiligen können. Dazu werden neben den Kontaktdaten der Ansprechpartner ebenfalls weiterführende Links aufgeführt. Auf der Homepage des Landesverbandes Niedersachsen (www.naju-niedersachsen.de) findet sich zunächst keine eindeutig beschriebene Rubrik, die zum Mitmachen auffordert. Unter „Tipps und Tricks“ sind einige Hinweise darüber zu finden, wie man eine neue NAJU-Gruppe gründen kann und was dabei zu beachten ist. Es wird darauf hingewiesen, dass die Landesgeschäftsstelle als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Daneben können Jugendliche unter der Rubrik „NAJU-Gruppen“ einen Einblick in die Arbeit von Jugendgruppen erhalten, indem sie den Link der jeden Monat neu ausgezeichneten „Gruppe des Monats“ anklicken. Eine entsprechend markierte Karte Niedersachsens sowie eine Auflistung der aktiven Kinder- und Jugendgruppen nach Postleitzahlen ermöglicht es interessierten Jugendlichen nach bereits existierenden Gruppen in ihrer Umgebung zu suchen. Die NAJU Niedersachsen versucht, ihren Bekanntheitsgrad durch Aktionen auf Märkten und Festen und durch Presseberichte über Freizeiten und Projekte zu steigern. Viele Kinder und Jugendliche werden zudem durch Ferienpassaktionen und Schulveranstaltungen erreicht (Masanneck, Email).

Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
45

3.3	

Diskussion über den Stellenwert der Jugendarbeit in den Erwachsenenverbänden

Der Blick auf die Organisation und Programmatik der Erwachsenen- und Jugendverbände hat in Bezug auf das Thema Jugendförderung einige sowohl positive als auch negative Aspekte zum Vorschein gebracht. So zeigt sich, dass sowohl NAJU als auch BUNDjugend auf Landes- und auf Bundesebene zumindest formal in die Gremienarbeit der Erwachsendenverbände eingebunden werden. Inwieweit dies wirklich zu produktiver Zusammenarbeit führt, konnte im Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht genauer untersucht werden. Einige Hinweise darauf, dass die Zusammenarbeit nicht immer reibungslos funktioniert, liefert Schoenbeck (2007) in ihrer Diplomarbeit, für die sie im Rahmen einer qualitativen Studie einige Engagierte sowohl von der BUNDjugend als auch bei der NAJU befragte. Daneben steht fest, dass sowohl BUND als auch NABU der Kinder- und Jugendarbeit in ihren Grundsatzprogrammen große Bedeutung beimessen. Umweltbildung ist ein häufig erwähntes Themenfeld, wobei es jedoch meist eher um die klassische Vermittlung von Umweltbewusstsein und Naturerfahrung geht als um die gezielte Mobilisierung von Jugendlichen für freiwilliges Engagement. Durch Umweltbildungsmaßnahmen lernen die Jugendlichen zwar die Natur besser kennen und handeln auch eher nach umweltbewussten Grundsätzen, doch stellt sich die Frage, ob sie diese Aktionen auch wirklich mit dem Trägerverband, also bspw. BUND oder NABU, in Verbindung setzen. Durch eine bloße Teilnahme dürfte eine Identifikation mit dem Verband oder zumindest seine bewusste Wahrnehmung nicht erzielt werden. Mitgliederverbände wie BUND und NABU, die auf eine große Anzahl sowohl an Mitgliedern und vor allem auch an Engagierten angewiesen sind, nutzen hier die Chance nicht ausreichend, durch effektive Nachwuchsförderung dem eigenen Verband zu größerem politischen Einfluss und mehr Handlungskompetenz zu verhelfen. Dies zeigt sich vor allem in der finanziellen Unterstützung der Jugendvertretungen, die für diese Aufgabe prädestiniert erscheinen. So erhalten NAJU und BUNDjugend in Niedersachsen weniger als 1% der Gesamtausgaben der jeweiligen Erwachsenenverbände. Diese Summe ist nicht einmal ausreichend, um eine einzige Vollzeitstelle zu finanzieren. Die Jugendverbände stellen sich relativ gut organisiert dar und bieten Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren. Doch ist für eine erfolgreiche Mobilisierung nicht allein die Existenz möglichst vieler unterschiedlicher Engagementformen von Bedeutung, sondern auch eine Reihe anderer Faktoren – bei denen Geld eine große Rolle spielt: Voraussetzung ist zum einen eine gute Öffentlichkeitsarbeit, um in das Bewusstsein der Jugendlichen zu dringen und sie über die Vielfalt der Engagementbereiche zu informieren. Anders als bei Kindergruppen, bei denen die Eltern meist noch die Entscheidung zum Mitmachen treffen, müssen die Jugendlichen persönlich und zielgruppengerecht überzeugt werden. Eine Homepage, die zum Mitmachen aufruft, dürfte da nicht ausreichend sein. Vor allem in einem Flächenland wie Niedersachsen ist zudem eine Vernetzung zwischen den Engagierten nötig, damit die Jugendlichen nicht nur das Gruppengefühl innerhalb der eigenen Jugendgruppe erfahren, sondern auch innerhalb des ganzen Verbandes. Die Verbände sollten ihre Vorzüge, wie etwa die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches, stärker herausstellen. Eine sehr wichtige Rolle spielen auch Qualifikationsmöglichkeiten, die aktiv angeboten werden sollten. Schließlich haben Jugendliche noch deutlich weniger Wissen und Erfahrung als Erwachsene, was bspw. Kampagnenarbeit oder Mitteleinwerbung angeht. Bis sie sich diese Qualifikation selbst angeeignet haben, neigt sich die Lebensphase Jugend oder zumindest das Engagement meist schon wieder dem Ende zu, so dass die Jugendverbände davon nicht mehr profitieren können. Insgesamt zeigt sich also, dass für die Erwachsenenverbände durchaus noch Handlungsbedarf besteht, was die Unterstützung der Jugendverbände betrifft.

46

4	

Zwischenfazit	

Obwohl Umwelt- und Naturschutz bei Jugendlichen immer noch als ein wichtiges Handlungsfeld gesehen wird, sind andere Bereiche in den letzten Jahren in den Vordergrund gerückt. Vor allem die schlechte Arbeitsmarktlage hat dazu geführt, dass Jugendliche derzeit eher persönliche Probleme beschäftigen wie fehlende Ausbildungsplätze oder steigende Armut und sie danach auch ihre Prioritäten setzen. Zudem muss hinterfragt werden, ob die angegebenen relativ hohen Werthaltungen nicht einfach nur der gesellschaftlichen Norm entsprechen. In den 1980er Jahren, als Umweltbewusstsein in weiten Teilen der Bevölkerung noch nicht fest verankert war, hat die damals einsetzende Umweltbewegung durch Protestaktionen und Aufklärungskampagnen dafür gesorgt, dass Umwelt– und Naturschutz als Notwendigkeit angesehen wurde. Vor allem junge Menschen setzten sich damals intensiv mit der Thematik auseinander, während Umweltbewusstsein heutzutage eher als Allgemeingut angesehen bzw. übernommen wird. Weiterhin zeigt Kapitel 2.1 auf, dass der relativ hohen Wertschätzung der Jugendlichen für Umwelt- und Naturschutz ein Mangel an Umweltwissen entgegensteht. Zwar weiß die Mehrzahl der Jugendlichen, dass man die Umwelt schützen muss und hält dies auch für wichtig, oftmals fehlen ihnen aber die Hintergründe über das Wie und Warum. Dies erklärt auch die Tatsache, dass vor allem Jugendliche ein starkes Ohnmachtgefühl gegenüber Umweltproblemen empfinden und die Verantwortung auf andere übertragen. Durch fehlende primäre Naturerfahrung eignen sich viele Jugendliche das Wissen um ökologische Zusammenhänge und Ursache-Wirkungsprinzipien nicht mehr selbst an, sondern bekommen es über andere Kanäle (Fernsehen, Schule, Familie) lediglich als Information mitgeteilt. Diese zunehmende Sekundärvermittlung von Umweltwissen führt dazu, dass lediglich unzusammenhängende Wissensbrocken über Umwelt und deren Schutz vorhanden sind, diese im alltäglichen Leben jedoch keine Anwendung finden. Ein Naturverständnis, das auf eigenen Erfahrungen beruht, ist somit oftmals nur noch rudimentär vorhanden. Zudem zeigt sich, dass innerhalb der „Zielgruppe Jugend“ Differenzierungen hinsichtlich Umweltwissen, -bewusstsein und –handeln notwendig sind, wenn man die sozialdemographischen Daten berücksichtigt. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass mit zunehmendem Alter sowohl umweltbezogene Emotionalität als auch Handlungsbereitbereitschaft abnehmen, das Interesse an Umweltfragen aber steigt. Gymnasialschüler haben tendenziell ein sehr viel umfangreicheres Umweltwissen und ein stärkeres Umweltbewusstsein als Haupt- und Realschüler. Auch ist Umweltschutz eher ein Thema für das weibliche Geschlecht. Richtet man den Blick auf Häufigkeit und Intensität von freiwilligem Engagement, fällt jedoch auf, dass auch hier zwar Alter und Bildungsstatus als Differenzierungsmerkmale fungieren, das Geschlecht hingegen keine Rolle spielt. freiwillig engagiert sind - der Bereich des Umweltschutzes dabei aber eine untergeordnete Rolle spielt. Während sich insgesamt über ein Drittel der Jugendlichen in unterschiedlichen Bereichen freiwillig engagieren, sind es im Umweltschutz lediglich 2%. Zwar äußern weitere 43% ihre Bereitschaft zur Übernahme einer freiwilligen Tätigkeit, doch bleibt hier offen, wie viele der engagementbereiten Jugendlichen im Bereich des Umweltschutzes tätig werden wollen. Ferner geben die Ergebnisse keinen Aufschluss darüber, inwieweit die geäußerte Engagementabsicht durch entsprechende Maßnahmen wirklich in tatsächliches Verhalten umgewandelt werden kann.

Zwischenfazit
47

Die Ergebnisse des Freiwilligensurveys zeigen, dass viele Jugendliche derzeit sehr wohl aktiv bzw.

Im Moment kommen die in Umwelt- und Naturschutzverbänden engagierten Jugendlichen überwiegend aus bildungsstarken Schichten, haben ein ausgeprägtes Naturverständnis und sind bereits früh über Familie oder Bekannte in das Umfeld von Umwelt- und Naturschutz eingeführt worden. Dies beschreibt eine relativ kleine, homogene Zielgruppe und zeigt zudem, dass Freunden und Bekannten eine wichtige Funktion als Mentor zukommt. Einen weiteren Ansatzpunkt für eine Mobilisierung bildet die Tatsache, dass in den Umwelt- und Naturschutzverbänden viele Jugendliche über Familienmitgliedschaften formal Mitglied sind, aber nicht aktiv am Verbandsgeschehen teilnehmen. Hier handelt es sich also um eine Gruppe, bei der das enge soziale Umfeld dem Umwelt- und Naturschutz positiv gegenübersteht, da die Eltern zumindest finanzielle Unterstützung leisten. Im Hinblick auf Hemmnisse für freiwilliges Engagement lassen sich aufgrund von bisherigen Erkenntnissen in der Sozialforschung vorrangig drei Faktoren festmachen: •	 •	 •	 Negative Wahrnehmung Kommunikationsdefizite Zeitmangel

Inwieweit diese Gründe auch für jugendliches Engagement im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zutreffen, gilt es im Rahmen der vorliegenden empirischen Studie herauszufinden. So zeigt sich zwar, dass Jugendliche großes Vertrauen in die Arbeit von Umwelt- und Naturschutzverbänden haben, sich persönlich aber nicht vorstellen können, dort selbst aktiv zu werden. Bei der Entscheidung, sich in irgendeiner Form freiwillig zu engagieren, spielen bei den Jugendlichen die Erwartungen, die sie an eine solche Tätigkeit stellen, eine große Rolle. Hier ist eine Entwicklung zu beobachten, die den Umweltverbänden wertvolle Hinweise für eine zielgruppengerechte Ansprache liefert. So ist den Jugendlichen wichtig, unterschiedliche Erwartungen kombinieren zu können. Neben Spaß an der Tätigkeit wollen sie das Gefühl haben, an etwas Sinnvollem beteiligt zu sein, wovon sie persönlich aber auch in irgendeiner Weise profitieren. Diese pragmatische Denkweise zeigt sich zudem im Hinblick auf die bevorzugte Struktur des Engagements. So engagieren sich Jugendliche eher, wenn ein klares Aufgabenfeld beschrieben wird, das in einem zeitlich begrenzten Rahmen mit vorgegebenen Zielen bearbeitet werden kann. Ob diese Erkenntnisse in gleicher Form und Intensität für den speziellen Bereich des Umwelt- und Naturschutzes gelten, bleibt offen und erfordert eine empirische Überprüfung. Mit einem Engagement in der BUNDjugend oder der NAJU haben Jugendliche die Möglichkeit, in den beiden größten Umwelt- und Naturschutzverbänden Deutschlands die Interessen von Natur und Landschaft zu vertreten. Dabei sind in Niedersachsen die Jugendvertretungen auf unterschiedliche Art organisiert und setzen zudem verschiedene Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Die BUNDjugend hat sich dem Jugendumweltbildungsnetzwerk JANUN untergeordnet, das sowohl eigene Veranstaltungen und Seminare anbietet als auch die der anderen Mitgliederorganisationen unter einem Dach vereint. Die BUNDjugend nimmt sich vor allem umweltpolitischen Themen an, was sich an den durchgeführten Aktionen (überwiegend Demonstrationen und Protestaktionen) und Kampagnen zeigt. Die Bildung von Jugendgruppen spielt in der Jugendarbeit eine untergeordnete Rolle. Mit dem Klimaretter.in -Projekt hat sie seit langem wieder eine Kampagne, die auch unter dem Namen der BUNDjugend läuft. Ansonsten scheint die BUNDjugend in Niedersachsen, zumindest für Nicht-Mitglieder, nicht existent.

48

Die NAJU Niedersachsen spricht eher Jugendliche an, die ihren Schwerpunkt im aktiven Naturschutz setzen. Das Ziel des Verbandes ist es, in möglichst vielen Gegenden Niedersachsens Jugendgruppen zu bilden, die sich untereinander vernetzen und austauschen. Eine solch flächendeckende Verbreitung scheint bei derzeit fünf existenten Jugendgruppen jedoch noch in weiter Ferne. Zwar spielen zeitlich befristete Projekte in Form von Kampagnen auch eine Rolle in der Jugendarbeit, doch werden hier überwiegend Kinder im Alter von 5-12 Jahren angesprochen. Fest steht, dass BUNDjugend und NAJU als eigenständige Jugendvertretungen der Erwachsenenverbände den Jugendlichen viele Möglichkeiten bieten, sich freiwillig zu engagieren und sich für Natur und Landschaft einzusetzen (vgl. Abb. 14 auf der folgenden Seite). Die Formen des Engagements reichen von aktivem Naturschutz über umweltpolitische Themen bin hin zur klassischen Ehrenamtsübernahme. Hinsichtlich des Stellenwertes der Jugendverbände bei den Erwachsenenverbänden ist jedoch kritisch anzumerken, dass die finanzielle Unterstützung bei Weitem nicht ausreichend erscheint, um eine effektiv Nachwuchsförderung durch die Jugendverbände zu gewährleisten. So bleibt großes Potenzial ungenutzt, da viele für eine Mobilisierung notwendige Aufgaben wie Öffentlichkeitsarbeit, Qualifizierungsprogramme und Gruppenförderungsprogramme nicht finanziert werden können.

Zwischenfazit
49

Engagementbereiche

Formen des Engagements
Vertretung im Erwachsenenverband Schatzmeister Projektbetreuung Arbeitskreisbetreuung Verbandsentwicklung Öffentlichkeitsarbeit Politik, Lobbyarbeit Kampagnenteam Organisation Presse und Öffentlichkeitsarbeit, sowohl extern als auch intern Organisation von Events Pflege der Homepage (Administration, Texte verfassen, Bilder suchen und bearbeiten) Motivator und Aktivator: Gruppen und Kooperationspartner für die Kampagne gewinnen Kampagnenteilnehmer (Gruppenleiter, Gruppenmitglied) Texte schreiben

Vorstand (Landes- oder Bundesebene)

Kampagnen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Fotografieren Kontakte herstellen und pflegen Presseberichte sammeln Internetseiten aktuell halten Projektentwicklung/ Konzeptionen für Umweltbildung mit Kindern

Umweltbildung

Texten für Kinderhefte und Internetplattform Kindergruppenleitung Organisation von Naturschutzeinsätzen

Aktiver Naturschutz

Fachliche Beratung Teilnehmer an Naturschutzeinsätzen Referent Teilnahme an Seminaren oder Fortbildungen Leitung bzw. Organisation Teilnahme Organisation von internationalen Austauschen Teilnahme von internationalen Austauschen Organisation von Freizeiten und Naturerlebnisangeboten Teilnahme an Freizeiten und Naturerlebnisangeboten Gruppenleiter Gruppenmitglied

Seminare/ Fortbildungen

Arbeitskreise

Internationales

Freizeiten/Naturerfahrung

Jugendgruppenarbeit

Abb. 14: Formen des freiwilligen Engagements in Jugendumweltverbänden (eigene Darstellung nach NABU 2007k, www)

50

5	

Methodische Vorgehensweise
Problemformulierung
vgl. 5.1

Die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung sind für weiterführende Forschungen nur dann aussagekräftig und brauchbar, wenn der methodische Ablauf der vollständigen Studie differenziert dargestellt und plausibel begründet wird (vgl. Friedrichs 1990: 119; Bortz & Döring 2006: 88). Aus diesem Grund werden im folgenden Kapitel die einzelnen Phasen dieser empirischen Studie nach theoretischer Vorlage von Friedrichs (1990: 119) aufgeschlüsselt und um konkrete, auf die hier vorliegende Studie bezogene Inhalte ergänzt (vgl. Abb. 15). Ergebnisdokumentation und Diskussion werden dabei aufgrund ihres Umfangs und ihrer Bedeutung in eigenständigen Kapiteln aufgeführt (s. Kap. 6 & 7).

Konzeptualisierung

vgl. 5.2

Datenerhebung,-aufbereitung vgl. 5.3

Ergebnisdokumentation

vgl. 6

Diskussion

vgl. 7

Abb. 15: Übersicht der methodischen Vorgehensweise (eigene Darstellung nach Friedrichs 1990: 119)

5.1	

Problemformulierung

Für eine klare und eindeutige Problembenennung ist es zunächst sinnvoll, die zentrale übergeordnete Zielsetzung der empirischen Studie weiter zu präzisieren (vgl. 5.1.1). Da es sich bei der vorliegenden Arbeit um eine anwendungsorientierte Untersuchung handelt, die nicht in erster Linie Theorien prüft oder weiterentwickelt, sondern zum praktischen Handeln anleiten soll, wurde auf eine Hypothesengenerierung nach streng wissenschaftlichen Kriterien verzichtet (Bortz & Döring 2006: 51). Vielmehr wurden aus Literaturrecherche und Interviews praxisbezogene Fragestellungen formuliert, durch deren Beantwortung deskriptiv aufgezeigt werden kann, welche Hemmnisse, Potentiale und Zugangswege für die Jugendumweltschutzarbeit vorliegen (vgl. 5.1.2).

5.1.1	 Zielsetzung Das Ziel dieser Untersuchung ergibt sich aus der Problematik, dass sich derzeit nur ein sehr geringer Anteil (2%) der Jugendlichen in Deutschland im Umwelt- und Naturschutzbereich engagiert. Dies spiegelt sich auch in der Jugendarbeit der beiden größten Umwelt- und Naturschutzverbände Deutschlands, BUND und NABU, wider (Junge mdl.; Masanneck mdl.). Sowohl BUNDjugend als auch NAJU fehlt es an Jugendlichen, die sich aktiv am Umwelt- und Naturschutz beteiligen, so dass sich die Verantwortung und die Arbeitsbelastung derzeit nur auf wenige Schultern verteilt. Viele Untersuchungen beschäftigten sich in der Vergangenheit mit den Zugangswegen, der Motivation Fischer 2001; Moragas-Klostermeyer 2002; Sanders 2004). Diese Ergebnisse nun auf die Nichtengagierten zu übertragen, also quasi im Umkehrschluss zu behaupten, dass sich aus den Gründen und Motiven der Engagierten die Gründe und Motive der Nichtengagierten ableiten lassen, erscheint wenig sinnvoll und wissenschaftlich fragwürdig. Zumindest erfordert es die Überprüfung durch eine empirische Untersuchung.

Methodik
51

und der Erwartungshaltung von im Umwelt- und Naturschutz engagierten Jugendlichen (vgl. Eigner 1997;

Ziel dieser Untersuchung war es daher, aufzuzeigen, aus welchen Gründen die Mehrzahl der Jugendlichen heutzutage nicht im Umweltschutzbereich freiwillig engagiert ist, um daraus speziell für die Jugendumweltverbände konkrete Handlungsmöglichkeiten abzuleiten. Dafür galt es auch herauszufinden, wie viele Jugendliche unter welchen Umständen zu einem Engagement in einem Jugendumweltverband mobilisiert werden können. Zusammenfassend ergaben sich folgende übergeordnete Forschungsfragen: •	 Wie hoch liegt bei Jugendlichen das Potential für die Übernahme eines freiwilligen Engagements im Umweltschutzbereich? •	 Welche Hemmnisse existieren derzeit, die Jugendliche davon abhalten, sich in einem Jugendumweltverband zu engagieren? •	 Welche Zugangswege müssen geschaffen werden, um mehr Jugendliche zu Umwelt- und Naturschutz zu bewegen?

Als Zielgruppe wurden die 14-18jährigen Jugendlichen betrachtet, weiter eingrenzend nur Schüler von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien, da diese tendenziell über mehr Freizeit – also auch potentielle Zeit für ein Engagement - verfügen als Jugendliche in einer Berufsausbildung (Picot 2005: 209). Die Gruppe der Kinder, also der unter 14jährigen, wurde im Sinne der Begriffsdefinition für freiwilliges Engagement bewusst nicht berücksichtigt, da diese eher als „Empfänger“ oder „Adressat“ freiwilligen Engagements angesehen werden können wie bspw. im Rahmen von Umweltbildung oder Naturerlebnisangeboten.

5.1.2	 Forschungsfragen Aus Kapitel 2 ergeben sich untergeordnete Forschungsfragen, die sich unterschiedlichen Kategorien zuordnen lassen. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass diese Kriterien nicht isoliert betrachtet werden dürfen, sondern teilweise voneinander abhängig sind bzw. sich ergänzen.

Umwelt- und Naturschutzverbände •	 Wie bekannt sind Jugendlichen heutzutage Umweltverbände und die dazugehörigen Jugendorganisationen? •	 •	 Welches Bild machen sich die Jugendlichen von Umweltverbänden? Wie sieht deren Image aus? Werden die Ziele und Inhalte von Umweltverbänden, speziell Jugendumweltverbänden, von Jugendlichen wahrgenommen? Stimmen die Ansichten überein? •	 Wie stellen sich Jugendliche ein Engagement in Jugendumweltverbänden vor?

52

Umwelt- und Naturschutz •	 •	 •	 Welche Erfahrungen haben Jugendliche bereits mit Umwelt- und Naturschutz gemacht? Welchen Stellenwert hat Umwelt- und Naturschutz bei Jugendlichen? Haben Jugendliche heutzutage Interesse an Umwelt- und Naturschutz

Engagementpotential •	 Wie viele der nichtengagierten Jugendlichen sind grundsätzlich bereit, sich im

Umweltschutzbereich zu engagieren? •	 •	 Wie viel (Frei-)Zeit steht Jugendlichen heute potentiell zur Verfügung? Sind Abhängigkeiten zwischen der Bereitschaft zum Engagement und Schulform, Geschlecht oder Alter erkennbar?

Engagementhemmnisse •	 Welche Gründe für ein Nichtengagement geben die Jugendlichen direkt an (bewusste Hemmnisse)? •	 Welche Gründe für ein Nichtengagement sind eher im Unterbewusstsein der Jugendlichen zu finden (unbewusste Hemmnisse)?

Zugangswege •	 Welche Formen des Engagements fördern die Bereitschaft, sich im Umweltschutz zu engagieren? Wie werden im Speziellen die bestehenden Projekte von BUNDjugend und NAJU beurteilt? •	 •	 •	 Welche Themen aus dem Natur- und Umweltschutzbereich wecken Interesse? Welche Erwartungen haben Jugendliche an das freiwillige Engagement? Was müsste passieren, dass sich Jugendliche freiwillig engagieren?

Methodik
53

5.2	

Konzeptualisierung

In der Konzeptualisierungsphase geht es zunächst darum, die zu untersuchende Zielgruppe als Grundgesamtheit der empirischen Studie differenzierter zu analysieren, um daraus Typ und Umfang der Stichprobe bestimmen zu können (vgl. 5.2.1). Das in 5.2.2 beschriebene Untersuchungsdesign definiert die gewählte Erhebungsmethode, die zeitliche Dimension der Erhebung sowie das Instrument, das zur Klärung der formulierten Forschungsfragen angewandt wurde. Da es sich um eine handlungsorientierte, deskriptive Untersuchung handelt, wird auf die theoretische Abhandlung der Operationalisierung, wie sie in der empirischen Sozialforschung üblich ist, weitgehend verzichtet. Stattdessen wird lediglich das Messinstrument vorgestellt, indem der Konstruktionsaufbau und die zu erfüllenden Gütekriterien detailliert beschrieben werden (vgl. 5.2.3). 5.2.4 zeigt die Ergebnisse des durchgeführten Pretests, der das entwickelte Instrument und die Erhebungssituation vor der eigentlichen Erhebungsphase auf ihre Tauglichkeit prüft.

5.2.1	 Stichprobenkonstruktion Die Grundgesamtheit dieser Studie bildet sich
Tab. 9: Übersicht der prozentualen Verteilung in Niedersachsen nach Geschlecht und Schulform (NLS 2007a, www)

gemäß der Zielsetzung aus in Niedersachsen zur Schule gehenden Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren, die zurzeit eine Haupt- oder Realschule oder ein Gymnasium besuchen.1 Nach dem Landesamt für Statistik (NLS 2007b, www) sind dies in Niedersachsen 562.200 Schüler (Stand 2006). Tab. 9 zeigt die prozentuale Verteilung nach Geschlecht und Schulform.

Schulform Hauptschule Realschule Gymnasium Geschlecht

Verteilung 19% 34% 47% 50% - 50%

Da aufgrund dieser hohen Grundgesamtheit eine Vollerhebung nicht in Betracht kam, wurde die Befragung einer repräsentativen Stichprobenauswahl angestrebt (Friedrichs 1990: 123ff; Mayer 2004: 58ff). Zur groben Festlegung des Stichprobenumfanges wurde sich zunächst an einer vereinfachten Formel zur Berechnung der Stichprobengröße orientiert (vgl. hierzu Mayer 2004: 65). Bei einer Irrtumswahrscheinlichkeit der Aussagen von 5% - die Sicherheit der Aussagen liegen damit bei 95% hätten demnach 400 Jugendliche befragt werden müssen. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Mindest-Angabe des Stichprobenumfangs (Friedrichs 1990: 145f). Da im Rahmen dieser Untersuchung nicht nur ein Merkmal wie bspw. Geschlecht, Schulform oder Alter als unanhängige Variable untersucht werden soll, sondern verschiedene Merkmale miteinander kombiniert bzw. in Anhängigkeit zueinander gesetzt werden, wurde eine Aufstockung der Stichprobengröße um 50% auf 600 Jugendliche als sinnvoll erachtet. Dies bot zudem den Vorteil, dass trotz Ausfällen, wie sie vor allem bei der Beantwortung der offenen Fragen aufgrund fehlender Motivation zu erwarten waren, ein gesichertes und aussagekräftiges Ergebnis erzielt werden konnte. Um Repräsentativität zu gewährleisten, wurde als Auswahlverfahren die Zufallsauswahl in Form einer Klumpenauswahl (Cluster Sampling) angewandt (Bortz & Döring 2006: 435ff; Mayer 2004: 62). Hierbei wird die Grundgesamtheit in Teilgruppen (Klumpen) zerlegt, von denen dann nach dem Zufallsprinzip eine bestimmte Anzahl ausgewählt und befragt wird. Dieses Verfahren bot sich im Rahmen dieser Studie
1 Als Datengrundlage wurden nur die Zahlen der Haupt- und Realschulen, der Gymnasien sowie der Kooperativen Gesamtschulen berücksichtigt, da bei Integrierten Gesamtschulen eine Aufschlüsselung nach Schulform nicht verfügbar war. Ebenso nicht eingerechnet wurden Waldorfschulen, Förderschulen, Kollegs sowie Abendgymnasien.

54

an, da die Grundgesamtheit (schulpflichtige Jugendliche) automatisch Teilgruppen (Schulklassen) zugeordnet werden konnte. Sowohl aus finanziellen als auch aus zeitlichen Gründen wurde die Auswahl auf weiterführende Schulen im Raum Hannover/Hildesheim beschränkt (siehe dazu auch 5.3.1).

5.2.2	 Untersuchungsdesign Als Erhebungsmethode wurde die Befragung mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens zum schriftlichen Selbstausfüllen gewählt. Aufgrund der vorher festgelegten Zielgruppendefinition – Schüler zwischen 14-18 Jahren – fand die Erhebung im Rahmen von Klassenbefragungen statt. Durch die Methode der Gruppenbefragung bot sich eine vergleichsweise kostengünstige und zeitextensive Form, einen relativ großen Ausschnitt aus der Grundgesamtheit zu erreichen (vgl. 5.2.1). Obwohl in der empirischen Sozialforschung oftmals kritisiert (Atteslander et al. 1991: 167f; Friedrichs 1990: 237), überwiegen im Rahmen dieser Studie die Vorteile einer quantitativen Untersuchung in schriftlicher Durchführungsform. Schriftliche Befragungen erleben die Befragten als anonymer, was sich günstig auf die Bereitschaft zu ehrlichen Angaben auswirkt (Bortz & Döring 2006: 256). Zudem erhalten introvertierte Jugendliche die Möglichkeit, ihre Meinung und Einstellung zu der Thematik zu äußern, was bei einer mündlichen Gruppendiskussion nur eingeschränkt der Fall gewesen wäre. Durch die persönliche Anwesenheit der Autorin während der in der Unterrichtszeit durchgeführten Befragung konnten viele Nachteile einer schriftlichen Befragung umgangen werden. So wurde etwa einer unkontrollierten Erhebungssituation entgegengewirkt, da sichergestellt war, dass die Fragebögen (anders als bei postalischen Befragungen) von jedem Befragten persönlich ausgefüllt wurden. Die Wahrscheinlichkeit einer Verweigerung aufgrund fehlender Motivation o. ä. wurde minimiert. Auch konnten Verständnisschwierigkeiten bei einzelnen Frageformulierungen durch die Anwesenheit der Autorin sofort behoben werden. Da im Rahmen der Studie keine Aussagen zu Trends oder Veränderungen bezüglich Verhalten und Einstellung Jugendlicher getroffen werden sollen, fand nur eine einmalige Erhebungsphase statt, die sich über den Zeitraum eines Monats erstreckte. Es handelt sich somit bei der hier vorliegenden Untersuchung um eine Querschnittsstudie (Atteslander et al. 1991: 116).

5.2.3	 Fragebogenkonstruktion 5.2.3.1	 Aufbau des Fragebogens Abb. 16 auf der folgenden Seite zeigt die grobe inhaltliche Zusammensetzung des konzipierten Fragebogens. Als Grundlage dienten die in Kapitel 5.1 formulierten Forschungsfragen. Bei der Fragenformulierung wurden die Vorgaben von Schnell et al. (1999: 312f) berücksichtigt. Zudem wurde der Fragebogen in der sprachlichen Gestaltung auf die Sprachgewohnheiten der Jugendlichen übertragen. Um die Jugendlichen nicht zu überfordern, wurde auf Filterfragen weitestgehend verzichtet. und den übrigen Nichtengagierten war die Konzipierung einer Ausschlussfrage unumgänglich, da darauf aufbauend nach Hemmnissen sowie potentiellen Zugangswegen und Anstößen gefragt wurde. Zur Erleichterung der Auswertung und aufgrund der höheren Objektivität wurden überwiegend geschlossene Fragen verwendet. Da es inhaltlich überwiegend um die Erfassung von nicht direkt zu bestimmenden Variablen geht, wie bspw. Einstellungen, Motive oder Erwartungen, wurde bei diesen Merkmalen als besondere Form 55 Lediglich bei der Abgrenzung von den bereits in einem Natur- und Umweltschutzverband Engagierten

Methodik

des

geschlossenen

Fragetyps

die

Rating–
Bekanntheit Umwelt- und Naturschutzverbände Image persönliche Vorstellung

Skala gewählt (Mayer 2004: 82; Atteslander et al. 1991: 180). Die Jugendlichen erhielten so durch Fragebatterien auf einfachem selbst auf
Umwelt- und Naturschutz

Weg die Möglichkeit, ihre Position auf der entsprechenden Die offene Merkmalsdimension im
Interesse an Umwelt und Natur Meinung Erfahrungen

anzugeben (vgl. Abb. 17). Frageform Hinblick Image und Aktionsforschung von (Jugend-) Umweltverbänden war notwendig, da zum einen mangels entsprechender Voruntersuchungen keine Informationen über das Antwortspektrum vorlagen, zum anderen den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden sollte, völlig unbeeinflusst ihre Gedanken diesbezüglich niederzuschreiben. Zudem hatten die offenen Fragen die Funktion, Konkurrenzsituationen zwischen arbeitenden den unterschiedlich zu schnell Jugendlichen vermeiden.

bewusste Hemmnisse Hemmnisse unbewusste Hemmnisse

Erwartungstypen Zugangswege Vorstellung über Voraussetzung Anstöße

Oftmals setzen die schnelleren Personen die langsameren Personen durch Unruhe oder Ungeduld unter Druck, so dass diese ihre letzten Fragen überhastet und unkonzentriert beantworten (Bortz & Döring 2006: 243). Bei Auftreten einer solchen Situation wurde auf die offenen Fragen hingewiesen.
Engagementpotential

Bereitschaft zum Engagement Freizeitverfügung Interesse an Umweltschutz

Abb. 16: Übersicht zur inhaltlichen Zusammensetzung des Fragebogens (eigene Darstellung)

Bei der Konzeption wurde hinsichtlich des Umfangs des Fragebogens darauf geachtet, dass für das Ausfüllen nicht mehr als 20 Minuten benötigt werden, da insbesondere bei den Jugendlichen aus den unteren Klassenstufen bzw. Schulformen eine vergleichsweise geringe Konzentrationsleistung erwartet wurde. Einen vollständigen Überblick über den Aufbau des Fragebogens liefert Abb. 182.
Frage: Was denkst du? Welche Voraussetzungen sind für ein freiwilliges Engagement im Umweltschutzbereich wichtig? Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
Sehr wichtig Total unwichtig

1
Naturverbundenheit Spaß an der Sache

2

3

4

5

…
Abb. 17: Fragenbatteriebeispiel (eigene Darstellung) 2 Hierbei handelt es sich bereits um die Endfassung des Fragebogens, welche erst nach Durchführung des Pretest fertiggestellt wurde.

56

Frageintention Einstiegsfrage: Aktivität im Umweltschutzbereich

Fragetyp

halboffene Frage

Wissen und Einschätzung über Umwelt- und Naturschutzverbände (Erwachsenen- und Jugendverband)

offene, halboffene und geschlossene Fragen

freiwilliges Engagement in einem Umweltverband nein Hemmnisse

Ausschlussfrage

potentielle Zugangswege ja potentielle Anstöße

geschlossene Fragen als Fragebatterie, Ratingskala

generelle Bereitschaft zum Mitmachen in einer Jugendumweltgruppe

geschlossene Frage

Aufenthaltsdauer im Freien

geschlossene Frage

potentielle Interessensbereiche zum Thema Umweltschutz

halboffene Frage

Nachfrage als Unterrichtsstoff

geschlossene Frage

Voraussetzungen für freiwilliges Engagement im Umweltschutzbereich

Erwartungen an freiwilliges Engagement im Umweltschutzbereich

geschlossene Fragen als Fragebatterie, Ratingskala

Image von Umwelt- und Naturschutz

Hobbies

offene Frage

Freizeitverfügung

offene Frage

demographische Daten
Abb. 18: Fragebogenaufbau (eigene Darstellung)

geschlossene und offene Frage

Methodik
57

5.2.3.2	 Gütekriterien Der Fragebogen wurde mit dem Ziel konstruiert, die quantitativen Gütekriterien der empirischen Sozialforschung weitestgehend zu erfüllen (Friedrichs 1990: 100f; Bortz & Döring 2006: 195f; Raithel 2006: 43) Das Kriterium Objektivität beschreibt die Anwenderunabhängigkeit (Bortz & Döring 2006: 195). Eine quantitative Untersuchung ist objektiv, wenn verschiedene Interviewer bei denselben Personen zu den gleichen Resultaten gelangen. In der Durchführungsphase wurde diese Objektivität gewährleistet, indem vor Ausgabe der Fragebögen allen Befragten identische standardisierte Instruktionen vorgelesen wurden. Durch die Verwendung eines standardisierten Fragebogens wurde zudem eine Objektivität in der Auswertungsphase gesichert, da die überwiegend geschlossenen bzw. halbgeschlossenen Fragen keinen Interpretationsspielraum zulassen. Lediglich der geringe Anteil an offenen Fragen führt diesbezüglich zu einer Einschränkung, wurde aber bewusst in Kauf genommen, um einen ungefilterten Einblick in die Wahrnehmungssituation der Jugendlichen zu erhalten. Die Reliabilität (Zuverlässigkeit) gibt den Grad der Messgenauigkeit eines Instrumentes an. Wird bei einer wiederholten Messung/Befragung unter gleichen Bedingungen das gleiche Ergebnis erzielt, ist die Zuverlässigkeit gewährleistet (Raithel 2006: 43). Im Rahmen dieser Studie wurde der Grad der Messgenauigkeit über die Test-Retest-Methode geprüft (Bortz & Döring 2006: 196). Dazu wurde die Schülergruppe, die für den Pretest ausgewählt wurde (vgl. 5.2.4), nach zwei Wochen mit dem sich in nur wenigen Punkten unterscheidenden neu konzipierten Fragebogen ein zweites Mal befragt. Bei den identischen Fragen wurden die Ergebnisse/Werte verglichen und nur eine sehr geringe Unterscheidung festgestellt, so dass von einem hohen Grad der Messgenauigkeit ausgegangen werden kann. Das Kriterium Validität (Gültigkeit) gibt an, ob das Messinstrument tatsächlich das misst, was es messen soll. Es ist in der quantitativen Forschung das wichtigste Gütekriterium. Für die Prüfung der Validität wurde eine Expertenvalidierung durchgeführt (vgl. Diekmann 2005: 224f.). Hierbei nehmen Experten des zu untersuchenden Gegenstandsbereichs eine Einschätzung der Gültigkeit der zum Einsatz geplanten Skala vor.

5.2.4	 Pretest Um das entwickelte Erhebungsinstrument vor der Hauptuntersuchung zu prüfen, wird ein sogenannter Pretest gefordert (Atteslander et al. 1991: 339f; Mayer 2004: 97). Damit soll der vorläufige Fragebogen auf seine Anwendbarkeit, Vollständigkeit, Verständlichkeit und Qualität geprüft werden. Daneben soll der Test Hinweise auf die Erhebungssituation liefern, also beispielsweise ob der Erhebungsort richtig gewählt wurde. Dazu wurde eine achte Klasse eines Gymnasiums mit einer Stichprobengröße von 24 Personen gewählt. Nach der Bekanntgabe der „normalen“ Instruktionen (vgl. 5.3.2) wurden die Jugendlichen zusätzlich gebeten, während des Ausfüllens der Fragebögen zusätzlich nicht oder nur schwer verständliche Frageformulierungen zu markieren und zu kommentieren. Gegebenenfalls konnten auch weitere Fragen oder Merkmalsausprägungen eingefügt werden. Im Anschluss wurde der Fragebogen in der Gruppe diskutiert.

58

Der Pretest ergab im Großen und Ganzen nur geringe Defizite in der Fragbogenkonstruktion. Die Frage nach bekannten Namen von Umwelt- und Naturschutzverbänden erwies sich als „Eisbrecherfrage“ als nicht geeignet, da die Beantwortung aufgrund der anfangs noch herrschenden Unruhe in der Gruppe eher im Klassenverband vollzogen wurde als von jedem Einzelnen und somit nur eingeschränkt gültig war. Es erfolgte daher eine Änderung in der Reihenfolge der Fragestellungen. Des Weiteren wurde der Wunsch geäußert, die Möglichkeit zu bekommen, unter den jeweiligen Fragebatterien jeweils noch Platz für Kommentare zu lassen, so dass einige zuvor geschlossenen Fragen zu halboffenen Fragen umgewandelt wurden. Die Erhebungssituation erwies sich als sehr positiv, da die Jugendlichen im Beisein des zuständigen Lehrers und der Autorin die gesamte Zeit über sehr konzentriert und ruhig mit dem Ausfüllen des Fragbogens beschäftigt waren. Die für die vorliegende empirische Untersuchung verwendete Endfassung des Fragebogens findet sich in Anhang A.

5.3	

Datenerhebung

5.3.1	 Erhebungsvorbereitung Die Datengrundlage der Untersuchung bildete eine Befragung Jugendlicher an weiterführenden Schulen im Raum Hannover / Hildesheim. Die Auswahl der Schulen und Klassenstufen erfolgte nach alters- und schulformspezifischen Kriterien. So sollten an Haupt- und Realschulen die Klassenstufen 8 bis 10, an Gymnasien die Klassenstufen 8 bis 12 befragt werden. Daneben wurde eine relativ breite geographische Streuung innerhalb des Untersuchungsraumes angestrebt, um möglichst viele heterogene Teilgruppen in die Befragung einbeziehen zu können. Dazu wurden zunächst über eine Internetrecherche Adressen von weiterführenden Schulen aus dem Raum Hannover/Hildesheim herausgesucht. Die Schulleiter wurden per Anschreiben (s. Anhang B) auf das Vorhaben hingewiesen und um Unterstützung gebeten. Es wurde die Intention der Befragung beschrieben, das praktische Vorgehen näher erläutert und auf den Befragungszeitraum hingewiesen. Zudem enthielt das Anschreiben das Angebot, die erzielten Ergebnisse für den Unterrichtsgebrauch zur Verfügung zu stellen. Von insgesamt 14 angeschriebenen Schulen3 sagten vier ihre Unterstützung zu, davon jedoch keine Haupt- und Realschule. Durch die gute Kooperation der unterstützenden Schulen konnten konkrete Termine innerhalb des vorgeschlagenen Befragungszeitraumes vereinbart werden, die zudem so gut geplant waren, dass jede Schule maximal zwei Tage besucht wurde.

