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Kurzfassung mit Sonderteil Süd

Full text: Kurzfassung mit Sonderteil Süd

Amt für Stadtentwicklung und Projektmanangement

Einzelhandels und Zentrenkonzept der Stadt Duisburg Kurzfassung mit Sonderteil Süd

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Herausgege Herausgegeben von Stadt Duisburg Der Oberbürgermeister Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 47051 Duisburg www.duisburg.de

Projektbetreuung/ Ansprechpartner:
Michael Alberts m.alberts@stadt-duisburg.de Tel.: 0203-283-2004 Fax: 0203-283-6745 Vera Imke v.imke@stadt-duisburg.de Tel.: 0203-283-4389 Fax: 0203-283-6745

Erstellt durch Stadt + Handel Dipl.-Ing.e Beckmann und Föhrer GbR Huckarder Straße 12 44147 Dortmund Tel.: 0231-862-6890 Fax: 0231-862-6891 info@stadt-handel.de www.stadt-handel.de

Verfasser:
Dipl.-Ing. Ralf M. Beckmann Dipl.-Ing. Tim Stein

Duisburg, Februar 2010

Inhalt
1 Aufgabenstellung ___________________________________________ Aufgabenstellung und Methodik ___________________________________________ 1

1.1 1.2 1.3
2

Ausgangslage und Problemstellung ______________________________ 1 Strategische Einordnung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ___ 1 Anwendungsfelder und Methodik ________________________________ 3
Markt_______________________________________________ Markt- und Standortanalyse _______________________________________________ 4

2.1 2.2 2.3
3

Duisburg im regionalen Vergleich ________________________________ 4 Ergebnisse auf Ebene der Gesamtstadt ___________________________ 5 Ergebnisse auf Ebene der Stadtbezirke ___________________________ 6
Einzelhandelsentwicklung__________________________ Leitlinien für die künftige Einzelhandelsentwicklung__________________________ 9

3.1 3.2 3.3 3.4
4

Landes-, regionalplanerische und regional abgestimmte Zielvorgaben für Duisburg ______________________________________________ 9 Absatzwirtschaftlich tragfähiger Entwicklungsrahmen________________ 9 Räumliche Entwicklungsszenarien für Duisburg ____________________ 13 Entwicklungsleitbild für Duisburg _______________________________ 14
UmsetzungsInstrumentelles Umsetzungs - und Steuerungskonzept _______________________ 15

4.1 4.2 4.3 4.4 4.5
5

Das Zentrenkonzept __________________________________________ 15 Das Nahversorgungskonzept ___________________________________ 25 Das Sonderstandortekonzept___________________________________ 25 Die „Duisburger Sortimentsliste“________________________________ 27 Die Ansiedlungsleitsätze_______________________________________ 29
_______________________________________________ Sonderteil Stadtbezirk Süd _______________________________________________ 31

5.1 5.2

Markt- und Standortanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Süd ________ 31 Instrumentelles Umsetzungs- und Steuerungskonzept für den Stadtbezirk Süd ______________________________________________ 67

i

Me 1 Aufgabenstellung und Methodik
Problem 1.1 Ausgangslage und Proble m stellung
Der Einzelhandel unterliegt seit Jahren einer deutlichen Dynamik. Dieser bundesweit zu verzeichnende Trend ist auch für den Einzelhandelsbestand der Stadt Duisburg zu erkennen. Den betriebswirtschaftlich bedingten Entwicklungen stehen landesplanerische und städtebauliche Zielvorstellungen auf Basis gesetzlicher Grundlagen verschiedener räumlicher Ebenen und aufgrund politischer Beschlüsse gegenüber, die mit den Vorstellungen der Einzelhandelsanbieter sowie der Investoren in Einklang zu bringen sind. Hierzu bietet das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept als Fachbeitrag zur städtischen Bauleit- und Stadtentwicklungsplanung gezielte Lösungsempfehlungen an. Der Stadt Duisburg liegt nunmehr eine umfassende analytische Ebene – bezogen auf absatzwirtschaftliche Daten der Angebots- und Nachfrageseite wie auch städtebauliche und bauplanungsrechtliche Rahmenbedingungen – mit einer Herleitung der notwendigen räumlichen funktionalen Steuerungsinstrumente für einzelhandelsrelevante Nutzungen vor. Das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept soll als politisch gestütztes Instrument1 eine grundlegende und strategische Arbeitsbasis für den Stadtentwicklungsprozess der nächsten Jahre bilden.

1.2

EinzelhandelsZent Strategische Einordnung des Einzelhandels- und Zen trenkonzeptes

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist eingebettet in einen Prozess der nachhaltigen Stadtentwicklung, d. h. einer gesamtstädtischen, strategischen Planung mit einem Zeithorizont von 15 bis 20 Jahren und bildet eine Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes. Aktuell erarbeiten die am Stadtentwicklungsprozess beteiligten Dezernate der Stadtverwaltung Duisburg insgesamt zehn Fachkonzepte, in denen sie die zu erwartenden Herausforderungen und die zukünftigen Bedürfnisse ihres Handlungsfeldes 2 benennen und Strategien entwickeln. Das Projekt vernetzt diese fachlichen Grundlagen und führt sie querschnitts- und zukunftsorientiert in der gesamtstädtischen „Strategie für Wohnen und Arbeiten“ zusammen. Kennzeichnende Elemente des Projektes sind der interdisziplinäre Ansatz, eine gesamtstädtische und zukunftsorientierte Betrachtungsweise und eine weitreichende, dialogorientierte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Fachakteuren. Bei der Erarbeitung sämtlicher Konzepte und Strategien

1

Wesentliche Voraussetzung für die gewinnbringende Nutzung des kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ist die politische Bekräftigung des Konzeptes – verbunden mit einer konsequenten künftigen Anwendung und Umsetzung in Bauplanungsrecht. Auf diese Weise entfaltet das Konzept seine Potentiale als Instrument zur Sicherung und strategischen Weiterentwicklung der zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg. Weitere Informationen zum Projekt www.duisburg2027.de werden bereit gestellt unter:



1

finden die vom Rat der Stadt 2008 beschlossenen übergeordneten strategischen Ziele Berücksichtigung.
Abbildung 1 : Strategische Ziele der Stadt Duisburg

Quelle: Stadt Duisburg

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept bildet einen Teilbaustein des Fachkonzeptes „Stadtstruktur – Städtebau/ Freiraum/ Handel“. Es fungiert einerseits als Entscheidungsgrundlage für die Steuerung des Einzelhandels sowie der Sicherung der Nahversorgung und zeigt andererseits durch strategische Zielaussagen Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Zentren und des Handels in der Stadt Duisburg auf. Der Gender-Aspekt wird in diesem Einzelhandels- und Zentrenkonzept mehrfach berücksichtigt. Generelles Ziel des Konzeptes ist es, die Einzelhandelsentwicklung möglichst auf die Zentren auszurichten, weil damit gewährleistet werden kann, dass die bestehenden Versorgungsstrukturen für alle Bevölkerungsgruppen aufrecht erhalten bzw. weiterentwickelt werden können. Damit verbunden ist eine gute Erreichbarkeit für die dort ansässige Wohnbevölkerung. Eine bedeutende Rolle für den Gender-Aspekt hat auch das Nahversorgungskonzept. Es soll gewährleisten, dass eine Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs möglichst fußläufig erreicht werden kann. Hierin einbezogen sind auch Wochenmärkte. Weitergreifende Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich des Gender-Aspektes sind jedoch innerhalb des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes sehr begrenzt, da die Instrumente rechtlich lediglich quantitative Regelungen vorgeben.

2

1.3 Anwendungsfelder und Methodik Me
Die Aufgaben des kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes bestehen darin, der Stadt Duisburg eine aktuelle, fachlich fundierte und empirisch abgesicherte Entscheidungsbasis sowie Empfehlungen zur planungsrechtlichen Beurteilung neuer Einzelhandelsvorhaben ƒ zum Ausbau oberzentraler Einrichtungen, ƒ zur Sicherung und Weiterentwicklung der zentralen Versorgungsbereiche, ƒ zur Sicherung und Ergänzung der wohnortnahen Grundversorgung, ƒ für künftige Bauleitplan-Aufstellungs- und Änderungsverfahren, ƒ zur Steuerung und Begrenzung zentrenrelevanter Randsortimente und nicht zuletzt ƒ für die interkommunale Abstimmung und die kommunale Abwägung zur Verfügung zu stellen. Um diese Zielsetzungen zu erreichen, sind verschiedene Bausteine erforderlich, die sich wie folgt im Rahmen der Erarbeitung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes darstellen:
Abbildung 2 : EinzelhandelsZentrenko zeptes kon Bausteine des Einzelhandels - und Zentrenkonzeptes

Übergeordnete Entwicklungsziele
Räumliches Konzept Zentrenkonzept Nahversorgungskonzept Sonderstandortkonzept Sortimentsliste Ansiedlungsleitsätze I-V

Schutz der zentralen Versorgungsbereiche „Außenwirkung“: Interkommunale Abwehrrechte

Beurteilungsgrundlage für Vorhabenanfragen Ausschluss von Einzelhandel an kontraproduktiven Standorten

Angebotsplanung: Hinweise zur Dimensionierung, Sortimentsstruktur, Begründung, sowie Festsetzungsempfehlungen

Sicherung und Weiterentwicklung der Nahversorgung

Investitionssicherheit für den Handel

Quelle: eigene Darstellung

3

MarktStandortanalyse 2 Markt- und Standortanalyse
Die Markt- und Standortanalyse besteht einerseits aus der Untersuchung und Bewertung der Angebots- und Nachfragedaten sowie andererseits aus der flankierenden Analyse städtebaulicher Merkmale der bedeutenden Einzelhandelsstandorte. Einführend werden im Folgenden die für eine Einschätzung des Einkaufsstandorts Duisburg relevanten Kennzahlen dargestellt.

2.1

Duisburg im regionalen Vergleich

Die insgesamt 3.022 Einzelhandelsbetriebe in Duisburg verfügen über eine Verkaufsfläche von rd. 723.000 m².3 Der Einzelhandelsbestand in Duisburg stellt sich im regionalen Vergleich mit den Oberzentren Düsseldorf, Essen und Dortmund als ausbaufähig dar. Das regionale Einzelhandelskonzept für das westliche Ruhrgebiet sieht für Oberzentren eine anzustrebende Vollversorgung erst dann als erreicht an, wenn die Zentralität 120 % erreicht.
Abbildung 3 : Einzelhandelsbestand Ver Einzelhandelsbestand im regionalen Vergleich
m² VKF (in m² )
Duisburg Düsseldorf Essen Krefeld Dortmund Bochum Oberhausen Mülheim a. d Ruhr 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000

Zentralitä Zentralitä t (in %) 103 121 108 111 112 115 107 133

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Landeshauptstadt Düsseldorf 2008: Rahmenplan Einzelhandel 2007; Stadt Essen 2006: Masterplan Einzelhandel; Stadt Krefeld 2002: Konzept zur Entwicklung von Einzelhandel und Zentrum für die Stadt Krefeld; Stadt Dortmund 2007: Masterplan Einzelhandel 2007; Stadt Bochum 2006: Masterplan Einzelhandel Bochum; Stadt Oberhausen 2007: Einzelhandel in Oberhausen; Stadt Mülheim a. d. Ruhr 2008: Masterplan Zentren und Einzelhandel

Darüber hinaus verdeutlichen die dargestellten Zentralitäten, dass die Stadt Duisburg im Vergleich mit den umliegenden Kommunen ihrer Stellung als Oberzentrum mit regionaler Versorgungsfunktion nicht gerecht wird.

3

Die Einzelhandelsbestandserhebung im Rahmen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Duisburg wurde im Mai bis Juli 2008 durchgeführt. Ergänzend hierzu erfolgte eine Einzelhandelsbestandserhebung des Einkaufscenters Forum im September 2008.

4

2.2

Ergebnisse auf Ebene der Gesamtstadt Gesa mtstadt

Die im Jahr 2008 ermittelte Anzahl der Betriebe und die Verkaufsfläche veränderten sich gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2001 (GfK Prisma; 3.115 Betriebe und rd. 596.000 m²) und spiegelt die bundesweit vorzufindenden Trends im Einzelhandel – Verringerung der Betriebszahl bei gleichzeitiger Erhöhung der Verkaufsfläche – wider. Duisburg weist über alle Sortimentsbereiche eine Verkaufsflächenausstattung von gerundeten 1,5 m2 je Einwohner auf (vgl. nachstehende Tabelle).
Tabelle 1:
Warengruppen

AngebotsAngebots - und Nachfragedaten auf Ebene der Gesamtstadt Duisburg
VKF (m²) BruttoBrutto JahresJahres um satz (Mio. €) 943,3 145,4 35,8 88,5 1.213,0 233,4 54,2 33,1 199,7 39,1 51,1 35,3 645,8 34,4 27,5 27,4 145,5 60,8 180,0 23,6 22,5 521,8 2.380,7 EinzelhanEinzelhandelsrel. Kaufkraft (Mio. €) 926,1 139,7 34,0 86,9 1.186,7 207,2 49,4 35,3 226,2 31,6 50,0 35,6 635,3 33,7 27,7 25,9 127,4 57,6 164,9 22,4 19,7 479,3 2.301,4 Zentrali Zentralität VKF (m²) Ein/ Einwohner 0,35 0,08 0,04 0,04 0,52 0,18 0,04 0,11 0,17 0,07 0,03 0,03 0,62 0,01 0,02 0,02 0,14 0,04 0,06 0,01 0,02 0,32 1,46 1, 46

Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher Bedarfsbe kurzfristiger Bedarfsbereich* Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstr. Sportartikel/ Fahrräder/ Camping Bedarfsbe mittelfristiger Bedarfsbereich* Med. und orthopäd. Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sichtschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges Bedarfsbe langfristiger Bedarfsbereich* Gesamt*

175.510 41.560 21.790 17.750 256.610 89.090 18.680 55.480 83.160 33.160 14.410 14.090 308.070 5.780 10.550 12.240 70.840 19.060 27.940 4.440 8.570 159.420 724.100

102 % 104 % 105 % 102 % 102 % 113 % 110 % 94 % 88 % 124 % 102 % 99 % 102 % 102 % 99 % 106 % 114 % 106 % 109 % 105 % 114 % 109 % 103 %

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2008/2009, IfH 2008, laufende Auswertung Lebensmittelzeitung, BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

5

Für Duisburg wurde ein Einzelhandelsumsatz von rd. 2.400 Mio. € ermittelt. Gut die Hälfte dieses Umsatzes wird durch die überwiegend kurzfristigen Bedarfsgüter erzielt, während ein Drittel des Umsatzes auf mittelfristige Bedarfsgüter entfällt und rd. ein Fünftel auf die langfristigen Bedarfsgüter. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft4 für Duisburg liegt mit rd. 2.300 Mio. € unter dem gesamtstädtischen Einzelhandelsumsatz. Dies entspricht einer Zentralität für Duisburg über alle Sortimentsbereiche von 103 %.5

2.3

der Ergebnisse auf Ebene de r Stadtbezirke

Die folgenden Tabellen stellen die Verkaufsfläche, die einzelhandelsrelevante Kaufkraft sowie die Zentralität differenziert nach den jeweiligen Stadtbezirken der Stadt Duisburg vergleichend gegenüber.
Tabelle 2:
Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Vergleich Vergleich der Stadtbezirke – Verkaufsfläche (in m²)
Walsum
12.430 3.100 2.040 1.050 18.620 3.590 440 10.310 8.100 1.950 630 350 25.370 370 700 800 1.150 910 830 200 570 5.530 49.520

Hamborn
27.620 5.990 6.910 2.200 42.720 12.650 2.910 5.140 9.600 5.450 2.350 720 38.820 960 3.580 2.210 6.790 5.340 5.180 820 1.340 26.220 107.760

MeideMeide richrichBeeck
25.010 5.530 2.510 1.400 34.450 5.110 1.130 4.640 13.410 6.030 3.430 1.330 35.080 560 1.860 2.530 21.620 2.980 1.710 140 1.030 32.430 101.960

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
13.340 3.700 670 820 18.530 1.710 420 2.530 5.990 1.430 510 560 13.150 530 310 310 1.290 890 1.070 230 440 5.070 36.750

Mitte
40.860 12.450 6.450 9.320 69.080 58.680 11.650 2.780 16.220 12.050 4.440 7.570 113.390 2.020 1.500 4.420 15.190 4.610 12.100 2.410 3.570 45.820 228.290

RheinRheinhausen
29.760 5.470 1.840 1.700 38.770 5.350 1.330 23.290 8.380 3.780 2.250 2.150 46.530 690 740 1.160 4.470 1.620 1.310 410 820 11.220 96.520

Süd
26.490 5.310 1.370 1.260 34.430 2.000 800 6.790 21.460 2.480 800 1.410 35.740 650 1.870 810 20.320 2.710 5.740 230 790 33.120 103.290

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Verkaufsfläche auf 10 m² gerundet

Die Betrachtung der Verkaufsfläche zeigt, dass der Stadtbezirk Mitte in allen Bedarfsbereichen die höchste Verkaufsfläche aufweist. Darüber hinaus verfügen die Stadtbezirke

4

Hiermit ist die Geldmenge, die privaten Haushalten innerhalb eines bestimmten Zeitraums (ein Jahr) für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung steht, gemeint. Bei einer Zentralität von über 100 % ist im Saldo der Kaufkraftabflüsse und -zuflüsse ein Nachfragezufluss anzunehmen, bei einem Wert unter 100 % ist im Saldo von Nachfrageabflüssen zugunsten des Umlandes auszugehen.

