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Grundlagen, Bestandsaufnahme, Prognosen und Entwicklungsperspektiven

Full text: Grundlagen, Bestandsaufnahme, Prognosen und Entwicklungsperspektiven

Schulentwicklungsplan

Hansestadt Lübeck
Fortschreibung 2007 mit Ausblick bis 2016

Projektgruppe BILDUNG und REGION
Königsplatz 27 • 53173 Bonn - Bad Godesberg info@bildungundregion.de Fax: (0228) 36 30 01

Wolf Krämer-Mandeau Tel.: (0228) 36 30 04 Mobil: 0171-2 71 50 90

Hubertus Schober Tel.: (0228) 35 55 12

Hansestadt Lübeck
Schulentwicklungsplan Teil I Grundlagen, Bestandsaufnahme, Prognosen und Entwicklungsperspektiven
Fortschreibung 2007 mit Ausblick bis 2016

Projektgruppe BILDUNG und REGION
Königsplatz 27 • 53173 Bonn - Bad Godesberg Hubertus Schober Tel.: (0228) 35 55 12 info@bildungundregion.de Wolf Krämer-Mandeau Fax: (0228) 36 30 01 Tel.: (0228) 36 30 04

2 Inhaltsverzeichnis

Teil I

Inhaltsverzeichnis Vorbemerkungen 1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 2. 3. Schulangebot und Schulstruktur in der Hansestadt Lübeck Schulangebot und Schulstruktur in der Primarstufe Schulangebot und Schulstruktur in der Sekundarstufe Die Grundschulempfehlungen Übergänge von den Grundschulen Schulwahl und Pendlerbewegungen Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck Prognose der zukünftigen Schülerzahlen 3 7 7 11 16 19 23 27 32 38 38 41 45 46 46 49 58 59

3.1 Entwicklung der Schülerzahlen in der Primarstufe 3.2 Entwicklung der Schülerzahlen in der Sekundarstufe 3.3 Entwicklung der Schülerzahlen in den Sonderschulen 4. Schulraum und Entwicklungsperspektiven

4.1 Die Schulraumsituation der Grundschulen 4.2 Die Gestaltungsmöglichkeiten in der Hansestadt Lübeck für Regional- und Gemeinschaftsschulen 4.3 Die Schulraumsituation der Gymnasien 4.4 Die Schulraumsituation der Sonderschulen

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3 Vorbemerkungen

Teil I

Vorbemerkungen 1. Die Schulentwicklungsplanung ist die sachverständige Bereitstellung von Planungsgrundlagen zum Ziel einer sicheren, stabilen und wirtschaftlichen Versorgung der Bürger mit Bildungsangeboten. Die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung untersucht die zukünftigen Entwicklungslinien und -möglichkeiten der Schulangebote in der Hansestadt Lübeck unter Berücksichtigung der örtlichen und regionalen schulischen wie auch der rechtlichen Rahmenbedingungen. Mit seinen Berechnungen zur zukünftigen Schülerzahlentwicklung und Schulraumsituation, seinen Aussagen zur Trag- und Versorgungsfähigkeit des gegenwärtigen und zukünftigen Schulbestandes und seinen Empfehlungen zur Sicherung und weiteren Entwicklung leistungsfähiger Schulangebote, die auch Alternativen eröffnen können, zeigt der Schulentwicklungsplan Entscheidungskorridore und Handlungsräume auf, die die Hansestadt Lübeck in die Lage versetzen, in die sich abzeichnenden Entwicklungen steuernd und gestaltend einzugreifen. Im Hinblick auf mögliche weitere investive Entscheidungen und die damit verbundenen Erfordernisse im Planungsverfahren muß sich die Hansestadt Lübeck daher auch auf eine Prognose der längerfristigen Schülerzahlentwicklung stützen können. 2. Die Schulentwicklungsplanung befindet sich gegenwärtig sowohl quantitativ als auch qualitativ in einer neuen Phase. In Anbetracht längerfristig wieder rückläufiger Schülerzahlen - bei unterschiedlichen Verläufen in der Primarstufe und in den Sekundarstufen - muß unter Berücksichtigung von Wanderungsbewegungen und des Bildungsverhaltens der Eltern dafür Sorge getragen werden, eine wohnortnahe und zugleich optimale Versorgung mit Bildungs- und Abschlußangeboten langfristig sicherzustellen. Die Ausstattung einer Kommune mit kulturellen Angeboten und sozialen Einrichtungen ist ebenso ein Standortfaktor wie die Ausstattung mit schulischen Angeboten. Die Gestaltung des kommunalen Schulwesens fordert in der Zeit der Veränderungen in einer Schärfe wie nie zuvor einen sicheren, perspektivischen sowie auf die lokalen und regionalen Bedürfnisse gerichteten Blick. Schulentwicklungsplanung muß sich in der schwierigen Balance zwischen dem - zudem höchst heterogenen - Elternwillen und dem tatsächlich "Machbaren" oder "Wünschenswerten" bewegen. Für die Gemeinde stellt sich die Aufgabe, im Interesse kostengünstiger Lösungen der Probleme rasch und flexibel alle neuen Herausforderungen anzunehmen und die Aufgaben zu bewältigen. 3. Schulentwicklungsplanung ist zu großen Teilen auch Sozialpolitik, Kulturplanung, Standortsicherung und Jugendpolitik. Folgerichtig hat sie einen hohen Abstraktions- und Spezialisierungsgrad erreicht, wobei die Bewahrung des Bewährten und das Einarbeiten neuer Anforderungen und Profile in einem kreativen Gleichgewicht gehalten werden

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4 Vorbemerkungen

Teil I

müssen. Vieles von dem, was heute angedacht oder auf den Weg gebracht wird, wird die Situation zu Beginn dieses neuen Jahrhunderts prägen und Vorgaben für die nächsten Jahrzehnte schaffen. Das in diesem Schuljahr eingeschulte Kind steht im Jahr REF! vor dem Abitur oder in der beruflichen Ausbildung. Hinzu kommen die neuen medientechnologischen Perspektiven und die Globalisierung in der Lern- und Arbeitswelt und in den Lebensbeziehungen. Auch hier muß Schule heute mit zukunftsorientierten Ausstattungen und Angeboten (neue) Antworten finden. Auf der ökonomischen Ebene und im sozio-kulturellen Bereich (über die Medien und durch kommunale Partnerschaften) hat der globale und europäische Annäherungsprozeß schon früh und tiefgreifend eingesetzt. Sicherlich wird der Austausch von Lehrern und Schülern zwischen den Kommunen den europäischen Findungsprozeß vertiefend begleiten. 4. Schulen sind heute Investitionen in die auch ökonomisch zu begreifende Zukunft. Und für die Schulen zeichnet sich eine begrenzte Haushaltsautonomie mit eigenverantwortlicher Verwaltung von kleinen Bau- und Renovierungsmaßnahmen, Inventar- und Geschäftsbedarf, Fortbildung sowie Lehr- und Lernmitteln ab, die sich auch auf den Entsorgungs- und Energiebereich ausweiten wird, wobei abfall- und energiesparende Schulen die eingesparten Mittel reinvestieren können. Projekte der "Schulöffnung" zum Wohnviertel hin begleiten diese Autonomie. Mit diesen Projekten wird eine Verschlankung sowie eine Verkürzung der Entscheidungswege einhergehen, die das Verhältnis von Schule, Politik und Verwaltung in Teilbereichen neu regeln wird, in denen sich die Grenzen zwischen den "inneren" und "äußeren" Schulangelegenheiten auflösen werden. 5. Die Profile aller Schulen sind in Bewegung geraten. So sind Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen schon lange nicht mehr Schulen für eine Minderheit. Daraus erwächst ihnen die Aufgabe, darauf vorbereitet zu sein, sehr heterogene Mehrheiten von Schülern und deren Interessen pädagogisch zu begleiten. Die Schärfe des Veränderungsprozesses zeigt sich an der Ausdünnung des Netzes von Hauptschulangeboten, der zunehmenden Orientierung der Eltern an Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen und der bildungspolitischen Suche nach Lösungen, der großen Nachfrage sinnvoll begegnen zu können. Mit der neuen schulgesetzlichen Zielvorgabe, neben der Fortführung des Gymnasiums mit der Einrichtung von Regional- und Gemeinschaftsschulen die Schulartenvielfalt zu konzentrieren, hat das Land Schleswig-Holstein einen wichtigen Schritt zum Aufbau eines zukunftsoffenen Schulsystems unternommen, das sich mit den Schulen der europäischen Nachbarn messen kann. Wenn die länderübergreifende Einrichtung des Wissenschaftsrates eine völlige Neustrukturierung der Studiengänge an den deutschen

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5 Vorbemerkungen

Teil I

Hochschulen empfiehlt und dies damit begründet, daß das Studium unter denselben Bedingungen, die früher für fünf Prozent eines Altersjahrgangs ausgelegt waren, nicht mehr möglich ist, wenn künftig die Hälfte jeden Jahrgangs studieren werde, dann wird damit das Tor zur zukünftigen Wissensgesellschaft geöffnet, die von den gegenwärtigen Bildungsentscheidungen der Eltern schon heute vorbereitet wird. 6. Der Elternwille, die Trag- und Versorgungsfähigkeit der Schulangebote und kommunale Interessenlagen müssen in der Balance gehalten werden. Dies verlangt nach einer planerischen Vorsorge von zunehmender Komplexität. Bei dieser Aufgabe handelt es sich vorrangig darum, anhand der zukünftig zu erwartenden Schülerzahlen sich die absehbaren Entwicklungen zu vergegenwärtigen und Schulstandorte, Schulangebote und die Schulgebäude in den erforderlichen und vertretbaren Größenordnungen sowie Ausstattungen zu sichern. Angesichts der auf den Schulträger zukommenden Anforderungen an die Schulraumvorhaltung, die auch einen zunehmenden Sanierungsaufwand einschließen, und der knappen öffentlichen Finanzen muß die Schulentwicklungsplanung erreichen, daß alle Beteiligten auf eine weitestgehende Schulraumauslastung verpflichtet werden und zugleich die für die Entwicklungsperspektiven der pädagogischen Arbeit der Schulen notwendigen Rahmenbedingungen gesichert bleiben. Die Bereitschaft und die finanziellen Ressourcen für die beste Ausstattung mit Informationstechnologie dürfen nicht von einer Verausgabung im Schulraumbau verbaut werden. 7. Hinzu kommen - vor dem Hintergrund der für die überfällige Fortentwicklung der deutschen Bildungslandschaft durchaus heilsamen Ergebnisse in der internationalen PISA°-Vergleichsstudie - Maßnahmen einer inneren Schulreform (Verzahnung von Kindergarten und Grundschule, Ganztagsschule, neue Richtlinien, Leistungsstandards), in die auch zunehmend der Schulträger eingebunden sein wird. Dabei setzt Deutschland im europäischen Vergleich für Familien nicht weniger finanzielle Mittel ein, diese jedoch mit anderen Schwerpunkten als andere Länder: Während in Deutschland für unmittelbare Leistungen an die Familien 62% und für Schule und Betreuung nur 38% der Mittel ausgegeben werden, investieren andere Länder wie etwa Schweden 72% in Schule und Betreuung und nur 28% in finanzielle Familienleistungen (dort können Mütter dann aber leichter in das Berufsleben zurückkehren und das Familieneinkommen erhöhen). Zugleich muß in dem Spannungsbogen der Anforderungen zwischen hoher Qualifikation und größerem Anteil der Jugendlichen mit hoher Qualifikation die Balance eingehalten werden: Bayern hat mit der geringsten Abiturientenquote das beste, Bremen mit der höchsten Abiturientenquote das schlechteste PISA-Ergebnis im Gymnasialbereich. Verbindliche (und höhere) Leistungsstandards dürfen nicht den Erwartungshorizont der Bildungsbeteiligung einengen und damit zu einer weiteren Verschärfung des Selektionsprozesses in den deutschen Bil° Programme for International Student Assessment Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

6 Vorbemerkungen

Teil I

dungslaufbahnen führen. Während im internationalen Vergleich 62% der 15jährigen einen anspruchsvollen akademischen Beruf anstreben, sind dies in Deutschland weniger als die Hälfte; während im Durchschnitt der OECD-Länder schon fast die Hälfte der Jugendlichen die Zugangsberechtigung für eine akademische Berufsausbildung erreicht, ist es in Deutschland nur ein Drittel. Die Hansestadt Lübeck hat die Projektgruppe mit der Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung beauftragt. Dieser Teil I des Schulentwicklungsplanes ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse des Schulentwicklungsplanes, der in umfangreichen Untersuchungen und Dokumentationen in Teil II die demographischen Entwicklungslinien, in Teil III die Entwicklung der Schülerzahlen und in Teil IV die Schulraumsituation der Schulen mit Schulraumbestandsblättern und Schulraumprogrammen in den Anlagen beinhaltet. Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn-Bad Godesberg, 2007

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7 Schulangebote in der Primarstufe

Teil I

1. Schulangebot und Schulstruktur in der Hansestadt Lübeck 1.1 Schulangebote in der Primarstufe Die Hansestadt Lübeck versorgt gegenwärtig in der Primarstufe in 38 Grundschulen 7.420 Kinder; bei insgesamt 356 gebildeten Klassen beträgt die mittlere Klassenfrequenz 20,8 Kinder je Klasse. Zusätzlich werden noch acht Schulkindergartengruppen mit insgesamt 76 Kindern und eine Förderklasse mit 28 Asylbewerberkindern geführt. Die Schülerzahlen in der Primarstufe waren in den neunziger Jahren noch angestiegen: Im Schuljahr 1997/98 war mit insgesamt 8.234 Kindern in 386 Klassen die größte Schülerzahl erreicht (mittlere Klassenfrequenz 21,3 Kinder je Klasse). Seitdem ist die Schülerzahl in der Primarstufe kontinuierlich gesunken; sie liegt gegenwärtig 10% unter dem Stand vom Schuljahr 1997/98. Der bisherige Rückgang der Schülerzahlen ist mit dem Abbau von insgesamt 30 weniger gebildeten Klassen und einer geringen Senkung der mittleren Klassenfrequenz von 21,3 auf 20,8 Kinder je Klasse begleitet gewesen. Die Schülerzahlentwicklung war in den 10 Lübecker Stadtteilen sehr unterschiedlich: Während in den Stadtteilen St. Jürgen, St. Lorenz Nord und Schlutup (dieser kleine Stadtteil hat nur eine Grundschule) die Schülerzahlen stabil geblieben oder sogar geringfügig gestiegen sind, haben die Stadtteile Innenstadt mit -22%, Buntekuh mit -29% und St. Lorenz Süd mit -30% bisher schon sehr starke Schülerverluste verkraften müssen.
Die Entwicklung der Schülerzahlen in den Stadtteilen 1997/98 bis 2006/07 Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schule Schlutup Kücknitz Travemünde -10% -6% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn -12% 3% -29% -30% 0% -13% -22% 2%

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8 Schulangebote in der Primarstufe

Teil I

Der Entwicklungsverlauf der Grundschülerzahlen ist vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu betrachten: Bis Ende der neunziger Jahre wurden noch die Kinder geburtenstarker Elterngenerationen eingeschult, mit den folgenden schwächer besetzten Elternjahrgängen der in den siebziger Jahren Geborenen gehen wieder rückläufige Einschulungszahlen einher. Zugleich wird die demographische Entwicklung auch von den Wanderungsbewegungen und unterschiedlichen Altersstrukturen bestimmt. So hatten nach der Landesstatistik im Zeitraum der Schuljahre 1997/98 bis 2005/06 die Grundschulen in den vier Stadtkreisen des Landes einen Rückgang ihrer Schülerzahl um -12% (Flensburg -14%, Kiel -11%, Lübeck -9%, Neumünster -18%), die Grundschulen in den Landkreisen dagegen nur um -1% (Land insgesamt -3%). Gegenwärtig ist die mittlere Lübecker Grundschule mit 195 Kindern gemessen an einer mittleren Soll-Frequenz von 23,5 Kindern je Klasse - 2,1-zügig (zum Vergleich: im Schuljahr 2005/06 war die mittlere Grundschule in Flensburg 1,9-zügig, in Kiel 2,4-zügig und in Neumünster 2,3-zügig).
Die mittlere Zügigkeit der Grundschulen in den Stadtteilen (2006/07) Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schule Schlutup Kücknitz Travemünde 1,7 1,9 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 1,4 2,2 2,3 2,0 2,4 2,8 2,1 2,3

Die unterschiedlichen mittleren Größen der Grundschulen in den einzelnen Stadtteilen mit zum Teil sehr niedrigen mittleren Zügigkeiten wie in Moisling und Kücknitz geben Hinweise auf eine Verdichtung von Grundschulstandorten. Andererseits sind jedoch auch die kleinen einzügigen Grundschulstandorte ("Dorfschulen") in den Stadtrandlagen zu beachten.