5.3.2	 Durchführung

Seite zeigt die Verteilung der befragten Schüler nach Schule und Schulbildung. Die geringe Anzahl an befragten Jugendlichen, die den Hauptschulabschuss anstreben, ist durch mehrere Faktoren bedingt. Zunächst konnten aufgrund der mangelnden Unterstützung der Haupt- und Realschulen nur Befragungen an Kooperativen Gesamtschulen (KGS) durchgeführt werden, die meist nur eine sehr geringe Anzahl an Hauptschulklassen aufweisen.
3 4 x Gymnasium, 4 x kooperative Gesamtschule, 6 x Haupt- und Realschule

Methodik
59

Die Befragungsdurchführung im Klassenverband erfolgte im Juni 2007. Tab. 10 auf der folgenden

Tab. 10: Verteilung der Stichprobe hinsichtlich Schulform (eigene Darstellung)

Schule Gymnasium Andreanum, Hildesheim Gymnasium Neustadt KGS Sehnde KGS Neustadt gesamt

befragte Klassen 7 8 8 6 29

befragte Schüler nach angestrebtem Abschluss
Hauptschüler Realschüler Gymnasiasten

44 12 56 (8,9 %)

2 73 123

124 195 55 -

198 (31,5 %) 374 (59,6 %)

Darüber hinaus hatten die befragten Hauptschulklassen nur eine sehr geringe Klassenstärke, so dass pro Befragung nur eine relativ kleine Teilgruppe Ergebnisse lieferte. Aufgrund des zeitlich engen Rahmens konnten keine weiteren Befragungen von Hauptschülern durchgeführt werden, so dass bezüglich des Merkmals Schulbildung kein repräsentatives Ergebnis vorgelegt werden kann (vgl. Kapitel 6). Der konkrete Ablauf stellte sich folgendermaßen dar: Vor Vergabe der Fragebögen wurden die Schüler persönlich über die Intention der Befragung informiert. Es folgten zudem einige mündliche Instruktionen, die zum Ziel hatten, die Motivation der Schüler zu erhöhen sowie das Antwortverhalten in Richtung soziale Erwünschtheit zu minimieren. Weiterhin wurde auf selbstständiges Arbeiten verwiesen, um möglichst gegenseitige Beeinflussungen zu vermeiden. Es wurde betont, dass es sich nicht um einen Test handelte, bei dem es richtige oder falsche Antworten gab, sondern um einen anonymen Fragebogen, der ihnen die Chance einräumte, ihre persönliche Meinung einzubringen. Das Ausfüllen der Fragebögen wurde die ganze Zeit über persönlich überwacht, um bei auftauchenden Fragen Klärung schaffen zu können oder bei offensichtlich erkennbarer Verweigerungshaltung Einzelner die betroffenen Bögen entsprechend zu kennzeichnen. Nach dem erfolgreichen Ausfüllen erhielten die Jugendlichen als Dankeschön für ihre Mitarbeit eine kleine Süßigkeit. Die ausgefüllten Fragebögen wurden direkt vor Ort fortlaufend durchnummeriert und mit dem Namen der entsprechenden Schule versehen, um die spätere Datenaufbereitung zu vereinfachen.

5.3.3	 Datenaufbereitung Bevor eine Auswertung der erhobenen Daten erfolgen kann, ist es notwendig, den einzelnen Fragen des Fragebogens Variablen zuzuordnen (Raithel 2006: 28). Dazu wurde eine Liste aller im Fragebogen erhobenen Variablen mit allen dazugehörigen Antwortvorgaben erstellt, wobei jeder Variable ein spezieller numerischer Wert zugeordnet wurde. Durch diese Zuordnung konnten die Merkmalsausprägungen wie bspw. Geschlecht oder Motivation systematisch erfasst und messbar gemacht werden (vgl. Mayer 2004: 68). Dieses Verfahren diente als Grundlage für das Anlegen einer Datenmatrix, die anschließend mit dem computergestützten Statistikprogramm SPSS erstellt wurde (vgl. Janssen & Laatz 2005). Für die Auswertung der offenen Fragen wurde die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse angewendet, bei der die zugeordneten Textteile interpretiert und kategorisiert werden (Mayring 2000; Bortz & Döring 2006: 330). Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Kategoriensysteme induktiv aus dem Antwortmaterial gewonnen, das heißt nach Durchsicht der gegebenen Antworten wurden Kategorien gebildet, denen die einzelnen Textteile zugeordnet werden konnten (Kodierung). Um eine quantitative Analyse durchführen zu können, wurden diesen Kategorien daraufhin ebenso numerische Werte zugeordnet (s. Anhang C). 60

Während der Erstellung der Datenmatrix erfolgte eine Fehler- /Datenbereinigung. So wurden die Angaben auf Plausibilität und Vollständigkeit geprüft. Bei Fragebögen, die bereits während der Befragung aufgrund von Verweigerung oder offensichtlich fehlender Motivation gesondert gekennzeichnet wurden oder im Nachhinein durch unsachliche Kommentare oder Musterankreuzungen auffielen, wurden lediglich die Daten übernommen, bei denen von einer validen Angabe ausgegangen werden konnte. Alle anderen Angaben wurden für die Analyse gesperrt. Mit Hilfe von Häufigkeitstabellen wurden die Daten anschließend auf Konsistenz geprüft, das heißt Fälle, bei denen Werte auftauchten, die in der Kodierung nicht vorgesehen waren, wurden überprüft und korrigiert.

Methodik
61

62

6	

Ergebnisdokumentation

Im Zentrum der Analyse der erhobenen Daten steht die Frage, was getan werden muss, um mehr Jugendliche zu freiwilligem Engagement im Umwelt- und Naturschutzbereich zu bewegen. Der Aufbau dieses Kapitels spiegelt nicht den tatsächlichen Ablauf der Befragung wider, sondern orientiert sich an den drei zentralen Untersuchungsbereichen •	 •	 •	 Engagementpotential (vgl. 6.2), Hemmnisse (vgl. 6.3) und mögliche Zugangswege (vgl. 6.4).

Bevor die zentralen Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung dargestellt werden, liefert Kapitel 6.1 grundlegende Informationen zu den befragten Jugendlichen, um die Ergebnisse besser einordnen zu können.

6.1 Überblick über die befragten Jugendlichen
Drei Themenbereiche sind für die weitere Analyse von Bedeutung: Zunächst wird auf die Zusammensetzung der Stichprobe unter soziodemographischen Gesichtspunkten eingegangen (vgl. 6.1.1). Um die Lebenswelt der Jugendlichen etwas genauer kennen zu lernen, liefert Kapitel 6.1.2 Informationen zum Freizeitverhalten der Befragten. Es werden Trendaussagen getroffen, wie viel freie Zeit den Befragten durchschnittlich zur Verfügung steht und wie sie diese nutzen. Kapitel 6.1.3 legt den Fokus bereits auf das Themenfeld Umwelt und beschreibt den Status quo der derzeit im Umweltschutzbereich aktiven Jugendlichen. 6.1.1 Demographische Daten Abb. 19 zeigt die Verteilung der
160 132 104 170

insgesamt 628 befragten Jugendlichen nach Altersklassen. Die größte Gruppe bilden die 14-17 Jährigen, die 90%
Anzahl in Personen

des

Stichprobenumfanges

umfassen.

Hinsichtlich der Geschlechterverteilung konnte ein relativ ausgewogenes Ergebnis erzielt werden: 52% der befragten Jugendlichen sind männlich, 48% weiblich. Zur Ermittlung des Bildungsstatus wurde gefragt, welchen Schulabschluss die jeweilige Person anstrebt und nicht,

32 7 17 6

12

13

14

15

16

17

18

19

Alter in Jahren

Abb. 19: Altersklassen der Stichprobe (n= 628)

welchen Schulzweig sie derzeit besucht. Dieses Vorgehen erfolgte aufgrund der Tatsache, dass an den Kooperativen Gesamtschulen eher „weiche“ Übergänge zwischen den drei Schulzweigen zu verzeichnen sind. Der Besuch eines bestimmten Schulzweiges (z.B. Realschulzweig) führt häufig nicht automatisch zu dem entsprechenden Abschluss (z.B. Realschulabschluss), so dass im Rahmen dieser Untersuchung auf die persönliche Einschätzung der Schüler vertraut wurde. Wie in Kapitel 5 bereits erwähnt, konnte

Ergebnisdokumentation
63

bezüglich des Bildungsstatus kein repräsentatives Ergebnis erzielt werden. Abb. 20 zeigt, dass 9 % der Befragten (56 Jugendliche) den Hauptschulabschluss anstreben, 32 % (198 Jugendliche) den Realschulabschluss und 59 % (374 Jugendliche) das Abitur. 31 % der Befragten besuchen eine Halbtagsschule, die übrigen 69 % eine Ganztagsschule.
Abb. 20: Angestrebter Schulabschluss der Stichprobe (n= 628)
Hauptschulabschluss Abitur 59% 9% Realschulabschluss 32%

6.1.2 Freizeitverhalten Für eine tiefer gehende Analyse hinsichtlich Engagementpotenzial, Hemmnissen und Zugangswegen ist es wichtig, etwas über das Freizeitverhalten der Jugendlichen zu erfahren. Es stellt sich die Frage, wie viel Zeit die Befragten überhaupt durchschnittlich jeden Tag zur freien Verfügung haben1 und wie sie diese verbringen2. Die vorliegenden Ergebnisse können lediglich als Trendaussagen dienen, da bei der Beantwortung der offen gestellten Fragen ein hohes Maß an Subjektivität eingeflossen ist. Viele Jugendliche konnten nur schwer einschätzen, wie viel Zeit sie tatsächlich jeden Tag zur freien Verfügung haben bzw. welche Aktivitäten sie am häufigsten ausüben (siehe dazu Methodenkritik). Trotz allem bieten die Daten einen groben Überblick über die Lebenswelt der Jugendlichen. Nach eigener Einschätzung haben die Befragten wochentags durchschnittlich knapp 4 Stunden, am Wochenende knapp 8½ Stunden Zeit, über die sie frei verfügen können. Aufgrund der prognostizierten verstärkten Förderung von Ganztagsschulen in den nächsten Jahren ist eine Aufschlüsselung des Freizeitbudgets nach Schultyp von besonderem Interesse. So stellt sich die Frage, ob die Schüler dieses Schultyps über weniger Freizeit verfügen als diejenigen, die nur halbtags die Schule besuchen. Um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten, wurden die Ergebnisse in Abb. 21 in drei Zeitkategorien zusammengefasst (weniger als 3 Stunden; 3-6 Stunden; mehr als 6 Stunden). Es wird deutlich, dass hinsichtlich der verfügbaren Freizeit nur geringfügige Unterschiede zwischen den beiden Schultypen zu beobachten sind. Nach dem subjektiven Empfinden der Jugendlichen haben Ganztagschüler sogar geringfügig mehr freie Zeit als Halbtagsschüler.
Wochentags Wochenende
68,5% 50,3% 49,2% 37,8% 62,0% Ganztagsschule (n= 364) Halbtagsschule (n= 193)

34,3%

31,7% 25,0% 15,4% 13,0% 6,5% 6,3%

< 3 Stunden

3-6 Stunden

> 6 Stunden

< 3 Stunden

3-6 Stunden

> 6 Stunden

Abb. 21: Verfügbare Freizeit nach Schulform (n= 557) 1 „Schätze bitte, wie viele Stunden du durchschnittlich jeden Tag Zeit hast, in denen du tun und lassen kannst, was du willst. Unterscheide zwischen wochentags und Wochenende.“ 2 „Nenne mir bitte die drei Aktivitäten oder Hobbys, die du in deiner Freizeit am häufigsten ausübst.“

64

Abb.

22

zeigt

eine

Übersicht

der
Sonstiges 11% Haustiere 2% Musik hören 3% Fernsehen 3% Sport 46% Chillen Lesen 4% Musizieren 5% Freunde treffen 9% PC 14% 3%

Freizeitaktivitäten, die von den Jugendlichen genannt wurden. Jeder Schüler hatte hier die Möglichkeit, bis zu drei Angaben zu machen. Die erzielten Daten liefern jedoch keine Erkenntnisse darüber, welcher der genannten Aktivitätsbereiche bei den Jugendlichen jeweils wie viel Zeit in Anspruch nimmt. Vielmehr soll dargestellt werden, welche Prioritäten die Jugendlichen hinsichtlich ihrer Freizeitgestaltung setzen, also welche Hobbys und Aktivitäten sie als erwähnenswert erachten.

Abb. 22: Freizeitaktivitäten der Stichprobe

Insgesamt 46 % aller Nennungen beziehen sich auf sportliche Aktivitäten. Dies bedeutet nicht, dass auch 46 % aller Jugendlichen in ihrer Freizeit aktiv Sport betreiben. Vor allem bei diesem Aktivitätsbereich kam es häufig vor, dass einige Jugendliche bei allen drei möglichen Nennungen die sportliche Bandbreite beschrieben, während einige andere überhaupt keine Angaben in diesem Bereich machten. Bei den 14 % der Nennungen, die im weitesten Sinne dem Bereich PC zugeordnet werden können, liegt der Schwerpunkt hauptsächlich auf „Computer spielen“ bzw. „Playstation spielen“. Nicht verwunderlich ist, dass die Peer Groups eine wichtige Rolle in der Lebenswelt der Jugendlichen spielen. So fallen nicht nur 9% der Angaben in den Bereich Freunde treffen, auch unter Sonstiges (11 %) lassen sich zahlreiche Aktionen finden, die meist in Verbindung mit Freunden stattfinden (z.B. Shoppen, Party machen, …). Weitere Erwähnung finden eher klassische Hobbys wie Musizieren (Instrument oder Gesang) oder Lesen. Chillen, Fernsehen oder Musik hören lassen sich als passive Aktivitäten beschreiben, die bei den Jugendlichen jedoch scheinbar nur geringe Priorität genießen. Im Hinblick auf die übergeordnete Fragestellung dieser Untersuchung interessiert außerdem, wie lange sich die Jugendlichen heutzutage in ihrer Freizeit draußen aufhalten. Dafür wurden drei grobe Zeitfenster vorgegeben. Abb. 23 zeigt, dass sich etwas mehr als die Hälfte der Befragten (54 %) täglich durchschnittlich mehr als zwei Stunden im Freien aufhalten. 39 % (232 Personen) nennen ein bis zwei Stunde draußen verbringen.
„Bitte schätze, wie viele Stunden du dich in deiner Freizeit durchschnittlich am Tag draußen aufhälst.“
weniger als eine Stunde 43 Nennungen 7,1 %

1-2 Stunden 232 Nennungen 38,5 % mehr als zwei Stunden 327 Nennungen 54,3 %

Abb. 23: Durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Freien (n= 602)

Ergebnisdokumentation
65

Stunden als ungefähre Aufenthaltsdauer, während 7% denken, dass sie durchschnittlich weniger als eine

6.1.3 Aktivität im Umweltschutzbereich Die Frage nach einer Aktivität im Umweltschutzbereich wurde als halboffene Frage formuliert.3 Durch die nähere Umschreibung der Aktivität konnte bei der Datenauswertung entschieden werden, ob es sich wirklich um eine Aktivität handelte oder lediglich umweltbewusstes Verhalten beschrieben wurde. So wurden Personen, die sich aufgrund vom Aktionen wie „Müll trennen“ oder „Fahrrad fahren“ als Aktive bezeichneten, im Nachhinein den Nichtaktiven zugeordnet. Ebenso wurden Aktionen, die im Rahmen der Schule durchgeführt wurden (z.B. sogenannte Jugendwaldeinsätze), nicht berücksichtigt, da es sich hierbei nicht um freiwillige Tätigkeiten handelt. Abb. 24 zeigt, dass von den 628 Befragten insgesamt 6 % (37 Jugendliche) derzeit oder innerhalb des letzten Jahres im Umweltschutzbereich aktiv sind bzw. waren. Unter diesen 6 % sind keine Hauptschüler, 6 Realschüler (16,2 %) und 31 Gymnasiasten (83,8 %). Dieser Trend bestätigt die These, dass der Bildungsstatus auch im Umweltbereich als prägnantes Differenzierungsmerkmal
Abb. 24: Aktivität im Umweltschutzbereich (n= 628)
nicht aktiv 591 Jugendliche 94% aktiv 37 Jugendliche 6% Gymnasiasten 83,8%

Realschüler 16,2%

zwischen Aktiven und Nichtaktiven gelten kann.

Die Aktivität beschränkt sich bei den meisten Jugendlichen überwiegend auf „Müllsammeln“ oder auf die Teilnahme an entsprechenden Arbeitsgemeinschaften (AGs) der jeweiligen Schule (Garten AG, Ökologie AG). Eine Person (0,2 %) kann als freiwillig engagiert beschrieben werden, da sie in einer Gruppe eigenständige Aktionen plant, die die Ausweisung eines Neubaugebietes in einem Landschaftsschutzgebiet verhindern sollen. Im Vergleich zu den Ergebnissen des Freiwilligensurveys (Picot 2006) ist im Rahmen dieser Untersuchung eine geringere Anzahl sowohl an aktiven (-2 %) als auch an freiwillig engagierten (-1,8 %) Jugendlichen zu verzeichnen. Dies lässt sich zum einen dadurch erklären, dass im Freiwilligensurvey der Umweltschutz mit dem Tierschutz zusammengefasst und somit ein größerer Bereich abgedeckt wurde. Zum anderen wurde das Ergebnis dort lediglich rein quantitativ mittels einer geschlossenen Ja-Nein Frage ermittelt, so dass eine nachträgliche Prüfung auf Validität nicht erfolgen konnte. Richtet man den Fokus nun auf die Auswertung bezüglich der Aktivität speziell in einem Umwelt- und Naturschutzverband, erhält man deutliche Ergebnisse: Lediglich drei Personen (0,5%) sind dort aktiv. Zwei davon sind Mitglied bei sekundären Umweltverbänden (Anglerverein) und übernehmen dort Aufgaben der Biotoppflege. Die dritte Person ist Mitglied bei der Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS), hat dort einen Patendelphin und nimmt an einigen Aktionen wie z.B. Unterschriftensammlungen teil. Alle drei Personen sind männlich, einer strebt den Realschulabschluss an, die anderen beiden das Abitur.

3 „Bist du im Moment oder warst du innerhalb des letzten Jahres im Umweltschutzbereich aktiv? Wenn ja, was machst du oder hast du dort genau gemacht?“

66

6.2 Engagementpotential
Die ernüchternden Erkenntnisse zum tatsächlichen Engagement im Umweltschutzbereich machen es erforderlich, den Blick auf das vorhandene Engagementpotenzial zu richten. Es stellt sich insbesondere die Frage, ob bei Jugendlichen die Bereitschaft zu einem Engagement ebenso gering ist wie dies beim tatsächlichen Verhalten zu beobachten ist, oder ob wirklich eine Art „Engagement – Stau“ existiert, den es aufzulösen gilt, wie Gensicke meint (2005: 37). Die Antworten geben Hinweise darauf, welche Zielsetzung bei der zukünftigen Mobilisierung Jugendlicher verfolgt werden muss und wo genau anzusetzen ist. So sind für ein Handlungskonzept gänzlich unterschiedliche Strategien und Schwerpunktsetzungen zu entwickeln - je nachdem, ob Jugendliche als bereits Engagementbereite lediglich „aktiviert“ werden müssen (vgl. 6.2.1) oder ob bei ihnen zunächst einmal Interesse am Umweltschutz geweckt werden muss (vgl. 6.2.2). 6.2.1 Bereitschaft zu freiwilligem Engagement Da im Vorfeld der Untersuchung davon ausgegangen wurde, dass viele Jugendliche nur sehr geringe Informationen über Aktionen oder mögliche Engagementformen in Jugendumweltverbänden haben, erfolgte die Fragestellung hinsichtlich der Bereitschaft zu freiwilligem Engagement erst im mittleren Teil des Fragebogens. So konnte der erste Teil u.a. dazu genutzt werden, die Jugendlichen durch entsprechende Frageformulierungen bzw. Antwortvorgaben indirekt auch über die Jugendverbandsarbeit im Umweltschutz zu informieren. Dies gewährleistete, dass bei Beantwortung der Frage zur Engagementbereitschaft bereits eine Auseinandersetzung mit der Thematik stattgefunden hatte und alle Befragten zumindest ungefähr über die Tätigkeit der Jugendumweltverbände im Bilde waren. Um ein hohes Maß an Validität zu erreichen, wurde bei den Antwortmöglichkeiten neben einer klaren Bejahung („ja, sicher“) und Verneinung („nein“) zusätzlich eine eher unverbindliche Angabe („naja,
vielleicht“) vorgegeben. Dies sollte den Teil der Jugendlichen, deren positive Antwort auf soziale

Erwünschtheit zurückzuführen wäre, von denjenigen abgrenzen, die wirklich zu einem Engagement bereit sind. Wie Abb. 25 zeigt, sind von den 625 befragten Jugendlichen, die derzeit nicht in einem Umweltverband aktiv sind, 60 Personen (9,8 %) „sicher“ und 274 Personen (44,8 %) „vielleicht“ bereit, derzeit bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen. Ihnen stehen 278 Jugendliche (45,4 %) gegenüber, die sich dies absolut nicht vorstellen können. Zunächst lässt sich also feststellen, dass über die Hälfte der Jugendlichen (54,6 %) durchaus prinzipielles Interesse signalisiert, sich im Umweltschutzbereich zu engagieren. Dies
naja, vielleicht 44,8 % „Könntest du dir überhaupt vorstellen, derzeit bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen?“ ja, sicher 9,8 % nein 45,4 %

Abb. 25: Engagementbereitschaft gesamt (n= 625)

stellt im Vergleich zu den Ergebnissen des 2. Freiwilligensurveys sogar eine Steigerung um mehr als 10% dar (vgl. 2.2.3). Das an sich positiv erscheinende Ergebnis wird jedoch dahingehend relativiert, dass mit knapp 10% nur ein sehr geringer Teil eine relativ verbindliche Aussage zur Engagementbereitschaft macht. Berücksichtigt man nun noch die aus der Umweltsoziologie gewonnenen Erkenntnisse, dass oftmals eine hohe Diskrepanz zwischen verbalisiertem und tatsächlichem Verhalten vorherrscht (vgl. 2.1.1), kann das im Rahmen dieser Untersuchung ermittelte Engagementpotential für die Nachwuchsförderung nur unter Vorbehalt als ermutigend angesehen werden.

Ergebnisdokumentation
67

51,9% 42,3%

52,1% 46,7% 41,8% 41,0% nein naja, vielleicht ja, sicher

12,3% 5,8% 6,2%

Hauptschulabschluss

Realschulabschluss

Abitur

Abb. 26: Engagementbereitschaft nach Bildungsstatus (n= 625)

Deutliche Unterschiede hinsichtlich des Engagementinteresses zeigt Abb. 26, die eine Aufschlüsselung der Ergebnisse nach Bildungsstatus vornimmt. So sind Haupt- und Realschüler überdurchschnittlich uninteressiert daran, bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen. Anders ausgedrückt: Jugendliche, die das Abitur anstreben, zeigen eine deutlich höhere Engagementbereitschaft - und zwar nicht nur im Rahmen einer unverbindlichen Aussage (46,7 %), sondern auch in Form einer klaren Zusicherung (12,3 %). Obwohl dieses Ergebnis aufgrund der fehlenden repräsentativen Verteilung lediglich als Trendaussage gewertet werden kann, scheint somit wiederum die These bestätigt, dass auch im Umweltschutzbereich die jeweilige Schulbildung die Bereitschaft zu einem Engagement entscheidend mitbestimmt.4 Als
56,8% 53,5%

weiteres Geschlecht zeigt,

Differenzierungsmerkmal angesehen Mädchen werden. deutlich

kann Abb. größere

das 27

dass

Engagementbereitschaft signalisieren als Jungen.
33,3% 36,5% weiblich männlich 13,1% 6,7%

Da hinsichtlich des tatsächlichen Verhaltens keine geschlechterspezifischen Unterschiede festgestellt werden konnten, bedeutet dies, dass zwar überdurchschnittlich viele Mädchen Interesse an einem Engagement im Umweltbereich zeigen, sich diese Bereitschaft aber noch weniger als bei den Jungen im faktischen Handeln niederschlägt. Auf das Engagementpotential in Bezug zur

nein

na ja, vielleicht

ja, sicher

Altersstruktur wird nicht näher eingegangen, da sich hier keine Abhängigkeiten feststellen lassen.

Abb. 27: Engagementbereitschaft nach Geschlecht (n= 625)

4 Dass das Ergebnis durchaus als aussagekräftig angesehen werden kann, zeigt die vorgenommene Hochrechnung des Engagementpotentials insgesamt: So könnten sich bei einer hinsichtlich der Schultypen repräsentativen Umfrage ca. 8,9% (statt 9,8%) „sicher“ und 44,2% (statt 44,8%) „vielleicht“ vorstellen, derzeit bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen. 46,8% (statt 45,4%) hätten kein Interesse. Aufgrund der sehr geringen Unterschiede wird im weiteren Verlauf der Untersuchung auf Hochrechnungen verzichtet und nur mit den Ergebnissen der Trendaussagen gearbeitet.

68

6.2.2 Interesse am Natur- und Umweltschutz Unter Berücksichtigung der gewonnenen Erkenntnisse zur Engagementbereitschaft stellt sich nun die Frage, inwieweit das Thema Umwelt- und Naturschutz überhaupt in der Lebenswelt der Jugendlichen von Bedeutung ist. Erste Hinweise darauf, wie Jugendliche über die Thematik denken, liefert Abb. 28. Mittels einer Skala von 1 („stimme voll zu“) bis 5 („stimme überhaupt nicht zu“) konnten die Befragten ihre persönliche Einstellung zu sechs vorgegebenen Statements
anstrengend mir egal interessant in wichtig langweilig 5
stimme überhaupt nicht zu

Umwelt- und Naturschutz ist...

2,8 3,7 2,7 3,6 1,7 3,3 4 3 2 1
stimme voll zu

angeben. Zusammenfassend ergibt sich folgendes Bild: Im Durchschnitt halten Jugendliche Umwelt- und Naturschutz auf jeden Fall für wichtig und in gewissem Maße auch für spannend und interessant. Das Handlungsfeld ist ihnen nicht egal, obwohl sie es als eher anstrengend und keinesfalls angesagt beschreiben. Da hier nicht nachvollzogen werden kann, inwieweit Angaben aus sozialer Erwünschtheit gemacht wurden, kann das Ergebnis lediglich eine grobe Richtung hinsichtlich der Bedeutung von Umweltund Naturschutz aufzeigen. An welchen Umweltthemen besteht nun bei den Jugendlichen Interesse? Insgesamt geben 87,7 % der Befragten an, über mindestens eines von acht vorgegebenen Themenfeldern mehr erfahren zu wollen
nicht interessiert 77 Personen 12,3%

Abb. 28: Persönliche Einstellung zum Umwelt- und Naturschutz (n= 628)

(siehe dazu Abb. 30 auf der folgenden Seite), die übrigen 12,3 % der Befragten bilden die Gruppe der Uninteressierten. Bei den interessierten Jugendlichen steht der Klimaschutz mit 71 % an erster Stelle. Dieser hohe Wert kann dadurch erklärt werden, dass die Problematik des Klimawandels zur Zeit der Untersuchung in den Medien und dadurch in Diskussion scheint die Thematik in das Bewusstsein der Jugendlichen gedrungen zu sein und wird als Problem

Abb. 	

29:

Interesse (n= 628)

am

Umweltschutzthemen

wahrgenommen, so dass mehr Informationen darüber gefordert werden. Ob dieses hohe Interesse in erster Linie aus dem Wunsch resultiert, einfach nur mitreden zu wollen, oder ob die Jugendlichen tatsächlich auch mehr Handlungskompetenz erwerben wollen, ist zunächst zweitrangig. Entscheidend für ein Mobilisierungskonzept ist vielmehr die Erkenntnis, dass auch im Umweltschutzbereich eine große Aufmerksamkeit bei Jugendlichen zu verzeichnen ist, wenn die Thematik in der Öffentlichkeit und vor allem in den Medien diskutiert wird. Ein weiteres stark gefragtes Themenfeld ist Umweltschutz in Verbindung mit Sport und Tourismus (43,6 % der Interessierten). Dies erklärt sich dadurch, dass beide Begriffe aus dem direkten Lebensumfeld der Jugendlichen kommen und positive Assoziationen erzeugen. Inwieweit die Interessierten diese beiden Handlungsfelder wirklich mit Umweltschutz in Verbindung setzen, bleibt offen. Einen Hinweis liefert die Tatsache, dass das Thema Nachhaltigkeit –

Ergebnisdokumentation
69

interessiert 551 Personen 87,7%

der Öffentlichkeit stark präsent war. Durch die aktuelle

Klimaschutz Sport und Tourismus Praktischer Naturschutz Umweltpolitik Bestimmen von Flora und Fauna Umweltbildung Öffentlichkeitsarbeit Nachhaltigkeit Sonstiges 0%
240 Nennungen 179 Nennungen 172 Nennungen 153 Nennungen 152 Nennungen 135 Nennungen 90 Nennungen 24 Nennungen

391 Nennungen

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

Abb. 30: Interesse nach Thema, Mehrfachnennungen möglich (n= 551)

ein zentraler Punkt bei der Verknüpfung von Umweltschutz mit Sport und Tourismus - auf sehr geringes Interesse stößt (16,3 %). Vor dem Hintergrund der allgemein zitierten Politikverdrossenheit der Jugend ist überraschend, dass auf gleicher Stufe mit dem eher „klassischen“ Handlungsfeld Praktischer Naturschutz (32,5 %) 172 Jugendliche auch gern mehr über Umweltpolitik erfahren möchten (31,2 %). Ungefähr gleich häufig werden das Bestimmen von Flora und Fauna sowie Umweltbildung als interessante Themenfelder genannt (27,8 % bzw. 27,6 %). Bei immerhin noch 135 Jugendlichen weckt das auch in der Verbandsarbeit wichtige Thema Öffentlichkeitsarbeit im Umweltschutz Interesse (24,5 %). Im Rahmen der Antwortmöglichkeit Sonstiges (4,4 %) wird überwiegend der Wunsch nach mehr Informationen zum Thema Tierschutz geäußert. Die Tatsache, dass über 75 % der 628 Befragten zwischen ein und vier Themen benannt haben, über die sie gern mehr erfahren möchten, zeigt zudem, dass nicht nur eine kleine Gruppe an „Hochinteressierten“ existiert, die alle Themenbereiche interessant findet, sondern es sehr unterschiedliche Interessengruppen gibt. Für die Mobilisierung zum freiwilligen Engagement bedeutet dies, dass zumindest Potential vorhanden ist, alle Handlungsfelder im Umwelt- und Naturschutz mit interessierten Jugendlichen besetzen zu können. Ein weiteres Indiz dafür, dass Umwelt- und Naturschutz bei Jugendlichen keineswegs nur auf Desinteresse stößt, liefert Abb. 31. Auf die Frage, ob ihrer Ansicht nach das Thema im Schulunterricht ausreichend behandelt würde, verneinen dies knapp zwei Drittel der Befragten und äußern den Wunsch, in der Schule mehr darüber erfahren zu wollen. 19% hätten gern mehr Projektarbeit zu dem Thema, 15% bevorzugen eher die Vermittlung von theoretischem Hintergrundwissen und 31% wünschen sich beides. 28% der Jugendlichen sind der Meinung, dass genügend Wissen zum Thema Umwelt- und Naturschutz vermittelt wird, nur 7 % sind es derzeit sogar schon zuviel. Hier zeigt sich, dass 70
nein - ich hätte gern mehr theoretisches Hintergrundwissen 15% nein - ich hätte gern mehr Projektarbeit 19% ja sogar eher zu viel 7% nein - ich hätte gern mehr Projektarbeit und theoretisches Hintergrundwissen 31% ja - genau richtig 28% „Bist du der Meinung, dass das Thema Umwelt- und Naturschutz im Schulunterricht ausreichend behandelt wird?“

Abb. 31: Nachfrage im Unterricht. (n= 601)

sich nicht nur im Rahmen von Freizeit sondern auch während der Schulzeit Potential bietet, Jugendliche mit Umweltschutz in Berührung zu bringen, und so auch ihre Engagementbereitschaft zu fördern.

6.3 Engagementhemmnisse
Wie Kapitel 6.2 aufgezeigt hat, ist die verbindliche Bereitschaft, sich in einer Jugendumweltgruppe zu engagieren eher gering - ein Interesse an unterschiedlichen Handlungsfeldern im Umweltschutz jedoch durchaus vorhanden. Diese Erkenntnisse machen es erforderlich, die spezifischen Gründe für ein Nichtengagement in einem Umweltverband herauszufinden. Um ein handlungsorientiertes Konzept erarbeiten zu können, ist detailliert zu analysieren, ob die Hemmnisse bei den Jugendlichen direkt zu suchen sind, oder ob eher ihr Lebensumfeld bzw. die vorherrschenden Rahmenbedingungen freiwilliges Engagement verhindern. Während 6.3.1 zunächst einen Überblick darüber liefert, welche Gründe die Jugendlichen für ein Nichtengagement angeben, wird in den darauf folgenden Unterkapiteln analysiert, inwieweit durch negative Wahrnehmung oder falsche Vorstellungen Engagementhemmnisse abgeleitet werden können, die den Jugendlichen selbst nicht bewusst sind. Es werden Wissen und Einstellung zu Umweltverbänden und deren Jugendvertretungen hinterfragt, um zu erfahren, inwieweit hier Aufklärungsarbeit notwendig ist (vgl. 6.3.2). Des Weiteren wird untersucht, welche Vorstellung sich Jugendliche von den Voraussetzungen machen, die für eine freiwillige Tätigkeit im Umweltschutzbereich wichtig sind (vgl. 6.3.3) und welchen gesellschaftlichen Stellenwert Umwelt- und Naturschutz in der subjektiven Wahrnehmung der Jugendlichen haben (vgl. 6.3.4). 6.3.1 Gründe für Nichtengagement in einem Umweltverband Da im Vorfeld der Untersuchung davon ausgegangen wurde, dass sich die Mehrheit der Jugendlichen über die Möglichkeit eines solchen Engagements noch nie bewusst Gedanken gemacht hatte, wurden im Rahmen einer Fragenbatterie mögliche Hemmnisfaktoren bereits vorgegeben. Tab. 11 gibt einen Überblick über die vorformulierten Statements und die Ergebnisse in Form einer prozentualen Verteilung der von den Schülern gemachten Angaben (1= „stimme voll zu“; 5= „stimme
überhaupt nicht zu“).
Tab. 11: Gründe für ein Nichtengagement in einem Umwelt- und Naturschutzverband, Angaben in Prozent.

stimme voll zu

stimme überhaupt nicht zu 2 28,2 27,9 16,3 13,6 14 11,1 12 8,6 6,2 6,3 4,1 3 13 29,2 20,9 23,5 34,7 25,8 17,1 24,9 16 11,8 15,8 4 8 15,8 16,7 24,8 20,1 21,3 24,7 31,5 28,1 16,9 19,1 5 5,5 10,3 30,5 25,8 23,8 30,5 34,5 30,2 45,4 58,2 55,7

Gründe für Nichtengagement
keine Zeit (n= 602) ich weiß gar nicht, was solche Umweltschutzgruppen tun (n= 606) ich möchte nicht irgendwo Mitglied sein (n= 609) das Thema Natur und Umweltschutz interessiert mich nicht (n= 604) man wird nicht ernst genommen (n= 600) ich glaube, mir sind die Leute dort nicht sympathisch (n= 601) ich persönlich kann sowieso nichts gegen Umweltverschmutzung tun (n= 608) ich weiß nichts genaues über die Umwelt und kann daher auch nicht helfen (n= 606) ich glaube nicht, dass es der Umwelt so schlecht geht, dass ich helfen muss (n= 608) ich denke, dass meine Freunde das nicht gut fänden (n= 603) das betrifft mich alles nicht (n= 603)

1 45,3 16,8 15,6 12,3 7,4 11,3 11,7 4,8 4,3 6,8 5,3

Ergebnisdokumentation
71

Es fällt auf, dass letztendlich nur Zeitmangel („keine Zeit“) sowie Informationsmangel in Bezug auf Umweltverbände („ich weiß gar nicht, was solche Umweltschutzgruppen überhaupt tun“) als Gründe genannt werden können, die von der Mehrheit der Jugendlichen Zustimmung erfahren haben. Daneben sind es Vorbehalte gegen die Verbandsstrukturen („ich möchte nicht irgendwo Mitglied sein“), Desinteresse („das Thema Natur und Umweltschutz interessiert mich nicht“), fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft („man wird nicht ernst genommen“), Vorbehalte gegen Verbandsmitglieder („ich glaube, mir sind die
Leute dort nicht sympathisch“) sowie fehlende Erfolgsaussichten („ich persönlich kann sowieso nichts gegen Umweltverschmutzung tun“), die als Gründe relevant sind. Fehlendes Umweltwissen („ich weiß nichts genaues über die Umwelt und kann daher auch nicht helfen“) spielt zwar auch bei jedem vierten Befragten

eine gewisse Rolle, doch ist der Anteil derer, die dies als einen Hauptgrund sehen, hier ebenso gering wie bei den Aussagen, die fehlende Problemwahrnehmung („ich glaube nicht, dass es der Umwelt so schlecht
geht, dass ich helfen muss“), Gruppendruck („ich denke, dass meine Freunde das nicht gut fänden“) und Ignoranz

(„das betrifft mich doch alles nicht“) als Gründe für ein Nichtengagement benennen. Einen Überblick über die durchschnittliche Zustimmung zu den angegebenen Gründen zeigt Abb. 32. Je kleiner der Mittelwert ist, desto größer ist hier die Zustimmung. Obwohl sich hier zeigt, dass Zeit- und Informationsmangel mit Abstand am häufigsten als Hemmnisse für Nichtengagement genannt werden können, sollte trotzdem berücksichtigt werden, dass die lediglich im Mittelfeld liegenden Gründe trotzdem von einer Vielzahl der Jugendlichen als starkes Hemmnis empfunden werden. So täuscht z.B. der relativ hohe Mittelwert von 3,6 bei der Aussage „ich persönlich kann sowieso nichts gegen Umweltverschmutzung tun“ darüber hinweg, dass diesem Statement immerhin fast ein Viertel der Befragten voll bzw. eher zustimmen (vgl. Tab. 11).
2,0 2,8 3,3 3,4 3,4 3,5 3,6 3,7 4,0 4,1 4,2 5 stimme überhaupt nicht zu 4 3 2 1 stimme voll zu

Zeitmangel Informationsmangel über Umweltverbände Vorbehalte gegen Verbandsstrukturen Desinteresse fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft Vorbehalte gegen Verbandsmitglieder fehlende Erfolgsaussichten fehlendes Umweltwissen fehlende Problemwahrnehmung Gruppendruck Ignoranz

Abb. 32: Durchschnittliche Zustimmung zu den Gründen für Nichtengagement

72

6.3.2 Kenntnis und Einstellung hinsichtlich Umwelt- und Naturschutzverbände Eine Vielzahl der in 6.3.1 genannten Hemmnisfaktoren läßt sich differenzierter analysieren, indem der Frage nachgegangen wird, welchen Kenntnisstand Jugendliche überhaupt über Umwelt- und Naturschutzverbände haben. Denn wie in Kapitel 2.2.4 zusammengefasst, sind oftmals negative Wahrnehmung und Kommunikationsdefizite die Gründe für fehlendes Engagement. 6.3.2.1 Kenntnis Zunächst interessiert, inwieweit die befragten Jugendlichen überhaupt Umwelt- und Naturschutzverbände kennen und welchen Stellenwert die beiden im Rahmen dieser Arbeit untersuchten Umweltverbände, BUND und NABU, haben.Um die positiven Antworten auf Validität prüfen zu können, wurde zusätzlich nach den Namen der bekannten Verbände gefragt. Somit konnte zum einen ausgeschlossen werden, dass Antworten in das Ergebnis einflossen, die auf soziale Erwünschtheit zurückzuführen waren. Zum anderen konnten falsche Angaben wie beispielsweise „Amnesty international“, „Die Johanniter“ oder auch „Die Grünen“ nachträglich aus der Wertung genommen werden.
„Kennst du Umwelt- und Naturschutzverbände? Schreibe bitte alle auf, die du kennst.“

Greenpeace WWF NABU BUND 2% 3,2 % 5,2 % 24,7 % 40,8 %

87,3 %

nein 20,9 %

ja 79,1 %

PETA Sonstige

n= 628
Abb. 33: Kenntnis von Umwelt- und Naturschutzverbänden

n= 497

Abb. 33 zeigt, dass von den 628 Befragten insgesamt 497 Jugendliche (79,1 %) mindestens eine im Umweltschutz tätige Organisation nennen konnten. Ausgehend von diesen 497 Personen ist Greenpeace mit einem Bekanntheitsgrad von 87,3% mit Abstand die „prominenteste“ Umweltorganisation. Es folgt kennen, ist der NABU bekannt, wohingegen nur 10 Personen (2 %) den BUND kennen. Diese vergleichsweise häufige Nennung des NABU lässt sich dadurch erklären, dass der NABU in Neustadt mit einer sehr aktiven Ortsgruppe vertreten ist (von Ruschkowski, mdl.). Obwohl die befragten Schüler in Neustadt nur etwa 53 % der Stichprobe ausmachen, entfielen auf sie knapp 90 % der NABU – Nennungen (109 von 122). Hier zeigt sich also, was eine aktive Ortsgruppe an positiver Öffentlichkeitsarbeit leisten kann. Bekannter als der BUND ist die weltweit größte Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) mit 16 Nennungen (3,2 %). Durch direkte Nachfrage bei den Schülern konnte ermittelt werden, dass diese Bekanntheit überwiegend daraus resultiert, dass viele Prominente aus dem In- und Ausland vor allem in Kinospots für PETA werben. Unter Sonstige (5,2 %) wurden überwiegend Einzelangaben zusammengefasst, wie z.B. Robin Wood, BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.), ÖSSM (Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V.), oder IFAW (International

Ergebnisdokumentation
73

der WWF mit 40,8 % der Nennungen. Fast einem Viertel der Jugendlichen, die einen Umweltverband

Fund for Animal Welfare). Aufschlussreich für die Öffentlichkeitsarbeit der Verbände ist zudem die Tatsache, dass insgesamt 25 Personen den Brauereikonzern Krombacher zum Umweltschutzverband deklarierten. Die Marketingstrategie, pro gekauften Kasten Bier einen Quadratmeter Regenwald vor dem Abholzen zu retten, scheint von den Jugendlichen unkritisch als eine wirksame Umweltschutzmaßnahme angesehen worden zu sein. Eine weitere Frage beschäftigt sich damit, inwieweit den Jugendlichen ein Umweltverband in ihrem Wohnort präsent ist. Hier galt es in erster Linie herauszufinden, ob sich die Befragten schon einmal vor Ort bewusst nach der Existenz eines solchen Verbandes erkundigt hatten. Abb. 34 zeigt die Antworten derjenigen, die zuvor mindestens einen Umweltverband mit Namen nennen konnten (n= 497). 71 % dieser Jugendlichen wissen derzeit nicht, ob es in ihrem Wohnort einen Umweltverband gibt. Sie haben sich also noch nicht
Abb. 34:
weiß nicht 71,0% ja 18,5%

„Gibt es einen dieser Verbände auch in deiner Stadt oder in der Nähe deines Wohnortes?“ nein 10,5%

Kenntnis über lokale UmweltNaturschutzverbände (n= 497)

und

bewusst damit befasst. Bei den 18,5 % der Jugendlichen, die der Frage zustimmen, bleibt offen, ob sie das Wissen darüber durch aktive Nachfrage oder eher aufgrund einer guten Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes erhalten haben. Anders verhält es sich bei den übrigen 10,5 % der Jugendlichen, die wissen, dass es keinen Umweltverband in ihrem Wohnort gibt. Hier kann davon ausgegangen werden, dass im Vorfeld eine aktive Auseinandersetzung stattgefunden hat. 6.3.2.2 Image der Erwachsenenverbände Ob Umweltverbände nun namentlich bekannt sind oder nicht – das Wissen darüber, dass es Organisationen gibt, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen, sollte bei fast allen Jugendlichen vorhanden sein. Da immerhin knapp 50 % der befragten Jugendlichen angegeben haben, dass sie zumindest teilweise gewisse Vorbehalte gegen die Verbandsmitglieder hegen (vgl. Tab. 11, S. 73.), stellt sich die Frage, welches Ansehen diese Verbände und die dort agierenden Personen genießen. Es gilt herauszufinden, wie genau sich das Image der Umwelt- und Naturschutzverbände definieren lässt und welche Eigenschaften Jugendliche heutzutage mit einer Person assoziieren, die sich im Umweltschutz engagiert. Dazu wurde eine offene Frage gestellt, die den Befragten die Möglichkeit geben sollte, alle Gedanken aufzuschreiben, die ihnen diesbezüglich in den Sinn kamen.5 Von den 628 befragten Jugendlichen haben lediglich 97 Personen (15,4 %) keine Angaben gemacht. Es kann grundsätzlich festgestellt werden, dass mit höherem Bildungsgrad sowohl Quantität als auch Qualität der Aussagen ansteigt. So beschreiben von den übrigen 84,6% vor allem die Gymnasiasten teilweise sehr differenziert, was genau sie von Umweltverbänden halten und wie sie sich die dort agierenden Menschen vorstellen:
„Selbst habe ich noch keine Erfahrung gemacht mit solchen Menschen, ich finde es aber sehr gut und äußerst wichtig, dass sich jemand um den Umweltschutz kümmert! Ich denke, dass sich diese Umweltschützer um das Wohlergehen von uns allen kümmern und dass sie sehr verantwortungsvoll handeln und hoffe selbst noch mehr darüber erfahren zu können und dass besonders die Arbeit von Greenpeace noch mehr Erfolge zeigt.“ (Fragebogen 157, Gy., 17 J., w.)
5 „Welches Bild machst du dir von Umwelt- und Naturschutzverbänden? Beschreibe in kurzen Worten oder Sätzen, wie du dir die Menschen, die sich dort engagieren, vorstellst, bzw. welche Erfahrungen du gemacht hast.“

74

„Es gibt vielerlei Berichte und Reportagen über Einsätze von Greenpeace und WWF, aus denen man schon viele Informationen über die Dringlichkeit der Probleme erfährt, die diese Organisationen zu beheben versuchen, aber darüber, wer Mitglied dieser Gruppen ist und wie man Mitglied wird, habe ich noch nichts erfahren. Ich weiß nur, dass die Leute naturverbunden und daran interessiert sein sollten, das Leben jeglicher Art auf unserem Planeten zu schützen und zu erhalten.“ (Fragebogen 22, Gy., 14 J., m.)