5

6

Hamborn, Meiderich-Beeck und Süd über alle Sortimentsbereiche betrachtet über eine Verkaufsfläche von mehr als 100.000 m².
Tabelle 3:
Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Einzelhandelsrelevante Vergleich der Stadtbezirke – Einzelhandel srelevante Kaufkraft (in Mio. €)
Walsum
96,3 14,5 3,5 9,0 123,4 21,5 5,1 3,7 23,5 3,3 5,2 3,7 66,0 3,5 2,9 2,7 13,2 6,0 17,1 2,3 2,0 49,8 239,2

Hamborn
134,3 20,3 4,9 12,6 172,1 30,1 7,2 5,1 32,8 4,6 7,2 5,2 92,1 4,9 4,0 3,8 18,5 8,4 23,9 3,3 2,9 69,5 333,8

MeideMeide richrichBeeck
138,0 20,8 5,1 13,0 176,9 30,9 7,4 5,3 33,7 4,7 7,5 5,3 94,7 5,0 4,1 3,9 19,0 8,6 24,6 3,3 2,9 71,4 343,0

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
76,9 11,6 2,8 7,2 98,5 17,2 4,1 2,9 18,8 2,6 4,1 3,0 52,7 2,8 2,3 2,1 10,6 4,8 13,7 1,9 1,6 39,8 191,1

Mitte
198,0 29,9 7,3 18,6 253,7 44,3 10,6 7,5 48,3 6,8 10,7 7,6 135,8 7,2 5,9 5,5 27,2 12,3 35,3 4,8 4,2 102,5 492,0

RheinRheinhausen
145,6 22,0 5,3 13,7 186,6 32,6 7,8 5,5 35,6 5,0 7,9 5,6 99,9 5,3 4,4 4,1 20,0 9,1 25,9 3,5 3,1 75,4 361,8

Süd
137,0 20,7 5,0 12,9 175,5 30,7 7,3 5,2 33,5 4,7 7,4 5,3 94,0 5,0 4,1 3,8 18,8 8,5 24,4 3,3 2,9 70,9 340,4

Quelle: eigene Berechnungen auf Basis BBE 2008

Die Verteilung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in Duisburg korrespondiert u. a. mit der Einwohnerverteilung in den einzelnen Stadtbezirken.

7

Tabelle 4:
Warengruppen

Vergleich der Stadtbezirke – Zentralität (in %)
Walsum
78 77 78 62 77 39 26 166 79 59 39 32 60 66 55 64 15 35 28 44 73 34 63

Hamborn
114 101 175 94 113 126 120 80 80 109 99 44 99 109 227 128 51 198 144 134 123 126 112

MeideMeide richrichBeeck
99 94 79 63 96 48 45 72 88 302 215 96 92 66 130 215 363 131 43 38 126 158 107

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
83 90 67 60 82 17 24 61 81 38 26 43 46 63 33 21 12 56 26 24 73 30 61

Mitte
112 160 143 230 128 345 323 73 70 162 140 212 197 184 66 154 88 124 201 272 185 153 152

RheinRheinhausen
104 88 80 66 98 41 50 140 78 73 99 100 70 81 45 48 37 52 34 62 82 45 79

Süd
102 81 76 52 95 11 25 78 145 51 29 70 70 82 116 43 173 99 193 38 80 144 98

Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Quelle: eigene Berechnungen

Der Vergleich der Zentralitätswerte innerhalb der Stadt Duisburg stellt die Bedeutung des Einzelhandelsbesatzes im Stadtbezirk Mitte weiter heraus. Da der Zentralitätswert in fast allen Sortimentsbereichen über 100 % liegt, ist eine Versorgungsfunktion des dortigen Einzelhandels auch über den Stadtbezirk hinaus festzustellen. Für die übrigen Stadtbezirke kann eine solche Strahlkraft über alle Sortimentsbereiche nicht erreicht werden, gleichwohl in einigen Sortimentsbereichen hohe Zentralitätswerte erzielt werden und somit punktuell eine Strahlkraft über den Stadtbezirk hinaus festzustellen ist.

8

Einzelhandelsentwick 3 Leitlinien für die künftige Einzelhandelsentwic klung
Bevor aufbauend auf der Markt- und Standortanalyse konkrete Instrumente entwickelt und vorgestellt werden können, sind zunächst übergeordnete Leitlinien zur künftigen Einzelhandelsentwicklung in Duisburg abzuwägen. Hierzu werden neben den landes- und regionalplanerischen Vorgaben absatzwirtschaftliche und räumliche Entwicklungsmöglichkeiten in Form von Szenarien erörtert.

3.1

LandesZielvorga Landes- , regionalplanerische und regional abgestimmte Zielvorga ben für Duisburg

Die Grundlagen der kommunalen Einzelhandelssteuerung bilden trotz der kommunalen Planungshoheit die landes- und regionalplanerischen Vorgaben: Mit § 24 a geändertes LEPro NRW, soll die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe künftig präziser als bisher gesteuert werden. Zur Erreichung dieser Ziele greift die Novellierung des LEPro NRW den 2004 neu ins BauGB aufgenommenen und zuvor schon in § 11 Abs. 3 BauNVO verankerten Begriff der zentralen Versorgungsbereiche auf. Zukünftig sollen Einzelhandelsbetriebe, die von § 11 Abs. 3 BauNVO erfasst werden und sofern sie ein zentrenrelevantes Kernsortiment aufweisen, nur noch in zentralen Versorgungsbereichen zulässig sein.6 Der für die Stadt Duisburg relevante Regionalplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99) ist aus dem Jahr 2000. Dieser beinhaltet regionalplanerische Ziele, die eine Konkretisierung der landesplanerischen Vorgaben darstellen und bei der weiteren Erarbeitung dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zugrunde zu legen sind. Für das westliche Ruhrgebiet und Düsseldorf liegt ein regionales Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2004 vor, in dem übergeordnete Leitlinien für eine abgestimmte regionale Einzelhandelsentwicklung erstellt wurden. Übergeordnetes Ziel ist es, die Zentrenstruktur nachhaltig zu sichern, zu stärken und zu optimieren. Für Oberzentren wird eine anzustrebende Vollversorgung als erreicht angesehen, wenn ein Zentralitätswert von 120 % erreicht wird. 7

3.2

Entwicklungsrah Absatzwirtschaftlich tragfähiger Entwicklungsra h men

Der absatzwirtschaftlich tragfähige Entwicklungsrahmen dient als Kenngröße zur Einordnung und Bewertung zukünftiger Einzelhandelsentwicklungen. In ihm werden angebots-

6

Vgl. § 24 a LEPro NRW. Der Zielcharakter des § 24 a LEPro NRW wurde jüngst vom OVG NRW in Frage gestellt (Urteil AZ 10 A 1676/08). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zukünftig ist aber davon auszugehen, dass diese Vorgaben jedoch mindestens als Grundsatz der Raumordnung und Landesplanung einzuordnen sind. Vgl. Regionales Einzelhandelskonzept für das Westliche Ruhrgebiet und Düsseldorf 2004: S. 2.

7

9

und nachfrageseitige Rahmenbedingungen zusammengeführt und auf ihre zukünftige perspektivische Entwicklung hin untersucht.

Berechnungs 3.2.1 Methodik und Berechnung sgrundlagen zur Potentialermittlung Potentialermittlung
Der Berechnung werden die folgenden Parameter zugrunde gelegt: ƒ Bevölkerungsentwicklung in Duisburg ƒ Entwicklung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Kopf (Entwicklung der Verbrauchsausgaben sowie Entwicklung des Anteils einzelhandelsrelevanter Ausgaben an den Verbrauchsausgaben) ƒ Entwicklung der Flächenproduktivitäten wobei folgende Entwicklungsannahmen für den Betrachtungszeitraum 2009 bis 2019 getroffen werden: ƒ Derzeit leben 491.603 Menschen (2009) in Duisburg. Es wird von einer rückläufigen Entwicklung ausgegangen, für das Jahr 2014 werden rd. 478.100 Einwohner und bis zum Jahr 2019 rd. 464.400 Einwohner prognostiziert.8
Abbildung 4 :
500.000 450.000 400.000 Einwohner absolut 350.000 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Jahr Geringere Einwohnerverluste (absolut) Geringere Einwohnerverluste (Veränderung) Erhöhte Einwohnerverluste (absolut) Erhöhte Einwohnerverluste (Veränderung) 2015 2016 2017 2018 2019

Bevölke Zukünftige Bevölkerungsentwicklung in Duisburg
10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 Veränderung in %

Quelle: Stadt Duisburg 2008: Die Bevölkerungsentwicklung in Duisburg bis 2027

ƒ Es wird von einer stagnierenden einzelhandelsrelevanten Kaufkraft ausgegangen, wobei für Duisburg durch die aktuell anhaltende konjunkturelle Unsicherheit ein Trend im Bereich zwischen +/- 2 % erwartet wird.

8

Stadt Duisburg (2008): Bevölkerungsprognose der Stadt Duisburg.

10

Abbildung 5 :

Duis Einzelhandelsrelevante Konsumausgaben pro Kopf (in %) in Dui s burg

3,0% 2,0%

Index

1,0% 0,0% -1,0% -2,0% -3,0% 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Jahr
optimistische Variante pessimistische Variante

Quelle: eigene Annahmen

ƒ Bei der Flächenproduktivität wird auch weiterhin von einem anhaltenden Rückgang zwischen 1 % bis 4 % ausgegangen.
Abbildung 6 :
0% -1% -2%

Künftige Entwicklung der Flächenproduktivitäten Perspektive 2014/2019

Index

-3% -4% -5% -6% -7% 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Jahr
untere Variante
Quelle: eigene Annahmen

obere Variante

11

3.2.2

Versor Die oberzentrale Verso rgungsfunktion

Während die heutige Einzelhandelszentralität im Bestand der Stadt Duisburg 103 % beträgt, wird in Zukunft eine Zentralität von 120 % angestrebt. Duisburg orientiert sich mit diesem Ziel an den im regionalen Einzelhandelskonzept regional abgestimmten Rahmenbedingungen sowie an den Zentralitätswerten der umliegenden Oberzentren. Eine Zentralität von 120 % für die Gesamtstadt setzt sich als Summe aus den Zentralitätswerten der einzelnen Sortimente zusammen. So sind die einzelnen Sortimente unterschiedlich stark/groß in der Stadt Duisburg vertreten. Für die Sortimente des kurzfristigen Bedarfs (bspw. Nahrungsmittel), ist von einer relativ geringen Zielzentralität von 105 % auszugehen, da mit diesen Sortimenten kein überregionaler Bedarf gedeckt werden muss. Für Sortimente des mittel- und langfristigen Bedarfs hingegen übernimmt ein Oberzentrum auch eine Versorgungsfunktion für das Umland. Daher wird hier eine vergleichsweise hohe Zielzentralität von 140 % angestrebt. In der Abbildung 7 werden zwei Varianten vorgestellt: die gestrichelte orange Linie zeigt, wie stark die einzelnen Sortimente wachsen müssen, um eine Zielzentralität von 112 % zu erreichen; die gestrichelte grüne Linie bezieht sich auf eine Zielzentralität von durchschnittlich 120 %.
Abbildung 7 : Zentralitäten Zielzen entralitäten Derzeitige Zentralitäten nach Sortimentsgruppen und die Zielz entralitäten in Varianten
Nahrungs- und Genussmittel Drog erie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoolog ischer Bed arf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher kurzfristiger Bed arfsbereich Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/Gartenb ed arf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszub ehör Spielwaren/ Basteln/ Hob by/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camp ing mittelfristig er Bedarfsb ereich Med izinische und orthopäd ische Artikel/ Op tik Tep piche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsg eräte Neue Medien/ Unterhaltung selektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges langfristiger Bed arfsbereich 0% 20% 40% 60% 80% 100% 120% 140%

Obere Variante (gesamt: rd. 120 %) Untere Variante (gesamt: rd. 112 %)

Quelle: eigene Berechnungen auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008 + BBE 2008; GfK Prisma 2001; IHK Niederrhein 2008

Aus dieser oberzentralen Versorgungsfunktion resultieren sowohl in der unteren als auch in der oberen Variante Entwicklungsbedarfe für fast jede Warengruppe.

12

Entwicklungssze 3.3 Räumliche Entwicklungssz e narien für Duisburg
Die Erarbeitung von Szenarien für die künftige Entwicklung des Einzelhandels stellt einen zentralen Baustein des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes auf der Zielebene dar. Die Szenarien basieren auf unterschiedlichen politischen und planerischen Annahmen und werden hinsichtlich ihrer jeweiligen unterschiedlichen ökonomischen und städtebaulichen Folgewirkungen beschrieben. Durch die Szenarien werden Zusammenhänge der Duisburger Zentrenentwicklung und der Standort- und Nahversorgungsstruktur aufgezeigt. Auf diese Weise wird eine wichtige Grundlage für die Leitbilddiskussion geschaffen, die sich mit den verbindlichen Zielvorstellungen für die gesamtstädtischen Einzelhandelszentren auseinandersetzt. Szenario 1: Konzentration auf die Mitte Im Mittelpunkt dieses Szenarios steht die konzentrierte Einzelhandelsentwicklung auf einen zentralen Versorgungsbereich. Ziel dieses modellhaften Planungskonzeptes ist die Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen durch eine Konzentration zukünftiger Entwicklungen im Einzelhandel auf ein Hauptzentrum (vgl. Kap. 4.1), während die Entwicklung der übrigen Einzelhandelsstandorte im Stadtgebiet nicht weiter verfolgt wird. Vorhaben, die außerhalb des Hauptzentrums in den Nebenzentren (vgl. Kap. 4.1), in den Nahversorgungszentren (vgl. Kap. 4.1) und in sonstigen städtebaulich integrierten oder nicht integrierten Lagen (vgl. Kap. 4.1) geplant sind, werden weitestgehend zurückgestellt. Szenario 2: Mehrere Hauptzentren Dieses Szenario basiert auf der Etablierung weiterer Angebotsschwerpunkte unter Berücksichtigung der vorhandenen polyzentralen Struktur. Ebenso wie in Szenario 1 ist das Ziel hierbei eine Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen. Die Umsetzung des Szenarios erfordert eine Konzentration der zukünftigen Einzelhandelsentwicklungen auf die zu etablierenden Hauptzentren, während die Entwicklung ergänzender Einzelhandelsstandorte, ebenso wie in Szenario 1, im Stadtgebiet nicht weiter angestrebt wird. GießkannenSzenario 3: Gießkannen-Prinzip Im Mittelpunkt des Szenarios „Gießkannen-Prinzip“ steht die Entwicklung eines flächendeckenden feinmaschigen Versorgungsnetzes von zentralen Versorgungsbereichen. Die Umsetzung erfordert eine Gleichstellung der Zentren ohne einen wesentlichen Einzelhandelschwerpunkt herauszubilden und eine gleichmäßige Verteilung der Einzelhandelsentwicklung auf jegliche zentrale Versorgungsbereiche. Mittel- bis langfristig betrachtet ist hiermit aufgrund der interkommunalen Kaufkraftumverteilung eine Verschiebung der Einzelhandelsentwicklung von den vorhandenen Zentren hin zu weiteren Standortbereichen, v. a. zu den ehemals städtebaulich nicht integrierten Standorten verbunden.