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9 Schulangebote in der Primarstufe

Teil I

Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Primarstufe° Schuljahr 1997/98 Schuljahr 2006/07 Entwicklung Schüler Klassen Frequenz Schüler Klassen Frequenz Schüler St. Grundschule 8.234 386 21,3 7.420 356 20,8 -9,9% 11 Dom-Schule 270 13 20,8 245 11 22,3 -9,3% 12 Marien-Schule 229 11 20,8 145 8 18,1 -36,7% Innenstadt 499 24 20,8 390 19 20,5 -21,8% 21 Kahlhorst-Schule 314 14 22,4 209 10 20,9 -33,4% 22 Kaland-Schule 228 10 22,8 358 16 22,4 57,0% 23 Klosterhof-Schule 417 20 20,9 356 15 23,7 -14,6% 24 Schule Grönauer Baum 224 12 18,7 166 9 18,4 -25,9% 25 Schule Hochschulstadtt./Wulfsdorf 51 2 25,5 174 7 24,9 241,2% 26 Schule Niederbüssau 66 4 16,5 59 4 14,8 -10,6% St. Jürgen 1.300 62 21,0 1.322 61 21,7 1,7% 31 Brüder-Grimm-Schule 203 10 20,3 144 8 18,0 -29,1% 32 Mühlenweg-Schule 202 10 20,2 185 9 20,6 -8,4% 33 Schule Moisling 108 6 18,0 120 7 17,1 11,1% 34 Schule Niendorf 96 4 24,0 79 4 19,8 -17,7% Moisling 609 30 20,3 528 28 18,9 -13,3% 41 Otto-Passarge-Schule 291 12 24,3 189 8 23,6 -35,1% 42 Schule am Koggenweg 297 12 24,8 229 11 20,8 -22,9% Buntekuh 588 24 24,5 418 19 22,0 -28,9% 51 Bugenhagen-Schule 279 13 21,5 214 10 21,4 -23,3% 52 Luther-Schule 333 15 22,2 214 10 21,4 -35,7% St. Lorenz Süd 612 28 21,9 428 20 21,4 -30,1% 61 Brockes-Schule 248 12 20,7 190 8 23,8 -23,4% 62 Gotthard-Kühl-Schule 281 12 23,4 251 12 20,9 -10,7% 63 Pestalozzi-Schule 282 14 20,1 257 13 19,8 -8,9% 64 Schule Paul-Gerhardt-Straße 213 11 19,4 204 10 20,4 -4,2% 65 Schule Großsteinrade 28 2 14,0 70 4 17,5 150,0% 66 Schule Schönböcken 77 4 19,3 104 4 26,0 35,1% 67 Schule Falkenfeld 200 10 20,0 226 11 20,5 13,0% 68 Schule Vorwerk 208 9 23,1 237 11 21,5 13,9% St. Lorenz Nord 1.537 74 20,8 1.539 73 21,1 0,1% 71 Albert-Schweitzer-Schule 257 12 21,4 206 11 18,7 -19,8% 72 Schule Marli 344 15 22,9 253 12 21,1 -26,5% 73 Anna-Siemsen-Schule 231 12 19,3 265 12 22,1 14,7% 74 Schule Eichholz 275 12 22,9 154 8 19,3 -44,0% 75 Schule am Stadtpark 186 9 20,7 231 11 21,0 24,2% 76 Schule Lauerholz 270 13 20,8 268 14 19,1 -0,7% St. Gertrud 1.563 73 21,4 1.377 68 20,3 -11,9% 81 Schule Schlutup 252 13 19,4 260 12 21,7 3,2% 91 Luisenhof-Schule 94 5 18,8 70 4 17,5 -25,5% 92 Schule Rangenberg 105 5 21,0 156 8 19,5 48,6% 93 Schule Kücknitz 201 10 20,1 124 6 20,7 -38,3% 94 Schule Roter Hahn 278 12 23,2 246 12 20,5 -11,5% 95 Schule Utkiek 213 9 23,7 202 8 25,3 -5,2% Kücknitz 891 41 21,7 798 38 21,0 -10,4% 101 Schule Steenkamp 175 8 21,9 208 10 20,8 18,9% 102 Stadtschule Travemünde 208 9 23,1 152 8 19,0 -26,9% Travemünde 383 17 22,5 360 18 20,0 -6,0% ° ohne Schulkindergarten Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

23,5 2,1 2,6 1,5 2,1 2,2 3,8 3,8 1,8 1,9 0,6 2,3 1,5 2,0 1,3 0,8 1,4 2,0 2,4 2,2 2,3 2,3 2,3 2,0 2,7 2,7 2,2 0,7 1,1 2,4 2,5 2,0 2,2 2,7 2,8 1,6 2,5 2,9 2,4 2,8 0,7 1,7 1,3 2,6 2,1 1,7 2,2 1,6 1,9

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10 Schulangebote in der Primarstufe

Teil I

Schülerzahlen in der Primarstufe (2006/07) Dom-Schule Marien-Schule Kahlhorst-Schule Kaland-Schule Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Schule Hochschulstadtt./Wulfsdorf Schule Niederbüssau Brüder-Grimm-Schule Mühlenweg-Schule Schule Moisling Schule Niendorf Otto-Passarge-Schule Schule am Koggenweg Bugenhagen-Schule Luther-Schule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Pestalozzi-Schule Schule Paul-Gerhardt-Straße Schule Großsteinrade Schule Schönböcken Schule Falkenfeld Schule Vorwerk Albert-Schweitzer-Schule Schule Marli Anna-Siemsen-Schule Schule Eichholz Schule am Stadtpark Schule Lauerholz Schule Schlutup Luisenhof-Schule Schule Rangenberg Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Schule Utkiek Schule Steenkamp Stadtschule Travemünde 70 156 124 246 202 208 152 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 245 145 209 358 356 166 174 59 144 185 120 79 189 229 214 214 190 251 257 204 70 104 226 237 206 253 265 154 231 268 260

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11 Schulangebote in der Sekundarstufe

Teil I

1.2 Schulangebote in der Sekundarstufe Die Hansestadt Lübeck versorgt gegenwärtig in der Sekundarstufe I (5. bis 10. Jahrgangsstufe) in 34 Schulen 11.621 Schüler: in 15 Hauptschulen 2.864 Schüler, in neun Realschulen 3.320 Schüler, in sieben Gymnasien 3.832 Schüler und in drei Gesamtschulen 1.605 Schüler. Bei insgesamt 487 gebildeten Klassen beträgt in der Sekundarstufe I die mittlere Klassenfrequenz 23,9 Schüler je Klasse. Die Hauptschulen haben eine mittlere Klassenfrequenz von 21,7 Schülern, die Realschulen von 23,4 Schülern, die Gymnasien von 25,9 Schülern und die Gesamtschulen von 24,7 Schülern je Klasse. Die Schülerzahlen in der Sekundarstufe I sind seit den neunziger Jahren - zeitversetzt gegenüber der Entwicklung in den Grundschulen noch bis zum Schuljahr 2003/04 angestiegen und verlaufen erst danach leicht rückläufig. Die Schülerzahl in der Sekundarstufe I insgesamt liegt gegenwärtig 9% über dem Stand vom Schuljahr 1997/98. Der bisherige Anstieg der Schülerzahlen um insgesamt 979 Schüler ist mit der Erweiterung um nur 13 mehr gebildeten Klassen, aber einer Erhöhung der mittleren Klassenfrequenz von 22,5 auf 23,9 Schüler je Klasse aufgefangen worden. Die unterschiedliche Schülerzahlentwicklung in den Lübecker Stadtteilen muß unter verschiedenen Aspekten betrachtet werden; hier kommen Schulschließungen und Schulgründungen (Beispiel: Schlutup) ebenso zum Tragen wie die im Sekundarbereich ungleichen Versorgungsquoten in den einzelnen Stadtteilen (die im folgenden noch dokumentiert werden). Dabei spielen eine wesentliche Rolle die unterschiedlichen Entwicklungsverläufe in den einzelnen Schularten.
Die Entwicklung der Schülerzahlen in den Stadtteilen 1997/98 bis 2006/07 (Sekundarstufe I) Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde -3% 27% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 8% 38% 4% 11% -2% 4% 10% 17%

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12 Schulangebote in der Sekundarstufe

Teil I

Die Entwicklung der Schülerzahlen nach Schularten 1997/98 bis 2006/07 (Sekundarstufe I) Hauptschulen insgesamt Realschulen insgesamt Gymnasien insgesamt Gesamtschulen insgesamt Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn -3% 3% 20% 27%

Neben der Gesamtschule, die mit dem Aufbau eines dritten Schulangebotes mit 27% den höchsten Zuwachs an Schülerzahlen aufweist, haben in der Hansestadt Lübeck vor allem die Gymnasien in den letzten zehn Jahren mit 20% einen erheblichen Anstieg ihrer Schülerzahl zu verzeichnen. Demgegenüber können die stagnierenden Schülerzahlen in den Realschulen (3%) und Hauptschulen (-3%) in dem bisherigen Entwicklungskorridor als ein relativer Rückgang der Schülerzahl eingestuft werden: Während innerhalb eines knappen Jahrzehntes die Anteile der Hauptschüler von 28% auf 25% und der Realschüler von 30% auf 29% gesunken sind, haben sich die Anteile der Gymnasiasten von 30% auf 33% und der Gesamtschüler von 12% auf 14% erhöht.
Die Entwicklung der Schülerzahlen nach Schularten 1997/98 bis 2006/07 (Sekundarstufe I) 3.832 3.2383.320 2.951 2.864 3.194

Schuljahr 1997/98 Schuljahr 2006/07 1.259

1.605

Hauptschulen insgesamt

Realschulen insgesamt

Gymnasien insgesamt

Gesamtschulen insgesamt

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

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13 Schulangebote in der Sekundarstufe

Teil I

Gegenwärtig ist die mittlere Lübecker Sekundarschule mit 342 Schülern in der Sekundarstufe I - gemessen an einer mittleren Soll-Frequenz von 25 Schülern je Klasse - 2,3-zügig. Die Lübecker Sekundarschulen stellen sich in den einzelnen Schularten wie folgt dar: die mittlere Lübecker Hauptschule ist mit 191 Schülern 1,5-zügig, die mittlere Lübecker Realschule mit 369 Schülern 2,5zügig, das mittlere Lübecker Gymnasium mit 547 Schülern (in der Sekundarstufe I) 3,6-zügig und die mittlere Lübecker Gesamtschule mit 535 Schülern (in der Sekundarstufe I) ebenfalls 3,6-zügig.
Die mittlere Zügigkeit der Sekundarschulen in den Stadtteilen und nach Schularten (Sekundarstufe I 2006/07) Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde 1,2 1,7 1,2 2,7 2,5 2,3 2,7 2,7 2,0 3,2

Hauptschulen insgesamt Realschulen insgesamt Gymnasien insgesamt Gesamtschulen insgesamt

1,5 2,5 3,6 3,6 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Die höhere mittlere Zügigkeit in der Innenstadt ist auf die Konzentration der Gymnasialangebote zurückzuführen, die relativ niedrigen mittleren Zügigkeiten in den Stadtteilen Moisling, Kücknitz und Travemünde zeigen absehbare Tragfähigkeitsschwächen der in diesen Stadtteilen angebotenen Sekundarschulen an.

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

14 Schulangebote in der Sekundarstufe

Teil I

Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Sekundarstufe I Schuljahr 1997/98 Schuljahr 2006/07 Entwicklung Schüler Klassen Frequenz Schüler Klassen Frequenz Schüler Sekundarschule (S I) 10.642 474 22,5 11.621 487 23,9 9,2% HS A.H.-Francke-Schule 171 9 19,0 109 5 21,8 -36,3% RS E.Geibel-Realschule 333 14 23,8 357 14 25,5 7,2% GY Enestinenschule 397 17 23,4 525 21 25,0 32,2% GY Johanneum zu Lübeck 509 21 24,2 640 24 26,7 25,7% GY Katharineum zu Lübeck 505 19 26,6 680 26 26,2 34,7% GY Oberschule zum Dom 532 22 24,2 542 22 24,6 1,9% Innenstadt 2.447 102 24,0 2.853 112 25,5 16,6% HS Kahlhorst-Schule 104 5 20,8 -100,0% HS Klosterhof-Schule 163 9 18,1 220 11 20,0 35,0% HS Schule Grönauer Baum 111 5 22,2 92 4 23,0 -17,1% RS Alte Stadtschule 406 16 25,4 370 16 23,1 -8,9% RS St. Jürgen-Realschule 420 19 22,1 498 21 23,7 18,6% St. Jürgen 1.204 54 22,3 1.180 52 22,7 -2,0% HS Brüder-Grimm-Schule 170 8 21,3 170 9 18,9 HS Schule Moisling 132 7 18,9 125 6 20,8 -5,3% RS Realschule Moisling 203 11 18,5 231 11 21,0 13,8% Moisling 505 26 19,4 526 26 20,2 4,2% HS Otto-Passarge-Schule 182 9 20,2 188 9 20,9 3,3% GS Baltic-Gesamtschule 557 24 23,2 626 24 26,1 12,4% Buntekuh 739 33 22,4 814 33 24,7 10,1% HS Luther-Schule 196 10 19,6 220 10 22,0 12,2% RS Holstentor-Realschule 529 24 22,0 532 24 22,2 0,6% St. Lorenz Süd 725 34 21,3 752 34 22,1 3,7% HS Brockes-Schule 179 8 22,4 206 9 22,9 15,1% HS Gotthard-Kühl-Schule 271 12 22,6 252 10 25,2 -7,0% HS Schule Vorwerk 210 11 19,1 232 11 21,1 10,5% RS Bernt-Notke-Realschule 430 19 22,6 448 18 24,9 4,2% GY C.J.Burckhardt-Gymn. 466 20 23,3 590 22 26,8 26,6% St. Lorenz Nord 1.556 70 22,2 1.728 70 24,7 11,1% HS Albert-Schweitzer-Schule 316 14 22,6 359 15 23,9 13,6% HS Anna-Siemsen-Schule 194 9 21,6 220 10 22,0 13,4% RS Johannes-Kepler-Schule 304 13 23,4 305 13 23,5 0,3% GY Thomas-Mann-Schule 497 21 23,7 558 21 26,6 12,3% GS Geschw. Prenski-Schule 561 24 23,4 575 24 24,0 2,5% St. Gertrud 1.872 81 23,1 2.017 83 24,3 7,7% HS Schule Schlutup 39 2 19,5 -100,0% RS Realschule Schlutup 112 6 18,7 -100,0% GS Gesamtschule Schlutup 141 6 23,5 404 17 23,8 186,5% Schlutup 292 14 20,9 404 17 23,8 38,4% HS Schule Kücknitz 267 13 20,5 196 9 21,8 -26,6% HS Schule Roter Hahn 123 6 20,5 121 6 20,2 -1,6% RS Trave-Realschule 351 16 21,9 386 15 25,7 10,0% GY Trave-Gymnasium 288 12 24,0 297 12 24,8 3,1% Kücknitz 1.029 47 21,9 1.000 42 23,8 -2,8% HS Stadtschule Travemünde 123 6 20,5 154 8 19,3 25,2% RS Realschule Travemünde 150 7 21,4 193 10 19,3 28,7% Travemünde 273 13 21,0 347 18 19,3 27,1% Hauptschulen insgesamt Realschulen insgesamt Gymnasien insgesamt Gesamtschulen insgesamt 2.951 3.238 3.194 1.259 143 145 132 54 20,6 2.864 132 21,7 -2,9% 22,3 3.320 142 23,4 2,5% 24,2 3.832 148 25,9 20,0% 23,3 1.605 65 24,7 27,5% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

25 2,3 0,9 2,4 3,5 4,3 4,5 3,6 3,2 1,8 0,7 2,5 3,3 2,0 1,4 1,0 1,5 1,2 1,5 4,2 2,7 1,8 3,5 2,5 1,6 2,0 1,9 3,0 3,9 2,3 2,9 1,8 2,0 3,7 3,8 2,7 2,7 2,7 1,6 1,0 2,6 2,0 1,7 1,2 1,3 1,2 1,5 2,5 3,6 3,6