Einen quantitativen Überblick über die Antworten zeigt Abb. 35. Hierfür wurden die jeweiligen Textteile interpretiert und verschiedenen Kategorien zugeordnet (vgl. 5.3.3).6 Unter Sonstiges wurden all jene Angaben zusammengefasst, die sich keiner Kategorie zuordnen ließen und nur von jeweils einer Person genannt wurden.

aktive Umweltschützer naturverbunden engagiert tun eine wichtige Sache verhalten sich umweltbewusst „Ökos“ normale Menschen haben eigene Meinung nett ideologisch erfolglos hohe moralische Werte extrem hohes Fachwissen offen aufdringlich intolerant junge Menschen alte Menschen sonstiges keine Angaben 97 30 25 22 20 18 15 10 7 6 4 4 131 44 62 59 59 55 78 76

246

Abb. 35: Image von Umwelt- und Naturschutzverbänden, Anzahl der Nennungen (n= 628)

6 Die vollständigen Antworten mit ihren Kodierungen finden sich im Anhang C.

Ergebnisdokumentation
75

Insgesamt beschreiben 246 Jugendliche die Menschen, die sich in einem Umweltschutzverband engagieren, als aktive Umweltschützer. Unter diesem Begriff wurden alle konkret genannten Tätigkeitsbereiche zusammengefasst wie z.B. Öffentlichkeitsarbeit, Spendensammeln, aktive Naturschutzarbeit oder auch Demonstrieren. Die beschriebenen Aktionen zeigen auf, dass viele Jugendliche einen durchaus fundierten und realitätsnahen Überblick über die Aufgaben der Umweltverbände haben. Mit dem Sammelbegriff7 „Öko“ (59 Nennungen) taucht eine Umschreibung auf, die auf den ersten Blick als rein negative Aussage interpretiert werden könnte. Doch lohnt es sich, das vorliegende Antwortmaterial diesbezüglich differenzierter zu analysieren, denn während einige Jugendliche tatsächlich pauschalisierend das Klischee vom langhaarigen, jointrauchenden Freak beschreiben, erweisen sich andere Aussagen als sehr viel vielschichtiger. So ist es bisweilen lediglich das „öko-mäßige“ Aussehen, das kritisiert wird:
„In meiner Umgebung sehen Naturschützer leider meist aus wie typische „Ökofritzen“ oder Hippies. Auf einigen Demos bin ich des Öfteren auf Umweltschützer getroffen, wobei mir zwei Sorten aufgefallen sind: die Klischeeökomenschen und die wirklich Engagierten, die gute Ideen und schlagkräftige Argumente haben.“ (Fragebogen 232, Gy., 16 J., m.) „Menschen, die sich dort engagieren, finde ich toll. Es sollte mehr davon geben. Meistens hat man jedoch nicht so ein tolles Bild davon, man stellt sich „Ökos“ in Birkenstocksandalen vor. Die meisten, die ich kennen gelernt habe, entsprachen auch alle diesem Klischee, waren aber alle super tolle Menschen.“ (Fragebogen 168, Gy., 17 J., m.)

Darüber hinaus gibt es jedoch auch einen vergleichsweise großen Anteil an Jugendlichen, die mit „Ökos“ nicht (nur) das negative Aussehen, sondern eher negative Verhaltenseigenschaften verbinden:
„Ich denke, dass es dort neben „normalen“ Leuten, die sich in ihrer Freizeit für die Umwelt engagieren, auch viele extreme Leute gibt, die den Umweltschutz ein bisschen in diese „Ökosparte“ rücken und somit auch ein bisschen uncool machen.“ (Fragebogen 101, Gy, 18 J., w.) „Teils sehr „durchschnittliche“ Menschen, d.h. verankert in der Gesellschaft, Ausbildung oder Job, neutrale politische Meinung; teils etwas realitätsferne Menschen, sehr von der Sache, für die sie eintreten, überzeugt, Erscheinungsbild ähnelt dem eines Hippies, evtl. sogar gewaltbereit und bereit, Schaden anderer Menschen in Kauf zu nehmen, um ihren Willen durchzusetzen“ (Fragebogen 209, Gy., 16 J., m.)

Die letztgenannten Aussagen unterstreichen zudem die Erkenntnis, dass viele Jugendliche bei der Beschreibung von Umweltschützern eine Unterteilung in zwei Gruppen vornehmen. Die eine Gruppe setzt sich aus normalen Personen zusammen, die sich lediglich mehr als andere für das Thema Umwelt interessieren und sich daher dafür einsetzen. Sie werden als naturverbunden, engagiert und nett charakterisiert, die eine wichtige Sache tun und sich umweltbewusst verhalten. Diese Menschen werden überwiegend mit positiven Attributen beschrieben und stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs. Negativ wahrgenommen wird hingegen die Gruppe, die auf extreme oder fanatische Art ihre Meinung zum Umweltschutz vertritt. Darunter fallen die Menschen, die ideologisch geprägte Verhaltensweisen aufweisen und überhöhte moralische Werte haben. Vor allem bei der Beschreibung dieser Gruppe äußern die Jugendlichen die Kritik, dass Umweltschutz oftmals übertrieben wird und trotzdem wenig erfolgreich scheint.

7 Darunter fallen auch die Begriffe „Hippies“, „Alternative“ und „Freaks“.

76

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Gesamtkanon der Aussagen eher positiven bzw. neutralen Charakter hat. Die Mehrheit der Jugendlichen verzichtet in ihren Ausführungen auf vorhandene Klischeebeschreibungen, sondern zeigt vielmehr, dass sie einen durchaus realistischen Eindruck von Umwelt- und Naturschutzverbänden hat. Dies trifft vor allem auf die Angaben der Gymnasiasten zu, da sie eine sehr viel differenziertere Einstellung zu Umweltverbänden an den Tag legen als die Hauptund Realschüler. Hinsichtlich der Wertschätzung der dort engagierten Menschen kann zwischen zwei Typen unterschieden werden. Der eher pragmatische Umweltschützer, der selbst aktiven Schutz leistet, wird von den Jugendlichen ernst genommen, seine Arbeit wird respektiert und als wichtig angesehen. Der eher radikale Ökoaktivist dagegen, mit hohen moralischen Wertvorstellungen und vorwiegend durch Protestaktionen auffallend, erfährt bei der Mehrheit der Jugendlichen deutlich geringere Sympathiewerte und weniger Respekt. Obwohl die hier beschriebenen Ergebnisse die vielfältigen und teilweise komplexen Aussagen der Jugendlichen nur sehr vereinfacht wiedergeben, können sie für Umwelt- und Naturschutzverbände durchaus als relevante Richtungszeiger dienen. Doch wodurch wurde ihre Meinung und Einstellung überhaupt geprägt (vgl. Abb. 36)? Von den 531 Personen, die ihre Einstellung zu Umweltverbänden beschrieben haben, geben 314 Jugendliche u.a. die Medien als eine Informationsquelle an. Wiederum zeigt sich hier, dass es sich bei der Jugend von heute um eine Medien-Generation handelt, die ihre Informationen überwiegend aus sekundären Quellen bezieht. So haben mit 159 Angaben lediglich knapp ein Drittel bereits eigene Erfahrungen mit Menschen aus einem solchen Verband gemacht, 118 Jugendliche haben auch direkt durch Hörensagen Bekannter Informationen gesammelt. Die vorgegebene Antwortmöglichkeit „denke ich mir einfach so“ impliziert im Grunde genommen die anderen drei genannten Informationsquellen. Hier wird klar, dass sich das Bild, was die Jugendlichen von Umwelt- und Naturschützern gezeichnet haben, bei einem großen Teil der Befragten (309 P.) zumindest teilweise eher unterbewusst herausgebildet hat.
Abb. 36: Informationsquellen (n= 531), Mehrfachnennungen möglich
Medien denke ich mir einfach so eigene Erfahrung Hörensagen Bekannter 118 159 314 309

Im Hinblick auf den zentralen Hemmnisfaktor Zeitmangel ist es notwendig, genauer zu analysieren, von Jugendlichen wahrgenommen wird. Denn wie bereits in Kap. 2.2.3 festgestellt wurde, wird häufig überschätzt, wie viel Zeit man für freiwilliges Engagement aufwenden muss. Abb. 37 zeigt die Ergebnisse auf die Frage, wie viel Zeit man in der Woche aufbringen muss, wenn man sich in einem Umweltverband engagieren will. Die vergleichsweise geringe Anzahl an validen Stimmen (n= 576) resultiert daher, dass viele der befragten Jugendlichen sich nicht auf eine Antwortkategorie festlegen konnten oder wollten. Da dadurch keine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden konnte, wurden diese aus der Wertung genommen. So sind 56 Jugendliche (10 %) der Meinung, dass es durchaus ausreichend ist, 1-2 Stunden Zeit in der Woche für Tätigkeiten in einem Umweltverband zu investieren. Fast die Hälfte der Befragten schätzt dagegen, dass zwischen zwei und
5-10 Stunden 31% 2-5 Stunden 48% mehr als 10 Stunden 11% 1-2 Stunden 10%

Abb. 37: Geschätzter Mindestzeitbedarf für freiwilliges Engagement in der Woche (n= 576)

Ergebnisdokumentation
77

wie die Arbeits- bzw. Zeitbelastung durch ein Engagement in einem Umwelt- und Naturschutzverband

fünf Stunden notwendig sind, weitere 31 % nennen 5-10 Stunden als Mindeststundenzahl. 62 Jugendliche (11 %) sind sogar der Meinung, dass mehr als zehn Stunden pro Woche notwendig sind, um sich in einem Umweltschutzverband freiwillig engagieren zu können. In Hinblick auf die Ergebnisse verwundert es kaum mehr, dass die meisten Jugendlichen sich aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage sehen, sich in einem Umweltverband zu engagieren. Es zeigt sich vielmehr, dass ein großes Wahrnehmungsbzw. Kommunikationsproblem darüber vorherrscht, was die erforderliche Häufigkeit oder Intensität einer freiwilligen Tätigkeit betrifft, und sich somit für die Umweltschutzverbände ein dringendes Handlungsfeld auftut.

6.3.2.3 Wissen über Jugendumweltverbände Hier stellt sich zunächst die Frage, ob Jugendliche überhaupt wissen, dass bei den Umwelt- und Naturschutzverbänden spezielle Jugendvertretungen und –gruppen existieren, bei denen man mitmachen und sich engagieren kann. Das Ergebnis hierzu ist fast ausgeglichen: 319 Jugendliche (51 %) wussten zum Befragungszeitpunkt nicht, dass es solche Jugendverbände gibt, 309 Befragten (49 %) war dies bekannt. Da davon ausgegangen werden kann, dass einige positive Antworten lediglich aufgrund von Vermutungen gegeben wurden, dürfte die Anzahl derer, die im Vorfeld wirklich um die Existenz von Jugendumweltverbänden wussten, in Wirklichkeit noch geringer sein. So geben beispielsweise 51 Jugendliche hier eine positive Antwort, obwohl sie bei der Frage nach den Namen von Umweltverbänden keine Angaben machen konnten. Doch selbst wenn man das vorliegende Ergebnis als Grundlage nimmt, wird klar, dass der Bekanntheitsgrad der Jugendumweltverbände noch deutlich ausbaufähig ist. Von Interesse ist weiterhin, welche Tätigkeiten die Jugendlichen mit dem Engagement in einer Jugendumweltgruppe verbinden. Mittels einer offenen Frage wurde ermittelt, welche Aktionen sich die Befragten genau vorstellen und inwieweit diese Einschätzung mit der Realität übereinstimmt. Um die Lesbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen, wurden die gegebenen Antworten kodiert und einzelnen Tätigkeitsbereichen zugeordnet (vgl. Abb. 38). Von den 628 Jugendlichen wollten oder konnten insgesamt 123 Jugendliche (19,6 %) keine Angaben zu dieser Frage machen. Die übrigen stellen es sich überwiegend so vor, dass man Müll aufsammelt (144 Nennungen), z.B. an Infoständen in der Fußgängerzone Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit macht (136 N.) oder Protestaktionen jeglicher Form plant und durchführt (128 N.). Erklären lässt sich die Antwortenverteilung sicherlich dadurch, dass dies Aktionsformen sind, die den Jugendlichen in ihrem Lebensumfeld am häufigsten begegnen. Vor allem Müllsammeln stellt eine Aktivität dar, die in der Schule oder auch in anderen Vereinen wie Jugendfeuerwehr oder Sportverein oft als jährliche Umweltschutzaktion durchgeführt wird und von den Jugendlichen daher vermutlich verstärkt wahrgenommen wird. Mit 106 Nennungen finden außerdem Beschreibungen von Naturausflügen unterschiedlicher Art (Wanderungen im Wald, Zelten in freier Natur,…) recht häufig Erwähnung. Anders als beispielsweise beim Spendensammeln (66 N.) oder den oben genannten Tätigkeiten wird hierdurch eine Aktionsform beschrieben, die nicht dem gemeinwohl- sondern eher dem geselligkeitsorientierten Bereich zuzuordnen ist. Tierschutzmaßnahmen -vornehmlich Krötenhilfe- (57 N.), Biotoppflegeaktionen (45 N.) sowie Neupflanzungen von Bäumen (44 N.) umreißen von den Jugendlichen wahrgenommene Handlungsfelder, die übergreifend zu den klassischen, praktischen Naturschutzmaßnahmen gezählt werden können. 55 Befragte stellen sich zudem vor, dass man in Jugendumweltgruppen Wissen über Natur und Umwelt erwerben kann, so dass man sich auch dementsprechend umweltbewusst verhält (19 N.). 78

Die Einschätzung, dass in solchen Umweltgruppen viele Sitzungen bzw. Treffen abgehalten werden (49 N.) zeigt auf, dass einigen Jugendlichen die Verbandsstrukturen durchaus bekannt sind. Unter Sonstiges sind überwiegend Aussagen zusammengefasst, die auf die äußeren Rahmenbedingungen eingehen (z.B. überwiegend lokale Aktionen), sehr vereinzelt Bewertungen enthalten (z.B. langweilig oder spaßorientiert) oder einfach als unqualifizierte Bemerkung ausgelegt werden können. In qualitativer Hinsicht lässt sich sagen, dass die Jugendlichen ein relativ objektives und nüchternes Bild von den Aktivitäten in einem Jugendumweltverband haben. Da die Aktionen meist nur stichpunktartig aufgezählt werden, lassen sich aus den Aussagen nur sehr selten konkrete Werthaltungen ableiten, die Hinweise auf eine eher positive oder eher negative Wahrnehmung liefern könnten. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Mehrheit der Jugendlichen ähnlich wie bei der Beschreibung der Erwachsenenverbände einen erstaunlich guten Überblick darüber hat, was in Jugendumweltgruppen gemacht wird. Zwar äußern sich fast 20% der Befragten gar nicht zu diesem Thema, doch muss berücksichtigt werden, dass über 50% der Jugendlichen zum Befragungszeitpunkt überhaupt nicht wussten, dass es solche Jugendverbände gibt. Die Vorstellung, was sich hinter einem solchen Verband oder einer solchen Gruppe verbirgt, geht bei den Befragten also durchaus in die richtige Richtung. Berücksichtigt man die tatsächlich stattfindenden Aktionen sowie die vorhandenen Engagementformen bspw. bei BUNDjugend und NAJU (vgl. 3.2), fällt auf, dass lediglich eine stark verzerrte Wahrnehmung auftritt, wenn es um das Handlungsfeld Müllsammeln geht, denn diese für eine Mobilisierung sicherlich wenig erfolgversprechende Aktivität ist bei Jugendlichen sehr präsent, obwohl sie in Jugendumweltverbänden nur eine geringe Rolle spielt.
Müllsammeln Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit Demonstrationen Naturausflüge Spendensammeln Tierschutz Lernen über Natur und Umwelt Sitzungen aktive Biotopflege Neupflanzungen umweltbewusstes Verhalten normale Freizeitaktionen Seminare Sonstiges keine Angabe 8 74 123 13 19 45 44 49 57 55 66 106 128 136 144

Abb. 38: Vorstellung über Aktionen in Jugendumweltverbänden, Anzahl der Nennungen (n= 628)

Ergebnisdokumentation
79

6.3.3 Vorstellung über die Voraussetzungen für freiwilliges Engagement Um weitere Engagementhemmnisse konkretisieren zu können, ist es erforderlich, nicht nur die Einstellungen der Jugendlichen zu Umweltschutzverbänden zu untersuchen, sondern auch ihre Vorstellung darüber, welche Voraussetzungen man für ein Engagement im Umweltschutz mitbringen muss. Es stellt sich die Frage, welche Prioritätensetzung die Jugendlichen diesbezüglich vornehmen und ob ihre Wahrnehmung mit der Realität übereinstimmt. Hierfür wurden mittels einer Fragenbatterie neun Voraussetzungen vorgegeben, die die Jugendlichen auf einer Skala von 1 („sehr wichtig“) bis 5 („total unwichtig“) bewerten sollten. Tab. 12 zeigt die prozentuale Verteilung der Antworten, Abb. 39 die durchschnittliche Bewertung. Es zeigt sich, dass Spaß an der Sache von mehr als 90 % der Jugendlichen als sehr wichtig oder wichtig angesehen wird und somit eine unerlässliche Grundvoraussetzung für freiwilliges Engagement darstellt. Doch nicht nur diese Bedingung sehen die Jugendlichen als wichtig an. Neben Teamfähigkeit („Fähigkeit
für ein soziales Miteinander“), Naturverbundenheit und viel Zeit wird auch Aufopferungsbereitschaft als

notwendige Voraussetzung genannt. Dies gilt zwar im Durchschnitt auch für Organisationstalent, doch zeigt Tab. 12, dass jeder vierte Befragte diese Fähigkeit als Vorbedingung für eher unwichtig hält. Dies gilt im stärkeren Maße auch für die Eigenschaften hohes Selbstbewusstsein, politisches Verständnis sowie hohes Fachwissen. Als Engagementhemmnis kann somit weitgehend ausgeschlossen werden, dass sich Jugendliche aus fehlendem Vertrauen in ihre fachliche Fähigkeiten gegen eine freiwillige Tätigkeit entscheiden. Insgesamt fällt jedoch auf, dass die Befragten eine relativ große Anzahl an Voraussetzungen für wichtig halten. Zwar ist unstrittig, dass Spaß an der Sache und vor allem Naturverbundenheit vorhanden sein sollten, wenn man im Umweltschutz aktiv werden möchte, doch zeigt sich auch, dass die falsche oder zumindest übertriebene Vorstellung, man müsse dabei viel Zeit investieren oder sich gar aufopfern, im Bewusstsein der Jugendlichen verankert ist. Für eine erfolgreiche Mobilisierung ist hier Aufklärungsarbeit zu leisten.
Tab. 12: Vorstellung über Voraussetzungen für freiwilliges Engagement, Angaben in Prozent (n= 628)
sehr wichtig überhaupt nicht wichtig

Voraussetzungen
Spaß an der Sache (n= 604) Fähigkeit für ein soziales Miteinander (n= 614) Naturverbundenheit (n= 611) viel Zeit (n= 613) Aufopferungsbereitschaft (n= 611) Organisationstalent (n= 614) hohes Selbstbewusstsein (n= 616) politisches Verständnis (n= 616) bereits vorhandenes hohes Fachwissen (n= 612)

1 76,8 43,0 45,2 25,9 23,1 13,5 10,1 7,5 7,4

2 16,9 37,3 32,6 35,9 34,9 31,6 20,1 21,1 12,1

3 3,9 16,1 16,4 28,7 31,8 34,5 32,3 28,9 28,9

4 1,5 2,1 4,1 7,7 6,9 15,8 24,0 27,3 31,9

5 1,0 1,5 1,8 1,8 3,4 4,6 13,5 15,3 19,8

80

Spaß an der Sache Fähigkeit für ein soziales Miteinander Naturverbundenheit viel Zeit Aufopferungsbereitschaft Organisationstalent hohes Selbstbewusstsein politisches Verständnis hohes Fachwissen 5 total unwichtig
Abb. 39: Durchschnittliche Wichtigkeit der Voraussetzungen für freiwilliges Engagement, je kleiner der Mittelwert, desto wichtiger (n= 628)

1,4 1,8 1,9 2,2 2,3 2,7 3,1 3,2 3,5 4 3 2 1 sehr wichtig

Ergebnisdokumentation
81

6.3.4 Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz Auch wenn der Freundeskreis - laut Aussage der Jugendlichen (vgl. Tab. 11, S. 71) - keinen großen Einfluss auf die Entscheidung hat, sich zu engagieren, interessiert doch, wie von den Jugendlichen der Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz in ihrem Umfeld wahrgenommen wird. Dazu wurde die persönliche Einstellung der Jugendlichen zum diesem Thema mit der von ihnen wahrgenommenen Einstellung ihrer Freunde verglichen (vgl. Abb. 40). Es wird klar, dass die Befragten ihren Freunden durchschnittlich bei allen Statements eine deutlich negativere Einstellung zum Umweltschutz attestieren. So halten die Freunde Umweltschutz angeblich für langweiliger, unwichtiger, uninteressanter als die Befragten selbst. Zudem ist ihnen das Thema gleichgültiger. Dies trifft zwar auch auf die Statements zu, dass Umweltschutz „in“ (geringere Zustimmung der Freunde) und anstrengend (größere Zustimmung der Freunde) sei, doch ist hier der Unterschied zu der eigenen Einstellung eher gering. Es zeigt sich insgesamt, dass die Mehrheit der Jugendlichen der Meinung ist, sie selbst hätten eine positivere Einstellung zum Thema Umwelt- und Naturschutz als ihre Freunde. Es wird somit deutlich, dass Umweltschutz in der Wahrnehmung der Jugendlichen ziemlich wenig Ansehen genießt. So kann die Einstellung der Peer Group durchaus als ein Hemmnis für freiwilliges Engagement angesehen werden – wenngleich es von den Jugendlichen nicht bewusst als solches wahrgenommen wird.

Umwelt- und Naturschutz ist...
langweilig

wichtig

„in“

interessant

mir / ihnen egal

anstrengend 5 stimme überhaupt nicht zu 4 3 2 1 stimme voll zu

persönliche Einstellung von ihnen wahrgenommene Einstellung ihrer Freunde
Abb. 40: Vergleich zwischen persönlicher Einstellung und wahrgenommener Einstellung der Freunde (n= 628)

82

6.4 Zugangswege
Kapitel 6.3 hat gezeigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen nicht genau weiß, welche Aktionen in Jugendumweltverbänden stattfinden, ihre Vorstellung darüber aber durchaus mit der Realität übereinstimmt. Inwieweit die Jugendlichen solche Aktionen gut oder schlecht finden bzw. ob und unter welchen Umständen sie dort mitmachen würden, lässt sich anhand dieser Ergebnisse jedoch nicht feststellen und erfordert eine tiefergehende Analyse möglicher Zugangswege. Für eine zielgruppengerechte Ansprache ist zunächst von Interesse, welche persönlichen Erwartungen die Befragten an eine solche freiwillige Tätigkeit stellen (vgl. 6.4.1). Um Hinweise für effektive Handlungsempfehlungen zu erhalten, wird anschließend konkret geprüft, bei welchen Formen des freiwilligen Engagements sich Jugendliche vorstellen könnten, sich zu beteiligen (vgl. 6.4.2) und welche Anstöße nötig sind, um das vorhandene Engagementpotential in tatsächliches Engagement umzuwandeln (vgl. 6.4.3).

6.4.1 Erwartungen Um Engagementpotential effektiv abrufen zu können, ist es notwendig, die Erwartungen der Jugendlichen an eine freiwillige Tätigkeit im Umweltschutzbereich zu kennen. Dazu wurden die Jugendlichen wiederum mittels einer Fragenbatterie gefragt, welche Bedingungen erfüllt werden müssten, damit ein Engagement im Umweltschutz für sie überhaupt infrage käme. Tab. 13 zeigt die Häufigkeitsverteilung der Antworten in Prozent (1= „stimme voll zu“; 5= „stimme überhaupt
nicht zu“). Danach wird klar, dass für fast alle befragten Jugendlichen Spaß das wichtigste Kriterium für

die Übernahme einer freiwilligen Tätigkeit ist. Lediglich 16 Personen können diesem Statement nicht zustimmen. Doch auch die anderen Vorgaben werden von den Jugendlichen überwiegend als wichtige Bedingung genannt. Lediglich bei den Statements bezüglich Vorteile im späteren Berufleben und Anerkennung ist die Zustimmung in der Mehrheit geringer. Da bei der Ermittlung geeigneter Zugangswege vor allem die Erwartungsmuster derjenigen Jugendlichen von Interesse sind, die „sicher“ bzw. „vielleicht“ in einer Jugendumweltgruppe mitmachen wollen, erscheint eine zusätzliche Aufschlüsselung nach diesen Gruppen sinnvoll. So zeigt Abb. 41 auf der folgenden Seite nicht nur die Mittelwerte der Statements bezogen auf die gesamte Stichprobe, sondern zusätzlich die der „sicher“ bzw. „vielleicht“ an einem Engagement interessierten Jugendlichen. Hier wird erkennbar, dass sich vor allem die Erwartungen der

stimme voll zu

stimme überhaupt nicht zu

Erwartungen
dass die Tätigkeit Spaß macht (n= 608) dass ich mit netten Leuten zusammenkomme (n= 611) dass ich der Natur aktiv helfen kann (n= 611) dass ich eigene Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten bekomme (n= 607) dass ich eigene Kenntnisse und Erfahrungen erweitern kann (n= 607) dass ich etwas für das Gemeinwohl tun kann (n= 606) dass ich dadurch Vorteile im späteren Berufsleben finde (n= 610) dass ich für diese Arbeit Anerkennung bekomme (n= 608)

1 67,9 35,4 32,2 27,3 24,5 20,1 23,5 18,4

2 23,6 32,6 32,8 36,5 36,2 30,5 23,7 27,6

3 5,9 21,1 23,3 25,4 24,9 35,4 27,3 28,9

4 0,8 6,7 6,9 6,7 9,1 8,4 14,6 16,1

5 1,8 4,2 4,8 4,1 5,3 5,6 10,9 9,0

Ergebnisdokumentation
83

Tab. 13: Erwartungen an ein freiwilliges Engagement, Angaben in Prozent

„sicher“ Interessierten deutlich von den Ergebnissen der Gesamtstichprobe unterscheiden. Während bei der Einstellung zu den geselligkeitsorientierten Statements („dass die Tätigkeit Spaß macht“; „dass
ich mit netten Leuten zusammen komme“) keine nennenswerten Unterschiede zu erkennen sind, ist die

Erwartungshaltung im Bereich des Gemeinwohls („dass ich der Natur aktiv helfen kann“; dass ich etwas für das
Gemeinwohl tun kann“) bei den sicher Engagementbereiten deutlich höher. Auch was die Verwirklichung

eigener Interessen angeht, zeigen sich starke Abweichungen bei den sicher Interessierten– wenn auch in zweierlei Hinsicht: Während die Statements „dass ich eigene Verantwortung bekomme“ und „dass ich eigene
Erfahrungen und Kenntnisse erweitern kann“ auf durchschnittlich größere Zustimmung stoßen, werden

Vorteile im späteren Berufsleben sowie Anerkennung und als weniger wichtige Voraussetzungen für eine Engagementübernahme beurteilt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass bei den befragten Jugendlichen insgesamt eine ziemlich hohe Erwartungshaltung zu verzeichnen ist, was die Bedingungen zur Übernahme einer freiwilligen Tätigkeit angehen. Dieses Verhalten ist meist noch viel ausgeprägter bei den Personen, die sicher daran interessiert sind, bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen. Zum einen zeigt dies den hohen Anspruch, den diese Zielgruppe an eine freiwillige Tätigkeit stellt. Zum anderen macht es aber auch deutlich, dass es Jugendliche gibt, die bereit sind für Umwelt und Natur etwas zu leisten und sich dort einzubringen. Für eine Mobilisierung dieser Jugendlichen bedeutet das, diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, indem den Engagementbereiten das Gefühl gegeben wird, etwas Sinnvolles zu tun bzw. etwas erreichen zu können und Erfolg zu haben.
1,5 1,3 1,4 2,1 2,1 2,1 2,2 1,5 2,1 2,2 1,9 2,3 2,3 1,6 2,2 2,5 1,7 2,4 2,7 3,0 2,7 2,7 2,9 2,8

dass die Tätigkeit Spaß macht

dass ich mit netten Leuten zusammenkomme

dass ich der Natur aktiv helfen kann

dass ich eigene Verantwortung und Entscheidungsmöglichkeiten bekomme

dass ich eigene Kenntnisse und Erfahrungen erweitern kann

dass ich etwas für das Gemeinwohl tun kann

dass ich dadurch Vorteile im späteren Berufsleben finde

gesamt sicher interessiert vielleicht interessiert

dass ich für diese Arbeit Anerkennung bekomme

5 stimme überhaupt nicht zu

4

3

2

1 stimme voll zu

Abb. 41: Durchschnittliche Zustimmung von Erwartungen an ein freiwilliges Engagement, je kleiner der Mittelwert, desto größer die Zustimmung

84

6.4.2 Formen des Engagements Wie in Kapitel 3 beschrieben, gibt es in Jugendumweltverbänden eine Vielzahl an unterschiedlichen Formen freiwilligen Engagements. Man kann sich beispielsweise durch eine Amtsübernahme längerfristig engagieren, aber auch projektbezogen in Form einer Kampagnendurchführung kurzfristig aktiv werden. Auch hinsichtlich der inhaltlichen Ausrichtung existiert eine große Vielfalt. Für die Ermittlung geeigneter Zugangswege stellt sich die Frage, bei welchen dieser Engagementformen sich die Jugendlichen vorstellen können, mitzumachen. Welche Projekte und Aktionen kommen also gut an, welche eher nicht? Dazu wurden in der Befragung aus bestehenden „Angeboten“ der Jugendumweltverbände Projekte und Aktionen zur Auswahl gestellt, die beispielhaft für die unterschiedlichen Engagementformen stehen. Bis auf zwei Aktivitäten (Kanutour & Waldexkursion), bei denen es lediglich um eine Teilnahme geht, wurden bewusst Tätigkeiten gewählt, die einen gewissen Grad an freiwilligem Engagement erfordern, indem Pflichten oder Aufgaben zu erfüllen sind. Auf einer Skala von 1 (= „kann ich mir sehr gut vorstellen“) bis 5 (= „kann ich mir überhaupt nicht vorstellen“) erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Bereitschaft zum Mitmachen entsprechend offen zulegen. Tab. 14 zeigt, dass die prozentuale Verteilung der Nennungen relativ ausgewogen ausfällt. So gibt es in allen Bereichen Jugendliche, die sich sehr gut oder gut vorstellen könnten, sich darin freiwillig zu engagieren. Lediglich die Rolle des klassischen Ehrenamts („sich für ein Amt in einem Umweltverband aufstellen lassen“) erfährt nur wenig Begeisterung
Tab. 14: Mögliche Zugangswege nach Engagementform, Angaben in Prozent
kann ich mir sehr gut vorstellen kann ich mir überhaupt nicht vorstellen

Engagementform
Kanutour auf einem Fluss unternehmen, um Tiere und Pflanzen zu beobachten und die Natur mit allen Sinnen zu erleben (n= 606) Internationaler Austausch, bei dem man die Natur in anderen Ländern kennenlernt und durch praktischen Naturschutz vor Ort hilft (n= 605) In einer Gruppe die Nacht in einer selbstgebauten Hütte verbringen und über dem Lagerfeuer kochen, danach in den Wald gehen und 24 Stunden Natur pur erleben ohne Strom oder Wasser aus der Leitung. (n= 607) Organisation einer Demonstration gegen ein akutes Umweltproblem (n= 605) Patenschaft: hier übernimmst du zusammen mit anderen die Verantwortung für ein wertvolles Stück Natur in eurer direkten Umgebung wie etwa einen Bach (n= 603) Für eine Jugendumweltgruppe Pressemitteilungen verfassen, die über die geplanten Aktionen und die erzielten Erfolge berichten (n= 604) Auf dem Schulhofgelände einen Teich, einen Naturgarten oder ähnliches anlegen, Veränderungen beobachten und sich auch weiterhin darum kümmern (n= 605) Mit Anderen eine Kampagne zu einem dir wichtigen Umweltthema durchführen (n= 606) Allein oder mit anderen zusammen eine Umweltgruppe für Jüngere leiten, so dass diese an die Natur herangeführt werden (n= 605) Internetaufritt einer Umweltgruppe erstellen und über einen längeren Zeitraum verwalten (n= 601) Sich für ein Amt in einem Umweltverband aufstellen lassen, etwa als Jugendsprecher (n= 608)

1
31,7 22,8

2
22,2 24,6

3
19,2 21,5

4
13,1 15,4

5
13,9 15,7

28,5 14,9 13,6

19,3 20,5 15,3

16,8 21,8 27,4

13,3 19,8 21,1

22,1 23,0 22,7

9,8

18,4

25,8

23,0

23,0

10,9

16,5

25,8

22,5

24,3

8,9 9,8 8,3 4,1

15,8 16,4 13,6 7,7

29,2 23,0 23,8 16,9

24,9 22,5 26,1 26,3

21,1 28,4 28,1 44,9

Ergebnisdokumentation
85

und wird von der großen Mehrheit kategorisch abgelehnt. Doch nicht nur hinsichtlich dieser Tätigkeit, sondern auch bei den anderen Engagementformen zeigt sich, dass es immer auch einen großen Anteil – meist über 40 % - an Jugendlichen gibt, die sich eine solche Tätigkeit nicht vorstellen können. Relativ unklar ist zunächst, ob sich dieser Anteil immer aus denselben Jugendlichen zusammensetzt oder ob alle Jugendliche - je nach Engagementform - mal mehr, mal weniger ihre Zustimmung äußern. Aufschluss darüber kann Abb. 42 geben, die neben den Mittelwerten der Gesamtstichprobe zusätzlich die Werte der Engagementbereiten darstellt. Es zeigt sich, dass sich die „sicher“ und im geringerem Maße auch die „vielleicht“ an einem Engagement interessierten Jugendlichen durchweg in allen Bereichen deutlich eher vorstellen können, mitzumachen. Im Hinblick auf geeignete Zugangswege wird somit deutlich, dass bei den Jugendlichen die jeweilige Engagementform eher geringen Einfluss auf die Entscheidung für oder gegen eine freiwillige Tätigkeit zu haben scheint. Obwohl es sich hierbei lediglich um eine Tendenz handelt – schließlich gibt es durchaus auch nicht Engagementbereite, die sich trotzdem bei einigen Tätigkeiten eine freiwillige Mitarbeit vorstellen können – zeigt sich doch, dass für eine erfolgreiche Mobilisierung der Blick nicht nur auf das „Angebot“ der Jugendverbände gerichtet werden muss, sondern auch die notwendigen Anstöße zu einem Engagement zu berücksichtigen sind.
2,6 2,2 2,8
Internationaler Austausch

Kanutour

1,9

2,5 2,8

1,8

Waldexkursion

2,7 3,2 2,9 3,2 2,0

1,7

Organisation einer Demo

Patenschaft

2,9 3,3

2,1

Pressearbeit

3,2 3,3 2,7

2,3

Biotopanlage auf dem Schulhof

3,1 3,3

Kampagnenarbeit

3,1 3,4 3,2 3,5 2,7

2,1

Leitung einer Kinderumweltgruppe

2,1
gesamt sicher interessiert

Erstellung eines Internetaufritts

3,4 4,0

Übernahme eines Amtes

3,9 5 4 3

2,7

vielleicht interessiert

2

1
kann ich mir sehr gut vorstellen

kann ich mir überhaupt nicht vorstellen

Abb. 42: Durchschnittliche Engagementbereitschaft nach Engagementform

86

6.4.3 Anstöße Um genauere Hinweise darüber zu erhalten, was passieren muss, um Jugendliche zum Mitmachen in einer Jugendumweltgruppe zu bewegen, wurden verschiedene Anstöße als Statements formuliert. Die Jugendlichen hatten wiederum die Möglichkeit, mittels einer 5-stufigen Skala ihre Einstellung dazu zu äußern. Tab. 15 zeigt die prozentuale Häufigkeit der Angaben, Abb. 43 auf der folgenden Seite die sich daraus ergebenen Mittelwerte sowohl der gesamten Stichprobe als auch der Engagementbereiten im Speziellen. Es zeigt sich, dass es allen Jugendlichen am wichtigsten ist, dass sie eine genaue Vorstellung über das Engagement haben und es ein klar formuliertes Projekt gibt, bei dem sie mitmachen können. Aber auch die anderen vorgegebenen Aussagen erhalten relativ hohe Zustimmung. Die Tatsache, dass über die Hälfte der Jugendlichen als eine Voraussetzung angibt, Bekannte müsste ebenfalls mitmachen, beweist, welch große Rolle das Umfeld der Jugendlichen bei der Entscheidung für ein freiwilliges Engagement spielt. Doch auch persönliche Ansprache und Kennlernaktionen treffen mehrheitlich auf große Resonanz. Eine klare Absage erteilen viele dem Vorschlag, der Jugendgruppe Erwachsene zur Seite zu stellen. Hier wird erneut deutlich, dass die Jugendlichen bereit sind, eigene Verantwortung zu tragen und selbstständig etwas zu schaffen. Legt man den Fokus auf die wichtige Zielgruppe der Engagementbereiten, werden wiederum Unterschiede in der Einstellung erkennbar. So zeigen die „sicher“ an einem Engagement Interessierten mehr Selbstbewusstsein bzw. Unabhängigkeit, indem sie es als deutlich weniger wichtig ansehen, dass Freunde oder Bekannte ebenfalls in einer solchen Gruppe mitmachen. Zusammenfassend zeigt sich auch hier, dass Jugendliche eine klares Projekt bevorzugen, an dem sie sich beteiligen können und bei dem sie genau wissen, was auf sie zukommt und was genau das Ziel ist. Sie wollen wissen, wo und bei was ihre Hilfe genau benötigt wird.

Tab. 15: Mögliche Anstöße für eine Übernahme eines freiwilligen Engagements, Angaben in Prozent
stimme voll zu stimme überhaupt nicht zu

Anstöße
Ich müsste genau wissen, was auf mich zukommt, wo meine Hilfe benötigt wird bzw. was es zu tun gibt (n= 610) Es müsste ein klares Umweltschutzprojekt geben, das ich gerne unterstützen möchte (n= 610) Es müssten Leute mitmachen, die ich bereits kenne (n= 607) Man müsste mich persönlich ansprechen (n= 610) Gut wäre ein Wochenendausflug, damit man sich besser kennenlernen kann (n= 605) Eine reine Jugendgruppe ist doof, es müssten auch Erwachsene dabei sein (n= 607)

1
45,4 32,8 33,3 23,9 20,7 7,9

2
29,0 36,9 23,4 23,3 26,8 9,9

3
14,4 22,3 21,4 28,7 21,0 17,4

4
5,2 6,9 11,2 11,8 16,0 22,4

5

6,1 10,7 12,3 15,5 41,5

Ergebnisdokumentation
87

5,9

genaue Vorstellung über das Engagement Existenz eines klaren Projektes 2,4 2,5 2,7 2,6 2,2

2,0

1,6 1,8

2,0 1,9

nur mit Bekannten

3,1

persönliche Ansprache Wochenendausflug zum Kennenlernen keine reine Jugendgruppe 5 stimme ich überhaupt nicht zu 4 3,8 3,7 3,8 3

3,0

2,8 2,6

2,3 gesamt sicher interessiert vielleicht interessiert 2 1 stimme ich voll zu

Abb. 43: Durchschnittliche Zustimmung möglicher Anstöße, je kleiner der Mittelwert, desto größer die Zustimmung

88

7	

Diskussion	

Welche Bedeutung haben diese Ergebnisse nun für Umwelt- und Naturschutzverbände im Hinblick auf eine erfolgreiche Mobilisierung von Jugendlichen? Zunächst kann festgestellt werden, dass bei der Mehrzahl der Jugendlichen durchaus Interesse an Umwelt- und Naturschutzthemen vorhanden, und somit die Grundvoraussetzung für freiwilliges Engagement gegeben ist. Die Vermutung, dass Umwelt- und Naturschutz bei der Jugend von heute kein Interesse weckt, kann nicht bestätigt werden. Die Mehrheit der Jugendlichen gibt an, die Thematik für ein spannendes und interessantes Handlungsfeld zu halten, über das sie mehr erfahren will. Sicherlich ist dieses Ergebnis nur eingeschränkt gültig, da einige Jugendliche Aussagen treffen, die auf soziale Erwünschtheit zurückzuführen sind. Doch selbst dies kann positiv bewertet werden – zeigt es doch, dass diese Jugendlichen Umweltbewusstsein und Umweltschutz zumindest für „sozial erwünscht“ halten. Beim Interesse hinsichtlich der speziellen Themenfelder lassen sich Tendenzen ausmachen: Je aktueller ein Umweltthema in den Medien und damit in der Öffentlichkeit diskutiert wird, desto größer ist der Informationsbedarf und die Aufmerksamkeit der Jugendlichen. Zudem wird größeres Interesse gezeigt, wenn es um die Themen geht, die das direkte Lebensumfeld der Jugendlichen berühren und daher mit positiven Assoziationen belegt sind. Ein weiterer Beleg dafür, dass Jugendliche Umwelt- und Naturschutzthemen offen und mit Neugier gegenüberstehen, ist die Tatsache, dass die Mehrzahl eine stärkere Einbindung des Themas – sowohl unter theoretischen als auch unter praktischen Gesichtspunkten – in ihren Schulalltag fordert. Auch die Ergebnisse bezüglich der Bereitschaft, sich freiwillig im Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, geben Jugendumweltverbänden keinen Grund, allzu pessimistisch in die Zukunft zu schauen. Die Mehrzahl der Jugendlichen steht einem freiwilligen Engagement im Umweltschutzbereich positiv gegenüber. Dabei ist der Grad der Bereitschaft, sich freiwillig zu engagieren, abhängig von Geschlecht und Bildungsstatus. Es zeigt sich hier, dass die Erkenntnisse bisheriger Untersuchungen zum freiwilligen Engagement auf den Bereich Jugendliche und Umweltschutz uneingeschränkt übertragbar sind. So kann bestätigt werden, dass Jugendliche, die das Abitur anstreben, deutlich höhere Bereitschaft zeigen, in einer Jugendumweltgruppe mitzumachen, als Haupt- und Realschüler. Dies äußert sich nicht nur in Rahmen einer unverbindlichen Aussage, sondern auch in Form einer klaren Zusicherung. Zudem signalisieren Mädchen eine höhere Engagementbereitschaft als Jungen, was den weiteren Forschungsbedarf aufzeigt. Auch wenn ein großer Anteil der Jugendlichen lediglich eine eher unverbindliche Zusicherung macht und auch hier davon ausgegangen werden kann, dass viele dieser Antworten auf soziale Erwünschtheit zurückzuführen sind, kann festgestellt werden, dass die Mehrzahl einem freiwilligen Engagement im Umweltschutzbereich zumindest aufgeschlossen gegenüber steht. Hinweise darauf, wie dieses Potential von den Jugendumweltverbänden genutzt und in tatsächliche Mitarbeit umgewandelt werden kann, ergeben sich aus zwei unterschiedlichen Analyseschwerpunkten: was Jugendliche sich von einem Engagement im Umweltbereich versprechen und über welche Anstöße sie erfolgreich mobilisiert werden können. Zum anderen lassen sich aus der Untersuchung über Engagementhemmnisse Konsequenzen ableiten, die aufzeigen, was geändert werden muss, um mehr Jugendliche für die Mitarbeit in Jugendumweltverbänden zu begeistern. Als ein großes Hemmnis ist zunächst der marginale Bekanntheitsgrad von BUND und NABU zu nennen. Die empirische Untersuchung hat gezeigt, dass den Jugendlichen bei der Frage nach Umwelt- und 89

Diskussion

Zum einen liefert die Befragung hinsichtlich der Zugangswege direkt konkrete Erkenntnisse darüber,

Naturschutzverbänden meist nur die global agierenden Organisationen Greenpeace und WWF bekannt sind. Wie aber können Jugendliche zu freiwilligem Engagement in Jugendumweltverbänden mobilisiert werden, wenn sie nicht einmal die dazugehörigen Erwachsenenverbände mit Namen kennen? Wenn von 628 Schülern lediglich zehn Personen den BUND als einen Umweltverband nennen können, verwundert es kaum, wenn sowohl BUND als auch BUNDjugend über Nachwuchsprobleme klagen. Dass Bekanntheit allein jedoch nicht automatisch zu einer größeren Anzahl von freiwilligen Engagierten führt, zeigt die Befragung in Neustadt am Rübenberge. Obwohl dort fast die Hälfte der Jugendlichen den NABU aufgrund der aktiven Ortsgruppe kennt, befindet sich unter den Befragten trotz allem nicht eine einzige Person, die sich dort freiwillig engagiert. Die Bekanntheit sollte somit vielmehr als Grundvoraussetzung angesehen werden anstatt als wirksames Mittel für eine erfolgreiche Mobilisierung. Der Gesamteindruck bei Befragung und Auswertung lässt vermuten, dass die Mehrzahl der Jugendlichen sich noch nie bewusst Gedanken über ein freiwilliges Engagement im Umweltschutz gemacht hat. Sie hat sich noch nie mit der Thematik auseinandergesetzt und wird aus Eigeninitiative auch nie auf die Idee kommen, sich in dem Bereich freiwillig zu engagieren – unabhängig davon, ob Interesse an Natur und Umwelt vorhanden ist oder nicht. In der Lebenswelt der Jugendlichen spielt Umwelt- und Naturschutz größtenteils keine Rolle, so dass auch nicht darüber gesprochen wird:
„Ich habe noch nie viel von diesen Verbänden gehört, man trifft auf wenig Werbung, ich kenne keine Jugendlichen, die sich dafür engagieren; es ist kein alltägliches Hobby, über das sich alle bewusst sind.“ (Fragebogen 85, Gy.,18 J., m.)