13

Zentrenent Szenario 4: Gegliederte Zentrenent wicklung Im Mittelpunkt des Szenarios „Gegliederte Zentrenentwicklung“ steht die Sicherung und Entwicklung der bestehende Strukturen aufgreifenden Zentren- und Standortstruktur. Hierzu ist es notwendig, die vorhandenen Zentren- und Standortbereiche entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zu gliedern. Im Rahmen ihrer jeweiligen Funktionszuweisung profitieren alle Einzelhandelsstandorte von dieser städtebaulich-funktionalen Zentrenstärkung.

3.4

Duis Entwicklungsleitbild für Duisburg

Als optimal ausgewogene und den Entwicklungszielen der Stadt Duisburg bestmöglich entsprechendes Leitbild wird eine Kombination aus dem Szenario 2 „Mehrere Hauptzentren“ und dem Szenario 4 „Gegliederte Zentrenentwicklung“ angestrebt zur: ƒ Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen, ƒ Etablierung des Innenstadtzentrums im regionalen Wettbewerb, ƒ Stärkung und Profilierung des Zentrums Hamborn/ Marxloh als zweites Hauptzentrum, ƒ Sicherung und Entwicklung einer bestehende Strukturen aufgreifenden und gegliederten Zentren- und Standortstruktur. Dieses Leitbild baut auf der polyzentrischen Stadtstruktur Duisburgs auf und berücksichtigt die unterschiedlich ausgeprägten Zentren hinsichtlich Funktion und Bedeutung, die in der Markt- und Standortanalyse ermittelt worden sind. Es ist dabei festgestellt worden, dass die City nicht das Potential aufweist, um die oberzentrale Funktion und Stellung der Stadt allein wahrnehmen zu können. Eine solche Position und die Steigerung der Bedeutung der Stadt kann aber durch eine Neuorientierung der Zentrenstruktur mit einer Ausrichtung auf ein zweites Hauptzentrum erreicht werden. Es entsteht eine räumliche Konzentration des Einzelhandels auf leistungsfähige und somit zukunftsfähige Standorte. Hierdurch kann einerseits die Erhaltung und Stärkung der regionalen Ausstrahlung und der oberzentralen Versorgungsfunktion der Hauptzentren erreicht werden. Andererseits bedeutet die räumlich und funktional ausgewogene Verteilung weiterer Nebenzentren und ergänzender Standorte eine Erhaltung sowie Stärkung des Versorgungsnetzes und der Funktionsvielfalt. Im Besonderen kann die Sicherung und Weiterentwicklung eines flächendeckenden Nahversorgungsangebotes erreicht werden. Insgesamt bedeutet die Umsetzung dieses Entwicklungsleitbildes die Schaffung von Entscheidungs- und Investitionssicherheit bei entsprechender Umsetzung im Rahmen der Bauleitplanung.

14

Umse zungs4 Instrumentelles Umsetzungs - und Steuerungskonzept
4.1 Das Zentrenkonzept

Im Zentrenkonzept wird das abgestufte System aller zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung des Entwicklungsleitbildes für Duisburg definiert. Es baut auf der städtebaulichen Bestandsbewertung der relevanten Zentren auf und beinhaltet zudem Entwicklungsempfehlungen für die einzelnen zentralen Versorgungsbereiche. In der planerischen Praxis der Zentrendefinition ergibt sich in der Regel ein hierarchisch abgestuftes kommunales System aus Hauptzentren, aus Nebenzentren und aus Nahversorgungszentren (vgl. folgende Abbildung). Zusammen mit den übrigen Einzelhandelsstandorten im Stadtgebiet bilden die zentralen Versorgungsbereiche das gesamtstädtische Standortsystem.
Abbildung 8 : VersorgungsbeDas hierarchisch abgestufte System der örtlichen zentralen Versorgungsbereiche und sonstiger Standorte

Hauptzentren Nebenzentren Nahversorgungszentren

Quelle: eigene Darstellung

In der Herleitung der zentralen Versorgungsbereiche für Duisburg werden insgesamt folgende Aspekte berücksichtigt: ƒ Warenspektrum, Branchenvielfalt, räumliche Dichte, Funktion und Anordnung des Einzelhandelsbesatzes, ƒ Dichte ergänzender öffentlicher wie privater Zentren- und Versorgungsfunktionen wie etwa Dienstleistungen und Verwaltung, Gastronomie, Bildung und Kultur, ƒ Lage innerhalb des Siedlungsgebietes, die verkehrliche Einbindung in das öffentliche Personennahverkehrsnetz, die verkehrliche Erreichbarkeit für sonstige Verkehrsträger, bedeutende Verkehrsanlagen für das Zentrum wie etwa Busbahnhöfe und Stellplatzanlagen, ƒ städtebauliche Dichte und stadtstrukturelle Aspekte sowie ƒ die Gestaltung und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes.

15

Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien und Aspekte ergeben sich für Duisburg 23 zentrale Versorgungsbereiche, die in ihrer räumlichen Festlegung je nach Einstufung in die Zentrenhierarchie unterschiedlich groß festgelegt sind. Die Haupt- und Nebenzentren sollen Ansiedlungsschwerpunkte der zukünftigen großflächigen Einzelhandelsentwicklung in Duisburg für sämtliche Sortimentsbereiche – insbesondere für zentren- und nahversorgungsrelevante sowie in Teilen für nicht zentrenrelevante Sortimente – werden.

4.1.1

Versorgung ersorgungs Die zentralen V ersorgung sbereiche in Duisburg

Für Duisburg werden unter Anwendung der vorgestellten Kriterien, Zielüberlegungen und des übergeordneten Entwicklungsleitbildes insgesamt 23 zentrale Versorgungsbereiche definiert.
Tabelle 5: Hierarchie der zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg Innenstadt Hamborn/ Marxloh Walsum Meiderich Alt-Homberg Rheinhausen Buchholz Vierlinden Röttgersbach Neumühl Beeck Homberg-Hochheide Ruhrort/ Laar Neuenkamp Duissern Neudorf Hochfeld Wanheimerort Friemersheim Wedau/ Bissingheim Huckingen Hüttenheim Großenbaum

Hauptzentrum gem. LEPro NRW Nebenzentrum Nebenzentrum gem. LEPro NRW

Nahversorgungszentrum gem. LEPro NRW

Quelle: eigene Darstellung

Diese Zentren unterscheiden sich in ihrer jeweiligen Einzelhandelsausstattung und Versorgungsfunktion. Entsprechend ihrer jeweiligen Hierarchiestufe sollen sie als zentrale Versorgungsbereiche auch künftig abgestufte Funktionen übernehmen, insbesondere vor dem Hintergrund einer gesamtstädtisch bestmöglichen Aufgabenteilung und der Vermeidung wechselseitiger Funktionsbeeinträchtigungen. Diese Hierarchisierung orientiert sich zum einen an dem übergeordneten Entwicklungsleitbild für die Stadt Duisburg und greift zum anderen die bestehenden Strukturen auf. Zudem fließen auch stadtentwicklungspoliti-

16

sche Zielvorstellungen der Stadt Duisburg, z. B. in der Etablierung des zentralen Versorgungsbereichs Hamborn/ Marxloh als zweites Hauptzentrum, mit ein. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht die räumliche Ausgestaltung des Zentren- und Standortkonzeptes für die Stadt Duisburg.
Abbildung 9 : Versorgungsbereiche Die Lage der zentralen Versor gungsbereiche im Stadtgebiet Duisburg
Hauptzentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 1 2 Innenstadt Hamborn/ Marxloh

3 8 4 3 9 17 2

Nebenzentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 3 4 5 6 7 Walsum Meiderich Alt-Homberg Rheinhausen Buchholz

10 5

11 6 7 4 5 9 13 8
Nahversorgungszentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Vierlinden Röttgersbach Neumühl Beeck Homberg-Hochheide Ruhrort/ Laar Neuenkamp Duissern Neudorf Hochfeld Wanheimerort Friemersheim Wedau/ Bissingheim Huckingen Hüttenheim Großenbaum

12 10

14 18

1 11 16 12 17

15 19

13 6 14 18 19 15 20 7 16 21 22 23

22

Legende Hauptzentrum Nebenzentrum Nahversorgungszentrum

Quelle: eigene Darstellung. Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

17

4.1.2

Darstellung der beiden Hauptzentren

Das Hauptzentrum Innenstadt ist im Stadtbezirk Mitte verortet und ist der größte sowie funktional bedeutendste zentrale Versorgungsbereich Duisburgs. Dem Hauptzentrum Innenstadt sind die Stadtbezirke Mitte, Rheinhausen und Süd sowie die Stadtteile Hochheide, Alt-Homberg und Ruhrort funktional zugeordnet.9 Insgesamt verfügen diese Stadtbezirke und Stadtteile über rd. 293.400 Einwohner.
10: Abbildung 10 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Hauptzentrum Innen Innenstadt

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

9

Mit dem Begriff funktionale Zuordnung gem. §24a Abs. 2 LEPro NRW wird die Versorgungsfunktion eines zentralen Versorgungsbereichs für einen festgelegten Siedlungsbereich definiert. Das Hauptzentrum Innenstadt übernimmt eine Versorgungsfunktion für die oben aufgeführten Stadtbezirke und –teile.

18

Das Hauptzentrum Hamborn/ Marxloh ist im Stadtbezirk Hamborn im Norden Duisburgs verortet und ist neben dem Innenstadtzentrum als zweites Hauptzentrum der Stadt festgelegt. Dem zentralen Versorgungsbereich sind die Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich-Beeck sowie der Stadtteil Baerl funktional zugeordnet, in diesen Gebieten wohnen insgesamt rd. 202.300 Einwohner.
11: Abbildung 11 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Hauptzentrum Ham Hamborn/ Marxloh

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

19

4.1.3

zent Übersicht der weiteren zen tralen Versorgungsbereiche Duisburg

Weiterhin sind in der Stadt Duisburg fünf zentrale Versorgungsbereiche als Nebenzentren räumlich festgelegt worden.
12: Abbildung 12 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Wal Wal sum

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 13: Abbildung 13 : Versor Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Meiderich

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

20

Abbildung 14 :

Versorgungsbereichs Neben Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsb ereichs Nebe n zentrum AltAlt - Homberg

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Rheinhausen

Abbildung 15 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Buch Buc h holz

Abbildung 16 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

21

Ergänzend zu den Haupt- und Nebenzentren wurden weitere 16 Nahversorgungszentren räumlich festgelegt.
Abbildung 17 : Nahversorgungszent Räumliche Festlegung der Nahversorgungszen t ren
Nahversorgungszentrum Röttgersbach

Nahversorgungszentrum Vierlinden

Nahversorgungszentrum Neumühl

Nahversorgungszentrum Beeck

Nahversorgungszentrum Homberg-Hochheide

Nahversorgungszentrum Ruhrort/ Laar

22

Nahversorgungszentrum Neuenkamp

Nahversorgungszentrum Duissern

Nahversorgungszentrum Neudorf

Nahversorgungszentrum Hochfeld

Nahversorgungszentrum Wanheimerort

Nahversorgungszentrum Friemersheim

23

Nahversorgungszentrum Wedau-Bissingheim

Nahversorgungszentrum Großenbaum

Nahversorgungszentrum Huckingen

Nahversorgungszentrum Hüttenheim

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen

Zentraler Versorgungsbereich

Suchbereich für einen zentralen Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

24

4.2

Nahversorgungskon Das Nahversorgungsko n zept

Die Ausgangslage in Duisburg ist insgesamt gekennzeichnet durch eine quantitativ gute gesamtstädtische Ausstattung mit Lebensmittelverkaufsflächen. Diese Ausstattung gilt es zu sichern und zu stabilisieren, insbesondere wenn die Lebensmittelmärkte zugleich wichtige Frequenzbringer und Magnetbetriebe in den zentralen Versorgungsbereichen darstellen. In Teilbereichen des Stadtgebiets sind trotz der guten gesamtstädtischen Ausstattung Ergänzungsmaßnahmen sinnvoll, die auf Ebene der Stadtbezirke näher betrachtet werden müssen. Im Folgenden werden die übergeordneten Handlungsempfehlungen dargelegt: 1. Bestehende Lebensmittelmärkte in den zentralen Versorgungsbereichen nachfrageund zeitgemäß ausbauen. 2. Die zentralen Versorgungsbereiche durch Neuansiedlungen weiterer Lebensmittelmärkte in ihrer Nahversorgung stärken. 3. Standorte in städtebaulich integrierter Lage, die der räumlichen Nahversorgung dienlich sind, sollten gesichert und fortentwickelt werden. 4. Auch sollten künftige Neuansiedlungen in Stadtteilen mit geringem Nahversorgungsangebot erfolgen.

4.3

Das Sonderstandortekonzept

Im Sinne der gesamtstädtischen Standortbalance und der übergeordneten Zielstellung zur Einzelhandelsentwicklung in Duisburg sind mehrere Ziele mit der Weiterentwicklung der Sonderstandorte für nicht zentrenrelevante Sortimente verbunden. Gem. § 24 a LEPro NRW gilt für Einzelhandelsvorhaben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten, dass diese auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ausgewiesen werden können, wenn die Standorte innerhalb eines im Regionalplan dargestellten Allgemeinen Siedlungsbereichs liegen und der Umfang der zentren- und nahversorgungsrelevanten Randsortimente maximal 10 % der Verkaufsfläche (maximal 2.500 m²) beträgt. Gemäß dem Entwicklungsleitbild für die Stadt Duisburg ist die Stärkung der Haupt- und Nebenzentren (und weiterer zentraler Versorgungsbereiche) die höchste Priorität städtischer Entwicklungsmaßnahmen und Planungen beizumessen. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung der zentralen Versorgungsbereiche ist eine Konzentration der Einzelhandelsentwicklung auch mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten vorrangig in diesen Bereichen anzustreben. Zu empfehlen ist nur eine Weiterentwicklung bestehender Sonderstandorte, die im räumlichen Zusammenhang zu einem zentralen Versorgungsbereich liegen und somit dem Ziel der Zentrenstärkung entsprechen. Für die übrigen Sonderstandorte soll lediglich der Bestand hinsichtlich der Verkaufsfläche und der derzeitigen Sortimente gesichert werden.

25

Die folgende Abbildung zeigt die gesamtstädtische Verortung der Sonderstandorte.
Abbildung 18 : Sonderstandorte Sonderstandort e konzept

a a

mix

n n

nvr

b i nzr j d nzr c nzr

mix mix

Fachmarktagglomeration Bedeutender Fachmarktsolitär

k

nzr e mix v nzr
nvr nzr

(Perspektivische) Fachmarktagglomeration/ (perspektivischer) bedeutender Fachmarktsolitär NuG-Agglomerartion
Ausrichtung des Warenangebots mix gemischt (ohne eindeutigen Schwerpunkt) überwiegend nahversorgungsrelevant (> 80 % d. VKF) überwiegend nicht zentrenrelevant (> 80% d. VKF)

f p s nvr

mix

v u l

nzr nzr nzr q

nvr oo nvr nvr nzr u

nvr mix

r

nvr

nvr g

h t nvr nvr m

mix nvr

a. b. c. d. e. f. g. h. i. j. k. l. m. n. o. p. q. r. s. t. u. v.

