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Mitte

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Neuaufstellung Flächennutzungsplan

Wohnen

Gewerbe

Zentren und Einzelhandel

Verkehr

Freizeit und Erholung

Stadtbezirkskonzept Mitte

Freiraum und Umwelt

Res sort Stadtplanung

März 2006

FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

STADTBEZIRKSKONZEPT MITTE
Gliederung: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. Einführung Stadtbezirksprofil Allgemeine Entwicklungsperspektiven Wohnen Gewerbe Zentren und Einzelhandel Verkehr Freizeit und Erholung Freiraum und Umwelt Entwicklung Emst IV - Haßley - Haßleyer Insel - Staplack Entwicklung Weststadt und Bahnhofshinterfahrung

Hinweis:
Die Themenkarten wurden für diesen Bericht verkleinert. Bei Bedarf können die Originale (Maßstab 1: 10.000) im Stadtplanungsamt eingesehen werden.

Stadt Hagen – Vorstandsbereich für Stadtentwicklung und Bauen - Ressort Stadtplanung – April 2006

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Stadtbezirk Mitte

1.
1.1

Einführung
Stadtbezirkskonzepte und neuer Flächennutzungsplan
Für die gesamte Stadt Hagen wird derzeit ein neuer Flächennutzungsplan erarbeitet, der grundlegende Perspektiven der weiteren städtebaulichen Entwicklung in den Grundzügen aufzeigen soll. Daran soll die Öffentlichkeit mitwirken und Ideen einbringen. Dies ist politischer Wille und gesetzlicher Auftrag. Zu Beginn des Verfahrens zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes sollen daher in allen Stadtbezirken Diskussionen über die Entwicklungsmöglichkeiten in den Stadtbezirken geführt werden. Die bezirksbezogene Perspektive ermöglicht es, auf die Besonderheiten und Potenziale der verschiedenen Bezirke in Hagen in angemessener Weise einzugehen und die Bürger zur Mitwirkung anzuregen. Nicht alle Überlegungen können letztendlich in den Flächennutzungsplan als einen relativ abstrakten, gesamtstädtischen Plan übertragen werden. Die Stadtbezirkskonzepte bieten daher die Chance, alle für die Entwicklung des Bezirks wesentlichen Ideen und Ziele festzuhalten und daraus in einem späteren Schritt konkrete Umsetzungsmaßnahmen abzuleiten.

1.2

Finanzwirtschaftliche Auswirkungen
Die Stadtbezirkskonzepte stellen als informelle Planungsebene in einem frühen Stadium langfristige Planungsabsichten und bezirksbezogene Zielsetzungen dar. Sie sollen als Grundlage für planerische Zielsetzungen und Prioritätensetzungen dienen, um daraus in einem späteren Schritt rechtlich verbindliche Planungen und Maßnahmen zu entwickeln, die mit Kosten verbunden sind. Die Konzepte als solche beinhalten jedoch keine Verfahrensentscheidungen, sondern sollen einen Diskussionsprozess einleiten. Sofern daraus konkrete Maßnahmen abzuleiten sind, werden diese gesondert den Gremien zur Beratung vorgelegt. In diesem Zusammenhang sind die finanziellen Auswirkungen zu quantifizieren und die Finanzierung darzustellen.

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Stadtbezirk Mitte

2.
2.1

Stadtbezirksprofil
Allgemeine Daten
Der Stadtbezirk Mitte hat 80.982 Einwohner (September 2005) und ist damit bezogen auf die Einwohnerzahl der mit Abstand größte Stadtbezirk in Hagen. Gleichzeitig ist er bezogen auf die Fläche mit 20,5 km² der kleinste Hagener Stadtbezirk. Folgerichtig liegt hier die Einwohnerdichte mit 3950 Ew/km² am höchsten. Diese Einwohnerdichte ist auch an der städtebaulichen Struktur ablesbar. Der Stadtbezirk ist durch eine überwiegend dichte, mehrgeschossige Bebauung geprägt. Die Siedlungsbereiche gehen nahtlos über in die angrenzenden Stadtbezirke. Nur im Westen (Philippshöhe, Tücking), im Süden (Stadtwald) sowie im Osten (Haßley, Bissingheim) verfügt der Stadtbezirk über größere Freiräume im Außenbereich. Ennepe und Volme durchqueren das Gebiet des Stadtbezirks. Insbesondere die Ennepe ist aber für die Bevölkerung kaum zugänglich.

Hagen-Mitte Hagen-Nord Hohenlimburg Eilpe/Dahl Haspe HAGEN INSGESAMT

Bevölkerung 80.932 39.030 32.000 17.447 30.641 200.050

Fläche in km² 20,5 29,6 37,0 51,1 22,2 160,4

Einw./km² 3.948 1.318 865 341 1.380 1.247

Quelle: Bevölkerungsbestand Oktober 2005, Ressort Stadtentwicklung u. Stadtforschung

Innerhalb des Stadtbezirks Mitte liegt die Kernstadt mit den zentralen Einrichtungen des Einzelhandels, Dienstleistung und Verwaltung. Gleichzeitig ist hier der Verkehrsknotenpunkt sowohl für den IV (Innenstadtring, B 7 und B 54, Autobahnzubringer) als auch für den ÖPNV (Hauptbahnhof, ZOB).

2.2

Bevölkerungs- und Sozialstruktur
In der Bevölkerungsstruktur gibt es keine großen Abweichungen vom städtischen Durchschnitt. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 19 Jahren liegt etwas unter dem gesamtstädtischen Schnitt. Stärker ausgeprägt sind die Anteile der 20- bis 29jährigen Einwohner. Ebenfalls leicht über dem Schnitt liegt der Bevölkerungsanteil der über 70jährigen.

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Stadtbezirk Mitte

Hagen-Mitte Hagen-Nord Hohenlimburg Eilpe/Dahl Haspe HAGEN INSGESAMT

0-9 10-19 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70+ 9,3 10,4 11,8 14,3 14,9 12,0 12,9 14,4 9,3 11,3 9,8 13,1 15,2 11,7 14,5 15,1 9,1 11,3 10,4 13,6 15,7 13,0 13,8 13,1 8,8 10,8 10,1 13,7 16,4 12,8 13,5 13,9 10,1 12,6 10,2 14,1 15,8 11,8 12,5 12,9 9,3 11,1 10,8 13,9 15,4 12,1 13,4 14,0

Anteile der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung in Prozent, Quelle: Statistisches Jahrbuch Hagen 2005

Der Stadtbezirk Mitte hat den höchsten Ausländeranteil aller Stadtbezirke. Dieser beträgt 16,4 %. Im Vergleich dazu liegt der Wert für die Gesamtstadt bei 13,9 %. Hinter dem Wert für den gesamten Stadtbezirk verbirgt sich eine Spannweite, die von 2.8 % Ausländeranteil in Emst-West bis zu 31,1 % für den Wohnbezirk Zentrum reicht.

Hagen-Mitte Hagen-Nord Hohenlimburg Eilpe/Dahl Haspe HAGEN INSGESAMT

Deutsche 67.655 35.258 27.835 15.809 25.725 172.282

Ausländer 13.277 3.772 4.165 1.638 4.916 27.768

Ausländeranteil 16,4 % 9,7 % 13,0 % 9,3 % 16,0 % 13,9 %

Quelle: Ressort Stadtentwicklung u. Stadtforschung, .31.10.2005; (Der Anteil der Ausländer wird statistisch unzureichend erfasst, da mittlerweile aufgrund von Einbürgerungen und der Tatsache, dass hier Geborene die Deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, auch ein großer Teil der Deutschen einen Migrationshintergrund besitzen).

Ähnliche Unterschiede gibt es auch bei anderen sozialstrukturellen Merkmalen zu verzeichnen, wie z. B. bei dem Anteil der Arbeitslosen (Emst-West: 5,2 %, EckeseySüd:17,3%) sowie beim Anteil der Sozialhilfeempfänger (Fleyerviertel: 1,5 %, Eckesey-Süd 13,9%, Stadtteildaten 2004)

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Stadtbezirk Mitte

3.

Allgemeine Entwicklungsperspektiven
Nach der städtischen Bevölkerungsprognose für den Zeitraum bis 2015 wird der Stadtbezirk mit einem Rückgang von -12,8 % deutlich mehr Einwohner verlieren als die Gesamtstadt (-8%). Für Teilbereiche wie Altenhagen (-22,8 %), Mittelstadt (-18,7%) und Hochschulviertel (-15,7%) werden noch deutlich höhere Verluste vorhergesagt. Der Bereich Emst wird sich aufgrund der in die Prognose eingeflossenen Einwohnerzunahme durch neue Baugebiete (insbesondere in Emst und Haßley) deutlich positiver entwickeln (+11,7%). Allerdings ist zu beachten, dass die damals unterstellten Zielzahlen für die Anzahl von Wohneinheiten in diesen Bereichen nicht mehr aktuell sind, da noch von einem erheblichen Anteil von Geschosswohnungsbau ausgegangen wurde. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Entwicklung der einzelnen Altersgruppen im Stadtbezirk. Alle Altersgruppen schrumpfen laut der städtischen Prognose. Der stärkste Rückgang ist bei den 20- bis 39-jährigen zu erwarten. Er beträgt hier -19,2 %. Auch bei den Senioren (60 Jahre und älter) ist ein überdurchschnittlicher Rückgang von -14,3% zu erwarten. Die geringsten Verluste weisen die 40- bis 59-jährigen mit -5,7 % auf.

Bevölkerungsprognose 2015 105% 100% 95% 90% 85% 80% 2002 2010 Hagen Mitte 2015

Der Stadtbezirk Mitte ist gekennzeichnet durch das direkte Nebeneinander von Quartieren mit weit unterdurchschnittlichen und weit überdurchschnittlichen Wohnwert. Hier ist es vor dem Hintergrund der in Mitte zu erwartenden Einwohnerverluste vordringlich, Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnungsbestandes zu unternehmen. Unterstützend werden dazu

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Stadtbezirk Mitte

vorhandene Förderprogramme in Anspruch genommen In Teilgebieten wird der Einwohnerrückgang besonders stark zu spüren sein. Die Bereiche Oberhagen und Eilpe-West wurden bereits für das Programm Stadtumbau-West angemeldet, um Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels finanzieren zu können. Neben diesen Schrumpfungstendenzen im Bestand gibt es im Stadtbezirk Mitte aber auch Flächenpotenziale zur Neuausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete, die teilweise seit vielen Jahren bereits in der Diskussion sind. Hier sind insbesondere die Flächen rund um den Autobahnanschluss Hagen-Süd zu nennen. Eine besondere Bedeutung kommt hierbei der Entwicklungsachse Feithstraße, Haßleyer Straße, Hagener Straße, Dortmunder Straße zu. Hervorragend für den Autoverkehr durch drei Autobahnanschlüsse angebunden, liegen an dieser Achse bedeutende Einrichtungen, wie FernUni, Wissenspark, Fachhochschule und weitere Behördenstandorte, deren Ausstrahlung für weitere Ansiedlungen genutzt werden kann. Als weiteres Plus sind die Potenzialflächen und Projekte zu nennen, die sich entlang dieser Achse aufreihen: angefangen vom Evolutions-Park im Norden bis zur Haßleyer Insel im Süden. Dazwischen liegen hochwertige Potentialflächen, wie z.B. an der Haßleyer Straße, Im Dünningsbruch. Darüber hinaus kommen Kulturdenkmäler wie der Hohenhof und andere Einrichtungen im Umfeld, wie z.B. die Jugendherberge. Im Bereich der gewerblichen Bauflächen ist die Wiedernutzung brachgefallener Flächen entlang der B7/B54 vorrangig. Hier gilt es neue Nutzungsperspektiven zu eröffnen, ohne gewachsene Strukturen zu gefährden (z.B. durch die Ansiedlung von zentrenschädlichem Einzelhandel). Gerade in dem hoch verdichteten Stadtbezirk Mitte ist der Stadtumbau mit der Chance einer Aufwertung im Bestand (z. B. durch Wiedergewinnung von Grün in der Stadt, neue Wegeverbindungen, Zugang zum Wasser etc.) zu verknüpfen. Angesichts dieser Tendenzen lassen sich für Mitte folgende städtebaulichen Leitmotive entwickeln.

3.1

Bestand aufwerten
Große Teile des Stadtbezirks Mitte, darunter die gesamte Innenstadt, wurden nach einer gesamtstädtischen Untersuchung des Amts für Statistik und Stadtforschung hinsichtlich ihres Wohnwertes als unterdurchschnittlich bis weit unterdurchschnittlich eingestuft. (Quelle: Kleinräumiger Entwicklungsstand, Informationen zur Wohnstruktur 93). Die schlechteste Bewertung bekamen die Bereiche entlang der B 7/B 54 von Eckesey bis nach Wehringhausen sowie Teilbereiche von Altenhagen und Oberhagen. Mit Ausnahme der Versorgung mit Infrastruktur, die im gesamten Stadtbezirk überdurchschnittlich bis weit überdurchschnittlich ist, fallen die übrigen Kriterien - Bevölkerungsstruktur - Gebäude- und Grundstücksstruktur - Beeinträchtigung durch Verkehr und Gewerbe relativ schlecht aus und führen zu einer unterdurchschnittlichen Gesamtbewertung.