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

15 Schulangebote in der Sekundarstufe

Teil I

Schülerzahlen in der Sekundarstufe I (2006/07) A.H.-Francke-Schule E.Geibel-Realschule Enestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Alte Stadtschule St. Jürgen-Realschule Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Realschule Moisling Otto-Passarge-Schule Baltic-Gesamtschule Luther-Schule Holstentor-Realschule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk Bernt-Notke-Realschule C.J.Burckhardt-Gymn. Albert-Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule Johannes-Kepler-Schule Thomas-Mann-Schule Geschw. Prenski-Schule Gesamtschule Schlutup Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Trave-Realschule Trave-Gymnasium Stadtschule Travemünde Realschule Travemünde 196 121 386 297 154 193 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 404 220 532 206 252 232 448 590 359 220 305 558 575 220 92 370 498 170 125 231 188 626 109 357 525 640 680 542

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

16 Grundschulempfehlungen

Teil I

1.3 Die Grundschulempfehlungen In der Hansestadt Lübeck empfehlen die Grundschulen seit Jahren jeweils einem guten Drittel der Eltern den Übergang ihres Kindes zur Hauptschule und zur Realschule; nur etwas mehr als einem Viertel der Kinder empfehlen sie den Besuch eines Gymnasiums. Erst im letzten Jahr ist der Anteil der Empfehlungen für das Gymnasium vor allem zu Lasten der Hauptschule auf 31% angestiegen.
Grundschulempfehlungen (im Mittel 2002-2006) 40% 38% 36% 34% 32% Hauptschule Realschule Gymnasium 28% 26% 24% 22% 20% 2002/03 2003/04 2004/05 2005/06 2006/07 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 30%

Für die Schulentwicklung entscheidend sind jedoch die lokalen und regionalen Ausprägungen der Empfehlungen, weil hier erhebliche Unterschiede sichtbar werden. Bezogen auf die Stadtteile streuen die Empfehlungen für das Gymnasium von nur 13% im Stadtteil Buntekuh bis 39% im Stadtteil St. Jürgen. Korrespondierend reicht das Spektrum des Anteils der Hauptschulempfehlungen von 19% im Stadtteil St. Jürgen bis 53% im Stadtteil Buntekuh. Die Empfehlungen zur Realschule bewegen sich in der Regel im Bereich von 32% bis 42%, einzige Ausnahme ist der Stadtteil Schlutup mit einem Anteil von 57% Realschulempfehlungen. In den einzelnen Grundschulen ist die Streuung noch weitreichender: Hier liegt im Mittel der Schuljahre 2002/02 bis 2006/07 der geringste Anteil der Gymnasialempfehlungen bei 8% (Brüder-Grimm-Schule) und der höchste bei 54% (Schule am Stadtpark). Im Hinblick auf die Neugestaltung der Schullandschaft und die mit der

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

17 Grundschulempfehlungen

Teil I

Einrichtung von Regional- und Gemeinschaftsschulen einhergehende organisatorische Trennung von Grund- und Hauptschulen muß festgestellt werden, daß bei den verbundenen Grund- und Hauptschulen der durchschnittliche Anteil der Hauptschulempfehlungen mit 43% den Anteil von 27% bei den Grundschulen noch deutlich übersteigt.
Grundschulempfehlungen (im Mittel 2002-2006) Hauptschule Realschule Gymnasium

Hansestadt Lübeck

34%

37%

29%

Grundschule Grund- und Hauptschule

27% 43%

40% 32%

32% 25%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Grundschulempfehlungen (im Mittel 2002-2006) Hauptschule Realschule Gymnasium

Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde

23% 19% 45% 53% 42% 41% 26% 25% 42% 29%

38% 42% 34% 33% 32% 35% 36% 57% 36% 39% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

38% 39% 21% 13% 26% 23% 37% 19% 22% 32%

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

18 Grundschulempfehlungen

Teil I

Grundschulempfehlungen (im Mittel 2002-2006) Hauptschule Realschule Gymnasium

Dom-Schule Marien-Schule Kahlhorst-Schule Kaland-Schule Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Schule Wulfsdorf Schule Niederbüssau Brüder-Grimm-Schule Mühlenweg-Schule Schule Moisling Schule Niendorf Otto-Passarge-Schule Schule am Koggenweg Bugenhagen-Schule Luther-Schule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Pestalozzi-Schule Schule Paul-Gerhardt-Straße Schule Großsteinrade Schule Schönböcken Schule Falkenfeld Schule Vorwerk Albert-Schweitzer-Schule Schule Marli Anna-Siemsen-Schule Schule Eichholz Schule am Stadtpark Schule Lauerholz Schlutup Luisenhof-Schule Schule Rangenberg Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Schule Utkiek Schule Steenkamp Stadtschule Travemünde

15% 38% 15% 7% 31% 22% 9% 19%

43% 31% 48% 51% 32% 37% 45% 56% 63% 50% 33% 46% 39% 54% 53% 42% 43% 45% 52% 31% 37% 45% 37% 50% 36% 37% 67% 40% 30% 31% 39% 43% 33% 29% 35% 44% 33% 35% 35% 30% 39% 30% 31% 34% 30%

43% 31% 38% 43% 38% 41% 45% 31% 26% 21% 43% 13% 13% 25% 27% 16% 20% 24% 24% 50% 45% 28% 21% 26% 28% 37% 33% 54% 45% 57% 19% 44% 48% 30% 37% 31% 41% 37% 37% 28% 19% 22% 23% 20% 29% 13% 8% 17%

17%

13% 18%

11% 9% 25% 38% 35%

48% 43% 40% 22% 37%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

19 Übergänge von den Grundschulen

Teil I

1.4 Übergänge von den Grundschulen Im trendgewichteten Mittel der Schuljahre 2002/03 bis 2006/07 beträgt in der Hansestadt Lübeck der Anteil der Übergänge zur Hauptschule 25%, der Übergänge zur Realschule 27%, der Übergänge zum Gymnasium 33% und der Übergänge zur Gesamtschule 14%. In den einzelnen Stadtteilen sind bei den realen Übergängen in die weiterführenden Schulen die Verteilungen der Grundschulempfehlungen, zum einen mit relativ hohen Übergangsquoten für die Hauptschule in den Stadtteilen Moisling, Buntekuh, St. Lorenz Süd und Nord und Kücknitz und zum anderen mit relativ hohen Übergangsquoten für das Gymnasium in den Stadtteilen Innenstadt, St. Jürgen, St. Gertrud und Travemünde, wiederzuerkennen; im Stadtteil Schlutup wird die vergleichsweise hohe Realschulquote bestätigt.
Übergänge von den Grundschulen (im Mittel 2002-2006) Hauptschule Realschule Gymnasium Gesamtschule

Stadtteil Innenstadt Stadtteil St. Jürgen Stadtteil Moisling Stadtteil Buntekuh Stadtteil St. Lorenz Süd Stadtteil St. Lorenz Nord Stadtteil St. Gertrud

14% 14% 30% 36%

22% 28% 31% 26% 21% 28% 23% 42% 27% 37% 29%

46% 48% 26% 18% 25% 26% 37% 27% 24% 38%

18% 10% 12% 21% 14% 13% 16% 25% 12% 16%

41% 33% 23%

Stadtteil Schlutup 4% Stadtteil Kücknitz Stadtteil Travemünde

18%

Hansestadt Lübeck

25%

27%

33%

14%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

20 Übergänge von den Grundschulen

Teil I

Bei genauer Betrachtung sind jedoch auffällige Verschiebungen erkennbar, die nicht allein auf die Orientierung von 14% der Eltern zu den Gesamtschulangeboten zurückzuführen sind. Unter Berücksichtigung der Aufnahmemodalität der Gesamtschulen (im Mittel der letzten Jahre 31% Hauptschul-, 51% Realschul- und 18% Gymnasialempfehlungen) ergibt sich im Gymnasialbereich zwischen der Aufnahme von 33% der Schüler und dem verbleibenden Empehlungsanteil für das Gymnasium von 27% eine nicht unerhebliche Abweichung zu Lasten der Realschule (und in der Folge der Hauptschule). Jeder fünfte Gymnasiast (19%) der Hansestadt Lübeck beginnt seine Schullaufbahn ohne Gymnasialempfehlung; ungeachtet der hinlänglich bekannten grundsätzlichen Infragestellung der Grundschulempfehlungen bleibt festzustellen, daß die Gymnasien im Verlauf der Sekundarstufe I vorzeitig 17% ihrer Schüler verlieren.
Übergänge in Abweichung der Empfehlungen (im Mittel 2002-2006) Hauptschule Realschule Gymnasium

11% Stadtteil Innenstadt -7% -4% 10% Stadtteil St. Jürgen -9% -2% 8% Stadtteil Moisling -11% 8% Stadtteil Buntekuh 4% -11% 1% Stadtteil St. Lorenz Süd -4% 3% 5% Stadtteil St. Lorenz Nord -4% 2% Stadtteil St. Gertrud -5% 2% 13% Stadtteil Schlutup -12% 4% Stadtteil Kücknitz -11% 8% Stadtteil Travemünde -6% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn -2% 7% -2% -1% 4%

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

21 Übergänge von den Grundschulen Übergänge von den Grundschulen in der Hansestadt Lübeck insgesamt
SchulSchüler Hauptschule jahr insg. abs. in % 2002/03 1.696 435 25,6% 2003/04 1.700 452 26,6% 2004/05 1.706 470 27,5% 2005/06 1.686 440 26,1% 2006/07 1.738 418 24,1% 02-06* 1.714 436 25,4% 02-06* Empfehlungen 33,7% Aufnahme Gesamtschule° -4,5% verbleibende Abweichung -3,8% Stadtteil Innenstadt 2002/03 74 7 2003/04 79 11 2004/05 74 9 2005/06 95 15 2006/07 106 13 02-06* 95 13 02-06* Empfehlungen Aufnahme Gesamtschule° verbleibende Abweichung Stadtteil St. Jürgen 2002/03 292 34 2003/04 259 43 2004/05 278 41 2005/06 285 47 2006/07 294 38 02-06* 286 41 02-06* Empfehlungen Aufnahme Gesamtschule° verbleibende Abweichung Stadtteil Moisling 2002/03 138 53 2003/04 129 44 2004/05 137 51 2005/06 117 28 2006/07 117 36 02-06* 122 37 02-06* Empfehlungen Aufnahme Gesamtschule° verbleibende Abweichung Stadtteil Buntekuh 2002/03 109 38 2003/04 114 49 2004/05 109 40 2005/06 99 41 2006/07 96 30 02-06* 101 36 02-06* Empfehlungen Aufnahme Gesamtschule° verbleibende Abweichung * trendgew. Mittelwerte Realschule abs. in % 495 29,2% 485 28,5% 482 28,3% 465 27,6% 467 26,9% 471 27,5% 37,2% -7,3% -2,4% Gymnasium abs. in % 519 30,6% 522 30,7% 507 29,7% 544 32,3% 604 34,8% 563 32,8% 29,1% -2,5% 6,3% Gesamtschule abs. in % 247 14,6% 241 14,2% 247 14,5% 237 14,1% 249 14,3% 245 14,3% 14,3%

Teil I

9,5% 13,9% 12,2% 15,8% 12,3% 13,7% 23,0% -5,6% -3,7% 11,6% 16,6% 14,7% 16,5% 12,9% 14,3% 19,2% -3,3% -1,6% 38,4% 34,1% 37,2% 23,9% 30,8% 30,3% 45,4% -3,9% -11,2% 34,9% 43,0% 36,7% 41,4% 31,3% 35,6% 53,3% -6,5% -11,1%

15 20,3% 16 20,3% 15 20,3% 24 25,3% 22 20,8% 21 22,1% 38,0% -9,1% -6,8% 96 32,9% 79 30,5% 77 27,7% 77 27,0% 80 27,2% 79 27,6% 41,6% -5,3% -8,6% 40 29,0% 34 26,4% 41 29,9% 42 35,9% 34 29,1% 38 31,1% 33,8% -6,3% 3,6% 25 22,9% 27 23,7% 32 29,4% 24 24,2% 25 26,0% 26 25,7% 32,7% -10,6% 3,6%

39 52,7% 41 51,9% 32 43,2% 41 43,2% 52 49,1% 44 46,3% 38,0% -3,2% 11,5% 127 43,5% 101 39,0% 126 45,3% 128 44,9% 151 51,4% 136 47,6% 39,2% -1,8% 10,2% 29 21,0% 32 24,8% 25 18,2% 35 29,9% 33 28,2% 32 26,2% 20,8% -2,2% 7,6% 25 22,9% 18 15,8% 16 14,7% 14 14,1% 20 20,8% 18 17,8% 13,1% -3,7% 8,4%

13 17,6% 11 13,9% 18 24,3% 15 15,8% 19 17,9% 17 17,9% 17,9%

35 12,0% 36 13,9% 34 12,2% 33 11,6% 25 8,5% 30 10,5% 10,5%

16 11,6% 19 14,7% 20 14,6% 12 10,3% 14 12,0% 15 12,3% 12,3%

21 19,3% 20 17,5% 21 19,3% 20 20,2% 21 21,9% 21 20,8% 20,8%

° HS 31%, RS 51%, GY 18%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

22 Übergänge von den Grundschulen
SchulSchüler Hauptschule jahr insg. abs. in % Stadtteil St. Lorenz Süd 2002/03 148 58 39,2% 2003/04 114 43 37,7% 2004/05 128 59 46,1% 2005/06 125 53 42,4% 2006/07 128 50 39,1% 02-06* 126 52 41,3% 02-06* Empfehlungen 42,5% Aufnahme Gesamtschule° -4,5% verbleibende Abweichung 3,3% Stadtteil St. Lorenz Nord 2002/03 309 96 31,1% 2003/04 319 98 30,7% 2004/05 314 109 34,7% 2005/06 331 123 37,2% 2006/07 316 98 31,0% 02-06* 320 107 33,4% 02-06* Empfehlungen 41,1% Aufnahme Gesamtschule° -4,0% verbleibende Abweichung -3,6% Stadtteil St. Gertrud 2002/03 332 82 24,7% 2003/04 357 84 23,5% 2004/05 320 91 28,4% 2005/06 351 83 23,6% 2006/07 377 83 22,0% 02-06* 358 84 23,5% 02-06* Empfehlungen 26,4% Aufnahme Gesamtschule° -5,1% verbleibende Abweichung 2,2% Stadtteil Schlutup 2002/03 44 2 4,5% 2003/04 41 4 9,8% 2004/05 52 3 5,8% 2005/06 33 2 6,1% 2006/07 57 2 3,5% 02-06* 48 2 4,2% 02-06* Empfehlungen 24,5% Aufnahme Gesamtschule° -7,9% verbleibende Abweichung -12,5% Stadtteil Kücknitz 2002/03 171 54 31,6% 2003/04 202 55 27,2% 2004/05 198 52 26,3% 2005/06 171 30 17,5% 2006/07 174 59 33,9% 02-06* 179 49 27,4% 02-06* Empfehlungen 42,3% Aufnahme Gesamtschule° -3,7% verbleibende Abweichung -11,2% Stadtteil Travemünde 2002/03 79 11 13,9% 2003/04 86 21 24,4% 2004/05 96 15 15,6% 2005/06 79 18 22,8% 2006/07 73 9 12,3% 02-06* 80 14 17,5% 02-06* Empfehlungen 28,7% Aufnahme Gesamtschule° -5,1% verbleibende Abweichung -6,1% * trendgew. Mittelwerte Realschule abs. in % 36 24,3% 27 23,7% 34 26,6% 20 16,0% 26 20,3% 26 20,6% 31,9% -7,3% -4,0% 100 32,4% 95 29,8% 94 29,9% 76 23,0% 91 28,8% 88 27,5% 35,4% -6,5% -1,4% 74 22,3% 87 24,4% 61 19,1% 93 26,5% 87 23,1% 84 23,5% 36,5% -8,3% -4,8% 14 31,8% 15 36,6% 16 30,8% 14 42,4% 27 47,4% 20 41,7% 56,6% -12,7% -2,2% 59 34,5% 83 41,1% 74 37,4% 71 41,5% 58 33,3% 66 36,9% 35,7% -6,0% 7,1% 36 45,6% 22 25,6% 38 39,6% 24 30,4% 17 23,3% 23 28,8% 39,1% -8,3% -2,1% Gymnasium abs. in % 41 27,7% 34 29,8% 20 15,6% 31 24,8% 34 26,6% 31 24,6% 25,7% -2,5% 1,4% 67 21,7% 74 23,2% 68 21,7% 90 27,2% 89 28,2% 84 26,3% 23,4% -2,3% 5,1% 117 35,2% 136 38,1% 114 35,6% 128 36,5% 139 36,9% 131 36,6% 37,1% -2,9% 2,3% 11 25,0% 13 31,7% 18 34,6% 12 36,4% 12 21,1% 13 27,1% 18,9% -4,4% 12,6% 37 21,6% 36 17,8% 52 26,3% 44 25,7% 41 23,6% 43 24,0% 22,0% -2,1% 4,1% 26 32,9% 37 43,0% 36 37,5% 21 26,6% 33 45,2% 30 37,5% 32,2% -2,9% 8,2% Gesamtschule abs. in % 13 8,8% 10 8,8% 15 11,7% 21 16,8% 18 14,1% 18 14,3% 14,3%