Dies spiegelt sich auch in den Ergebnissen der Frage nach dem Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz wider. Hier zeigt sich, dass ein Engagement in diesem Bereich zwar schon als wichtig angesehen wird, jedoch von der Mehrzahl der Jugendlichen auch als absolut „out“ beschrieben wird. Insbesondere im direkten Lebensumfeld der Jugendlichen, dem Freundeskreis, wird dem Umweltschutz nur geringes Ansehen attestiert. So nützt es wenig, wenn viele Jugendliche in ihren Einschätzungen ein durchaus positives Bild der Menschen zeichnen, die sich in Umweltverbänden engagieren – sie aber in der Gesellschaft, insbesondere bei ihren Freunden, diesbezüglich gänzlich negativere Einstellungen wahrnehmen. Das Bild vom weltfremden „Öko“ taucht in den Aussagen der Jugendlichen immer wieder auf – auch wenn es oftmals als Klischee betitelt wird. Berücksichtigt man nun, welch großen Einfluss die Einstellung der Freunde auf das Verhalten des einzelnen Jugendlichen hat („peer pressure“), scheint es für die Jugendverbände schwierig, eine gewisse Anziehungskraft zu entwickeln. Die empirischen Untersuchungen in der Umweltsoziologie haben belegt, dass das Wissen über Natur und Umwelt und die ökologischen Zusammenhänge meist über sekundäre Quellen wie Medien erworben wird und primäre Naturerfahrung immer weniger im Vordergrund steht. Jugendliche kommen auch mit Umweltschützern seltener in persönlichen Kontakt, so dass sie keine eigenen Erfahrungen machen und Emotionen wie Spaß oder Freude an der Arbeit nicht vermittelt bekommen. Dabei gilt für Jugendliche Spaß als Grundvoraussetzung für ein Engagement. Verbinden Jugendliche keine positiven Assoziationen mit dem Engagement in einem Jugendverband, dürfte eine Mobilisierung wenig erfolgreich verlaufen. Es reicht nicht, Angebote zu entwickeln und zu warten, dass die interessierten Jugendlichen diese wahrnehmen. Sie wollen nicht bloß mitmachen, weil Umweltschutz eine wichtige Sache ist, sondern sie verknüpfen daran unterschiedliche Erwartungen, wie die Untersuchung ergeben hat. Die Tatsache, dass die Jugendlichen kaum aus eigenem Antrieb über die Möglichkeit eines Engagements in einem Umweltverband nachdenken, macht es für die Umweltverbände umso wichtiger, durch aktive persönliche Ansprache einen Anstoß zu geben, die Möglichkeiten und Vorteile der Verbandsarbeit bekannt 90

zu machen und zu vermitteln, was man dort erleben kann. So kann ein Flyer noch so ansprechend gestaltet sein und anschaulich beschreiben, bei was man sich engagieren kann. Er wird bei weitem keine so große Überzeugungskraft leisten können, wie eine Person, die über ihr eigenes Engagement berichtet und damit persönliche Motivationsarbeit leistet. Wird dem Engagementbereiten dann das Gefühl vermittelt, dass seine Hilfe gebraucht wird und das ganze auch noch Spaß bringt, ist ein erster Schritt zu einer erfolgreichen Mobilisierung getan. Verstärkt wird dies zusätzlich dadurch, wenn das Umweltengagement auch im Lebensumfeld der Jugend auftaucht, so dass es bei den Jugendlichen untereinander zu einem Gesprächsthema wird und zumindest von einigen Jugendlichen Aufmerksamkeit erhält. Neben den fehlenden Anstößen kristallisiert sich der Mangel an Information über die Arbeit in Umweltverbänden als Hauptgrund für ein Nichtengagement im Umweltschutzbereich heraus. Viele Jugendliche haben zwar eine Vorstellung darüber, was man in Jugendumweltverbänden tun könnte, doch basieren diese Aussagen größtenteils auf Vermutungen, da 50 % der Schüler zum Zeitpunkt der Befragung nicht einmal wussten, dass es solche Jugendvertretungen gibt. Zudem haben die Aussagen eher oberflächlichen Charakter. Das konkrete Wissen darüber, was dort gemacht wird und wie man dort aktiv wird, ist größtenteils jedoch nicht vorhanden. Oftmals erhalten sie die einzigen Informationen über konkrete Aktionen aus den Medien. Und diese dürften die Mehrheit der Jugendlichen keineswegs für ein freiwilliges Engagement begeistern. Schließlich tauchen dort überwiegend die Bilder von „extremen“ Aktionen einzelner Gruppen auf, die sich in den meisten Fällen weit weg vom Lebensalltag der Jugendlichen abspielen: Im Hinblick auf Berichte von wagemutigen Aktionen einiger GreenpeaceAktivisten, wie sie z.B. in kleinen Schlauchbooten gegen Waljäger vorgehen, verwundert es kaum, dass die Mehrzahl der Jugendlichen wenig Interesse verspürt, aktiv zu werden, obwohl vielleicht oftmals Bewunderung für die Aktionen vorhanden ist. Über die Arbeit der Umweltschutzverbände sowie im speziellen der Jugendverbände, die auch auf lokaler Ebene aktiv sind, sind die Informationen weit weniger konkret. Dass Informationsmangel ein entscheidender Grund für ein Nichtengagement ist, belegen auch die gewonnenen Erkenntnisse über die notwendigen Voraussetzungen für ein freiwilliges Engagement. Jugendlichen ist es sehr wichtig, dass die geplante Aktion oder das Engagement klar beschrieben ist. Die Ziele müssen ebenso herausgestellt sein wie das Aufgabenfeld, so dass die Engagementbereiten wissen, was auf sie zu kommt, was erreicht werden soll und wo ihre Hilfe benötigt wird. Erfolg oder ggf. auch Misserfolg müssen messbar sein. Jugendliche wollen mit ihrem Engagement einen Beitrag zu etwas Nützlichem leisten und ernst genommen werden. Neben diesen beobachteten Kommunikationsdefiziten hinsichtlich der Inhalte der Arbeit der Jugendverbände ist außerdem ein Informationsbedarf über die organisatorischen Rahmenbedingungen eines Engagements zu beobachten. So haben Jugendliche die falsche Vorstellung, dass mit einem Dass der zeitliche Aufwand ein wichtiges Entscheidungskriterium für oder gegen ein Engagement ist, zeigt zudem die Erkenntnis der Untersuchung, dass es für die Jugendlichen sehr wichtig ist, zu wissen, wie viel Zeit ein bestimmtes Projekt insgesamt in Anspruch nimmt. Ein allgemeines, unbefristetes Engagement ist für Jugendliche eher unattraktiv, vielmehr wollen sie in einem festgelegten Zeitraum auf ein Ziel hinarbeiten. Da bei vielen Jugendlichen diese Vorbehalte gegenüber Verbandsarbeit vorherrschen, scheint es den 91

Diskussion

Engagement in Umweltverbänden großer Zeitaufwand und Aufopferungsbereitschaft einhergehen müssen.

Jugendverbänden bislang nicht zu gelingen, den Jugendlichen die positiven Seiten eines organisierten Umweltschutzes bewusst zu machen. Viele Vorteile sind mit dem Engagement in einem Umweltverband verbunden, die den Jugendlichen jedoch auch entsprechend aufgezeigt werden müssen. Da es den Jugendlichen sehr wichtig ist, auf ein konkretes Ziel hinzuarbeiten, wenn sie sich engagieren, muss die Bedeutung eines Engagements auch auf lokaler Ebene stärker als bisher herausgestellt werden. So kann das von Jugendlichen oftmals genannte Ohnmachtgefühl gegenüber Umweltproblemen durch die Aktivität in einer Umweltorganisation, wo viele gemeinsam für etwas eintreten, bekämpft werden. Damit kann auch der verbreiteten Meinung, dass der Einzelne nichts gegen die bestehenden Umweltprobleme unternehmen kann, entgegengewirkt werden. Die Tatsache, dass sowohl BUND als auch NABU bundesweit nahezu flächendeckend vertreten sind, ermöglicht durch eine Vernetzung der verschiedenen Gruppen einen Erfahrungsaustausch und den zu Zugang zu neuen Bekanntschaften. Jugendgruppen oder einzelne Gruppenmitglieder können über „ihren“ Umweltverband Informationen austauschen, sich neue Ideen und Ratschläge holen oder mit anderen interessierten Umweltschützern Kontakte knüpfen. Sie lernen Verantwortung zu tragen und erfahren, wie man in einer Gruppe gemeinsam etwas bewirken kann, was zudem Spaß und Freude bringt. Die Möglichkeiten, die sich den Jugendlichen bieten, entsprechen damit in weiten Teilen den Erwartungen, die diese an ein Engagement knüpfen. Dies scheint jedoch beiden Seiten, sowohl den Jugendumweltverbänden als auch den Jugendlichen, nicht wirklich bewusst zu sein. Insgesamt fällt auf, dass prinzipiell gute Voraussetzungen vorhanden sind, Jugendliche für ein freiwilliges Engagement im Umwelt- und Naturschutz zu begeistern. Die Jugendverbände bieten überwiegend die Rahmenbedingungen, die von den Jugendlichen als Voraussetzung für ein freiwilliges Engagement gefordert werden. Um die bestehenden Defizite, hier sind vor allem die Kommunikationsdefizite zu nennen, zu beheben, ist jedoch eine weitergehende Professionalisierung notwendig. Insbesondere der personelle und damit auch finanzielle Aufwand erscheint derzeit bei weitem nicht ausreichend, um das bestehende Engagementpotential zu nutzen, so dass wirklich mehr Jugendliche erreicht werden und der organisierte Umweltschutz im Bewusstsein einer größeren Anzahl an Jugendlichen verankert ist.

92

8	

Handlungsempfehlungen

Aus den Ergebnissen der empirischen Untersuchung ergeben sich konkrete Handlungsansätze für BUND und NABU bzw. BUNDjugend und NAJU. Die folgenden Vorschläge bilden jedoch kein vollständiges Handlungskonzept, sondern zeigen exemplarisch auf, welche Kriterien für eine erfolgreiche Mobilisierung zu beachten sind. Diese theoretischen Lösungsansätze werden dabei durch die Darstellung nachahmenswerter Initiativen und Projekten aus der Praxis (Best-practice Beispiele) ergänzt.

8.1	

Bewusstseinsbildung

Wie die Untersuchung gezeigt hat, ist der Gedanke, sich aktiv im Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, nur sehr bedingt im Bewusstsein der Jugendlichen verankert. Zwar weiß die Mehrheit, dass es Organisationen gibt, die sich um den Schutz von Natur und Landschaft kümmern – damit auseinandergesetzt haben sie sich aber meist nicht; eher halten sie das Thema bei diesen Umweltverbänden für gut aufgehoben. Im Hinblick auf die Jugendumweltverbände zeichnet sich das Bild noch düsterer, da deren Existenz oft gar nicht bekannt ist. Um Jugendliche zu mobilisieren, an Aktivitäten, Projekten oder Kampagnen der Jugendumweltverbände teilzunehmen und sich dort zu engagieren, muss Umweltund Naturschutz zunächst einmal Zugang bei den Jugendlichen finden. Dafür ist es notwendig, das Umweltengagement in die Lebenswelt der Jugendlichen einzubinden. Dies kann z.B. über die Institution Schule geschehen, da Jugendliche dort einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Im Zuge der Förderung von Ganztagsschulen kann zudem davon ausgegangen werden, dass sich auch Freizeitaktivitäten immer mehr in die Schulzeit verlagern. Hier bieten sich für Umweltschutzverbände sehr gute Möglichkeiten, das Thema Umwelt- und Naturschutz als attraktives Handlungsfeld zu bewerben und den Jugendlichen aufzuzeigen, dass Verbandsarbeit Spaß machen kann. Obwohl Umweltbildung in den letzten Jahren zumindest in theoretischer Form Einzug in die Lehrpläne gehalten hat, hat die empirische Untersuchung gezeigt, dass die Mehrheit der Jugendlichen eine stärkere Gewichtung des Themas im Unterricht fordert. Umweltverbände können sich in unterschiedlicher Form in den Schulalltag einbringen: •	 •	 •	 •	 •	 durch konkrete Angebote im Rahmen von Projektwochen, im Rahmen von thematisch vorbereiteten Klassenfahrten oder Wandertagen,

als kompetenter Experte bei der Unterstützung von Facharbeiten, als Betreuer von Arbeitsgemeinschaften.

Best Practice: Die Paul-Gerhard Schule in Dassel kooperiert seit 1995 mit dem NABU Dassel-Einbeck vorwiegend im Bereich des Fledermausschutzes. Seit 2002 wird im Rahmen des Projektunterrichtes der Jahrgangsstufe 9 eine Ausbildung zum „Jugendnaturschutzberater“ angeboten. Die NABU-Ortsgruppe unterstützt die Ausbildung mit einer einmal wöchentlich stattfindenden Doppelstunde, in der die Jugendlichen lernen, wie anderen Jugendlichen etwas über Natur und die Bedeutung der Biodiversität beigebracht werden kann und wie man den Naturschutz in der Öffentlichkeit positiv vertritt. Themenbereiche sind: Naturschutzbiologie, Landnutzung durch den Menschen, Naturschutzrecht, Kommunikation, praktische Tätigkeiten. Daneben werden Exkursionen durchgeführt. Für die erfolgreiche Teilnahme erhalten die Schüler ein Zertifikat als „Jugendnaturschutzberater“ (NABU Dassel-Einbeck 2007, www).

Handlungsempfehlungen
93

im Rahmen von Wettbewerben wie „Jugend forscht“,

Neben dem Schulbesuch verbringen Jugendliche ihre Zeit überwiegend mit der Ausübung von Hobbys (Sport, Musik) und treffen sich mit ihren Freunden. Um dem Thema Umweltschutz einen Weg in die Erlebniswelt der Jugendlichen zu ebnen, ist notwendig, es in die Interessenbereiche der Jugendlichen zu integrieren. Dies wird von einigen Ortsgruppen bereits praktiziert, indem beispielsweise mit Jugendfeuerwehren oder Sportvereinen kooperiert wird. In den meisten untersuchten Fällen äußert sich die Zusammenarbeit jedoch in jährlich stattfindenden Müllsammelaktionstagen, was keineswegs zu einer Steigerung der Attraktivität von Umweltverbänden führt. Ein positives Beispiel, wie Jugendliche in ihrem Umfeld zu aktivem Umweltschutz motiviert werden können und mehrere Interessen miteinander vereinbart werden, zeigt das Projekt der Jugendfeuerwehren Moisburg und Hollenstedt.
Best Practice: Die Freiwilligen Jugendfeuerwehren Moisburg und Hollenstedt haben seit 2002 eine Bachpatenschaft in ihrer Gegend übernommen. Mit bisher 150 Tonnen Kies, Steinen und Ackerlesesteinen wurden Seiteneinengungen, Befestigungen von Prallwänden und Laichgründe erstellt. Teilnehmer der Niedersächsischen Naturschutzakademie bestätigten 2006 den guten Erfolg. Eingebunden in dieses Projekt sind u.a. der örtliche Anglerverein und die BUND-Ortsgruppe Regesbostel. Durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit konnte sowohl bei den aktiven Jugendlichen als auch bei den Bürgern vor Ort eine hohe Motivation und Akzeptanz erzielt werden. Die vorzeigbaren praktischen Resultate überzeugen auch diejenigen, die dieses Projekt belächelt und bezweifelt haben, dass kleinteilige Maßnahmen im Naturschutz „vor der eigenen Haustür“ sinnvoll sind. So nahmen die beteiligten Jugendlichen an neun vorwiegend landesweiten Wettbewerben für Umweltschutz teil und präsentierten der Öffentlichkeit im Rahmen von 42 lokalen Ausstellungen und mit sechs Referaten ihre Arbeit am Bach. Begleitet von 43 Beiträgen auf Internetseiten und 40 Presseartikeln zum Thema sowie vier Radiointerviews und einer Fernsehsendung wurde aufgezeigt, wie spannend Umwelt- und Naturschutz sein kann und welche Erfolge direkt vor Ort erzielt werden können (UAN 2007, www). 2007 hat die Gruppe den Naturschutzpreis „Mensch und Natur (muna) 2007 in der Kategorie „Kommunikation“ gewonnen (DBU 2007, www).

8.2	

Informationspolitik

Die im Rahmen dieser Untersuchung aufgezeigten Kommunikationsdefizite lassen sich nur durch eine verbesserte Informationspolitik seitens der Umweltschutzverbände mindern. Um vorhandenes Engagementpotential abzurufen, ist es erforderlich, den Jugendlichen aktiv und in kompakter Form zu vermitteln, in welcher Form sie sich engagieren können und wo ihre Hilfe benötigt wird (zu den Vermittlungsformen vgl. 8.3). Basierend auf den Erkenntnissen bezüglich der Hemmnisse und Zugangswege sind für eine erfolgreiche Mobilisierung insbesondere folgende Fragestellungen zu berücksichtigen: Welche Formen des freiwilligen Engagements gibt es in einem Jugendumweltverband? Wie sich gezeigt hat, weiß die Mehrheit der Jugendlichen derzeit nicht, auf welche Weise man sich in einem Jugendumweltverband freiwillig engagieren kann. Zudem sind gegenüber der Verbandsarbeit im Umweltschutzbereich viele Vorbehalte vorhanden, die überwiegend aus falschen Vorstellungen resultieren. Zugleich betonen vor allem die engagementbereiten Jugendlichen, wie wichtig ihnen eine differenzierte Beschreibung der Engagementbereiche und –formen ist, damit sie wissen, wofür genau 94

sie ihr zeitliches Engagement einbringen. Ein einfaches: „Mach mit, wir brauchen dich!“ ist heutzutage nicht mehr ausreichend, um bei Jugendlichen in irgendeiner Weise Interesse oder Bereitschaft zu wecken. Je klarer die Aufgaben definiert und beschrieben sind, desto besser können sie entscheiden, ob sie erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten aufweisen oder Interesse haben, diese zu erwerben. Für eine Mobilisierung von Jugendlichen ist es daher notwendig, folgende Inhalte zu vermitteln: •	 •	 •	 •	 •	 •	 Beschreibung des Engagements mit Zielsetzung, Beschreibung der Strategie, mit der das Ziel erreicht werden soll (falls noch keine Strategie feststeht, sondern erst entwickelt werden soll, ist dies ebenfalls zu erwähnen), Beschreibung des Aufgabenfeldes, Name und Aufgabe des Umweltverbandes mit einem direkten Ansprechpartner und Kontaktadresse Einsatzort Zeitaufwand (befristet – unbefristet; Stundenanzahl pro Monat).

Best Practice: Auf der Internetseite des NAJU Bundesverbandes können sich Jugendliche über Formen freiwilligen Engagements informieren, wie folgender Auszug zeigt (NAJU 2007b, www). Job Nr. 8: Vogelzug-Reporter AUFGABE: Beiträge schreiben und Aktionsideen für 16 -21 Jährige suchen und ausprobieren. DAS SOLLTEST DU MITBRINGEN: Interesse am Thema und Sprachsicherheit. DAS KANNST DU DABEI MITNEHMEN: Erfahrungen bei der Veröffentlichung eines Textes, Aktionsmöglichkeiten zum Schutz von Zugvögeln kennen lernen. ZEITAUFWAND: je nach Aktivität der NAJU zu deinem Thema. Du kannst selber bestimmen wie viel du zu deinem Thema machst, von 10 Stunden im Jahr bis 5 Stunden pro Woche. ANSPRECHPARTNER: Malte Stöck (Bundesgeschäftsstelle)

Was bietet ein Jugendumweltverband den Jugendlichen für Möglichkeiten? Wie die Untersuchung gezeigt hat, kann ein freiwilliges Engagement im organisierten Umwelt- und Naturschutz den Erwartungen, die Jugendliche daran stellen, durchaus gerecht werden. Die Vorteile, die eine freiwillige Tätigkeit in einem Verband mit sich bringt, müssen jedoch auch herausgestellt werden, damit die engagementbereiten Jugendlichen erkennen, welche Möglichkeiten sie haben und was sie von „ihrem“ Verband erwarten können. Es müssen Handlungsanreize geschaffen werden, um die Bereitschaft in tatsächliches Verhalten umzuwandeln. Nur so kann gewährleistet werden, dass freiwilliges Engagement in einem Jugendumweltverband auch wirklich eine Anziehungskraft auf Jugendliche ausübt: •	 •	 •	 Spaß in einer Gemeinschaft, Erfahrungsaustausch und neue Kontakte, Unterstützung bei der Ausübung des freiwilligen Engagements (sowohl finanzieller, informeller als auch organisatorischer Art),

Handlungsempfehlungen
95

•	 •	

Möglichkeit gemeinsam mit anderen einen aktiven Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz zu leisten, größere Aufmerksamkeit in der Gesellschaft sowie größere Erfolgschancen durch geschlossenes Auftreten,

•	

Qualifikationsmöglichkeiten.

Was erwartet der Jugendumweltverband von freiwillig engagierten Jugendlichen? Jugendlichen ist es nicht nur wichtig, zu erfahren, welche Möglichkeiten sich ihnen bieten, wenn sie sich engagieren, sondern auch, was der Verband von ihnen erwartet. So hat beispielsweise eine Anfrage in den niedersächsischen Landesgeschäftstellen ergeben, dass die BUNDjugend Niedersachsen bzw. JANUN gänzlich andere „Anforderungen“ an ihre Zielgruppen stellt als die NAJU Niedersachsen. Während bei der BUNDjugend eher politisches Interesse und genügend Selbstbewusstsein für die Durchführung von Protesten und Aufklärungsarbeit gewünscht sind (Sanders mdl.), steht bei der NAJU die Naturverbundenheit an erster Stelle (Masanneck, Email). Diese unterschiedlichen Ausrichtungen müssen den interessierten Jugendlichen verdeutlicht werden. So sollte für einen engagementbereiten Jugendlichen klar herausgestellt werden: •	 •	 •	 Was versteht der Verband unter freiwilligem Engagement? Welche Rolle spielt der freiwillig Engagierte im Verband? Was muss er mitbringen, um freiwillig tätig zu werden?

Erhalten Jugendliche klare Aussagen, was genau von ihnen verlangt wird, wird zum einen die oftmals vorherrschende Unsicherheit der Jugendlichen gemindert, ob sie „dort richtig sind“, zum anderen aber auch einer späteren Enttäuschung entgegengewirkt.

8.3	

Zielgruppengerechte Ansprache

Neben der Voraussetzung, dass Jugendliche über die Jugendverbandsarbeit im Umweltschutz informiert werden müssen, spielt zudem eine große Rolle, wie ihnen die Inhalte diesbezüglich vermittelt werden. Eine unspezifische Ansprache, die sich an „alle“ richtet, führt vielmehr dazu, dass – ganz im Gegensatz zur Intention – überhaupt niemand erreicht wird. Je genauer also ein „Angebot“ auf die Interessen und Gewohnheiten der Jugendlichen abgestimmt ist, desto wahrscheinlicher ist eine erfolgreiche Mobilisierung. Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung sind bei der Zielgruppenansprache folgende Überlegungen zu berücksichtigen: Vor dem Hintergrund, dass sich die Mehrheit der Jugendlichen noch nicht mit dem Thema Umweltund Naturschutz befasst hat, ist ein aktives Werben von Seiten der Umweltverbände notwendig. Es muss demnach ein Zugang für die große Anzahl an Jugendlichen geschaffen werden, die selbst über keine persönlichen Kontakte ins Milieu der Freiwilligen verfügen, etwa indem das vorhandene Engagementpotential durch gezielte Ansprache abgerufen wird. Jugendliche benötigen einen Anstoß, der sie zur Übernahme eines freiwilligen Engagements motiviert. Dies kann ein spezielles Projektthema sein, das Interesse und Bereitschaft zum Mitmachen weckt, aber auch die Begegnung mit bereits Engagierten, die den Jugendlichen persönlich vermitteln, um was es geht. Am erfolgreichsten ist hier beides in Kombination. 96

Wie bereits herausgestellt wurde, bilden Jugendliche keineswegs eine homogene Zielgruppe mit ähnlichen Lebensstilen, Werten, Einstellungen und Verhaltensweisen. Sie haben unterschiedliche Kommunikationsgewohnheiten und bedürfen somit auch einer unterschiedlichen Ansprache. Soll beispielsweise die Bildung von Umwelt–AGs an Schulen gefördert werden, sind unterschiedliche Vorgehensweisen je nach Schultyp erforderlich. So zeigt die Tatsache, dass Haupt- und Realschüler deutlich geringere Engagementbereitschaft signalisieren, dass hier zunächst über „Schnupperangebote“ ein Zugang zur Thematik geschaffen werden muss, ehe eine Übernahme von konkreten Aufgaben oder Pflichten zur Diskussion steht. Zudem werden gänzlich unterschiedliche Ansprüche an den jeweiligen Ansprechpartner gestellt, der die Gruppen unterstützt, denn nicht alle Multiplikatoren werden in jedem Milieu akzeptiert oder sind dafür qualifiziert. Doch nicht nur nach Schultyp können verschiedene Untergruppen gebildet werden. Je nach Zielsetzung der Mobilisierung können beispielsweise diejenigen Jugendlichen im Mittelpunkt stehen, die bereits über Familienmitgliedschaften formal Mitglied sind, aber bisher keine Aktivität oder Engagementbereitschaft gezeigt haben oder aber es sollen diejenigen angesprochen werden, die früher als Kinder in einer Gruppe aktiv waren und dann ausgeschieden sind. Diese Überlegungen machen deutlich, dass für eine erfolgreiche Mobilisierung vorher festgelegt werden muss, welche Jugendlichen erreicht werden sollen. So ist bei der Organisation von jeder Kampagne, Aktion und jedem Projekt zu überlegen, welche Jugendlichen •	 •	 •	 über welche Methoden (z.B. direkte Ansprache, persönliche Anschreiben, Gruppen- oder Einzelansprache,…), mittels welcher Medien (z.B. Internet, Flyer, Schulzeitungen, Aushänge…), an welchen Kommunikationsorten (z.B. Schule, Jugendclubs, andere Vereine,…)

erreicht werden können.

8.4	

Professionalisierung

Wie sich zeigt, existieren bereits einige gute Ansätze für eine erfolgreiche Mobilisierung Jugendlicher. Um jedoch wirklich nachhaltige Nachwuchsförderung zu betreiben, ist eine verstärkte Professionalisierung angestellte Person, die für die Aktivenförderung zuständig ist, doch sind diese auf Bundesebene tätig und können somit allenfalls Ansprechpartner für die Landesverbände sein. Eine erfolgreiche Mobilisierung von Jugendlichen findet jedoch auf Orts- bzw. Regionalebene statt. Dort bedarf es Ansprechpartnern, die Jugendliche motivieren, bestehenden Jugendgruppen als Berater zur Verfügung stehen, Aktionen begleiten und neue Ideen umsetzen. Ob nun bei der Jugendarbeit vor Ort oder im Rahmen von schulbegleitenden Projekten - Jugendliche für aktiven Umwelt- und Naturschutz zu begeistern, ist keine leichte Aufgabe. Daher spielt die Qualifizierung solcher Multiplikatoren eine große Rolle.
Best Practice: In Baden-Württemberg bietet die Akademie für Natur- und Umweltschutz in Kooperation mit verschiedenen Umweltschutzverbänden, darunter auch BUND und NABU, Qualifizierungsworkshops zum „Jugendbegleiter für Natur und Umwelt“ an. Im Rahmen der Ganztagsbetreuung an Schulen sollen zukünftig freiwillig Engagierte in die Betreuung von Schüler mit einbezogen werden. Neben schulorganisatorischen und

Handlungsempfehlungen
97

unumgänglich. Zwar gibt es sowohl bei der BUNDjugend als auch bei der NAJU jeweils eine hauptamtlich

pädagogischen Grundlagen sollen dabei Naturkenntnisse vermittelt und praxisnahe Impulse für konkrete Naturund Umweltschutzprojekte gegeben werden. Der Qualifizierungskurs umfasst insgesamt 40 Stunden und ist kostenlos (MU Baden-Württemberg 2007, www).

Eine Professionalisierung bewirkt zudem, dass die Vorteile, die eine Verbandmitsarbeit ausmachen, verstärkt werden können. Eine Vernetzung untereinander ist wesentlich für die Identifikation mit dem Verband. Dadurch wird den Jugendlichen ermöglicht, Erfahrungen auszutauschen, das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit zu erleben und neue Kontakte zu knüpfen. Die Tatsache, dass bereits einige Lösungsansätze für eine Mobilisierung von Jugendlichen vorhanden sind, unterstreicht die Notwendigkeit eines flächendeckenden Informationsaustausches, damit auch andere Gruppen von diesen guten Ideen profitieren können. Auch kann eine Evaluation bereits durchgeführter Mobilisierungsprojekte hilfreich sein, bei der Erfolge oder Misserfolge dokumentiert und für andere Verbandsmitglieder verfügbar gemacht werden. Hier sind die Landesverbände gefragt, bei denen die Jugendvertretungen derzeit jedoch aufgrund viel zu geringer finanzieller Unterstützung seitens der Erwachsenenverbände diesbezüglich nur wenig effektive Handlungskompetenz aufweisen können: Ihre Aufgaben bestehen überwiegend darin, über Förderanträge neue Projektmittel zu akquirieren, so dass für effektive Öffentlichkeitsarbeit nur wenig Zeit bleibt. Wie ein professionelles Freiwilligenmanagement aussehen kann, zeigt die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) in Großbritannien.

Best Practice: Die Freiwilligenarbeit des größten Naturschutzverbandes Europas, der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) in Großbritannien wird in einer eigens eingerichteten Abteilung („Volunteering Development Department“) koordiniert. Dort sorgen festangestellte Mitarbeiter für eine übergeordnete strategische Ausrichtung und die Unterstützung der Freiwilligen. Ähnlich der Landesverbände in Deutschland unterteilt sich die Arbeit des RSPB in verschiedene Regionen. In jeder dieser 11 Regionen ist mindestens eine hauptamtliche Arbeitskraft tätig, die die Freiwilligenarbeit in der Region beratend unterstützt und zielgerichtet lenkt. Dazu existieren ein eigener Bereich auf der Internetseite (RSPB 2007, www), auf der die Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit täglich aktualisiert dargestellt werden sowie eine Datenbank, in der alle Freiwilligen erfasst werden, einschließlich ihrer bisherigen Tätigkeiten, ihrer Weiterbildung sowie den von ihnen erhaltenen Gegenleistungen (z.B. Auszeichnungen). Alljährlich finden auf regionaler Ebene sogenannte „Volunteers Conferences“ statt, wo Freiwillige ihre Erfahrungen austauschen und sich über die überregionale Arbeit der RSPB informieren (Schäffer 2006).

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass eine übergreifende Strategie, wie Jugendliche für ein Engagement im Umwelt- und Naturschutz mobilisiert werden können, bislang weder beim BUND noch beim NABU erkennbar ist. Es gibt zwar einige gute Ansätze, doch ist Vieles nur Stückwerk und entweder auf das Engagement von Einzelpersonen zurückzuführen oder als Modellprojekt zeitlich befristet. Um wirklich langfristige Erfolge zu erzielen, ist es jedoch erforderlich, der Nachwuchsförderung innerhalb der Umwelt- und Naturschutzverbände einen deutlich höheren Stellenwert als bisher einzuräumen: Nachwuchsförderung muss oberste Priorität haben.

98

9	

Methodenkritik

Die eingangs durchgeführte Literaturrecherche lieferte einen guten Überblick über die bisherigen Erkenntnisse der empirischen Jugendsozialforschung. Zum einen diente dieser Schritt der Anknüpfung an den aktuellen Wissensstand, zum anderen konnten nicht geklärte Fragen oder auch Ergebnisse, die Anlass zur Diskussion gaben, für die eigene empirische Untersuchung hinzugezogen werden. Die Tatsache, als nichtaktive Person eine Analyse der Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU sowie ihrer Jugendvertretungen vorzunehmen, erwies sich sowohl als Vor-, aber auch als Nachteil. Positiv hervorzuheben ist, dass aufgrund der fehlenden Verbandszugehörigkeit eine objektive Beurteilung der Jugendarbeit in den Umweltverbänden gewährleistet war. Diese Außenansicht ermöglichte es, einige Aspekte in der Nachwuchsförderung unbefangen und kritisch zu hinterfragen, und schloss somit eine „Betriebsblindheit“, wie sie bei einigen aktiven Verbandsmitgliedern sicherlich vorhanden sein dürfte, aus. Zugleich wurden jedoch die Bedingungen erschwert, indem zunächst eine Einarbeitung in die Zusammenhänge der Verbandsarbeit erfolgen musste. Sekundärliteratur über Umwelt- und Naturschutzverbände ist derzeit nur in sehr geringem Ausmaß vorhanden und zudem meist veraltet, so dass die Grundlagen überwiegend aus Primärquellen wie Satzungen und Internetauftritten erarbeitet werden mussten. Hier muss kritisch angemerkt werden, dass sowohl BUND als auch NABU vom Idealbild eines „gläsernen Verbandes“, der detailliert Rechenschaft über seine Arbeit und Finanzen ablegt, weit entfernt sind. Sicherlich wurden auf direkte Nachfrage einige Daten zur Verfügung gestellt, doch sollte es für Verbände, die auf Mitgliedsbeiträge angewiesen sind, selbstverständlich sein, konkrete Daten für jedermann offen zugänglich zu machen. Diese Schwierigkeiten zeigen auf, dass die Öffentlichkeitsarbeit diesbezüglich noch deutlich ausbaufähig ist und die Verbände transparenter auftreten sollten. Da der Fokus dieser Untersuchung auf die Jugendlichen als Zielgruppe und nicht auf die Umwelt- und Naturschutzverbände gelegt wurde, konnte eine differenzierte Aufarbeitung und kritische Auseinandersetzung hinsichtlich der Öffentlichkeitsarbeit nur in Ansätzen durchgeführt werden. Hier ergeben sich weitere spannende Forschungsfragen, die einer gesonderten Untersuchung bedürfen und sicherlich auch für den Bereich der Nachwuchsförderung weitere wertvolle Hinweise liefern werden. Insgesamt konnte jedoch ein guter Überblick über die Arbeit von BUND und NABU sowie BUNDjugend und NAJU gewonnen werden, so dass zur Vorbereitung der empirischen Untersuchung ausreichend Informationen zur Verfügung standen. Die organisatorische Planung der empirischen Untersuchung erwies sich dabei als schwieriger und langwieriger als die eigentliche Durchführung der Befragung. Viele im Vorfeld angeschriebene Schulleiter zeigten wenig Kooperationsbereitschaft und verweigerten die Unterstützung aus den unterschiedlichsten Umfrage zustimmte, so dass eine repräsentative Verteilung hinsichtlich der Schultypen nicht erreicht werden konnte. So konnten lediglich Jugendliche befragt werden, die an Kooperativen Gesamtschulen ihren Haupt- oder Realschulabschluss anstreben. Hier wäre interessant gewesen, inwieweit sich die Ergebnisse einer „Brennpunktschule“ aus der Stadt Hannover von denen der Schulen aus dem Umland unterscheiden. Aufgrund der mangelnden Unterstützung der Haupt- und Realschulen konnte der Pretest zudem nur in einer Gymnasialklasse erfolgen, was sich letztlich jedoch als nicht gravierender Nachteil herausstellte. Die eigentliche Umfrage gestaltete sich völlig unproblematisch. Die Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens zum schriftlichen Selbstausfüllen erwies sich als geeignete Erhebungsmethode, um die 99 Gründen. Insbesondere an Haupt- und Realschulen konnte niemand gefunden werden, der einer

Methodenkritik

aufgestellten Forschungsfragen zu beantworten. Durch die quantitative Untersuchung konnten einzelne Aussagen sehr effizient abgerufen und ausgewertet werden. Die Entscheidung, auch einige offene Fragen zu formulieren, erwies sich als richtig. Durch die zahlreichen selbstformulierten Aussagen, konnte ein guter qualitativer Überblick über die Einstellungen und Denkstrukturen der Jugendlichen gewonnen werden. Der Aufbau des Fragebogens bereitete den Jugendlichen keine Probleme und alle Fragen wurden sofort verstanden. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, hier überwiegend Hauptschüler, füllten alle Jugendlichen den Fragebogen sehr gewissenhaft aus. Dennoch kam es zu Einschränkungen hinsichtlich der Validität einiger Aussagen: Die offen gestellten Fragen, die inhaltlich auf die Freizeitaktivitäten und –dauer der Jugendlichen abzielten, bereiteten vielen Schülern Schwierigkeiten, da sie sich nicht darüber im Klaren waren, was genau Freizeitaktivität definiert. Hier wären geschlossen formulierte Fragen sinnvoller gewesen. Aus diesem Grund wurde in der Ergebnisdokumentation nur tendenziell auf diese Ergebnisse eingegangen und auf ihre eingeschränkte Gültigkeit hingewiesen. Die Nachfrage einiger Schüler, ob sie die Ergebnisse nach Beendigung der Diplomarbeit einsehen dürften, zeigte das bestehende Interesse an der Thematik. Die Belohnung der Teilnahme an der Umfrage mit einer Süßigkeit wurde von allen Schülern überrascht aufgenommen und freudig begrüßt. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Erwartungen an den Fragebogen erfüllt wurden, da hierdurch zahlreiche Hinweise auf eine erfolgreiche Mobilisierung Jugendlicher gewonnen werden konnten. Aufgrund der oben angesprochenen Unschärfe in der Beurteilung der Öffentlichkeitsarbeit von BUND und NABU bzw. BUNDjugend und NAJU können die gegebenen Handlungsempfehlungen nicht den Anspruch erheben, als umfassendes Mobilisierungskonzept bezeichnet zu werden. Da es nicht Zielsetzung der Untersuchung war, die Jugendarbeit der Umweltschutzverbände miteinander zu vergleichen, konnte auch im Rahmen der Handlungsempfehlung nicht auf die einzelnen Verbände Bezug genommen, sondern lediglich verbandsübergreifende Leitlinien entwickelt werden. Für die Erarbeitung eines solchen strategischen Handlungskonzepts ist zu empfehlen, sich auf einen Umweltverband zu beschränken, diesen detailliert auf seine Öffentlichkeitsarbeit zu untersuchen und mit Hilfe der hier vorliegenden Studie ein übergreifendes Strategiepapier zu entwickeln, um darauf aufbauend handlungsorientierte Maßnahmen zu formulieren.

100

10	 Quellen
Literatur
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Bremer, S., Erdmann, K.-H., Hopf, T. 2006: Freiwilligenarbeit im Naturschutz. 224 S., Bundesamt für 	 Naturschutz: Bonn-Bad Godesberg. Beher, K., Liebig, R. & Rauschenbach, Th. 1998: Das Ehrenamt in empirischen Studien: ein sekundäranalytischer 	 Vergleich. 211 S., Kohlhammer: Stuttgart (u.a.). Beher, K., Liebig, R. & Rauschenbach, Th. 2000: Strukturwandel des Ehrenamtes. Gemeinwohlorientierung 	 im Modernisierungsprozess. 327 S., Juventa Verlag: Weinheim-München. Billig, A. 1993: Ermittlung des ökologischen Problembewusstseins der Bevölkerung: Forschungsbericht 	 10107104. 220 S., Umweltbundesamt: Berlin. BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) (Hrsg.) 2000: Umweltbewusstsein in 	 Deutschland 2000. Reihe Umweltpolitik. 78 S..

Bortz, J. & Döring, N. 2006: Forschungsmethoden und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler. 	 4. Aufl., 897 S., Springer Medizin Verlag: Heidelberg.

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110

Anhang

A: Fragebogen B: Anschreiben an die Schulleiter mit der Bitte um Unterstützung C: Antworten auf die zwei zentralen Fragen

1.) Bist du im Moment oder warst du innerhalb des letzten Jahres im Umweltschutzbereich aktiv? Wenn ja, was machst du oder hast du dort genau gemacht?
Ja, ich bin oder war im Umweltschutzbereich aktiv. Ich mache oder habe folgendes gemacht:

Nein, ich bin im Umweltschutzbereich nicht aktiv.

2.) Kennst du Umwelt- oder Naturschutzverbände? Wenn ja, schreibe bitte alle auf, die du kennst.
Nein Ja, ________________________ ________________________ ________________________ ________________________ ________________________ ________________________

3.) Gibt es einen dieser Verbände auch in deiner Stadt oder in der Nähe deines Wohnortes?
ja nein weiß nicht

4.) Welches Bild machst du dir von Umwelt- oder Naturschutzverbänden? Beschreibe in kurzen Worten oder Sätzen, wie du dir die Menschen, die sich dort engagieren, vorstellst, bzw. welche Erfahrungen du bereits gesammelt hast.

5.) Woher kommt diese Einschätzung? (Mehrfachnennungen möglich)
eigene Erfahrungen durch Menschen aus einem Umwelt- oder Naturschutzverein Hörensagen Bekannter Medien (Fernsehen, Radio, Zeitung, Internet) denke ich mir einfach so _____________________

6.) Wusstest du, dass es in den Umwelt- und Naturschutzverbänden spezielle Jugendvertretungen bzw. gruppen gibt?
ja nein

7.) Wie stellst du dir das vor in einem solchen Jugendumweltverband? Was denkst du, machen die alles für Aktionen?