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Stadtbezirk Mitte

Der Vergleich mit 1980 zeigt, dass es bereits in den meisten schlecht bewerteten Wohnlagen schon zu einer Verbesserung gekommen ist, die sich jedoch noch nicht in einer besseren Gesamteinstufung niederschlägt. Um aktuelle Aussagen treffen zu können, müssen die Ergebnisse der zur Zeit in Arbeit befindlichen Vergleichsuntersuchung abgewartet werden. Festzuhalten ist aber, dass große Gebiete des Stadtbezirkes einen städtebaulichen Erneuerungsbedarf haben. In der Vergangenheit ist es bereits gelungen, einzelne dieser problematischen Quartiere in verschiedene Förderprogramme aufzunehmen, so z.B. Altenhagen in das Programm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“, Oberhagen/Eilpe-West in das Programm „Stadtumbau-West“ und Wehringhausen in das EU-Projekt „Cities regain identity“. Unabhängig von der Förderung durch Landes- und EU-Programm ist die Aufwertung in bestehenden Quartieren mit vorhandener Infrastruktur eine vordringliche und dauerhafte Aufgabe der Stadtentwicklung, gerade vor dem Hintergrund des zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs und der damit verbundenen Auswirkungen auf den Wohnungsbestand insbesondere in qualitativ schlechten Wohnlagen. In Teilbereichen, wo aufgrund der schlechten Wohnbedingungen (z.B. aufgrund hoher Verkehrs- und Immissionsbelastungen) keine positive Entwicklung zu erwarten ist, ist aber auch über Rückbau und Abriss nachzudenken. Strategische Orte: · Wehringhausen · OberhagenEilpe-West · Altenhagen · Eckesey

3.2

Verkehrsprobleme lösen
Aufgrund ihrer Lage und Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt sowie aufgrund der mehrgeschossigen Bebauung und Topografie weist die Innenstadt besondere verkehrsabhängige Immissionsprobleme auf (Lärm und Abgase (Feinstaub)). Die seit langem diskutierte Bahnhofshinterfahrung wird hier zu einer deutlichen Entlastung führen und neue Chancen für eine städtebauliche Entwicklung in Wehringhausen eröffnen. Als weitere Netzergänzung war die Tangente Oberhagen in der langfristigen Planung vorgesehen, wird aber nicht mehr weiter verfolgt.

Strategische Orte:
· Bahnhofshinterfahrung

3.3

Zentren stärken/Nahversorgung sichern
Mit dem Umbau der Innenstadt wurde eine deutliche Attraktivitätssteigerung für das Einkaufen in Hagen erreicht. Es bleibt jedoch zu beobachten, dass Randbereiche der Fußgängerzone unter einem fortschreitenden Bedeutungsverlust und damit verbundenen Leer

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ständen leiden. (z. B. untere Elberfelder Straße/real-Gebäude). Für die Zukunft ist es Ziel, den erreichten Stand zu halten und die aufgetretenen Lücken angemessen zu füllen. Von einer weiteren Expansion kann derzeit nicht ausgegangen werden. Die Nahversorgung in den Wohngebieten ist ein weiteres Einzelhandelsthema. Derzeit erfolgt eine Bereinigung der Betriebsstrukturen bei den Lebensmittelversorgern. Ungünstige Märkte werden aufgegeben. Neue Standorte für optimierte Betriebsgrößen und Flächenzuschnitte werden gesucht. Hier gilt es, städtebaulich integrierte Lagen zu entwickeln, damit auch für die Zukunft ein fußläufig erreichbares Nahversorgungsangebot gewährleistet werden kann. Zur Zeit werden Diskussionen an folgenden Standorten geführt: · · · Altenhagen (Zollstraße/Altenhagener Straße, Alexanderstraße) Eppenhausen (Feithstraße) Emst (Haßleyer Straße)

Aufgabe der Stadtplanung bleibt es, die betriebswirtschaftlichen Anforderungen mit den städtebaulichen Zielsetzungen in Einklang zu bringen. Dies hat im Einzelfall zur Konsequenz, dass angestrebte Verkaufsflächengrößen nicht in vollem Umfang zu realisieren sind.

Strategische Orte:
· · Innenstadt insbesondere in den Randbereichen (untere Elberfelder Straße) Emst (Haßleyer Straße)

3.4

Neue Nutzungen in alten Gewerbezonen
Im Stadtbezirk Mitte stehen große ehemals gewerblich genutzte Flächen zur Wiedernutzung an. Eine besondere städtebauliche Bedeutung kommt dabei dem Bereich Varta/Hawker zu. Nach Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung werden diese Flächen hervorragend erschlossen sein. Hinzu kommt die Nähe zum Hauptbahnhof. Weitere Flächenpotenziale ergeben sich durch die Umwidmung ehemaliger Bahnflächen in Oberhagen sowie auch in Altenhagen. Strategische Orte: · Gewerbeband entlang der B7/B54 (z.B. Varta/Hawker, Flächen hinter dem Bahnhof etc.) · Bahnflächen entlang der Fehrbelliner Straße

3.5

Rückgewinnung von Landschaft
Gerade für den stark verdichteten Stadtbezirk Mitte haben die innerstädtischen Grünflächen eine besondere Bedeutung. Diese Flächen sind zu erhalten, wenn möglich zu vernetzen

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und in ihrer Aufenthalts- und Nutzungsqualität für die Bevölkerung zu verbessern. Die beiden Flüsse Ennepe und Volme sind für die Bürger zugänglich zu machen. Die im Innenstadtbereich entlang der Volme weitgehend abgeschlossenen Maßnahmen sind weiter fortzusetzen. Hier bietet sich gerade der Bereich Oberhagen an, wo sich aufgrund von Nutzungsveränderungen neue Potenziale ergeben. Besondere Bedeutung hat aber auch die Ennepe, die noch weniger zugänglich ist. Im räumlichen Stadtentwicklungskonzept Hagen 2015 war bereits die Entwicklung eines Stadtteilparks rund um die Villa Post vorgesehen, der auch weiterhin Ziel der Rahmenplanung für Wehringhausen ist. Bei der Reaktivierung von Brachflächen ist zu prüfen ob zumindest in Teilbereichen eine Wiedergewinnung von Landschaft möglich ist, die auch der Naherholung der Bevölkerung zugute kommt. Eventuell ist auch über temporäre Zwischennutzungen ein Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Eine große Bedeutung hat der Zugang zur freien Landschaft für die Wohnbereiche im Stadtbezirk Mitte. Strategische Orte: · Stadtteilpark Wehringhausen · Umgestaltung des Bodelschwinghplatzes · Stadtteilpark Altenhagen · Grünbereiche entlang Volme und Ennepe

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Stadtbezirk Mitte

4.
4.1

Wohnen
Rückblick
In den vergangenen Jahren sind im Stadtbezirk Mitte einige neue Wohngebiete entstanden. Hierbei ist zum Einen die Bebauung am Kuhlerkamp zu nennen. Zum Anderen wurde die ehemalige Fläche der Stadtgärtnerei am Kratzkopf mit Mehrfamilien- aber auch Einfamilienund Doppelhäusern bebaut. Daran anschließend entstand eine Reihenhaussiedlung an der Diesterwegstraße.

4.2

Aktuelle Situation
Aktuell sind im Stadtbezirk Mitte keine Flächenpotenziale in rechtsverbindlichen Bebauungsplänen zu verzeichnen. Im Flächennutzungsplan sind ca. 7,7 ha bereits als Wohnbaufläche dargestellt, aber noch nicht bebaut. Eine Bebauung dieser Flächen ist nur über die Schaffung von Planungsrecht (Bebauungsplan oder Satzung) möglich. Sie liegen an der Tückingschulstraße, der Gehrstraße, in Haßley und im Bereich Emst IV.

4.3

Perspektiven für Wohnen
Die Bevölkerungsprognose des Landes NRW für 2020 und auch die stadteigene Prognose (die allerdings nur bis ins Jahr 2015 reicht) gehen von erheblichen Bevölkerungsverlusten für die Stadt Hagen insgesamt aus. Dafür verantwortlich sind die demografischen Rahmenbedingungen (deutlich mehr Todesfälle als Geburten) und die Abwanderung aus Hagen vor allem in die Nachbarkommunen. Die Landesprognose und die städtische Prognose unterscheiden sich im wesentlichen durch die Annahmen zur Abwanderung. Die städtische Prognose unterstellt, dass durch die Realisierung neuer Wohnbaugebiete in Hagen die Abwanderung ins Umland zumindest gebremst werden kann. Ob dies gelingen wird, ist allerdings fraglich, da auch die umliegenden Gemeinden um Bauwillige werben und die Zielgruppe derjenigen, die Eigentum bilden (in der Regel die 30- bis 50jährigen) deutlich schrumpfen wird. Reicht auch der vorhandene Wohnraum bei sinkender Einwohnerzahl zur Versorgung der Bevölkerung rein rechnerisch aus, so wird es dennoch eine Nachfrage nach NeubauImmobilien geben. Diese kann im Bestand nicht gedeckt werden. Zielsetzung der Stadt Hagen ist es, für diese Nachfrage ein entsprechendes Angebot in Hagen bereitzustellen. Deshalb soll es trotz sinkender Einwohnerzahl und einzelner Leerstände im Bestand ein zusätzliches Angebot an Flächen für neue Wohnbaugebiete in Hagen geben. Über die tatsächliche Inanspruchnahme von Freiraum für neue Wohnbauflächen kann erst nach Prü

4.3.1 Gesamtstadt

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Stadtbezirk Mitte

fung aller Flächenoptionen in allen Stadtbezirken entschieden werden. Bei der Neuausweisung von Wohnbauflächen ist es Zielsetzung, die Standorte vor allem an bestehenden Infrastruktureinrichtungen (wie z. B. Schulen, Kindergärten, Einkaufsgelegenheiten) auszurichten, um diese in ihrem Bestand langfristig zu sichern. Parallel zu den Neubautätigkeiten wird es vor allem in den schlechten Wohnlagen zu einer Leerstandsentwicklung kommen, die es erforderlich machen wird, hier Aufwertungsmaßnahmen durchzuführen. Bei der Nachfrage nach Neubau-Immobilien wird es entscheidend sein, auch Grundstücke ohne Investorenbindung auf den Markt zu bringen. Hier wird die Stadt durch ein aktives Baulandmanagement dazu beitragen, dass bei der Neuentwicklung von Bauland ein Anteil des Planungswertgewinnes abgeschöpft wird. Diese Abschöpfung soll zur Finanzierung der Planungskosten, der Infrastruktur sowie zur Bereitstellung kommunaler Baugrundstücke verwendet werden.

4.3.2 Stadtbezirk Mitte
Der Stadtbezirk Mitte verfügt über ein sehr geringes Potenzial an Flächenreserven für Wohnungsbau. Nach der städtischen Bevölkerungsprognose zählt der Stadtbezirk Mitte neben dem Stadtbezirk Eilpe/Dahl zu den Bezirken mit den größten Einwohnerverlusten. Insbesondere in Altenhagen, in der Mittelstadt und im Hochschulviertel werden hohe Verluste prognostiziert. Lediglich auf Emst wird mit einem Einwohnerzuwachs gerechnet, der sich anhand der Flächenreserve im Bereich Emst IV bzw. der geplanten Neuausweisungen in Haßley erklären lässt. Um der demographischen Entwicklung Rechnung zu tragen, sollen einzelne Wohnbauflächenpotenziale, die aufgrund der schwierigen Topographie oder mangelnder Erschließung bisher nicht realisiert werden konnten, als Wohnbauflächen zurückgenommen werden. Hierbei sind die Flächen an der Tückingschulstraße, an der Philippshöhe und Teilbereiche von Emst IV zu nennen. Unter der Zielsetzung der verstärkten Innenentwicklung ist zum Einen die Nachverdichtung der Wohnsiedlung an der Tondernstraße zu nennen. Zum Anderen soll im Bereich der Rissestraße ein neues Wohngebiet an bereits vorhandenen Infrastruktureinrichtungen entstehen. Unter Berücksichtigung der Restriktionen durch den Natur- und Landschaftsschutz und der Möglichkeit der Erschließung kommen für die Neuausweisung von Wohnbaugebieten im Stadtbezirk Mitte folgende Bereiche in Betracht, die aufgrund ihrer attraktiven Lage eine Realisierung wahrscheinlich machen: · Haßley · Emst · Rissestraße · Liebigstraße · Im Dünningsbruch · Scharnhorststraße · Pferdewiese (Höing) · Tückingschulstraße. 11

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Stadtbezirk Mitte

Welche Flächen davon Eingang in den neuen Flächennutzungsplan finden, kann erst nach Abklärung des Gesamtbedarfs sowie nach einer abschließenden Bewertung der Flächenoptionen in allen Stadtbezirken entschieden werden. Bei den Neuausweisungen handelt es sich um Arrondierungen, die die bereits bestehende Bebauung ergänzen. An der Röntgenstraße wird die Darstellung des Flächennutzungsplans an die vorhandene Nutzung angepasst. Der Bereich ist noch als gewerbliche Baufläche dargestellt, real ist aber nur Wohnbebauung vorhanden. In der zusammenhängenden Betrachtung aller Wohnbauflächenpotenziale stünden dem Stadtbezirk Mitte damit 25,2 ha (ohne Neuausweisung Mi) an zu entwickelnder Wohnbaufläche zur Verfügung. Hinzu kommen größere und kleinteilige Flächenpotenziale im Siedlungsbestand, wo infolge städtebaulicher Aufwertungsmaßnahmen städtisches Wohnen wieder ermöglicht werden soll. Hier sind die Bereiche rund um den Bodelschwinghplatz in Wehringhausen und die Altenhagener Straße zu nennen. Kleinteilige Potenziale bieten etwa der städtische Bauhof an der Körnerstraße sowie die Idee rund um die Johannis-Kirche das Wohnen zu stärken.