Fachmarktagglomeration Holtener Straße Fachmarktagglomeration Theodor-Heuss-Straße Fachmarktagglomeration Mercator-Center Fachmarktagglomeration Westender Straße Fachmarktagglomeration Kasslerfeld Fachmarktagglomeration Rheinhausen-Hochemmerich Fachmarktagglomeration Forststraße/ Kaiserwertherstraße Fachmarktagglomeration Keniastraße Bedeutender Fachmarktsolitär Ikea/ Beecker Straße Bedeutender Fachmarktsolitär Praktiker/ Essen-Steeler-Straße Bedeutender Fachmarktsolitär Praktiker/ Am alten Schacht Bedeutender Fachmarktsolitär Stewes Bauzentrum/ Adelenstraße Bedeutender Fachmarktsolitär Real/ Buscherstraße NuG- Agglomeration Schlachthofstraße NuG- Agglomeration Neudorf-Süd NuG- Agglomeration Flutweg NuG- Agglomeration Kulturstraße NuG- Agglomeration Rathausallee NuG-Agglomeration Lindenallee NuG-Agglomeration Im Bonnefeld Fachmarktagglomeration Möbel/ Duisburger Freiheit* Bedeutender Fachmarktsolitär Möbelfachmarkt/ Fehrbellinstraße * Berücksichtigt aufgrund des Beschlusses des Rates der Stadt Duisburg vom 09.03.2009 zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Möbelhaus.

Quelle:

eigene Darstellung

26

4.4

Duisburger Die „Duisburger Sortimentsliste“ „ Duisburg

Zur Feinsteuerung von Einzelhandelsvorhaben ist die Definition der in Duisburg als zentrenrelevant zu bewertenden Sortimente (Sortimentsliste) erforderlich. Erst mit Vorliegen einer solchen „Duisburger Liste“ kann die Bauleitplanung im Zusammenspiel mit den Ansiedlungsleitsätzen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes über zulässige, begrenzt zulässige oder nicht zulässige Vorhaben entscheiden. Bei der Herleitung der Sortimentsliste ist die Einzelhandelsbestandsstruktur von besonderer Bedeutung, insbesondere hinsichtlich der Verkaufsflächenanteile der Sortimente und der Sortimentsschwerpunkte nach städtebaulichen Lagen. Das Landesentwicklungsprogramm NRW enthält in § 24 a Abs. 2 eine Anlage mit „zentrenrelevanten Leitsortimenten“, die in der Bauleitplanung zu beachten sind. Darüber hinaus sind die im regionalen Einzelhandelskonzept gemachten Empfehlungen zu den Sortimentslisten zu berücksichtigen. Im Ergebnis der Sortimentsanalyse ergibt sich die folgende Liste zentren- bzw. zentren- und nahversorgungsrelevanter und nicht zentrenrelevanter Sortimente in Duisburg als sog. „Duisburger Liste“.

27

Tabelle 6 :

„Duisburger Liste“
Sorti Zentrenrelevante Sorti mente ZentrenSor Zentren - und nahversorgungsrelevante So rtimente Schnittblumen Drogerie, Kosmetik/ Parfümerie Nahrungs- und Genussmittel Pharmazeutische Artikel Tierfutter Zeitungen/ Zeitschriften Nicht zentrenrelevante Sortimente Baumarkt-Sortiment im engeren Sinne Boote und Zubehör Elektrogroßgeräte Gartenartikel [Gartenmöbel zu Möbel] Kfz-Zubehör Möbel Pflanzen/ Samen

Augenoptik Bekleidung [Sportbekleidung zu Sportartikel] Bettwaren Bücher Computer (PC-Hardware und -Software) Elektrokleingeräte Fahrräder und Zubehör Foto- und optische Erzeugnisse und Zubehör Glas/ Porzellan/ Keramik Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Hausrat Heimtextilien/ Gardinen Kinderwagen Kurzwaren/ Schneidereibedarf/ Handarbeiten sowie Meterware für Bekleidung und Wäsche Leuchten/ Lampen Medizinische und orthopädische Geräte Musikinstrumente und Musikalien Papier/ Büroartikel/ Schreibwaren sowie Künstler- und Bastelbedarf Parfümerie Schuhe, Lederwaren Spielwaren Sport- und Campingartikel [Campingmöbel zu Möbel/ Angelbedarf zu Waffen/ Jagdbedarf/ Angeln] Telekommunikationsartikel Uhren/ Schmuck Unterhaltungselektronik Waffen/ Jagdbedarf/ Angeln Wohneinrichtungsbedarf, Bilder/ Poster/ Bilderrahmen/ Kunstgegenstände [Wohnmöbel zu Möbel]

Teppiche [Teppichböden zu Baumarktsortiment im engeren Sinne] Zoologischer Bedarf und lebende Tiere

Quelle:

eigene Darstellung auf Basis der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Für die kommunale Feinsteuerung ist es erforderlich, diese Sortimentsliste bei der textlichen Festlegung (bzw. Begründung) von einzelhandelstangierenden Bauleitplänen konkret anzuwenden.

28

4.5

Die Ansiedlungsleitsätze

Die Ansiedlungsleitsätze enthalten Regelungen zu einem ausgewogenen Verhältnis der folgenden Ziele untereinander: ƒ Stärkung der Zentren: Sicherung und Entwicklung einer bestehende Strukturen aufgreifenden und gegliederten Zentrenstruktur, ƒ Nahversorgung: bestehendes Nahversorgungsangebot in den zentralen Versorgungsbereichen sichern und weiterentwickeln sowie Erhaltung und Stärkung einer räumlich ausgewogenen Nahversorgung, ƒ Sonderstandorte: im Rahmen eindeutiger Regelungen nur Standorte für den großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandel ermöglichen, ohne hierbei die Entwicklung der Zentren oder der Nahversorgung zu beeinträchtigen.

Folgende Ansiedlungsleitsätze werden für Duisburg empfohlen: Einzelhan zentralen Leitsatz I: Zentrenrelevanter Einzelha ndel als Hauptsortiment primär in den zentralen Versorgungsbereichen… a) in den Hauptzentren je Vorhaben unbegrenzt,10 b) in den Nebenzentren je Vorhaben im Rahmen der Kaufkraft in den funktional zugeordneten Stadtteilen, c) in den Nahversorgungszentren je Vorhaben entsprechend der Kaufkraft im funktional zugeordneten Stadtteil, max. bis zu 800 m² VKF, d) begrenzt auch ausnahmsweise in sonstigen städtebaulich integrierten Lagen, sofern das geplante Angebot (i. d. R. kleinteilig) ausschließlich auf die Versorgung des (engeren) Gebietes bezogen ist. Leitsatz II: Einzelhandel mit nahversorgungsrelevantem Hauptsortiment… Hauptsorti ment… a) primär in den zentralen Versorgungsbereichen,11 b) zur Gewährleistung der Nahversorgung ausnahmsweise an sonstigen städtebaulich integrierten Standorten (i. d. R. kleinteilig).

10

Sofern nicht landesplanerische und städtebauliche Gründe (etwa der Schutz von zentralen Versorgungsbereichen in Nachbarkommunen bzw. das Beeinträchtigungsverbot) eine (Teil-)Begrenzung erforderlich werden lassen. Unter Berücksichtigung planungsrechtlicher und landesplanerischer Vorgaben (Kongruenz, Beeinträchtigungsverbot).

11

29

zentren Einzelhandel… Leitsatz III: Großflächiger nicht zentrenrelevanter Einzelhandel… Großfläc higer a) primär in den Haupt- und Nebenzentren oder in unmittelbarer Nähe dazu und an den im Sonderstandortekonzept empfohlenen Sonderstandorten, b) im Regelfall keine Erweiterung; nur im Einzelfall bei besonderer städtebaulicher Zielsetzung auch an weiteren Standorten. EinzelLeitsatz IV: Zentrenrelevanter Einzelhandel als Randsortiment in großflächigen Einzelhan ha ndelsbetrieben begrenzen... a) bis zu max. 10 % der VKF eines Vorhabens, insg. max. 2.500 m² VKF12 gem. LEPro NRW b) in den Haupt- und Nebenzentren keine Beschränkung des zentrenrelevanten Randsortimentes.13 HandwerksLeitsatz V: Ausnahmsweise sollen Verkaufsstellen von Handwerks-, produzierenden weiterverarbeiten und weiterverarbeitenden Gewerbebetrieben verwirklicht werden „Handwerkerprivi „Handwerkerpriv ileg“), wenn ƒ eine räumliche Zuordnung zum Hauptbetrieb, ƒ die Errichtung im betrieblichen Zusammenhang, ƒ eine deutliche flächen- und umsatzmäßige Unterordnung sowie eine sortimentsbezogene Zuordnung zum Hauptbetrieb gegeben ist und ƒ wenn eine Verkaufsflächenobergrenze von max. 800 m² nicht überschritten wird. Die Zulässigkeit von Verkaufsstellen an landwirtschaftlichen Betrieben bemisst sich im Übrigen nach §§ 35 bzw. 201 BauGB.

12

Im Einzelfall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Teilverkaufsflächengröße einzelner oder mehrerer zentrenrelevanter Randsortimente zu keinen schädlichen Auswirkungen führen. Sofern nicht landesplanerische und städtebauliche Gründe (etwa der Schutz von zentralen Versorgungsbereichen in Nachbarkommunen bzw. das Beeinträchtigungsverbot) eine (Teil-)Begrenzung erforderlich werden lassen.

13

30

5 Sonderteil Stadtbezirk Süd
5.1 MarktMarkt- und Standortanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Süd

Rahmenbedingungen Strukturda5.1.1 Räumliche Rah menbedingungen und untersuchungsrelevante Strukturd aten für den Stadtbezirk Süd
Die folgende Karte gibt einen Überblick über die Lage des Stadtbezirks Süd im Gefüge der Stadt Duisburg.
Stadtbe Abbildung 19 : Siedlungsstruktur des Stadtb e zirks Süd

Legende
Wohn- und Gewerbefläche Industriefläche

Sü

Bundesautobahn Schnellstraße Stadtbezirksgrenze Stadtgrenze

Quelle:

eigene Darstellung

Der Stadtbezirk Süd besteht aus den Stadtteilen Bissigheim, Wedau, Buchholz, WanheimAngerhausen, Rahm, Huckingen, Hüttenheim, Ungelsheim und Mündelheim. Die Bevölkerungszahl des Stadtbezirkes Süd liegt bei rd. 73.00014 Einwohnern.

14

Stadt Duisburg, Stand: 31.12.2007

31

Die Bevölkerung verteilt sich im Stadtbezirk Süd wie folgt:
Abbildung 20 : Bevölkerungsverteilung im Stadtbezirk Süd
Einwohner 3.262 5.270 14.322 11.939 10.122 5.968 9.418 3.636 3.138 6.246 73.321 Anteil in % rd. 4 rd. 7 rd. 20 rd. 16 rd. 14 rd. 8 rd. 13 rd. 5 rd. 4 rd. 9 rd.100

Stadtteil Bissigheim Wedau Buchholz Wanheim-Angerhausen Großenbaum Rahm Huckingen Hüttenheim Ungelsheim Mündelheim Summe

Quelle: Stadt Duisburg, Bevölkerungsstatistik, Stand: 31.12.2007

Die bevölkerungsreichsten Stadtteile im Stadtbezirk Süd stellen Buchholz, WanheimAngerhausen und Großenbaum dar. Die Stadtteile Ungelsheim, Bissigheim und Hüttenheim weisen die wenigsten Einwohner auf.

Süd 5.1.2 Angebotsanalyse auf Ebene des Stadtbezirks S üd
In der folgenden Tabelle wird ein Überblick über die einzelhandelsrelevante Ausstattung gegeben und ein Vergleich mit einer Erhebung aus dem Jahr 2001 hergestellt.
Tabelle 7 : Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Süd GfK Prisma 2001 Einzelhandelsbe Anzahl der Einzelhandelsb e triebe Verkaufsfläche (in m²) Ein Verkaufsfläche je Ei n wohner (in m²) ahVerkaufsfläche Warengruppe N ahrungsrungs - und Genussmittel je EW Quelle: 302 rd. 82.250 1,12 Stadt + Handel 2008 311* rd. 101.810 1,41

0,31

0,36

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008, Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; *exklusive Leerstände

32

Im Erhebungszeitraum 2008 waren im Stadtbezirk Süd 311 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von rd. 102.000 m² verortet. Die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe ist im Vergleich zur Untersuchung der GfK Prisma aus dem Jahr 2001 in etwa konstant geblieben, während die Verkaufsfläche in diesem Zeitraum um rd. ein Viertel angewachsen ist. Die Verkaufsflächenausstattung im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel liegt mit rd. 0,36 m2 je Einwohner über dem Bereich des Bundesdurchschnitts (etwa 0,33 – 0,35 m2/ EW) und ist verglichen zur Untersuchung von 2001 angestiegen. Die folgende Abbildung bietet einen Überblick über den Verkaufsflächenbestand nach Sortimentsgruppen im Stadtbezirk Süd.
Abbildung 21 : Verkaufsflächenbestand nach Sortimentsgruppen im Stadtbezirk Süd (in m 2 )

Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, H aus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ L euchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges 0 230 790 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 2.710 5.740 2.480 800 1.410 650 1.870 810 20.320 1.370 1.260 2.000 800 6.790 21.460 5.310

26.490

30.000

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008, Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet

Im Stadtbezirk Süd weisen die Sortimentgruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 26.500 m²), Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 21.500 m²) und Möbel (rd. 20.300 m²) den höchsten Verkaufsflächenbestand auf. Darauf folgen mit einigem Abstand die Sortimentsgruppen Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 6.800 m²), Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (rd. 5.700 m²) und Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 5.300 m²).

33

Die folgende Tabelle zeigt die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe und die Verteilung der Verkaufsfläche auf die Stadtteile des Stadtbezirks Süd.
Tabelle 8 : StadtAnzahl der Einzelhandelsbetriebe und Verteilung der Verkaufsfläche im Stad tbezirk Süd nach Stadtteilen
Wanheim WanheimAngerhausen Angerhausen
38 12 % 35.840 35 %

Großenbaum

Mündelheim Mündel

Bissingheim Bissin

Ungelsheim Ungelsheim

Hüttenheim

Huckingen

Buchholz

Anzahl der Betriebe Anteil Verkaufsfläche (in m²) Anteil

8 3% 730 1%

81 26 %

70 23 %

41 13 % 5.930 6%

20 6% 4.810 4%

12 4% 2.060 2%

6 2% 900 1%

10 3% 980 1%

25 8% 2.180 2%

14.210 35.640 14 % 34 %

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Leerstände nicht enthalten; Werte der Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

Im Stadtbezirk Süd weisen die Stadtteile Buchholz (rd. 26 %) und Großenbaum (rd. 23 %) den höchsten Anteil an Einzelhandelsbetrieben auf. Darauf folgen die Stadtteile Huckingen (rd. 13 %) und Wanheim-Angerhausen (rd. 12 %), während die übrigen Stadtteile jeweils Anteile von weniger als 10 % an der Anzahl der Einzelhandelsbetriebe im Stadtbezirk Süd haben. Die größten Anteile an der Verkaufsfläche weisen die Stadtteile WanheimAngerhausen (rd. 35 %) und Großenbaum (rd. 34 %) mit einigem Abstand zu Buchholz (rd. 14 %) auf. Die übrigen Stadtteile haben lediglich Verkaufsflächenanteile von 6 % oder weniger.