Achtung: die Fragen 8-12 bitte nur beantworten, wenn du nicht in einem Umwelt- oder Naturschutzverband aktiv bist. Bist du dort aktiv, fülle den Fragebogen bitte ab Frage 13 weiter aus. 8.) Warum bist du bisher in keinem Umwelt- und Naturschutzverband aktiv? Kreuze bitte an, inwieweit du den folgenden Aussagen zustimmst. Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.

stimme voll zu

→
2

→
3

→
4

stimme überhaupt nicht zu

1
Man wird nicht ernst genommen Ich persönlich kann doch sowieso nichts gegen Umweltverschmutzung tun keine Zeit

5

Das betrifft mich doch sowieso alles nicht Ich weiß nichts Genaues über unsere Umwelt und kann daher auch nicht helfen Ich weiß gar nicht, was solche Umweltschutzgruppen genau tun Ich denke, dass meine Freunde das nicht gut fänden und ich in meinem Freundeskreis weniger beliebt wäre Ich glaube nicht, dass es der Umwelt so schlecht geht, dass ich helfen muss Das Thema Natur und Umweltschutz interessiert mich nicht

Ich glaube, mir sind die Leute dort nicht sympathisch

Ich möchte nicht irgendwo Mitglied sein

Sonstige, eigene Anmerkungen zu dieser Frage:

9.) Im folgenden sind verschiedene Projekte und Aktionen vom Jugendumweltverbänden beschrieben. Kreuze bitte an, bei welchen davon du dir vorstellen könntest, mitzumachen. Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
kann mir sehr gut vorstellen

→
2

→
3

→
4

kann mir gar nicht vorstellen

1
Auf dem Schulhofgelände einen Teich, einen Naturgarten oder ähnliches anlegen, Veränderungen beobachten und sich auch weiterhin darum kümmern. Organisation einer Demonstration gegen ein akutes Umweltproblem Internationaler Austausch, bei dem man die Natur in anderen Ländern kennenlernt und durch praktischen Naturschutz vor Ort hilft Für eine Jugendumweltgruppe Pressemitteilungen verfassen, die über die geplanten Aktionen und die erzielten Erfolge berichten Allein oder mit anderen zusammen eine Umweltgruppe für Jüngere leiten, so dass diese an die Natur herangeführt werden Sich für ein Amt in einem Umweltverband aufstellen lassen, etwa als Jugendsprecher In einer Gruppe die Nacht in einer selbstgebauten Hütte verbringen und über dem Lagerfeuer kochen, danach in den Wald gehen und 24 Stunden Natur pur erleben ohne Strom oder Wasser aus der Leitung. Patenschaft: hier übernimmst du zusammen mit anderen die Verantwortung für ein wertvolles Stück Natur in eurer direkten Umgebung wie etwa einen Bach Internetaufritt einer Umweltgruppe erstellen und über einen längeren Zeitraum verwalten Mit Anderen eine Kampagne zu einem dir wichtigen

5

Umweltthema durchführen Kanutour auf einem Fluss unternehmen, um Tiere und Pflanzen zu beobachten und die Natur mit allen Sinnen zu erleben

Sonstige, eigene Anmerkungen zu dieser Frage:

10.) Bitte schätze, wieviel Zeit man wohl in der Woche aufbringen muss, wenn man sich in einem Umweltund Naturschutzverband freiwillig engagieren will!
1-2 Std. 2-5 Std. 5-10 Std. mehr als 10 Std.

11.) Stell dir vor, ein Jugendumweltverband möchte in der Nähe deines Wohnortes eine Jugendgruppe gründen. Was müsste passieren, damit du dort mitmachst? Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
stimme voll zu stimme überhaupt nicht zu

1
Man müsste mich persönlich ansprechen Es müsste ein klares Umweltschutzprojekt geben, das ich gerne unterstützen möchte Eine reine Jugendgruppe ist doof, es müssten auch

→
2

→
3

→
4

5

Erwachsene dabei sein Gut wäre ein Wochenendausflug, damit man sich besser kennenlernen kann Ich müsste genau wissen, was auf mich zukommt, wo meine Hilfe benötigt wird bzw. was es zu tun gibt Es müssten Leute mitmachen, die ich bereits kenne Sonstige, eigene Anmerkungen zu der Frage:

12.) Könntest du dir überhaupt vorstellen, derzeit bei einer Jugendumweltgruppe mitzumachen?
ja, sicher naja, vielleicht nein

13.) Bitte schätze, wie viele Stunden du dich in deiner Freizeit durchschnittlich am Tag draußen aufhälst!
weniger als 1 Stunde 1-2 Stunden mehr als 2 Stunden

14.) Welche Themen aus dem Umweltschutzbereich wecken bei dir Interesse? Über welche Themenbereiche würdest du gerne mehr erfahren wollen? (Mehrfachnennungen möglich)
praktischer Naturschutz wie Teiche anlegen, Bäume beschneiden oder Nistkästen bauen Erkennen und Bestimmen von Pflanzen und Tieren Umweltpolitik auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene Klimaschutz Öffentlichkeitsarbeit, also mit welchen Methoden man andere Menschen über Möglichkeiten zum Umweltschutz aufklären kann Umweltbildung, also wie man Kindern und anderen Jugendlichen die Natur näher bringt Umweltschutz bei Sport und Tourismus Nachhaltigkeit

nichts davon

15.) Bist du der Meinung, dass das Thema Umwelt- und Naturschutz im Schulunterricht ausreichend behandelt wird?
Ja, genau richtig Nein, ich würde gern mehr Projektarbeit zu dem Thema machen ich hätte gern mehr theoretisches Hintergrundwissen ich hätte gern sowohl mehr Projektarbeit als auch mehr

sogar eher zu viel

theoretisches Hintergrundwissen

16.) Was denkst du: Welche Voraussetzungen sind für ein freiwilliges Engagement im Umweltschutz wichtig? Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
sehr wichtig

1
Naturverbundenheit viel Zeit bereits vorhandenes hohes Fachwissen Spaß an der Sache Aufopferungsbereitschaft hohes Selbstbewusstsein politisches Verständnis Organisationstalent Fähigkeit für ein soziales Miteinander

→
2

→
3

→
4

total unwichtig

5

17.) Kreuze bitte an, welche Bedingungen erfüllt werden müssten, damit ein Engagement im Umweltschutz überhaupt für dich in Frage käme. Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
stimme voll zu stimme überhaupt nicht zu

1
dass ich für diese Arbeit Anerkennung bekomme dass die Tätigkeit Spaß macht dass ich eigene Verantwortung und

→
2

→
3

→
4

5

Entscheidungsmöglichkeiten bekomme dass ich etwas für das Gemeinwohl tun kann dass ich eigene Kenntnisse und Erfahrungen erweitern kann dass ich der Natur aktiv helfen kann dass ich mit netten Leuten zusammenkomme dass ich dadurch Vorteile im späteren Berufsleben finde

18.) Was denkst du persönlich über Umwelt- und Naturschutz? Mache bitte pro Aussage nur ein Kreuz.
Umwelt- und Naturschutz ist…
stimme voll zu stimme überhaupt nicht zu

1
langweilig wichtig "in" interessant mir egal anstrengend

→
2

→
3

→
4

5

19.) Was denkst du, denkt die Mehrheit deiner Freunde über Umwelt- und Naturschutz?
Umwelt- und Naturschutz ist…
stimme voll zu stimme überhaupt nicht zu

1
langweilig wichtig "in" interessant ihnen egal anstrengend

→
2

→
3

→
4

5

20.) Nenne mir bitte die drei Aktivitäten oder Hobbies, die du in deiner Freizeit am häufigsten ausübst.
1.) 2.) 3.)

21.) Schätze bitte, wieviele Stunden du durchschnittlich jeden Tag Zeit hast, in denen du tun und lassen kannst, was du willst. Unterscheide zwischen wochentags und Wochenende. wochentags: ungefähr ____ Stunden am Wochenende: ungefähr ____ Stunden

Jetzt hast du es bald geschafft. Verrate mir zum Schluss bitte noch ein paar persönliche Daten:
Du bist ____ Jahre alt. Du bist:

weiblich

männlich

Du wirst voraussichtlich folgenden Schulabschluss erreichen:

einfacher bzw. erweiterter Hauptschulabschluss einfacher bzw. erweiterter Realschulabschluss Abitur

Vielen Dank für deine Mitarbeit !

Anhang B
Anschreiben an die Schulleiter

Frauke Lehrke Wolfeshorn 1 31319 Sehnde – Bolzum Frauke@Lehrke-online.de 0170/8040489

1. Mai 2007

Frauke Lehrke Wolfeshorn 1 31319 Sehnde - Bolzum

Schulanschrift

Betreff: Anfrage bezüglich Unterstützung einer Diplomarbeit Sehr geehrte(r) , Bevor ich Ihnen mein genaues Anliegen vortrage, möchte ich mich kurz vorstellen: Mein Name ist Frauke Lehrke und ich studiere an der Leibniz Universität Hannover Landschafts- und Freiraumplanung. Derzeit bereite ich meine Diplomarbeit vor, die sich mit folgendem Thema beschäftigt: Mobilisierung von Jugendlichen für den Umwelt- und Naturschutz. Eine empirische Studie zur Ermittlung von Potential, Zugangswegen und Hemmnissen für freiwilliges Engagement in ausgewählten Jugendumweltverbänden. Ziel dieser Untersuchung ist es, die Ursachen für das gegenwärtig geringe freiwillige Engagement von Jugendlichen in Umweltverbänden herauszuarbeiten und Lösungen aufzuzeigen, mittels welcher Konzepte Jugendliche zu einer solchen Mitarbeit mobilisiert werden können. Es gibt bereits einige Studien, die untersuchen, was Jugendliche zum Engagement in einem Umweltverband bewegt (hat). Ich hingegen möchte anhand einer empirischen Untersuchung an Schulen evaluieren, aus welchen Gründen die Mehrzahl der Jugendlichen eben nicht in einem Umweltverband engagiert ist und hierfür scheinbar auch wenig Interesse zeigt. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 14 – 18 Jahren. Für die Durchführung des empirischen Teils der Arbeit bin ich auf Ihre Unterstützung angewiesen. Zum einen ist Ihre Zustimmung erforderlich, für die Befragung der Jugendlichen den Unterricht in einigen Klassen Ihrer Schule besuchen zu dürfen. Zum anderen wäre es hilfreich, wenn Sie bereits im Vorfeld im Kollegium klären könnten, ob sich einige Lehrer bereit erklärten, mir einen Teil ihrer Unterrichtsstunde zur Verfügung zu stellen, um die Befragung durchzuführen. Angefangen von Klassenstufe 8 bis zur Klassenstufe 12 sollen jeweils ein bis zwei Klassen befragt werden.

1

Der Ablauf der Befragung ist folgendermaßen geplant: Ich stelle mich der Klasse kurz vor und erkläre ihnen die Intention meiner Befragung sowie den weiteren Ablauf. Dann erfolgt eine Austeilung von Fragebögen, für deren schriftliche Beantwortung die Schüler ca. 15 Minuten Zeit bekommen sollten. Keine der Fragen hat zum Ziel, schulisches Wissen abzurufen. Es soll lediglich die Einstellung zu Themen wie freiwilliges Engagement, Umweltschutz sowie Umweltverbände ermittelt werden. Die vollständige Befragung wird pro Klasse 20 Minuten nicht überschreiten. Die gesamte Thematik meiner Untersuchung ließe sich u.U. gut in den Biologie- oder den Politikunterricht einbinden. Gerne übersende ich Ihnen nach Abschluss meiner Diplomarbeit die erzielten Ergebnisse, damit Sie diese gegebenenfalls als Diskussionsgrundlage für eine Unterrichtsstunde verwenden können. Dieses Schreiben soll Ihnen zunächst einen Überblick darüber geben, um was es sich bei meiner Anfrage handelt. Die Befragung ist für Anfang Juni geplant. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie meine Diplomarbeit diesbezüglich unterstützten und mein Anliegen in Ihr Kollegium weitertragen könnten. Höre ich in den nächsten Wochen nichts Gegenteiliges von Ihnen, gehe ich von einer positiven Antwort Ihrerseits aus und werde mich nach den Osterferien telefonisch bei Ihnen melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Für Rückfragen stehe ich Ihnen unter der oben genannten Adresse jederzeit zur Verfügung.

Herzliche Grüße aus Bolzum

Frauke Lehrke

2

Anhang C
Antworten auf die zwei zentralen offenen Fragen Erläuterungen zu der Tabelle: Gy= Rs= Hs= Person, die das Abitur anstrebt Person, die den Realschulabschluss anstrebt Person, die den Hauptschulabschluss anstrebt

Zahl= Alter in Jahren m= männlich w= weiblich

Kodierungsschlüssel Frage: „Welches Bild machst du dir von Umwelt- oder Naturschutzverbänden? Wie stellst du dir die Menschen vor, die sich dort engagieren?“ 1= normale Menschen 2= naturverbunden, naturinteressiert 3= aktiver Umweltschützer 4= nett, freundlich 5= tun eine wichtige Sache 6= haben eigene Meinung, überzeugt, zielstrebig 7= engagiert, hilfsbereit, pflichtbewusst 8= hohe moralische Werte 9= hohes Fachwissen 10= offen 11= verhalten sich umweltbewusst 12= eher junge Menschen 13= eher alte Menschen 14= extrem, gewalttätig, radikal 15= Ökos, Hippies, Freaks 16= intolerant 17= aufdringlich, nervig 18= ideologisch 19= überhaupt keine Angabe 21= Sonstiges

Frage: „Was, denkst du, machen die Jugendumweltverbände für Aktionen? 1= Müllsammeln 2= Neupflanzungen 3= Naturausflüge 4= Seminare 5= Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit 6= Demonstrationen 7= Lernen 8= Tierschutz 9= Sitzungen, Treffen 10= Spendensammeln 11= verhalten sich umweltbewusst 12= aktive Naturschutzmaßnahmen 13= normale Freizeitaktionen 14= Sonstiges 20= keine Angabe

Fallnr.

Daten

Welches Bild machst du dir von Umweltoder Naturschutzverbänden? Wie stellst du dir die Menschen vor, die sich dort engagieren?

Kodierung

Was, denkst du, machen die Jugendumweltverbände für Aktionen?

Kodierung

1

ältere Menschen, die ihre Meinung öffentlich demonstrieren und nerven; sprechen einen auf Gy, 15, m der Straße an, damit sie mehr Mitglieder bekommen nur Natur im Kopf, regen sich gleich auf, wenn man auf etwas Pflanzliches tritt wie z.b. Gras

Ausflüge in den Wald, Übernachtungen im 3, 13, 17 Wald, Wanderungen, Ausflüge zu besonderen, wichtigen und naturbelassenen Gebieten

3

2 3 4

Gy, 15, m

2, 8, 18 20

gehen gemeinsam in den Wald und machen Yoga setzen sich zusammen und besprechen ernste Themen, überlegen sich dann, wie man gegen einzelne Sachen vorgehen kann und setzen das dann auch um

3 20

Gy, 14, m -

weiß nicht genau. Greenpeace: Streiks gegen Gy, 15, m Züge mit neuklearem Abfall setzen sich sehr für die Umwelt ein. Sie demonstrieren oder streiken, wenn sie der Meinung sind, dass irgendetwas schlecht für die Gy, 14, m Umwelt ist. Außerdem machen sie durch Internetauftritte und Werbung auf ihre Sache aufmerksam ich finde die Einstellung, etwas für die Umwelt zu tun echt gut, aber manche übertreiben es auch ein bißchen. Ich finde trotzdem, dass es Gy, 14, w extrem wichtig ist, die Umwelt zu schützen, weil sie, wie man sieht, sonst mit der Zeit kaputt geht Gy, 15, m nett und redefreudig Gy, 15, m Entweder irgendwelche alten Jäger oder Steinewerfer fachwissende Leute, die sich mit dem Thema befassen

3

9, 14

5

3

Vorstellen eines Umweltthemas in Schulen oder ä. Einrichtungen; Mitdemonstrieren; etwas für die Natur tun

5, 6

6

5, 18

keine Ahnung! Vielleicht sich um Naturschutzgebiete kümmern?

12

7 8 9

4

pflegen Naturschutzgebiete

12 9, 14

13, 21, Treffen, wo geredet wird, was man eigentlich 14 tun muss. Gemacht wird aber nichts 9 -

Gy, 15, m

20

10

sie sollten offen sein und andere Menschen ansprechen können, um mehr Menschen für Gy, 14, w dieses Thema zu engagieren. Sie sollten Vorbilder für andere sein und z.B nicht mehr soviel Auto fahren oder so. Gy, 14, m keine ahnung

sprechen andere Leute darauf an, wie viel sie die Umwelt verschmutzen und sie wollen die 10, 11, 8 Menschen "erschrecken" und dann davon abbringen 20 Jugenschutzverbandaktionen machen Flyer, Umfragen, Aktionen auf Veranstaltungen. Es ist bestimmt gar nicht schlecht, wenn man in einer Gemeinschaft daran arbeitet. Vielleicht macht man auch so etwas wie gemeinsame Ausflüge.

5

11

14

12

haben eigene Meinung und vertreten diese vor Gy, 15, w anderen. Ich denken die Menschen sollten mehr Anerkennung bekommen

6, 21

5, 3

13

bemühen sich darum, dass die Umwelt nicht Gy, 15, w beschmutzt wird. Normale Menschen wie wir alle noch keine Gedanken darüber gemacht, aber ich glaube nicht, dass das unbedingt irgendwelche Gy, 15, w Hippies sind. Ich denke es sind ganz "normale", nette Menschen, die etwas sehr vernünftiges tun

3,1

Demonstrationen, Aufräumaktionen, Plakate in der Stadt/Schulen

6, 1, 5

14

1, 5

ich denke, sie engagieren sich in den Bereichen, die in ihrer näheren Umgebung wichtig sind

14

15

setzen sich sehr für die Umwelt ein. Sie demonstrieren, werben Vertreter in der Politik an, machen die Öffentlichkeit auf die Probleme Gy, 15, w aufmerksam (auch Plakate/Medien), sammeln Spenden für Aktionen zum Schutz der Umwelt und sorgen dafür, dass man weiß, was man alles selbst aktiv für die Umwelt tun kann ich denke da meistens an Greenpeace: Verrückte, die mit ihrer Hippie Naivität Gy, 15, w versuchen, die Welt zu verbessern. Bringen sich dabei selbst in Gefahr. Gy, 15, w keine ahnung Gy, 14, w sind die totalen Öko-Leute Gy, 15, m erkären der Bevölkerung die Vorteile von Naturschutz, Demonstrieren

3, 7

Müll aufsammeln; Kröten einsammeln und über die Straße tragen

1, 8

16 17 18 19

15, 21

Bastelaktionen; Aufklärungsfilme; Müll sammeln Aktion "Rettet die Frösche" sammeln Müll und machen Werbekampagnen

13, 7, 1

20 15 3

20 8 1,5

20

machen einen sehr engagierten Eindruck und Gy, 15, w setzen sich für dieses Thema bzw. Ideen, die Umwelt zu schützen, ein. Finde ich gut

7, 5

Müll aufsammeln; bereinigen Bachläufe oder Wälder und setzen sich dafür ein, dass mehr für 1, 12, 5 die Umwelt getan wird; machen auch auf Probleme aufmerksam

21

ich denke, dass das eben so Leute sind, die zb ganz korrekt ihren Müll sortieren und nie im Gy, 15, w Leben ein Blümchen oder Grashalm ausreißen würden. Aber sonst werden die nicht anders als "Normale" sein.

8, 11, 1 Aktion "rettet den Wald"? Müll sammeln.

1

22

Es gibt vielerlei Berichte und Reportagen über Einsätze von Greenpeace und WWF, aus denen man schon viele Informationen über die Dringlichkeit der Probleme erfährt, die diese Organisationen zu beheben versuchen, aber Gy, 14, m darüber, wer Mitglied dieser Gruppen ist und wie man Mitglied wird, habe ich noch nichts erfahren. Ich weiß nur, dass die Leute naturverbunden und daran interessiert sein sollten, das Leben jeglicher Art auf unserem Planeten zu schützen und zu erhalten

Die Veranstalter wollen den Jugendlichen und Kindern die Natur und deren Schutz nahe 2, 3, 21 bringen, indem sie sie besser kennen lernen. Viele Unternehemungen in freier Natur

7, 3

23

Gy, 17, w

nette menschen, die sich für eine gute Sache engagieren

4, 5

machen was in ihrem Umfeld; starten Demos bei (inter-) nationalen Skandalen, die den Umweltschutz betreffen; machen andere Menschen aufmerksam und versuchen sie anzuwerben

20

24

sehr engagierte Menschen; Rettungsaktionen von Gy, 17, m Walen; Schutz von Naturschutzgebieten, artgefährdeten Arten etc.

7, 3

6, 5

25

ehrenamtlich, engagiert, setzen sich für das Ferienfreizeiten; Krötenwanderung sichern; Gute ein, aufgeklärt, nicht unbedingt so Hippie7, 21, 1, Bäume pflanzen; Medienkampagnen; Kindern Gy, 17, m Ökos, also ganz "normale" Menschen; aber 6 mit Umweltthemen vertraut machen. Greenpeace z.b. auch sehr geldorientiert und auf Spenden scharf haben Durchsetzungsvermögen und stehen voll Gy, 17, m hinter ihrer Meinung; eher Fahrrad als Auto fahren

3, 8, 2, 5

26

6, 11

versuchen, Wege zu finden, was man in Zukunft verändern kann, um die Umwelt zu schützen

14

27

einfach vollkommen normale Leute, die sich einfach mehr als andere für die Umwelt Gy, 17, w interessieren. Solche Vorurteile wie "das sind doch alles Hippies" finde ich schwachsinnig

1, 2

weiß nicht so richtig, ich wüsste gern mehr darüber, sicherlich wird mehr unternommen als Unterschriftenaktionen durchzuführen

6

28

es scheint für mich so, dass die populärsten Leute dieser Aktionen zu fanatisch sind (Greenpeace). Natürlich gibt es auch sehr gute Gy, 16, m Aktionen (Peta-Werbung), aber alles in allem fehlt die politische Stütze. Außerdem teilweise Öko-freaks und Hippies

Spendenaktionen, in denen die Jugendliche Geld sammeln. Dann will man den Jugendlichen 5, 18, das Gefühl geben, wirklich etwas zu leisten, so 19, 15 dass es Aktionen wie "Bäume pflanzen" oder so geben wird.

10, 2

29

Gy, 17, m

Sie verhalten sich auch ihrer Freizeit oder im Privatleben sehr umweltbewusst

11

sie besprechen, wo und wie man Energie sparen kann. Außerdem wird sich mit den aktuellen Themen in der Umwelt befasst. Eventuell wird vielleicht ein Interview mit Personen aus dem Umweltschutz geführt Müll sammeln; Bäume pflanzen; Demonstrieren

9, 14

30

Gy, 18, m keine ahnung Schutz und Erhaltung von Umwelt, vereinzelt von Tierarten (Walfang). Ich stelle mir die Leute gebildet vor und dass sie eine eigene Meinung Gy, 17, m haben und sie vertreten. Sie lassen sich nicht durch allgemeine Zwänge eindrängen. Sie haben Angst um die Umwelt Gy, 17, w mutig (Greenpeace mit ihren Schlauchbooten gegen Walfang)

20

1, 2, 6

31

3, 9, 6,21

Demos gegen schädliche Abholzung; Wildfang von Walen etc.; Unterschriftensammlungen; 6, 3, 4, 9 Ausflüge in die Natur; Lehrgänge; Stammtische

32

7

ähnliche Aktionen wie in einem Erwachsenenverband. Es gibt Jugendlichen vielleicht einfach nur die Chance auch etwas bewegen zu können, das Gefühl gebraucht zu werden. Umsiedlung von Tieren (Krötenwanderung), Demos, Projektwochenenden

20

33

legen sehr viel wert auf die Erhaltung und Pflege der Natur. Es gibt ja beispielsweise auch Gy, 17, w Naturschutzgebiete, dort setzen sich diese Leute wohl besonders für ein, dass es so etwas gibt und weiterhin bestehen wird gewisse Klischees; Schutzaktionen für Tiere oder von Naturteilen; Demos

3, 8

14

34

Gy, 17, m

3

8, 6, 14

35

von Greenpeace sind mir auch radikale Schutzaktionen bekannt, aber hauptsächlich im Tierschutzbereich, sonst stelle ich mir vor, dass Gy, 17, w das ganz normale Leute sind, die bei verschiedenen Veranstaltungen zb über Klimawandel aufklären ich glaube, dass die Menschen in solchen Verbänden wirklich engagiert sind etwas zu Gy, 17, w verändern, doch ich schätze, dass wenige wirklich etwas erreichen. Dafür fehlt die Unterstützung des Staates viel Erfahrung in der Natur, Menschen wie jeder andere auch, nur mit besonderem Interesse für Gy, 17, w Biologie und Ökologie; haben genug Zeit bzw. nehmen sie sich Ökofreaks, gesunde Ernährung (kein Fast food), bunte Kleidung. Kleine Autos Gy, 17, w (umweltschonend)= Aber er/sie sagt: alles Klischees, da keine eigenen Erfahrungen Charaktere, die sich sicherlich viele Gedanken um ihre Zukunft machen und die Natur und Gy, 17, w Umwelt bewahren wollten, da diese ja immer mehr bedroht wird

Müll aufsammeln, ansonsten ganz normale 14, 1, 3 Jugendtreffen, die vielleicht mal zelten gehen, aber keine "Ökos"

1, 3

36

7, 19

"Aufklärung"; Spendenaktionen wie zb Konzerte

5, 10

37

in der Stadt Handzettel verteilen, andere Leute 9, 1, 2, auf ihre Arbeit aufmerksam machen; eigene Aktionen wie Bäume pflanzen; an Treffen mit 21 anderen Umweltverbänden teilnehmen Müll aufsammeln; Bäume pflanzen; Flyer verteilen

5, 2, 9

38

15, 11

1, 2, 5

39

3, 21

animieren andere Jugendliche zum Umweltschutz

5

40

Gy, 17, w

nicht das Klischee von Poncho tragenden Ökos, sondern "normal"

1

Müll aufsammeln; Bepflanzungen; Infostände

1, 2, 5

41

demonstratives Zurschautragen, wenn man gegen etwas ist. Risikofreudig; nett; relativ Gy, 16, w normal; immer auf Umwelt und Natur bedacht; benutzen Naturkosmetik; Kleidung nicht so wichtig; ein bißchen ökomaßig Gy, 18, m Gy, 16, m ganz normale Menschen, die sich für etwas engagieren ganz normale Menschen, die sich für etwas engagieren

Müll aufsammeln im Wald; viele Aktionen 4, 1, 2, draußen; Versuche, der Natur möglichst wenig 11, 15 zu schaden; Lernen über Natur; Demos

1, 3, 7, 6

42 43

1 1

-

20 20

44

hauptsächlich Jugendliche, die auf eine Waldorfschule gehen, da die sich ja viel mit Gy, 16, w Natur auseinandersetzen oder Leute von Gymnasien, da diese öfter mit Organisationen zusammenarbeiten Leute, die gern in der Natur sind, dort vielleicht Gy, 15, m auch schlafen und gern mit Tieren zusammen sind. Ich stelle sie mir sehr "öko-mäßig" vor.

12

Organisation von Demos, informieren an Schulen, kleinere Eingriffe in der Natur

6, 5, 12

45

2, 15

Vielleicht retten sie Tiere vor Wilderern; helfen ihnen beim Umsiedeln (zb. Enten, die über eine Straße müssen)

8

46

ich denke, sie haben viel Spaß an der Sache und der Naturschutz nimmt in ihrem Leben viel Platz Freizeiten /Ausflüge/ Wanderungen; ein. Wahrscheinlich sind sie für alles neue offen 2, 10, 21 theoretischer Unterricht (auch um in der Natur 3, 7, 5, 6 Gy, 15, m und sehr naturverbunden. Ich habe erlebt, dass Vögel zu erkennen); Demos; Flugblätter sie über jeden noch so kleinen Erfolg froh sind und ihn auch gerne mit anderen teilen Park aufräumen; Bäume pflanzen; demonstrieren; Plakate basteln; Erwachsene unterstützen Wahrscheinlich soll der Jugend "spielend" die Umwelt und deren Schutz näher gerbracht werden

47

Gy, 16, m keine ahnung

20

1, 2, 6, 5

48

demonstrieren gegen Sachen, die der Umwelt Gy, 16, m schaden und unterstützen umweltfreundliche Sachen Sie helfen der Umwelt z.b. in Sachen Umweltverschmutzung oder schützen die Natur zb Abholzung der Wälder usw.; sie schützen Gy, 15, w auch vom Aussterben bedrohte Tierarten oder "Sachen" und kümmern sich um die Atmosphäre (Luft,…) Gy, 16, w die Personen werden wohl genau so sein wie andere auch, die sich für etwas einsetzen.

3, 11

3, 7

49

3

Ausflügen/Reisen in die Natur (Lager,..), Aufklärungsstunden darüber; Aktionen wie zb Demos oder ähnliches Man macht etwas -natürlich- über Umwelt, doch genauso etwas für das "Vergnügen", wie zusammen ins Kino gehen etc. planen Veranstaltungen, die dem Naturschutz dienen, aber in Verbindung mit einem Event z.b. Konzert, damit Jugendliche hinkommen sprechen Jugendliche an, speziell was sie für Umweltschutz tun können langweilige Sachen -

3, 7, 6

50

1

14

51

überlegen sich Methoden zum Schutz der Natur; Gy, 16, m achten darauf, dass Menschen umweltbewusst leben Gy, 16, m ehrenamtlich; engagiert; unter Einsatz ihres Lebens

3

5

52 53 54 55

7, 21

5

sammeln Geld, um die Natur zu schützen; sehr Gy, 16, m naturverbunden; setzen sich ein für Umwelt und Natur Gy, 16, m Tierschutz, Klimaschutz Gy, 16, w ein bißchen "öko"; selbstbewusst; engagiert; etwas anders/alternativ; naturverbunden

2, 3, 3

14 20 6, 8, 9

15, 7, 6, Demos; Projekte wie Kröten über die Straße 2 tragen; Sitzungen Aufräumarbeiten, Wälder pflanzen, andere Leute versuchen zu überzeugen, dass man die Natur schützen muss

56

sehr naturverbunden und genießen die Natur. Gy, 16, m Sie sind bestimmt sauer, auf das, was grad passiert

2, 21

1, 2, 5

57

Gy, 16, m

kennen sich gut mit Biologie/Geologie aus und haben großes Interesse an Natur

9, 2

Müll aufsammeln; Biologie lernen

1, 7

58

leben eher auf dem Land; haben in der Freizeit mehr Zeit. Es gibt vieles, was sie richtig Gy, 15, m machen, aber manchmal sind sie auch etwas pingelig

21, 18, 5

durch Wälder ziehen; Müll sammeln; Werbung machen. Spenden sammeln. Öko- Ausflüge

3, 1, 5, 6,

59

größtenteils jung und freundlich; versuchen Gy, 15, w bspw. aussterbende Arten (Flora wie Fauna) zu schützen und neu anzusiedeln

sehr viele Ausflüge in der Natur; Aufklärung, praktische Arbeit, aber auch reichlich Theorie 12, 4, 3 über Bestände, Profile und Eigenarten bestimmter Arten, auch neueste Forschungsergebnisse 15 Demos; Unterschriftenaktionen

3, 5, 12, 7

60

Gy, 15, m

so ökomäßig, von wegen: Schützt alles, was gefährdet ist und so

6

61

setzen sich für Natur und Tiere ein; versuchen gegen das Abholzen der Regenwälder etc. Gy, 15, w vorzugehen, seltene Baum-, Pflanzen- und Tierarten zu schützen, die Umwelt sauber zu halten und z.B. Frösche zu versetzen

3

ich denke, sie engagieren sich vor allem für Tiere und Pflanzen in ihrer näheren Umgebung, 8, 12, 7 zb helfen sie beim Frösche transportieren und lernen von Älteren über verschiedene Pflanzenarten

62

den Menschen ist die Natur wahrscheinlich sehr wichtig, vielleicht leben sie auch umweltbewusster (als ich) und achten im Alltag Gy, 15, w mehr auf Umweltschutz, evtl. auch beim Kauf von Kleidung oder Essen. Sie sind bestimmt offen und finden es gut, wenn man sich ihnen anschließt

man trifft sich regelmäßig zb. wöchentlich und plant und macht zusammen Aktionen über Umweltschutz, redet und diskutiert. Vielleicht 9, 1, 8, 6 2, 11, 10 sammeln sie Müll, helfen bei der Krötenwanderung oder gehen auf Demos gegen Umweltverschmutzung mit

63

leben wahrscheinlich selbst sehr umweltbewusst. Ich denke, sie müssen Gy, 14, w bestimmte Vorkenntnisse haben und haben schon selbst Erfahrungen gesammelt Gy, 15, w sehr naturverbunden. Setzen sich für Bäume, bedrohte Tierarten (falls man das dazu zählen Gy, 16, w kann) ein. Einige starten jedoch zu extreme Situationen. Menschen, die die Natur zu schätzen wissen, sich damit auseinander setzen wollen und Gy, 15, w versuchen, andere Leute dazu zu überreden, selbst ein Teil des Lebens naturfreundlicher zu machen. sehr radikal und zu Gewalttaten bereit, wenn man ein Tier oder eine Pflanze kaputt macht Aufsammeln von Müll; Pflanzen neuer Bäume und Blumen; Arbeit in Naturschutzgebieten

11, 9

-

20

64 65

20

Demos; man macht auf die Natur aufmerksam, sammelt Spenden etc.

20

2, 3, 14

1, 5, 10

66

Vielleicht irgendetwas reinigen oder versuchen, Leuten im selben Alter klar zu machen, wofür 2, 3, 21 sie etwas tun; Unterschriften für Projekte sammeln

1, 5, 6

67

Gy, 15, m

14

-

20

68

Gy, 15, w

3

-

20

69

Menschen, die für ihre Umwelt- oder Gy, 15, w Naturschutzorganisation leben und sich dafür einsetzen (zb Demos), Unterschriften sammeln

3, 21

Müll sammeln, Demos

1, 6

70

Gy, 15, w

machen Demos, sammeln Unterschriften und helfen wenn möglich auch selbst

3

Demos; Unterschriften sammeln; selbst was tun wie Müll sammeln, Tieren wie diesen Kröten da helfen

6, 1, 8

71

engagierte Menschen; widmen einen großen Teil erstellen Plakate zum Aufruf zum Nachdenken ihres Lebens Beschäftigungen zu diesem Thema. 7, 21, 5 über Umwelt etc. und nehmen an Demos für Gy, 15, w Eine sehr anspruchsvolle und zeitaufwendige, Umweltschutz teil jedoch auch wichtige Aufgabe Gy, 15, m Leute, die die Natur schützen wollen; sammeln Gy, 15, w vielleicht Müll von Straßen und Wegen; starten Aktionen gegen Massentierhaltungen etc. 20 Müll wegräumen es wird speziell auf Jugendliche und Meinungen J. eingegangen

5, 6

72 73

1

3

14

74

tun sehr viel für die Natur; sind vielleicht den Menschen negativ eingestellt, die die Umwelt Gy, 15, w verschmutzen. Ich habe schon Werbung für solche Organisationen gesehen, die ich ein bißchen übertrieben fand. nichts genaues. Nett, da sie sich für die Natur etc. engagieren helfen der Natur und der Umwelt, sind sehr viel draußen und kümmern sich um Tier und Pflanzen sammeln Unterschriften; so irgendwelche Ökotypen

3, 18

organisieren Aktionen, um Geld zu bekommen (Spenden), um damit vielleicht Arbeiter zu bezahlen, die Müll entfernen oder Tiere pflegen

10

75 76 77

Gy, 14, w

4

Müll aufsammeln in den Wald gehen, vielleicht Spiele draußen spielen; sich mit der Natur befassen sammeln Unterschriften und Geld

1

Gy, 15, w

3, 2

3

Gy, 14, w

3, 15

6, 10

78 79 80 81

sehr engagiert, aber (meistens) erfolglos. Greenpeace wirkt teilweise sehr radikaler und Gy, 15, m aktiver als andere und steht bei mir persönlich positiver dar Gy, 16, w energisch und manchmal gewalttätig Gy, 15, m tun was für die Umwelt Gy, 15, w ich denke, dass die alle Außenseiter (gewesen) sind und sonst keine Freunde haben

7, 19, 14 sind für "kleinere" Aktionen zuständig

14

6, 14 3 21

kindergartenmäßig Wald retten -

14 12 20

82 83 84

sind umweltbewusst und kümmern sich um ihre Umwelt. Ich denke, dass viele solcher Mitglieder Gy, 16, m einen anderen Beruf ausüben, der nicht viel mit Umwelt zu tun hat. Gy, 15, m Gy, 15, m lustig

11, 3

Aktionen, wie sie zb in Grundschulen, in denen eine regelmäßige Umweltreinigung durchgeführt wird kümmern sich um Grün an Schulen oder Spielplätzen

1

20 21

20 12

85

machen sehr wichtige Arbeit; große Wertschätzung für ihr Engagement; allerdings scheint es Probleme der Vermittlung des Stoffes zu geben, dh. es gibt vielleicht interessante Gy, 18, w Berichte in Zeitschriften aber keine interessanten Aufklärungsprogramme, die Schüler wirklich ansprechen könnten. Natürlich werden solche Leute auch häufig als Ökos bezeichnet, alternativer Lebensstil usw.

5, 21

machen gemeinsame Aktionen, erfoschen verschiedenste Orte und ihre Umwelt; planen zusammen, wie sie diesen Standort schützen können; überlegen, wie sie an Spenden kommen; schreiben Artikel, um das Umweltbewusstsein zu erhöhen; Erfahrungsaustausch; Mitbestimmung bei wichtigen Fragen; man kann auch einfach nur Mitglied sein

10, 5, 9, 14

86

Gy, 18, w

alternativ angehaucht, nicht das neueste Auto fahrend, tier- und pflanzenfreundlich

15, 2

zb durch die Stadt gehen und Menschen Umweltverschmutzung bewusst machen, um kleine Mithilfen bitten, also sagen, was jeder einzelne für Kleinigkeiten tun könnte, die ihm nicht schwer fallen und in der Menge einen enorm hohen Effekt haben. Umweltkatastrophen bewusst machen, die durch Menschen entstanden sind/entstehen; TIerschutz (Walfang...) Informationsarbeit, Aufklärung; Aktionen; Fahrten/Exkursionen, um aktiv die Umwelt zu reinigen; Müllsammeln, Proteste, Diskussionen, Arbeitsgruppen

5, 8

87

Ich schätze, dass in Wirklichkeit größtenteils "normale" Menschen mit besonderem sozialen Gy, 18, w Bewusstsein oder Naturliebe sich dort engagieren ganz normale Menschen, die etwas umweltbewusster als andere leben. Sicherlich Gy, 19, w gibt es auch fanatische Umweltschützer, die andere für ihr Fehlverhalten diskriminieren

1, 2

5, 3, 1, 6, 9

88

kann ich mir nicht so richtig vorstellen. Die 1, 11, werden wolh Zeit miteinander verbringen, wie 18, 16 jede andere Jugendgruppe auch. Im Mittelpunkt steht aber immer die Umwelt

14

89

höchst engagiert und informiert. Jedoch finde ich sie nicht immer vertrauenserweckend, Gy, 16, m besonders dann nicht, wenn ein zu aufdringliches Verhalten an den Tag gelegt wird

Sammeln von Unterschriften und Geld, Erstellen von Plakaten, Demos. Als besondere 7, 9, 17 Zielgruppe wird die eigene Altersklasse wahrscheinlich verstärkt ins Visier genommen

6, 10, 5

90

ganz normale Menschen, die sich Sorgen um die Umwelt machen und die Initiative ergreifen, diese zu schützen bzw. zu verbessern. Allerdings bin ich der Meinung, dass einige dieser Menschen 1, 3, 18, Gy, 18, w diese Aufgabe zu ernst nehmen, dh. sie 16 verurteilen andere Menschen, zb weil sie Auto fahren oder sich vielleicht keine Bionahrung kaufen

weiß nicht genau, aber ich kann mir vorstellen, dass zum Teil eine gewisse Vorarbeit geleistet wird wie zb Kennenlernen und Wahrnehmen 7, 3, 10 seiner Umwelt. Vielleicht werden durch Basteleien oder ä. oder andere Aktionen auch Spenden für große Schutzverbände gesammelt

91

sehr wichtige Arbeit. Sehr engagierte, umweltfreundliche Menschen, die auch im Gy, 18, w privaten Bereich zb Fahrrad fahren statt Auto, Mülltrenung machen etc.

Spenden sammeln, Demos; eher kleinere Projekte, vielleicht auch 5, 7, 11 "Umweltschutzaufklärung" für andere Jugendliche

10, 6, 5

92

haben die Aufgabe, das gemeine Volk zu informieren und zu unterrichten, welches die einfachsten oder auch effektivsten Maßnahmen Gy, 18, m zum Naturschutz sind, Aufklärung ist für mich Punkt 1. Außerdem Spendenaktionen, für die allerdings eine gute Werbung und Information zur Benutzung des Geldes vorhanden sein müsste

3

Unterschriften und Spenden sammeln

6, 10

93

denke mal, dass durch Spenden die Verhältnisse Gy, 18, m (Regenwald; bedrohte Tierarten) geschützt oder verbessert werden. Aufforstung

3

Unterschriften und Spenden sammeln, Proteste

6, 10

94

Gy, 18, m sammeln Spenden und arrangieren Demos

3

Zelten in freier Natur, beieinander sitzen, sich über Natur um Allgemeinen unterhalten, allgemeine Aktionen in der Natur

3, 9

95

engagiert, umweltbewusst, fachwissend, Gy, 18, m praktisch orientiert

regionale Aktionen, die sowohl theoretischer 7, 11, 9, (Infomaterial…) als auch praktischer (Unterschriften sammeln, Schutz von 21 Biotopen,…) Art sind

5, 12, 10

96

Gy, 18, m

naturverbunden, leistungsbereit, überzeugt von ihrem Tun

2, 7, 6 Demos, Schreiben an Politiker; Arbeitseinsätze Wahrscheinlich Treffen in einem Wald organisieren, neuen Mitgliedern zb Tiere und Pflanzen zeigen und einiges dazu sagen; Aktionen wie Froschnetze /-eimer an grßen Straßen aufstellen

6, 12

97

Leute, die sich für Natur und Tiere Gy, 18, w interessieren, möglicherweise schon von klein auf; sind auf Schulen wie Waldorfschule

2, 21

3, 7, 5, 8

98

engagierte Persönlichkeiten, die u.a. Klimawandel vorbeugen bzw. stoppen wollen; Gy, 18, w viel Eigeninitiative; relativ umfassendes Wissen in Bezug auf Natur und Tierschutz leisten dort wertvolle Arbeit, allerdings sollte diese Arbeit aufgrund der Vernunft geleistet Gy, 18, m werden und nicht aufrgund einer verblendeten Ideologie

7, 3, 9, Frösche- bzw. Krötenzäune errichten; Müll im 21 Wald sammeln; öfter mit dem Fahrrad fahren

8, 1, 11

99

5, 18, 21 Demos, Proteste, Bäume pflanzen

10, 6, 2

100

sehr engagiert, überzeugt, intellektuell, Aufklärung an Schulen, Demos, eigene teilweise Trittbrettfahrer, die sich in einer 7, 6, 9, Forschungen, Gespräche mit Politikern, Gy, 18, w Nische einordnen und das machen, was eben alle 15 gemeinsame Treffen dort machen (pseudo-Hippies; punks,…) ich denke, dass es dort neben "normalen" Leuten, die sich in ihrer Freizeit für die Umwelt engagieren, auch viele extreme Leute gibt, die Gy, 18, w den Umweltschutz ein bißchen in diese "Ökosparte" rücken und somit auch ein bißchen uncool macht.

