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Kurzfassung mit Sonderteil Rheinhausen

Full text: Kurzfassung mit Sonderteil Rheinhausen

Amt für Stadtentwicklung und Projektmanangement

Einzelhandels und Zentrenkonzept der Stadt Duisburg Kurzfassung mit Sonderteil Rheinhausen

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Herausgege Herausgegeben von Stadt Duisburg Der Oberbürgermeister Amt für Stadtentwicklung und Projektmanagement Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 47051 Duisburg www.duisburg.de

Projektbetreuung/ Ansprechpartner:
Michael Alberts m.alberts@stadt-duisburg.de Tel.: 0203-283-2004 Fax: 0203-283-6745 Vera Imke v.imke@stadt-duisburg.de Tel.: 0203-283-4389 Fax: 0203-283-6745

Erstellt durch Stadt + Handel Dipl.-Ing.e Beckmann und Föhrer GbR Huckarder Straße 12 44147 Dortmund Tel.: 0231-862-6890 Fax: 0231-862-6891 info@stadt-handel.de www.stadt-handel.de

Verfasser:
Dipl.-Ing. Ralf M. Beckmann Dipl.-Ing. Tim Stein

Duisburg, Februar 2010

Inhalt
1 Aufgabenstellung ___________________________________________ Aufgabenstellung und Methodik ___________________________________________ 1

1.1 1.2 1.3
2

Ausgangslage und Problemstellung ______________________________ 1 Strategische Einordnung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ___ 1 Anwendungsfelder und Methodik ________________________________ 3
Markt_______________________________________________ Markt- und Standortanalyse _______________________________________________ 4

2.1 2.2 2.3
3

Duisburg im regionalen Vergleich ________________________________ 4 Ergebnisse auf Ebene der Gesamtstadt ___________________________ 5 Ergebnisse auf Ebene der Stadtbezirke ___________________________ 6
Einzelhandelsentwicklung__________________________ Leitlinien für die künftige Einzelhandelsentwicklung__________________________ 9

3.1 3.2 3.3 3.4
4

Landes-, regionalplanerische und regional abgestimmte Zielvorgaben für Duisburg ______________________________________________ 9 Absatzwirtschaftlich tragfähiger Entwicklungsrahmen________________ 9 Räumliche Entwicklungsszenarien für Duisburg ____________________ 13 Entwicklungsleitbild für Duisburg _______________________________ 14
UmsetzungsInstrumentelles Umsetzungs - und Steuerungskonzept _______________________ 15

4.1 4.2 4.3 4.4 4.5
5

Das Zentrenkonzept __________________________________________ 15 Das Nahversorgungskonzept ___________________________________ 25 Das Sonderstandortekonzept___________________________________ 25 Die „Duisburger Sortimentsliste“________________________________ 27 Die Ansiedlungsleitsätze_______________________________________ 29
_______________________________________ Sonderteil Stadtbezirk Rheinhausen _______________________________________ 31

5.1 5.2

Markt- und Standortanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Rheinhausen _________________________________________________ 31 Instrumentelles Umsetzungs- und Steuerungskonzept für den Stadtbezirk Rheinhausen_______________________________________ 63

i

Me 1 Aufgabenstellung und Methodik
Problem 1.1 Ausgangslage und Proble m stellung
Der Einzelhandel unterliegt seit Jahren einer deutlichen Dynamik. Dieser bundesweit zu verzeichnende Trend ist auch für den Einzelhandelsbestand der Stadt Duisburg zu erkennen. Den betriebswirtschaftlich bedingten Entwicklungen stehen landesplanerische und städtebauliche Zielvorstellungen auf Basis gesetzlicher Grundlagen verschiedener räumlicher Ebenen und aufgrund politischer Beschlüsse gegenüber, die mit den Vorstellungen der Einzelhandelsanbieter sowie der Investoren in Einklang zu bringen sind. Hierzu bietet das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept als Fachbeitrag zur städtischen Bauleit- und Stadtentwicklungsplanung gezielte Lösungsempfehlungen an. Der Stadt Duisburg liegt nunmehr eine umfassende analytische Ebene – bezogen auf absatzwirtschaftliche Daten der Angebots- und Nachfrageseite wie auch städtebauliche und bauplanungsrechtliche Rahmenbedingungen – mit einer Herleitung der notwendigen räumlichen funktionalen Steuerungsinstrumente für einzelhandelsrelevante Nutzungen vor. Das kommunale Einzelhandels- und Zentrenkonzept soll als politisch gestütztes Instrument1 eine grundlegende und strategische Arbeitsbasis für den Stadtentwicklungsprozess der nächsten Jahre bilden.