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WOHNEN
Wohnbauflächen
Bestand
vorhandene Wohnbauflächen Mischbauflächen (incl. Dorfgebiete)

MITTE

Stadtbezirk

Flächenreserven
ohne Bebauungspläne

1.000

¸

Meter

Neuausweisung
Wohnbaufläche Mischbaufläche

Entfallende Flächen
zukünftig Grünfläche
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

Weitere Nutzungen
Schienennetz Strassennetz Wasserflächen

zukünftig Landwirtschaft

Gemeinbedarfsflächen Sonstige Siedlungsflächen

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Stadtbezirk Mitte

5.
5.1

Gewerbe
Rückblick
Mit den neuen Gewerbe- und Dienstleistungsparks im Lennetal und an den verkehrsgünstigen Standorten im Umfeld der Autobahnen geht ein rasanter Bedeutungsverlust der alten Industrie- und Gewerbegebiete entlang von Ennepe und Volme einher. Nutzungsaufgaben, brachfallende Gewerbeflächen oder ungesteuerte Umnutzungen zu großflächigen Einzelhandelsstandorten kennzeichnen weite Teile der altindustrialisierten Korridore im Stadtbezirk Mitte.

5.2

Aktuelle Situation
Für den Stadtbezirk Mitte ist seit längeren ein stetiger Rückgang an Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe festzustellen. Hauptursache für diese Entwicklung ist u.a. der sukzessive Arbeitsplatzabbau im produzierenden Gewerbe, wobei insbesondere die Firma Varta/Hawker im großen Umfang Arbeitsplätze abbaut. Eine Konsequenz daraus ist das Brachfallen großer Teile der ehemaligen Produktionsstätten dieser Firma entlang der B 7 und der Ennepe. Die im aktuellen Flächennutzungsplan für den Stadtbezirk Mitte dargestellten Bauflächen für Gewerbe und Industrie sind im wesentlichen ausgeschöpft. Weitere gewerbliche Flächenpotentiale im nennenswerten Umfang bieten ehemalige Bahnflächen, auf denen zukünftig eine städtebaulich geordnete gewerbliche Neunutzung erfolgen kann. Gewerbliche Bauflächen in einer Größenordnung von ca. 23 ha entfallen zukünftig. Dabei handelt es sich zumeist um Gewerbeflächen, welche sich zunehmend in Richtung Handel/Dienstleistungsgewerbe entwickeln. Dieser Strukturwandel in Richtung "Tertiärisierung der Wirtschaft" wird sich auch in Zukunft beschleunigt fortsetzen.

5.3

Perspektiven für Gewerbe
Auf der gesamtstädtischen Ebene ist der zukünftige Bedarf und das Angebot an zusätzlichen gewerblichen Bauflächen in Abstimmung mit den übergeordneten Planungsbehörden zu klären. Als Anhaltspunkt kann der Gebietsentwicklungsplan dienen, der allerdings nur einen Planungshorizont bis 2010 beschreibt. Danach wird der Bedarf an zusätzlichen Gewerbe- und Industrieflächenbereichen (GIB) für den Zeitraum 1996 bis 2010 mit 169 ha d. h. mit etwas mehr als 10 ha pro Jahr beziffert. Bei Fortschreibung der Bedarfe mit dem Zielhorizont 2020 für die Geltungsdauer des neuen Flächennutzungsplanes ergäbe sich danach ein zusätzlicher Bedarf von ca. 150 ha an gewerblichen Bauflächen. Dieser schematischen Bedarfsfortschreibung sind die tatsächlich verfügbaren Flächenpotenziale gegenüber zu stellen. Im Rahmen der Stadtbezirkskonzepte werden daher

5.3.1 Gesamtstadt

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die noch vorhandenen Flächenpotenziale dargestellt sowie Optionen für Neuausweisungen aufgezeigt. Die Ergebnisse der Diskussionen in den Stadtbezirken werden dann für die Gesamtstadt zusammengetragen. Anschließend ist zu entscheiden, in welchem Umfang die dargestellten Flächenoptionen Eingang in den neuen Flächennutzungsplan finden sollen.

5.3.2 Stadtbezirk Mitte
Als einziges Flächenpotential für eine Neuausweisung von gewerblichen Bauflächen im Stadtbezirk Mitte wird die "Haßleyer Insel" vorgeschlagen. Zur Zeit wird geprüft, ob dieser Flächenvorschlag auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Realisierungschancen hat. Die durch die Gewerbefläche erzeugten Verkehre können direkt über den BAB-Anschluss abfließen ohne Wohngebiete zu tangieren. Insbesondere die nicht mehr bahnspezifisch genutzten Flächen im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs Altenhagen bieten gewerbliche Flächenreserven in einer Größenordnung von ca. 13 ha . Kurzfristig sind Perspektiven für eine Wiedernutzung der Gewerbebrachen der Firma Varta/Hawker zu entwickeln. Die Varta/Hawker-Fläche bietet sich aufgrund ihrer Nähe zum Hauptbahnhof und zur Bahnhofshinterfahrung in erster Linie für eine gewerbliche Wiedernutzung (Schwerpunkt: technologie- und dienstleistungsorientiertes Gewerbe) an. Als Einzelhandelsnutzung sind wegen der Nähe zur Innenstadt allenfalls nicht zentrenrelevante Sortimente denkbar, sofern hierfür ein Bedarf gegeben ist. Für die weiteren nicht mehr gewerblich genutzten Varta/Hawker-Flächen nördlich der B 7 sowie die noch als gewerbliche Bauflächen dargestellten Bereiche südlich der B 7 ist eine gemischte Nutzung vorstellbar. Durch diese planerische Neudarstellung auf FNP-Ebene wird der städtebaulichen Zielsetzung "Aufwertung des Wohnquartiers rund um den Bodelschwinghplatz" Rechnung getragen. Das im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts Hagen 2015 erarbeitete Konzept "Weststadt" mit einer neuen Entwicklung bis zum Bahnhof steht dabei vorläufig nicht zur Disposition. Die jetzige industrielle Nutzung (Stahlwerke Südwestfalen/Schmolz+Beckenbach) genießt Vorrang. Sollte diese Nutzung später einmal aufgegeben werden, so ergäbe sich die Möglichkeit, diese Nutzungskonzeption wieder zu verfolgen.

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GEWERBE
Gewerbe
Bestand Flächenreserven im Flächennutzungsplan
betriebsgebunden frei verfügbar vorhandene Gewerbeflächen

M ITT E

Stadtbezirk

Neuausweisungen
geplante Neuausweisungen

¸
1.000

Meter

Entfallende Flächen
zukünftig Wohnbauflächen zukünftig Sonderbauflächen

Umnutzung von Bahnanlagen Weitere Nutzungen
Schienennetz Hauptverkehrsstraßen Wasserflächen Sonstige Siedlungsflächen zukünftig Gewerbeflächen

zukünftig Mischbauflächen

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Stadtbezirk Mitte

6.
6.1

Zentren und Einzelhandel
Rückblick
Die Entwicklung einer Stadt ist seit jeher untrennbar mit der Situation und den Veränderungen im Bereich des Handels, insbesondere des Einzelhandels verknüpft. Dies gilt nicht nur in der historischen Perspektive durch die Tatsache, dass viele Städte ihre Existenz einer Funktion als „Markt-Platz“ verdanken. Das Bild einer Stadt ist heute viel stärker vom Einzelhandel geprägt, als uns häufig bewusst ist. Ein rasanter Strukturwandel im Einzelhandel, wirtschaftliche und demografische Verschiebungen verändern die Einzelhandelslandschaft und hier insbesondere die Standortwahl der Einzelhandelsbetriebe abseits unserer gewachsenen Innenstädte, Neben- und Quartierszentren. Das Zentrum kommt nicht ohne den Handel aus aber der Handel ohne das Zentrum! Dies erfordert umfangreiche Strategien zur Erhaltung der Stadt- und Ortskerne sowie der Sicherung der wohnortnahen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Gleichzeitig sollen aber auch den aktuellen Entwicklungstendenzen im Einzelhandelsbereich ein hinreichender Raum zur Entfaltung eingeräumt werden. Der Einzelhandel mit seinen zahlreichen Arbeits- und Ausbildungsplätzen ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Durch die umfangreichen Investitionen in der Innenstadt konnte dem zunehmenden Bedeutungsverlust Hagens als Oberzentrum entgegengewirkt werden. Der neue Rathauskomplex, die Volme-Galerie und der Sparkassenneubau, der Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes, der unteren Elberfelderstraße, die Umgestaltung des Theatervorplatzes oder des Bahnhofsvorplatzes sind u.a. Maßnahmen, die zu einer erfolgreichen Attraktivierung des Stadtzentrums und seiner regionalen Bedeutung beigetragen haben. Die Umnutzung der ehemaligen Elbersdrucke stellen eine Verbesserung des kulturellen Angebotes und eine städtebauliche Aufwertung im Zentrum dar. Als weitere Attraktion wird das künftige Emil-Schumacher-Museum neue Zielgruppen erschließen und nach Hagen führen, wovon insbesondere die Innenstadt weiter profitieren wird.

6.2

Aktuelle Situation
Die Hagener City ist das „A-Zentrum“ Hagens. Ihre Bedeutung als Arbeitsplatzstandort, ihre Versorgungsfunktion öffentlicher und privater Art gilt nicht nur für die gesamte Stadt, sondern auch für das Umland. Der Branchenmix umfasst alle Warengruppen, insbesondere auch hochwertige und selten nachgefragte Produkte. Die City ist Visitenkarte und Imagefaktor der Stadt.

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Stadtbezirk Mitte

Die Auswirkungen des Strukturwandels im Einzelhandelssektor sind auch in der Hagener City zu spüren. Zunehmender Leerstand selbst in den 1a-Lagen, Verbreitung von Billigläden und Verdrängung des Branchenmixes zwingen zum Handeln. Die anhaltende Flächenexpansion insbesondere von Lebensmittelanbietern verlangt Grundstücksflächen, die in den dicht besiedelten Siedlungsräumen des Stadtbezirkes Mitte kaum zu gewährleisten sind. Die Planungen zur Bahnhofshinterfahrung erschließen langfristig Flächenpotenziale für Umstrukturierungen. Die Aufwertung der citynahen „Weststadt“ ist in Bezug auf Einzelhandelsnutzungen eher restriktiv zu behandeln (s. Sonderthema: Weststadt und Bahnhofshinterfahrung) Eine Aufrechterhaltung der Nahversorgung in den Stadtteilen wird zunehmend schwieriger, aber aufgrund der demographischen Veränderungen auch immer wichtiger.

6.3

Perspektiven für Zentren und Einzelhandel
Räumliches Leitbild für die bisherige und zukünftige Entwicklung der Hagener Siedlungsstruktur ist die Konzentration der Siedlungsentwicklung auf Zentren und Siedlungsschwerpunkte mit einer hierarchischen Aufgabenteilung. Dabei kommt der Hagener Innenstadt als Zentrum 1. Ordnung mit regionaler Ausstrahlung eine besondere Bedeutung zu. Dieser Bedeutung als märkischer Metropole wurden in den vergangenen Jahren mit der Realisierung der Innenstadtprojekte Rechnung getragen. Den Stadtbezirkszentren als nächster Stufe der Zentrenhierarchie kommt die Aufgabe zu, die einzelnen Stadtbezirke mit den zentralörtlichen Angeboten des Einzelhandels und zentralörtlichen Dienstleistungen zu versorgen. Um diese Aufgabe in Zukunft noch wahrnehmen zu können, bedarf es in den kommenden Jahren einer neuen Prioritätensetzung zugunsten der Stadtbezirkszentren. Der Entwicklung des großflächigen Einzelhandels außerhalb der Zentren ist durch eine zielgerichtete Planung zu begegnen, die Einkaufsangebote mit zentrenschädlichen Sortimenten auf der grünen Wiese unterbindet. Der Strukturwandel im Einzelhandel hin zu größeren Betriebsformen zieht vor allem die Aufgabe kleinerer Läden nach sich. Diese stellten bislang die wohnungsnahe Grundversorgung der Bevölkerung sicher. Bei einer zunehmend älter und weniger mobilen Bevölkerung stellt dies ein Problem dar, dem durch die Entwicklung von Versorgungseinheiten zur Nahversorgung (Quartierversorgungszentren) entgegengewirkt werden soll.