5, 6, 9

101

Ich denke, dass bei Jugendlichen zuallererst 1, 14, eine Bewusstmachung stattfindet und dann mit 15, 21 kleinen Aktionen angefangen wird, wie zb. das Bauen von Nistkästen etc.

12, 7

102

wahrscheinlich sind diese nur im näheren Bereich tätig, daher sollte es auch immer wieder kleinere Gruppen auch in Ortsbereichen geben. Sollte auch Proteste geben gegen Firmen, die 21, 1, 2, Gy, 17, w die Flüsse oder die Nordsee verseuchen. Die 3, 6 Menschen sind wahrscheinlich wie jeder andere auch, nur mit einem Bewusstsein für ihre Umwelt und der Überzeugung, mit viel Ausdauer noch mehr für diese Seite zu gewinnen

Demos, nichts zu weit weg, eher in der näheren Umgebung; Säubern von Müll, sich kümmern um 6, 1, 8, Tiere; Seminare und Weiterbildung; 4, 7 Vermittlung von Wissen

103

Gy, 16, m

jedes Mitglied muss handeln können und nicht nur monatliches Geld bezahlen.

21

Demos; Förderung von Zusammenhalt; Verteilen von Flyern;

6, 5, 14

104

vertreten konsequent ihre Meinung, veranstalten oder gehen auf Demos, fahren viel Fahrrad, sehen ein bißchen öko aus, engagiert, geben ihr Gy, 16, w Geld nicht für Klamotten und shoppen aus, sondern sparen es für Umweltverbände; haben Solaranlagen

6, 11, 15, 7

bereiten Ausstellungen vor; Vorträge; erkunden 5, 7, 12 die Umwelt; versuchen Missstände zu verbessern oder zu beseitigen

105

Demos, Informationsstände in Städten; Seminare; Informationsstunden an Schulen; Gy, 16, w Verkauf von irgendwelchen Dingen, um Geld für irgendetwas zu spenden

3

wollen vor allem jüngere Jugendliche oder in ihrem Alter von ihrer Meinung überzeugen. Dadurch dass sie selbst noch jung sind, bekommen sie mehr Mitglieder; verschiedene 5, 14, 1 Veranstaltungen wie Sportfeste, Jugendtreffen, vielleicht auch Müll aufsammeln in der Stadt; Konzerte

106

spenden; informieren sich über die Umwelt; Gy, 16, w demonstrieren; starten Projekte; diskutieren mit anderen über die bestehenden Probleme

3

Veranstaltungen, in denen die Jugendlichen erstmal über alles informiert werden

7

107

engagieren sich stark für unsere Umwelt, da es ein allgemeines Problem für alles Menschen ist. Ich finde es sehr wichtig, dass es Menschen gibt, Gy, 15, m die sich um unsere Umwelt kümmern, die sich dafür einsetzen, dass der Mensch sie nicht zerstört

Ich denke, dass sie über globale Probleme sprechen. Möglicherweise arbeiten sie schon problemorientiert: Suchen Möglichkeiten, die 7, 3, 5 enstandenen Probleme zu beseitigen oder diskutieren über die Umweltprobleme, die in der Zukunft entstehen werden

9

108

haben hohe moralische Werte und bemühen sich ihre Ziele zu erreichen; führen sonst natürlich Gy, 15, m ein Leben wie ein Durchschnittsbürger, außer dass sie sich mehr für die Umwelt engagieren

Waldsäuberungsaktionen oder Veranstaltungen für Jugendliche organisieren, aber auch Wald8, 1, 6 und Wiesenspiele, um die Natur schätzen und kennen zu lernen

1, 3, 7

109

manche Organisationen kämpfen sehr hart dafür, ihre Vorstellungen durchzubringen, zb Greenpeace, wenn sie mit ihren kleinen Booten Gy, 16, m auf dem Meer schippern und versuchen Walfänger zu stoppen. Und es ist gut, dass sie sich Partner wie Krombacher oder so suchen, das bringt viel ein

6, 7, 21

machen viele Umfragen, was Jugendliche denken; machen Spendenaktionen

14, 10

110

Gy, 17, w

leben sehr umweltfreundlich, fahren zb viel Fahrrad statt mit dem Auto

11

Vielleicht gehen sie in den Wald oder in Parks und machen dort sauber, aslo reinigen Wege oder Grünflächen; Demonstrieren

1, 6

111

glaube, dass es sehr viele Menschen gibt, die sich durch Spenden engagieren als Menschen, die wirklich etwas tun. Mit den Spenden werden Umweltprojekte finanziert, zb den Regenwald retten oder Tierarten vor dem Aussterben Gy, 16, m bewahren. Was mich persönlich aufregt ist, dass die Umweltschützer früher alles gegen Atomkraftwerke unternommen haben und jetzt, wegen der Erderwärmung, Atomkraftwerke für gut befinden und auf einmal die Kohlekraftwerke verurteilen

21, 3

sammeln Geld, um Projekte zu unterstützen. Vielleicht sammeln sie Müll auf, um Bodenverunreinigungen zu verhindern. Sie leisten Aufklärungsarbeit; versuchen Probleme öffentlich zu machen, weil ich davon aber noch nichts gehört habe, wohl nicht sonderlich erfolgreich

10, 1

112

etwas älter, und, so klischeehaft es ist, eben Gy, 16, w auch ein bißchen öko, also Birkenstocksandalen, Leinenanziehsachen …

wahrscheinlich werden alle Jugendlichen während des ersten Treffens darüber aufgeklärt, warum es wichtig ist, die Natur zu 13, 15 schützen, dann wird erklärt, was sie selbst tun können und später wird ihnen dann geholfen, ihre eigenen Vorhaben zum Umweltschutz zu verwirklichen

9, 7, 11

113

ich glaube, dass es Treffen der Mitglieder von Organisationen gibt, die sich dann beraten, wie Gy, 16, m sie die Erhaltung der Umwelt unterstützen können. Sie klingeln dann überall, um Spenden oder Stimmen für ihre Sachen zu bekommen

3

ich glaube, dass sich Jugendliche kreative Aktionen einfallen lassen, um Geld zu bekommen und dies zu spenden, zb dass sie ein Fest veranstalten mit Kaffee und Kuchen und Tombola oder so.

14

114

nett, aufgeschlossen, weltoffen, engagiert, kaufen viele Bio-Lebensmittel, - vielleicht Gy, 15, m Vegetarier; arbeiten auf freiwilliger Basis bei Projekten; Demonstrieren

sammeln Müll; demonstrieren; informieren zb 4, 7, 10, über Infostände in der Stadt; sammeln 11, 3 Spenden; arbeiten freiwillig an Projekten zum Naturschutz zb nach Umweltkatastrophen

1, 6, 10, 12

115

umweltfreundlich; benutzen vielleicht schon Gy, 16, m Biodiesel oder etwas in der Art; sind vorsichtiger in der Natur und auch gerne dort es gibt diejenigen, die sich einfach als Umweltschützer bezeichnen und die, die aktiv Gy, 16, m etwas tun, sich einsetzen und Aktionen mitveranstalten starke Persönlichkeiten, die für ihre Vorstellungen und Prinzipien eintreten und den Umweltschutz wichtiger finden als vieles Gy, 16, w andere. Ich könnte mir vorstellen, dass es viele ziemlich radikale Umweltaktivisten gibt, die dem Umweltschutz ihr Leben widmen sie gehen sehr konsequent und engagiert vor, Gy, 16, w demonstrieren vielleicht auch oder leiten Kampagnen; sehr naturverbunden

11, 2

vielleicht ähnliche Aktionen wie bei den Pfadfindern; vielleicht auch auf der Straße mit Ständen Informationen übermitteln sie sollten auch andere Dinge als nur "umweltschutz" machen, zb Grillabende oder ähnliches, damit mehr Jugendliche motiviert werden

5

116

21, 3

13

117

alles in der Natur (draußen), Naturfreundehaus; 6, 8, 14 Müll aus der Umwelt räumen; demonstrieren; 3, 1, 6 Naturspiele spielen.

118

6, 3, 2

Unterschriftenaktionen zb für Erhaltung des Regenwaldes

6

119

diese Leute bzw. Organisationen engagieren sich oft speziell an einem Gebiet/ Ort, aber auch in der Politik. Zb Greenpeace hat schon mehrere Demonstrationen durchgeführt und auch Verträge und Verbote erreicht. Diese Leute Gy, 15, m fahren mit Booten auf See und verhindern den Walfang; sie schützen Tiere vor Gefangenschaften; sie retten gestrandete Vögel und versuchen durch Spenden und Präsente immer mehr zu erreichen

3

Demos oder Brief-Spamming.

6

120

Gy, 16, w

sehr engagiert und von ihrem Handeln sehr überzeugt

7, 6

demonstrieren für Schutz; treffen sich und besprechen die aktuellsten Ereignisse; sie werben, um neue Mitglieder zu gewinnen

6, 9

121

Leute, die die Natur und Tiere schützen; Gy, 17, w sammeln durch eine bestimmte Aktion Geld zb für den Regenwald Menschen jeder Altersgruppe, die sich selbst Sachen stricken und nur mit dem BioGy, 15, m Kennzeichen versehende Lebensmittel kaufen; fahren Fahrrad, kein Auto setzen sich für die Umwelt ein und probieren so den Klimawandel zu verlangsamen

3

-

20

122

11, 15

Bäume pflanzen, Lagerfeuer, so richtige naturburschige Sachen (Pfadfinderähnlich)

2, 3

123

Gy, 16, m

3

gehen durch die Straßen und sammeln Geld

10

124

nett, interessiert. Es gibt allerdings sicherlich auch "selbsternannte Naturschützer", die in Gy, 16, m Wirklichkeit keine Ahnung von der Natur haben und mit ihren Aktionen mehr Schaden anrichten als Gutes vollbringen Gy, 13, w k.A.

4, 21

Aufklärung (Öffentlichkeitsarbeit); Forschen; Ausflüge

5, 3

125

20

k.A.

20

126

sind meistens sehr kreativ und freundlich. Meistens haben sie schon durch ihren Beruf ein Gy, 14, w wenig mit der Natur zu tun und sie engagieren sich sehr häufig ehrenamtlich

4, 7, 21

regelmäßige Treffen; Exkursionen; eigene Unternehmungen zb Zelten in der Gruppe;

9, 3

127

ich denke, es gibt einige Themen, die dann in den Verbänden besprochen werden. Dann wird Gy, 14, w eventuell beschlossen, welches am wichtigsten ist und das wird auch am ehesten verändert Gy, 14, m aufdringlich

3

vielleicht verschönern sie Parkanlagen, sammeln Müll zum Sauber halten und denken sich Projekte aus

1

128

17

k.A.

20

129

ich stelle mir vor, dass diese Leute immer ziemlich freundlich und nett sind, aber irgendwie auch etwas ökomäßig, - dass sie 2, 4, 15, ziemlich viele Gemüse und Obstsachen essen Gy, 14, w 11 und sich nur für den Umweltschutz interessieren. Natürlich sind die nicht alle so, das weiß ich, aber irgendwie denke ich da sofort dran, wenn ich darüber nachdenke Gy, 14, m Ökofreaks, Biofutzis Gy, 14, m Hippies, die die Umwelt mehr interessiert als die Menschen 15 15 3

wahrscheinlich so Wälder schützen vor dem Abholzen und Flüsse und Bäche sauberhalten; weniger Müll an Schulen verursachen und Müll einsammeln

12, 1

130 131 132

k.A. k.A. Müll sammeln

20 20 1

Gy, 14, m versuchen die Natur sauber zu machen

133

ich denke, viele in solchen Verbänden haben vor allem Aktionen für andere Jugendliche. gute Ideen und Vorstellungen, aber haben zu Denn Jugendliche haben kaum Chancen in der wenig Macht oder Einfluss, um diese in die Tat 19, 21, 5 Politik und bei Erwachsenen Gehör zu finden, Gy, 14, w umzusetzen. Allerdings machen einige so etwas also machen sie Aktionen für Jugendliche zb an nur, um ihr Gewissen zu beruhigen und sagen zu Schulen können: "Ich tu was für die Umwelt"

14

134

ich glaube, dass die sehr viel Leinen anziehen. Bärte (bei den Männern), Ledersandalen. Gy, 14, w Vielleicht auch Dreadlocks. Sie sind sicher sehr nett und offen sie kommen wahrscheinlich aus Gegenden, die ziemlich verschmutzt sind

Ich könnte mir vorstellen, dass die 15, 4, 10 verschiedene Demonstrationen machen; Informationsstände; Flyer verteilen

6, 5

135

Gy, 14, m

21

Müll-Sammel-Aktionen in Wäldern; bedrohten Tierarten helfen Müll sammeln gehen; etwas für Tiere tun zb CDs an die Bäume neben den Straßen hängen Müll sammeln; vielleicht auch Demos walfangschiffe versenken langweilige Sachen, die nichts bringen engagieren sich auch für die Sachen, die die Erwachsenen machen Demos; Reden mit wichtigen Leuten; aktiv der Natur helfen

1, 8

136 137 138 139 140 141 142

ich stelle sie mir wie ganz normale Menschen vor, die sich zusammensetzen und überlegen, Gy, 14, m wie man die Probleme lösen kann und diese Ideen dann umsetzen Gy, 14, m ganz normal Gy, 14, m haben hauptsächlich Schreibtischjobs; Leute, die mit Booten andere Boote anhalten

1, 3

1, 8

1 21 20 3, 7

1, 6 14 14 14

Gy, 15, m k.A. sie versuchen alles so zu machen, dass es nur Gy, 14, w noch besser wird. Zb Tierschützer sind sehr engagierte Leute Gy, 12, w es sind bestimmt alles nette Leute, die sich gerne für die Natur einsetzen

4, 3

6, 12 1, 12, 6, 9

Gy, 14, w

sammeln Müll; gucken, dass nichts von der sind meist im Wald; machen viel mit Tieren; sind 3, 13, 7 Umwelt zerstört wird; demonstrieren und meist Ältere; setzen sich sehr dafür ein diskutieren

143

Gy, 14, w

die Leute freuen sich über alle, die mitmachen; sind freundlich, setzen sich ein. Volle Energie

4, 7

Ich stelle mir das ganz lustig vor: Spiele im Freien für Kinder, um sie zu begeistern; Briefe an die Regierung schreiben; der Umwelt helfen Ich denke nicht, dass ein Jugendumweltverband zb irgendwelche Demos führt, sondern eher, dass sie zb Müll einsammeln oder lieber mit dem Fahrrad anstatt mit dem Bus fahren Müll sammeln k.A.

3, 14

144

Gy, 14, w k.A.

20

1, 11

145 146 147 148 149

Gy, 14, m

sie versuchen die Umwelt zu verschönern und zu verbessern

3 3

1 20 2, 11

Gy, 14, m sie schützen Dinge (Wale, Urwald) Gy, 13, m ganz normale Leute, die sich für die Natur interessieren und sie schützen wollen Leute, die einem alles über die Natur erzählen wollen

machen Aktionen wie: Bäume pflanzen; eine 1, 2, 3 Zeit lang kein Autofahren, nicht rauchen, Energie sparen 21 Müll sammeln; Nistkästen aufhängen sammeln Spenden und sind zb in der Stadt mit Ständen, um darauf hinzuweisen

Gy, 14, m

1, 8

Ich stell mir vor, dass Greenpeace sich mit Gy, 13, w besonderen Aktionen einsetzt, auch wenn sie gefährlich sind Ich stelle mir die Menschen dort sehr offen und freundlich vor. Aktionen werden gemeinsam Gy, 17, w geplant und durchgeführt. Jedoch vertreten viele eine sehr extreme Meinung, von der sie sich nicht abbringen lassen

21

10, 5

150

alles läuft sehr locker und mit einer Menge 4, 10, 3, Spaß ab. Er werden zb Tagesausflüge in der Natur gemacht, um sie besser kennen zu lernen 14 und zu verstehen, wofür man sich einsetzt.

3

151

sehr extrem eingestellte Menschen ("Ökos"); fast Gy, 17, w schon aufdringlich; von realistischen bis utopischen Zielvorstellungen alles vertreten

3, 14, regelmäßige Treffen zum Beraten von aktuellen 15, 18, Projekten zugunsten der Umwelt 21 Organisieren von "Festen", bei denen Menschen ausfmerksam auf die Umwelt und die damit verbundenen Problem werden; Presseartikel verfassen Ich denke, dass sie hauptsächlich von den Erwachsenenverbänden in die Arbeit im Umweltschutz eingeführt werden, vieles gezeigt bekommen, vielleicht bei kleineren, nicht weitläufigen Aktionen mitwirken können

9

152

Menschen, die sich Gedanken über die Umwelt Gy, 18, w machen und die aus Eigeninitiative handeln

2, 21

5

153

ein Freund von mir hat seinen Zivi in einer Biologiestation gemacht. Sie beobachten in Gy, 17, w ihrem zuständigem Gebiet die Entwicklung und sorgen dafür, dass sie unter günstigen Umständen existieren kann.

3, 21

7

154

allgemein sicher normale Leute, aber auch extreme Aktivisten, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um zb Walfang zu verhindern; Gy, 17, m abgesehen davon auch einige, die ihr Leben so sehr für den Naturschutz einschränken, dass ich es selbst nicht gerechtfertigt finde.

Bäume in bedrohten Waldregionen 1, 14, nachpflanzen; verschmutzte Naturbereiche 21, 18 reinigen

2, 1

155

denke, dass diese Menschen andere Menschen aufklären, welche Porbleme die Umwelt hat, Gy, 17, w was man selbst dafür tun kann, Protestaktionen starten (wie Greenpeace mit den Walen vor dem Brandenburger Tor)

3

Bäume pflanzen, Wald vom Müll befreien, Gewässer und Wald erkunden

2, 1, 3

156

denke, dass diese Verbände oder die Menschen, die sich dort engagieren, sich sehr gut auf dem Gebiet auskennen und mit ganzem Herzen dabei Gy, 17, w sind. Sie stecken ihre eigenen Bedürfnisse zurück und opfern sich für ihren Verband auf… oft auch ehrenamtlich

gutes Gemeinschaftsgefühl, Zusammenhalt, Spaß; viele neue Erfahrungen werden 6, 7, 8, gesammelt, auch neue Freunde; sie informieren andere Jugendliche über die 9 Umweltsituation und überlegen sich Lösungen für Probleme

5, 12

157

Selbst habe ich noch keine Erfahrung gemacht mit solchen Menschen, ich finde es aber sehr gut und äußerst wichtig, dass sich jemand um den Umweltschutz kümmert! Ich denke, dass sich diese Umweltschützer um das Wohlergehen von Gy, 17, w uns allen kümmern und dass sie sehr verantwortungsvoll handeln und hoffe selbst noch mehr darüber erfahren zu können und dass besonders die Arbeit von Greenpeace noch mehr Erfolge zeigt

5, 21

ich stelle mir das eher regional vor, dass sie vielleicht für mehr Sauberkeit sorgen, Aktionen starten und sich Gedanken und Lösungsvorschläge für regionale Umweltprobleme machen: Ich finde das auch gut, da gerade unsere Jugend später viel mehr mit Umweltproblemen konfrontiert wird; es ist wichtig, dort eigene Erfahrungen zu machen

1

158

denke, sie überlegen sich gute Konzepte: Jedoch sicherlich sitzen die Mitlgieder nicht nur in sind es sicherlich auch mal Ideen, die sich nicht einem Raum und überlegen und diskutieren, umsetzen lassen. Im Moment fängt die sondern sehen sich ihre Projekte bzw. die Menschheit erst durch den klimawandel an, die Lage/situation mancher Probleme 5, 19, 21 Gy, 17, w Umwelt mehr wahrzunehmen, aber dennoch (Baumsterben) vor Ort an und machen durch nehmen wir nicht alles ernst genug und sind die Medien auf sich aufmerksam. Es macht dann zu bequem, solche schon vorhandenen und vielleicht Spaß, aber es macht auf jeden Fall umgesetzten Ideen wie Mülltrennung konsequent Arbeit und kostet viel Zeit. durchzusetzen dass die Menschen, die sich dort engagieren zb mehr auf Müll achten; sich dafür einsetzen, dass Gy, 17, w es sauberer in den Städten abläuft; mehr Anlagen gebaut werden denke, die Menschen, die sich dort engagieren, gehen durch Wiesen und Wälder und versuchen Gy, 18, w diese zu schützen. Außerdem denke ich mal demonstrieren sie gegen umweltverschmutzende Dinge sehr naturverbunden; sparsam und umweltbewusst lebend Natur selbst erkunden wie zb Zelten oder im Wald einen Bach bauen; in der Natur vieles beobachten

3, 5, 7

159

3, 11

3

160

3

demonstrieren; diskutieren; neue Mitglieder werben; Spenden sammeln

6, 9, 5, 10

161

Gy, 17, w

2, 11

diskutieren über aktuelle Themen; demonstrieren; Spenden für irgendwelche Verbände sammeln

9, 6, 10

162

Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch keine großen Gedanken darüber gemacht, wie die Menschen in einem Naturschutzverband arbeiten, aber ich denke Naturschutz ist sehr Gy, 17, w wichtig heutzutage. Vielleicht machen die Mitglieder eines Naturschutzverbandes viel Werbung, um noch mehr Menschen zu überzeugen oder sie sammeln Spenden für Projekte, um die Umwelt zu schützen

5, 3

vielleicht irgendwelche Flohmärkte, um Geld für Projekte zu sammeln oder Infoveranstaltungen mit Prospekten etc., um die Leute "aufzuklären"

10, 5

163

setzen sich für natürliche Lebensräume und von der Natur gegebenen Binde ein, die nicht Gy, 17, w unbedingt industriell betrieben werden. Es sind wohl sehr naturverbundene Menschen

2, 3

die Aktionen werden hier wohl eher lokal sein. Sie werden sich ebenso Gedanken über bestimmte Themen machen wie andere, haben nur nicht solch ein Durchsetzungsvermögen und versuchen dann auf lokaler Ebene etwas zu bewirken freiwillige Basis; Müllsammelaktionen; kümmern sich um Aufklärung (Schutz der Umwelt etc.)

14

164

organisieren Mülleimer; sagen wo Gy, 17, w Naturschutzgebiete sind; alle furchtbar motiviert und engagiert

3, 7

1, 5

165

Gy, 17, m

setzen sich für bedrohte Tiere/Pflanzen ein; ermöglichen Lebensraum z.T. durch Spenden

3

lernen Information kennen über derzeitige Situation; engagiert; Tierfreunde

7, 8

166

ich finde Umwelt- und Naturschutzverbände unnötig, da sie eh nicht viel bewirken (können). Gy, 17, m Es müsste politisch mehr gegen Verschmutzung und Klimawandel getan werden

19

Müll sammeln

1

167

aufopfernd durch Zeit- und Geldinvestitionen; Gy, 17, m an der Tür oft sehr dreist

kümmern sich primär um Sauberkeit und Schonung der Natur und Umwelt in Gebieten, in 17, 21 denen Jugendliche vermehrt auftreten oder auch Probleme machen

1, 12

168

Menschen, die sich dort engagieren, finde ich Aktionen von Greenpeace sind ja durch Medien toll. Es sollte mehr davon geben. Meistens hat bekannt. Ich denke sie handeln an aktuellen man jedoch nicht so ein tolles Bild davon, man Brennpunkten (jetzt zb Klimawandel), Gy, 17, w stellt sich "Ökos" in Birkenstocksandalen vor. Die 5, 4, 15 unterstützen länger ausdauernde Projekte und meisten, die ich kennengelernt habe, kümmern sich vor allem um Probleme, die es entsprachen auch alle diesem Klischee, waren direkt vor Ort gibt aber alle super tolle Menschen

14

169

Bekanntmachungen, Demonstrieren etc.; Internationale Zusammenarbeit; Kommunikation Gy, 17, m zwischen verschiedenen Umweltschutzverbänden

3

"Kinder-"Aktionen wie zb Aktion "Sauberer Strand", aber auch durchaus ernstere Aktivitäten wie Demonstrieren etc.

6, 14

170

Gy, 16, w

weiß nicht viel; sehr pflichtbewusst und auf ihre Arbeit bezogen = nicht immer vorteilhaft

8, 21

werden wohl kleinere Aktionen machen; gemeinsam den Park von Müll befreien; Werbung in ihrer Umgebung für weniger 1, 5, 11 Umweltbelastung; selber sich daran halten, was sie möchten zb Bus und Fahrrad nutzen Müll sammeln; demonstrieren 1, 6

171 172

Gy, 17, w Öko; Alleingänger; Naturfreunde Leute sind genau wie andere Menschen auch, Gy, 17, m jedoch kümmern sie sich mehr um die Umwelt. Es gibt nette und weniger nette Gy, 19, m viele Proteste viele Verbände wissen nicht genau, was sie tun! Ich denke mit einigen Aktionen schaden sie eher. Andererseits weiß man nicht, wo die Welt Gy, 19, w jetzt wäre, wenn Tiere (vom Aussterben bedroht) nicht von diesen Verbänden geschützt werden würden Gy, 16, m sehr ehrgeizig; für sie ist nur die Natur wichtig und sonst nichts

15, 2

1, 3

Flyer verteilen; "Propaganda"

5

173

3

Hintergründe recherchieren; Proteste; Demos

7, 6

174

21

Waldsäuberung; Demos?

1, 6

175

6, 2, 8

Müll sammeln, Vogelkästen aufhängen; Geld einsammeln

1, 8, 10

176

stelle mir die Leute sehr engagiert vor; beschäftigen sich viel mit den Problemen der Gy, 17, m Umwelt und wollen die Probleme gemeinsam lösen Ich denke, dass sie alles, was in ihrer Macht Gy, 17, w steht, versuchen, um zb die Klimaprobleme wenigstens etwas zu verbessern Gy, 17, m Ich denke, sie kämpfen um jeden Preis für ihre Ideen

7, 3

Müll sammeln

1

177

3, 6

Demonstrieren; Projekte; Auswanderungen

6, 14

178

6

Demos; Werbung ("Propaganda")

1, 5

179

Gy, 17, m keine Vorstellung helfen durch bestimmte Aktionen die Umwelt zu schonen, sie rufen zu Mithilfe auf. Die dort mitwirkenden Menschen sind oft sehr bedacht, Gy, 17, m da sie sich viele Gedanken über die Zukunft, also über die Folgen von Schäden machen und sie verhindern wollen

20

Proteste; gemeinsame Grillfeste mit Limonade

6, 13

180

3, 21

Müllsammelaktionen; vielleicht auch bestimmte Lehrgänge/Kurse, in denen die Jugendlichen aufgeklärt werden

1, 4

181

die Menschen dort sind sehr unterschiedlich. Ich bin der Meinung, dass sie nicht unbedingt aus allen Bevölkerungsschichten kommen und differenzierte Lebensweisen bevorzugen als die Gy, 16, m Mehrheit der Bevölkerung. Meine Erfahrungen sind diesbezüglich teilweise positiv und negativ und ich denke, dass gewisse Personen SEHR dazu neigen, die Wahrheit zu verdrehen, um ihre Vorstellungen der Öffentlichkeit zu präsentieren

21

Seminare; Freizeiten (Camping etc.); Demos; andere Freizeitaktivitäten

4, 3, 6, 13

182

engagierte Mitarbeiter; meist ehrenamtlich; haben gute Ideen, die jedoch oft durch Gy, 16, m finanziellen Mangel nicht verwirklicht werden können

Zeltlager, mit dem Ziel, die Umwelt besser verstehen zu können; wöchentliche Sitzungen; 7, 5, 19 Geldsammelaktionen, um gute Projekte zu unterstützen oder selbst aufzubauen

3, 9, 10

183

tun dies mit ganzem Herzen und aus tiefster Überzeugung (nicht wie einige Politiker, die Gy, 16, w zwar über Umweltschutz reden, dann aber mit dicken CO2-spuckenden Karren nach Hause fahren

6

den Reden auch Taten folgen lassen, d.h. nicht nur Flugblätter verteilen, sondern auch zb Müll 5, 1, 8, 3 in Natuschutz- und Waldgebieten sammeln, Nistkästen und Futterstationen für Vögel bauen; evtl auch Tiere beobachten etc. …

184

Gy, 16, w ziemlich engagiert; Studenten; überzeugt

7, 12, 6

Demos; Müll sammeln und solche Aktionen; mit anderen Leuten reden und diskutieren Wohltätigkeitsveranstaltungen; Waldwanderungen; Teiche, Hecken, Nesterbaummöglichkeiten bauen

6, 1, 9

185

Gy, 16, w ganz normale Menschen wie jeder andere auch

1

3, 2, 8

186

stelle ich mir ehrlich gesagt ein bißchen vor wie Zuerst versuchen die Jugendlichen Freaks, da sie gegen eine große Masse etwas in Aufmerksamkeit auf das Umweltproblem zu der Umwelt verändern möchten. Einerseits finde 15, 5, 19 ziehen und machen Demos, Veranstaltungen Gy, 16, w ich es gut, dass etwas gegen und vielleicht Plakate. Außerdem machen die Umweltverschmutzung getan wird, allein schon jugendlichen viele Umfragen durch die globale Klimaerwärmung. Andererseits bringt es nicht viel

5, 6

187

ich habe mal mit einem Bekanntschaft gemacht, der ein sehr seltsames Licht aus solche Aktivitäten geworfen hat, da er zb. sich überlegt Gy, 15, m hat, dass er langsamerAuto fahren könnte, da dann weniger Mücken bzw. Fliegen an seiner Windschutzscheibe vorm Auto kleben

21

Müll von den Straßen aufsammeln oder Tiere sicher über die Straße bringen oder so etwas in der Art

1, 8

188

sollten sich für Mülltrennung, die Natur und Gy, 16, w gefährdete Tiere einsetzen

21

sammeln Müll ein; setzen sich für neue Pflanzen ein bzw. pflanzen diese auch ein; verzichten vielleicht auf irgendwelche Sachen, die die Umwelt entlasten

1,2, 11

189

stelle mir die Menschen darin so vor, dass sie sehr auf die Natur achten und nichts tun, was Gy, 16, m der Natur schaden könnte. Wenn das so ist, finde ich es übertrieben, finde aber schon, dass die Natur geschützt werden muss

11, 18

sind sehr viel in der Natur; lesen darüber; wollen andere von ihrer Sichtweise überzeugen

3, 7, 5

190

Gy, 16, m

viel Engagement; handeln manchmal, obwohl es Demos; Informationsveranstaltungen; 7, 21, 12 gegen das Gesetz ist; junge Menschen Säuberungsaktionen

5, 6, 1

191

sind sehr interessiert daran, Versuche zu starten, um zb die Umweltverschmutzung zu verringern. Es sind mit Sicherheit ganz normale Menschen, die einfach versuchen etwas zu 3, 1, 11, Gy, 16, w bewegen; wenn ich zb mittags mit dem Bus nach 21 Hause fahre, rege ich mich auch über den Müll am Straßenrand auf, doch wie so viele Leute tue ich nichts dagegen - im Gegensatz zu Menschen aus Umwelt- und Naturschutzverbänden

Müllsammelaktionen; Stromsparaktionen; Werbung mit naturfreundlichen Produkten zb in einer Einkaufspassage, um Leute daruaf aufmerksam zu machen, mehr auf die Umwelt zu achten.

1, 5

192

Gy, 16, w

wollen nur das Beste für Natur; finde gut, dass es solche Personen gibt

5, 2

Müll sammeln

1

193

setzen sich für die Umwelt ein; versuchen andere zum Umweltschutz anzuregen; oft Gy, 16, w ehrenamtlich; organisieren Aktionen zum Thema Umwelt- und Naturschutz

3, 7

Demos; Müll sammeln; Tierschutz

1, 6, 8

194

haben verstanden, wie wichtig es ist, die Natur zu schützen, um unseren Nachkommen ein ich stelle es mir eher langweilig vor in so einer normales Leben zu sichern. Aber wahrscheinlich Organisation mitzuwirken. Ich stelle mir vor, Gy, 16, w haben sie dafür auch viel Zeit: Manchmal gehen 5, 21, 17 dass man im Wald Müll sammelt oder Menschen sie aber auch zu aufdringlich mit ihren auf der Straße Infoblätter in die Hand drückt Forderungen vor, was andere Menschen abschreckt

1, 5

195

sind alle sehr ökologisch und biologisch veranlagt; teilweise ist es gut, dass sie sich für Gy, 16, w die Natur und Umwelt einsetzen. In manchen anderen Dingen können sie selbst jedoch nichts ausrichten und sind daher überflüssig

setzen sich auch für Umwelt ein und machen verschiedene Aktionen für die Umwelt zb irgendwelche Spiele organisieren und dafür Geld einnehmen und dieses für gute Zwecke 15, 5, 19 benutzen. Außerdem denke ich, dass in so einem Jugendverband sich über die Umwelt unterhalten und Lösungen finden, was man besser machen kann

10, 3, 9

196

das Bild von einem Naturschützer ist bei mir irgendwie: alte Klamotten, oft auf Demos usw. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass Umweltschutz immer wichtiger wird, je länger Gy, 15, m wir aufschieben, etwas zu unternehmen, von daher gibt es vielleicht bald nicht mehr dieses Bild von einem Naturschützer, weil wir alle etwas bewegen müssen

15, 5

Ich stelle mir da so etwas wie Pfadfinder vor, die im Wald übernachten und Pflanzenkunde machen; Müll aufsammeln

3, 1

197

leben umweltbewusst; sind sehr an der Natur und deren Phänomene interessiert. Vor kurzem habe ich die Bekanntschaft von zwei Mitgliedern 11, 2, Gy, 16, w eines Naturschutzverbandes gemacht, die ich als 10, 4, 6 offen, freundlich und selbstsicher charakterisieren würde

ich denke, dass in wöchenlichen Gruppentreffen Ideen gesammelt und Aktionen geplant werden, um den Umweltschutz zu verbessern. Ich denke, dass jedoch auch Aktionen angeboten werden, die wir in unserer Freizeit machen

9, 13

198

kümmern sich darum, dass es nicht zu Umweltverschmutzung kommt bzw. verbessern Gy, 16, w so gut es geht die Umwelt; versuchen die Öffentlichkeit auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen

3

Treffen, um über bestimmte Probleme zu diskutieren, Verbesserungsvorschläge zu sammeln; Verbesserungsvorschläge an große Verbände weiter geben; Versuche, Leute auf bestimmte Probleme aufmerksam zu machen

9, 5

199

zielstrebig; manchmal härtere Maßnahmen und Gy, 16, w Kampagnen (Greenpeace); naturliebend; manchmal öko-fanatisch

Im Vordergrund steht wahrscheinlich die Aufklärung über Natur- und Umweltschutz und Erklärungen, was die großen Verbände tun. Als 6, 2, 18 Aktionen könnte ich mir Demos, Spenden sammeln und Bühnenstücke über Naturschutz oder Missachtung der Natur vorstellen

5, 6, 10

200

Erfahrungen habe ich bisher kaum gemacht, allerdings erhält man durch das Fernsehen schon ein paar Vorurteile, wie zb dass die Leute alle Naturlatschen, kurze Hosen und einen Gy, 16, m Pferdeschwanz tragen. Ich persönlich denke, dass es sich um ganz gewöhnliche Menschen handelt, die sich äußerlich von niemandem groß unterscheiden

1

Geld sammeln, Lernen

10, 7

201

engagieren sich sehr für die Natur und Umwelt Gy, 16, w und fahren in die Natur; organisieren Wohltätigkeitsveranstaltungen sehr umweltbewusst; kaufen fast ausschließlich Gy, 16, m Bio-Nahrung und achten auf biologische Abbaubarkeit von Produkten die Leute, die ich kenne, die sich in Naturschutzverbänden engagieren, sind Außenseiter in der Gesellschaft (schulisch Gy, 16, m gesehen) und bauen sich durch diesen Verein etwas für sich, aber auch für die Mitmenschen auf

7, 3

pflanzen zusammen Pflanzen ein; sammeln Müll ein

2, 1

202

11

ich denke, die machen solche Aktionen wie Spenden sammeln oder ähnliches um Geld für den Umweltschutz zu haben

10

203

21

Bei Leuten an der Tür klingeln und um Spenden betteln, Fahrten machen und einfach in diesem Bereich. Ich kann leider nichts genaues sagen, da ich mich dafür nicht interessiere

10, 3

204

ich vermute, dass die Menschen sehr hilfsbereit sind und ihre Natur lieben; sie wollen nicht, dass die Natur sich verschmutzt. Es könnten auch 7, 2, 15 keine Ahnung. Gy, 16, m Tierfreaks sein, die den Tieren helfen, indem sie die Natur schützen, damit die Natur denen Lebensraum schafft

20

205

legen sehr großen Wert auf ihre Nahrung und auf Gy, 15, w ihr Äußeres. Außerdem denke ich, dass die Leute sehr sehr viel an der frischen Luft sind Gy, 15, m denke, dass dort Menschen wirken, die von ihrer Sache überzeugt sind

11, 21

Sie klären die Jugendlichen auf, indem Ältere von ihren Erfahrungen berichten

5

206

6

im Rahmen ihrer Möglichkeiten

14

207

werden sich über die aktuelle Lage bestimmter Regionen innerhalb und außerhalb Deutschlands Gy, 18, w informieren bzw. auf dem Laufenden halten und Lösungsvorschläge ausarbeiten

3

Spendenaktionen, Informieren der Bevölkerung, 10, 5, 6 Streiks

208

meiner Meinung nach sind sie alternativ eingestellt; verbringen sehr viel Zeit bei Gy, 18, w Kundgebungen, Demos usw.; ich stelle sie mir als typische "Ökos" vor

15, 3

Sie werben wahrscheinlich Jugendliche an, um diese darauf aufmerksam zu machen, dass aufgrund des Klimawandels usw. noch viel für den Naturschutz gemacht werden muss

5

209

teils sehr "durchschnittliche" Menschen, d.h. verankert in der Gesellschaft, Ausbildung oder Job, neutrale politische Meinung; teils etwas realitätsferne Menschen, sehr von der Sache, für 1, 6, 15, Demos, Diskussionsrunden Gy, 16, m die sie eintreten, überzeugt, Erscheinungsbild 14 ähnelt dem eines Hippies, evtl. sogar gewaltbereit und bereit, Schaden anderer Menschen in Kauf zu nehmen, um ihren Willen durchzusetzen

6, 9

210

Verbände sind meist ehrenamtlich. Natürlich gibt es das Klischee vom "Öko", was auch oft Gy, 16, m vertreten ist, aber die Führungskräfte (die ernst zu nehmen sind und auch etwas erreichen) sind auch oft Durchschnittsbürger

wahrscheinlich viele Freizeitfahrten, um einen zu locken und natürlich spielerisch versuchen, 7, 15, 1 die Jugend zu bilden und aufzuklären. Oft wird bestimmt auch versucht, die eigene Meinung überzeugend zu vermitteln

3, 5

211

Öffentlichkeitsarbeit (Infostände in aufgeschlossen; setzen sich für das Wohl der Fußgängerzonen, Handouts verteilen,…); Natur und Anderer ein; beschäftigen sich 10, 3, 6 Exkursionen in die Natur; themenspezifische Gy, 16, w karikativ in ihrer Freizeit; scheuen keine Mühen, Aktionen, die altersgerecht sind (Filmabend, um an ihr Ziel zu kommen Museumsbesuch); kleine Reisen und Ausflüge

5, 3, 13

212

sehr engagiert und versuchen so viele andere Gy, 16, w Leute wie möglich davon zu überzeugen, wie wichtig es ist, etwas für die Natur zu tun

7, 3

Wochenendausflüge, Beobachtungen/Auswertungen in der Natur; Aktionen, um andere Jugendliche aus dafür zu interessieren

3

213

sorgsam; ordentlich; vielleicht ein bißchen Gy, 16, w zerstreut; können keiner Fliege etwas zu leide tun

8, 21

Ich denke nicht, dass diese Verbände viel in Städten unterwegs sind. Ich könnte mir vorstellen, dass sie, wenn sie in der Stadt unterwegs sind, andere Menschen informieren (zb Flyer etc.). Sonst denke ich, dass sie viel in der Natur unterwegs sind (zb Zelten im Wald). Oder sie stellen eine Gruppe zusammen und säubern vielleicht Städte. Sonst haben sie die gleichen Interessen wie andere Jugendliche

5, 3, 1

214

sind mit Spaß bei der Sache und erhoffen sich Gy, 16, w durch Aktivitäten auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen.

21, 3

Ich könnte mir vorstellen, dass sie viel über die großen Probleme in der Welt (zb Treibhauseffekt, Regenwald etc.) reden und den jugendlichen Möglichkeiten zu evtl. Besserung aufzeigen

9, 3

215

versuchen möglichst viele Menschen davon zu Gy, 16, w überzeugen, die Umwelt und die Natur besser zu schützen

3

unternehmen viele Aktionen in der Natur

3

216

Gy, 16, m

von der Natur überzeugt; überzeugt, das Richtige zu tun

2, 6

Protestieren gegen Regenwaldabholzung, Walfang etc. es werden viele Freizeitfahrten organisiert, um das Interesse der Jugendlichen zu wecken und gleichzeitig bei Zeltausflügen die Natur näher zu zeigen

6

217

ihnen liegt sehr viel an der Natur; wollen Gy, 16, w anderen Menschen klar machen, dass die Natur und Umwelt jeden betrifft

2, 3

3

218

ich finde, es gibt viele Umwelt- und Naturschutzverbände, von denen man gar nichts hört. Die Menschen, die dort arbeiten, sollten Gy, 16, w sich mehr engagieren, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen und /oder durchzusetzen.

19, 21

Bäume pflanzen, Proteste, Aushilfe zb in der Seehundstation

2, 6, 8

219

kümmern sich um die Natur; sie legen zb einen Garten an, kümmern sich um ein Waldgebiet und Gy, 16, w um die Tiere dort. Sie wissen die Umwelt zu schätzen und wollen helfen, sie zu erhalten.

3, 2

man lernt mit Gleichaltrigen seine Umwelt zu achten: zb Grünflächen von Müll befreien, kleine Zäune zum Krötenschutz aufzustellen, Pflanzen (zur Vermehrung) pflanzen. Desweiteren lernt man viel über verschiedene Pflanzen- und Tierarten fahren in Naturschutzgebiete, schauen sich das an und reden darüber, was man in der eigenen Stadt an Umweltbelastungen oder Verschmutzungen bessern kann

7, 1, 8

220

an sich eine gute Sache, die Leute setzen sich für etwas Gutes ein. Die Menschen dort Gy, 16, w brauchen aber viel Geduld und Ausdauer, denn nicht jeder legt Wert auf seine Umwelt

5, 19

3, 9

221

eher alternativ (Birkenstockschuhe,Kleidung aus 100% Baumwolle/Naturfasern,…); wobei es Gy, 16, w mittlerweile ja auch immer mehr Menschen gibt, die dieses Klischee nicht verkörpern und sich trotzdem für den Umweltschutz engagieren

15, 1

Brutkästen bauen, Müll aufsammeln (zb in Feucht- /Brutgebieten); Unterschriften/Spenden sammeln, Zeltlager?