1.2

EinzelhandelsZent Strategische Einordnung des Einzelhandels- und Zen trenkonzeptes

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ist eingebettet in einen Prozess der nachhaltigen Stadtentwicklung, d. h. einer gesamtstädtischen, strategischen Planung mit einem Zeithorizont von 15 bis 20 Jahren und bildet eine Grundlage für die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes. Aktuell erarbeiten die am Stadtentwicklungsprozess beteiligten Dezernate der Stadtverwaltung Duisburg insgesamt zehn Fachkonzepte, in denen sie die zu erwartenden Herausforderungen und die zukünftigen Bedürfnisse ihres Handlungsfeldes 2 benennen und Strategien entwickeln. Das Projekt vernetzt diese fachlichen Grundlagen und führt sie querschnitts- und zukunftsorientiert in der gesamtstädtischen „Strategie für Wohnen und Arbeiten“ zusammen. Kennzeichnende Elemente des Projektes sind der interdisziplinäre Ansatz, eine gesamtstädtische und zukunftsorientierte Betrachtungsweise und eine weitreichende, dialogorientierte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Fachakteuren. Bei der Erarbeitung sämtlicher Konzepte und Strategien

1

Wesentliche Voraussetzung für die gewinnbringende Nutzung des kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes ist die politische Bekräftigung des Konzeptes – verbunden mit einer konsequenten künftigen Anwendung und Umsetzung in Bauplanungsrecht. Auf diese Weise entfaltet das Konzept seine Potentiale als Instrument zur Sicherung und strategischen Weiterentwicklung der zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg. Weitere Informationen zum Projekt www.duisburg2027.de werden bereit gestellt unter:



1

finden die vom Rat der Stadt 2008 beschlossenen übergeordneten strategischen Ziele Berücksichtigung.
Abbildung 1 : Strategische Ziele der Stadt Duisburg

Quelle: Stadt Duisburg

Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept bildet einen Teilbaustein des Fachkonzeptes „Stadtstruktur – Städtebau/ Freiraum/ Handel“. Es fungiert einerseits als Entscheidungsgrundlage für die Steuerung des Einzelhandels sowie der Sicherung der Nahversorgung und zeigt andererseits durch strategische Zielaussagen Perspektiven für die zukünftige Entwicklung der Zentren und des Handels in der Stadt Duisburg auf. Der Gender-Aspekt wird in diesem Einzelhandels- und Zentrenkonzept mehrfach berücksichtigt. Generelles Ziel des Konzeptes ist es, die Einzelhandelsentwicklung möglichst auf die Zentren auszurichten, weil damit gewährleistet werden kann, dass die bestehenden Versorgungsstrukturen für alle Bevölkerungsgruppen aufrecht erhalten bzw. weiterentwickelt werden können. Damit verbunden ist eine gute Erreichbarkeit für die dort ansässige Wohnbevölkerung. Eine bedeutende Rolle für den Gender-Aspekt hat auch das Nahversorgungskonzept. Es soll gewährleisten, dass eine Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs möglichst fußläufig erreicht werden kann. Hierin einbezogen sind auch Wochenmärkte. Weitergreifende Steuerungsmöglichkeiten hinsichtlich des Gender-Aspektes sind jedoch innerhalb des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes sehr begrenzt, da die Instrumente rechtlich lediglich quantitative Regelungen vorgeben.