6.3.1 Gesamtstadt

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Stadtbezirk Mitte

6.3.2 Stadtbezirk Mitte
City Die umfangreichen städtebaulichen Aufwertungen der vergangenen Jahre in der Innenstadt sind nachhaltig zu stabilisieren. Die Investitionen müssen flankiert werden von einer konsequenten Standort- und Ansiedlungspolitik, insbesondere im Bereich des Einzelhandels. Durch eine abgestimmte Einzelhandelskonzeption ist das Ziel der Zentrenstärkung und einer ausreichenden Nahversorgung in den Stadtteilen und Wohnquartieren zu verfolgen. Es gilt, eine stärkere räumliche Konzentration des Einzelhandels zu fördern, um einen Flächenbrand bezüglich Negativentwicklungen zu vermeiden. Ziel muss es sein, gesunde Kerne zu erhalten bzw. aufzubauen. Die sensiblen Randbereiche der Fußgängerzone, wie z.B. die Elberfelder Straße mit dem leerstehenden „real-Gebäude“ sind dabei ebenso zu revitalisieren, wie tragfähige Nahbzw. Versorgungszentren zu entwickeln. Östlicher Eingang - Bergischer Ring Der östliche Abschluss des Hauptgeschäftsbereiches bildet der Marktplatz und die Johanniskirche. Durch das Medienzentrum Springe und die angrenzenden „Elbersdrucke“ bietet sich die Möglichkeit, Synergieeffekte zwischen dieser freizeitorientierten Nutzung und den handelsorientierten Nutzungsformen der Fußgängerzone zu erschließen. In diesem Sinne ist eine attraktive Anbindung beider Bereiche durch eine Neugestaltung der Querung (großflächige Aufpflasterung wie untere Elberfelderstraße, etc.) und eine Umgestaltung der Frankfurter Straße anzustreben. Aufwertung der Fußgängerzone Das durch umfangreiche Maßnahmen aufgewertete attraktive Erscheinungsbild der Fußgängerzone ist durch die Zusammenarbeit von Stadtplanung und weiterer zu beteiligender Akteure ständig „aufzufrischen“. Um das Aushängeschild des Geschäftsbereiches, auch im Hinblick auf den interkommunalen Wettbewerb, in städtebaulicher Hinsicht auch zukünftig „auf der Höhe der Zeit“ zu halten, sind dauerhaft begleitende Konzepte und Ideen gefragt (z.B. Fußwegebeschilderung). Aufwertung der Bahnhofstraße Die aufgrund ihrer räumlichen Lage das Bindeglied zwischen Bahnhof und Geschäftszentrum bildende Bahnhofstraße ist in ihrer stadtgestalterischen wie handelsbezogenen Ausstrahlungskraft zu stärken, um einerseits die Anbindung dieser Bereiche zu verbessern und auf der anderen Seite die positiven Impulse der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes fortzuführen. Durch die geplante Fertigstellung der Bahnhofshalle erfährt dieser Bereich die notwendige Aufwertung. Der Handelsbesatz hat, sicherlich auch aufgrund der Ausstrahlungskraft der Volme-Galerie, stark abgenommen. Für die räumliche Ausdehnung einer stabilen handelsbezogenen Entwicklung der Bahnhofstraße ist daher erst einmal nur der Abschnitt von der Einmündung des Graf-von-Galen-Ringes bis zur Hindenburgstraße anzustreben. Um ein attraktives Ge

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Stadtbezirk Mitte

gengewicht zu den typischen Bahnhofsrandnutzungen aufbauen zu können, sind in diesem Abschnitt auch Strategien, wie die Skulpturenallee, weiter zu verfolgen. Im weiteren Verlauf Richtung Osten ändert sich die Bebauungs- und Nutzungsstruktur. In diesem Bereich sollte der Straßenraum durch ansprechende Bepflanzungskonzepte zu einer attraktiven Grünverbindung zum “Volkspark“ aufgewertet werden. Überbauung der Sinn/Leffers Stellplatzanlage Im Rahmen einer wünschenswerten Tiefenentwicklung des Hagener Geschäftszentrums und insbesondere mit Blick auf die positive Entwicklung des Rathausbereiches ist der Großparkplatz an der Potthoffstraße (Sinn/Leffers) nach wie vor als Baugrundstück für ergänzende Innenstadtnutzungen vorzuhalten. Überbauung der Parkfläche Rembergstraße Nicht nur die attraktive Neugestaltung der Rathausstraße verdient eine städtebaulich abgerundete Sichtbeziehung zum Märkischen Ring. Der Parkplatz an der Rembergstraße war bereits mehrfach in der Diskussion. Konzepte für eine kombinierte Nutzung von Einzelhandel und Dienstleistungen liegen vor. Parkhaus - Körnerstraße Wie auch an der Bahnhofstraße bietet das Parkhaus an der Körnerstraße ein trostloses Bild. Insbesondere durch die Ausstrahlung des neuen Sparkassengebäudes ist eine städtebauliche Aufwertung im direkten Umfeld erforderlich. Über die Umgestaltung dieser Immobilie mit der Schaffung einer attraktiven Wegeverbindung oder Passage zwischen Körnerstraße, Volkspark und Fußgängerzone sollte mittelfristig nachgedacht werden. Grün - und Freiflächen Aufgrund der hohen Siedlungsdichte im Stadtbezirk Mitte sind die vorhandenen Grün- und Freiflächen zu erhalten und aufzuwerten. In der Auseinandersetzung mit dem Thema „Rückbau“ ist zu prüfen, in wieweit Flächen zukünftig für innerstädtisches Grün (Stadtparks, Spiel-, Erlebnis -und Aufenthaltsbereiche) umgenutzt werden können und somit zur Attraktivierung des Wohnumfeldes und Steigerung der Aufenthaltsqualität in den dicht besiedelten Wohnquartieren beitragen können. Hierbei sind u.a. die Anregungen aus der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen interessant und sollten berücksichtigt werden. Stadtteilzentren In den Stadtteilen Altenhagen und Wehringhausen erfordern die städtebaulichen und sozialen Strukturen Konzepte zur langfristigen Aufwertung und Stabilisierung der Wohnquartiere. Altenhagen wird durch das Förderprogramm „Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf“ seit einiger Zeit unterstützt. Für Wehringhausen ist der Erarbeitung eines Rahmenplanes vorgesehen, um dem prognostizierten Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken, für den Stadtteil Zukunftsperspektiven zu sichern und einen qualitätvollen Stadtumbau zu ermöglichen. Die Stärkung der gewachsenen Zentren ist auch hier eine der notwendigen Maßnahmen.

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Stadtbezirk Mitte

Im Stadtteil Emst haben sich zwei kleine Nahversorgungsstandorte gebildet, die beide mit den genannten Strukturveränderungen im Einzelhandel zu kämpfen haben. Das gewachsene Stadtteilzentrum an der Emster Straße mit kleinstrukturiertem Einzelhandelsbesatz und verschiedenen Dienstleistungen besitzt ein attraktives Lebensmittelgeschäft mit jedoch nur ca. 200qm Verkaufsfläche, das die Nahversorgung übernimmt. Flächenpotenziale für weitere Nahversorger gibt es nicht, so dass mögliche Alternativen beiderseits der Haßleyer Straße untersucht wurden. Großflächiger Einzelhandel Das Gelände an der Eckeseyer Straße zwischen Baumarkt und der alten Molkerei steht als Potenzial für die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe zur Verfügung. Um die City als Versorgungsschwerpunkt zu erhalten, sollten hier keine zentrenrelevanten Sortimente angeboten werden. Weitere Einzelhandelsansiedlungen, insbesondere mit Nahversorgungsangeboten, sind nur an integrierten Standorten zuzulassen. Auch der Gesetzgeber fordert diese Zielsetzung mittlerweile ein. Daher sollte auch eine weitere Einzelhandelsentwicklung mit zentrenschädlichen Sortimenten, z.B. im Bereich des „HawkerGeländes“, konsequent unterbunden werden. Grundversorgung Zur Sicherung einer möglichst flächendeckenden wohnungsnahen Grundversorgung sind im Stadtbezirk Mitte Standorte für Quartierversorgungszentren dargestellt. Damit sind Bereiche gemeint, die bereits kleinere Ladeneinheiten besitzen oder wo zur Sicherung der Grundversorgung die Ansiedlung maßstäblicher Einrichtungen wünschenswert wäre. Auf die tatsächliche Realisierung solcher Einzelhandelsangebote hat die Stadt nur geringen Einfluss. Als Quartierversorgungszentren kommen in Frage: · Emst Dort bestehen Überlegungen, dem dort an der Karl-Ernst-Osthaus-Straße ansässigen Anbieter Erweiterungsmöglichkeiten anzubieten und somit langfristig die Nahversorgung für Emst auch an dieser Stelle zu sichern. Die Lage zur Haßleyer Straße zwingt allerdings zu einem maßvollen Umgang der Verkaufsflächendimensionen, denn er soll aufgrund der beabsichtigten Zentrenhierarchie der Versorgungsschwerpunkte ausschließlich der Nahversorgung des Quartiers dienen und nicht aufgrund seiner attraktiven Lage an einer Hauptverkehrsstraße, Kaufkraft aus anderen Versorgungszentren abziehen. Hierzu wurden Standorte beiderseits der Haßleyer Straße auf ihre Eignung hin untersucht. Eppenhausen Im Siedlungsbereich von Eppenhausen sind grundsätzlich ausreichende Nahversorgungsstrukturen zu verzeichnen. Eine Ausnahme bildet Boloh, hier liegt eine gewisse Unterversorgung vor, die im Quartier selbst nicht gedeckt werden kann. Die ur

·

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Stadtbezirk Mitte

sprünglichen Überlegungen zur Nachnutzung des Geländes an der Feithstraße (Asylbewerberheim), die die Ansiedlung eines Lebensmittelanbieters beinhalteten, sind u.a. wegen der Konflikte mit dem vorhandenen Grünbestand fallengelassen worden. Geplant ist nunmehr ein „schmales“ Altenwohnheim an dieser Stelle. Weitere Quartierversorgungszentren sind: · · · Obere Lützowstraße Mittlere Rembergstraße Kuhlerkamp

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ZENTREN / EINZELHANDEL
Einzelhandel
Zentrenstruktur SBZ

M ITT E

Stadtbezirk

(
(
STZ

Stadtbezirkszentrum

1.000

¸

Meter

Stadtteilzentrum

(
STZ

§
#
!
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QVZ

QVZ vorhanden, bzw. zu entwickeln

§ §
QVZ

QVZ

Großfl. Einzelhandelsbetriebe mit Sortiment (Verkaufsfläche > 650m²)
Lebensmittel Sonstiges

Einzelhandelsbereiche
Zentrale Einkaufsorte / Geschäftslagen Fachmarktbereiche - nicht zentrenrelevantes Sortiment Entwicklungsbereiche

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( (
SBZ STZ

§

QVZ

(
STZ

§

QVZ

fußläufige Erreichbarkeit r = 600 m

Verkehrsflächen
Straßennetz Schienennetz

2 !

Hauptbahnhof / S-Bahnhaltepunkt Buslinien

weitere Nutzungen
sonstige Siedlungsflächen + Neuausweisungen Wohnbauflächen Gemeinbedarfsflächen Wasserflächen

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Stadtbezirk Mitte

7.
7.1

Verkehr
Rückblick und aktuelle Situation
Der Stadtbezirk Mitte liegt im Zentrum bedeutender gesamtstädtischer und wichtiger regionaler Verkehrswege. Über die radial auf die Innenstadt zulaufenden Hauptverkehrsstraßen, davon zwei Bundesstraßen und ein Autobahnzubringer, wird heute ein erheblicher Teil des gesamten Verkehrsaufkommens auf den Hagener Straßen abgewickelt. Es sind die Straßen mit den höchsten Verkehrsbelastungen im Stadtgebiet. Entsprechend leistungsfähig wurden Innenstadtring und - soweit stadttopographisch möglich - die zuführenden Straßen ausgebaut. Die Kehrseite dieser herausragenden Verkehrsfunktion des Innenstadtnetzes sind die damit verbundenen Belastungen durch Verkehrslärm und Luftschadstoffe und Probleme bei der Verkehrssicherheit. Die gesamtstädtische und regionale Vernetzung der Straßen erzeugt auch einen nicht unerheblichen Anteil von Durchgangsverkehren - bezogen auf die Innenstadt und den Stadtbezirk Mitte. Der sogenannte Innenstadtring ist dementsprechend Drehkreuz im städtischen Straßensystem und Erschließungsring für die eigentliche - dafür weitgehend verkehrsentlastete - Innenstadt mit ihren oberzentralen Versorgungsfunktionen.

7.1.1 Straßennetz

7.1.2 Personenverkehr (Straße)
Im gesamten Stadtgebiet hat sich in den 10 Jahren zwischen 1992 und 2002 zwar ein leichter Rückgang im Gesamt-Verkehrsaufkommen eingestellt, das aber zu Lasten des Umweltverbundes (vor allem Fußwege und öffentlicher Nahverkehr). Der Anteil des individuellen und motorisierten Verkehrs (PKW-Fahrten) ist dadurch im Trend angewachsen. Dieser Trend gilt auch im Stadtbezirk Mitte. Durch Veränderungen im innerstädtischen Netz (Busliniennetz, Umbau Theaterplatz) sind hier außerdem in den letzten Jahren lokal begrenzte Belastungsänderungen eingetreten.

7.1.3 Güterverkehr (Straße)
Im Zentrum der verkehrserzeugten Umweltprobleme steht aber verursacherbedingt der Güterverkehr auf der Straße. Seit Inkrafttreten der europäischen Rechtsvorschriften werden daher zunehmend Maßnahmen zur Steuerung und Beschränkung des LKW-Verkehrs vor allem auf dem Innenstadtring diskutiert.