8, 1, 3, 6

222

leben sehr umweltbewusst; achten auf ihre Umwelt (nicht so oft Autofahren, den Müll nicht Gy, 16, w auf die Straße werfen); kaufen nur BioLebensmittel

11

die Aktionen sind sehr mit der Natur verbunden (zb Wochenendausflug, bei dem gezeltet wird). Vielleicht auch Aktionen, bei denen den Kröten bei ihrer Wanderung geholfen wird; Aufstellen von Nistkästen; den Wald von Müll befreien

3, 8, 1

223

normale Menschen, nicht geistig kranke oder so Gy, 16, m etwas in der Richtung, die sich stark dafür einsetzen, ihre Ziele durchzusetzen

1, 6

kann mir vorstellen, dass die Jugendlichen auch wie die "alten Hasen" mit zu irgendwelchen Veranstaltungen gehen und dort teilweise Gruppen oder einzelnen Personen etwas zu Umweltschutz erklären

5

224

neben "extremen" Umweltschützern, die klischeehaft kompromisslos die Umwelt schützen, gibt es, so denke ich, meist "normale" Mitglieder, die sich nur mehr mit der Thematik zu Demos fahren; diskutieren; evtl. Gy, 16, m auseinander setzen als andere. Ich fürchte aber, 14, 1, 21 Filmbeiträge gucken; "Umweltkunde" es gibt auch viele, die sich dem Aktionismus anschließen, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein (zb wenn der Biodiesel die Brotpreise steigen lässt)

6, 9, 7

225

ich habe kein einheitliches Bild; teilweise sind Gy, 16, m Naturschützer sicherlich sozial engagierte Menschen, teils aber auch "Wichtigtuer"

21

Ausflüge in der Natur; lernen über die Natur; Aushilfe für "normale" Umweltschutzgruppen

3, 7, 14

226

sehr engagiert; gehen mit allen, wenn auch nicht immer mit legalen, Mitteln gegen ihre Gegner vor. Aber eigentlich ist es wichtig, dass Gy, 16, m es auch solche Menschen gibt, denn sonst würde die Erde bald ein einziger Müllhaufen sein, ohne Lebewesen, bis auf uns Menschen. Gy, 17, m meist komplizierte Menschen

demonstrieren gegen umweltbelastende Einrichtungen wie zb Atomkraftwerke. Es 7, 5, 18 werden sicherlich auch Plakate zum Umweltschutz ausgearbeitet

6, 5

227

21

keine Ahnung.

20

228

bauen Vogelkästen und so. Mit Greenpeace normale Menschen, die genügend Zeit haben, fährt man mit Booten raus und protestiert sich in solchen Verbänden zu engagieren; essen Gy, 16, m mehr öko- und Bioprodukte; achten darauf, was 1, 21, 11 gegen den Walfang; macht Müllsammelaktionen im Wald. Aktionen gegen neue Autobahnen sie kaufen, das es nicht aus Regenwaldholz durch Wälder; Proteste hergestellt wurde setzen sich für die Natur ein; organisieren Radtouren: Tiere beobachten (zb Demos; bieten Jugendlichen Aktionen an, um Fledermäuse); nicht nur Aktionen, die mit Gy, 16, m 3, 2, 21 ihnen die Natur näher zu bringen; haben Spaß an Umwelt zu tun haben, sondern auch mit der Natur Fussball zuerst wird darüber gesprochen, dass Umweltprobleme nicht nur Erwachsene etwas angeht, sondern auch Jugendlich davon betroffen sind. Auch J. sind dazu in der Lage, sich für die Umwelt einzusetzen und zb ihre Umgebung auf Probleme aufmerksam zu machen

8, 1, 6

229

3, 13

230

wollen die Umwelt verändern und aktiv dazu Gy, 16, w beitragen; sehr zielstrebig; probieren immer das durchzusetzen, was sie sich vorstellen

3, 6

7

231

ganz normale Menschen, die sich für unsere Gy, 16, w Umwelt einsetzen wollen, um so ein Stück Gutes für die Natur zu tun

1

werden dort mit Spaß auf die Probleme aufmerksam gemacht und machen erste Erfahrungen wie sie helfen können. Sie lernen dort auch viel über die Natur sammeln vielleicht durch Spendenaktionen Geld für Unterstützung von Umweltproblemen

3, 7, 10

232

in meiner Umgebung sehen Naturschützer leider meist aus wie typische "Ökofritzen" oder Hippies. Auf einigen Demos bin ich des öfteren 15, 5, 7, viele Ausflüge in die Natur, da so leichter aus auf Umweltschützer getroffen, wobei mir 2 Gy, 16, m 21 Umweltprobleme hingewiesen werden kann Sorten aufgefallen sind: die Klischeeökomenschen und die wirklich Engagierten, die gute Ideen und schlagkräftige Argumente haben

3, 7

233

passiert auf freiwilliger Basis; wollen der Umweltverschmutzung und "Tiertötung" Gy, 16, w entgegen wirken; demonstrieren gegen Tierlabore, Abholzung der Regenwälder sehr nett: sie sehen, dass wir etwas für die Umwelt tun müssen und tun dies auch

7, 3

informieren sich über aktuelle Anlässe, die die Umwelt betreffen, stellen Umfragen her und versuchen ihre Mitmenschen über ihre Tätigkeit zu informieren unternehmen viele Aktionen in der Natur und lernen sie so kennen

5, 4

234

Gy, 16, m

4, 3

3, 7

235

interessieren sich stark für die Natur und die Umwelt; setzen sich dafür ein, dass keine Arten aussterben oder tun etwas gegen Masthaltung Gy, 16, w wie auch für den Erhalt des Regenwaldes; eigentlich ganz normale Menschen, nur gibt es auch welche, die "extrem" sind und zb nur Bio essen, trinken, anziehen

setzen sich ebenfalls für solche Dinge ein, nur 2, 3, 1, im kleineren Maße, da sie auch nicht soviel 14, 11 bewirken können; demonstrieren; sammeln Spenden

6, 10

236

vertreten die Interessen und Wünsche der Bevölkerung; jeder Bürger kann in diese Gy, 16, w Schutzverbände eintreten und mit seiner Stimme helfen; sorgen dafür,dass vielleicht mehr Mülleimer aufgestellt werden sehr engagiert (teilweise); manchmal ein wenig übermotiviert, "ökomäßig"

3

sind nicht anders als die Erwachsenenverbände, außer dass die Jugend sich schon früher daran interessiert und sich für die Umwelt einsetzt

12

237 238

Gy, 16, m Gy, 17, m

7, 15

Demos; Umweltschutz in der Gemeinde; Infoveranstaltungen; Flyer

6, 5 10, 6

zeitaufwändig; engagiert und fleißig; haben viel 21, 7, 11 Spenden; demos zu tun; umweltbewusst irgendwelche Barfuss-fühl-Pfade für kleine Kinder; oder sie verkaufen was auf dem ökomarkt; pflegen die Natur und räumen Müll weg

239

leute kenngelernt, die ganz normal waren, aber auch auch Leute, die nur biologische Gy, 15, w Lebensmittel essen und Technik (Fernseher, PC) verabscheuen. Gibt es solche und solche naturverbunden; haben den starken Willen, etwas zu verändern

1, 11

12, 1, 14

240

Gy, 16, m

2, 6

Aufräumaktion; Pflanzen und Tierpflege

1, 2, 8

241

vielleicht machen sie Flugblätter um an andere müssen sich für die Natur interessieren und Leute zu appelieren, mehr für die Umwelt zu wollen die Welt besser machen; sind um die tun; stellen sich vor, wie die Welt später mal Gy, 16, w Zukunft besorgt und wollen sie besser gestalten; 2, 11, 3 aussehen könnte und besprechen, was sie leben sehr umweltbewusst und auch die besser machen können, wie man Energie sparen Klimakatastrophe interessiert sie sehr kann usw. sehr umweltbewusst; ziemlich in ihre Sache verbohrt

5, 11

242 243 244 245 246

Gy, 17, m

11, 18 Demos; campen; Ausflüge fahren in den Dschungel oder so; besprechen, was man tun kann, um umweltbewusster zu leben Natur erkunden -

3, 6

Gy, 16, m sollten viel mit Jugendlichen arbeiten Gy, 16, m keine Vorstellung Gy, 16, m keine Ahnung voll bei der Sache; akzeptieren nicht wirklich Gy, 15, m Meinungen, die gegen das eigene Konzept sprechen; umweltbewusst (freaks)

21 20 20

3, 11, 9 3 20

Demos; Kleinprojekte (Natur besser 16, 15, kennenlernen); probleme mit der 6, 11 Natur(Verschmutzung) besprechen

6, 3, 9

247

engagieren sich für den Naturschutz, setzen sich Gy, 16, m dafür politisch ein; lieben die Natur und versuchen ihre Zerstörung zu verhindern

3, 2

versuchen, den Naturschutz den Jugendlichen zu vermitteln und die Gefahr der Zerstörung zu verdeutlichen

5

248

es sind Menschen, die sich für den Naturschutz einsetzen, sich um Naturschutzgebiete kümmern Gy, 15, m und Spenden sammeln, um zb Regenwälder zu erhalten und Tierarten zu schützen

3

versuchen anderen Jugendlichen die Natur und den Naturschutz näher zu bringen

5

249

setzen sich für die Umwelt ein, indem sie zb Spenden sammeln, selber sauber machen und Gy, 15, m eventuelle Vorschläge für die Verbesserung der Natur in die Politik miteinbringen

3

diskutieren Verbesserungsvorschläge; gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Kino oder so; Demos; Entwicklung neuer Ideen für die Natur; Gespräch mit Leuten suchen, die dazu fähig wären, etwas zu verändern

9, 13, 6

250

so "öko"-Menschen mit Birkenstocksandalen und Gy, 16, w Leinengewändern, zumindest etwas, was nicht künstlich hergestellt ist

15

Kröten und Fröschen über die Straßen helfen; Müll aufsammeln

8, 1

251

"normale" Bürger, die sich sehr für die Natur interessieren und nur Bio-Essen kaufen; Gy, 16, w Landleute; Öko-Socken; vertreten ihre Meinung gern; unmodisch; mit Gummistiefel und Lupe durchs Moor; Birkenstocksandalen die meisten dort haben gute Ideen und Vorstellungen, aber es hakelt oft an der Gy, 16, m Ausführung. Auch sind die Mittel, die den Mitgliedern zur Verfügung stehen, meistens einfach zu niedrig setzen sich für die Erhaltung, Säuberung der Gy, 17, w Umwelt- und Tierwelt ein; Erhaltung und Schaffung von Natuschutzgebieten

Moorwanderungen; Demos zb "Der Baum bleibt 1, 2, 11, stehen"; Umfragen; Treffen in der Natur; 15, 6 Gummistiefel im Wasser und Käfer suchen

6, 3

252

5, 19

es werden einige Absprachen und Diskussionen gehalten, aber in der Praxis werden große probleme auftreten, da Leute in meinem Alter sowieso nicht ernst genommen werden

9, 14

253

3

Informationen an andere J. weitergeben; ebenfalls schützende Dinge; die örtliche Jugendwehren sammeln einmal im Jahr Müll

5, 12, 1

254

ich denke, sie versuchen, ihre Umwelt sauber zu halten und engagieren sich dafür; evtl. starten Gy, 16, w sie Aktionen, betreuen Infostände, werben neue Mitglieder

3

wandern durch Schulen und die Stadt uns stellen ihr Konzept vor; sammeln Müll

5, 1

255

setzen sich viel für die Natur ein, um zb zum Klimaschutz beizutragen oder bestimmte vorm Gy, 14, w Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu schützen

3

denke mal, dass die sich verschiedene Bereiche aussuchen, wo sie dann überlegen, wie sie etwas verbessern können und etwas beitragen können, zb Spenden sammeln, andere Leute informieren und damit diese zum Helfen animieren etc…

10, 5

256

bei uns haben sie immer regelmäßig Kataloge vorbeigeschickt, in denen man Waren kaufen Gy, 14, w konnte (T-shirts etc.) - sie kamen vorbei und klingelten an der Haustür, so dass wie dem Verband beitraten (Tierschutzbund) helfen der Natur; gehen gegen Gy, 14, w Regenwaldabholzung vor; retten seltene Tierarten zb sperren sie einen bestimmten Bereich ab, wo viele seltene, verschiedene Tiere sind; oder sie versuchen den Leuten zu erklären, wie schnell Gy, 13, w die Ozonschicht weg geht, wenn wir soviel Auto fahren und dann stirbt jeder Mensch und jedes Tier

21

vielleicht sammeln sich Jugendliche und gehen in Gruppen rum, um Geld zu sammeln als Spende für die Tiere, Umwelt usw.

10, 8

257

3

alles über die Umwelt, Menschen und den Klimawandel

14

258

3

da erklären welche, wie man die Umwelt am besten schützen kann

7

259

ich finde es sehr gut, dass es viele Leute gibt, die sich für den Natur- und Umweltschutz einsetzen; denn man sieht immer wieder, wie schlecht mit Tieren und der Natur umgegangen wird. Wenn ich mal Geld verdienen werde, würde ich auf jeden Fall versuchen, mich in Gy, 14, w solchen Verbänden zu engagieren. Ich habe selber eine Katze und wenn ich sehe, wie in Japan und China Katzen und Hunde gequält und bei lebendigem Leib die Haut abgezogen wird, um sie zum Essen zubereiten, finde ich es einfach nur grausam

5

macht Werbung an Schulen; dort könnte man vielleicht auch gleich Spenden für den Verein sammeln

10, 5

260

kümmern sich viel um die Natur; erklären den Gy, 12, w anderen Menschen möglichst gut, was sie erreichen wollen

3, 7

beschäftigen sich viel mit der Natur und der Umwelt; erkären ihren Freunden und Klassenkameraden alles dazu

5, 7

261

vermute, dass sie sich um Tiere kümmern, damit erfahren mehr über die Natur, wie man die sie nicht soviel gejagt werden; hängen Vogel2, 3, 21 Umwelt besser schützen kann, wie wichtig Gy, 14, w und Nistkästen auf; haben Spaß daran; Bäume, seen und so weiter wichtig sind interessieren sich dafür; sammeln Müll gehen sehr oft durch den Wald und schauen sich die Natur an; sammeln zb Müll auf, damit die Natur nicht weiter verdreckt; helfen den Tieren

7

262

sind mit Freude dabei und interessieren sich für Gy, 14, w die Sache; möchten gerne den Tieren etc. helfen und gegen das Schlechte kämpfen

3,21

3, 1, 8

263 264 265

Gy, 14, w

eine Lehrerin meiner Cousine spendet monatlich an Greenpeace und … naja … die ist "komisch"

21 20 3

durch die Natur gehen, sich das angucken und vielleicht verbessern Müll-Sammel-Aktionen; Tierschutz Aktionen; Naturschutz Aktionen; sachen, wo man sich mit der Natur vereint (wo man ihr näher kommt) Viele Ideen mit Wäldern

20 20 3, 12

Gy, 14, w Gy, 14, w schützen die Umwelt und die Natur organisieren Aktionen, die dem Menschen die Gy, 13, m Natur näherbringt; vielleicht unternehmen sie Müll-Sammel-Aktionen Gy, 12, m setzen sich ein für Müll sammeln, Tiere, Wälder vermute, dass sie sich vor allem um bedrohte Gy, 14, m Tierarten kümmern, damit sie nicht mehr gejagt werden; gegen Abholzung von Bäumen

266

3

1, 8, 3

267

3

14

268

3

neue Ideen konzipieren, die dann umgesetzt werden; werbung machen

5

269

sie organisieren Aktionen, die den Menschen die Gy, 14, m Natur näher bringt; sammeln manchmal Spenden; sammeln vielleicht auch Müll haben mal mit der Feuerwehr und Nabu Gy, 14, m zusammengearbeitet; haben Bäume gepflanzt; Fledermauskästen aufgehängt Gy, 13, m keine Ahnung Gy, 14, m ich denke, dass man da sehr viel draußen und in den Wäldern ist, außerdem viele Bäume und Gy, 14, m Pflanzen pflanzt; hin und wieder Demos für den Klimaschutz

3

wandern durch die Natur; lernen Tiere kennen; sammeln Müll

1, 3, 7

270 271 272 273

3 20 20

alles mögliche für die Umwelt k.A. "aktion für die Umwelt"

14 20 14

2, 3

-

20

274

sehr umweltbewusst und vielleicht setzen sich Gy, 14, w dafür eher Biologen ein

kümmert sich eher so um den Tierschutz oder bespricht eher so kleinere Sachen und solche 11, 21 Aktionen wie zb Müll sammeln organisieren und veranstalten

1, 8

275

machen alles freiwillig, die meisten Leute spenden was oder helfen bei bestimmten Gy, 14, w Projekten; die meisten sind nicht speziell ausgebildet fahren in die Gebiete, gucken sich die Lage dort an und sagen dann, was sie machen wollen

7, 3

pflanzen neue Bäume; sammeln Müll auf

2, 1

276

Gy, 14, w

3

keine Ahnung.

20

277

denke mal, dass die Leute, die da aktiv sind, etwas gegen das Verschwinden der Ozonschicht Gy, 14, w oder das völlige "Vernichten" des Moores tun wollen

3

vielleicht nehmen sie Spenden ein, um die Natur zu schützen oder aber malen bzw. schreiben Plakate, die die Leute dazu aufrufen sollen, mehr für die Umwelt zu tun

10, 5

278

Gy, 14, m sozial, hilfsbereit; robust; nett

4, 7, 21 Demos; Rundschreiben

6

279

ich finde diese Leute sehr engagiert; finde es gut, dass sie sich für unsere Umwelt einsetzen; schade finde ich, dass man sich so wenig um Gy, 14, w "Labortiere" kümmert; allerdings finde ich die Vorgehensweise manchmal zu "einfallslos"; ich glaube nämlich nicht, dass sie zb Walfänger durch einen Streik beeindrucken

keine Ahnung. Ich glaube auch nicht, dass sie 7, 5, 19 viel bewirken. Wer nimmt die Jugend heute noch ernst

14

280

setzen sich für Wälder, Wiesen, Pflanzen und auch Tiere ein. Sie sorgen dafür, dass Gy, 16, w Landbesitzer möglichst viele einheimische Pflanzen/bäume säen/anbauen, um den Tieren ihren Lebensraum zu erhalten; wichtig

3, 5

sprechen viel über seltene Pflanzen setzen sich selber für den Naturschutz ein; machen viele Ausflüge in die Natur

3, 7

281

ich finde diese Verbände sehr wichtig und auch in kleinen Projekten hilfreich, allerdings denke ich, dass nicht so viel und flächenübergreifend Gy, 17, w verändert werden kann, da sich nicht so viele Leute darum kümmern; sehr engagiert; leben den Umweltschutz richtig ich habe noch keine Erfahrung mit Naturschützern, aber ich stell sie mir sehr Gy, 17, m spießig, aber auch ein wenig abgedreht vor (so wie die Hippies in den 70er Jahren) Gy, 17, w interessieren sich für Natur und Umwelt; sehr engagiert

7, 5, 19, ähnliche Projekte, Demos,… wie in normalen 8 Verbänden

6

282

15, 21 Bäume pflanzen und Polizisten attackieren

2, 14

283 284

2, 7 10, 7

Teiche und Bioto anlegen -

12 20

Gy, 17, m sehr offen; pflichtbewusst; sehr gutherzig

285

die meisten Sachen, die Greenpeace vertritt, sind sinnvoll; dennoch versuchen sie meist man lernt, die Umwelt besser zu schützen und ungesetzlich auf sich aufmerksam zu machen; Gy, 17, m Aktuelles Beispiel: Greenpeace-Boote dringen in 5, 14, 21 wird versuchen, auch andere Menschen darauf aufmerksam zu machen Schutzgewässer des G8-Gipfels in Heiligendamm ein. Die anderen Organisationen halte ich für gemäßigter Verteilung von Flugblättern; Sitzblockaden; Plakatverteilung; Gespräche führen mit der Bevölkerung

7, 5

286

Gy, 17, m

sie wissen genau, was sie wollen und sind mit vollem Einsatz dabei; aufgeklärt und hilfsbereit

6, 7

5, 6

287

Menschen, die dort arbeiten, haben Probleme: Gy, 17, m Jeder weiß, dass zb Holz in der Welt gebraucht wird und das gibt es halt im Wald

21

sich unter umstürzende Bäume legen

6

288

Gy, 17, m

ganz normale Menschen, die sehr umweltbewusst sind und etwas tun möchten

1, 11

verschiedene Projekte, an denen gearbeitet wird wie zb das Herstellen und Verteilen von Nistkästen. Außerdem wird sich die Organisation zu Wort melden, wenn in ihrer Stadt oder Landkreis etwas umweltschädliches geplant oder gemacht wird.

8, 6

289

die Verbände setzen sich für die Umwelt ein: sie klären über die Folgen von nachlässigem Verhalten in der Umwelt und konkreten Schutz Gy, 17, w auf; die engagierten Menschen scheinen mir teilweise etwas freakig zu sein, aber generell auf dem richtigen Weg

3, 15

Theater, Flyer verteilen, Müllaufräumaktionen

1, 13, 5

290

sehr friedliebend; die Naturschutzverbände machen, soweit ich weiß, Dinge, die im Gy, 17, m Interesse der ganzen Welt sind (außer im Sinne gewisser Politiker)

21, 5

sicherlich ist es dort sehr spannend, jedoch glaube ich nicht, dass es immer so ist; wahrscheinlich unternehmen die Verbände oft etwas miteinander und gehen in Ferienlager usw; helfen aktiv beim Umweltschutz und protestieren aus den Straßen gegen Nutznießer der Umweltverschmutzer

3, 12, 6

291

ich glaube solche Verbände finanzieren sich Gy, 17, m ausschließlich aus Spenden. Die Leute haben meist lange Haare und sind sehr naturverbunden

2, 21

Bäume pflanzen und Polizisten mit Steinen bewerfen

2

292

ihr Ziel ist die Umwelt zu schützen; Maßnahmen Gy, 17, w gegen Umweltverschmutzung zu entwickeln; gegen Verschmutzung zu demonstrieren

3

das gleiche wie "erwachsene" Naturschützer

14

293

interessieren sich dafür, was sie tun und setzen sich für das ein, was ihnen selbst und dem Volk Gy, 17, w gut tun würde. Trotzdem kann man nicht vom Äußeren der Menschen sagen, dass sie in einem Umwelt- oder Naturschutzverband sind verantwortungsbewusst; naturnah; tierlieb; zielstrebig

2, 3

Unterschriftensammlungen; verschiedene Projekte innerhalb des Landkreises

6

294 295 296 297 298

Gy, 17, w

7, 2, 6 21 20 3

sammeln Spenden oder machen Aufrufe, um die Bevölkerung wachzurütteln Bäume pflanzen und mit Politikern reden

10, 5 20 20 2, 5 14

Gy, 17, m okay Gy, 17, m Gy, 17, w schützen die Umwelt und die Natur Gy, 17, w sehr naturverbunden; eher alternativ eingestellt; bedacht auf das, was sie tun

eher langweilig für Leute, die sich laum damit 2, 15, 21 beschäftigen; aber durchaus unterstützungswürdig

299

durchsetzungsfähig; engagiert; interessiert, Gy, 17, w denn sie wollen ja etwas verändern und das kann man nur damit erreichen

2, 6, 21

Aufräumen eines Ortes; Aufklären anderer Personen

1, 5

300

einige sich in der Unterzahl befindenen Umweltaktivisten versuchen sich verzweifelt Gy, 17, m gegen viel mächtigere/einflussreichere Politiker und Industriemanager durchzusetzen Gy, 17, w ganz normale Leute Gy, 17, w Gy, 17, m keine Ahnung ich denke, dass diese Verbände sehr sinnvolle Arbeit leisten; die Menschen sind bestimmt nett Gy, 17, m und engagiert, manche finde ich allerdings ein wenig komisch und unseriös

16, 9

Umpflanzen von Bäumen, pflegen von Gärten und Wäldern etc. = vielleicht wichtige, aber für mich wohl eher weniger interessante Tätigkeit

2, 12

301 302 303

1 20 20

keine Ahnung -

20 20 20

304

sinnvolle Arbeit mit Gleichgesinnten; Spaß in 5, 4, 7, der Gemeinschaft; aktiver Umweltschutz wie Säuberungs- und Pflanzaktionen; 21 Biotopgestaltung

1, 12

305

keine bestimmte Vorstellung, ganz normale Gy, 17, w Menschen

1

Ähnlich wie Pfadfinder für die Kinder: Wanderungen; Umgang mit der Natur etc.; für 3, 7, 1, Jugendliche vielleicht Demos; Säuberungen und 6, 4 Lehrgänge

306

relativ nett und offen für neue Menschen; erfreut, dass sich jemand für ihre Vorhaben Gy, 16, w interessiert; erinnert mich an Vollkornmehl und Biolatschen

stellen sich auf die Straße und werben dafür die Otter zu retten (selbst erlebt); gegen G8 4, 10, 15 demonstrieren; fortbilden und Tiere schützen zb Krötenwanderung

5, 6, 4, 8

307

Gy, 17, m

auf Gleisen anketten; mit Booten nach naturliebend/ -respektierend; tierlieb; Personen 2, 6, 21 Heiligendamm; Sitzblockaden; seminare; an sich: ruhig, in sich gekehrt; überzeugt Diskussionen

6, 4, 9

308

in erster Linie finde ich es schon wichtig und gut, dass es gewisse Organisationen gibt, die sich für den Schutz unserer Umwelt einsetzen; Gy, 17, m jedoch habe ich ein geteiltes Bild von diesen Organisationen, da ich mir vorstellen könnte, dass einige in die eigene Tasche wirtschaften ganz normal, da mein Nachbar auch ein wenig Gy, 16, m hilft und er normal ist; es gibt zwar auch Freaks, aber die gibt es überall

5, 21

in etwa dieselben wie die Großen, nur im kleineren regionalen Verbund (zb Froschwanderung)

8

309

1

Demos; lustige Sachen; helfen

6

310

machen grundsätzlich nützliche Dinge für den Umweltschutz, gehen jedoch manchmal auch sehr extrem vor, in dem, was sie unternehmen. 3, 5, 14, Gy, 18, m Ich stelle mir diese Menschen sehr engagiert vor 7, 11 und vermutlich leben viele von ihnen auch nach umweltfreundlichen Grundsätzen

machen viele Dinge, die das Erlernen umweltfreundlicher Lebensweisen beinhalten und gehen wahrscheinlich oft in die Natur (Pfadfinder etc.)

3, 7

311

Menschen, die umweltfreundlich leben und ihre Einstellung auch anderen geben wollen, bzw. von der Wichtigkeit des umweltfreundlichen Gy, 18, w Lebens erzählen wollen; sie essen hauptsächlich Bio-Produkte und steigen vielleicht eher auf das Fahrrad oder Öffis um als andere Menschen

11, 3

Aktionen, um die Umwelt zu entdecken und auf die Umwelt aufmerksam zu machen; Aktionen, um andere Menschen für den Verein zu begeistern; Ralleys

3, 7, 5

312

engagieren sich für die Erhaltung des Regenwaldes, vom Aussterben bedrohter Gy, 18, w Tierarten; Schutz von Wäldern, Flüssen/Bächen, Gletscher?? Ich stelle mir die Verbände zwar organisiert vor und aktiv in ihren Bereichen vor, bin mir aber Gy, 19, w nicht immer sicher, ob das Geld auch zu 100% für die Bereiche verwendet wird, für die man es gespendet hat. teils zu überzeugt von eigenen Idealen, ansonsten aber sehr engagiert

3

Veranstaltungen für Jugendliche, um diese zu informieren und ihnen zu zeigen, dass es wichtig ist

5

313

21

ich denke, dass die Jugend aktiver ist und mehr darauf bedacht, der Umwelt wirklich zu helfen. Nur leider glaube ich auch, dass die Jugend weniger Einfluss hat als die Erwachsenen

14

314

Gy, 18, m

7, 18

Exkursionen, Info-Tage

3, 5

315

die Menschen leben für den Verband; achten im alltäglichen Leben auf den Natur- und Gy, 18, w Umweltschutz und engagieren sich für ihn durch Proteste, Aufklärungsstände in den Innenstädten etc.

8, 11

Proteste wie zb die Aktion vor dem Brandenburger Tor mit den toten Walen und Delfinen; Informations bzw. Aufklärungsstände in Innenstädten; Verteilen von Flyern

6, 5

316

Ich stelle sie mir wie die Pfadfinder vor. Den Sie werden klischeehaft als "Ökis" abgestempelt; Kindern / Jugendlichen wird spielerisch die leben im Einklang mit der Natur und wollen sie 15, 3, 2 Gy, 18, m Natur näher gebracht, um ihre Bedeutsamkeit schützen. Dabei reißen sie Aktionen wie auf dem zu verdeutlichen zb durch Camping Baum wohnen etc. sind naturverbunden; versuchen durch ihre Gy, 18, m Arbeit den Schaden durch die Menschen möglichst gering zu halten Gy, 18, m sind davon überzeugt teilweise radikal (wollen anderen ihre Meinung Gy, 18, m aufdrängen); haben ein großes Wissen über die Natur/Projekte, für die sie kämpfen

3, 7

317 318

2, 3

keine Ahnung Infoveranstaltungen, um Außenstehenden die Natur näher zu bringen Wälder begehen (auf Verschmutzungen achten/genereller Zustand des Waldes erarbeiten); Spenden sammeln; Verschmutzungen beseitigen; Demos

20

6

5

319

14, 9

3, 1, 10, 6

320

Gy, 19, m naturverbunden; engagiert; friedfertig

genau die gleichen Aktionen wie die 2, 7, 21 Erwachsenenm nur in abgeschwächter Intensität

14

321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342

umweltbewusste Menschen, die Interesse in und an der Natur haben; teilweise sehr überzeugte Gy, 19, m Menschen, die kaum andere Meinungen akzeptieren Hs, 14, w Hs, 14, w kümmern sich um die Natur und um die Probleme

2, 6, 16 Aktionen für die Umwelt; Müll sammeln

1

20 3 20

ich denke, dass wir uns Gedanken machen, wie wir das Problem am besten regeln Ich möchte nicht bei den Jungen, sondern bei den Erwachsenen mitmachen reden viel über Naturschutz und was man dagegen machen kann Demos, Blockade usw. Tiere und Pflanzen schützen Proteste, Plakate, Flugblätter… ketten sich an Bäume, damit sie nicht gefällt werden; helfen Tieren Ich denke, dass viel unternommen wird und sich um die einzelnen Naturschutzgebiete gekümmert wird Märsche; Freizeitangebote; Spenden sammeln

20 14 20

Hs, 14, m die Winter werden immer kürzer und die Sommer immer länger. Und wenn wir uns nicht Hs, 15, m bald dagegen einsetzen, wird es immer schlimmer Hs, 15, m Hs, 16, m Rs, 14, m Hs, 15, m die Natur geht immer mehr den Bach runter Hs, 14, w ist wichtig für die Menschheit Hs, 15, m Rs, 16, m Hs, 16, m Hs, 16, m kümmern sich um die Natur Hs, 15, w Hs, 14, m setzen sich für die Tier- und Umwelt ein Hs, 13, m Hs, 12, m keine Erfahrung Hs, 14, m Hs, 16, w Rs, 14, w ich meine, dass das Leute sind, die sehr viel mit Rs, 15, m der Natur am Hut haben und sogar zu Hause auch darauf achten dass der Regenwald nach und nach mehr Rs, 14, m geschützt wird; dass mehr Mülltonnen aufgestellt werden

21

14

20 20 20 21 5 20 20 20 3 20 3 20 20 20 20 20 2, 11

20 20 20 20 9 20 20 6 12, 8 20 5 20 6, 8 20 20 20 12

343

3

3, 13, 10

344 345 346 347 348

Rs, 16, w ich habe keine bestimmte Vorstellung Gy, 14, m setzen sich für die Natur ein wie normale Menschen, also nichts besonderes, was ich anbete oder so. ich finde die Verbände sehr gut, dass die auf unsere Umwelt achten

20 3

durch die Natur wandern und schon darüber lernen; in der Wildnis übernachten und sie schützen irgendwelche Reisen in Naturschutzgebiete erforschen und beobachten unsere Umwelt sie reden über das Thema Umweltverschmutzung. Wie man das halt sozusagen überarbeiten kann Ralleys, Reden über Natur; singen Naturlieder; gehen raus; gehen durch Wälder; gehen in die Natur-Museen

20 3, 7

Rs, 14, m Rs, 14, w

1 5

3 3

Rs, 15, w meine Erfahrungen zum Naturfreundehaus Gy, 14, w waren: wir haben viel über die Tiere, Pflanzen und Natur gelernt. machen dort besonders gute Tierhaltung. Ich Gy, 15, m denke sie achten besonders auf Pflanzen und den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß der Autos

20

9

349

21

9, 3

350

3

Sie beteiligen sich an den Umweltschutzgebieten; sie rauchen nicht.

12

351

Rs, 15, w zuverlässig und sehr hilfsbereit

7

sie müssen bestimmt erstmal lernen, wie man mit den Tieren umgeht und dann auch noch mit den Krankheiten; dann organisieren sich für bestimmte Sachen… die gehen in den Wald und Flur und gucken sich Bäume, Büsche und Tiere an machen viele Proteste zb vor Fleischereien Müll aufsammeln Aufläufe; zb im Regenwald m² kaufen für den Schutz der Tiere; Menschen ermutigen auch dabei zu sein; Spenden sammeln; sich einsetzen Wälder und Tiere retten; sozial sein Proteste; Anschreiben (an Politiker) verreisen; Wanderungen; unternehmen was (Museen) Im Wald Müll sammeln; Spaziergänge in der Natur Naturfilme Gucken; den Wald erforschen; mit Tieren handeln einen Teich anlegen

8

352 353 354 355

Rs, 14, m

es bringt nur ein wenig, es sind zu wenig Menschen

19 8, 3 20

3 6 1

Rs, 15, w Leute, die jedes Tier beschützen wollen oder so Rs, 14, w keine Ahnung sie müssen sehr gebildet in dem Thema sein, das Rs, 14, w sie auch viel darüber berichten; interessante Leute Rs, 13, w Gärten; Wiesen, Felder, Land schaffen Rs, 13, w keine Vorstellung Gy, 14, w Rs, 13, w Protestieren, Einsetzen, Ausflüge; wandern; Rat einsetzen dass man Tiere dadurch rettet, wenn man Müll sammelt Es sind Kinder und Eltern, die Müll aufsammeln oder Schilder aufstellen mit Verboten ich finde es gut, dass sich manche Menschen dafür engagieren

9, 21

8, 5, 10

356 357 358 359 360 361

3 20 3 3

8, 12, 14 6 3 1, 3

Rs, 14, w

3

3, 7

Rs, 14, w

5

12

362

ich denke, dass das hauptsächlich Hippies sind, Rs, 14, m die sich dort engagieren, zb meine Oma ist bei Greenpeace und ist eine Ökotante Rs, 14, m sie retten viele Tiere und Pflanzen

15

vielleicht irgendwie Müll aufsammeln und recyceln machen Plakate oder retten Tiere, die zb gefunden haben sie pflanzen neue Bäume um alte bzw. kranke Bäume zu ersetzen, säubern teilweise die Wälder; entnehmen Seen Wasserproben um zb den Schwefelgehalt im Wasser zu messen -

1

363

3

5, 8

364

sie setzen sich dafür ein, dass der Regenwald Hs, 16, m nicht abgeholzt wird oder Meere überfischt werden, Tiere nicht gequält werden usw.

3

2, 1

365 366

Rs, 16, m Hs, 15, m -

20 20

20 20

367

Hs, 15, m

dass die Seen nicht verschmutzt werden oder verdreckt um Naturschutzgebiete Sie setzen sich für Umwelt und Natur ein; sind gegen die Umweltverschmutzung

3

Vogelhäuser bauen; ihnen wird erklärt, was die Umwelt überhaupt ist erkundigen sich über umweltverschmutzte Gebiete; suchen Lösungen, was man dagegen unternehmen kann für die Umwelt Aktionen planen machen was mit Bäumen, Pflanzen (halt mit der Natur) Vielleicht Feldmark sauber machen oder Bäume einpflanzen

8, 7

368 369 370 371 372 373

Rs, 15, m

3

7, 9

Rs, 15, m hilfsbereit; stark für ihre Sache Hs, 16, m Hs, 17, w weiß ich nicht Rs, 15, m ich finde es gut, was sie machen Hs, 15, w mein Bild ist, dass ich es ok finde, was die Leute machen; retten die Umwelt damit

7, 6 20 20 5 5

20 14 2 20 1, 2

374

ich könnte mir vorstellen, dass sie sich darum kümmern, dass zb den Wäldern keine Bäume Rs, 16, w oder so ohne Erlaubnis abgerissen werden dürfen; sie pflanzen bestimmt auch neue Bäume oder so ähnliche Pflanzen an werden sich dafür einsetzen, dass der Müll nicht irgendwo hingeworfen wird; dass der Wald Hs, 15, m sauber bleibt; dass nicht so viele Bäume gefällt werden Hs, 15, m Hs, 14, w weiß ich nicht Rs, 16, m Hs, 17, m mir ist die Umwelt egal, daher habe ich kein Bild von der Umwelt dass sie die Umwelt sauber halten und Werbung machen

3

sie achten glaube ich darauf, dass nichts mit der Natur passiert zb Umweltschutz

12

375 376 377 378 379 380 381

3

ich denke mal, dass sie Sozialdienste machen

14

20 20 20 3 20 3

irgendwas mit Natur Demonstrationen und Unterschriften sammeln dass es verschiedene Aktionen für die Kinder gibt weiß ich nicht, ist mir auch egal campen; spielen; demonstrieren

20 14 6 14 20 3, 6

Hs, 16, m weiß ich nicht, ist mir auch egal Hs, 17, w sie versuchen, die Menschen davon zu überzeugen, besser auf die Umwelt zu achten setzen sich viel für die Umwelt ein; Menschen sehen ein bißchen komisch aus achten sehr auf die Umwelt; achten auf Mülltrennung; sind sehr sozial

382

Rs, 14, m

3, 21

Ich schätze, dass sie Bäume pflanzen und Müll sammeln; mir würde es keinen Spaß machen Mülltrennung; Wälder etc. von Müll befreien; Gewässer reinigen; Pflanzen anbauen

1, 2

383

Gy, 14, w

3, 8, 11

1, 2, 12

384

ganz normale Menschen wie du und ich; setzen Gy, 14, m sich für ihre Umwelt ein und wollen, dass Regenwälder bestehen bleiben Gy, 14, w die Menschen dort kennen sich mit der Natur und den Regeln der Natur aus

3, 1

vielleicht zelten oder Wandern; dort ist bestimmt eine gute Gemeinschaft, da alle etwas für die Natur tun wollen

20

385

9, 2

3

386

ich stelle mir vor, dass dort jeder mitwirken kann (also es müssen nicht nur Personen dabei sein, die alles genau darüber wissen); außerdem Gy, 14, w denke ich, dass sich die Mitwirkenden öfters zusammenfinden, um über die jetzige Lage zu diskutieren Gy, 12, w Gy, 15, m bedacht darauf, auch was zu machen und keine leeren Worte

1, 3

Ich denke, dass man sich auch hier mindestens 2mal in der Woche trifft, un über die Lage zu diskutieren

9

387 388

20 21

irgendwie blöd und langweilig Müll aufsammeln; neue Bäume oder Sonstiges pflanzen

14 1, 2

389

Gy, 14, m

ich glaube, dass die ungewaschenen Naturheinis 15, 3, 21 mit Aufständen die Natur retten wollen

20

390

ich glaube, dass das voll die beharrten Naturheinis sind, die sich nicht waschen. Und einen durch penetrantes Verhalten dazu zwingen, dass man Geld spendet und sie sich Gy, 15, m damit einen schönen Tag machen. Außerdem finde ich, dass die immer einen auf wichtig machen und sie denken, dass sie was besonderes sind... sind sie aber nicht ich denke, dass sie sehr auf Mülltrennung achten und sozial sind

15, 21

sie lernen die Umwelt zu schützen und erweitern ihr fachwissen

7, 11

391 392 393

Gy, 14, w

8, 11 20

ich glaube, dass es gut ist, um sich die Zeit zu vertreiben und dass es Spaß macht; die besuchen Firmen usw., die sich für die Umwelt einsetzen sammeln Müll aus; reduzieren den Treibhauseffekt -

20 20

Gy, 13, m setzen sich viel für die Umwelt ein, so dass Gy, 13, m immer mehr Menschen sich dafür engagieren und es eine bessere Umwelt gibt Gy, 14, m Gy, 14, w sind sehr nette Leute, die auch mal Streit riskieren, um der Natur zu helfen

3

14

394 395

20 4, 6

1, 11 20

396

die machen immer so Aktionen zb habe ich mal irgendwo gesehen, dass da welche einen Turm Gy, 13, w hoch geklettert sind und ein großes Plakat aufgehängt haben, dass man vom Aussterben bedrohte Tiere schützen muss

3

Müll in Wäldern sammeln; Werbeaktionen

1, 5

397

wollen erreichen, dass zb einige Tierarten nicht Gy, 14, w aussterben und vielleicht auch bei Umwelt, dass die Umwelt nicht noch mehr verschmutzt wird Gy, 12, w schützen die Umwelt , indem sie umweltbewusst leben, wohnen…

3

gehört habe ich davon, habe allerdings bislang noch keine rechte Vorstellung davon

20

398 399

11 20

Wälder aufräumen, Plakate zum Umweltschutz ich stelle es mit blöd vor, keine Ahnung warum

1, 5 14

Gy, 14, w -

400

interessieren sich für die Umwelt (Pflanzen und Tiere); wollen Natur helfen zb damit nicht alle Gy, 14, w Regenwälder abgeholzt werden; mögen die Natur; machen das für die Umwelt und nicht aus einem anderen Grund die Menschen machen Demos und setzen sich für den Umwelt- oder Naturschutz ein

2, 3

lernt da viel über Umwelt, wie man der Umwelt hilft

7

401 402 403

Gy, 12, w

3 20 3

keine Ahnung sie unternehmen was zusammen; sammeln Geld; informieren Leute

20 20 5, 10

Gy, 14, m Gy, 14, w sie setzen sich für Tiere und die Umwelt ein

404

denke, dass Naturschutzverbände eine tolle es wird sehr viel zum Thema Umwelt erlernt; Sache sind. Menschen, die sich dort engagieren, 5, 7, 4, 9 es werden kleinere Aktionen zb Malen von Gy, 14, w müssen bestimmt sehr nett, engagiert sein und Plakaten geben sich gut auskennen sie setzen sich für die Umwelt ein und versuchen Gy, 15, m die Umweltschäden so gering wie möglich zu halten Gy, 14, m kann ich mir nicht vorstellen

7, 5

405 406

3 20

weiß nicht weiß nicht

20 20

407 408 409

Gy, 13, w nette Leute, die sich für die Natur einsetzen Gy, 13, w Gy, 14, m haben Spaß an der Sache, -leider habe ich keine Erfahrungen gemacht dass sie Müll sammeln in Wäldern; neue Bäume oder Büsche pflanzen

3, 4 20 21

beratschlagen die Erwachsenen bei ihrer Arbeit und bringen eigene Aktionen, auch speziell für Jugendliche ein. dass sie alles ordentlich halten; ihnen wird gezeigt, wie man am besten den Wald sauber hält und vieles mehr so streiken oder sowas; Internetseiten einrichten; Spendenbüchsen rumreichen etc.

20 20 9

410

Rs, 17, w

3

1

411

Vegetarier/Veganer sind sehr viele dabei; Rs, 16, w Mitglieder achten auf Bioprodukte und tun immer Dinge für die Natur meckern, wenn man Müll bzw. Abfall nicht in den Mülleimer wirft; es sind Menschen, die nur Hs, 16, w Bioware essen oder kein Fleisch; Oder voll auf Öko machen.