2

1.3 Anwendungsfelder und Methodik Me
Die Aufgaben des kommunalen Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes bestehen darin, der Stadt Duisburg eine aktuelle, fachlich fundierte und empirisch abgesicherte Entscheidungsbasis sowie Empfehlungen zur planungsrechtlichen Beurteilung neuer Einzelhandelsvorhaben ƒ zum Ausbau oberzentraler Einrichtungen, ƒ zur Sicherung und Weiterentwicklung der zentralen Versorgungsbereiche, ƒ zur Sicherung und Ergänzung der wohnortnahen Grundversorgung, ƒ für künftige Bauleitplan-Aufstellungs- und Änderungsverfahren, ƒ zur Steuerung und Begrenzung zentrenrelevanter Randsortimente und nicht zuletzt ƒ für die interkommunale Abstimmung und die kommunale Abwägung zur Verfügung zu stellen. Um diese Zielsetzungen zu erreichen, sind verschiedene Bausteine erforderlich, die sich wie folgt im Rahmen der Erarbeitung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes darstellen:
Abbildung 2 : EinzelhandelsZentrenko zeptes kon Bausteine des Einzelhandels - und Zentrenkonzeptes

Übergeordnete Entwicklungsziele
Räumliches Konzept Zentrenkonzept Nahversorgungskonzept Sonderstandortkonzept Sortimentsliste Ansiedlungsleitsätze I-V

Schutz der zentralen Versorgungsbereiche „Außenwirkung“: Interkommunale Abwehrrechte

Beurteilungsgrundlage für Vorhabenanfragen Ausschluss von Einzelhandel an kontraproduktiven Standorten

Angebotsplanung: Hinweise zur Dimensionierung, Sortimentsstruktur, Begründung, sowie Festsetzungsempfehlungen

Sicherung und Weiterentwicklung der Nahversorgung

Investitionssicherheit für den Handel

Quelle: eigene Darstellung

3

MarktStandortanalyse 2 Markt- und Standortanalyse
Die Markt- und Standortanalyse besteht einerseits aus der Untersuchung und Bewertung der Angebots- und Nachfragedaten sowie andererseits aus der flankierenden Analyse städtebaulicher Merkmale der bedeutenden Einzelhandelsstandorte. Einführend werden im Folgenden die für eine Einschätzung des Einkaufsstandorts Duisburg relevanten Kennzahlen dargestellt.

2.1

Duisburg im regionalen Vergleich

Die insgesamt 3.022 Einzelhandelsbetriebe in Duisburg verfügen über eine Verkaufsfläche von rd. 723.000 m².3 Der Einzelhandelsbestand in Duisburg stellt sich im regionalen Vergleich mit den Oberzentren Düsseldorf, Essen und Dortmund als ausbaufähig dar. Das regionale Einzelhandelskonzept für das westliche Ruhrgebiet sieht für Oberzentren eine anzustrebende Vollversorgung erst dann als erreicht an, wenn die Zentralität 120 % erreicht.
Abbildung 3 : Ver Einzelhandelsbestand im regionalen Vergleich
m² VKF (in m² )
Duisburg Düsseldorf Essen Krefeld Dortmund Bochum Oberhausen Mülheim a. d Ruhr 0 200.000 400.000 600.000 800.000 1.000.000

Zentralitä Zentralitä t (in %) 103 121 108 111 112 115 107 133

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Landeshauptstadt Düsseldorf 2008: Rahmenplan Einzelhandel 2007; Stadt Essen 2006: Masterplan Einzelhandel; Stadt Krefeld 2002: Konzept zur Entwicklung von Einzelhandel und Zentrum für die Stadt Krefeld; Stadt Dortmund 2007: Masterplan Einzelhandel 2007; Stadt Bochum 2006: Masterplan Einzelhandel Bochum; Stadt Oberhausen 2007: Einzelhandel in Oberhausen; Stadt Mülheim a. d. Ruhr 2008: Masterplan Zentren und Einzelhandel

Darüber hinaus verdeutlichen die dargestellten Zentralitäten, dass die Stadt Duisburg im Vergleich mit den umliegenden Kommunen ihrer Stellung als Oberzentrum mit regionaler Versorgungsfunktion nicht gerecht wird.

3

Die Einzelhandelsbestandserhebung im Rahmen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes für die Stadt Duisburg wurde im Mai bis Juli 2008 durchgeführt. Ergänzend hierzu erfolgte eine Einzelhandelsbestandserhebung des Einkaufscenters Forum im September 2008.