34

Wedau

Rahm

Wie sich die Einzelhandelsstruktur im Stadtbezirk Süd nach den städtebaulichen Lagebereichen15 darstellt, ist in der folgenden Tabelle zu sehen.
Tabelle 9 : nach Einzelhandelsstruktur nac h städtebaulichen Lagebereichen im Stadtbezirk Süd
Zentren 88 28 12.340 12 Sonstige städtebaulich integrierte Lagen (siL) 178 57 29.350 28 inStädtebaulich nicht i ntegrier tegrie r te Lagen (niL) 45 14 61.650 60

Be Anzahl der B e triebe Anteil (in %) Verkaufsfläche (in m²) Anteil Ante il (in %)

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Leerstände nicht enthalten; Werte der Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; Abweichungen ergeben sich aus Rundungen

Die meisten Einzelhandelsbetriebe im Stadtbezirk Süd (rd. 57 %) befinden sich in den sonstigen städtebaulich integrierten Lagen. Darauf folgen die Einzelhandelsbetriebe in den Zentren (rd. 28 %), während sich in den städtebaulich nicht integrierten Lagen ein Anteil von rd. 14 % der Einzelhandelsbetriebe des Stadtbezirks Süd befindet. Diese haben zwar mit rd. 60 % den mit Abstand größten Anteil an der gesamten Verkaufsfläche im Stadtbezirk Süd, wobei aber rd. 63 % davon auf Sortimente entfallen, die üblicherweise in solchen Lagen anzusiedeln sind (z. B. Pflanzen/ Gartenbedarf, Baumarktsortiment, Möbel). Den zweithöchsten Verkaufsflächenanteil weisen die Einzelhandelsbetriebe in den sonstigen städtebaulich integrierten Lagen auf (rd. 28 %), gefolgt von den Zentren (rd. 12 %).

15

Als städtebaulich integrierte Lage (auch: sonstige integrierte Lage) werden diejenigen Siedlungsbereiche bezeichnet, die in Wohnbereiche eingebettet sind. Die bauliche Dichte sowie die Dichte der Einzelhandelsnutzungen und sonstigen Funktionen reicht in dieser Lage nicht aus, diese Lage als zentraler Versorgungsbereich, d. h. Hauptgeschäftszentrum bzw. Stadtteil- oder Ortsteilzentrum einzuordnen. Städtebaulich nicht integrierte Lagen unterscheiden sich von den sonstigen integrierten Lagen durch die fehlende Einbettung in die sie umgebende Wohnbebauung. In der Regel trifft die Bezeichnung auf Einzelhandelsstandorte in Industrie- oder Gewerbegebieten sowie im Außenbereich zu.

35

Die folgende Abbildung zeigt den Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Süd nach Sortimentsgruppen und Lagebereichen.
Abbildung 22 : Sortimentsgruppen Einzelhandelsbestand nach Sortiments gruppen und Lagebereichen im Stadtbezirk Süd Stadtbe

N ahrungs- und Genussmittel Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. G PK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, H aus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elek tro/ Leuchten/ H aushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges 0 5.000 10.000 15.000
siL

20.000
niL

25.000

30.000

Zentren

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Die Zentren im Stadtbezirk Süd weisen bei den Angeboten aus den Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 6.400 m²) und Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 2.200 m²) die größten Verkaufsflächen auf. In den sonstigen städtebaulich integrierten Lagebereichen gibt es die größten Verkaufsflächen bei den Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 12.000 m²), Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 4.500 m²), Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 3.000 m²), Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 2.200 m²) und Möbel (rd. 1.700m²). In den städtebaulich nicht integrierten Lagebereichen nehmen Angebote aus den Sortimenten Möbel (rd. 18.500 m²), Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 18.400 m²), Nahrungs- und Genussmittel (rd. 8.300 m²) und Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (rd. 4.700 m²) die größten Verkaufsflächen ein.

36

In der folgenden Abbildung wird ein Überblick über den Einzelhandelsbestand differenziert nach Größenklassen im Stadtbezirk Süd gegeben.
Abbildung 23 : Einzelhandelsbestand Ei nzelhandelsbestand nach Größenklassen im Stadtbezirk Süd
6 100% 17 27 19 25 63 19.630 154 16.500 5.130 3.400 4.400 3.910 Anzahl der Betriebe <50m² 401-800m² 50-100m² 801-2000m² 101-200m² >2000m² Verkaufsfläche 201-400m²

80%

48.850

60%

40%

20%

0%

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008, Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet

Rd. 70 % der Einzelhandelsbetriebe im Stadtbezirk Süd weisen eine Verkaufsfläche von 100 m² oder weniger auf, wobei diese Betriebe weniger als 10 % der gesamten Verkaufsfläche des Stadtbezirkes Süd besitzen. Dagegen weisen rd. 7 % der Einzelhandelsbetriebe im Stadtbezirk Süd eine Verkaufsfläche von mehr als 800 m² auf, wobei diese mehr als 65 % der gesamten Verkaufsfläche des Stadtbezirks umfassen.

5.1.3 Nachfrageanalyse im Stadtbezirk Süd
Im Folgenden werden die örtlichen Merkmale der Nachfrageseite im Stadtbezirk Süd analysiert. Zur Abbildung der Nachfragesituation wird wiederholt u. a. auf sekundärstatistische Rahmendaten der BBE zurückgegriffen als auch auf eigene primärstatistisch erhobene Werte aus der Haushaltsbefragung und der Einzelhändlerbefragung.

37

Einkaufsorientierung 5.1.3.1 Kaufkraft und Einkauf sorientierung Die folgende Tabelle zeigt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Stadtbezirk Süd differenziert nach Warengruppen auf.
10: Tabelle 10 : Warengruppen und Kaufkraft im Stadtbezirk Süd Kaufkraft (Mio. €) 137,0 20,7 5,0 12,9 175,5 30,7 7,3 5,2 33,5 4,7 7,4 5,3 94,0 5,0 4,1 3,8 18,8 8,5 24,4 3,3 2,9 70,9 340,4

Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher

Bedarfsbereich* kurzfristiger Bedarfsb e reich *
Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping

Bedarfsbereich* mittelfristiger Bedarfsb e reich *
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges

Bedarfsbereich* langfristiger Bedarfsb e reich * Gesamt* Gesamt * Quelle:

eigene Berechnungen auf Basis BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

38

Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Stadtbezirk Süd beträgt rd. 340 Mio. €. Davon entfällt mehr als die Hälfte (rd. 176 Mio. €) auf den kurzfristigen Bedarfsbereich, wobei die Sortimentsgruppe Nahrungs- und Genussmittel den mit Abstand höchsten Wert (rd. 137 Mio. €) der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft aufweist. Im mittelfristigen Bedarfsbereich liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bei rd. 94 Mio. €. Den Hauptanteil nehmen hier das Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 34 Mio. €) und die Sortimentsgruppe Bekleidung (rd. 31 Mio. €) ein. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft liegt im langfristigen Bedarfsbereich bei rd. 71 Mio. €, dabei weisen die Sortimente Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (rd. 24 Mio. €) und Möbel (rd. 19 Mio. €) die höchsten Werte auf. Anhand einer telefonischen Haushaltsbefragung wurde die Einkaufsorientierung der Einwohner des Stadtbezirks Süd abgefragt. Die Ergebnisse liefern Aufschluss über die Bindung der Kaufkraft durch den lokalen Einzelhandel sowie über die Abflüsse der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in die übrigen Stadtbezirke Duisburgs oder das Umland. Dadurch wird es möglich, Aussagen hinsichtlich der Attraktivität des Stadtbezirks Süd als Einzelhandelsstandort zu treffen (vgl. folgende Abbildung).
Abbildung 24 : Einkaufsorientierung im Stadtbezirk Süd
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Med. & orthopäd. Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Medien Uhren/Schmuck

Süd Quelle:

Abfluss

0%

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90% 100%

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008

39

Bei dem Einkauf von kurzfristigen Bedarfsgütern ist eine überwiegende Orientierung auf den Stadtbezirk Süd vorhanden. Die Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genussmittel, Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken und Blumen, zoologischer Bedarf weisen eine Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Süd auf, die bei rd. 70 % liegt. Das bedeutet, dass die Einkaufsorientierung auf die übrigen Stadtbezirke Duisburgs oder in das Umland rd. 30 % beträgt. Bei der Sortimentsgruppe PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher liegt die Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Süd und die übrigen Stadtbezirke beziehungsweise das Umland mit jeweils rd. 50 % im Gleichgewicht. Im mittelfristigen Bedarfsbereich, weisen lediglich die Warengruppen Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 81 %) und Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 67 %) eine hohe Einkaufsorientierung auf, während die Orientierung für die übrigen Sortimentsgruppen bei rd. 45 % oder deutlich darunter liegt und somit eine größere Orientierung auf andere Stadtbezirke oder das Umland besteht. Hinsichtlich der Sortimente des langfristigen Bedarfs liegt bei der Sortimentsgruppe Neue Medien/ Unterhaltungselektronik eine Einkaufsorientierung von rd. 68 % auf den Stadtbezirk Süd vor. Bei den übrigen Sortimentsgruppen besteht eine Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Süd von unter 50 %, was bedeutet, dass die Orientierung auf andere Standorte überwiegt. Die niedrigste Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Süd verzeichnet die Sortimentsgruppe Möbel mit rd. 7 %. Insgesamt beträgt die Einkaufsorientierung über alle Sortimentsgruppen auf den Stadtbezirk Süd rd. 56 %. 5.1.3.2 Umsatzermittlung und Zentralität Die Ermittlung der aktuellen Umsätze16 im Einzelhandel des Stadtbezirks Süd basiert auf allgemeinen und für Duisburg und die Duisburger Stadtbezirke spezifizierten angebots- wie nachfrageseitigen Eingangsparametern: ƒ Als Ausgangsbasis der Umsatzschätzung werden die durchschnittlichen Flächenproduktivitäten der Vertriebsformen sowie spezifische Kennwerte einzelner Anbieter zugrunde gelegt: Ein Datenportfolio des Büros Stadt + Handel wird laufend entsprechend der Werte aus der aktuellen Handelsfachliteratur aktualisiert. Hochgerechnet auf den Verkaufsflächenbestand ergibt sich unter Berücksichtigung nachfrageseitiger Rahmenbedingungen (insb. des einzelhandelsrelevanten Kaufkraftniveaus im Stadtbezirk Süd) eine Datenübersicht des Umsatzes im Einzelhandel des Stadtbezirks Süd. ƒ Durch die Vor-Ort-Begehungen im Rahmen der Bestandserhebung konnte neben der Erfassung der Verkaufsflächen je Sortimentsgruppe die konkrete Situation vor Ort berücksichtigt werden. So fließt die Qualität der jeweiligen mikroräumlichen Standortrahmenbedingungen in die Umsatzberechnung ebenso ein wie, die mit Blick auf das mögliche Umsatzpotential relevante Qualität der jeweiligen siedlungsstrukturellen Lage eines Betriebes (Innenstadtzentrum [Haupt-, Neben-, Ergänzungslage], Gewerbegebiet, Streulage etc.).

16

Umsätze nachfolgend angegeben als Brutto-Jahresumsatz.

40

Für den Stadtbezirk Süd wurde ein Einzelhandelsumsatz von rd. 335 Mio. € ermittelt. Knapp die Hälfte dieses Umsatzes wird durch die kurzfristigen Bedarfsgüter (rd. 167 Mio. €) erzielt, davon entfallen rd. 140 Mio. € auf die Sortimentsgruppe Nahrungs- und Genussmittel. Der Anteil, den der mittelfristige Bedarfsbereich am Einzelhandelsumsatz des Stadtbezirks Rheinhausen aufweist, beträgt rd. 66 Mio. €, während der Anteil des langfristigen Bedarfsbereichs bei rd. 102 Mio. € liegt. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Stadtbezirk Süd liegt mit rd. 340 Mio. € etwas über dem Einzelhandelsumsatz. Das entspricht einer Zentralität von 98 %.17 Die höchsten Zentralitätswerte werden von den Sortimentsgruppen Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (193 %) sowie Möbel (173 %) erreicht, während die niedrigste Zentralität bei der Warengruppe Bekleidung (11 %) liegt (vgl. nachstehende Abbildung).

17

Die Zentralität (bzw. Zentralitätskennziffer) einer Kommune verdeutlicht das relative Verhältnis zwischen den erzielten Umsätzen und der potentiell verfügbaren Kaufkraft vor Ort. Sie wird als Quotient dieser beiden Werte ermittelt. Ein Wert unter 100 % beinhaltet, dass in der Summe aller Kaufkraftzuflüsse und -abflüsse Einzelhandelskaufkraft in andere Orte abfließt; ein Wert über 100 % beschreibt umgekehrt den per Saldo erkennbaren Gewinn aus anderen Orten.

41

11: Tabelle 11 : Warengruppen

Angebots(ZentAngebots - und Nachfragedaten für den Stadtbezirk Süd in der Übersicht (Zen tralität) ralität) VKF (m²) BruttoBrutto JahresJahres u m satz (Mio. €) 139,9 16,6 3,8 6,7 167,0 3,4 1,9 4,1 48,6 2,4 2,1 3,7 66,1 4,1 4,8 1,6 32,7 8,4 47,0 1,3 2,3 102,2 335,3 Kaufkraft (Mio. €) Zentrali Zentral i tät VKF (m²) / Einwohner

Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher

26.490 5.310 1.370 1.260 34.430 2.000 800 6.790 21.460 2.480 800 1.410 35.740 650 1.870 810 20.320 2.710 5.740 230 790 33.120 33.12 0 103.290

137,0 20,7 5,0 12,9 175,5 30,7 7,3 5,2 33,5 4,7 7,4 5,3 94,0 5,0 4,1 3,8 18,8 8,5 24,4 3,3 2,9 70,9 340,4

102 % 81 % 76 % 52 % 95 % 11 % 25 % 78 % 145 % 51 % 29 % 70 % 70 % 82 % 116 % 43 % 173 % 99 % 193 % 38 % 80 % 144 % 98 %

0,36 0,07 0,02 0,02 0,47 0,03 0,01 0,09 0,29 0,03 0,01 0,02 0,49 0,01 0,03 0,01 0,28 0,04 0,08 0,00 0,01 0,45 1,41

Bedarfsbe kurzfristiger Bedarfsb e reich*
Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping

Bedarfsbe mittelfristiger Bedarfsb e reich*
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges

Bedarfsbe langfristiger Bedarfsb e reich* Gesamt* Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2008/2009, IfH 2008, laufende Auswertung Lebensmittelzeitung, BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich durch Rundungen.

42

5.1.3.3 Standortbewertungen aus Sicht der Kunden Für eine Bewertung des Duisburger Einzelhandels wurden Bürger aus dem Stadtbezirk Süd telefonisch befragt, ob sie Angebote in Duisburg vermissen.
Abbildung 25 : Vermisste Angebote in Duisburg aus Sicht der Kunden
1%

34% ja nein k eine Angabe

65%

Quelle:

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008, n = 149; Frage: „Gibt es Artikel oder Angebote, die Sie beim Einkauf in Duisburg vermissen?“; Wohnort der Respondenten: Stadtbezirk Süd

Während rd. 65 % der befragten Haushalte aus dem Stadtbezirk Süd keine Angebote in der Stadt Duisburg vermissen, existiert dagegen ein Anteil von rd. 34 % der Befragten, die Angebote in Duisburg vermissen. Welche Angebote je nach Sortimentsgruppe in Duisburg vermisst werden, stellt die folgende Tabelle dar.
12: Tabelle 12 : Vermisste Angebote in Duisburg im D etail Vermisste Angebote Bekleidung Möbel Schuhe/ Lederwaren Nahrungs- und Genussmittel Sportartikel Quelle: Antworten (in %) 53 10 8 8 8

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008, n = 51; Frage: „Welche Artikel oder Angebote vermissen Sie?“, Mehrfachnennungen möglich, Antworten beziehen sich auf diejenigen, die etwas vermissen; Wohnort der Responenten: Stadtbezirk Süd

Das Sortiment Bekleidung wurde bei mehr als der Hälfte aller Antworten als vermisstes Sortiment genannt (rd. 53 %). Darauf folgen mit einigem Abstand die Sortimentsgruppen Möbel (rd. 10 %), Schuhe/ Lederwaren (rd. 8 %), Nahrungs- und Genussmittel (rd. 8 %) und Sportartikel (rd. 8 %).

