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Ergebnisdokumentation

Full text: Ergebnisdokumentation

Fischerhüttenstraße	 Berlin Steglitz-Zehlendorf
Städtebauliches Gutachterverfahren

Ergebnisdokumentation


Städtebauliches Gutachterverfahren Fischerhüttenstraße Berlin Steglitz-Zehlendorf Ergebnisdokumentation

Berlin, Januar 2010
	

Durchführung des Gutachterverfahrens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Titelbild Perspektive von Südwest, 03 Architekten, München Druck A&W Digitaldruck, Berlin

Inhaltsverzeichnis

Protokoll des Abschlusskolloquiums am 15. November 2009..........07
 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 Begrüßung ....................................................................................07
	 Konstituierung und Eröffnung des Obergutachtergremiums .........07
	 Eingang der Arbeiten.....................................................................08
	 Vorstellung der Ergebnisse ...........................................................08
	 Diskussion der Obergutachter.......................................................08
	 Beurteilung der Arbeiten................................................................08
	 Empfehlung der Obergutachter .....................................................10
	 Abschluss der Sitzung...................................................................10
	 Anwesenheitsliste ......................................................................... 11
	

1.10 Einzelberichte der Arbeiten ...........................................................13
	

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1.	 Protokoll des Abschlusskolloquiums am 15. Dezember 2009
Die Sitzung findet bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Raum AKP 402, Am Köllnischen Park 3, in 10179 Berlin-Mitte statt und beginnt um 14:00 Uhr.

1.1	 Begrüßung
Herr Ostendorff begrüßt die Teilnehmer des Auswahlgremiums und stellt die Anwesenheit fest. Im Anschluss fasst er die allgemeinen Empfehlungen der Obergutachter an die Gutachterbüros aus dem Protokoll des Zwischenkolloquiums zusammen. Er hebt besonders hervor, dass der Bestand des Kiefernwäldchens zu erhalten ist, die Plüschowstraße nicht zur Durchgangsstraße ausgebaut werden soll, die Vorgaben zur Geschossigkeit zwingend einzuhalten sind und der Stellplatznachweis mit 1,5 PKW pro Wohneinheit zu führen ist. Anschließend skizziert Herr Weiss noch einmal die Aufgabenstellung des Verfahrens und stellt den Obergutachtern Frau Nalbach und Herrn Fröhlich das Planungsgebiet anhand des Lageplans vor.

1.2 Konstituierung und Eröffnung des Obergutachtergremiums
Obergutachter – Johanne Nalbach, Architektin, Berlin – Sven Fröhlich, Architekt, Berlin – Sabine Lappe, Leiterin Bauordnungsamt, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf – Susanne Klabe, Leiterin Vertrieb, Liegenschaftsfonds Berlin – Peter Ostendorff, Referatsleiter Wettbewerbe / Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Stellvertretende Obergutachter – Dr. Bodo Freyer, Leiter Projekt-KG, Liegenschaftsfonds Berlin – Patrick Weiss, Referat Wettbewerbe / Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Sachverständige – Christoph Noack, Fachbereich Stadtplanung, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf – Martin Müller-Ettler, Leiter Tiefbau- und Grünflächenamt, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf – Monika Osteresch, Fachbereich Naturschutz und Grünflächen, Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf – Rainer Giedat, Projekt-KG, Liegenschaftsfonds Berlin Koordination – Patrick Weiss, s.o. Stellvertretender Obergutachter – Berit Breuer, Freie Mitarbeit, Referat Wettbewerbe / Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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Gäste – Michael Karnetzki, Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion – Armin Bergmeier, Studentischer Mitarbeiter, Referat Wettbewerbe / Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Christoph Achtelik, Azubi, Referat Wettbewerbe / Auswahlverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

1.3 Eingang der Arbeiten
Die Arbeiten sind am 7.12.2009 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eingegangen, abgesehen von den Modellen, die zur Abschlusspräsentation abzugeben waren. Alle Arbeiten waren vollständig gemäß den in Punkt 1.9 der Aufgabenstellung geforderten Leistungen. Die Sachverständigen hatten Gelegenheit, die Arbeiten vom 9. bis 14.12.2009 im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf vor der Präsentation zu begutachten. Nach Einsicht der Sachverständigen in die Entwürfe wurden die Büros Gussmann + Valentien und UT Architects gebeten, die städtebaulichen Kennwerte ihrer Konzepte nochmals zu überprüfen.