4

2.2

Ergebnisse auf Ebene der Gesamtstadt

Die im Jahr 2008 ermittelte Anzahl der Betriebe und die Verkaufsfläche veränderten sich gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2001 (GfK Prisma; 3.115 Betriebe und rd. 596.000 m²) und spiegelt die bundesweit vorzufindenden Trends im Einzelhandel – Verringerung der Betriebszahl bei gleichzeitiger Erhöhung der Verkaufsfläche – wider. Duisburg weist über alle Sortimentsbereiche eine Verkaufsflächenausstattung von gerundeten 1,5 m2 je Einwohner auf (vgl. nachstehende Tabelle).
Tabelle 1:
Warengruppen

AngebotsAngebots - und Nachfragedaten auf Ebene der Gesamtstadt Duisburg
VKF (m²) BruttoBrutto JahresJahres um satz (Mio. €) 943,3 145,4 35,8 88,5 1.213,0 233,4 54,2 33,1 199,7 39,1 51,1 35,3 645,8 34,4 27,5 27,4 145,5 60,8 180,0 23,6 22,5 521,8 2.380,7 EinzelhanEinzelhandelsrel. Kaufkraft (Mio. €) 926,1 139,7 34,0 86,9 1.186,7 207,2 49,4 35,3 226,2 31,6 50,0 35,6 635,3 33,7 27,7 25,9 127,4 57,6 164,9 22,4 19,7 479,3 2.301,4 Zentrali Zentralität VKF (m²) Ein/ Einwohner 0,35 0,08 0,04 0,04 0,52 0,18 0,04 0,11 0,17 0,07 0,03 0,03 0,62 0,01 0,02 0,02 0,14 0,04 0,06 0,01 0,02 0,32 1,46

Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher kurzfristiger Bedarfsbe kurzfristiger Bedarfsbereich* Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstr. Sportartikel/ Fahrräder/ Camping Bedarfsbe mittelfristiger Bedarfsbereich* Med. und orthopäd. Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sichtschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges Bedarfsbe langfristiger Bedarfsbereich* Gesamt*

175.510 41.560 21.790 17.750 256.610 89.090 18.680 55.480 83.160 33.160 14.410 14.090 308.070 5.780 10.550 12.240 70.840 19.060 27.940 4.440 8.570 159.420 724.100

102 % 104 % 105 % 102 % 102 % 113 % 110 % 94 % 88 % 124 % 102 % 99 % 102 % 102 % 99 % 106 % 114 % 106 % 109 % 105 % 114 % 109 % 103 %

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2008/2009, IfH 2008, laufende Auswertung Lebensmittelzeitung, BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

5

Für Duisburg wurde ein Einzelhandelsumsatz von rd. 2.400 Mio. € ermittelt. Gut die Hälfte dieses Umsatzes wird durch die überwiegend kurzfristigen Bedarfsgüter erzielt, während ein Drittel des Umsatzes auf mittelfristige Bedarfsgüter entfällt und rd. ein Fünftel auf die langfristigen Bedarfsgüter. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft4 für Duisburg liegt mit rd. 2.300 Mio. € unter dem gesamtstädtischen Einzelhandelsumsatz. Dies entspricht einer Zentralität für Duisburg über alle Sortimentsbereiche von 103 %.5

2.3

Ergebnisse auf Ebene der Stadtbezirke

Die folgenden Tabellen stellen die Verkaufsfläche, die einzelhandelsrelevante Kaufkraft sowie die Zentralität differenziert nach den jeweiligen Stadtbezirken der Stadt Duisburg vergleichend gegenüber.
Tabelle 2:
Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Vergleich der Stadtbezirke – Verkaufsfläche (in m²)
Walsum
12.430 3.100 2.040 1.050 18.620 3.590 440 10.310 8.100 1.950 630 350 25.370 370 700 800 1.150 910 830 200 570 5.530 49.520

Hamborn
27.620 5.990 6.910 2.200 42.720 12.650 2.910 5.140 9.600 5.450 2.350 720 38.820 960 3.580 2.210 6.790 5.340 5.180 820 1.340 26.220 107.760