43

Einkaufshäufigkeit Die Veränderung der Einkaufshäufigkeit gibt Hinweise auf die Kundenzufriedenheit mit bestimmten Standorten. Daher zeigt folgende Abbildung die Angaben der Bevölkerung im Stadtbezirk Süd zum Aspekt der Einkaufshäufigkeit.
Abbildung 26 : Veränderung der Einkaufshäufigkeit in den letzten drei Jahren im Vergleich zu ausgewählten Konkurrenzstandorten
3% Stadtzentrum Duisburg 21% 27% 48% 1%

Düsseldorf-Innenstadt

15%

17%

26%

40%

1%

Essen-Innenstadt

9%

10%

27%

53%

1%

Oberhausen-Centro

18%

23%

30%

29%

1%

Rhein-Ruhr-Zentrum

13%

13%

36%

37%

1%

0%

10%

20%

30%

40%

50% Seltener

60%

70%

80%

90%

100%

Häufiger

Gleich häufig

Bisher nie

keine Angabe

Quelle:

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. Stadt + Handel 08/ 2008, n = 149; Frage: „Kaufen Sie im Vergleich zu den letzten drei Jahren häufiger, gleich häufig oder seltener an den folgenden Standorten ein?“

Im Stadtbezirk Süd wurde im Rahmen der telefonischen Haushaltsbefragung die Einkaufshäufigkeit für keinen Standortbereich des Stadtbezirks Süd abgefragt. Dies begründet sich damit, dass die Betrachtung der einzelhandelsrelevanten Bestandsstruktur des Stadtbezirkes Süd zeigt, dass derzeit kein Standortbereich derart funktional ausgeprägt ist, dass er eine Bedeutung für den gesamten Stadtbezirk Süd aufweist.18 Die abgefragten Zentren haben allesamt an Kunden aus dem Stadtbezirk Süd verloren, wobei das Stadtzentrum Duisburg, welches von rd. 48 % der Befragten seltener zum Einkaufen genutzt wurde, den höchsten Rückgang aufzuweisen hat.

18

Ebenso weist das Einzelhandelskonzept der Stadt Duisburg aus dem Jahr 2001 keine Bereiche mit mittelzentraler Versorgungsfunktion, sondern lediglich Nahversorgungszentren im Stadtbezirk Süd auf. Vgl. GfK Prisma 2001, S. 67 ff.

44

5.1.4 Nahversorgungsanalyse im Stadtbezirk Süd
Aufgrund der hohen Bedeutung der Nahversorgungsangebote für das tägliche Versorgungsverhalten der Bürger wird die Nahversorgungsstruktur in Duisburg auf Ebene der Stadtbezirke vertieft analysiert. Im Blickpunkt der Betrachtung des Stadtbezirks Süd steht hierbei, wie der Stadtbezirk hinsichtlich der Ausstattung im Sortimentsbereich Nahrungsund Genussmittel aufgestellt ist und welche Siedlungsbereiche aktuell bereits nicht ausreichend mit Nahversorgungsangeboten versorgt werden. Die Nahversorgungsangebote unterliegen bundesweit einem rasanten Strukturwandel, der verbunden ist mit Standortaufgaben bzw. -verlagerungen, Betriebserweiterungen und Veränderungen der Betriebstypen. Als Folge des Strukturwandels wächst zwar in der Regel die Verkaufsflächensumme insbesondere bei Nahrungs- und Genussmitteln, durch die Konzentrationsprozesse auf weniger Standorte reduziert sich allerdings gleichzeitig die flächendeckende Angebotsdichte. Neue strukturell unterversorgte Wohngebiete sind nicht selten eine stadtentwicklungspolitisch ungewünschte Auswirkung – und dies nicht nur in ländlich strukturierten Räumen, sondern auch in Ballungsräumen und Großstädten. Im instrumentellen, umsetzungsbezogenen Teil dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes werden die konzeptionellen Empfehlungen zur Sicherung und Fortentwicklung der Nahversorgungsstruktur für den Stadtbezirk Süd zusammengefasst (vgl. Kapitel 5.2.2).

45

Ausstattungskennziffern Ausstattungskennziffern In der folgenden Tabelle werden die Ausstattungskennziffern im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel für den Stadtbezirk Süd dargestellt, welche Auskunft über die aktuelle Nahversorgungssituation geben.
13: Tabelle 13 : NahrungsAusstattungskennziffern Nahrungs - und Genussmittel (NuG) im Stadtbezirk Süd rd. 73.500 EW 24.490 m² VKF 0,36 m² VKF/EW (im Bundesschnitt etwa 0,33 – 0,35 m²) rd. 139,9 Mio. € 102 %

Einwohner im Stadtteil Verkaufsflächenausstattung VKFVKF - Ausstattung je Einwohner Jahresumsatz Zentralitätskennziffer Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Stadt Duisburg, Bevölkerungsstatistik 31.12.2007; Nahrungs- und Genussmittel inkl. Lebensmittelhandwerk und Getränke; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2005 bis 2008, IfH 2005, Lebensmittelzeitung 2007, BBE 2008; Werte gerundet

Im Vergleich mit dem Bundesdurchschnitt ist die quantitative Verkaufsflächenausstattung von 0,36 m² je Einwohner als leicht überdurchschnittlich zu bezeichnen (vgl. oben stehende Tabelle). Auch bezogen auf die Zentralitätskennziffer weist der Stadtbezirk Süd einen hohen Wert (102 %) auf. Der Betriebstypenmix im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel stellt sich wie folgt dar.
14: Tabelle 14 : Betriebstypenmix NahrungsBetri ebstypenmix im Sortimentsbereich Nahrungs - und Genussmittel (NuG) auf Ebene des Stadtbezirks Süd

Betriebstypenmix

ƒ 13x Lebensmitteldiscounter ƒ 7x Supermarkt ƒ 3x gr. Supermarkt, Verbrauchermarkt, SBWarenhaus ƒ ergänzt um weitere Lebensmittelfachgeschäfte
2 Wochenmärkte (insg. rd. 80 Stände; rd. 30 % mit nahversorgungsrelevantem Sortiment)

Ergänzende Ergän zende Angebote Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Im Stadtbezirk Süd sind insgesamt 23 Betriebe mit dem Hauptsortiment Nahrungs- und Genussmittel angesiedelt. Ergänzt wird dieses Angebot durch zwei Wochenmärkte mit rd. 80 Verkaufsständen, von denen rd. 30 % nahversorgungsrelevante Sortimente anbieten. Die Betrachtung der Umsatz-Kaufkraft-Relation für den Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel auf Ebene der Stadtteile gibt weiterhin Auskunft darüber, welcher Anteil der

46

Kaufkraft innerhalb des jeweiligen Stadtteils von den vorhandenen Nahversorgungsangeboten abgeschöpft werden kann. Aus fachgutachterlicher Sicht besteht ggf. ein Handlungsbedarf zur Stärkung der Nahversorgung, wenn der Wert der Umsatz-KaufkraftRelation bei weniger als 60 % liegt und somit ein Großteil der vorhandenen Kaufkraft in andere Gebiete abfließt.
15: Tabelle 15 : Umsatz- KaufkraftUmsatz - Kaufkraft - Relation im Sortimentsbereich Nahrungs - und Genussmittel S ortimentsbereich Nahrungsauf Ebene der Stadtteile im Stadtbezirk Süd
Stadtteil Buchholz Umsatz (in Mio. €) Kaufkraft (in Mio. €) Relation Stadtteil GroßenGro ß enbaum 47,3 Stadtteil Rahm Stadtteil ttenH üttenheim 20,3 Stadtteil ndelMü ndel heim 8,1 Stadtteil Huckingen Stadtteil UngelsUngelsheim 2,8 Stadtteil WanheimWanheimAngerAngerhausen 15,7 Stadtteil Wedau Stadtteil BissingBissingheim 2,9

20,5

2,6

16,3

3,4

26,8

18,9

11,2

6,8

11,7

17,6

5,9

22,3

9,8

6,1

76 %

250 %

23 %

299 %

69 %

93 %

48 %

70 %

35 %

47 %

Quelle: eigene Berechnung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 0507/ 2008 + BBE 2008

Die Tabelle macht deutlich, dass vor allem in den Stadtteilen Rahm, Ungelsheim, Wedau und Bissingheim eine geringe Umsatz-Kaufkraft-Relation festzustellen ist. Räumliche Analyse der Nahversorgung In die räumliche Analyse der Nahversorgungsangebote werden alle Lebensmittelmärkte mit mehr als 400 m² Verkaufsfläche eingestellt, da anzunehmen ist, dass ab dieser Angebotsgröße ein ausreichendes Vollsortiment insbesondere in der Sortimentsgruppe Nahrungsund Genussmittel handelsseitig bereitgestellt werden kann. Um die Versorgungsqualität und die räumliche Erreichbarkeit der Angebote zu verdeutlichen, sind die Nahbereiche der relevanten Lebensmittelmärkte mit einem Radius von 500 bzw. 700 m Luftlinie um die Angebotsstandorte herum gekennzeichnet. Sofern Siedlungsbereiche in einem solchen Nahbereich liegen, kann dort von einer ausreichenden Nahversorgung ausgegangen werden.19 In Gebieten außerhalb dieser Nahbereiche ist die Nahversorgungssituation hinsichtlich der räumlichen Erreichbarkeit bereits als nicht mehr optimal zu werten.

19

Eine Luftlinienentfernung von 500 m wird allgemein als Kriterium der Versorgungsqualität angenommen, da diese Entfernung einer Wegelänge von bis zu rund 700 m bzw. einem Zeitaufwand von rund 10 Gehminuten entspricht, vgl. hierzu Einzelhandelserlass NRW 1996: Nr. 2.3.1. Eine Luftlinienentfernung von 700 m entspricht üblicherweise einer Wegelänge von bis zu 1.000 m und stellt somit eine maximal zumutbare fußläufige Entfernung zu Nahversorgungsangeboten dar.

47

Die nachstehende Abbildung verdeutlicht die räumliche Nahversorgungssituation im Stadtbezirk Süd.
Abbildung 27 : Räumliche Nahversorgungsstruktur im Stadtbezirk Süd
Legende
Gr. Supermarkt/ Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus (ab 1.500 m² VKF) Supermarkt (ab 400 m² VKF)

Lidl

Plus Rewe Plus
ka us e Pl Ed

Lebensmitteldiscounter (ab 400 m² VKF) Lebensmittelmarkt (unter 400 m² VKF in unterversorgten Bereichen) Einzugsbereich (r=500 m) Einzugsbereich (r=700 m) Stadt(bezirks)grenze Stadtteilgrenze Umsatz-KK-Relation NUG < 60 %

Gemü Gem ü se Markt Plus Edeka

d Al

üd iS

Edeka Lidl

Nah+Frisch Rewe Sü Aldi S ü d Plus Edeka
Re al

Sü Aldi S ü d Lidl Plus Plus

60 – 79 % 80 – 99 % > 100 %

Plus

Nah+Gut

Edeka

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartographische Bearbeitung; Kartengrundlage: ©Geobasis: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/

Jeder Stadtteil, mit Ausnahme der Stadtteile Bissingheim und Rahm, verfügt über einen Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 m². Die flächendeckende wohnortnahe Versorgung ist fast im gesamten Siedlungsbereich des Stadtbezirks Süd gegeben. Lediglich im Siedlungsbereich Serm und Nordosten des Stadtteils Buchholz befinden sich Gebiete, die nicht innerhalb des 500 bzw. 700 m Radius eines Lebensmittelanbieters liegen.

48

Zentren5.1.5 Analyse der Zentren - und Standortstrukturen im Stadtbezirk Süd
In der nachfolgenden städtebaulich-funktionalen Analyse werden die relevanten Einzelhandelsstandortbereiche hinsichtlich städtebaulich-funktionaler Kriterien analysiert und in die Gesamtbewertung des Einzelhandels im Stadtbezirk Süd einbezogen. Die nachfolgende Abbildung gibt eine räumliche Übersicht über die im Stadtbezirk Süd zu betrachtenden Einzelhandelsstandortbereiche.
Abbildung 28 : Räumliche Räumli che Bestandsstruktur im Stadtbezirk Süd Standortbereich Forststraße/ Kaiserwerther Straße Standortbereich Bissingheim

Standortbe Standortb e reich Wedau Standortbereich WanheimWanheim - Angerhausen

Standortbereich Buchholz Standortbereich Keniastraße Keniastraße

Standortbereich Hüttenheim Standortbereich Ungelsheim Standortbereich Im Bonnefeld

Standortbereich Huckingen

Standortbereich Großenbaum

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand

Stadtbezirksgrenze Stadtgrenze aus bestehender Zentrenkonzeption bedeutende einzelhandelsrelevante aufgegriffene Standortbereiche Standortbereiche

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07 /2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

49

Standortbereich Sta ndortbereich Buchholz
Stadtbezirk Süd
1 Datenübersicht
36 12 % Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: 4.460 m² 4%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Standortb reichs dortbe Abgrenzung des Stan dortb e reichs Buchholz

29: Abbildung 29 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Buchholz liegt im Süden Duisburgs innerhalb des Stadtbezirks Süd. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Sport- und Bildungseinrichtungen. 4

Wesentliche Erschließungsträger

Der Bereich wird im Wesentlichen durch die Münchener Straße, die Düsseldorfer Landstraße und die Sittardsberger Allee erschlossen. Die wichtigen Stellplatzanlagen innerhalb des Standortbereichs sind die öffentlichen Sammelstellplätze auf dem Norbert-Spitzer-Platz und an der Haltestelle Münchener Straße. Diese Haltestelle dient als zentraler Zugang zum ÖPNV und wird von zwei Buslinien sowie einer U-Bahnlinie angefahren.

50

5

Angebotsstruktur und zentrenergänzende Funktionen
Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel Drogerie (GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör) Drogerie

Fristigkeitsstufen nach VKF
14%

Magnetbetriebe:

ƒ Edeka Aktiv-Markt ƒ Plus ƒ dm ƒ Efkemann Geschenke ƒ Schlecker

35%

23%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel:

ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt:

28%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

ƒ Münchener Straße ƒ dienstags und freitags ƒ rd. 50 Stände
Zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen:

ƒ 38 zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen, davon 20 einzelhandelsnahe Dienstleistungen
Wichtige Wicht ige öffentliche Einrichtungen:

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

ƒ Katholische Kirche, Kindergarten, Schule
Leerstand:

ƒ Leerstände: 1; Leerstandsquote: 2 %; VKF: 32 m² ƒ Durchschnittliche VKF: 32 m² ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: 100 % ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: -

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich durch eine dichte, teils geschlossene, teils allein stehende Bebauung mit drei bis vier Geschossen geprägt. Eine Ausnahme bildet das am Norbert-Spitzer-Platz befindliche achtgeschossige Wohngebäude. Eine Besonderheit ist die U-Bahnhaltestelle, welche als Brücke über die Münchener Straße gebaut ist. Der Besatz an Einzelhandel und Dienstleistungsangeboten befindet sich fast ausschließlich an der Münchener Straße. Der mittlere Abschnitt der Straße weist einen besonders hohen Besatz an Betrieben auf und stellt somit die Hauptlage des Einzelhandels dar. Im Süden erstreckt sich entlang der Düsseldorfer Landstraße ein großer Bereich mit vereinzelter Einzelhandelsnutzung.

7

StädtebaulichFazit: Städtebaulich - funktionale Bewertung
ƒ Wochenmarkt ƒ Gute ÖPNV-Anbindung ƒ Gute PKW-Anbindung ƒ Qualität des öffentlichen Raums verbesserungswürdig

Stärken:

Schwächen:

51

Standortbereich Großenbaum
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Datenübersicht
20 6% Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: 1.920 m² 2%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Abgrenzung des Standortbereichs Großenbaum Standortbereichs tandortbe reich

Abbildung 30: 30:

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Großenbaum befindet sich im Südosten Duisburgs unweit der Stadtgrenzen zu Düsseldorf und Mülheim a. d. Ruhr. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen. Im Westen wird das Gebiet durch die Bahnstrecke Duisburg-Düsseldorf begrenzt, direkt dahinter liegt ein Gewerbegebiet. 4

Wesentliche Erschließungsträger

Der Bereich wird im Wesentlichen durch die Großenbaumer Allee, die Albert-Hahn-Straße und die Saarner Straße erschlossen. Die wichtigen Stellplatzanlagen sind der Bahnhofsparkplatz sowie die Kundenparkplätze von Plus und der Sparkasse. Alle genannten Stellplätze befinden sich an der Großenbaumer Allee. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Großenbaum-Bahnhof. Diese wird von vier Buslinien sowie der S-Bahn angefahren.