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Stadtbezirk Mitte

7.1.4 Öffentlicher Personenverkehr
Wie für den motorisierten Individualverkehr so ist die Innenstadt Zentrum des radial auf die City ausgerichteten Nahverkehrsnetzes. Nahezu alle Buslinien erreichen und durchqueren die Stadtmitte und verknüpfen am Hauptbahnhof den Straßen-ÖPNV mit der Schiene. Die Innenstadt ist damit extrem gut durch den ÖPNV erreichbar. Davon profitieren auch die Wohngebiete am Innenstadtrand, die meist von mehreren Linien bedient werden.

7.1.5 Radverkehr/Fußwege
Die Innenstadt ist mit der neuen landesweiten Radroutenbeschilderung in alle Richtungen über die Tallagen mit den benachbarten Stadtteilen und darüber hinaus verbunden. Abschnittsweise sind die Qualitäten für ein komfortables und sicheres Radfahren auf diesen Routen zu verbessern. Ergänzungen sind wünschenswert.

7.2

Perspektiven für Verkehr
Der gesamtstädtische Trend der letzten Jahre wird sich auch in den folgenden Jahren weiter fortsetzen. Es ist daher weiterhin mit einer deutlichen Abnahme des Fußgängerverkehrs, einer geringen Abnahme des motorisierten Individual- und öffentlichen Nahverkehrs aber mit erheblichen Zuwächsen beim Straßengüterverkehr zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird es zukünftig immer wichtiger, die Belastungen besonders durch den Güterverkehr einzudämmen und zu verringern. Die Auswirkungen des Verkehrs auf die Luftqualität, die von ihm verursachten Lärmbelastungen aber auch die Anforderungen an die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmer werden in den Vordergrund treten. Vorstellbare Maßnahmen reichen dabei vom Bau von Umgehungsstraßen bis zu Techniken und Systemen der Verkehrssteuerung und -lenkung. In Hagen wird deshalb schrittweise ein Verkehrsmanagementsystem aufgebaut, mit dessen Hilfe nicht nur Verkehrsabläufe optimiert, sondern auch Konfliktsituationen vorausschauend vermieden oder verringert werden sollen.

7.2.1 Gesamtstadt

7.2.2 Stadtbezirk Mitte
· Wichtigste und aufwändigste Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im Stadtbezirk ist die geplante Bahnhofshinterfahrung. Sie entlastet nicht nur aus städtebaulicher Sicht den historischen Kern des Stadtteils Wehringhausen (Bodelschwinghplatz) und den Graf-von-Galen-Ring (Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs), sondern entschärft auch die Umweltsituation (Schadstoffbelastungen) in der Innenstadt.

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Stadtbezirk Mitte

·

Die Überlegungen zu einer Verlagerung (Erweiterung) des Bergischen/Märkischen Rings auf eine Trasse im Bereich Oberhagen mit Anschluss an die Volmetalstraße soll dagegen aufgegeben werden. Außerhalb der Innenstadt werden Möglichkeiten zur Erschließung neuer Siedlungsflächen auf Emst (Emst IV) und Staplack im Rahmen der Neuaufstellung des FNP geprüft. Im Öffentlichen Personennahverkehr wird sich das neue Erschließungssystem bewähren müssen - weitere Änderungen sind auf absehbare Zeit nicht geplant. Die Erschließung und Erreichbarkeit insbesondere von publikumsintensiven Veranstaltungsorten (Stadthalle, Fun-Park, Theater) soll vor allem durch ein nachfragegerechtes Angebot (z. B. Bussonderverkehre) verbessert werden. Die Attraktivität der Innenstadt für ihre Besucher und Bewohner kann und soll durch komfortable Fuß- und Radwege (-verbindungen) erhöht werden. Dadurch werden auch die innerstädtischen Erreichbarkeiten von und zu den unmittelbar benachbarten Wohngebieten verbessert - auch ein Beitrag zur Entlastung der Umwelt im Stadtbezirk und besonders in der Innenstadt.

·

·

·

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VERKEHR
Verkehr
½ ¾ ½ ¾ ¾

M ITT E

Stadtbezirk

Radwegenetz
vorhanden geplant

Busliniennetz Verkehrsflächen
Schienennetz Linienbusse

1.000

¸

Meter

S-Bahnhaltepunkt 2 ! Bestand
" 2

entfallende Bahnflächen

Einzugsbereich S-Bahnhaltepunkt r= 500 m Einzugsbereich S-Bahnhaltepunkt r= 1000 m Straßennetz

weitere Nutzungen
Siedlungsflächen geplante Wohnbauflächen geplante Gewerbeflächen Wasserflächen

Ressort Stadtplanung - Stand:April 2006

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Stadtbezirk Mitte

8.
8.1

Freizeit und Erholung
Rückblick
Die landschaftlichen Gegebenheiten Hagens, im Norden geprägt durch die Ruhr mit Hengstey- und Harkortsee sowie die Unterläufe von Lenne, Volme und Ennepe, im Süden geprägt durch die bewaldeten Höhen des Märkischen Oberlandes stellen ein hohes Potential für die Freizeit- und Erholungsnutzung im Stadtgebiet dar. Im Norden sind die natürlichen Leitlinien der Flusstäler durch Siedlungstätigkeit und andere bauliche Strukturen wie Autobahnen, Bahnlinien, Freileitungen etc. sehr stark überlagert und nur noch in Fragmenten erlebbar. Die Regulierung der Lenne sowie die großflächige Industrie- und Gewerbeansiedlung im Lennetal bis nach Hohenlimburg hinein hat die landschaftliche Situation in der Lenneaue in den zurückliegenden Jahren erheblich verschlechtert. Der gesamte nördliche und östliche Erholungsraum ist entsprechend vielfach belastet. Im Süden sind dagegen die naturgeprägten landschaftlichen Strukturen noch vorherrschend. Die Höhenlagen der naturräumlichen Einheit Niedersauerland mit ihrer abwechslungsreichen, dem bewegten Relief entsprechenden Landschaft aus bewaldeten und landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie die ausgedehnten Wälder mit tief eingeschnittenen, schmalen Bachtälern und ausgeprägten Terrassenkanten, zum Beispiel in der Nahmer Schlucht, sind wenig belastet und daher besonders gut für die Naherholung geeignet.

8.2

Aktuelle Situation
Für die landschaftsgebundene Erholung spielen die Möglichkeit in der Landschaft Ruhe und saubere Luft im Sinne von Abwesenheit störender Geräusche sowie Gerüche und Luftschadstoffe zu finden und die Erlebbarkeit der landschaftlichen Vielfalt eine entscheidende Rolle. Im überwiegenden Teil des Stadtbezirks Mitte besteht aufgrund der Dichte von Bundesstraßen, Gleisanlagen der Bahn und großflächigen Industrie- und Gewerbeflächen in den Tallagen oder der BAB 45 und 46 im Osten keine direkte Beziehung zwischen den Wohngebieten und der freien Landschaft, die solche Qualitäten aufweist. Lediglich die Ortslagen Kuhlerkamp, Wehringhausen-Süd bilden hier eine Ausnahme. Auch Randlagen von Eppenhausen und Emst profitieren von einem direkten Landschaftsbezug. Die übrigen Ortsteile sind von der freien Landschaft abgeschnitten, Altenhagen, Oberhagen und Wehringhausen unterliegen zudem noch verstärkt durch Industrie- und Gewerbestandorte sowie mehrspurige Durchfahrtsstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen (B54, B7) erheblichen Umweltbelastungen. Die wohnungsnahe Versorgung mit öffentlichen Grün- und Freiflächen ist hier sowohl unter dem Aspekt Freizeit und Erholung, wie auch unter stadtklimatischer und lufthygienischer Berücksichtigung (Feinstaubbelastung) von besonderer Bedeutung.

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Stadtbezirk Mitte

Das Angebot an öffentlichen Grün- und Parkanlagen ist durch die Fertigstellung des Hammeckeparks auf den ehemaligen Flächen der Hausmülldeponie für die Ortslage Altenhagen deutlich verbessert worden. In den übrigen Ortslagen, abgesehen von Eppenhausen und Emst ist die Versorgung mit öffentlichen Grün- und Parkanlagen eher als unzureichend einzustufen. Die Versorgung mit Kinderspielplätzen im Stadtbezirk Mitte gilt insgesamt als ausreichend soweit die auf den Schulhöfen geschaffenen Spielmöglichkeiten auch für die Kinder nutzbar sind. Bei der Umstellung der Grundschulen auf Ganztagsbetreuung könnten jedoch die Schulhofflächen ihre Versorgungsfunktion für die Ortsteile nicht mehr übernehmen und größere Lücken insbesondere in den Stadtteilen Altenhagen, Oberhagen und Wehringhausen auftreten. Im Stadtbezirk Mitte gibt es 15 planungsrechtlich abgesicherte Dauerkleingartenanlagen mit insgesamt 997 Gartenparzellen auf 47,1 ha Fläche. Diese machen über die Hälfte aller aktuell genutzten Gärten im gesamten Stadtgebiet aus. Weitere 175 Gärten auf Emst und „Auf dem Berge“ (Kuhlerkamp) sind geplant, jedoch bisher nicht realisiert worden. Ein Teil der derzeit in Nutzung befindlichen Gärten werden aber auch zukünftig planungsrechtlich nicht abzusichern sein.

8.3

Perspektiven für Freizeit und Erholung
Für Freizeit und Erholung sind im wesentlichen zwei Entwicklungsachse, eine in Ost-WestRichtung entlang der Ruhr und eine in Süd-Nord-Richtung entlang der Lenne von überregionaler Bedeutung. Die Lenne-Route von der Quelle bis zur Mündung ist 2003 aus der Taufe gehoben worden, der Ruhrtal-Radweg wird im Frühjahr 2006 folgen. Entlang der Entwicklungsachse Ruhr gilt es im Norden des Stadtgebiets die Relikte der Naturlandschaft zu sichern und die durch die Industriegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts geprägte Kulturlandschaft zu entwickeln. Das Projekt „Das Ruhrtal“, welches im Jahre 2000 aus der gemeinsamen Bewerbung für die Regionale 2004 der Städte Bochum, Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter Witten, des Ennepe-Ruhr-Kreises sowie des Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, jetzt RVR) hervor ging, bemüht sich um die Verbesserung des Angebotes für Erholungssuchende durch den Ausbau der Rad- und Wanderwege, die Errichtung von Bootsanlegern und Umtragen für die Wasserwanderer sowie die Gestaltung von Rastmöglichkeiten etc.. Mit dem Evolutionspark erhält diese Entwicklung einen neuen Impuls, der den Bogen über die im gesamten Raum ablesbare Entwicklungsgeschichte spannen und veranschaulichen soll.

8.3.1 Gesamtstadt

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Stadtbezirk Mitte

8.3.2 Stadtbezirk Mitte
Der Stadtbezirk Mitte ist entwicklungsbedingt der am stärksten verdichtete und überwiegend urban geprägte Stadtbezirk. Der Zugang der innerstädtischen Wohngebiete zur freien Landschaft ist entsprechend eingeschränkt. Den innerstädtischen Grünflächen kommt daher eine besondere Bedeutung für die Naherholung der Bevölkerung zu. Diese Flächen sind zu erhalten, wenn möglich zu vernetzen und in ihrer Aufenthalts- und Nutzungsqualität für die Bevölkerung zu verbessern. Die beiden Flüsse Ennepe und Volme sind für die Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. Insbesondere dem innerstädtischen Volmeabschnitt bis zur Mündung in die Ruhr kommt hierbei eine besondere Bedeutung als Anbindung an die große Erholungsachse entlang der Ruhr zu. Die in der City angefangenen Maßnahmen zur Verbesserung der Erlebbarkeit des Flusses sind fortzusetzen. Hier bietet sich gerade der Bereich Oberhagen/Eilpe an, wo sich aufgrund von Nutzungsänderungen neue Potenziale ergeben. Eine besondere Bedeutung hat auch die Ennepe, die noch weniger zugänglich ist als die Volme. Das räumlichen Stadtentwicklungskonzept Hagen 2015 sieht die Entwicklung eines Stadtteilparks rund um die Villa Post vor, der auch den direkten Zugang zur Ennepe ermöglichen soll. Aufgrund der inzwischen veränderten Trassenführung für die Bahnhofshinterfahrung, werden sich die zur Verfügung stehenden Flächen deutlich verringern und der direkte Zugang zur Ennepe nicht mehr möglich sein. Das Ziel die Ennepe wieder erlebbar zu machen und ufernahe Freiräume zu entwickeln besitzt aber auch weiterhin städtebauliche Priorität. Gerade in dem hoch verdichteten Stadtbezirk Mitte ist der Stadtumbau mit der Chance einer Aufwertung im Bestand z. B. durch Wiedergewinnung von Grün auf städtischen Brachen, Etablierung von neuen Wegeverbindungen im Grünen und Schaffung von Zugängen zum Wasser etc. zu verknüpfen, um das Wohnen und Arbeiten in der Innenstadt für breite Bevölkerungsschichten attraktiv zu gestalten. Das Angebot an neuen wie bestehenden Freiräumen bedarf einer Neuausrichtung an den sich wandelnden Bedürfnissen der Bevölkerung, die insbesondere die Jugend und die ältere Generation im Blick hat. Mit dem EUProjekt CRII "Cities Regain Identity and Image" (Städte gewinnen Identität und Image zurück), dem Landeswettbewerb "Stadt macht Platz" zur Umgestaltung des Bodelschwinghplatzes, sowie der Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“ für Oberhagen/Eilpe-West eröffnet sich die Möglichkeit, an die Wohnumfeldmaßnahmen der 80er Jahren anzuknüpfen und neue Freiraumqualitäten in den innenstadtnahen Stadtteilen zu schaffen. Die Entwicklung des Standortes Emst/Haßley eröffnet auch die Möglichkeit die Kleingartenanlage Elmenhorst planungsrechtlich abzusichern und je nach Entwicklungsschwerpunkt um bis zu 100 Gartenparzellen zu erweitern. Im Stadtbezirk Mitte besteht derzeit ein rechnerischer Fehlbedarf von ca. 160 Gärten, die an diesem Standort und auf dem Kuhlerkamp realisiert werden könnten.