MeideMeide richrichBeeck
25.010 5.530 2.510 1.400 34.450 5.110 1.130 4.640 13.410 6.030 3.430 1.330 35.080 560 1.860 2.530 21.620 2.980 1.710 140 1.030 32.430 101.960

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
13.340 3.700 670 820 18.530 1.710 420 2.530 5.990 1.430 510 560 13.150 530 310 310 1.290 890 1.070 230 440 5.070 36.750

Mitte
40.860 12.450 6.450 9.320 69.080 58.680 11.650 2.780 16.220 12.050 4.440 7.570 113.390 2.020 1.500 4.420 15.190 4.610 12.100 2.410 3.570 45.820 228.290

RheinRheinhausen
29.760 5.470 1.840 1.700 38.770 5.350 1.330 23.290 8.380 3.780 2.250 2.150 46.530 690 740 1.160 4.470 1.620 1.310 410 820 11.220 96.520

Süd
26.490 5.310 1.370 1.260 34.430 2.000 800 6.790 21.460 2.480 800 1.410 35.740 650 1.870 810 20.320 2.710 5.740 230 790 33.120 103.290

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Verkaufsfläche auf 10 m² gerundet

Die Betrachtung der Verkaufsfläche zeigt, dass der Stadtbezirk Mitte in allen Bedarfsbereichen die höchste Verkaufsfläche aufweist. Darüber hinaus verfügen die Stadtbezirke

4

Hiermit ist die Geldmenge, die privaten Haushalten innerhalb eines bestimmten Zeitraums (ein Jahr) für Ausgaben im Einzelhandel zur Verfügung steht, gemeint. Bei einer Zentralität von über 100 % ist im Saldo der Kaufkraftabflüsse und -zuflüsse ein Nachfragezufluss anzunehmen, bei einem Wert unter 100 % ist im Saldo von Nachfrageabflüssen zugunsten des Umlandes auszugehen.

5

6

Hamborn, Meiderich-Beeck und Süd über alle Sortimentsbereiche betrachtet über eine Verkaufsfläche von mehr als 100.000 m².
Tabelle 3:
Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Vergleich der Stadtbezirke – Einzelhandelsrelevante Kaufkraft (in Mio. €) Stadtbezirke
Walsum
96,3 14,5 3,5 9,0 123,4 21,5 5,1 3,7 23,5 3,3 5,2 3,7 66,0 3,5 2,9 2,7 13,2 6,0 17,1 2,3 2,0 49,8 239,2

Hamborn
134,3 20,3 4,9 12,6 172,1 30,1 7,2 5,1 32,8 4,6 7,2 5,2 92,1 4,9 4,0 3,8 18,5 8,4 23,9 3,3 2,9 69,5 333,8

MeideMeide richrichBeeck
138,0 20,8 5,1 13,0 176,9 30,9 7,4 5,3 33,7 4,7 7,5 5,3 94,7 5,0 4,1 3,9 19,0 8,6 24,6 3,3 2,9 71,4 343,0

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
76,9 11,6 2,8 7,2 98,5 17,2 4,1 2,9 18,8 2,6 4,1 3,0 52,7 2,8 2,3 2,1 10,6 4,8 13,7 1,9 1,6 39,8 191,1

Mitte
198,0 29,9 7,3 18,6 253,7 44,3 10,6 7,5 48,3 6,8 10,7 7,6 135,8 7,2 5,9 5,5 27,2 12,3 35,3 4,8 4,2 102,5 492,0

RheinRheinhausen
145,6 22,0 5,3 13,7 186,6 32,6 7,8 5,5 35,6 5,0 7,9 5,6 99,9 5,3 4,4 4,1 20,0 9,1 25,9 3,5 3,1 75,4 361,8

Süd
137,0 20,7 5,0 12,9 175,5 30,7 7,3 5,2 33,5 4,7 7,4 5,3 94,0 5,0 4,1 3,8 18,8 8,5 24,4 3,3 2,9 70,9 340,4

Quelle: eigene Berechnungen auf Basis BBE 2008

Die Verteilung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in Duisburg korrespondiert u. a. mit der Einwohnerverteilung in den einzelnen Stadtbezirken.