Teil I

46 14,9% 52 16,3% 43 13,7% 42 12,7% 38 12,0% 41 12,8% 12,8%

59 17,8% 50 14,0% 54 16,9% 47 13,4% 68 18,0% 58 16,2% 16,2%

17 38,6% 9 22,0% 15 28,8% 5 15,2% 16 28,1% 12 25,0% 25,0%

21 12,3% 28 13,9% 20 10,1% 26 15,2% 16 9,2% 21 11,7% 11,7%

6 7,6% 6 7,0% 7 7,3% 16 20,3% 14 19,2% 13 16,3% 16,3%

° HS 31%, RS 51%, GY 18%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

23 Schulwahl und Pendlerbewegungen

Teil I

1.5 Schulwahl und Pendlerbewegungen In der Hansestadt Lübeck sind für einen nicht unerheblichen Teil der Schüler gewählte Sekundarschulangebote entweder nur außerhalb ihres Stadtteils oder als Alternativen vorhanden. Für solche Schülerbewegungen ist die Vielfalt der Angebote an Schulen verantwortlich. Die Unterschiede in der Nachfrage nach den Schulen der Sekundarstufe sind im Wahlverhalten der Eltern begründet, das von mehreren Faktoren abhängig ist. Die Wahl der Sekundarschule Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule - orientiert sich an den Informationen und der Beratung, die die Eltern von den Grundschulen und aufnehmenden Schulen erhalten. Die Wahl ist auch von der Einschätzung der Schule durch die Eltern abhängig. Diese Einschätzungen beruhen auf Erfahrungen und Erwartungen. Hierbei spielen auch Profil, Tradition und Ruf einer Schule eine wichtige Rolle, denn Eltern berücksichtigen bei ihrer Entscheidung die allgemeine Einschätzung der Schulen in der Öffentlichkeit. In den folgenden tabellarischen und graphischen Übersichten werden diese lokalen und regionalen Bildungstraditionen sichtbar. Im Mittel der Schuljahre 2002/03 bis 2006/07 haben insgesamt 1.665 Schüler die Grundschulen der Hansestadt Lübeck verlassen, davon besuchten durchschnittlich 909 Schüler (55%) ein Sekundarschulangebot in ihrem Stadtteil. Dabei korrespondieren die sehr unterschiedlichen Versorgungsquoten in den einzelnen Stadtteilen größtenteils mit der Verteilung der Gymnasialangebote beziehungsweise deren Konzentration in der Innenstadt.
Versorgungsquoten der Stadtteile (im Mittel 2002 bis 2006) Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde 37% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 26% 77% 56% 36% 52% 47% 50% 68% 63%

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

24 Schulwahl und Pendlerbewegungen

Teil I

Im Hinblick auf die zukünftige Neugestaltung der Schullandschaft in der Hansestadt Lübeck stellen die stadtteilbezogenen Verflechtungen im Sekundarbereich die gegenwärtige Ausgangslage dar, wobei die Hauptschulen und der größere Teil der Realschulen eine überwiegend stadtteilbezogene Versorgungsfunktion wahrnehmen.
Aufnahmen der Sekundarschulen im Mittel der Schuljahre 2002/03 bis 2006/07* (regionale Verteilung / Herkunft der Schüler nach Stadtteilen) St. Lorenz Nord Anteil Stadtteil 70% 23% 8% 13% 16% 13% 95% 88% 90% 87% 23% 92% 85% 95% 87% 55% 23% 96% 86% 89% 80% 65% 64% St. Lorenz Süd Travemünde 10 78 1.665 10 47 8 86 4 89 6 96 1 55 7 6 7 10 13 16 St. Gertrud Innenstadt Buntekuh St. Jürgen

Stadtteil Schule Aufnahmen insg. A.H.-Francke-Schule E.Geibel-Realschule Enestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Alte Stadtschule St. Jürgen-Realschule Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Realschule Moisling Otto-Passarge-Schule Baltic-Gesamtschule Luther-Schule Holstentor-Realschule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk Bernt-Notke-Realschule C.J.Burckhardt-Gymn.

1

2

3

4

5

6

7

8

9

94 279 117 7 1 11 7 7 22 1 12 30 1 15 28 2 7 18 9 2 3 3 28 9 12 52 20 15 26 3 3 2 1 1 7 4 15 10

99 120 315 341 1 1 12 1 12 28 1 9 7 24 2 3 9 29 1 6 7 6 1 24

46 176 17 5 1 2

2

1 2 1 2 3 26 21 18 4 1 4 14 3 15 42 18 3 1 4 10 1 31 21 24 39 37 62 52 1

3

1 5 1

17

Albert-Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule 1 Johannes-Kepler-Schule Thomas-Mann-Schule 2 Geschw. Prenski-Schule 12 Gesamtschule Schlutup Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Trave-Realschule Trave-Gymnasium Stadtschule Travemünde Realschule Travemünde 2

2 36 18 5

1 2

1 8 1 1

45 33 40 42 31 17 3

1 5

1 11

12

10 22 19 55 39 7 9

Verbleib im Stadtteil 59 101 61 47 60 214 191 12 135 29 Versorgungsquote 63% 36% 52% 47% 50% 68% 56% 26% 77% 37% * trendgewichtete Mittelwerte

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

Summe 21 17 29 30 93 26 46 39 71 94 53 23 22 62 49 20 25 909 55%

Moisling

Kücknitz

Schlutup

28 100% 12 75% 43 28% 57 91%

42 100% 80 23%

45 100% 37 89% 42 95% 87 48% 89 35%

25 Schulwahl und Pendlerbewegungen

Teil I

Anteil der Aufnahmen aus dem jeweiligen Stadtteil (im Mittel 2002 bis 2006) A.H.-Francke-Schule E.Geibel-Realschule Enestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Alte Stadtschule St. Jürgen-Realschule Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Realschule Moisling Otto-Passarge-Schule Baltic-Gesamtschule Luther-Schule Holstentor-Realschule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk Bernt-Notke-Realschule C.J.Burckhardt-Gymn. Albert-Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule Johannes-Kepler-Schule Thomas-Mann-Schule Geschw. Prenski-Schule Gesamtschule Schlutup Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Trave-Realschule Trave-Gymnasium Stadtschule Travemünde Realschule Travemünde 65% 64% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 23% 100% 23% 92% 85% 95% 87% 55% 100% 89% 95% 48% 35% 23% 96% 86% 89% 80% 70% 23% 8% 13% 16% 13% 100% 75% 28% 91% 95% 88% 90% 87%

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

26 Schulwahl und Pendlerbewegungen

Teil I

In der Hansestadt Lübeck nehmen die Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen zu vergleichsweise geringen Anteilen auch auswärtige Schüler auf. Der Anteil der von auswärtigen Grundschulen aufgenommenen Schüler umfaßt im Durchschnitt dieser drei Schularten im Mittel der Schuljahre 2002/03 bis 2006/07 mit insgesamt 154 Schülern nur 11% (Realschulen 7%, Gymnasien 16%, Gesamtschulen 8%). Die Hälfte der Einpendler kommt aus Krummesse und Groß Grönau.
Aufnahmen der Sekundarschulen im Mittel der Schuljahre 2002/03 bis 2006/07* Realschulen Gymnasien Gesamtschulen insgesamt Aufnahmen insg. von städt. Schulen Bad Schwartau Berkenthin Groß Grönau Hamberge Herrnburg Krummesse Lüdersdorf Niendorf Ravensbusch Reinfeld Sandesneben Selmsdorf Stockelsdorf Zarpen von and. Schulen * trendgewichtete Mittelwerte 488 100,0% 456 93,4% 2 11 18 1 0,4% 2,3% 3,7% 0,2% 658 100,0% 556 1 3 23 8 2 24 8 1 1 5 10 5 11 32 6,6% 102 84,5% 0,2% 0,5% 3,5% 1,2% 0,3% 3,6% 1,2% 0,2% 0,2% 0,8% 1,5% 0,8% 1,7% 15,5% 255 100,0% 235 1 1 5 1 1 4 92,2% 0,4% 0,4% 2,0% 0,4% 0,4% 1,6% 1.401 100,0% 1.247 89,0% 2 0,1% 6 0,4% 39 2,8% 9 0,6% 3 0,2% 46 3,3% 9 0,6% 1 0,1% 1 0,1% 5 0,4% 10 0,7% 1 0,1% 7 0,5% 15 1,1% 154 11,0%

1 2 4 20

0,4% 0,8% 1,6% 7,8%

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

7% 16%

8%

11%

von städt. Schulen von and. Schulen 93% 84% 92% 89%

Realschulen

Gymnasien

Gesamtschulen

insgesamt

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

27 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe

Teil I

1.6 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe In den Prognosen der zukünftigen Entwicklung müssen die Veränderungen der Sekundarschülerzahlen von Jahrgangsstufe zu Jahrgangsstufe berücksichtigt werden, die sich durch die Schülerbewegungen in den Sekundarschulen aufgrund der Zu- und Abgänge ("Seitenein- und aussteiger") sowie der Wiederholer ergeben. Mit diesen "kumulierten" Werten wird für jede Schule eine spezifische Bestandsaufnahme und Prognose bezüglich der Entwicklung ihrer Schülerzahlen und somit ihres entsprechenden Schulraumbedarfs möglich. Bei diesen Schülerbewegungen in der Hansestadt Lübeck zeigt sich, daß die jahrgangsstufenbezogenen Veränderungen, die als trendgewichtete Mittelwerte die jüngste Entwicklung der Schulen vom Schuljahr 1999/00 bis zum Schuljahr 2006/07 abbilden, in der Jahrgangsstufenfolge bis zur 10. Jahrgangsstufe in den Hauptschulen einen mittleren Schülerzuwachs von 25%, dagegen mittlere Schülerverluste in den Realschulen von -5% und in den Gymnasien von -13% bewirken (die Gymnasien führen in der Sekundarstufe II durchschnittlich nur noch 73% ihrer Schülerschaft). Die Gesamtschulen halten -schulartspezifisch - in der Sekundarstufe I konstante Schülerzahlen und führen in der Sekundarstufe II - schulartbedingt - durchschnittlich noch 50% ihrer Schülerschaft.
jahrgangsstufenbezogene Entwicklung der Schülerzahlen in den Sekundarschulen° Jahrgangsstufe Hauptschulen Realschulen Gymnasien Gesamtschulen Sekundarschulen insg. 5 6 7 8 9 10 5-10 100 118 130 132 121 13 125 100 96 101 101 98 89 95 100 95 94 92 86 83 87 100 102 103 102 104 86 96 100 102 106 105 100 67 89 11 12 13 11-13 5-13

77 52

77 55

70 48

73 50

78

° kumulierte Werte (5. Jahrgangsstufe = 100)

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Schülerzahl in den Sekundarschulen (5.Jhg. = 100) Sekundarstufe I Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn Sekundarstufe II

Hauptschulen

125

Realschulen 73 87 50

95

Gymnasien

Gesamtschulen

96

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

28 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe

Teil I

In den Hauptschulen zeigen die jahrgangsstufenbezogenen Veränderungen in der Jahrgangsstufenfolge bis zur 9. Jahrgangsstufe insgesamt zum teil beträchtliche Schülerzuwächse. Dabei haben die einzelnen Schulen jedoch sehr unterschiedliche Entwicklungen: In einigen Hauptschulen erhöhen die Schülerbewegungen die mittlere Schülerzahl sogar um bis zu 61% (Klosterhof-Schule), andererseits gibt es auch eine Hauptschule (Otto-Passarge-Schule) mit einem mittleren Schülerverlust von -4%.
jahrgangsstufenbezogene Entwicklung der Schülerzahlen in den Hauptschulen° Jahrgangsstufe 5 6 A.H.Francke-Schule 100 119 Kahlhorst-Schule 100 126 Klosterhof-Schule 100 114 Schule Grönauer Baum 100 122 Brüder-Grimm-Schule 100 129 Schule Moisling 100 113 Otto-Passarge-Schule 100 98 Luther-Schule 100 110 Brockes-Schule 100 140 Gotthard-Kühl-Schule 100 110 Schule Vorwerk 100 108 A. Schweitzer-Schule 100 138 Anna-Siemsen-Schule 100 112 Schule Kücknitz 100 125 Schule Roter Hahn 100 138 Stadtsch. Travemünde 100 116 Hauptschulen insg. 100 118 ° kumulierte Werte (5. Jahrgangsstufe = 100) 7 119 133 166 143 130 111 104 121 159 119 117 142 122 161 132 137 130 8 134 132 186 153 141 115 101 110 147 119 110 152 119 162 156 139 132 9 10 5-9 11 12 13 11-13 5-13 129 128 115 123 153 161 173 157 124 130 108 111 90 96 100 107 123 137 106 27 112 109 110 148 75 147 118 118 150 66 153 119 133 122 129 121 13 125 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Schülerzahl in den Hauptschulen (5.Jhg. = 100) A.H.Francke-Schule Kahlhorst-Schule Klosterhof-Schule Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn Schule Grönauer Baum Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Otto-Passarge-Schule Luther-Schule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk A. Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Stadtsch. Travemünde 133 129 118 153 112 110 147 96 107 137 111 130 128 123 161 157

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

29 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe

Teil I

In den Realschulen sind die jahrgangsstufenbezogenen Veränderungen insgesamt deutlich weniger ausgeprägt, wobei die Schulart Realschule im hierarchischen Schulsystem eine Sonderrolle einnimmt, weil die hier dargestellte Bilanz durchaus größere Bewegungen überlagern kann, sei es durch die Aufnahme von gescheiterten Gymnasiasten oder durch die Abgabe von Schülern an die Hauptschule. Drei einzelne Schulen ragen in der Bilanz heraus: In einer Realschule (Alte Stadtschule) erhöhen die Schülerbewegungen die mittlere Schülerzahl um 11%, andererseits gibt es auch Realschulen mit größeren Schülerverlusten von -18% (Bernt-Notke-Realschule) und -14% (Realschule Travemünde).
jahrgangsstufenbezogene Entwicklung der Schülerzahlen in den Realschulen° Jahrgangsstufe 5 6 E. Geibel-Realschule 100 97 Alte Stadtschule 100 103 St. Jürgen- Realschule 100 101 Realschule Moisling 100 102 Holstentor-Realschule 100 97 Bernt-Notke-Realsch. 100 89 Joh. Kepler-Realschule 100 97 Trave-Realschule 100 89 Realsch. Travemünde 100 94 Realschulen insg. 100 96 ° kumulierte Werte (5. Jahrgangsstufe = 100) 7 99 116 105 91 99 91 108 97 109 101 8 97 114 107 105 100 89 111 96 96 101 9 10 5-10 11 12 13 11-13 5-13 97 93 96 116 106 111 106 92 100 100 89 96 93 94 95 86 72 82 99 97 101 103 84 93 85 74 86 98 89 95 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Schülerzahl in den Realschulen (5.Jhg. = 100) E. Geibel-Realschule Alte Stadtschule St. Jürgen- Realschule Realschule Moisling Holstentor-Realschule Bernt-Notke-Realsch. Joh. Kepler-Realschule Trave-Realschule Realsch. Travemünde 86 93 82 101 96 95 100 96 111

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

30 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe

Teil I

Die jahrgangsstufenbezogenen Veränderungen in den Gymnasien ergeben - bezogen auf die Eingangsstufe - bis zur 13. Jahrgangsstufe einen mittleren Schülerverlust von -22%. Dabei zeigen die Gymnasien in ihrer Entwicklung deutliche Unterschiede: Während die Ernestinenschule und das Trave-Gymnasium einen durchschnittlich (trendgewichtet) hohen Schülerverlust von -30% beziehungsweise -29% haben, beschränkt sich dieser Schülerverlust bei der Thomas-Mann-Schule und beim C.J. Burckhardt-Gymn. auf nur -11% beziehungsweise -18%.
jahrgangsstufenbezogene Entwicklung der Schülerzahlen in den Gymnasien° Jahrgangsstufe 5 6 Ernestinenschule 100 92 Johanneum zu Lübeck 100 96 Katharineum zu Lübeck 100 94 Oberschule zum Dom 100 95 C.J. Burckhardt-Gymn. 100 97 Thomas-Mann-Schule 100 95 Trave-Gymnasium 100 93 Gymnasien insg. 100 95 ° kumulierte Werte (5. Jahrgangsstufe = 100) 7 92 97 93 96 92 93 92 94 8 88 95 92 92 93 90 89 92 9 10 5-10 11 12 13 11-13 5-13 76 72 79 68 68 64 65 70 90 87 91 76 74 67 70 78 85 84 87 80 77 73 75 80 89 86 89 77 76 63 68 77 88 86 89 81 85 74 78 82 90 86 89 85 93 88 89 89 86 75 83 68 70 59 63 71 86 83 87 77 77 70 73 78 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Schülerzahl in den Gymnasien (5.Jhg. = 100) Sekundarstufe I Sekundarstufe II

Ernestinenschule

65 79 70 91 75 87 68 89 78 89 89 89 63 83

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Johanneum zu Lübeck

Katharineum zu Lübeck

Oberschule zum Dom

C.J. Burckhardt-Gymn.