1.4 Vorstellung der Ergebnisse
Die Entwürfe werden in nachstehender Abfolge von den Gutachtern in ca. 30-minütigem Turnus einzeln vorgestellt und diskutiert: • • • UT Architects, Berlin Gussmann + Valentien, Berlin 03 Architekten, München

1.5 Diskussion der Obergutachter
Nach einer 10-minütigen Umbaupause werden um 16:10 Uhr die vorliegenden Ergebnisse vergleichend und vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und städtebaulichen Aspekte erläutert und diskutiert. Hierbei stehen die Fragen nach einer klaren und schlüssigen städtebaulichen Form, der Einpassung in die vorhandene Bau- und Freiraumstruktur, einer dem Standort angemessenen hohen Wohnqualität, der Realisierbarkeit in Bauabschnitten, sowie der Parzellenbildung und der Vermarktbarkeit im Vordergrund.

1.6 Beurteilung der Arbeiten
Gussmann + Valentien, Berlin Der Entwurf des Büros Gussmann + Valentien zeigt deutliche Verbesserungen gegenüber dem im Zwischenkolloquium präsentierten Konzept. Er wirkt aber nach wie vor eher beliebig in der Vielzahl der angebotenen Typologien, die zu viele unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Entsprechend ist eine schlechte Vermarktung zu erwarten. Eine deutliche städtebauliche Haltung fehlt. Der Stadtplatz in der Mitte des Geländes wirkt nicht selbstverständlich an dieser Stelle positioniert, die Erschließung

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des Gebietes über die südlich Plüschowstraße ist nicht erwünscht. Daher wird diese Arbeit in der ersten Diskussionsrunde ausgeschieden. UT Architects, Berlin Der Entwurf des Büros UT Architects zeichnet sich durch ein präzises Konzept aus, dem sich klare Zielgruppen zuordnen lassen. Eine Vermarktbarkeit an Projektentwickler in ca. 3 bis 4 Losen scheint denkbar. Allerdings wird kritisch gesehen, dass der Kiefernhain nicht komplett erhalten wird, sondern durch die Bebauung mindestens 1⁄4 des Bestandes wegfallen würde. Durch die parallele Reihung der Hauseinheiten wird die Privatheit der Hausgärten beeinträchtigt. Die GFZ für die vorgeschlagene Bebauung und die Anzahl der Geschosse ist zu hoch. 03 Architekten, München Das städtebauliche Konzept ist gekennzeichnet durch eine präzise Ausformulierung auf eine klare Zielgruppe. Der „Geist des Ortes“ wird im stadträumlichen Konzept erfasst und umgesetzt, die Geschichte des Ortes bleibt sichtbar. Der Umgang mit dem Umgebungsbestand und dem Kiefernwäldchen auf dem Gelände wirkt respektvoll und angemessen. Die konzentrierte Erschließung wird positiv gesehen. Sie lässt auch sehr gut eine Entwicklung in Etappen zu. Durch die Flexibilität der Gebäudetypologie als „Baukastenprinzip“ scheint eine Anpassung an unterschiedlichste Ansprüche möglich. Die Bebauungsstruktur wird als sehr dicht empfunden. Sie wird in der vorgeschlagenen Form zwar als prinzipiell realisierbar angesehen, die erreichte Dichte sollte aber als Maximalwert verstanden werden. Die Gebäudetypologie bietet jedoch ausreichenden Spielraum, z.B. durch Verzicht auf die Hauseinheit im Zentrum einzelner Baufelder, eine geringere Dichte zu erzielen. Bei den Wohneinheiten sollte dagegen tendenziell von größeren Flächenwerten als den vorgeschlagenen ausgegangen werden. Die Kombination intimer hausbezogener Rückzugsbereiche mit den gemeinschaftlich zu nutzenden Flächen wird grundsätzlich positiv gesehen. Durch die geschickte Staffelung der Freiflächen an und auf den Gebäuden wird ein hohes Maß an Privatheit erreicht. Die Weite des großen Freiraums wird als maßgebend für die Wertigkeit des Projektes angesehen. Bei der Zonierung der Freifläche durch Grundstücksbildung und Nutzungszuordnungen ist daher sicherzustellen, dass der Eindruck eines zusammenhängenden und großzügigen Freiraums erhalten bleibt. Hinsichtlich der Vermarktbarkeit ist dieses Konzept aber eher als schwierig zu beurteilen. Die anzusprechende Zielgruppe dürfte deutlich kleiner sein als bei konventionelleren Entwürfen. Zudem könnte der hohe Anteil an gemeinschaftlichen und nicht der Wohnung zugeordneten Grünflächen ggf. zu einer Reduzierung des zu erwartenden Verkaufserlöses führen. Die vorgeschlagene Bebauung entlang der Fischerhüttenstraße wird kontrovers diskutiert. Zum einen tritt sie als südlicher Kopf der gesamten Anlage in Dialog mit dem Bestandsgebäude im Norden an der SvenHedin-Straße und bildet die südliche Flanke des städtebaulichen Rahmens um die große Freifläche. Andererseits wirkt sie noch nicht zu Ende gedacht bzw. durchgearbeitet.