7

Tabelle Tabelle 4:
Warengruppen

Vergleich der Stadtbezirke – Zentralität (in %)
Walsum
78 77 78 62 77 39 26 166 79 59 39 32 60 66 55 64 15 35 28 44 73 34 63

Hamborn
114 101 175 94 113 126 120 80 80 109 99 44 99 109 227 128 51 198 144 134 123 126 112

MeideMeide richrichBeeck
99 94 79 63 96 48 45 72 88 302 215 96 92 66 130 215 363 131 43 38 126 158 107

HombergHomberg RuhrortRuhrort Baerl
83 90 67 60 82 17 24 61 81 38 26 43 46 63 33 21 12 56 26 24 73 30 61

Mitte
112 160 143 230 128 345 323 73 70 162 140 212 197 184 66 154 88 124 201 272 185 153 152

RheinRheinhausen
104 88 80 66 98 41 50 140 78 73 99 100 70 81 45 48 37 52 34 62 82 45 79

Süd
102 81 76 52 95 11 25 78 145 51 29 70 70 82 116 43 173 99 193 38 80 144 98

Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Kurzfristiger Bedarfsbereich Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Mittelfristiger Bedarfsbereich Med. und orthopädische Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/Bett-/Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Neue Medien/Unterhaltungselektronik Uhren/Schmuck Sonstiges Langfristiger Bedarfsbereich Gesamt

Quelle: eigene Berechnungen

Der Vergleich der Zentralitätswerte innerhalb der Stadt Duisburg stellt die Bedeutung des Einzelhandelsbesatzes im Stadtbezirk Mitte weiter heraus. Da der Zentralitätswert in fast allen Sortimentsbereichen über 100 % liegt, ist eine Versorgungsfunktion des dortigen Einzelhandels auch über den Stadtbezirk hinaus festzustellen. Für die übrigen Stadtbezirke kann eine solche Strahlkraft über alle Sortimentsbereiche nicht erreicht werden, gleichwohl in einigen Sortimentsbereichen hohe Zentralitätswerte erzielt werden und somit punktuell eine Strahlkraft über den Stadtbezirk hinaus festzustellen ist.

8

Einzelhandelsentwick 3 Leitlinien für die künftige Einzelhandelsentwic klung
Bevor aufbauend auf der Markt- und Standortanalyse konkrete Instrumente entwickelt und vorgestellt werden können, sind zunächst übergeordnete Leitlinien zur künftigen Einzelhandelsentwicklung in Duisburg abzuwägen. Hierzu werden neben den landes- und regionalplanerischen Vorgaben absatzwirtschaftliche und räumliche Entwicklungsmöglichkeiten in Form von Szenarien erörtert.

3.1

LandesZielvorga Landes- , regionalplanerische und regional abgestimmte Zielvorga ben für Duisburg

Die Grundlagen der kommunalen Einzelhandelssteuerung bilden trotz der kommunalen Planungshoheit die landes- und regionalplanerischen Vorgaben: Mit § 24 a geändertes LEPro NRW, soll die Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe künftig präziser als bisher gesteuert werden. Zur Erreichung dieser Ziele greift die Novellierung des LEPro NRW den 2004 neu ins BauGB aufgenommenen und zuvor schon in § 11 Abs. 3 BauNVO verankerten Begriff der zentralen Versorgungsbereiche auf. Zukünftig sollen Einzelhandelsbetriebe, die von § 11 Abs. 3 BauNVO erfasst werden und sofern sie ein zentrenrelevantes Kernsortiment aufweisen, nur noch in zentralen Versorgungsbereichen zulässig sein.6 Der für die Stadt Duisburg relevante Regionalplan für den Regierungsbezirk Düsseldorf (GEP 99) ist aus dem Jahr 2000. Dieser beinhaltet regionalplanerische Ziele, die eine Konkretisierung der landesplanerischen Vorgaben darstellen und bei der weiteren Erarbeitung dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes zugrunde zu legen sind. Für das westliche Ruhrgebiet und Düsseldorf liegt ein regionales Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2004 vor, in dem übergeordnete Leitlinien für eine abgestimmte regionale Einzelhandelsentwicklung erstellt wurden. Übergeordnetes Ziel ist es, die Zentrenstruktur nachhaltig zu sichern, zu stärken und zu optimieren. Für Oberzentren wird eine anzustrebende Vollversorgung als erreicht angesehen, wenn ein Zentralitätswert von 120 % erreicht wird. 7