Thomas-Mann-Schule

Trave-Gymnasium

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

31 Bilanz der Schülerbewegungen in der Sekundarstufe

Teil I

In den Gesamtschulen zeigen die jahrgangsstufenbezogenen Veränderungen in der Jahrgangsstufenfolge bis zur 10. Jahrgangsstufe sehr geringe Schülerbewegungen. Die Oberstufen der Gesamtschulen haben schulformbedingt niedrigere Schülerzahlen: Die Baltic-Gesamtschule führt in der Sekundarstufe II durchschnittlich 58%, die Geschw.Prenski-Schule 76% ihrer Schülerschaft (sie versorgt auch die Schüler der Gesamtschule Schlutup, die keine eigene Oberstufe hat).
jahrgangsstufenbezogene Entwicklung der Schülerzahlen in den Gesamtschulen° Jahrgangsstufe 5 6 Baltic-Gesamtschule 100 101 Geschw.Prenski-Schule 100 101 Gesamtschule Schlutup 100 105 Gesamtschulen insg. 100 102 ° kumulierte Werte (5. Jahrgangsstufe = 100) 7 102 101 105 103 8 102 100 104 102 9 10 5-10 11 12 13 11-13 5-13 104 91 98 65 66 53 58 101 89 96 75 80 74 76 108 74 93 104 86 96 52 55 48 50 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Schülerzahl in den Gesamtschulen (5.Jhg. = 100) Sekundarstufe I Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn Sekundarstufe II

Baltic-Gesamtschule

58 98 76 96

Geschw.Prenski-Schule

Gesamtschule Schlutup

93

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

32 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

2. Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck (vgl. Teil II: Demographische Entwicklungslinien) Die zukünftige Bevölkerungsentwicklung in der Hansestadt Lübeck wird von den Geburtenziffern und den Wanderungsbewegungen bestimmt. Die Erschließung der Siedlungs- und Baulandkapazitäten wiederum sind von der Entwicklung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und den regionalen und lokalen Perspektiven abhängig. Nach dem aktuellen Planungsstand sind in den folgenden Neubaugebieten in der Hansestadt Lübeck insgesamt 3.218 neue Wohneinheiten geplant, deren Fertigstellung und Bezug in den nächsten Jahren bis 2010 und darüber hinaus gegenwärtig allerdings nur vermutet werden kann (mit dem notwendigen Vorbehalt bei jeglichem Erwartungshorizont in Neubaugebieten):
Aktueller Stand der geplanten Zahl von Wohneinheiten (WE): S'teil Grundschulbezirk Baugebiet WE 2006 2007 2008 2009 2010+ 1 Dom-Schule D1 Südl. Wallhalbinsel 21 2 2 2 2 13 2 Kahlhorst-Schule A1 Rothebeck 8 1 1 1 1 5 2 Kahlhorst-Schule A14 Kronsforder Landstraße 22 2 2 2 2 13 2 Kahlhorst-Schule A16Gartenstadt Rothebek 110 11 11 11 11 66 2 Kahlhorst-Schule C1 Kastorpplatz 20 2 2 2 2 12 2 Schule Grönauer Baum A3 Feenwiese 10 1 1 1 1 6 2 Schule im Hochschulstadtteil Hochschulstadtteil I A10 110 11 11 11 11 66 2 Schule im Hochschulstadtteil Hochschulstadtteil II A11 126 13 13 13 13 76 2 Schule im Hochschulstadtteil Bornkamp A12 470 47 47 47 47 282 2 Schule im Hochschulstadtteil Hochschulstadtteil I B5 540 54 54 54 54 324 2 Schule im Hochschulstadtteil Hochschulstadtteil II B6 770 77 77 77 77 462 2 Schule Niederbüssau C2 Schleusenstr. Nord 30 3 3 3 3 18 3 Schule Niendorf C6 Niendorfer Hauptstraße 50 5 5 5 5 30 5 Bugenhagen-Schule B2 Lachswehrallee 120 12 12 12 12 72 5 Luther-Schule B3 Finkenberg 80 8 8 8 8 48 6 Gotthard-Kühl-Schule A7 Wisbystraße 40 4 4 4 4 24 6 Gotthard-Kühl-Schule B1 Brucknerstraße 17 2 2 2 2 10 6 Gotthard-Kühl-Schule B4 Wisbystraße 110 11 11 11 11 66 6 Pestalozzi-Schule A8 Dornbreite 27 3 3 3 3 16 6 Paul-Gerhardt-Schule C7 Flintenbreite 55 6 6 6 6 33 6 Paul-Gerhardt-Schule D2 Flintenbreite 12 1 1 1 1 7 6 Schule Groß Steinrade C4 Groß Steinrade/Morier Str. 35 4 4 4 4 21 6 Schule Schönböcken A15 Steinrader Damm/Hagenskoppel 6 58 6 6 6 35 6 Schule Falkenfeld C9 Schwartauer Allee/Wilhemshöhe 14 1 1 1 1 8 6 Schule Vorwerk C8 Schwartauer Landstr./Memelstr. 20 2 2 2 2 12 7 Albert-Schweitzer-Schule A5 Walderseekaserne 20 2 2 2 2 12 7 Schule am Stadtpark A13 Roeckstr./Heil.-Geist-Kamp 33 3 3 3 3 20 7 Schule am Stadtpark B7 Roeckstr./Heil.-Geist-Kamp110 11 11 11 11 66 8 Schlutuper Grundschule A2 Schusterbreite/Krümmling 60 6 6 6 6 36 8 Schlutuper Grundschule A9 Haler Ort 30 3 3 3 3 18 9 Schule Kücknitz C5 Solmitzstraße 18 2 2 2 2 11 9 Schule Roter Hahn A4 Resebergweg 20 2 2 2 2 12 9 Schule Roter Hahn C3 Hudestr./Dummersdorf 52 5 5 5 5 31 Summe Hansestadt Lübeck 3.218 Quelle: Fachbereich 5 Bereich Stadtplanung 322 322 322 322 1.931 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

33 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

Die Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck (auf der Grundlage der aktuellen kommunalen Zählung der Wohnbevölkerung) bezieht nun die zukünftig möglichen Zuzugsbewegungen in vorsichtiger Einschätzung orientiert an den ausgewiesenen Neubauvorhaben ein.
längerfristige Bevölkerungsentwicklung 220.000 217.592 213.899 210.000 203.477 200.000 198.113

190.264 190.000 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 182.337 180.000 174.300 170.000 164.939 160.000 Trendfortschreibung lineare Fortschreibung

150.000

140.000

130.000

120.000 1990 2005 2015 2025 2035

In der längerfristigen Entwicklung der Hansestadt Lübeck berechnen sich die zukünftigen Bevölkerungszahlen in der Prognose, die geplante Wohnraumerschließungen und zukünftige Wanderungsbewegungen einbezieht, im Jahr 2015 auf 203.477, im Jahr 2025 auf 190.264 und im Jahr 2035 auf 174.300 Einwohner.

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34 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

Wenn in der linearen Fortschreibung - ohne jegliche Wanderungsbewegungen - in der Hansestadt Lübeck die Wohnbevölkerung bis 2035 auf 164.939 Einwohner sinken würde, bedeutet das, daß zukünftige Wanderungsbewegungen und die geplanten Wohnraumerschließungen die rückläufige Bevölkerungsentwicklung nur abfedern werden. Dabei wird der im 21. Jahrhundert immer tiefgreifender sich abzeichnende sozialkulturelle und ökonomische Strukturwandel von dem gegenwärtig immer noch unterschätzten demographischen Alterungsprozeß geprägt sein.
Veränderung der Altersstruktur in der längerfristigen Entwicklung 220.000

31.439 29.202 27.026 28.379 25.809 32.410 31.411

200.000

180.000

160.000

140.000 -10jährige 10-20jährige 20-40jährige 40-60jährige 60-70jährige 70jährige u.ä. 57.031 49.062 41.026 36.462 20.605 40.000 60.000 59.408 50.023 80.000 100.000 58.285 64.074 30.878 120.000

18.856

16.790 13.604 2025

13.776 11.750

20.000

18.160 2005

16.474 2015

0 2035 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

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35 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

In der Hansestadt Lübeck wird in den nächsten 30 Jahren der Anteil der über 60-jährigen von 28% auf 36% steigen, während sich die Anteile der 25-60jährigen - der Anteil der Erwerbsfähigen - von 54% auf 50% und der unter 25jährigen - der Anteil der nachwachsenden Generation - von 18% auf 15% verringern werden. Zur Verdeutlichung der Brisanz der demographischen Veränderungen sollen einige wenige griffige Ziffern herangezogen werden: Mit dem Generationsfaktor wird ermittelt, wieviele Personen im erwerbsfähigen Alter der 20-60jährigen einen unter 20jährigen (Ausbildung) beziehungsweise einen über 60jährigen (Rente) versorgen.
Entwicklung der Generationsfaktoren in der Hansestadt Lübeck (Ausbildung 2005: 3 erwerbsfähige Personen versorgen einen unter 20jährigen) (Rente 2005: 1,9 erwerbsfähige Personen versorgen einen über 60jährigen) Generationsfaktor Ausbildung Generationsfaktor Rente

3,0 1,9

3,2 2,1

3,3

3,4

1,7

1,4

2005

2015

2025

2035

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Denn der demographische Wandel wird erst nach 2015 voll wirksam werden: Bis 2035 wird sich die Zahl der Erwerbsfähigen um -25% verringern, während die absolute Zahl der über 60jährigen sogar noch um 4% zunehmen wird. In der Folge werden in der Hansestadt Lübeck schon 2025 nicht mehr 1,9, sondern 1,7 Erwerbsfähige und 2035 dann nur noch 1,4 Erwerbsfähige einen Rentner "finanzieren" müssen. Wenn gleichzeitig die Erwerbsfähigen durch ein etwas günstigeres Verhältnis zur Zahl der unter 20jährigen "entlastet" werden, sollte dies bildungspolitisch nicht restriktiv, sondern progressiv für eine noch effizientere Ausbildung der nachwachsenden Generation zur demographischen Problembewältigung genutzt werden.

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36 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

In den nächsten zehn Jahren bis 2015 ist nach der Prognose, die alle genannten Faktoren weitgehend berücksichtigt, voraussichtlich die folgende Entwicklung in den schulrelevanten Altersgruppen zu erwarten: In der Hansestadt Lübeck wird vom gegenwärtigen Stand ausgehend die mittlere Jahrgangsbreite -> der 6-10jährigen von 1.872 auf 1.694 Kinder (-10%), -> die der 10-16jährigen von dem noch höheren Stand 1.961 auf 1.744 Kinder (-11%) und -> die der 16-19jährigen - von einem noch höheren Stand zeitversetzt von 2.140 auf 1.762 Jugendliche (-18%) zurückgehen.
Die Entwicklung der mittleren Jahrgangsbreiten Hansestadt Lübeck Jahr* 6-10jährige Züge KL. 10-16jährige Züge° KL. 16-19jährige Züge° KL. 2005 1.864 99,6% 79,3 317 1.986 101,3% 79,4 476 2.149 100,4% 35,1 105 2006 1.872 100,0% 79,7 319 1.961 100,0% 78,4 470 2.140 100,0% 34,9 105 2007 1.846 98,6% 78,6 314 1.946 99,2% 77,8 467 2.104 98,3% 34,3 103 2008 1.816 97,0% 77,3 309 1.929 98,4% 77,2 463 2.062 96,4% 33,6 101 2009 1.794 95,8% 76,3 305 1.890 96,4% 75,6 454 2.008 93,8% 32,8 98 2010 1.753 93,6% 74,6 298 1.889 96,3% 75,6 454 1.956 91,4% 31,9 96 2011 1.732 92,5% 73,7 295 1.873 95,5% 74,9 449 1.884 88,0% 30,7 92 2012 1.722 92,0% 73,3 293 1.837 93,7% 73,5 441 1.846 86,3% 30,1 90 2013 1.724 92,1% 73,4 294 1.795 91,5% 71,8 431 1.826 85,3% 29,8 89 2014 1.701 90,9% 72,4 290 1.767 90,1% 70,7 424 1.824 85,2% 29,8 89 2015 1.694 90,5% 72,1 288 1.744 88,9% 69,8 419 1.762 82,3% 28,7 86 2016 1.679 89,7% 71,4 286 1.714 87,4% 68,6 412 1.758 82,1% 28,7 86 2017 1.662 88,8% 70,7 283 1.708 87,1% 68,3 410 1.707 79,8% 27,8 83 2018 1.644 87,8% 70,0 280 1.703 86,8% 68,1 409 1.715 80,1% 28,0 84 2019 1.623 86,7% 69,1 276 1.706 87,0% 68,2 409 1.652 77,2% 26,9 81 2020 1.598 85,4% 68,0 272 1.692 86,3% 67,7 406 1.665 77,8% 27,2 82 2021 1.570 83,9% 66,8 267 1.688 86,1% 67,5 405 1.662 77,7% 27,1 81 2022 1.538 82,2% 65,4 262 1.677 85,5% 67,1 403 1.684 78,7% 27,5 83 2023 1.505 80,4% 64,0 256 1.656 84,4% 66,2 397 1.673 78,2% 27,3 82 2024 1.470 78,5% 62,6 250 1.633 83,3% 65,3 392 1.682 78,6% 27,4 82 2025 1.435 76,7% 61,1 244 1.607 81,9% 64,3 386 1.682 78,6% 27,4 82 ° Zügigkeiten der Sekundarstufen ohne Pendler-/Verbleibfaktor -> 1,00 -> 0,33 * Kalenderjahr Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Die aufgezeigten Entwicklungskorridore beziehen sich auf die wohnansässige Bevölkerung in der Hansestadt Lübeck und deren schulische Versorgung und erschließen - noch ohne Berücksichtigung spezifischer Schulpendler- und Schulverbleibfaktoren - einen ersten Ausblick auf die längerfristige Entwicklung der Schülerzahlen.

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37 Prognose der zukünftigen demographischen Entwicklung in der Hansestadt Lübeck

Teil I

mittlere Jahrgangsbreiten in den schulrelevanten Altersgruppen 2.200 2.100 2.000 1.900 6-10jährige 10-16jährige 16-19jährige 1.700 1.600 1.500 1.400
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

1.800

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

mittlere Jahrgangsbreiten - Veränderung in % 105%

100%

95%

6-10jährige 10-16jährige 16-19jährige

90%

85%

80%

75%
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025

Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

38 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

3. Prognose der zukünftigen Schülerzahlen (vgl. TEIL III: Entwicklung der Schülerzahlen) 3.1 Entwicklung der Schülerzahlen in der Primarstufe Nachdem die Schülerzahl in der Primarstufe von 8.234 Kindern in 386 Klassen im Schuljahr 1997/98 bis zum Schuljahr 2006/07 um -10% auf 7.420 Kinder in 356 Klassen gesunken war, wird sich diese jüngste Entwicklung in den nächsten Jahren fortsetzen: Bis zum Schuljahr 2016/017 wird die Schülerzahl in den Grundschulen nochmals um -9% auf 6.729 Kinder in nur noch 293 Klassen zurückgehen. Auch zukünftig werden sich die Schülerzahlen in den einzelnen Stadtteilen sehr unterschiedlich entwickeln. Während im Stadtteil St. Jürgen aufgrund der Bevölkerungsentwicklung sogar noch mit einem Anstieg der Grundschülerzahlen um 9% und in den Stadtteilen Innenstadt und St. Lorenz Nord auch zukünftig noch mit vergleichsweise stabilen Schülerzahlen gerechnet werden kann, werden sich in allen anderen Stadtteilen die Schülerzahlen erheblich verringern.
Die Entwicklung der Schülerzahlen in den Stadtteilen 2006/07 bis 2016/17 Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schule Schlutup -33% Kücknitz Travemünde -22% -17% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn -11% -16% -18% -18% -6% -1% 9%

Die gegenwärtig im Duchschnitt mit 195 Kindern 2,1-zügige Lübecker Grundschule wird bei einem unveränderten Angebot von 38 Schulen im Schuljahr 2016/17 noch 177 Kinder haben und dann 1,9-zügig sein, so daß die zukünftige Entwicklung in der Primarstufe zunächst noch für den Fortbestand der Schulangebote verträglich erscheint. Allerdings werden mit Blick auf die langfristige demographische Entwicklung auch noch über den Planungszeitraum hinaus gehend weiter rückläufige Schülerzahlen zu erwarten sein.