11

6, 10

412

8, 11, 15

Informationsstände; Internetseiten; werbung dafür machen; Aktionen in Einkaufspassagen

5

413

vielleicht sind es welche, die sich viel für die Rs, 17, w Natur interessieren und für die Tiere oder es sind welche, die Biologie studieren

2, 21

die versuchen, Waldstücke vor Abrissen zu schützen; erforschen vielleicht die Umwelt; beteiligen sich an Aktionen zb für die Tiere im Winter Futteraale aufzustellen

12, 7, 8

414 415 416 417

den Menschen liegt viel an der Umwelt und den Hs, 15, w Tieren, dass sie alles versuchen um Gebiete zu schützen Hs, 17, w weiß ich nicht ich denke mal, es gibt verschiedene Hs, 17, w Altersgruppen, die auch verschiedenes betreiben. Hs, 16, w Habe mir noch nie richtige Gedanken über Umwelt oder so gemacht

2, 3

keine Ahnung, vielleicht Wald oder so aufräumen dass man sich regelmäßig trifft; dass man Müll aufsammelt; dass man alles nachguckt, ob nichts geschädigt ist regelmäßiges Treffen; Müll sammeln; für eine saubere Region einsetzen

20

20

1

21

9, 1

20

9, 1

418 419 420 421

sie verteilen Flugblätter; sie geben Infoabende; Hs, 16, m machen Werbung; sind viel in der Natur; legen Teiche oder Seen an; pflanzen viele Pflanzen Rs, 17, w Hs, 17, m ganz normale Menschen Hs, 17, m sehr engagiert in der Politik sind es meist die Grünen

3

-

20

20 1 21

keine Ahnung sie veranstalten Wettbewerbe, wofür sich Jugendliche interessieren zb Fussball Spenden sammeln und diese für den Umweltschutz einsetzen ketten sich an Bäume, die gefällt werden sollen; sammeln Spenden; kümmern sich um Pflanzen; legen Teiche an; leben/wohnen eine zeitlang in der Natur weiß nicht

20 13 10

422

setzen sich für das Erhalten von Hs, 16, m Naturschutzgebieten ein; sind gegen das Fällen von alten Bäumen Hs, 16, w Rs, 15, m dass die Menschen auch viel mit der Natur zu tun haben die Organisationen sind sehr aktiv, was Wälder angeht zb Regenwälder

3

5, 10, 12, 3

423 424

2 3

20 20

425

diese Verbände schützen Tiere, die sehr selten sind; oder sie schützen Gebiete, in denen dann Rs, 16, w alles der Natur überlassen wird; ich finde, manchmal übertreiben die Personen, die in solchen Verbänden sind, ein bißchen treffen sich oft und diskutieren über Umweltprobleme

3, 18

diese Gruppen gehen in die Natur und erforschen alles ganz genau und ziehen dann irgendwelche Schlussfolgerungen

3, 9

426

Rs, 16, m

3

kleinere Aktionen wie Müllsammlungen, Umfragen und Infoveranstaltungen

1, 5

427

mein Bild ist, dass diejenigen Personen sich für Rs, 16, m die Natur, Klima und Tiere einsetzen und Projekte zum Schutz der Umwelt machen

3

Klimaschutz; Projekte zum Schutz der Tiere, Bäume erweitern

8, 2

428

Rs, 16, m

engagieren sich für Tiere und die Natur, somit verhindern sie das Ausssterben von Tieren ich denke, dass die Menschen sich sehr für die Umwelt oder gefährdete Tiere einsetzen sie sind wahrscheinlich engagierte Menschen und vielleicht auch Vegetarier

3

keine Ahnung

20

429 430

Rs, 16, w

3

machen fast das gleiche wie die Größeren Tiere schützen, Natur sauber halten, Müll und so aufräumen

14

Rs, 16, w

7, 11

8, 1

431

keine Ahnung, ich habe sie mir nie vorgestellt; sie brauchen Stimmen von anderen, um Rs, 17, w überhaupt was in der Umwelt verändern zu können

Jugendliche helfen mit. Sie werden auch schon früh motoviert, um auch später an solchen 21, 19 Aktionen teilzunehmen und Neulinge auch zu überzeugen ist mir egal, da ist es langweilig. Die versuchen erfolglos und völlig umsonst die Umwelt zu retten. Solange es Menschen gibt, kann es der Welt nicht gut gehen demonstrieren; werfen mit Steinen und zünden Autos an

14

432

keine Ahnung, ist mir egal; die können machen, Rs, 16, w was sie wollen, das System bricht eh zusammen

20

14

433

Rs, 17, m die Leute sind nervig engagieren sich sehr für die Natur und Umwelt; sie versuchen viele Baumarten am Leben zu Rs, 17, m erhalten und keine Naturschäden davon zu tragen Ich finde gut, dass sie das machen, aber mein Ding wäre das nicht. Ich kann mir darunter Rs, 16, w vorstellen, dass sie vielleicht Spenden oder bei irgendwelchen Veranstaltungen aktiv sind

17

6

434

3

keine Ahnung

20

435

5, 3

keine Ahnung, woher soll ich das wissen? Vielleicht machen sie Ausflüge und lernen neue Sachen kennen

3

436

Rs, 16, w

sehr engagierte Leute, die sich um die Zukunft der Umwelt Gedanken machen

7, 3

versuchen, Tierarten zu schützen und die Umwelt sauber zu halten evtl. mit Müll sammeln

8, 1

437

sind daran interessiert, das Gleichgewicht unserer Erde beizubehalten. Ich denke, trotz der negativen Bilder aus der Zeitung, Internet und Fernsehen, dass diese Menschen ein ganz Rs, 16, m normales Leben führen. Nur die wenigsten beteiligen sich an Aussschreitungen bzw. Demos wie bspw. zum G8-Gipfel oder CastorTransporten

1, 21

keine Vorstellung

20

438

Ich stell sie mir vor wie so ein paar Bio-Bauern, die was gegen Autofahrer haben und bestimmt Rs, 17, m auch in der Politik zu den Linken gehören und andauernd demonstrieren

15, 3, 21 müll sammeln und so

1

439 440 441 442

setzen sich für gefährdete Gebiete ein; schützen Rs, 16, w diese; versuchen andere Mensche zu überzeugen, sich auch einzusetzen Rs, 18, m Rs, 16, w gar kein Bild, ich bin nicht an Natur bzw. Rs, 16, m Umweltschutz interessiert

3

viele überzeugen, sich auch naturmäßig freundlicher einzusetzen keine Ahnung Bäume pflanzen Proteste, Spendenaktionen usw.

5

20 20 20

20 2 6, 10

443

Rs, 17, m

versuchen die Umwelt zu retten durch Demos usw.

3

weiß nicht, die machen bestimmt viel für Jugendliche, was Spaß macht, womit sie aber auch was erreichen können Reinigung des Waldes oder Felder oder Waldstraßen; Leute über diese Aktion aufklären

14

444

Rs, 16, m wie man die Umwelt sauber hält

3

1, 5

445

Ich find gut, was sie machen, die Natur muss unbedingt geschützt werden. Leute, die der Rs, 17, m Umwelt schaden, müssen nach meiner Meinung ins Gefängnis Sie sind in ihrem Eigenhaushalt gut und recyceln, kaufen Umweltschutzprodukte; Hs, 17, m werben für die Umweltschutzorganisation mit Plakaten und Zeitschriften; geben viel Freizeit auf und investieren sehr viel Zeit und Geld

5

sie machen die Menschen aufmerksam auf die Umwelt; es sind Demonstranten und von denen halte ich viel, wie wollen nur Frieden

6, 5

446

dass alle eine große Gruppe sind, die dann in kleinen Gruppen aufgeteilt werden und so, 7, 11, 3 dann versuchen weitere Leute zu informieren über Umweltschutz

5

447 448

Rs, 16, m

ganz normal, nur dass sie sich für die Natur einsetzen

1, 3 20

in Naturschutzparks fahren, aber auch ganz normale Ausflüge wie in anderen Vereinen -

3, 13 20

Gy, 17, m helfen sozusagen der Erde. Sie sind teilweise dafür verantwortlich, dass manche Tierarten noch nicht ausgestorben sind. Am 12.6.07 haben Gy, 16, m zb Greenpeace gegen Schadstoffe einer Fabrik demonstriert, sie haben die Fabrik mit Schaum eingesprüht unnötig, wenn es um die globale Erwärmung Gy, 16, m geht; sonst sinnvoll zum Schutz der Umwelt und der Tiere Gy, 17, w alles bio, immer auf dem Fahrrad unterwegs, nur Klamotten aus dem Unicef Katalog

449

3

helfen erst einmal den anderen Jugendlichen, die Augen zu öffnen und danach starten sie Umfragen und nehmen den Erwachsenendie Arbeit ab; sammeln Spenden

5, 10

450

19, 5

unterstützen verschiedene Aktionen, protestieren gegen Aktionen gegen die Umwelt; übermitteln Wissen weiter sagen dir, was du alles machen kannst, um die Umwelt zu schützen; Aktionen; Demos planen

6, 5

451

11, 15

5, 6

452

Verbände sind sehr sinnvoll, dort wird wirklich dafür gearbeitet, dass der Schutz erhalten bleibt. Nicht wie teilweise in der Politik, wo es Gy, 16, w eher ein nebensächliches Thema ist. Die Menschen, die sich dort engagieren, sind wahrscheinlich sehr sozial und auch davon überzeugt, für den Schutz zu kämpfen

ich denke mal, zuerst kämpft man dort mit sehr vielen Gleichaltrigen für ein gemeinsames Ziel. 5, 6, 8, Man kann dort sicherlich sehr aktiv sein, da es 21 immer wieder neue Aktionen gibt. Machen die verschiedensten Aktionen zb Demos oder ähnliches

6, 14

453

sehr organisiert und sehr engagiert; stelle sie mir sehr nett vor, aber ich denke, dass es auch Gy, 17, w ziemlich stressig sein kann und es nach außen hin sehr chaotisch wirkt meistens stellt man sich solche Menschen mit Anziehsachen aus Naturstoffen vor und etwas Gy, 16, w wie Hippies, aber ich habe mir darüber noch nie Gedanken gemacht und denke, die Menschen sehen nicht anders aus als andere

7, 4, 21

kleine interessante Spenden mit interessanten Aktionen wie irgendwas verkaufen oder so

10

454

1

ich fände es cool, in einem solchen Verband zu sein, jedoch gibt es keinen in meiner Nähe. Ich denke, sie diskutieren viel, gehen auf Demos und werben für ihren Verein

9, 6, 5

455

Gy, 16, w -

20

Müll sammeln; anderen Jugendlichen die Wichtigkeit des Umweltschutzes nahe zu bringen; darauf aufmerksam machen

1, 5

456

sind ähnlich wie alle anderen Menschen; sie Gy, 16, w beschäftigen sich nur ernsthaft mit dem Thema, was aus unserer Erde wird bzw. geworden ist

1, 2

Projekte (wie zb Plakate) zur Aufklärung anderer; Grünflächen anlegen

5, 2

457

denke, dass dies Leute sind, die in allen Bereichen des Lebens umweltbewusster handeln bzw. nicht so verschwenderisch leben (zb mit Gy, 16, w den Wasser- und Nahrungsressourcen) und sich für eine gerechte Menschen- und Tierwelt engagieren

3, 11

vielleicht Protestaktionen gegen Sachen, die nicht gut für die Umwelt sind zb Abrodung des Regenwaldes; man trifft sich und diskutiert, wie man helfen könnte, man plant Geldsammelaktionen zum Unterstützen

6, 9, 10

458 459 460 461 462 463

Gy, 16, m gutmütige Hippies

15

sammeln Geld, um die Umwelt zu "retten" oder unternehmen Demos gegen Industrie und Autos etc. gehen vielleicht auf die Straße und demonstrieren Demos im Wald schlafen; mit wilden Tieren spielen; Bäume küssen freiwilliges Müllaussammeln; Proteste; Aufklärungsaktionen

10, 6

Gy, 16, w Gy, 17, w schützen die Umwelt Rs, 16, m Gy, 15, m kümmern sich um die Umwelt und gehen in Bambuslatschen Bäume küssen gutmütige Menschen (hippie-ähnlich), überengagierte Christen

20 3 3, 15 15, 21

6 6 3 1, 5, 6

irgendwelche Spasten, die meinen, sich überall Gy, 16, m einmischen zu müssen und viele Grenzen überschreiten sie machen Demos, setzen sich gegen die Rodung in Wäldern ein und gegen Gy, 16, w Umweltverschmutzung; denken sich Organisationen aus, um die Leute zu motivieren, zu helfen schützen Tiere und Pflanzen; sammeln Geld und Gy, 16, m organisieren Veranstaltungen; Menschen sind stark mit der Natur verbunden Gy, 16, w ökomäßig; nett; normal; engagiert; hilfsbereit Gy, 16, w engagiert; hilfsbereit; nett Leute treffen sich, um zu besprechen, welche Gy, 16, m Umwelthilfe benötigt wird, und diese Probleme zu lösen; viel körperlich aktiv in der Natur

14, 18, alle tragen Biolatschen; total langweilig 21

14

464

3

unternehmen zusammen Ausflüge in die Natur, die auch etwas interessant gestaltet ist; machen Fotos

3

465

3, 2

Geld sammeln; Infoveranstaltungen; Müll sammeln; Tierschutzkampagnen

10, 1, 8, 5

466 467

15, 4, 1, Bäume pflanzen; Müll trennen; 7 naturfreundliche Produkte kaufen 7, 4 Bäume pflanzen, demonstrieren; Müll sammeln

2, 11 2, 1, 6

468

3

Müll sammeln; Bäume pflanzen; Müll trennen; theoretisches Lernen über Umweltrecycling

1, 2, 7

469

in meinen Augen sind die Verbände sehr hilfreich und sinnvoll; machen Projekte, die dem Menschen erleichtert in der heutigen Welt leben Gy, 16, m zu wollen oder besser gesagt zu können; es werden Probleme in der Natur besprochen zb Arterhaltung von Tieren. Ich persönlich respektiere dieses Engagement.

5, 3

Vorweg möchte ich bemerken, dass ich persönlich kein Interesse an einem solchen Verband habe. Ich kann mir denken, dass viel mit der Regierung gearbeitet wird (Umfragen, Interessenvertretung, Demos,…); Anliegen werden besprochen und dem örlichen Bürgermeister vorgestellt

6, 9

470

sie wollen ihr umweltbewusstes Denken weitervermitteln; sorgen sich um jeden Baum und jede Pflanze; sind streng mir Gy, 16, m Umweltsündern und wollen vielleicht sogar härtere Strafen für Leute, die sich an der Umwelt vergehen

8, 3

ich kann es mir ähnlich wie eine Pfadfindergruppe vorstellen, die jeden Tag eine gute Tat vollbringen; wahrscheinlich lernen die Jugendlichen nur sehr viel über Umweltzerstörung, Botanik

7

471

ich stelle mir das so vor, dass die Umweltschutzverbände Vorträge bzw. Demos Gy, 15, m gegen Umweltprobleme wie zb den CO2-Ausstoss halten und dass sie den Leuten helfen, sich umweltfreundlicher zu verhalten Hs, 17, m -

3

ich denke, dass sie den Jugendlichen früh alles zum Thema Umwelt erklären und dass die Jugendlichen aktiv in den Umweltschutz eingebunden werden zb Infoblätter verteilen usw. ich denke mal, die gehen Müll sammeln oder setzen sich dafür ein, dass nicht soviel Wald zerstört wird; demonstrieren bestimmt auch helfen mit, die Umwelt zu verbessern; einen Rundgang um Naturschutzgebiete, die noch erhalten sind

5, 7

472 473

20

20

Hs, 17, w -

20

1, 12, 6

474

bemühen sich die Natur so zu erhalten, wie sie Hs, 17, w ist; legen Naturschutzgebiete an, die für Tiere gut sind könnte mir vorstellen, dass sie sich gerade jetzt gegen die globale Erwärmung stark machen. Außerdem aufklären und alles dafür tun, dass Rs, 18, w die Umwelt geschützt wird, sprich Naturschutzgebiete anlegen; Schandtaten in die Medien bringen ich glaube, sie versuchen Geldspenden zu bekommen und setzen sich für die Umwelt ein ich glaube, sie versuchen anderen Menschen in der Welt zu helfen

3

12, 3

475

3

Demos gegen große Konzerne, die auf Kosten der Natur Profit schlagen. Aufklärung anderer Jugendlichen

6, 5

476 477

Rs, 15, w

3

vielleicht sammeln sie Geldspenden

10

Rs, 15, w

21

sammeln Geldspenden ich stells mir halt so vor, dass wir uns dann Projekte ausdenken, um den Müll auf den Straßen oder Abgase zu senken (alles umweltfreundlicher zu machen) ich denke, sie machen dasselbe wie die Erwachsenen, nur eine Nummer kleiner; vielleicht ansonsten noch verschiedene Freizeitangebote ich stelle mir sowas langweilig vor (nur rumsitzen und ein bißchen zelten) sie gehen zelten; machen Lagerfeuer; machen Nachtwanderungen; machen Spiele mit der Gruppe; machen Ausflüge in naturbedrohte Gebiete ich stelle mir vor, dass sie dort mit Tieren leben und viel Natur; vielleicht Aktionen mit Tieren machen Regenwald kaufen oder vielleicht auch Demos

10

478

ich stelle mir die Leute so vor, dass sie halt dafür sorgen, dass der Müll von den Straßen Rs, 16, m kommt oder den Müll auf den Straßen durch Projekte zu senken mein Bild: sind auf Demos; leben gesund; tun Rs, 15, m nichts schlechtes für die Umwelt; Bioprodukte; nehmen an Diskussionen teil

3

1, 12

479

3, 11

13, 14

480

Rs, 15, m

sie hindern Menschen daran, Wälder abzuholzen und Tierarten vor dem Aussterben zu retten

3

14, 3

481

ich finde das gut. Zb im Fischereiverein muss jeder Angler das Gewässer und seine Umwelt Rs, 15, m hegen und pflegen. Jeder muss Naturschutz praktizieren

5, 3

3

482

Rs, 15, w ich stelle mir die Menschen sehr hilfsbereit vor die Menschen setzen sich für die Umwelt ein, zb Rs, 15, m dass die Eisberge nicht schmelzen oder der Wald nicht stirbt Rs, 16, m Ökotypen, die chillig herumlaufen, rauchen Joints

7

3, 8

483 484 485 486 487 488

3

6, 12

15

weiß nicht

20

keine Ahnung, habe mir noch nie Gedanken Rs, 15, m gemacht, aber manchmal demonstrieren die und das sieht ziemlich scheiße aus Hs, 15, m Rs, 15, w Gy, 15, w treten selbstbewusst auf, wollen nur Gutes und engagieren sich in vielen Dingen ich stelle sie mir hilfsbereit vor; sehr naturverbunden

3, 21 20 6, 21 2, 7

woher soll ich das wissen weiß nicht mit Tieren und an der Natur

20 20 20 3

489

Rs, 16, m

Ökos, Hippies, Rentner oder Personen mit zuviel Freizeit

15, 21 langweilig; Blümchen pflanzen ich glaube, die machen dauernd Sitzungen und legen Wert darauf, ihre Sachen auch in der Öffentlichkeit zu verbreiten sie verteilen Flyer und geben Infos weiß nicht, ich denke mal, die machen Wälder sauber vielleicht irgendwelche Wohltätigkeitsveranstaltungen, bei denen die ihr Wissen auch auf andere Jugendliche und Erwachsenen übertragen uns wird bescheid gesagt, dass wir zu einem gewissen Zeitpunkt an einen gewissen Ort sein müssen, um zu protestieren Mülltrennung; Naturausflüge

2

490 491 492 493

ich glaube, die Gelder für den Umweltschutz werden nicht nur für den Umweltschutz Rs, 16, m verwendet, sondern in den Staat oder an andere Organisationen Rs, 16, m Rs, 17, m Rs, 16, m ich denke mal, dass sich diese Menschen für die Umwelt einsetzen zb bei dem Klimawandel

21

9, 5

20 20 3

20 5 1

494

nette Leute, die halt was für den Umweltschutz Rs, 15, w machen

4, 3

5

495 496

Mein Bild von den Leuten ist, dass sie alle an einem Tisch sitzen und darüber reden, was sie Rs, 16, m machen könnten, anstatt es in die Tat umzusetzen Rs, 15, m machen Demos setzen sich für die Natur ein; sind gegen alles, was die Umwelt verschmutzt (Auto, Industrie); Rs, 15, m was ich gut und schlecht finde, weil Autos mein größtes Hobby sind und wenn man die verbieten würde, wär das scheiße

3, 21

6

3

1,3

497

3, 21

Geld sammeln, Spendenaufrufe für die Natur

10

498

Rs, 15, m setzen sich eben für die Natur ein

3

schützen den Regenwald; zb. durch Kaufen eines Kastens Bier 1m2 Regenwald schützen

12

499

treffen sich in einem Gebäude. Reden erstmal über das Thema; geben den Leuten Tipps, wie man die Umwelt verbessern kann; gehen von Tür Rs, 16, m zu Tür und versuchen die Menschen zu überzeugen, den Umwelt- der Natuschutzverbänden beizutreten

3

Geld sammeln

10

500 501 502

ich glaube es sind engagierte Leute, die sich für Rs, 16, w die Natur und ihre Bewohner einsetzen und schätze ihre Arbeit Rs, 15, w die Leute sind sehr beschäftigt Rs, 15, m ich kenne nur Greenpeace und deren Aktionen sie kümmern sich um den Naturschutz. Sehr Rs, 15, w engagiert bei der Arbeit, suchen zb. für bedrohte Tierarten einen Platz zum Leben

ich glaube sie starten viele Streiks zb. gegen 7, 3, 5 das Fällen einiger Wälder für Bauland; setzen sich für bedrohte Tierarten ein. 7 21 Müll sammeln; Bäume pflanzen Baumpflanzungen; Proteste sie stellen vielleicht Plakate für den Umweltschutz her; machen Demos mit oder schreiben Artikel für die Zeitung

6, 8

1, 2 2, 6

503

3, 7

5, 6

504

manchmal finde ich sie verrückt zb. Beim Rs, 15, w Versuch Wale vor Walfängern zu schützen. Aber ich finde es gut, dass sie sich so engagieren Rs, 15, w sie sind naturnah und engagiert Rs, 15, m -

5, 21

die Teens protestieren und werben, denke ich mir jetzt. Und sie setzen sich für ihre Umwelt ein Bäume pflanzen, um den Wald kümmern; Spendenaktionen; Treffen die umwelt säubern; Mülltrennung

6

505 506

2, 7 20

2, 9, 10 1, 11

507 508 509 510

sie leben sehr biofreundlich; engagieren sich Rs, 15, w viel; Aktionen für Umweltschutz; selbst sehr sparsam Rs, 15, m Rs, 15, m setzen sich für die Umwelt ein und machen Pläne, was sie in der Umwelt verbessern Rs, 16, w könnten. Sie treffen sich vielleicht auch, um den Müll manchmal aufzusammeln Rs, 15, m wie ganz normale Menschen, die gerne was für die Umwelt tun

organisieren Treffen; machen freiwillig einen 11, 7, 3 Park etc. sauber; machen Aktionen; wollen Aufmerksamkeit erregen. 20 20 alles mögliche, um eine saubere Umwelt zu haben. Mal aufräumen oder mehr Mülleimer zur Verfügung stellen die räumen Müll in Wäldern weg, sammeln Spenden; demonstrieren weiß ich nicht, kenne mich doch damit nicht aus ich denke, sie beschäftigen sich mit der Natur und gehen im Wald spielen keine Ahnung keine Ahnung keine Ahnung Reinigung von verschmutzten Waldstücken oder Lebensräumen von Tieren Müll sammeln sie räumen Müll aus Wäldern und Naturschutzgebieten sammeln Geld ich stelle es mir gut vor, weil man damit die Menschheit rettet dass die da so Aktionen für die Umwelt machen und dass die Erde gesünder und sauberer wird ich denke, wenn sie sich treffen, fahren sie mit dem Fahrrad oder wenn ein alter Baum gefällt wird, machen sie Stress -

9, 1, 5

20 20

3

1

511 512 513 514 515 516 517 518 519 520 521 522

1 3 20 20 21 3 20 20 20 3

1, 6, 10 20 3, 7 20 20 20 20 1 1 1

Rs, 15, m das sind so Leute, die die Natur schützen Rs, 16, m keine Erfahrung Rs, 15, m Rs, 15, m Ich habe keine Erfahrung Proteste und Aktionen gegen Rs, 15, m umweltschädigende Maßnahmen Rs, 15, m Hs, 15, m Hs, 15, m der Naturschutzverein passt auf, dass nicht Hs, 14, m soviel Müll zb im Wald herumliegt oder ob Tiere verletzt sind Hs, 14, m die Menschen, die da arbeiten, helfen der Natur die Leute, die für den Umweltschutz arbeiten, schlagen Sachen zum Schutz von Urwäldern vor.

3

10

Hs, 14, m

3

14

523

Hs, 15, m -

20

14

524 525 526

Hs, 16, m Hs, 14, m Rs, 15, w ich denke, dass die Menschen, die in Natur- oder Umweltschutzverbänden vieles nafür tun, damit die Wälder nicht abbgeholzt werden. Außerdem Rs, 15, m habe ich schon eine Erfahrung gesammelt, dass diese Menschen von den Bürgern in ihrer Region Spenden sammeln

20 20 20

11, 6 20 20

527

3

werben zb in Zeitungen, um mehr Mitglieder zu bekommen. Außerdem denke ich, dass diese 5, 8, 10 Menschen auch Geld sammeln für den Schutz der Tiere

528 529 530

Rs, 17, m

ich denke, dass diese Menschen viel für die Natur tun; sammeln zb den Mülle anderer weg

3

Müll an Straßen ausammeln und immer wieder erzählen, wie schlecht Müll für die Umwelt ist. viel für die Umwelt… mit Auftritten in der Stadt usw. informativ sein -

1, 5

Rs, 15, m Rs, 15, m sehr naturverbundene wahrscheinlich auch tierliebe Menschen

20 2

5 20

531 532 533 534 535 536 537 538 539

Rs, 15, w Rs, 16, m Rs, 16, w Rs, 15, w Rs, 16, w Naturfreaks und Ökos Rs, 15, m dass die sich für die Natur einsetzen dass die Menschen nie Müll in die Umwelt schmeißen ich denke, dass es Menschen sind, die an erster Stelle an die Umwelt denken und nicht an sich sind wohl normale Menschen, die was im Kopf haben

20 20 20 20 15 3

vielleicht erklären sie Jugendlichen etwas über die Umwelt vielleicht sowas wie die Pfadfinder sie werden wohl nicht so große Aktionen wie die Erwachsenen machen, aber auch kleinere Sachen Müll aufsammeln, Kindern die Natur zeigen haben in der Stadt einen Stand, in dem sie für ihren Verband werben -

5 14 20 20 20 14

Rs, 15, w

11

1, 5

Rs, 15, w

7, 11

5

Rs, 16, m

1

20

540

Ich weiß nicht genau, wie ich mir diese Leute vorstellen soll, aber sie setzen sich halt für die Umwelt ein. Dass es nicht mehr soviel CO2 Ausstoß gibt und dass die Welt nicht unter geht; Rs, 15, w dass Leute lieber mit dem Fahrrad fahren statt Auto; dass weniger Abgase in die Umwelt gelangt, weniger Müll produziert wird. Und vielleicht sammeln sie Ideen, wie es besser werden würde

3

helfen der Umwelt, haben bestimmt auch viel Spaß, wenn sie sich dafür interessieren und sammeln Vorschläge usw.

14

541

ich glaube, diese Menschen sind immer Rs, 15, w hilfsbereit. Es ist gut, was diese Leute tun, und den Tieren und der Umwelt, Natur helfen

7, 5, 3

ich denke, dass die Jugend Umfragen macht und Spenden sammelt

10

542

Rs, 15, m

dass sie sich häufig für den Regenwald einsetzen und auch Spendenaktionen machen dass die Leute, die da arbeiten, die Natur doll mögen und auch sehr sozial eingestellt sind

3

-

20

543

Rs, 16, m

2, 7

-

20

544 545 546 547 548 549

ich finde, dass die Menschen, die dort sind, ihre Rs, 16, m Arbeit gut machen und dass das auch so bleiben soll Rs, 16, w wollen die Umwelt schützen Rs, 15, w sie wollen die Umwelt schützen Naturverbundene Menschen, die sich nicht auf Rs, 15, m Geld oder andere Dinge konzentrieren. Ökofuzzies ohne Hobbys Rs, 14, m ich stelle mir (Hippies?) vor, die sich für die Umwelt einsetzen

5 3 3 2, 15, 21

Leute, darauf ansprechen, dass Autofahren usw. schlecht für die Umwelt ist keinen Plan weiß nicht Naja, ich würde sagen, so etwas wie wir hier an der Schule gemacht haben, nämlich der Umwelttag. Jeder Schüler ist mit dem Fahrrad gefahren. Jetzt ist gerade das Thema Mülltrennung dran: der beste Klassenraum gewinnt kann ich mir nicht vorstellen -

20 20 20 5

15, 3 3

20 20

Rs, 14, m Proteste

550

Rs, 14, w

Naturbewusste Leute, die die Umwelt schützen (bedrohte Tiere, Müllentsorgung etc.)

2, 3

11

551 552

Rs, 14, m Umwelt und Natur wird schlechter… Rs, 14, m Ich finde es gut, was die Leute machen und habe sehr viel Respekt vor ihnen

21 5

20 20

553

ich denke, dass die Menschen, die sich dafür einsetzen, schon eine Menge erreicht haben und Hs, 14, w wissen was sie tun. Ich finde es gut, dass es so welche Verbände gibt die sind alle ziemlich auf die Umwelt fixiert und Rs, 16, m meckern über Jugendliche und Kinder, die mal was nicht richtig entsorgen Rs, 15, m Rs, 15, m Ich stelle mir die Leute so vor, dass sie jedem Käfer hinterherrennen Verbände, die sich um die Wälder kümmern; Geld sammeln

5

denke mir, dass sie sich regelmäßig treffen und die Probleme in der Umwelt besprechen, eine Lösung finden und dann das Problem lösen

9, 12

554 555 556

8, 18

-

20

8, 18 3

die lernen, hinter Käfern hinterherzurennen dass man Sachen wie Müll sammeln macht und dass man ein gutes Gefühl dabei hat. dass man zusammen durch den Wald geht und guckt, ob Müll in den Wäldern liegt. Aktionen wie "Fahrt lieber mit dem Fahrrad als mit dem Auto." Projekte mit der Natur und Feriencamps in der Natur und viel mehr in der Natur

14 1

557

Rs, 14, w Bäume pflanzen; Müll aufsammeln

3

1, 11

558

Rs, 14, w

dass die Menschen viel mit der Natur machen und viel davon wissen

3, 9

3

559

ich finde, die Menschen übertreiben ein bißchen, wenn sie mit ihren kleinen Booten vor Rs, 14, w die großen Waljägerschiffe fahren. Sie sind meistens übertrieben eingestellt zur Umwelt Rs, 14, m habe ich mich noch nicht mit befasst Rs, 14, w ja, es geht so, weil sie setzen sich manchmal ganz schön viel für die Natur ein

18

ich denke, es nimmt einen großen Platz in der Freizeit ein. Machen Demos und Aufklärungsstände in Fußgängerzonen

5, 6

560 561 562 563

20 21

ziemlich langweilig setzen sich halt für die Umwelt ein; Müll sammeln oder Wandertag in der Natur; Führungen Fahrradtouren; halt alles für die Umwelt, Zeltlager, Spiele usw. sammeln Geld für die Umwelt; helfen kranken verletzten Tieren ich glaube, sie bauen Teiche oder Nistkästen; versuchen den Tieren zu helfen oder verschönern Schulen Demos usw. und langweilige Treffen 1-2 mal in der Woche keine Ahnung, vielleicht nicht viel Umweltschutz sammeln Müll oder pflanzen Bäume -

14 3, 1

Rs, 15, w sie sind sehr ordentlich, sammeln Müll usw. setzen sich für die Umwelt/Tiere ein. Ich würde Rs, 14, m mir nur wünschen, dass sie mehr "Aktionen" und Projekte machen ich glaube, dass diese Menschen etwas Gutes tun Rs, 14, m wollen, weil sie etwas verändern möchten, verschönern möchten Rs, 14, m Rs, 14, m Rs, 14, m manche ein bißchen fanatisch, essen nur Ökoessen keine Ahnung, ich weiß nicht, was ein Naturschutzverband ist ich denke, dass sie die Umwelt gerne schützen möchten und die Umwelt mögen

3, 7

3

3, 21

10, 8

564 565 566 567 568 569

3

12, 8

18 20 2 20 20

6, 9 20 14 1, 2 20

Rs, 14, m Rs, 15, m interessieren mich nicht

570

ich finde die Umwelt- und Naturschutzverbände gut, aber sie können zu wenig machen, weil sie Rs, 14, m nicht sehr mächtig sind (Politik). Die Menschen sind sehr engagiert mit der Umwelt und Natur

denke, das ist eine Gruppe, die in der Natur 19, 5, 7 herumspaziert und Zeltlager machen und noch mehr. Sie versuchen die Umwelt zu schützen

3, 14

571 572 573

Rs, 15, m keine Erfahrung; Buschmänner Rs, 15, m Rs, 14, m die sehen aus, wie welche, die ganz naturbewusst sind meistens bringt es nichts, aber es ist cool, was darüber im Fernseher zu sehen

15 2

Spendenaktionen ich denke, die kümmern sich sehr um die Natur

10 14 20

19, 21 weiß ich nicht

574

es ist natürlich schön, dass sich Leute um die Natur kümmern. Aber mitmachen würde ich Rs, 14, w nicht unbedingt. Ich denke mal, sie sind so ziemlich auf Öko eingestellt die Natur in Deutschland wird zerstört; Bäume Rs, 14, m gefällt; es gibt zu wenige Leute, die sich für die Natur engagieren Rs, 15, w kümmern sich halt um die Umwelt Ich kenne Leute, die in solchen Naturschutzverbänden arbeiten, sie bauen zb Rs, 15, w Fledermauskästen an. Die Mitarbeiter sind wie normale Menschen auch, halt nur naturbewusster

15, 5

demonstrieren wie jetzt letztens beim G8 Gipfel

6

575 576

21

ich denke, dass sie Flyer verteilen und vllt. im Internet dafür werben, dass man sich für die Natur einsetzen muss. Vielleicht auch Proteste mich interessiert das nicht

5, 6

3

20

577

1, 2

sammeln Geld, also Spenden für die Umwelt, Natur; sie engagieren sich halt

10

578

Rs, 14, w

ganz normale Menschen wie ich und du, nur dass die halt sehr auf die Natur getrimmt sind

1, 2

sie machen Spaziergänge durch die Wälder/Wiesen und Umgebungen. Gehen zb Müll aufsammeln und machen auch Theorie wie zb: gucken Videos an oder Bücher über die Natur -

3, 1, 7

579 580

Rs, 14, w Rs, 15, w umweltbewusst und öko-angetan

20 2, 15

20 20

581

ich denke, in den verschiedenen Verbänden wird für die Umwelt gekämpft; weniger Abgase; kein Demos gegen die Abgase; Spendensammlung an Müll. Die Leute stelle ich mir eher normal vor, 1, 3, 11 Türen; Umweltaktionen, wo alle aufgefordert 6, 10, 5 Rs, 13, w nur dass sie halt manchmal darauf achten, wie werden, mit zu helfen sie sich ernähren zb mit Biokost oder dass jeder Müll genau getrennt wird, alles seine Ordnung hat und die Umwelt nicht belastet wird

582 583 584

Rs, 15, m sie sind meistens freundlich Rs, 14, w machen Aktionen, damit es mit der Umwelt nicht noch schlimmer wird. Man kann auch die Hs, 14, w Aktionen mitmachen; man kann helfen, zb Müll aufsammeln ich glaube, dass die viel Müll sammeln und sich Rs, 14, w dafür einsetzen, dass die Wälder nicht abgeholzt werden

4 20

Proteste; Veranstaltungen um Aufmerksamkeit und Unterstützung zu bekommen -

6, 5 20

3, 21

-

20

585

3

Müllaufsammeln

1

586

ich finde es gut, dass es solche Menschen gibt Ich stelle mir vor, dass alle zusammen mal Müll und diese Menschen haben für mich eine gutes sammeln gehen. Bäume pflanzen; nur mit 1, 2, 11 Rs, 15, w Bild. Sie sind bereit die Umwelt zu schützen und 5, 3, 21 Fahrrad rumdüsen; sie machen alles für die zu "bewahren". Ich stelle sie mir gründlich und Umwelt sauber vor. diese Leute sind sehr wichtig, da sonst die Rs, 13, w Umwelt noch mehr "zerbricht". Meiner Meinung nach sind es auch ganz normale Menschen da unsere Klasse das selbst gemacht hat, weiß ich es. Wir haben Bäume abgesägt, Müll aufgesammelt im Wald und das Moor von giftigen Pflanzen "gerettet"

587

5, 1

12, 1

588 589

Hs, 14, w

mit (meistens langweiligen) Leuten Müllsammeltouren machen, die endlos lang sind

21, 3 20

-

20 20

Rs, 14, m -

590

Ich stelle mir vor, dass die Menschen dort gerne Rs, 15, w an der Luft sind und dadurch sehen, wie es in unseren Wäldern oder auch Wiesen aussieht

2

Dass sie die Wälder und Wiesen sauber halten und andere dazu bringen, das auch mitzumachen

1, 5

591

Ich denke, dass sie sich darüber Sorgen machen, Rs, 15, m was sie oder eher wir getan haben und jetzt versuchen sie es wieder gerade zu biegen Rs, 15, m machen viel sinnvolles, aber hängen in jedem Wald rum und nerven

3

Müllaufsammeln, Recycling und vielleicht soziales Arbeiten im Forstamt

1, 14

592

17, 5

machen ein paar Aktionen

14

593

dass sie sich für Naturschutzgebiete einsetzen und dass sie Straßenbaupläne verhindern oder Rs, 14, m eine andere Lösung suchen, wenn die Natur groß in Gefahr wäre dass sie in der Natur helfen. Ich denke, dass sie sehr nett sind

3

viel Fahrrad fahren

11

594 595

Rs, 14, m

3, 4 3

sie machen vielleicht Ausstellungen oder Spenden Geld aufräumen und andere Umweltsachen

5, 10 1

Rs, 14, m sie machen Demonstrationen also ich finde, dass manche Leute sich für die Umwelt einsetzen gut, aber die verschmutzen die Umwelt selber, wenn sie immer mit dem Rs, 15, w Auto fahren. Die Leute können ja auch Fahrgemeinschaften gründen oder Bus /Fahrrad, wie wir Schüler Rs, 15, m sie wollen Tiere und so schützen Rs, 14, w ich denke mal, dass die durch die Wälder oder woanders durchgehen und Müll aufsammeln, Rs, 14, m Demonstrationen mitmachen, Vogelhäuser bauen, sich für die Rettung bedrohter Tierarten einsetzen nette Leute, die hilfsbereit sind und denen ich gerne helfen würde

596

5, 21

ich glaube, dass man dort halt lernt, wie man die Umwelt schützt. Ich denke, sie lernen, Wasser zu sparen oder besser mit der Natur umzugehen

7, 11

597 598

3 20

viel, damit alles gut ist. machen Ausflüge; sammeln Müll

14 3, 1

599

3

-

20

600 601 602

Rs, 14, w

4, 7, 21 3 3

ich denke, dass die das Sauberhalten der Natur in Wettbewerbe bzw. Spiele verpacken die machen alle möglichen Aktionen, um Geld zu kriegen

1, 3 20 10

Rs, 14, m demonstrieren Rs, 15, m eine Demonstration ich glaube sie sind wichtig und hilfreich. Sie Rs, 14, w haben Spaß an der Sache, die sie machen und werden nicht dazu gezwungen die Verbände versuchen Wälder, Tiere und Rs, 14, m Menschen zu retten. Aber oft haben sie nicht immer Glück Rs, 14, w ich habe keine Erfahrungen gesammelt, aber ich habe ein gutes Bild von Umwelt- und Naturschutzverbänden, weil es gut ist, sich Rs, 16, w dafür einzusetzen, schließlich leben wir auch auf dieser Erde, deshalb sollten wir uns darum kümmern ich glaube, sie probieren nur die Umwelt für die Rs, 15, m Zukunt zu sichern. Also ihre Aufgabe ist sinnvoller als man glaubt

603

5, 21, 6 -

20

604 605

3, 19 20

Wälder retten; Tiere retten, deren Eltern tot sind etc. sammeln Müll, machen Ausflüge usw.

12, 8 1, 3

606

5

ich glaube, die machen so was wie eine Müllaufsammelaktion; oder es gibt Treffen, in denen sie wichtige Themen dazu besprechen

1, 9

607

5

Ich denke, sie machen Spendenaktionen, um sich finanzieren zu können und sich vielleicht das Geld für Materialien zu holen

10

608

sie sollten wich wirlich darum kümmern und Rs, 15, m nicht: ah, ich bin da und da und ich mach das und das ich denke, dass sind Menschen, die mit Bäumen Rs, 14, w reden und die Pflanzen wie Lebewesen behandeln Rs, 15, w ich denke, dass sind Menschen, die mit Blumen und Bäumen reden

20

ich stelle mir das ganz interessant vor. Ich schätze, die werden viele Aktivitäten draußen durchführen zb Zelten -

3

609

21

20

610 611 612

21

Demos gegen Baumfäller

6

21 20

Demos keine Ahnung setzen sich zusammen und sprechen über aktuelle Themen. Gehen in den Wald/Natur und erkunden sie, Angeln/Kanu fahren; Briefe an die Stadt schreiben bei Veranstaltungen mitmachen, zb Werbung machen

6 20

Rs, 16, m -

613

Rs, 15, m -

20

9, 3, 6

614

Rs, 17, m

sie versuchen die Umwelt zu schützen, aber die Politiker machen eh nichts

3, 19

5

615

ich glaube, dass sind allesamt Hippies, die nichts besseres zu tun haben. Aber auf der anderen Seite haben sie auch Recht damit, was sie 15, 21, 5 keine Ahnung Rs, 15, m behaupten. Sogar der damalige Vizepräsident Al Gore ist jetzt ein wichtiger Aktivist im Thema Umweltschutz Rs, 16, m dass sie sehr biologisch leben dass sind Leute, die ihren Müll ordentlich Rs, 15, m entsorgen und nicht in irgendeine Ecke schmeißen Naja, die Menschen, die sich dort engagieren, sind meist Fälle für sich. So ein wenig auf Rs, 15, w Ökotrip. Aber schön, dass sich welche dafür interessieren die Menschen dort überlegen wie sie Umwelt Rs, 15, m schützen, indem sie Maßnahmen und andere Dinge erfoschen dass die Leute wohl wirklich etwas bewirken Rs, 15, m wollen und nicht nur so tun. Sie sind eher langweilig Da ich bisher überhaupt keine Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt habe, stelle ich mir Rs, 15, w die Menschen in solchen Verbänden so vor, dass sie durchaus mehr auf die Umwelt achten wie zb auf Müllbeseitigung usw. Müllaufsammelaktion; Tierschutz; Pflanzenschutz; Aufklärung an Schulen 11 11 Müll einsammeln; pflanzen in Städten Müll aufsammeln, Bäume pflanzen

20

616 617

1, 2 1, 2

618

sammeln Unterschriften; pflanzen Bäume; 15, 21 machen einen auf Ökotrip; sammeln Müll; verschwenden nicht soviel Papier

6, 2, 1, 11

619

3

Tiere retten, Maßnahmen beibringen, um die Natur zu schützen vielleicht Plakate machen oder auch mal protestieren; Unterschriften sammeln

8, 5

620

21, 3

5, 6

621

2, 11

vielleicht sammeln sie Unterschriften von den Bewohnern der einzelnen Städte und reichen auch mal, wenn etwas umweltschädliches aufgefallen ist, Beschwerde beim zuständigen Amt oder Bürgermeister ein Umweltschutz; Pflanzen- und Tierschutz; Aufklärung Jugendlicher ich habe öfter in großen Städten wie Hannover oder Hamburg gesehen, dass Flyer verteilt worden sind und dass man durch Schlachtrufe etc. versucht, Aufmerksamkeit zu erregen

6

622

Rs, 15, w

3

8, 5, 12

623

sie sollten uns darüber aufklären, wie man die Rs, 15, m Umwelt schützen kann und was passiert, wenn wir es nicht tun

3

5

624

Rs, 16, w -

20

vielleicht demonstrieren sie und erregen etwas Aufmerksamkeit der Leute für die Umwelt

6

625 626

Rs, 15, m Hs, 15, m

naturliebe Menschen, welche sehr sensibel auf Umweltverschmutzer reagieren ich denke, sie sorgen sich zu sehr um die Umwelt

2, 21 18

Vögel beobachten; die Natur kennenlernen sie stellen eigenen Vorstellungen an, engagieren sich dafür dass sie sich zb einsetzen, dass keine Straßen mehr durch Wälder genehmigt werden

7, 3 14

627

dass es Leute sind, die sich für die Natur Rs, 15, m einsetzen, so dass sie nicht zerstört wird; dass zb die Regenwälder nicht abgeholzt werden

3

6

628

Rs, 15, m

ich denke, dass die Leute dort in Wäldern irgendwelche Vögel beobachten

2

Wandertage; Beobachtungstage; Leute auf der Straße ansprechen und mit allen Möglichkeiten versuchen, die Leute auf ihre Seite zu bringen

3, 5
        
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