52

5

Angebotsstruktur und zentrenergänzende Funktionen
Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Drogerie Nahrungs- und Genussmittel Apotheken Blumen
Fristigkeitsstufen nach VKF
11%

Magnetbetriebe:

ƒ Plus ƒ Rossmann ƒ Jaques Weindepot ƒ Apotheke Feldmann ƒ Flower Power

18%

39%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel:

ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt:

32%

Nahrungs- und Genussm ittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden
Zentrenergänzende Zentre nergänzende Funktionen/ Nutzungen:

ƒ 27 zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen, davon 15 einzelhandelsnahe Dienstleistungen
Wichtige öffentliche Einrichtungen:

ƒ Katholische Kirche, Bücherei, Schule
Leerstand:

Quelle:

ƒ Leerstände: 2, Leerstandsquote: 5 %; VKF: 82 m² ƒ Durchschnittliche VKF: 82 m² ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: 100 % ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: -

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich durch eine dichte, teils geschlossene, teils offene Bebauung mit zwei bis drei Stockwerken geprägt. Sowohl die Einzelhandelsbetriebe als auch die Dienstleistungsangebote konzentrieren sich auf die Großenbaumer Allee.

7

StädtebaulichFazit: Städtebaulich - funktionale Bewertung
ƒ Gute ÖPNV-Anbindung ƒ Trennwirkung nach Westen durch Bahnstrecke

Stärken: Schwächen:

53

Standortbereich Huckingen
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Datenübersicht
25 8% Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: 2.460 m² 2%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Standortbereichs Abgrenzung des Standortbereichs Huckingen

31: Abbildung 31 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Huckingen liegt im Süden Duisburgs und gehört zum Stadtbezirk Süd. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen, Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie ein Friedhof. Etwa 400 Meter westlich liegt der Standortbereich Hüttenheim. 4

Wesentliche Erschließungsträger

Der Standortbereich wird im Wesentlichen über die Mündelheimer Straße sowie die Düsseldorfer Landstraße erschlossen. An beiden Straßen befinden sich Stellplatzanlagen, die für Kunden aller ansässigen Geschäfte nutzbar sind. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Peschenstraße, welche von drei Buslinien angefahren wird sowie die Haltestellen Huckinger Markt und St. Anna-Krankenhaus. Letztere Haltestelle wird auch von der U-Bahn angefahren.

54

5

Angebotsstruktur und zentrenergänzende Funktionen
Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Drogerie Neue Medien, Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz
Fristigkeitsstufen Fris tigkeitsstufen nach VKF

Magnetbetriebe:

ƒ Nah und Frisch ƒ Rossmann ƒ Euronics Haas ƒ Adelstein ƒ Rötz

30%

34%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel:

6%

ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt:

30%
Nahrungs- und Genussm ittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden
Zentrenergänzende Zentrenergänz ende Funktionen/ Nutzungen:

ƒ 34 zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen, davon 22 einzelhandelsnahe Dienstleistungen
Wichtige öffentliche Einrichtungen:

Quelle:

ƒ Kirche, Schule
Leerstand:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

ƒ Leerstände: 1, Leerstandsquote: 2 %; VKF: 35 m² ƒ Durchschnittliche VKF: 35 m² ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: 100 % ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: -

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich sowohl durch geschlossene als auch durch allein stehende Wohn- und Geschäftshäuser geprägt. Am westlichen Ende der Mündelheimer Straße befinden sich zwei, um einen Parkplatz gruppierte, größere Geschäftsgebäude sowie ein größeres, leerstehendes Geschäftsgebäude. Der Besatz mit Einzelhandel und Dienstleistungen beschränkt sich sowohl an der Mündelheimer Straße als auch an der Düsseldorfer Landstraße größtenteils auf eine Straßenseite. Aufgrund des geringen Besatzes an Betrieben im Kreuzungsbereich von Mündelheimer Straße und Düsseldorfer Landstraße ist der Standortbereich in zwei nicht zusammenhängende Pole getrennt.

7

StädtebaulichFazit: Städtebaulich - funktionale Bewertung
ƒ gutes Stellplatzangebot ƒ größtenteils nur einseitiger Besatz ƒ große räumliche Ausdehnung ƒ Teilung des Standortbereichs in zwei Pole

Stärken: Schwächen:

55

Standortbereich Hüttenheim
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Datenübersicht
7 2% Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: 3.510 m² 3%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Abgrenzung des Standortbereichs Hüttenheim

32: Abbildung 32 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Hüttenheim ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Süden Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Freizeiteinrichtungen; im Westen befindet sich ein großer Industriekomplex. 4

Wesentliche Erschließungsträger

Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Mündelheimer Straße erschlossen. Die vorhandenen großflächigen Einzelhandelsbetriebe verfügen über eigene, ausreichend dimensionierte Stellplatzanlagen. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Rembrandstraße, welche von zwei Buslinien angefahren wird.

56

5

Angebotsstruktur und zentrenergänzende Funktionen
Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel VKF Fristigkeitsstufen nach V KF
3% 1% 8%

Magnetbetriebe:

ƒ Rewe ƒ Trinkgut ƒ Aldi

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel:

ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt:
Nahrungs- und Genussm ittel

88%

ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden
Zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen:

ƒ 4 Zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen; davon 1 einzelhandelsnahe Dienstleistung
Wichtige öffentliche Einrichtungen:

sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

ƒLeerstand:

Quelle:

ƒ Leerstände: 1, Leerstandsquote: 13 %; VKF: -* ƒ Durchschnittliche VKF: ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: *Leer stehende Verkaufsfläche konnte nicht ermittelt werden.

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich im Nordosten durch eine zwei- bis dreigeschossige Wohnbebauung sowie durch großflächige Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe und die zugehörigen Stellplatzanlagen geprägt. Die Mündelheimer Straße ist eine stark befahrene Ausfallstraße und übt eine Trennwirkung aus, die Gehwege entlang der Mündelheimer Straße sind überdurchschnittlich breit. Innerhalb des Standortbereichs gibt es keine Bereiche mit Sitzgelegenheiten. Die Gestaltung des öffentlichen Raumes stellt sich als zurückhaltend dar.

7

Städtebaulich- funktionale Fazit: Städtebaulich - fu nktionale Bewertung
ƒ Gute ÖPNV-Anbindung ƒ Umfassendes nahversorgungsrelevantes Angebot ƒ Geringe Aufenthaltsqualität

Stärken:

Schwächen:

57

Standortbereich Standortbereich Keniastraße
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Keniastraße 33: Abbildung 33 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

3

Der Standortbereich Keniastraße ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Südosten Duisburgs. Die Umgebung ist geprägt von Wohnnutzungen und gewerblichen Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch den Altenbrucher Damm sowie die Keniastraße erschlossen. Eine Zufahrt zur Autobahn A59 befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die Betriebe innerhalb des Standortbereichs verfügen über eigene, ausreichend dimensionierte Stellplatzanlagen. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Keniastraße, welche von zwei Buslinien angefahren wird. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF

Angebotsstruktur

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Bauhaus ƒ Mediamarkt

3 Verkaufsfläche: 1% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand:

18.880 m² 18 %
34%

0%

0%

Hauptwarengruppe Baumarktsortiment i.e.S. Neue Medien/ Unterhaltungselektronik
66%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände nicht vorhanden

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

58

Kaisers Stra Standortbereich Forststraße/ Kaiserswerther Straße
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Forststraße 34: Abbildung 34 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Forststraße/ Kaiserswerther Straße ist in den Stadtbezirken Süd und Mitte verortet und liegt rd. vier km südlich des Innenstadtzentrums Duisburgs. Die Umgebung ist geprägt von Wohnnutzungen und gewerblichen Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Forststraße sowie die Obere Kaiserswerther Straße erschlossen. Die Betriebe innerhalb des Standortbereichs verfügen zumeist über eigene, ausreichend dimensionierte Stellplatzanlagen. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestellen Rheintörchenstraße und Neuenhofstraße, welche beide von der Straßenbahnlinie 903 angefahren werden. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF 3 Angebotsstruktur
Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: * Magnetbetriebe: ƒ Rüsen ƒ Toom ƒ Möbel Dvorak ƒ Rewe ƒ Trinkgut 17 Verkaufsfläche: 6% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: * Hauptwarengruppe Möbel Baumarktsortiment i.e.S. Möbel Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel 34.210 m² 33 %
3% 1%

25%

71%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: Leerstände nicht vorhanden

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle: * Aufgrund der Zugehörigkeit des überwiegenden Anteils der Betriebe zum Stadtbezirk Süd beziehen sich die Werte auf die Betriebsanzahl bzw. Verkaufsfläche des Stadtbezirks Süd.

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

59

Standortbereich Bissingheim
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Verortung
Bissingheim Verortung des Standortbereichs Bissi ngheim 35: Abbildung 35 :

Quelle: eigene Aufnahme Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Erschließung Lage, Anbindung und Erschließun g

3

Der Standortbereich Bissingheim ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Südosten Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Verkehrsflächen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Hermann-Grothe-Straße erschlossen. Die wichtigste Stellplatzanlage stellt der Dorfplatz dar. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Bissingheim Dorfplatz, welche von zwei Buslinien angefahren wird. Der Bahnhof Bissingheim befindet sich rd. 200 m westlich des Standortbereichs und bietet einen Zugang zum Regionalverkehr der Bahn. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF

Angebotsstruktur

14%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Edeka

6 Verkaufsfläche: 2% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel

410 m² <1 %
21%

0%

NahrungsGenussmittel: Betriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel : ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände: 1, VKF:-* *Leer stehende Verkaufsfläche konnte nicht ermittelt werden.
Nahrungs- und Genussmittel

65%

*Flächengröße konnte nicht ermitmittelfristiger Bedarfsbereich telt werden
langfristiger Bedarfsbereich

sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

60

Ungelsheim Standortbereich Ungelsheim
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Ungelsheim Standortber eichs 36: Abbildung 36 :

Quelle: eigene Aufnahme Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

3

Der Standortbereich Ungelsheim ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Süden Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Grünflächen und landwirtschaftliche Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Goslarer Straße und die Straße Am Grünen Hang erschlossen. Innerhalb des Standortbereichs befinden sich mehrere straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Goslarer Straße, welche von einer Buslinie angefahren wird. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF

Angebotsstruktur

10%

0%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Nah und gut ƒ Schlecker

8 Verkaufsfläche: 3% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Drogerie

880 m² 1%

30% 60%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: Lee rstand: ƒ Leerstände: 2, VKF: 160 m²

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

61

Standortbereich Wedau
Stadtbezirk Süd Stadtbezirk
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Wedau 37: Abbildung 37 :

Quelle: eigene Aufnahmen Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

3

Der Standortbereich Wedau ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Südosten Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Wedauer Straße sowie die Straße Zu den Eichen erschlossen. Im Bereich um den Wedauer Markt befinden sich mehrere straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Elbinger Straße, welche von einer Buslinie angefahren wird und sich rd. 200 m nördlich des Standortbereichs befindet. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF

Angebotsstruktur

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtBestand: bezirklichen Bestand : Magnetbetriebe: ƒ Plus

6 Verkaufsfläche: 2% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel

660 m² 1%

0% 19%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände: 3, VKF: 170 m²

16% 65%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

62

WanheimStandortbereich Wanheim- Angerhausen
Stadtbezirk Stadtb ezirk Süd
1 Verortung
Angerhausen Verortung des Standortbereichs Wanheim - Angerh ausen 38: Abbildung 38 :

Quelle: eigene Aufnahme Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Erschließung Lage, Anbindung und Erschließun g

3

Der Standortbereich Wanheim-Angerhausen ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Süden Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen und gewerbliche Nutzungen sowie Freizeit- und Bildungseinrichtungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Ehinger Straße und die Heiligenbaumstraße erschlossen. Die wichtigste Stellplatzanlage stellt der Kundenparkplatz des Gemüse Marktes dar, entlang der Heiligenbaumstraße befinden sich straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Heiligenbaumstraße, welche von der Straßenbahnlinie 903 und einer Buslinie angefahren wird. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF

Angebotsstruktur

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Gemüse Markt

9 Verkaufsfläche: 3% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel

1.060 m² 1%

0% 20%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände: 2, VKF: 30 m²

8%

72%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

63

Standortbereich Im Bonnefeld
Stadtbezirk Süd Stadtbezirk
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Im Bonnefeld 39: Abbildung 39 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Im Bonnefeld ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt im Süden Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen und landwirtschaftliche Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Straße Im Bonnefeld sowie die Uerdinger Straße und die Krefelder Straße (Bundesstraße B288) erschlossen. Die vorhandenen Einzelhandelsbetriebe verfügen über einen ausreichend dimensionierten Sammelstellplatz. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Im Bonnefeld, welche von einer Buslinie angefahren wird.

3

Angebotsstruktur
4 Verkaufsfläche: Anteil am gesamtgesamt1% bezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel 1.530 m² 2%

Fristigkeitsstufen nach VKF VKF
13% 0% 6%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtgesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Plus

Betriebstypenmix Nahrungs- und Genussmittel: Nahrungs ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: Leerstan d: ƒ Leerstände nicht vorhanden

81%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

64

Darüber hinaus wird die Einzelhandelsstruktur im Stadtbezirk Süd durch große großflächige Einzelhandelsbetriebe in solitären Lagen geprägt. Im Stadtbezirk Süd ist insbesondere im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel der Einzelhandelsbetrieb Real an der Buscherstraße zu erwähnen.

5.1.6

MarktZusammenfassung der Markt- und Standortanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Süd

Abschließend lassen sich für den Stadtbezirk Süd folgende Ergebnisse zusammenfassend darstellen: ƒ Im Stadtbezirk Süd sind 311 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von rd. 101.800 m² verortet. ƒ Das Kaufkraftvolumen im Stadtbezirk beträgt rd. 340 Mio. €. ƒ Die Einkaufsorientierung der Bewohner des Stadtbezirks Süd auf den Stadtbezirk beträgt rd. 56 %. ƒ Der Einzelhandelsumsatz beträgt rd. 335 Mio. €. Die Einzelhandelszentralität für den Stadtbezirk liegt bei rd. 98 %. ƒ Flächenbezogen liegt die Ausstattungskennziffer im Sortimentsbereich Nahrungsund Genussmittel mit 0,36 m²/ EW leicht über dem Bundesdurchschnitt. ƒ Der Betriebstypenmix im Stadtbezirk Süd stellt sich als ausgewogen dar. ƒ Der Stadtbezirk Süd weist in den Stadtteilen Rahm, Ungelsheim, Wedau und Bissingheim quantitative Ausstattungsdefizite auf. ƒ Räumlich unterversorgte Siedlungsbereiche sind in den Stadtteilen Mündelheim und Buchholz identifiziert worden. ƒ Die einzelhandelsrelevanten Standortbereiche Buchholz, Großenbaum, Hüttenheim und Huckingen entsprechen den Festlegungskriterien für zentrale Versorgungsbereiche (vgl. Kapitel 4.1).