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FREIZEIT / ERHOLUNG
Freizeit/Erholung
Wald Grünflächen und Freiflächen Flächen für Landwirtschaft Naturschutzgebiete und geschützte Landschaftsbestandteile Wasserflächen Dauerkleingärten / Bestand Dauerkleingärten / geplante Neuausweisungen
EE EEEEE Friedhöfe EE EEEEE EE EEEEE
n

M ITT E

Stadtbezirk

Potenziale der Freizeitnutzung/des Erholungsraumes

1.000

¸

Meter

Naturdenkmale Naturdenkmale im Innenbereich (zukünftig) Bolzplatz Kinderspielplatz Rollschuhbahn Spielpunkt

n

# # #
½ ¾ ½ ¾
F ! È !

vorhandene Radwege geplante Radwege Wanderwege Reitwege Reit-und Wanderwege Landschaftprägendes Kulturdenkmal

O !

Siedlungsraum
sonstige Siedlungsflächen Versorgungsanlagen Siedlungsflächen mit erhöhtem Bedarf an wohnungsnahem Erholungsraum Straßennetz Schienennetz durch Verkehrslärm beeinträchtigter Erholungsraum

n

Belastungen der Freizeitnutzung/des Erholungsraumes

da Rücknahm e FNP (alt) neue Nutzung möglich als:
Grünflächen Wohn-/Mischbebauung Gewerbe/Sonderbau

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

9.
9.1

Freiraum und Umwelt
Aktuelle Situation
Der Stadtbezirk Mitte stellt u. a. das Zentrum der Stadt Hagen und damit den am dichtesten besiedelten und versiegelten Bereich der Stadt dar. Die noch vorhandenen innerstädtischen Grünflächen und Parks (z. B. Dr.-Ferdinand-David-Park, Volkspark, Volmepark, Stadtpark, Ischeland sowie die großflächigen Friedhöfe am Remberg und in Altenhagen) stellen daher einen besonderen Wert für die Bewohner diese Stadtbezirks dar. Im Süden grenzt der Bezirk mit bewaldeten Höhen (Goldberg) und dem Naturschutzgebiet Hardt an den Bezirk Süd an. Gen Westen erstreckt sich die bewaldete Philipshöhe bis zum Kuhlerkamp. Im Osten sind in Eppenhausen zwischen Berchumer Straße und Im Dünningsbruch bis zur BAB 45 sowie in Emst noch kleinere bewaldete Restflächen zu finden. Letzte landwirtschaftliche Flächen umschließen im Südosten den Ortsteil Haßley und grenzen östlich von Bissingheim an die BAB 45. Mit der Verabschiedung des Landschaftsplanes wurde der nicht besiedelte Freiraum komplett unter Landschaftsschutz gestellt. Im Stadtbezirk Mitte stehen z. B. die besonders wertvollen Bereiche, wie die Naturschutzgebiete Hardt, Ochsenkamp und Mastberg (letztere liegen mit Teilbereichen im Bezirk Mitte) und die besonders geschützten Landschaftsbestandteile unter Schutz. Auch einige besonders geschützte Biotope nach § 62 Landschaftsgesetz sind hier zu finden.

9.2

Perspektiven für Freiraum und Umwelt
Trotz stark zurückgehender Bevölkerungszahlen wird weiterhin Bauland nachgefragt. Die Wiedernutzung gewerblicher Brachflächen ist ein langwieriger und kostenintensiver Prozess. Parallel zur Brachflächenentwicklung wird zur kurzfristigen Bedarfsdeckung neues Bauland entwickelt. Auch beim Wohnungsbau besteht trotz quantitativ ausreichender Alternativen im Bestand nach wie vor der Wunsch nach einem Neubau. Der dafür weitere Verbrauch von freier Landschaft ist langfristig nicht haltbar. Der Bevölkerungsrückgang und die damit einhergehende Schrumpfung der Stadt wird auch städtebaulich ihren Niederschlag finden müssen im Rückbau und in der Rekultivierung nicht mehr aufrecht zu erhaltender Siedlungsstandorte. Zur langfristigen Sicherung des Freiraums sind daher die Ziele des Landschaftsplanes, des Biotopverbundplanes und die besonders wertvollen Biotope nach § 62 Landschaftsgesetz (z. B. Quellbereiche, Röhrichte, Auwälder, Nass- u. Feuchtgrünland, Magerwiesen, Trockenrasen etc.) zu berücksichtigen. Auch der Erhalt der natürlichen Bodenqualitäten (hochwertige Ackerstandorte und Bodenvorranggebiete), der Gewässerschutz durch Erhalt von Auenbereichen als Retentionsflächen und der Schutz des Grundwassers durch ver 27

9.3.1 Gesamtstadt

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

sickerungsfähige Böden sowie die Ausweisung von neuen Schutzgebieten können einer weiteren negativen Entwicklung des Freiraums entgegenwirken und damit letztendlich auch zur Verbesserung der menschlichen Wohnumfeld- und Lebensqualität beitragen. Die verbliebenen Grünstrukturen im besiedelten Innenbereich sind ebenfalls zu sichern und weiter zu entwickeln, um die Klimahygiene und die Verbindung zum Freiraum zu gewährleisten.

9.3.2 Stadtbezirk Mitte
Bei der zukünftigen Siedlungsentwicklung sollen nach Möglichkeit die für die Entwicklung von Natur und Landschaft besonders wertvollen Flächen (Vorrangflächen für Natur und Landschaft) von anderen Nutzungsansprüchen freigehalten werden. Eventuelle Neuausweisungen von Gewerbe- und Wohnbauflächen würden daher bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen oder Grünflächen in Anspruch nehmen, die auch für die Funktionen Erholung und Natur und Landschaft einen hohen Wert darstellen. Für die bisher noch landwirtschaftlich genutzte Fläche "Haßleyer Insel" sieht der landwirtschaftliche Fachbeitrag (Dez. 2005) bei einer Umnutzung zu Gewerbe keinen Konflikt. Allerdings ist dieser Bereich als Bodenschutzvorranggebiet ausgewiesen. Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans bzw. in der weiteren Bauleitplanung gilt es u. a. diesen Konflikt in der Abwägungsdiskussion zu berücksichtigen, bzw. die Auswirkungen der Planungen zu mindern und falls nicht möglich, die Eingriffe zumindest im Freiraum der Stadt Hagen zu kompensieren. Über die tatsächliche Inanspruchnahme von Freiflächen kann erst nach Prüfung aller Flächenoptionen in allen Stadtbezirken entschieden werden. Mögliche Alternativen zur Vermeidung von Eingriffen und die Umweltauswirkungen der Planungen werden in einem Umweltbericht dokumentiert. Parallel zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans ist zudem eine Änderung des Landschaftsplans mit der Ausweisung folgender geschützter Landschaftsbestandteile (sLB) geplant: · sLB Hohenhof und die · Erweiterung des sLB Dünningsbruch Durch die sukzessive Schaffung zusätzlicher Grünverbindungen entlang z. T. heute noch verrohrter oder verbauter Fließgewässer, könnten nach einer Renaturierung zudem Erholungsräume und Fuss/Radwegeanbindungen geschaffen werden. Im Stadtbezirk Mitte sind z. B. Achsen entlang der Volme, des Ischelandbachs, des Buntebachs, des Wehringhauser Bachs und der Ennepe langfristig denkbar.

Stadt Hagen – Vorstandsbereich für Stadtentwicklung und Bauen - Ressort Stadtplanung – April 2006

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FREIRAUM / UMWELT
Vorrangflächen für Natur und Landschaft
Bestand
Naturschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile (Landschaftsplan Hagen) geschützte Biotope (§62 Landschaftsgesetz NRW) Kompensationsflächen geschützte Einzel-Biotope (§62 Landschaftsgesetz NRW) Naturdenkmale Wald geplante Schutzgebiete Naturdenkmale im Innenbereich Grünstrukturen entlang heute noch z. T. verrohrter/verbauter Fließgewässer Wasserflächen
j k

M ITT E

Stadtbezirk

¸

1.000

n

Meter

Planung
n

. . . ! ! !

Vorrangflächen Wasser

festgesetztes Überschwemmungsgebiet nicht festgesetztes Überschwemmungsgebiet potentielles Überflutungsgebiet Bodenschutzvorrangflächen

Vorrangflächen Bodenschutz Konflikte

geplante Nutzung/Konflikt mit W (Wohnen) G (Gewerbe) F (Freizeitnutzung) V (Verkehr) Landwirtschaft Grünflächen Siedlungsflächen Straßen Bahnanlagen Grünflächen L B Wa (Landschaftsschutz) (Bodenschutz) (Wasserschutz)

V L

/

sonstige Nutzungen

da Rücknahme FNP (alt) neue Nutzung möglich als:
Wohn-/Mischbebauung Gewerbe/Sonderbau

Ressort Stadtplanung - Stand April 2006

FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

10.

Entwicklung Emst IV - Haßley - Haßleyer Insel - Staplack
Trotz sinkender Einwohnerzahlen der Stadt Hagen ist zu erwägen, ob neben den auf der Tagesordnung stehenden Nachnutzungen und Umnutzungen im Bestand auch noch weitere Bauflächen erschlossen werden sollten. Familien mittlerer und höherer Einkommensschichten haben Hagen in jüngster Vergangenheit verlassen, weil sie keine adäquaten Baugrundstücke fanden. Eine Erweiterung des Stadtteils Emst böte die Möglichkeit, neue Baugebiete auszuweisen, welche die bereits vorhandene Infrastruktur nutzen könnten. Umgekehrt hätten die Einrichtungen der Infrastruktur den Nutzen, dass sie durch Erhöhung der Nachfrage besser ausgelastet und gestärkt würden. Dies betrifft sowohl die öffentliche Infrastruktur wie z.B. den ÖPNV und die Schulen als auch den privatwirtschaftlichen Bereich der Nahversorgung. Ähnliche Voraussetzungen gelten für eine Erweiterung der Ortslage Haßley in Richtung Norden. Von dort aus könnten die Einrichtungen in Emst ebenfalls genutzt werden. Baugebiete am südlichen Rand von Haßley sind bezüglich der Versorgungslage schlechter gestellt. Demnach erfolgt hier die Darstellung weiterer Bauflächen nur im Rahmen einer Abrundung des Ortsrandes. Nördlich der Haßleyer Straße im Bereich Emst wird der Standort für ein Feuerwehrgerätehaus der freiwilligen Feuerwehr vorgesehen, das die Stadtteile Eppenhausen, Emst, Eilpe und Holthausen versorgt. An diesem Abschnitt der Haßleyer Straße soll zudem eine Fläche für Einzelhandel, zwecks Ansiedlung eines Vollsortimenters bereitgestellt werden. Damit wird die Nahversorgung des bestehenden Stadtteils Emst und eventuell neuer Baugebiete in Emst und Haßley sichergestellt. Bezüglich der Entwicklung von Gewerbeflächen hat die Nachnutzung von Gewerbebrachen nach wie vor Priorität. Andererseits stellt sich die Frage des Potenzials, welches der Autobahnanschluss Hagen Süd für die Ansiedlung neuer Gewerbegebiete darstellt. Daher werden im Stadtbezirkskonzept die Rahmenbedingungen möglicher Gewerbeflächen auf der Haßleyer Insel und im Bereich Staplack untersucht. Die genannten Flächen sind teilweise seit Jahren in der Diskussion. Die Entwicklung scheiterte bislang vor allem an den Aufwendungen für die Erschließung. Deshalb wurden als Grundlage für die FNP- Diskussion eine Maximal- und eine Minimalvariante erarbeitet und der jeweilige Erschließungsaufwand dargestellt.

10.1 Maximalvariante
Um die Bereiche Emst IV und Staplack großflächig als Bauflächen zu erschließen, ist ein größerer baulicher Aufwand erforderlich, da die vorhandenen Erschließungsanlagen nicht ausreichen. So wird ein neuer Anschluss an den Volmeabstieg im Bereich Staplack vorgeschlagen. Dieser würde als Kreisverkehr an der westlichen Autobahnauffahrt angelegt. Gegenüber der Autobahnauffahrt führt dann eine neue Zufahrtsstraße in einem Bogen vom Kreisverkehr zum Köhlerweg im Bereich Staplack.