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39 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Primarstufe Schuljahr 2006/07 Schuljahr 2016/17 Entwicklung Schüler Klassen Züge° Schüler Klassen Züge° Schüler St. Schule 7.420 356 78,9 6.729 293 71,6 -9,3% 11 Dom-Schule 245 11 2,6 215 8 2,3 -12,2% 12 Marien-Schule 145 8 1,5 170 8 1,8 17,2% Innenstadt 390 19 4,1 385 16 4,1 -1,3% 21 Kahlhorst-Schule 209 10 2,2 155 8 1,6 -25,8% 22 Kaland-Schule 358 16 3,8 347 16 3,7 -3,1% 23 Klosterhof-Schule 356 15 3,8 346 16 3,7 -2,8% 24 Schule Grönauer Baum 166 9 1,8 139 5 1,5 -16,3% 25 Schule Hochschulstadtt./Wulfsdorf 174 7 1,9 400 19 4,3 129,9% 26 Schule Niederbüssau 59 4 0,6 48 3 0,5 -18,6% St. Jürgen 1.322 61 14,1 1.435 67 15,3 8,5% 31 Brüder-Grimm-Schule 144 8 1,5 119 4 1,3 -17,4% 32 Mühlenweg-Schule 185 9 2,0 151 8 1,6 -18,4% 33 Schule Moisling 120 7 1,3 100 4 1,1 -16,7% 34 Schule Niendorf 79 4 0,8 75 4 0,8 -5,1% Moisling 528 28 5,6 445 20 4,7 -15,7% 41 Otto-Passarge-Schule 189 8 2,0 197 8 2,1 4,2% 42 Schule am Koggenweg 229 11 2,4 145 7 1,5 -36,7% Buntekuh 418 19 4,4 342 15 3,6 -18,2% 51 Bugenhagen-Schule 214 10 2,3 179 8 1,9 -16,4% 52 Luther-Schule 214 10 2,3 170 8 1,8 -20,6% St. Lorenz Süd 428 20 4,6 349 16 3,7 -18,5% 61 Brockes-Schule 190 8 2,0 171 8 1,8 -10,0% 62 Gotthard-Kühl-Schule 251 12 2,7 322 12 3,4 28,3% 63 Pestalozzi-Schule 257 13 2,7 223 8 2,4 -13,2% 64 Schule Paul-Gerhardt-Straße 204 10 2,2 172 8 1,8 -15,7% 65 Schule Großsteinrade 70 4 0,7 94 4 1,0 34,3% 66 Schule Schönböcken 104 4 1,1 103 4 1,1 -1,0% 67 Schule Falkenfeld 226 11 2,4 171 8 1,8 -24,3% 68 Schule Vorwerk 237 11 2,5 192 8 2,0 -19,0% St. Lorenz Nord 1.539 73 16,4 1.448 60 15,4 -5,9% 71 Albert-Schweitzer-Schule 206 11 2,2 190 8 2,0 -7,8% 72 Schule Marli 253 12 2,7 229 9 2,4 -9,5% 73 Anna-Siemsen-Schule 265 12 2,8 216 8 2,3 -18,5% 74 Schule Eichholz 154 8 1,6 157 8 1,7 1,9% 75 Schule am Stadtpark 231 11 2,5 201 8 2,1 -13,0% 76 Schule Lauerholz 268 14 2,9 236 12 2,5 -11,9% St. Gertrud 1.377 68 14,6 1.229 53 13,1 -10,7% 81 Schule Schlutup 260 12 2,8 175 8 1,9 -32,7% 91 Luisenhof-Schule 70 4 0,7 56 4 0,6 -20,0% 92 Schule Rangenberg 156 8 1,7 125 4 1,3 -19,9% 93 Schule Kücknitz 124 6 1,3 78 4 0,8 -37,1% 94 Schule Roter Hahn 246 12 2,6 224 9 2,4 -8,9% 95 Schule Utkiek 202 8 2,1 139 5 1,5 -31,2% Kücknitz 798 38 8,5 622 26 6,6 -22,1% 101 Schule Steenkamp 208 10 2,2 203 8 2,2 -2,4% 102 Stadtschule Travemünde 152 8 1,6 96 4 1,0 -36,8% Travemünde 360 18 3,8 299 12 3,2 -16,9% ° Frequenz: 23,5 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

23,5 1,9 2,3 1,8 2,0 1,6 3,7 3,7 1,5 4,3 0,5 2,5 1,3 1,6 1,1 0,8 1,2 2,1 1,5 1,8 1,9 1,8 1,9 1,8 3,4 2,4 1,8 1,0 1,1 1,8 2,0 1,9 2,0 2,4 2,3 1,7 2,1 2,5 2,2 1,9 0,6 1,3 0,8 2,4 1,5 1,3 2,2 1,0 1,6

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

40 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

Zügigkeiten in der Primarstufe (2016/117) Dom-Schule Marien-Schule Kahlhorst-Schule Kaland-Schule Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Schule Hochschulstadtt./Wulfsdorf Schule Niederbüssau Brüder-Grimm-Schule Mühlenweg-Schule Schule Moisling Schule Niendorf Otto-Passarge-Schule Schule am Koggenweg Bugenhagen-Schule Luther-Schule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Pestalozzi-Schule Schule Paul-Gerhardt-Straße Schule Großsteinrade Schule Schönböcken Schule Falkenfeld Schule Vorwerk Albert-Schweitzer-Schule Schule Marli Anna-Siemsen-Schule Schule Eichholz Schule am Stadtpark Schule Lauerholz Schule Schlutup Luisenhof-Schule Schule Rangenberg Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Schule Utkiek Schule Steenkamp Stadtschule Travemünde 0,6 1,3 0,8 2,4 1,5 2,2 1,0 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 2,3 1,8 1,6 3,7 3,7 1,5 4,3 0,5 1,3 1,6 1,1 0,8 2,1 1,5 1,9 1,8 1,8 3,4 2,4 1,8 1,0 1,1 1,8 2,0 2,0 2,4 2,3 1,7 2,1 2,5 1,9

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

41 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

3.2 Entwicklung der Schülerzahlen in der Sekundarstufe Die Schülerzahlen in der Sekundarstufe waren seit den neunziger Jahren - zeitversetzt gegenüber der Entwicklung in den Grundschulen noch bis zum Schuljahr 2003/04 angestiegen und verlaufen erst danach leicht rückläufig. Die Schülerzahl in der Senkundarstufe I insgesamt liegt gegenwärtig 9% über dem Stand vom Schuljahr 1997/98. In der zukünftigen Entwicklung bis zum Schuljahr 2026/17 muß jedoch mit einem erheblichen Rückgang um -12% der Schülerzahlen in der Sekundarstufe I gerechnet werden, weil der schon seit Jahren wirksame Rückgang der Grundschülerzahlen nun das Schüleraufkommen für die Sekundarschulen bestimmt. Zugleich muß berücksichtigt werden, daß die Gymnasien durch die Verkürzung der Schullaufbahn ab dem Schuljahr 2013/14 in der Sekundarstufe I nur noch fünf Jahrgangsstufen führen werden (die Schülerzahlen der Gymnasien und Gesamtschulen mit ihren Oberstufen sind anschließend dokumentiert).
Die Entwicklung der Schülerzahlen in den Stadtteilen 2006/07 bis 2016/17 (Sekundarstufe I) Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde -27% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn -22% -16% -5% -30% -3% -30% -13% -15% 13%

Die Entwicklung der Schülerzahlen nach Schularten 2006/07 bis 2016/17 (Sekundarstufe I) Hauptschulen insgesamt Realschulen insgesamt Gymnasien insgesamt Gesamtschulen insgesamt -14% -12% -14% -6% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

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42 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Sekundarstufe I Schuljahr 2006/07 Schuljahr 2016/17 Entwicklung Schüler Klassen Züge° Schüler Klassen Züge° Schüler Schule 11.621 487 80,8 10.169 416 75,5 -12,5% HS A.H.-Francke-Schule 109 5 0,9 104 5 0,8 -4,6% RS E.Geibel-Realschule 357 14 2,4 313 12 2,1 -12,3% GY Enestinenschule 525 21 3,5 448 19 3,6 -14,7% GY Johanneum zu Lübeck 640 24 4,3 565 23 4,5 -11,7% GY Katharineum zu Lübeck 680 26 4,5 566 24 4,5 -16,8% GY Oberschule zum Dom 542 22 3,6 443 18 3,5 -18,3% Innenstadt 2.853 112 19,2 2.439 101 19,1 -14,5% HS Klosterhof-Schule 220 11 1,8 259 11 2,1 17,7% HS Schule Grönauer Baum 92 4 0,7 110 5 0,9 19,6% RS Alte Stadtschule 370 16 2,5 378 15 2,5 2,2% RS St. Jürgen-Realschule 498 21 3,3 590 23 3,9 18,5% St. Jürgen 1.180 52 8,3 1.337 54 9,4 13,3% HS Brüder-Grimm-Schule 170 9 1,4 110 5 0,9 -35,3% HS Schule Moisling 125 6 1,0 87 5 0,7 -30,4% RS Realschule Moisling 231 11 1,5 170 6 1,1 -26,4% Moisling 526 26 3,9 367 16 2,7 -30,2% HS Otto-Passarge-Schule 188 9 1,5 122 5 1,0 -35,1% GS Baltic-Gesamtschule 626 24 4,2 583 24 3,9 -6,9% Buntekuh 814 33 5,7 705 29 4,9 -13,4% HS Luther-Schule 220 10 1,8 135 5 1,1 -38,6% RS Holstentor-Realschule 532 24 3,5 388 15 2,6 -27,1% St. Lorenz Süd 752 34 5,3 523 20 3,7 -30,5% HS Brockes-Schule 206 9 1,6 212 9 1,7 2,9% HS Gotthard-Kühl-Schule 252 10 2,0 268 10 2,1 6,3% HS Schule Vorwerk 232 11 1,9 238 10 1,9 2,6% RS Bernt-Notke-Realschule 448 18 3,0 400 17 2,7 -10,7% GY C.J.Burckhardt-Gymn. 590 22 3,9 558 21 4,5 -5,4% St. Lorenz Nord 1.728 70 12,4 1.676 67 12,9 -3,0% HS Albert-Schweitzer-Schule 359 15 2,5 269 10 2,2 -25,1% HS Anna-Siemsen-Schule 220 10 1,8 207 9 1,7 -5,9% RS Johannes-Kepler-Schule 305 13 2,0 213 8 1,4 -30,2% GY Thomas-Mann-Schule 558 21 3,7 475 20 3,8 -14,9% GS Geschw. Prenski-Schule 575 24 3,8 537 22 3,6 -6,6% St. Gertrud 2.017 83 13,9 1.701 69 12,6 -15,7% GS Gesamtschule Schlutup 404 17 2,7 385 16 2,6 -4,7% Schlutup 404 17 2,7 385 16 2,6 -4,7% HS Schule Kücknitz 196 9 1,4 123 5 1,0 -37,2% HS Schule Roter Hahn 121 6 1,0 101 5 0,8 -16,5% RS Trave-Realschule 386 15 2,6 325 13 2,2 -15,8% GY Trave-Gymnasium 297 12 2,0 235 10 1,9 -20,9% Kücknitz 1.000 42 6,9 784 33 5,8 -21,6% HS Stadtschule Travemünde 154 8 1,2 120 5 1,0 -22,1% RS Realschule Travemünde 193 10 1,3 132 6 0,9 -31,6% Travemünde 347 18 2,5 252 11 1,8 -27,4% Hauptschulen insgesamt Realschulen insgesamt Gymnasien insgesamt Gesamtschulen insgesamt 2.864 3.320 3.832 1.605 ° Frequenz: 132 142 148 65 25 22,4 2.465 104 19,7 -13,9% 22,1 2.909 115 19,4 -12,4% 25,5 3.290 135 26,3 -14,1% 10,7 1.505 62 10,0 -6,2% Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

25 2,0 0,8 2,1 3,0 3,8 3,8 3,0 2,7 2,1 0,9 2,5 3,9 2,2 0,9 0,7 1,1 0,8 1,0 3,9 2,4 1,1 2,6 1,7 1,7 2,1 1,9 2,7 3,7 2,2 2,2 1,7 1,4 3,2 3,6 2,3 2,6 2,6 1,0 0,8 2,2 1,6 1,3 1,0 0,9 0,8 1,3 2,2 3,1 3,3

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43 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

Zügigkeiten in der Sekundarstufe I (2016/17) A.H.-Francke-Schule E.Geibel-Realschule Enestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Alte Stadtschule St. Jürgen-Realschule Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Realschule Moisling Otto-Passarge-Schule Baltic-Gesamtschule Luther-Schule Holstentor-Realschule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk Bernt-Notke-Realschule C.J.Burckhardt-Gymn. Albert-Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule Johannes-Kepler-Schule Thomas-Mann-Schule Geschw. Prenski-Schule Gesamtschule Schlutup Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Trave-Realschule Trave-Gymnasium Stadtschule Travemünde Realschule Travemünde 1,0 0,8 2,2 1,9 1,0 0,9 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 2,6 1,1 2,6 1,7 2,1 1,9 2,7 4,5 2,2 1,7 1,4 3,8 3,6 2,1 0,9 2,5 3,9 0,9 0,7 1,1 1,0 3,9 0,8 2,1 3,6 4,5 4,5 3,5

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44 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

Der Rückgang der gesamten Schülerzahl (Sekundarstufe I und II) der Gymnasien wird sich bis zum Schuljahr 2016/17 auf -6% und die der Gesamtschulen (mit Oberstufe) auf -5% verringern, weil noch im gesamten Planungszeitraum mit stabilen und teilweise noch steigenden Schülerzahlen in der Sekundarstufe II gerechnet werden kann. Der zwischenzeitliche Durchlauf eines doppelten Oberstufenjahrganges der Gymnasien in den Schuljahren 2013/14 bis 1015/16 aufgrund der Verkürzung der Schullaufbahn wird am Ende des Planungszeitraumes abgeschlossen sein.
Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Sekundarstufe I + II Schuljahr 2006/07 Schuljahr 2016/17 Entwicklung Schüler Klassen Züge° Schüler Klassen Züge° Schüler Schule 6.913 277 30,7 6.532 261 31,8 -5,5% GY Enestinenschule 743 30 3,3 669 27 3,3 -10,0% GY Johanneum zu Lübeck 872 35 3,9 838 34 4,2 -3,9% GY Katharineum zu Lübeck 912 36 4,1 859 34 4,3 -5,8% GY Oberschule zum Dom 764 31 3,4 660 26 3,3 -13,6% Innenstadt 3291 132 14,6 3026 121 15,1 -8,1% GS Baltic-Gesamtschule 796 32 3,5 770 31 3,4 -3,3% Buntekuh 796 32 3,5 770 31 3,4 -3,3% GY C.J.Burckhardt-Gymn. 813 33 3,6 859 34 4,3 5,7% St. Lorenz Nord 813 33 3,6 859 34 4,3 5,7% GY Thomas-Mann-Schule 808 32 3,6 767 31 3,8 -5,1% GS Geschw. Prenski-Schule 805 32 3,6 755 30 3,4 -6,2% St. Gertrud 1613 64 7,2 1522 61 7,2 -5,6% GY Trave-Gymnasium 400 16 1,8 355 14 1,8 -11,3% Kücknitz 400 16 1,8 355 14 1,8 -11,3% Gymnasien insgesamt 5.312 213 23,6 5.007 200 25,0 -5,7% Gesamtschulen insgesamt 1.601 64 7,1 1.525 61 6,8 -4,7% ° Frequenz: 25 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