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1.7 Empfehlung der Obergutachter
Die Obergutachter empfehlen dem Auslober nach intensiver und teilweise kontroverser Erörterung einstimmig, dass die Arbeit des Gutachterbüros 03 Architekten aus München die Grundlage für den durch das Bezirksamt zu erstellenden Bebauungsplan und die Vermarktung des Areals durch den Liegenschaftsfonds bilden soll. Bei der Umsetzung des Konzeptes in Planungsrecht ist einerseits der Aspekt der Sicherung der positiv bewerteten Bautypologie zu beachten, andererseits gilt es, einen hinreichend großen Spielraum für die künftige Ausgestaltung der einzelnen Baufelder zu erhalten. Eine GFZ von 0,4, wie im ausgewählten Entwurf aufgezeigt, ist hierbei als Obergrenze der zulässigen Dichte anzusehen. Ebenso sind Regularien festzulegen, mit denen eine übergreifende Gestaltung der großen Freifläche rechtlich gesichert werden kann. Der Liegenschaftsfonds beabsichtigt, den Standort Fischerhüttenstraße in Marketingmaßnahmen für den Südwesten Berlins einzubeziehen. Der Start ist im März 2010 vorgesehen. Als erster Schritt zur Umsetzung des Entwurfs soll ein Gespräch mit den Architekten, SenStadt, LiFo und dem Bezirk geführt werden, um die Konkretisierung des Entwurfs für die Erarbeitung des Bebauungsplans abzustimmen.

1.8 Abschluss der Sitzung
Herr Ostendorff dankt allen Mitgliedern des Auswahlgremiums und den weiteren Beteiligten für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und schließt die Sitzung des Obergutachtergremiums. Die Sitzung endet um 17:20 Uhr.

Protokoll: Berit Breuer, Patrick Weiss

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1.9 Anwesenheitsliste
Sitzung des Obergutachtergremiums Montag, den 15.12.2009, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Raum AKP 402, Am Köllnischen Park 3, 10179 Berlin

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Vorstellung der Ergebnisse durch die Teilnehmer

Termin

Teilnehmer

Unterschrift

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1.10

Einzelberichte der Arbeiten

Jede Gutachterarbeit wird auf einer Seite mit folgenden Abbildungen dargestellt: Perspektive Kenndaten Konzeptdarstellungen Modellfoto Grundrisse, Schnitte/Ansichten Lageplan

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03 Architekten / München

Kenndaten Grundstücksgröße in m² BGF in m² GFZ GRZ Wohnfläche in m² Anzahl der Wohneinheiten Stellplätze
Perspektive, Blick nach Westen

Entwurf 38.300 15.388 0,4 0,17 11.908 160 240

Konzept

Modellfoto

Schnitt und Grundriss EG Regelbaufeld Geschosswohnungen

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03 Architekten / München

Lageplan

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UT Architects / Berlin

Kenndaten Grundstücksgröße in m² BGF in m² GFZ GRZ Wohnfläche in m² Anzahl der Wohneinheiten Stellplätze
Perspektive, Blick in den Straßenraum

Entwurf 38.300 18.683 0,49 0,2 15.177 110 165

Konzept

Modellfoto

Schnitt Ost-West und Grundriss EG

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UT Architects / Berlin

Lageplan

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Gussmann + Valentien / Berlin

Kenndaten Grundstücksgröße in m² BGF in m² GFZ GRZ Wohnfläche in m² Anzahl der Wohneinheiten Stellplätze
Perspektive Quartiersplatz

Entwurf 38.300 20.277 0,39 0,19 15.540 86 129

Erschließung

Entwicklung

Typologien

Konzept

Modellfoto

Typ I Hofhaus, Ansichten und Grundrisse

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Gussmann + Valentien / Berlin

Lageplan
        
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