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

Zur Regenentwässerung wird ein Regenrückhaltebecken (RRB) im Bereich der Kompostierungsanlage an der B7 gebaut. Es soll der Aufnahme des Regenwassers aus den Baugebieten Emst IV, Haßley, Haßleyer Insel und Staplack dienen. Vorfluter ist der Ölmühlenbach. Ein Kanal von der Haßleyer Insel soll nach Norden in Richtung Ölmühlenbach gebaut werden. Dieser Kanal würde ebenso das Regenwasser der neuen Haßleyer Baugebiete aufnehmen wie auch das Regenwasser von Emst IV, das unter die Autobahn hindurch diesem Kanal zugeleitet wird. Die Entwässerung der Baugebiete um Staplack soll durch einen Kanal erfolgen, der den Volmeabstieg unterquert, an die Entwässerung von Emst IV anschließt und auf diesem Wege das Regenwasser zum genannten RRB leitet. Voraussetzung für die Entwässerung Staplacks ist somit die Erschließung des Gebietes Emst IV und diese hängt wiederum von der Erschließung der Haßleyer Insel ab. Um gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu schaffen, sind entlang der Autobahn aktive Lärmschutzmaßnahmen vorzunehmen. Der Standort für den Einzelhandel (Vollsortimenter) wird nördlich der Haßleyer Str. neben dem Feuerwehrgerätehaus für ca. 2100 qm Nettoverkaufsfläche ausgelegt. Bereich Emst IV Das neue Wohngebiet umfasst ca. 5,1 ha Bruttobauland. Im Gebiet können ca. 100 Einfamilienhäuser der Bautypen Einzelhaus und Doppelhaus in aufgelockerter Bauweise errichtet werden. Die Haupterschließung erfolgt vom Volmeabstieg ausgehend über den Köhlerweg, der zur Cunostraße in Richtung Emst weiterführt. Hierüber wäre der Anschluss an den Stadtteil gewährleistet. Eine Zunahme des Verkehrs auf dem Köhlerweg und auf der Cunostraße ist zu erwarten. Dieser wird zudem durch die kürzere Zufahrt aus Emst zum Volmeabstieg und zur Autobahn bedingt. Entlang der Autobahn ist ein Lärmschutzwall in Höhe von 8 m anzulegen. Zusätzlich sind die Obergeschosse mit passiven Lärmschutzmaßnahmen auszurüsten. Südwestlich der Buswende am Köhlerweg könnte eine Kleingartenanlage unter Einbeziehung der vorhandenen Schrebergärten/Grabeländer angelegt werden. Bereich Staplack 8,3 ha Gewerbegebiet werden vom Anschluss Volmeabstieg/Köhlerweg erschlossen. Abzüglich der bereits bebauten Flächen ergeben sich ca. 6,0 ha neues gewerbliches Bruttobauland. Aufgrund der Schallausbreitung der Autobahn kann kein neuer Wohnungsbau an diesem Standort projektiert werden. Um im Gewerbegebiet gesunde Arbeitsverhältnisse zu ermöglichen, ist eine 4 m hohe Lärmschutzwand anzulegen. Es ist kein Raum für einen Wall mit entsprechend breiter Basis vorhanden. Die Höhe der Wand bemisst sich ab der Gradienten der Autobahn. Da diese sich in Dammlage befindet, liegt die Oberkante der Wand mehr als 10 m über dem Gelände.

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

Bereich Haßleyer Insel Die gesamte Haßleyer Insel wird als ein Gewerbegebiet mit ca. 7,2 ha Bruttobauland geplant. Die Erschließungsstraße schließt mittels eines Kreisverkehres an die Haßleyer Straße im Bereich der Raiffeisenstraße an. Ein weiterer Kreisverkehr im Verkehrsknoten Haßleyer Str./Volmeabstieg/Kattenohler Str. wird empfohlen. Ein direkter Anschluss der Haßleyer Insel über einen Kreisverkehr an die östliche Autobahnabfahrt wird vom Landesbetrieb Straßenbau NRW abgelehnt. Eine solche direkte Anbindung würde zwar einerseits die Attraktivität der Fläche deutlich erhöhen. Andererseits würden wegen der Höhenunterschiede erhebliche Flächen für die Erschließung erforderlich sein. Zur Entwässerung reicht der Kanal nach Norden zum RRB Ölmühlenbach nicht aus. Der Bereich südlich des Wäldchens muss zur Entwässerung an den Vorfluter Milchenbach angeschlossen werden, was den Bau einer eigenen Regenrückhaltung (RRB) erfordert. Bezüglich des erforderlichen Lärmschutzes gilt das Gleiche wie für Staplack, mit dem Unterschied, dass die Autobahn hier etwas tiefer (ca. 2 m) als das Gelände liegt. Die Höhe der Lärmschutzwand ist abhängig von der gewünschten Bebauung. Bereich Haßley Im Nordwesten Haßleys können Wohngebiete mit ca. 4,1 ha Bruttobauland für ca. 80 Einfamilienhäuser geschaffen werden, wenn man von Einzelhäusern ähnlich der bestehenden Bebauung ausgeht. Südlich des Haßleyer Wasserturms können noch ca. 40 Einfamilienhäuser in lockerer Bebauung errichtet werden (ca. 2,1 ha). Größere Baugebiete, die sich weiter nach Süden erstrecken, können dort aber nicht geschaffen werden, da dann das Regenwasser nicht mehr an den o.g. geplanten Sammelkanal nach Norden abgeleitet werden kann. Auch für die Wohngebiete um Haßley gilt, dass ein aktiver Lärmschutz vorzusehen ist. Dieser muss in Form von Lärmschutzwällen entlang der Haßleyer Straße geschaffen werden, um den Autobahnlärm und mögliche Schallemissionen aus dem Gewerbegebiet Haßleyer Insel abzuhalten.

10.2 Minimalvariante
Die Erschließung der Baugebiete gemäß der Maximalvariante verursacht einen unverhältnismäßig hohen baulichen Aufwand. Das betrifft in erster Linie den Bereich Emst IV und Staplack mit dem Anschluss an den Volmeabstieg, sowie der südliche Bereich der Haßleyer Insel. Will man auf einen weiteren Anschluss an den Volmeabstieg aus Kostengründen verzichten ohne den östlichen Bereich von Emst mit einer erheblichen Verkehrszunahme zu belasten, so sind die Bauflächen zu reduzieren. Der Aufwand für die Entwässerungsanlagen wird zudem erheblich geringer, wenn Staplack nicht bebaut würden. Dann könnte auf eine Unterquerung des Volmeabstiegs verzichtet

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Stadtbezirk Mitte

werden. Der Kanal samt RRB zum Vorfluter Milchenbach entfiele, wenn nicht bis in den Süden der Haßleyer Insel gebaut würde. Die Entwässerung von Emst IV muss aber wie in der Maximalvariante durch einen Kanal unter die Autobahn zur Haßleyer Insel erfolgen. Sie ist somit auch von der Erschließung der Haßleyer Insel abhängig. Eine Regenentwässerung durch den Kanal in der Elmenhorststraße ist nicht möglich. Der Aufwand für den Lärmschutz wird insgesamt reduziert. Der Standort für den Einzelhandel (Vollsortimenter) wird südlich der Haßleyer Str. gegenüber dem Feuerwehrgerätehaus für ca. 1200 qm Nettoverkaufsfläche ausgelegt. In der Minimalvariante soll dargestellt werden, was verhältnismäßig ist, gemessen am baulichen Aufwand und damit an den Kosten für die Infrastruktur. Bereich Emst IV Das neue Wohngebiet umfasst ca. 2,4 ha Bruttobauland. Im Gebiet können ca. 50 Einfamilienhäuser der Bautypen Einzelhaus und Doppelhaus in aufgelockerter Bauweise errichtet werden. Die Haupterschließung erfolgt nur über den Köhlerweg. Eine moderate Zunahme des Verkehrs auf dem Köhlerweg und auf der Cunostraße ist daher zu erwarten. Der Anschluss an den Stadtteil wäre gewährleistet. Die Wohngebiete liegen weiter von der Autobahn entfernt. Da sie von der Lärmquelle weiter abrücken, beträgt die erforderliche Höhe des Lärmschutzwalles 4 m. Zusätzlich sind die Obergeschosse mit passiven Lärmschutzmaßnahmen auszurüsten. Auf passive Maßnahmen könnte verzichtet werden, wenn der Lärmschutzwall wie in der Maximalvariante 8 m betrüge. Auch in dieser Variante könnten südwestlich der Buswende am Köhlerweg Kleingärten angelegt werden. Für den Bereich Emst IV gilt, dass mit weniger Aufwand für die Infrastruktur mehr Wohnqualität erreicht werden kann. Bereich Staplack Die Erschließung von Bauflächen im Bereich Staplack erfordern den höchsten baulichen Aufwand. Es wäre entweder ein weiterer Anschluss an den Volmeabstieg erforderlich oder eine Verbreiterung der Kattenohler Straße. Die Minimalvariante verzichtet auf eine Darstellung von Bauflächen im Bereich Staplack. Dadurch entfallen auch die Kosten für den Kanalbau unter den Volmeabstieg und die Kosten für eine Lärmschutzwand an der Autobahn. Bereich Haßleyer Insel Ein Großteil der Haßleyer Insel wird als ein Gewerbegebiet mit ca. 4,1 ha Bruttobauland geplant. Die Erschließung erfolgt wie in der Maximalvariante mittels eines Kreisverkehres ab der Haßleyer Straße im Bereich der Raiffeisenstraße. Die Straße führt aber nur bis zum Wäldchen auf der Geländekuppe.

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

Der Bereich südlich des Wäldchens wird nicht als Bauland erschlossen, um die aufwendigen Entwässerungsanlagen einzusparen, die allein für dieses Gebiet hergestellt werden müssten. Die Lärmschutzwand wird entsprechend kürzer. Bereich Haßley Im Nordwesten Haßleys werden Wohngebiete mit ca. 2,0 ha Bruttobauland für ca. 40 Einfamilienhäuser in Form von Einzelhäusern geschaffen. Südlich des Haßleyer Wasserturms sind 20 Einfamilienhäuser in lockerer Bebauung vorgesehen (ca. 0,8 ha). Hierbei ist die Auswirkung der Verkürzung der Lärmschutzwand entlang der Autobahn zu beachten. Auch bei reduzierter Ausweisung von Wohngebieten um Haßley ist der Aufwand hinsichtlich Erschließung, Entwässerung und bezüglich aktivem Lärmschutz fast gleich zu setzen mit dem Aufwand für die Maximalvariante.

Größenvergleich Brutto-Neubauland der Varianten Brutto - Neubauland in ha Emst IV - Wohnen Haßley Nord - Wohnen Haßley Süd - Wohnen Haßleyer Insel - Gewerbe Staplack - Gewerbe Gesamt – Wohnen Gesamt – Gewerbe

Maximalvariante
5,1 ha 4,1 ha 2,1 ha 100 WE 80 WE 40 WE

Minimalvariante
2,4 ha 2,0 ha 0,8 ha 50 WE 40 WE 20 WE

7,2 ha 6,0 ha 11,3 ha 220 WE 5,2 ha

4,1 ha 0,0 ha 110 WE 4,1 ha 9,3 ha

13,2 ha 24,5 ha

Gesamt

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Entwicklung um Haßley und Emst
Maximalvariante

Stadtbezirk

MITTE

Einzelhandel

F

¸

250

Meter

Kleingärten

Ressort Stadtplanung - Stand: April 2006

Planung
Wohnen Gewerbe Gemeinbedarf / Feuerwehr Einzelhandel Grünfläche Straßenflächen Kleingartenerweiterung Lärmschutzwall / Lärmschutzwand Abgrabung

Entwicklung um Haßley und Emst
Minimalvariante

Stadtbezirk

MITTE

F
Einzelhandel

250

¸
Meter

Kleingärten

Ressort Stadtplanung - Stand: April 2006

Planung
Wohnen Gewerbe Gemeinbedarf / Feuerwehr Einzelhandel Grünfläche Straßenflächen Kleingartenerweiterung Lärmschutzwall / Lärmschutzwand Abgrabung

FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

11.

Entwicklung Weststadt und Bahnhofshinterfahrung
Die städtebaulichen Problemgebiete der Stadt Hagen konzentrieren sich in den Tallagen. Alte Industrien und hochbelastete Verkehrsstrassen kennzeichnen diese Bereiche, in denen das Wohnen auf dem Rückzug ist. Hier liegen aber auch die Potentiale für eine städtebauliche Neuordnung und Aufwertung. Das Projekt der Bahnhofshinterfahrung ist seit Jahrzehnten in der Diskussion. Die Problematik der Überschreitung der zulässigen Feinstaubkonzentrationen am Graf-von-GalenRing macht die Aktualität dieser Diskussion aus umweltpolitischer Sicht deutlich. Die Trasse der Bahnhofshinterfahrung ist definiert und mit dem Land abgestimmt. Die Fördermittel sind eingeplant. Zur Realisierung des ersten Teilabschnittes von der Dieckstraße bis zur Einmündung der Weidestraße wird zur Zeit ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Die Bahnhofshinterfahrung soll sowohl die Durchfahrung der Ortslage Wehringhausen als auch den Straßenzug vor dem Bahnhof vom Durchgangsverkehr entlasten. Neben den verkehrlichen Vorteilen ergeben sich durch dieses umfangreiche Straßenbauprojekt wichtige Potentiale für eine städtebauliche Neuordnung der angrenzenden Bereiche, die zusammengefasst als Weststadt im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts „Hagen 2015“ bezeichnet wurden: d.h. eine Innenstadtentwicklung nach Westen bis an die Ennepe, die das bislang weitgehend unzugängliche Areal hinter dem Bahnhof für die Stadtentwicklung erschließt und die Lage in fußläufiger Nähe zum ICE-Haltepunkt als Ausgangspunkt für die Ansiedlung von Dienstleistern und kerngebietstypischen Nutzungen aufgreift. Weiter im Norden wurden durch die Rahmenplanung Altenhagen weitere Potenziale u.a. auf aufzugebenden Bahnflächen definiert, die in die Weststadtplanung zu integrieren sind.