65

5.1.7

MarktMarkt- und Standortanalyse im Vergleich zu den übrigen Duis Dui sburger Stadtbezirken

Die einzelhandelsrelevanten Kennzahlen des Stadtbezirks Süd werden im Folgenden mit denen der restlichen sechs Stadtbezirke verglichen. Ausführlich auf die Einzelhandelssituation der übrigen Stadtbezirke wird in den zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Duisburg erarbeiteten Kurzfassungen für die jeweiligen Stadtbezirke eingegangen. Die nachfolgende Tabelle stellt den Einzelhandelsbestand des Stadtbezirks Süd in Relation zu den übrigen Stadtbezirken.
16: Tabelle 16 : Einzelhandelsbestand Einzelhandelsbestand der Duisburger Stadtbezirke
Rheinhausen Rhein MeiderichMeiderichBeec k Beec Ho m bergHom bergRuhrortRuhrortBaerl Ham born Ham Walsum Wal

Mitte

EinzelAnzahl Einze lhandelsbetriebe gesamtAnteil g e samtstädtisch Verkaufsfläche (in m²) gesamtAnteil g e samtstädtisch Ø VKF (in m²)

204

506

356

235

1.027

383

311

rd. 7 % 49.520 (41.100)* rd. 7 % rd. 240

rd. 17 % 107.760 ( 92.500)* rd. 15 % rd. 210

rd. 12 % 101.960 (72.700)* rd. 14 % rd. 290

rd. 8 % 36.750 (33.300)* rd. 5 % rd. 160

rd. 34 % 228.290 (205.700)* rd. 32 % rd. 220

rd. 12 % 96.520 (68.900)* rd. 13 % rd. 250

rd. 10 % 101.810 (82.200)* rd. 14 % rd. 330

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008; Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; *Werte in Klammern GfK Prisma 2001, **Die Aufgabe des Warenhauses Hertie ist in der Angebotsanalyse noch nicht berücksichtigt, da zum Erhebungszeitpunkt die Geschäftsaufgabe noch nicht abzusehen war. Für die konzeptionellen Empfehlungen wird die durch die Geschäftsaufgabe geänderte Sachlage berücksichtigt.

Der Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Süd ist im Vergleich zu den übrigen Duisburger Stadtbezirken mit Ausnahme der Stadtbezirke Walsum und Homberg-Ruhrort-Baerl am schwächsten ausgeprägt.

66

Süd

5.2

Instrumentelles Umsetzungs- und Steuerungskonzept für den UmsetzungsStadtbezirk Süd
zentrale entralen Die zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Süd Stadtbezirk

5.2.1

Für die Bauleitplanung ist eine genaue räumliche Festlegung der zentralen Versorgungsbereiche notwendig. Diese werden auf den folgenden Seiten dargestellt und anschließend beschrieben. 5.2.1.1 Standortmerkmale des Nebenzentrums Buchholz Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Buchholz und Wanheim-Angerhausen. Die genannten Bereiche umfassen insg. rd. 26.300 Einwohner. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 40 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Buchholz

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der Münchener Straße zwischen dem östlichen Ende des Norbert-Spitzer-Platzes und der Düsseldorfer Landstraße sowie die östliche Straßenseite der Düsseldorfer Landstraße zwischen Münchener Straße und Gasteiner Straße. Auf den genannten Abschnitten befindet sich der Großteil der Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe des Ne-

67

benzentrums Buchholz. Die Grenze der Parzellen bildet die Grenze des zentralen Versorgungsbereichs. ƒ ƒ Im Norden der Münchener Straße wird der zentrale Versorgungsbereich durch einen Schulkomplex erweitert. Der Abschnitt der Angertaler Straße zwischen der Düsseldorfer Landstraße und der Dahlienstraße ist als funktionaler Ergänzungsbereich ausgewiesen und kann als perspektivischer Entwicklungsbereich zur Weiterentwicklung des Hauptgeschäftsbereichs dienen. Die südliche Begrenzung des zentralen Versorgungsbereichs bildet das Ende des Einzelhandelsbestandes an der Düsseldorfer Landstraße, welches sich zwischen der Kreuzung mit der Sittardsberger Allee und der Gasteiner Straße befindet.

ƒ

68

Standortmerkmale 5.2.1.2 Standortmerkmale des Nahversorgungszentrums Wedau/ Bissingheim Das Nahversorgungszentrum Wedau/ Bissingheim ist im Stadtbezirk Süd verortet und befindet sich unweit der Stadtgrenze zu Mülheim a. d. Ruhr. Der zentrale Versorgungsbereich leitet sich nicht aus dem Bestand ab, sondern liegt innerhalb eines zukünftigen Baugebiets auf einem brachliegenden Bahngelände zwischen den beiden Stadtteilen Wedau und Bissingheim. Die genaue Abgrenzung kann erst mit einer genauen bauleitplanerischen Festlegung des Vorhabens einhergehen. Somit stellt die in der nachfolgenden Abbildung aufgezeigte räumliche Festlegung nur einen Suchbereich dar, innerhalb dessen der perspektivische zentrale Versorgungsbereich festgelegt werden soll. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Bissingheim und Wedau mit insgesamt rd. 10.400 Einwohnern. Die räumliche Festlegung kann, aufgrund der perspektivischen Festlegung des Nahversorgungszentrums Wedau/ Bissingheim im Rahmen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes derzeit abschließend noch nicht erfolgen. Die nachstehende Abbildung beinhaltet demnach einen so genannten Suchbereich innerhalb dessen der zentrale Versorgungsbereich festgelegt werden soll.
Abbildung 41 : Versorgungsbereichs NahversorgungsRäumliche Festlegung des zentralen Vers orgungsbereichs Nahversorgung szentrum Wedau/ Bissingheim

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Suchbereich für einen zentralen Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

69

5.2.1.3 Standortmerkmale des Nahversorgungszentrums Großenbaum Das Nahversorgungszentrum Großenbaum ist im Stadtbezirk Süd verortet und befindet sich unweit der Stadtgrenzen zu Düsseldorf und Mülheim a. d. Ruhr. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Großenbaum und Rahm mit insg. rd. 16.000 Einwohnern. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 42 : Versorgungsbereichs NahversorgungsRäumliche Festlegung des zentralen Versorgungsber eichs Nahversorgung szentrum Großenbaum

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

70

Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der Großenbaumer Allee zwischen der Kreuzung mit den Straßen Zu den Wiesen und Am Lipkamp. Auf dem genannten Abschnitt befindet sich der Großteil der Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe des Nahversorgungszentrums Röttgersbach. Die westliche Grenze des zentralen Versorgungsbereichs verläuft entlang der Bahntrasse, die eine starke städtebauliche Barriere darstellt. Im Süden wird der zentrale Versorgungsbereich durch die Straßen Am Lipkamp und die Lauenburger Allee begrenzt. Im Norden umfasst der zentrale Versorgungsbereich mehrere wichtige zentrenergänzende Funktionen, wie eine Kirche und eine Schule. Die Abgrenzung verläuft entlang der hinteren Grundstücksgrenze dieser Einrichtungen bzw. entlang der Straße Zu den Wiesen.

ƒ ƒ ƒ

71

5.2.1.4 Standortmerkmale des Nahversorgungszentrums Huckingen Das Nahversorgungszentrum Huckingen ist im Stadtbezirk Süd verortet und befindet sich im Süden Duisburgs. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Huckingen und Ungelsheim. Die genannten Gebiete umfassen insg. rd. 12.600 Einwohner. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 43 : NahversorgungsRäumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nahversorgung szentrum Huckingen

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der östlichen Straßenseite der Düsseldorfer Landstraße zwischen den Kreuzungen mit der Albertus-Magnus-Straße und der Herman-Spillecke-Straße. Im Norden zählen auch die nördlich der Kreuzung gelegenen Grundstücke zum zentralen Versorgungsbereich. Den südlichen Abschluss bildet das Gelände eines Verbrauchermarktes. Auf der westlichen Straßenseite der Düsseldorfer Landstraße umfasst der zentrale Versorgungsbereich das Gelände einer Schule und einer Kirche sowie die dazwischenliegenden Gebäude.

ƒ ƒ ƒ

72

Die räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Huckingen greift die in der städtebaulich-funktionalen Analyse ermittelten Strukturen nur zu einem Teil auf. Die Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs begründet sich mit der stadtentwicklungspolitischen Zielrichtung, die bislang disperse Einzelhandelsstruktur im Stadtteil Huckingen städtebaulich zu ordnen und zukunftsfähig zu entwickeln. 5.2.1.5 Standortmerkmale des Nahversorgungszentrums Hüttenheim Das Nahversorgungszentrum Hüttenheim ist im Stadtbezirk Süd verortet und liegt südwestlich des Nahversorgungszentrums Huckingen. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Hüttenheim und Mündelheim mit insg. rd. 9.900 Einwohnern. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 44 : NahRäumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nahversorgungs zentrum ver sorgungszentrum Hüttenheim sorgungs

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der Mündelheimer Straße zwischen der Kreuzung mit der Schulz-Knaudt-Straße im Osten und der Grundstücksgrenze des Getränkemarktes im Westen. ƒ Die nördliche und südliche Grenze des zentralen Versorgungsbereichs bilden die Grenzen der Parzellen.

73

5.2.2

Das Nahversorgungskonzept für den Stadtbezirk Süd

Die zentrale Aufgabe im Stadtbezirk Süd ist die Sicherung und der Ausbau des Lebensmittelangebotes in den zentralen Versorgungsbereichen. Dieses Angebot stellt einerseits die wohnortnahe Versorgung sicher und dient andererseits als Frequenzbringer, welcher die Funktionsstabilität der zentralen Versorgungsbereiche unterstützt. Zur Sicherungsaufgabe zählt auch, dass vorhandene Geschäfte umgebaut und ggf. auch vergrößert werden sollten, sofern ihre Bestandsstruktur nicht mehr den aktuellen Anforderungen sowohl der Anbieter als auch der Nachfrager entspricht. Neben den Empfehlungen bezüglich der Nahversorgungsfunktion der zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Süd sind aufbauend auf die Analyse der Nahversorgungsstrukturen Empfehlungen zu entwickeln, um Angebotsdefizite in Stadtteilen mit einem geringen Nahversorgungsangebot oder Defizite der fußläufig erreichbaren Nahversorgung zu beheben (vgl. nachstehende Abbildung). Eine Beeinträchtigung der zentralen Versorgungsbereiche ist zu vermeiden.
Abbildung 45 : Räumliche Darstellung der Nahversorgung auf Ebene des Stadtbezirks Süd
Legende
Gr. Supermarkt/ Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus (ab 1.500 m² VKF) Supermarkt (ab 400 m² VKF) Lebensmitteldiscounter (ab 400 m² VKF)

Lidl

Plus Rewe Plus
Pl us d E

Gemü Gemü se Markt Plus

di Al

d Sü

a ek

Lebensmittelmarkt (unter 400 m² VKF in unterversorgten Bereichen) Einzugsbereich (r=500 m) Einzugsbereich (r=700 m) Stadt(bezirks)grenze Stadtteilgrenze

Edeka

Edeka Lidl

Rewe Sü Aldi Sü d Plus

Nah+Frisch

Zentraler Versorgungsbereich

Sü Aldi Süd Lidl

Nahversorgungseinzugsbereich Umsatz-KK-Relation NUG < 60 % 60 – 79 % 80 – 99 % > 100 % Suchraum für die Ansiedlung eines NuG-Betriebs

Edeka
Re al

Plus Plus

Plus

Nah+Gut

Edeka

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: ©Geobasis Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/08

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Die Analyse hat gezeigt, dass sich im Süden des Stadtteils Mündelheim (Siedlungsbereich Serm) und im Nordosten des Stadtteils Buchholz Gebiete befinden, die nicht innerhalb des 500- bzw. 700 m-Radius eines Lebensmittelanbieters liegen. Die Stadtteile Ungelsheim, Rahm, Wedau und Bissingheim verfügen über eine geringe Umsatz-Kaufkraft-Relation von weniger als 60 %. Im Stadtteil Buchholz ist ein Siedlungsbereich (Sitthardsberger Allee/ Großenbaumer Allee) vorhanden, welcher räumlich leicht abgesetzt liegt und in dem die Neuansiedlung eines marktgängigen Nahversorgungsangebotes zur Verbesserung der fußläufig erreichbaren Versorgung zu empfehlen ist. Der Siedlungsbereich Serm (Stadtteil Mündelheim) liegt zwar im Nahversorgungseinzugsbereich des Nahversorgungszentrums Hüttenheim, jedoch ist ebenfalls aufgrund der räumlich abgesetzten Lage ein Ausbau des Nahversorgungsangebotes anzustreben. Um jedoch Beeinträchtigungen der zentralen Versorgungsbereiche oder der wohnortnahen Versorgung zu vermeiden, sollten die anzusiedelnden Einzelhandelsbetriebe aus fachgutachterlicher Sicht die Grenze zur Großflächigkeit (800 m² VKF) nicht überschreiten. Für eine darüber hinaus gehende Verkaufsflächendimensionierung ist eine weitere Detailprüfung notwendig. Der Stadtteil Ungelsheim liegt im Einzugsbereich des Nahversorgungszentrums Huckingen und verfügt ergänzend über einen Standortbereich, welcher aufgrund seiner Ausprägung nicht als zentraler Versorgungsbereich festgelegt worden ist, aber dennoch für die Nahversorgung einen elementaren Baustein darstellt. Diese sog. Ortsmitte gilt es im Sinne des Nahversorgungskonzeptes zu stärken, um eine flächendeckende fußläufig erreichbare Nahversorgung weitestgehend zu gewährleisten. Um jedoch Beeinträchtigungen der zentralen Versorgungsbereiche oder der wohnortnahen Versorgung zu vermeiden, sollte im Falle der Ansiedlung eines Einzelhandelsbetriebs aus fachgutachterlicher Sicht die Grenze zur Großflächigkeit (800 m² VKF) nicht überschritten werden. Für eine darüber hinaus gehende Verkaufsflächendimensionierung ist eine weitere Detailprüfung notwendig. Der Stadtteil Rahm liegt im Nahversorgungseinzugsbereich des Nahversorgungszentrums Großenbaum, daher ist zum Schutz dieses zentralen Versorgungsbereichs eine weitere Entwicklung nicht anzustreben. In städtebaulich nicht integrierter Lage ist kein weiterer Ausbau des Nahversorgungsangebotes zu empfehlen.

75

17: Tabelle 17 :

Empfehlungen zur Nahversorgung auf E bene des Stadtbezirks Süd

Stadtbezirk Süd
1. Sicherung und Ausbau des Angebotes im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel in den zentralen Versorgungsbereichen – insbesondere in den Nahversorgungszentren Großenbaum und Wedau/ Bissingheim Sicherung des Angebotes in städtebaulich integrierten Lagen (vor allem in den Ortsmitten)

2.

Æ Stadtteil Ungelsheim: Verbesserung der Standortrahmenbedingungen bestehender Betreiber, insb. VKF (gem. Ansiedlungsleitsatz II)
3. Sicherung und Ausbau des Angebotes im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel in sonstiger städtebaulich integrierter Lage

Æ
GroGro -

Sitthardsberg Siedlungsbereiche Serm (Stadtteil Mündelheim) und Sitthardsber g er Allee/ Buchholz): ßenbaumer Allee (Stadtteil Buchholz) Ansiedlung im Suchraum gem. Ansiedlungsleitsatz II zu empfehlen

Quelle:

eigene Darstellung

76

5.2.3

Das Sonderstandortekonzept für den Stadtbezirk Süd

Wie die Analyse gezeigt hat, sind im Stadtbezirk Süd fünf Standortbereiche ermittelt worden, welche aufgrund ihrer Ausprägung als Sonderstandort festgelegt werden. Angesichts der Etablierung des zentralen Versorgungsbereichs Buchholz als Nebenzentrum für den Stadtbezirk Süd ist die Ansiedlung nicht zentrenrelevanter Sortimente im Nebenzentrum oder in unmittelbarer räumlicher Nähe dazu zu empfehlen, damit den Nebenzentren ein größeres und funktionsgerechtes Standortgewicht beigemessen werden kann. Eine Weiterentwicklung der Sonderstandorte ist indessen nicht zu empfehlen.
18: Tabelle 18 : Sonderstandorte Empfehlungen für die Sonderstandort e auf Ebene des Stadtbezirk Süd

Standort
ƒ
Fachmarktagglomeration Forststraße, Kaiserwertherstraße

Empfehlungen
Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente

ƒ
Fachmarktagglomeration Keniastraße

ƒ
Bedeutender Fachmarktsolitär Real/ Buscherstraße

ƒ
NuG-Agglomeration Im Bonnefeld

Quelle:

eigene Darstellung

77
        
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