25 1,3 4,5 5,6 5,7 4,4 3,4 5,1 2,6 5,7 1,1 5,1 5,0 2,0 2,4 0,6 4,8 3,4

Zügigkeiten in der Sekundarstufe I + II (2016/17) Enestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom Baltic-Gesamtschule C.J.Burckhardt-Gymn. Thomas-Mann-Schule Geschw. Prenski-Schule Trave-Gymnasium 1,8 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 3,8 3,4 3,3 4,2 4,3 3,3 3,4 4,3

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

45 Prognose der zukünftigen Schülerzahlen

Teil I

3.3 Entwicklung der Schülerzahlen in den Sonderschulen Die Hansestadt Lübeck unterhält drei Förderschulen mit zusammen 469 Schülern, eine Sprachheilgrundschule mit 109 Schülern, zwei Schulen für Geistigbehinderte mit zusammen 155 Schülern und eine Schule für Körperbehinderte mit 123 Schülern. Mit einer Versorgungsquote von bisher durchschnittlich insgesamt 5,5% (bezogen auf die jeweilige Jahrgangsbesetzung der 6-16jährigen) kann zukünftig nicht mehr mit Schülerzahlen der gegenwärtigen Größenordnung gerechnet werden, weil längerfristig auch im Bereich der Sonderschulen die Schülerzahlen demographisch bedingt rückläufig sein werden.
Schülerzahlen, gebildete Klassen und Klassenfrequenzen Sonderschulen Schuljahr 2006/07 Schuljahr 2016/17 Entwicklung Schüler Klassen Züge° Schüler Klassen Züge° Schüler Schule 856 79 9,3 818 75 8,9 -4,4% Berend-Schröder-Schule 146 12 1,4 149 12 1,4 2,1% H.C.Andersen-Schule 97 8 0,9 94 8 0,9 -3,1% Strakerjahn-Schule 226 17 2,1 213 18 2,0 -5,8% Förderschulen 469 37 4,3 456 38 4,2 -2,8% Anton-Schilling-Schule 109 10 2,2 107 11 2,1 -1,8% Sprachheilgrundschule 109 10 2,2 107 11 2,1 -1,8% Schule Wilhelmshöhe 82 9 0,8 77 8 0,8 -6,1% Maria-Montessori-Schule 73 8 0,7 65 7 0,7 -11,0% Sch. für Geistigbehinderte 155 17 1,6 142 15 1,4 -8,4% Matthias-Leithoff-Schule 123 15 1,2 113 11 1,1 -8,1% Sch. für Körperbehinderte 123 15 1,2 113 11 1,1 -8,1% ° Frequenz Förderschulen: 12 ° Frequenz andere Sonderschulen: 10 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

St. 1 3 6

6 7 9

25 0,2 1,0 0,6 1,4 0,5 0,7 0,4 0,5 0,4 0,2 0,8 0,2

Zügigkeiten der Sonderschulen (2016/17) Berend-Schröder-Schule H.C.Andersen-Schule Strakerjahn-Schule 0,9 2,0 1,4

Anton-Schilling-Schule

2,1

Schule Wilhelmshöhe Maria-Montessori-Schule

0,8 0,7

Matthias-Leithoff-Schule

1,1 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

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46 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4. Schulraum und Entwicklungsperspektiven (vgl. TEIL IV: Schulraum und Schulraumbilanzen) 4.1 Die Schulraumsituation der Grundschulen In Orientierung an den prognostizierten Schülerzahlen und den davon abgeleiteten zukünftigen Zügigkeiten im Verlauf der mittel- bis längerfristigen Entwicklung wird in einem ersten Schritt die Schulraumsituation im Grundschulbereich untersucht; insofern sind die im folgenden ausgewiesenen Raumüberhänge der einzelnen Grundschulen dort, wo es sich um Grund- und Hauptschulstandorte handelt, zunächst rechnerische Planungsgrößen für den nächsten Schritt der Gestaltung der neuen Schulangebote im Sekundarbereich. Grundlage der Schulraumbilanzen sind die Vorgaben des Landes für die Schulraumnutzung und -bereitstellung. Die Raumprogramme des Landes sind verbindliche Richtlinien bei der Errichtung neuer Schulen, bei bestehenden Schulen sind sie der Orientierungsrahmen für die Schulentwicklungsplanung. In dem längerfristigen Entwicklungskorridor bis zum Schuljahr 2016/17 werden kleine Grundschulen auf Dauer in die pädagogisch und organisatorisch schwierige Situation der Anderthalbzügigkeit mit Tendenz zur Einzügigkeit geraten. Um dem gegenwärtig und zukünftig noch mehr wachsenden Aufgabenspektrum von Ganztags-, Sprachund Förderangeboten bis zur Vorschulberatung pädagogisch, personell und damit letztlich auch investiv gerecht werden zu können, sollten kleine Grundschulstandorte im Umkehrschluß jedoch möglichst nicht geschlossen, sondern als Dependancen gesichert werden. Dessen ungeachtet sollten alle Grundschulen noch intensiver im Verbund als Netzwerk in ihrem Stadtteil zusammenarbeiten. Den beiden halbzügigen Grundschulen Niederbüssau und LuisenhofSchule werden langfristig keine Überlebenschancen eingeräumt; hier sollten in Absprachen mit den benachbarten Schulträgern Krummesse und Ratekau Versorgungslösungen gefunden werden. Andererseits wird in der Folge von Standortentscheidungen für neue Schulangebote im Sekundarbereich in städtischen Verdichtungszonen der Fortbestand von benachbarten Grundschulangeboten oder ihre Zusammenführung zu prüfen sein. Den Grundschulen werden bei der Ausweisung ihres zukünftigen Raumbedarfes noch Raumflächen für Ganztagsangebote zugerechnet; pauschal kann pro Zug mindestens eine Raumfläche in Klassenraumgröße veranschlagt werden. Bisher sind an den Grundschulstandorten Gotthard-Kühl-Schule, Schule Vorwerk, Anna-Siemsen-Schule, Schule Eichholz, Schule Lauerholz und Schule Kücknitz zusätzliche Raumflächen für ein Offenes Ganztagsschulangebot vorhanden; diese Räume sind in der folgenden Auflistung der Ganztagsreserve berücksichtigt worden.

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47 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Zukünftige Zügigkeiten und Schulraumbilanzen Primarstufe Raum-SOLL Raum-IST Ganztag- Bilanz Züge° Klasse Mehrzw. Klasse Mehrzw. reserve St. Schule 74,4 299 44 617 134 68 340 11 Dom-Schule 2,4 10 1 18 2 2 7 12 Marien-Schule 1,8 7 1 14 2 2 6 Innenstadt 4,2 17 2 32 4 4 13 21 Kahlhorst-Schule 1,7 7 1 22 4 2 16 22 Kaland-Schule 3,7 15 2 18 1 4 -2 23 Klosterhof-Schule 3,7 15 2 29 8 4 16 24 Schule Grönauer Baum 1,6 6 1 16 5 2 12 25 Paul-Klee-Schule 3,4 14 2 12 1 3 -6 25 -"- Zwgst. Wulfsdorf 0,6 2 1 3 1 -1 26 Schule Niederbüssau 0,5 2 1 4 1 1 1 St. Jürgen 15,2 61 10 104 20 17 36 31 Brüder-Grimm-Schule 1,3 5 1 20 6 1 19 32 Mühlenweg-Schule 1,7 7 1 13 3 2 6 33 Schule Moisling 1,1 4 1 13 4 1 11 34 Schule Niendorf 0,8 3 1 2 1 -3 Moisling 4,9 19 4 48 13 5 33 41 Otto-Passarge-Schule 2,2 9 1 24 6 2 18 42 Schule am Koggenweg 1,7 7 1 14 2 2 6 Buntekuh 3,9 16 2 38 8 4 24 51 Bugenhagen-Schule 2,0 8 1 19 3 2 11 52 Luther-Schule 1,9 8 1 23 6 2 18 St. Lorenz Süd 3,9 16 2 42 9 4 29 61 Brockes-Schule 1,9 8 1 27 6 2 22 62 Gotthard-Kühl-Schule 3,3 13 1 23 7 1 15 63 Pestalozzi-Schule 1,5 6 1 16 5 2 12 63 -"- Zwgst. Dornbreite 0,9 4 1 4 1 -2 64 Schule Paul-Gerhardt-Straße 1,9 8 1 13 3 2 5 65 Schule Großsteinrade 1,0 4 1 3 1 1 -2 66 Schule Schönböcken 1,2 5 1 4 1 1 -2 67 Schule Falkenfeld 2,1 8 1 12 2 1 68 Schule Vorwerk 2,2 9 1 23 5 1 17 St. Lorenz Nord 16,0 65 9 125 28 13 66 71 Albert-Schweitzer-Schule 2,1 8 1 23 5 2 17 72 Schule Marli 2,5 10 1 20 5 3 11 73 Anna-Siemsen-Schule 2,4 10 1 22 6 17 74 Schule Eichholz 1,8 7 1 15 3 1 9 75 Schule am Stadtpark 2,2 9 1 8 2 2 -2 76 Schule Lauerholz 1,8 7 1 18 3 13 76 -"- Zwgst. Israelsdorf 0,8 3 1 4 1 1 St. Gertrud 13,6 54 7 110 25 9 65 81 Schule Schlutup 2,2 9 1 13 1 2 2 91 Luisenhof-Schule 0,6 2 1 6 2 1 4 92 Schule Rangenberg 1,4 6 1 13 3 1 8 93 Schule Kücknitz 0,9 4 1 21 5 21 94 Schule Roter Hahn 2,5 10 1 20 6 3 12 95 Schule Utkiek 1,6 6 1 11 1 2 3 Kücknitz 7,0 28 5 71 17 7 48 101 Schule Steenkamp 2,3 9 1 16 3 2 7 102 Stadtschule Travemünde 1,2 5 1 18 6 1 17 Travemünde 3,5 14 2 34 9 3 24 ° im Mittel der Schuljahre 2007/08 bis 2016/17 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

48 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Schulraumbilanzen der Grundschulstandorte Dom-Schule Marien-Schule Kahlhorst-Schule Kaland-Schule Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Paul-Klee-Schule -"- Zwgst. Wulfsdorf Schule Niederbüssau Brüder-Grimm-Schule Mühlenweg-Schule Schule Moisling Schule Niendorf Otto-Passarge-Schule Schule am Koggenweg Bugenhagen-Schule Luther-Schule Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Pestalozzi-Schule -"- Zwgst. Dornbreite Schule Paul-Gerhardt-Straße Schule Großsteinrade Schule Schönböcken Schule Falkenfeld Schule Vorwerk Albert-Schweitzer-Schule Schule Marli Anna-Siemsen-Schule Schule Eichholz Schule am Stadtpark Schule Lauerholz -"- Zwgst. Israelsdorf Schule Schlutup Luisenhof-Schule Schule Rangenberg Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Schule Utkiek Schule Steenkamp Stadtschule Travemünde 7 6 16 -2 16 12 -6 -1 1 19 6 11 -3 18 6 11 18 22 15 12 -2 5 -2 -2 1 17 17 11 17 9 -2 13 0 2 4 8 21 12 3 7 17 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

49 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4.2 Die Gestaltungsmöglichkeiten in der Hansestadt Lübeck für Regional- und Gemeinschaftsschulen Das neue Schulgesetz verpflichtet den Schulträger, auf seinem bisherigen Schulangebot aufbauend neben dem Gymnasium mit der Regionalschule und der Gemeinschaftsschule zwei neue Schularten einzurichten. Die Regionalschule ersetzt durch Zusammenführung die Hauptschule und Realschule, die Gemeinschaftsschule mit der Option auf eine gymnasiale Oberstufe die Gesamtschule. Mit der Umwandlung von Hauptschule und Realschule zur Regionalschule und der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen hat der Schulträger die Gestaltungsmöglichkeit, wohnortnahe Sekundarschulen mit differenzierten Abschlußangeboten für die Schülergemeinschaft in einer Gemeinde oder einem Stadtteil zu organisieren. Die Hansestadt Lübeck hat gegenwärtig 15 Hauptschul- und 9 Realschulstandorte, die insgesamt in allen Stadtteilen vertreten sind. Die drei Gesamtschulangebote der Hansestadt Lübeck dagegen haben wie die sieben Gymnasien über den Stadtteil ihres Standortes hinaus reichende Einzugsbereiche. Zur Ermittlung eines möglichen Bedarfs an Regional- und Gemeinschaftsschulplätzen wie auch Gymnasialplätzen wird das zukünftige Schüleraufkommen für die Sekundarstufe nach den Schularten differenziert, wie es sich in der gegenwärtigen Verteilung der Grundschulempfehlungen für Hauptschule, Realschule und Gymnasium abbildet, wobei der bisherige Stand der Grundschulempfehlungen in vorsichtiger Einschätzung einer möglichen zukünftigen Entwicklung aufgrund des jüngsten Trends und der erwartbaren Reaktionen auf die Veränderungen in der Schullandschaft angepaßt wurde. In dieser Modellrechnung wird das Gymnasialschülerpotential auf die Schüler mit Gymnasialempfehlung abzüglich eines angenommenen Anteiles von 15% (bisher knapp 10%) der Schüler mit Gymnasialempfehlung, die eine Gesamtschule besuchen, beschränkt. Für die Gemeinschaftsschule wird der bisherige Verteilungsschlüssel der Gesamtschulen festgeschrieben (Hauptschulempfehlung 31%, Realschulempfehlung 51%, Gymnasialempfehlung 18%). Die folgenden tabellarischen Übersichten geben damit auch einen Einblick in die stadtteilbezogenen Planungsgrößen von Zügigkeiten und Schulraumbedarf von neuen Schulangeboten.
Das zukünftige Schüleraufkommen für die Sekundarstufe nach Schularten insgesamt Hauptschule Realschule Gymnasium Stadt insgesamt Empfehlung° 100% 25% 41% 33% Schüleraufkommen insgesamt 1.663 423 685 555 Gymnasium 472 472 Gemeinschaftsschule 462 143 236 83 Regionalschule 729 280 449 ° angepaßt Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

50 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Das zukünftige Schüleraufkommen für die Sekundarstufe nach Schularten Stadtteil insgesamt Hauptschule Realschule Gymnasium Innenstadt Empfehlung° 100% 18% 41% 41% Schüleraufkommen insgesamt 100 18 41 41 Gymnasium 35 35 Gemeinschaftsschule 33 10 17 6 Regionalschule 32 8 24 St. Jürgen Schüleraufkommen Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule Empfehlung° insgesamt Gymnasium Gemeinschaftsschule Regionalschule ° angepaßt 100% 364 129 128 107 100% 106 21 22 63 100% 78 10 11 57 100% 77 20 17 40 100% 359 82 78 199 100% 308 105 106 97 100% 42 8 6 28 100% 153 39 39 75 100% 76 23 22 31 15% 54 40 14 38% 40 7 33 46% 36 3 33 35% 27 5 22 34% 121 24 97 21% 64 33 31 19% 8 2 6 25% 38 12 26 23% 17 43% 158 65 93 38% 41 11 30 38% 30 6 24 36% 27 9 18 40% 142 40 102 39% 120 54 66 60% 25 3 22 45% 69 20 49 42% 32 42% 152 129 23 24% 25 21 4 16% 12 10 2 29% 23 20 3 27% 96 82 14 40% 124 105 19 21% 9 8 1 30% 46 39 7 35% 27 23 4

HS 23,0%

19,2%

Moisling Schüleraufkommen

45,4%

Buntekuh Schüleraufkommen

53,3%

St. Lorenz Süd Schüleraufkommen

42,5%

St. Lorenz Nord Schüleraufkommen

41,1%

St. Gertrud Schüleraufkommen

26,4%

Schlutup Schüleraufkommen

24,5%

Kücknitz Schüleraufkommen

27,4%

Travemünde Schüleraufkommen

28,7%

7 11 10 21 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Stadt insg.