11.1 Bereich Hawker
Durch die Aufgabe bisheriger Betriebsflächen der Firma Hawker ergeben sich Gewerbeflächenpotentiale, die nach Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung sowohl für den IV als auch für den ÖPNV hervorragend erreichbar sind. Gerade durch die kurze Entfernung zum Hauptbahnhof als IC/ICE-Haltepunkt eignet sich dieser Bereich hervorragend als Standort für ein überregional erreichbares Technologie- und Dienstleistungszentrum mit zukunftsweisenden Arbeitsplätzen. In einem alternativen Entwurf wurde die Eignung der Fläche zur Errichtung eines Fachmarktes mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten (z.B. Möbelmarkt) getestet.

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

11.2 Bereich Wehringhausen
Die entlang der B7 gelegenen Wohnquartiere Wehringhausens sind für eine Wohnnutzung unter den jetzigen Randbedingungen nicht mehr zumutbar. Leerstände breiten sich aus. An einigen Stelle sind bereits komplette Gebäude leergezogen. Um das Wohnen wieder zu reaktivieren ist eine Verlagerung des Durchgangsverkehrs vonnöten, wie er durch den Bau der Bahnhofshinterfahrung angestrebt wird. Eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse rund um den Bodelschwinghplatz wird es jedoch nur dann geben, wenn ergänzend dazu weitere städtebauliche Aufwertungsmaßnahmen erfolgen. · · · Durch eine Lärmschutzbebauung entlang der neuen B7 ist der rückwärtige Bereich der Weringhauser Bebauung vor dem Straßenlärm wirksam zu schützen. Die alte Trasse der B7 ist entsprechend ihrer neuen Funktion als Anliegerstrasse umzugestalten. Der Bodelschwinghplatz war die zentrale Mitte der „Unterstadt“ Wehringhausen. Die städtebauliche Aufwertung des Stadtteils umfasst auch eine Umgestaltung dieses Platzes. Er soll nach seiner Neugestaltung künftig wieder mehr als bisher für Anwohner und Besucher erlebbar, begreifbar und nach außen auch als „weicher Standortfaktor“ für die Stadtteilentwicklung wirksam werden. Dazu gehört auch eine verbesserte Anbindung zur Oberstadt. Die vorhandene Grünfläche an der Villa Post soll zu einem Stadtteilpark aufgewertet werden. Hierzu werden Teilflächen des alten Varta-Geländes abgeräumt und begrünt. An der Gestaltung sind die Bewohner zu beteiligen. Durch diesen Stadtteilpark kann das erhebliche Grünflächendefizit im Stadtteil Wehringhausen vermindert werden. Darüber hinaus ist dieser Park als Freifläche wichtig für die Querbelüftung des Talraumes und als Trittstein in einem großräumigen Freiflächenverbund. Hierzu gehört auch die Entwicklung von Grünzonen entlang der Ennepe. Durch die Aufgabe des Schlachthofes entsteht ein Flächenpotenzial, welches abgeschirmt durch Bahngleise isoliert im Stadtgefüge liegt. Hier wurden zwei alternative Nutzungsoptionen erarbeitet, die zum einen eine kleinteilig gewerbliche Nutzung vorsehen, bei der auch eine teilweise Erhaltung der bestehenden Gebäude zu prüfen ist. Zum anderen wäre dieser Standort auch für die seit längerem gewünschte Unterbringung eines muslimischen Kultur- und Handelszentrums mit Basar, Moschee und Hochzeitshalle geeignet. Hierbei wäre allerdings die Abwicklung des Verkehrs über die zurückzubauende Wehringhauser Straße im Detail zu prüfen.

·

·

Stadt Hagen – Vorstandsbereich für Stadtentwicklung und Bauen - Ressort Stadtplanung – April 2006

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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN NEUAUFSTELLUNG
Stadtbezirk Mitte

11.3 Bereich hinter dem Bahnhof
Die Bahnhofshinterfahrung erschließt neue Möglichkeiten für die Entwicklung des jetzigen Bahnhofshinterlandes. Ein neuer Westeingang für den Hauptbahnhof soll zusammen mit einer Verlängerung des Fußgängertunnels diesen Bereich erschließen, der sich hervorragend für kerngebietstypische Nutzungen (Hotel, Büros, Dienstleister etc.) eignet. Eine neue Einkaufsmeile ist jedoch nicht wünschenswert. Entlang der Ennepe sind Grünbereiche zu entwickeln. Sollte sich langfristig eine Änderung der Nutzung auf dem ehemaligen KruppGelände (jetzt: Stahlwerke Südwestfalen) ergeben, wäre eine Fortentwicklung dieser Nutzungen bis zum jetzigen Hawker-Gelände denkbar, wie es schon im Stadtentwicklungskonzept „Hagen 2015“ angeregt wurde.

11.4 Bereich Altenhagener Strasse
Im Zuge der Rahmenplanung Altenhagen wurden städtebauliche Konzepte für den Stadtstreifen zwischen Bahn und Altenhagener Straße erarbeitet, die für eine mittel- bis langfristige Perspektive neue Nutzungsstrukturen vorschlagen. Durch den Abriss der ICE-Halle nach Entbehrlichkeit für bahnbetriebliche Zwecke und den Bau einer neuen Strasse parallel zur Bahnlinie kommt es zu einer wirkungsvollen Entlastung der Altenhagener Straße. Als Nachfolgenutzung auf den ehemaligen Bahnflächen sind Dienstleister und nichtstörendes Gewerbe vorgesehen. Zwischen Altenhagener Straße und Fehrbelliner Straße entsteht schrittweise eine neue grüne Mitte. Die Blöcke am westlichen Rand der Altenhagener Straße werden stufenweise aufgewertet. Aus dem Quartier wird eine attraktive Fuß- und Radwegeverbindung in Richtung Bahnhof und Innenstadt entwickelt.

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Entwicklung Weststadt und Bahnhofshinterfahrung

Stadtbezirk

MITTE

a s se g e n e r S tr g A lte n h a

Erschliessungssystem mit Bahnhofshinterfahrung

nichtstörendes Gewerbe

E n tla s tu n

Entwicklung eines Stadtteilparks

Nachfolgenutzung " Hawkerinsel "

Variante A: Technologie- u. Dienstleistungspark

Städtebauliche Neuordnung

Nachfolgenutzung " Hawkerinsel "

Variante B: Fachmarkt (z. B. Möbelhaus)

Bereich mit kerngebietstypischen Nutzungen

Fussweg unter der Bahn (Verlängerung Bahnhofstunnel)

(
HBF

Vorrang für vorhandenes Gewerbe ( langfristig für kerngebietstypische Nutzungen entwickelbar )

Erhalt der Wohnnutzung

Entwicklung eines Stadtteilparks

Be Lä bau B e rm s u ng ba ch u u u tz d e r ng fü r S tr a Ø di e s s d a e n fr Ø hi n on te t a l rl i e s ge nd e

Nachfolgenutzung Schlachthof

Variante A: Muslimisches Kultur- und Handelszentrum

S (
Nachfolgenutzung Schlachthof

Wiederentwicklung des Wohnens

Variante B: Kleinteiliges Gewerbe und Dienstleister

Ø

Entwicklung eines Technologieund Wissensparks ( Büronutzung und nichtstörendes Gewerbe ) alternativ Fachmarkt (z. B. Möbelhaus)

Wiederentwicklung des Wohnens

Ø

Aufwertung des Bodelschwinghplatzes

Ø

Ressort Stadtplanung - Stand: April 2006

Ø

Legende
260

m

Geplante gewerbliche Bauflächen Geplante Mischbauflächen Geplante Grünflächen Vorhandene Grünflächen Bahnhofshinterfahrung Hauptstrassen Erschliessungsstrassen Flächen für Bahnanlagen Wald Fläche für die Landwirtschaft Wasserfläche

WOHNEN
Wohnbauflächen
Bestand
vorhandene Wohnbauflächen Mischbauflächen (incl. Dorfgebiete)

MITTE

Stadtbezirk

Flächenreserven
ohne Bebauungspläne

1.000

¸

Meter

Neuausweisung
Wohnbaufläche Mischbaufläche

Entfallende Flächen
zukünftig Grünfläche
! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! ! !

Weitere Nutzungen
Schienennetz Strassennetz Wasserflächen

zukünftig Landwirtschaft

Gemeinbedarfsflächen Sonstige Siedlungsflächen

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GEWERBE
Gewerbe
Bestand Flächenreserven im Flächennutzungsplan
betriebsgebunden frei verfügbar vorhandene Gewerbeflächen

M ITT E

Stadtbezirk

Neuausweisungen
geplante Neuausweisungen

¸
1.000

Meter

Entfallende Flächen
zukünftig Wohnbauflächen zukünftig Sonderbauflächen

Umnutzung von Bahnanlagen Weitere Nutzungen
Schienennetz Hauptverkehrsstraßen Wasserflächen Sonstige Siedlungsflächen zukünftig Gewerbeflächen

zukünftig Mischbauflächen

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ZENTREN / EINZELHANDEL
Einzelhandel
Zentrenstruktur SBZ

M ITT E

Stadtbezirk

(
(
STZ

Stadtbezirkszentrum

1.000

¸

Meter

Stadtteilzentrum

(
STZ

§
#
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QVZ

QVZ vorhanden, bzw. zu entwickeln

§ §
QVZ

QVZ

Großfl. Einzelhandelsbetriebe mit Sortiment (Verkaufsfläche > 650m²)
Lebensmittel Sonstiges

Einzelhandelsbereiche
Zentrale Einkaufsorte / Geschäftslagen Fachmarktbereiche - nicht zentrenrelevantes Sortiment Entwicklungsbereiche

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( (
SBZ STZ

§

QVZ

(
STZ

§

QVZ

fußläufige Erreichbarkeit r = 600 m

Verkehrsflächen
Straßennetz Schienennetz

2 !

Hauptbahnhof / S-Bahnhaltepunkt Buslinien

weitere Nutzungen
sonstige Siedlungsflächen + Neuausweisungen Wohnbauflächen Gemeinbedarfsflächen Wasserflächen

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VERKEHR
Verkehr
½ ¾ ½ ¾ ¾

M ITT E

Stadtbezirk

Radwegenetz
vorhanden geplant

Busliniennetz Verkehrsflächen
Schienennetz Linienbusse

1.000

¸

Meter

S-Bahnhaltepunkt 2 ! Bestand
" 2

entfallende Bahnflächen

Einzugsbereich S-Bahnhaltepunkt r= 500 m Einzugsbereich S-Bahnhaltepunkt r= 1000 m Straßennetz

weitere Nutzungen
Siedlungsflächen geplante Wohnbauflächen geplante Gewerbeflächen Wasserflächen

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FREIZEIT / ERHOLUNG
Freizeit/Erholung
Wald Grünflächen und Freiflächen Flächen für Landwirtschaft Naturschutzgebiete und geschützte Landschaftsbestandteile Wasserflächen Dauerkleingärten / Bestand Dauerkleingärten / geplante Neuausweisungen Friedhöfe Naturdenkmale Naturdenkmale im Innenbereich (zukünftig) Bolzplatz Kinderspielplatz Rollschuhbahn Spielpunkt vorhandene Radwege geplante Radwege Wanderwege Reitwege Reit-und Wanderwege Landschaftprägendes Kulturdenkmal

MI T T E

Stadtbezirk

Potenziale der Freizeitnutzung/des Erholungsraumes

1.000

Meter

Siedlungsraum
sonstige Siedlungsflächen Versorgungsanlagen Siedlungsflächen mit erhöhtem Bedarf an wohnungsnahem Erholungsraum Straßennetz Schienennetz durch Verkehrslärm beeinträchtigter Erholungsraum

Belastungen der Freizeitnutzung/des Erholungsraumes

da Rücknahme FNP (alt) neue Nutzung möglich als:
Grünflächen Wohn-/Mischbebauung Gewerbe/Sonderbau

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FREIRAUM / UMWELT
Vorrangflächen für Natur und Landschaft
Bestand
Naturschutzgebiete, geschützte Landschaftsbestandteile (Landschaftsplan Hagen) geschützte Biotope (§62 Landschaftsgesetz NRW) Kompensationsflächen geschützte Einzel-Biotope (§62 Landschaftsgesetz NRW) Naturdenkmale Wald geplante Schutzgebiete Naturdenkmale im Innenbereich Grünstrukturen entlang heute noch z. T. verrohrter/verbauter Fließgewässer Wasserflächen

MI T T E

Stadtbezirk

1.000

Meter

Planung

Vorrangflächen Wasser

festgesetztes Überschwemmungsgebiet nicht festgesetztes Überschwemmungsgebiet potentielles Überflutungsgebiet Bodenschutzvorrangflächen

Vorrangflächen Bodenschutz Konflikte

geplante Nutzung/Konflikt mit W (Wohnen) G (Gewerbe) F (Freizeitnutzung) V (Verkehr) Landwirtschaft Grünflächen Siedlungsflächen Straßen Bahnanlagen Grünflächen L B Wa (Landschaftsschutz) (Bodenschutz) (Wasserschutz)

sonstige Nutzungen

da Rücknahme FNP (alt) neue Nutzung möglich als:
Wohn-/Mischbebauung Gewerbe/Sonderbau

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