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

51 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Die Modellrechnung ergibt eine zukünftige Nachfrage nach insgesamt 462 Gemeinschaftsschulplätzen (18 Zügen). Da die drei Gesamtschulen gegenwärtig insgesamt 271 Schüler (11 Züge) aufnehmen, könnten in der Hansestadt Lübeck zwei weitere drei- beziehungsweise vierzügige Gemeinschaftsschulangebote eingerichtet werden. Mögliche Standorte könnten orientiert an den ausgewiesenen Nachfrageschwerpunkten in den Stadtteilen St. Jürgen und/oder St. Lorenz Nord gefunden werden. Alternativ wäre auch im Zuge der Umwandlung zur Gemeinschaftsschule eine Erweiterung der bestehenden Gesamtschulstandorte denkbar. Eine Ausweitung des Angebotes von Gemeinschaftsschulplätzen würde den Nachfragedruck auf die Gymnasien verringern und damit auch die Gymnasien von ihrer angespannten Schulraumsituation entlasten.
Schulraumbedarf und -bestand nach Schularten Schulraumbestand° Regionalschule Gemeinschaftsschule Raumbedarf Schüler- Züge° Schüler- Züge° aufkomStadtteil HS RS IGS Summe Regionalschule aufkommen men Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde Stadt insgesamt 33 17 267 31 22 243 122 19 44 30 18 18 54 34 34 31 24 49 28 22 54 25 45 41 98 55 63 52 85 107 28 64 39 632 28 21 28 74 37 37 28 32 107 63 57 40 199 97 28 75 31 1,3 4,3 2,5 2,3 1,6 8,0 3,9 1,1 3,0 1,2 33 128 22 11 17 78 106 6 39 22 1,3 5,1 0,9 0,4 0,7 3,1 4,2 0,2 1,6 0,9

° ohne Kurs-/Gruppenräume

729 29,2 462 18,4 ° Frequenz: 25 ° Frequenz: 25 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Im Hinblick auf die Einrichtungsmöglichkeiten von Regionalschulangeboten müßten unter Berücksichtigung der Nachfrageschwerpunkte insgesamt acht Regionalschulen in den Stadtteilen St. Jürgen (4-zügig), Moisling (3-zügig), St. Lorenz Süd (3-zügig), St. Lorenz Nord (ggf. 2 mal 4-zügig), St. Gertrud (4-zügig), Kücknitz (3-zügig) und Travemünde (2-zügig) vorgesehen werden. Damit wäre in der Hansestadt Lübeck das zukünftige Regionalschulpotential weitgehend abgedeckt, wobei im Einzelfall die räumliche Unterbringung und Organisation der Schulen in Abtimmung mit den Schulen noch zu klären wäre.

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

52 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Unter Berücksichtigung der aufgezeigten Nachfragepotentiale für die neuen Sekundarschularten werden nun im Zugriff auf die vorhandenen Schulraumkapazitäten die möglichen Standorte für Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen vorgeschlagen. Das Ziel dieser Neugestaltung sollte eine ausgewogene Schullandschaft mit möglichst wohnortnahen Schul- und Schulabschlußangeboten sein. Eine solche Schullandschaft wäre auch umweltfreundlich, weil dann die Schulen von einem großen Teil der Schüler mit dem Fahrrad erreicht werden könnten. Bei der neuen Ausrichtung von Regional- und Gemeinschaftsschulangeboten ist aufgrund der bisherigen Kooperation von Grund- und Hauptschulen auch die Grundschullandschaft betroffen. Grundsätzlich sollte das bestehende Netz von Grundschulangeboten weitestgehend erhalten bleiben, einige wenige Eingriffe werden aber unvermeidlich sein. In den folgenden Übersichten werden zum einen nochmals das zukünftige Schüleraufkommen und zum anderen die Schulraumkapazitäten in den einzelnen Stadtteilen dargestellt (Standorte der Grundund Hauptschulen ohne Grundschulteil, Angebot und Raumbedarf der Grundschulen bleiben unberührt):
Das zukünftige Schüleraufkommen für die Sekundarschulen (in Zügen nach Stadtteilen) Regionalschule Gemeinschaftsschule Gymnasium

Innenstadt St. Jürgen Moisling Buntekuh St. Lorenz Süd St. Lorenz Nord St. Gertrud Schlutup Kücknitz Travemünde

1,3

1,3 4,3

1,4 5,1 0,9 0,8 5,2

2,5 2,3 1,6

0,4,4 0 0,7 0,8 8,0 3,9 4,2 3,1 4,2 3,3

1,10,2 0,3 3,0 1,2 0,9 0,9 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 1,6 1,6

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

53 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Schulraumkapazitäten für Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen (Grund- und Hauptschulstandorte ohne Grundschulteil) A.H.Francke-Schule Emanuel-Geibel-Realschule Kahlhorst-Schule Klosterhof-Schule Schule Grönauer Baum Alte Stadtschule St. Jürgen-Realschule Brüder-Grimm-Schule Schule Moisling Realschule Moisling Otto-Passarge-Schule Luther-Schule Holstentor-Realschule 22 15 17 31 17 17 24 21 12 31 17 22 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn 18 18 34 11 25 19 12 21 33 16 16 19 22

Brockes-Schule Gotthard-Kühl-Schule Schule Vorwerk Bernt-Notke-Realschule Albert-Schweitzer-Schule Anna-Siemsen-Schule Johannes-Kepler-Schule Schule Kücknitz Schule Roter Hahn Trave-Realschule

Stadtschule Travemünde Realschule Travemünde

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

54 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4.2.1 Standorte der Gemeinschaftsschulen Die Planungsempfehlungen für bedarfsgerechte Angebote an Gemeinschaftsschulplätzen konzentrieren sich auf die Einrichtung einer fünfzügigen Gemeinschaftsschule im Stadtteil St. Jürgen und die Erweiterung der Baltic-Gesamtschule zu einer ebenfalls fünfzügigen Gemeinschaftsschule. Die Geschwister-Prenski-Schule und die Willy-BrandtSchule (Schlutup) bleiben in ihrem gegenwärtigen Bestand als weitere vierzügige und dreizügige Gemeinschaftsschulangebote erhalten. Damit wären von maximal 18 möglichen Gemeinschaftsschulzügen 17 Züge versorgt. Einrichtung einer fünfzügigen Gemeinschaftsschule mit Oberstufe im Stadtteil St. Jürgen: -> Die jeweils knapp zweizügigen Grundschulstandorte KahlhorstSchule und Grönauer Baum werden entsprechend ihrer Raumreserven auf vier Züge (Kahlhorst-Schule) beziehungweise drei Züge (Grönauer Baum) erweitert. -> Die Grundschule Klosterhof-Schule wird aufgelöst. In den benachbarten Schulgebäuden Klosterhof-Schule mit 37 Unterrichtsräumen und St. Jürgen-Realschule mit 33 Unterrichtsräumen wird die fünfzügige Gemeinschaftsschule St. Jürgen mit Oberstufe aufgebaut (Raumbedarf 66 Unterrichtsräume). Erweiterung der Baltic-Gesamtschule zu einer fünfzügigen Gemeinschaftsschule mit Oberstufe für die westlichen Stadtteile Moisling, Buntekuh und St. Lorenz: -> Der vierzügigen Baltic-Gesamtschule mit 52 Unterrichtsräumen (einschl. Gruppenräume) werden die Raumreserven des benachbarten Schulgebäudes der Otto-Passarge-Schule von 18 Unterrichtsräumen zur Verfügung gestellt (die Grundschule bleibt erhalten). Mit dann insgesamt 70 Unterrichtsräumen kann die fünfzügige BalticGemeinschaftsschule mit Oberstufe ausgebaut werden (Raumbedarf 66 Unterrichtsräume).

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

55 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4.2.2 Standorte der Regionalschulen Mit den Planungsempfehlungen für bedarfsgerechte Angebote an Regionalschulplätzen müssen acht Standorte gefunden werden, die möglichst die stadtregionalen Nachfragepotentiale abdecken und mindestens dreizügig sein sollten (Ausnahme Stadtteil Travemünde). Einrichtung einer fünfzügigen Regionalschule für die Stadtteile Innenstadt und St. Jürgen: -> Unter dem Aspekt der vorhandenen Raumkapazitäten käme als einzig möglicher Standort das Schulgebäude der Emanuel-GeibelRealschule (22 Unterrichtsräume) mit dem benachbarten Schulgebäude der Förderschule Berend-Schröder-Schule (23 Unterrichtsräume) in Betracht. Der Raumbedarf einer fünfzügigen Regionalschule umfaßt 48 Unterrichtsräume. -> Die Förderschule Berend-Schröder-Schule könnte in die Alte Stadtschule verlagert werden; die A.H.Francke-Schule wäre für andere schulische Nutzungen frei.

Einrichtung einer dreizügigen Regionalschule für den Stadtteil Moisling: -> Das Schulgebäude der Realschule Moisling (25 Unterrichtsräume) kann den Raumbedarf einer dreizügigen Regionalschule von 28 Unterrichtsräumen abdecken. -> In Anbetracht der Raumreserven der Grundschulen BrüderGrimm-Schule (19 Unterrichtsräume) und Schule Moisling (11 Unterrichtsräume) könnten diese beiden Grundschulstandorte gegebenenfalls unter Aufgabe des Grundschulstandortes Mühlenweg-Schule erweitert werden.

Einrichtung einer vierzügigen Regionalschule für die Stadtteile St. Lorenz Süd und Buntekuh: -> Das Schulgebäude der Holstentor-Realschule (34 Unterrichtsräume) kann den Raumbedarf einer vierzügigen Regionalschule von 37 Unterrichtsräumen abdecken. -> Die Raumreserve der Grundschule Luther-Schule (18 Unterrichtsräume) wäre für eine andere schulische oder außerschulische Nutzungen frei (die Grundschule bleibt erhalten).

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

56 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Einrichtung von zwei vierzügigen Regionalschulen im Stadtteil St. Lorenz Nord: -> Der Stadtteil St. Lorenz Nord ist der Stadtteil mit dem größten Bedarf an Regionalschulplätzen, der bei sehr begrenzten Raumkapazitäten zu realisieren wäre. -> Es wird vorgeschlagen, die beiden Standorte Brockes-Schule (33 Unterrichtsräume) und Bernt-Notke-Realschule (31 Unterrichtsräume) als Nukleus der beiden vierzügigen Regionalschulangebote vorzusehen. Hier könnten jeweils die differenzierten Jahrgangsstufen 7 bis 10 untergebracht werden (Raumbedarf jeweils 28 bis 30 Unterrichtsräume). -> Die vierzügige Orientierungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) der Regionalschule Brockes-Schule könnte als Außenstelle am Standort der Grundschule Vorwerk (Raumreserve 17 Unterrichtsräume, Raumbedarf 10 bis 12 Unterrichtsräume) geführt werden (die Grundschule bleibt erhalten). -> Die vierzügige Orientierungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) der Bernt-Notke-Regionalschule könnte als Außenstelle am Standort der Grundschule Gotthard-Kühl-Schule (Raumreserve 15 Unterrichtsräume, Raumbedarf 10 bis 12 Unterrichtsräume) geführt werden (die Grundschule bleibt erhalten). -> Da bei dieser Planungsempfehlung das gesamte Schulgebäude der Brockes-Schule freigezogen werden müßte, wird daher vorgeschlagen, die Grundschule aufzulösen und die benachbarte Grundschule Pestalozzi-Schule entsprechend ihrer Raumkapazität auf vier Züge zu erweitern.

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

57 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

Einrichtung einer fünfzügigen Regionalschule für die Stadtteile St. Gertrud und Schlutup: -> Es wird vorgeschlagen, den Standort Johannes-Kepler-Realschule (24 Unterrichtsräume) als Nukleus des fünfzügigen Regionalschulangebotes vorzusehen und entsprechend auszubauen. Hier könnten die differenzierten Jahrgangsstufen 7 bis 10 untergebracht werden (Raumbedarf 30 Unterrichtsräume). -> Die insgesamt fünfzügige Orientierungsstufe (Jahrgangsstufen 5 und 6) der Johannes-Kepler-Regionalschule könnte auf zwei Außenstellen aufgeteilt am Standort der Grundschule Albert-SchweitzerSchule (Raumreserve 17 Unterrichtsräume, Raumbedarf 10 Unterrichtsräume) und am Standort der Grundschule Anna-Siemsen-Schule (Raumreserve 17 Unterrichtsräume, Raumbedarf 10 Unterrichtsräume) geführt werden (die Grundschulen bleiben erhalten). -> Alternativ könnte die fünfzügige Orientierungsstufe als Außenstelle auch nur an einem der beiden Grundschulstandorte (Raumreserve 17 Unterrichtsräume, Raumbedarf 15 Unterrichtsräume) geführt werden.

Einrichtung einer dreizügigen Regionalschule im Stadtteil Kücknitz: -> Das Schulgebäude der Trave-Realschule (31 Unterrichtsräume) kann den Raumbedarf einer dreizügigen Regionalschule von 28 Unterrichtsräumen abdecken. -> Die Raumreserven der Grundschulen Kücknitz (21 Unterrichtsräume) und Roter Hahn (12 Unterrichtsräume) wären für eine andere schulische oder außerschulische Nutzungen frei (gegebenfalls könnte der Grundschulstandort Utkiek zugunsten Kücknitz aufgegeben werden).

Einrichtung einer zweizügigen Regionalschule im Stadtteil Travemünde: -> Vorbehaltlich der Genehmigung in Anbetracht einer wohnortnahen Versorgung könnte das Schulgebäude der Realschule Travemünde (22 Unterrichtsräume) den Raumbedarf einer zweizügigen Regionalschule von 21 Unterrichtsräumen abdecken. -> Die Raumreserve der Grundschule Stadtschule Travemünde (17 Unterrichtsräume) wäre für eine andere schulische oder außerschulische Nutzungen frei.

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

58 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4.3 Die Schulraumsituation der Gymnasien Die Planungsempfehlungen stützen sich auf eine Modellrechnung, die das Gymnasialschülerpotential auf die Schüler mit Gymnasialempfehlung beschränkt, abzüglich eines angenommenen Anteiles von 15% (bisher knapp 10%) der Schüler mit Gymnasialempfehlung, die eine Gesamtschule besuchen würden. Die Modellrechnung geht davon aus, daß eine Ausweitung des Angebotes von Gemeinschaftsschulplätzen den Nachfragedruck auf die Gymnasien verringern und damit auch die Gymnasien von ihrer angespannten Schulraumsituation entlasten wird. Im Ergebnis dieser Modellrechnung würde sich das zukünftige Schüleraufkommen für die Gymnasien in der Hansestadt Lübeck auf rund 470 Schüler begrenzen. Unter Berücksichtigung von durchschnittlich 100 Einpendlern würden die sieben Gymnasien insgesamt 570 Schüler aufnehmen, so daß sie im Mittel dreizügig (Johanneum vierzügig, Trave-Gymnasium zweizügig) geführt werden könnten; das würde ihren vorhandenen Raumkapazitäten entsprechen. In der Status-quo-Projektion der Schülerzahlentwicklung wird dagegen die zukünftige mittlere Zügigkeit der Gymnasien 3,5 Züge umfassen; der steigende Raumbedarf würde sich erst nach 2015 aufgrund der verkürzten Schullaufbahn wieder auf das vorhandene Raumprogramm verringern.
Schulraumkapazitäten und Zügigkeiten der Gymnasien (Unterrichtsräume) Schulraumkapazität Raumprogramm nach Zügigkeit

Ernestinenschule Johanneum zu Lübeck Katharineum zu Lübeck Oberschule zum Dom C.J.Burckhardt-Gymnasium Thomas-Mann-Schule Trave-Gymnasium 35

51 49 63 59 51 51 51 50 51 50 51 53 36 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Schulentwicklungsplan Hansestadt Lübeck

59 Schulraum und Entwicklungsperspektiven

Teil I

4.4 Die Schulraumsituation der Sonderschulen Nach den Raumprogrammen des Landes sind die drei Förderschulen (Schulen für Lernbehinderte) Berend-Schröder-Schule (einschließlich Aussenstelle), H.C.-Andersen-Schule und Strakerjahn-Schule sowie die Schule für Körperbehinderte (Matthias-Leithoff-Schule) mit angemessenen Raumkapazitäten ausgestattet. Die beiden Schulen für Geistigbehinderte, die Schule Wilhelmshöhe und die Maria-Montessori-Schule, weisen Defizite an Unterrichtsräumen (ohne Gruppenräume) aus. Hier wäre zu prüfen, inwieweit der Unterricht auch in den Gruppenräumen abgedeckt werden kann.
Schulraumkapazitäten und Zügigkeiten der Sonderschulen (Unterrichtsräume, ohne Gruppenräume) Schulraumkapazität Raumprogramm nach Zügigkeit

Berend-Schröder-Schule 16

24 30

H.C.-Andersen-Schule

23 24 26 20 17 18 14 26 24 Projektgruppe BILDUNG und REGION, Bonn

Strakerjahn-Schule

Schule Wilhemshöhe

Maria-Montessori-Schule Matthias-Leithoff-Schule

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