3.2

Entwicklungsrah Absatzwirtschaftlich tragfähiger Entwicklungsra h men

Der absatzwirtschaftlich tragfähige Entwicklungsrahmen dient als Kenngröße zur Einordnung und Bewertung zukünftiger Einzelhandelsentwicklungen. In ihm werden angebots-

6

Vgl. § 24 a LEPro NRW. Der Zielcharakter des § 24 a LEPro NRW wurde jüngst vom OVG NRW in Frage gestellt (Urteil AZ 10 A 1676/08). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Zukünftig ist aber davon auszugehen, dass diese Vorgaben jedoch mindestens als Grundsatz der Raumordnung und Landesplanung einzuordnen sind. Vgl. Regionales Einzelhandelskonzept für das Westliche Ruhrgebiet und Düsseldorf 2004: S. 2.

7

9

und nachfrageseitige Rahmenbedingungen zusammengeführt und auf ihre zukünftige perspektivische Entwicklung hin untersucht.

Berechnungs Potent 3.2.1 Methodik und Berechnung sgrundlagen zur Poten tialermittlung
Der Berechnung werden die folgenden Parameter zugrunde gelegt: ƒ Bevölkerungsentwicklung in Duisburg ƒ Entwicklung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft pro Kopf (Entwicklung der Verbrauchsausgaben sowie Entwicklung des Anteils einzelhandelsrelevanter Ausgaben an den Verbrauchsausgaben) ƒ Entwicklung der Flächenproduktivitäten wobei folgende Entwicklungsannahmen für den Betrachtungszeitraum 2009 bis 2019 getroffen werden: ƒ Derzeit leben 491.603 Menschen (2009) in Duisburg. Es wird von einer rückläufigen Entwicklung ausgegangen, für das Jahr 2014 werden rd. 478.100 Einwohner und bis zum Jahr 2019 rd. 464.400 Einwohner prognostiziert.8
Abbildung 4 :
500.000 450.000 400.000 Einwohner absolut 350.000 300.000 250.000 200.000 150.000 100.000 50.000 0 2009 2010 2011 2012 2013 2014 Jahr Geringere Einwohnerverluste (absolut) Geringere Einwohnerverluste (Veränderung) Erhöhte Einwohnerverluste (absolut) Erhöhte Einwohnerverluste (Veränderung) 2015 2016 2017 2018 2019

Bevölke Zukünftige Bevölkerungsentwicklung in Duisburg
10 8 6 4 2 0 -2 -4 -6 -8 -10 Veränderung in %

Quelle: Stadt Duisburg 2008: Die Bevölkerungsentwicklung in Duisburg bis 2027

ƒ Es wird von einer stagnierenden einzelhandelsrelevanten Kaufkraft ausgegangen, wobei für Duisburg durch die aktuell anhaltende konjunkturelle Unsicherheit ein Trend im Bereich zwischen +/- 2 % erwartet wird.

8

Stadt Duisburg (2008): Bevölkerungsprognose der Stadt Duisburg.

10

Abbildung 5 :

Duis Einzelhandelsrelevante Konsumausgaben pro Kopf (in %) in Dui s burg

3,0% 2,0%

Index

1,0% 0,0% -1,0% -2,0% -3,0% 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Jahr
optimistische Variante pessimistische Variante

Quelle: eigene Annahmen

ƒ Bei der Flächenproduktivität wird auch weiterhin von einem anhaltenden Rückgang zwischen 1 % bis 4 % ausgegangen.
Abbildung Abbildung 6 :
0% -1% -2%

Künftige Entwicklung der Flächenproduktivitäten Perspektive 2014/2019

Index

-3% -4% -5% -6% -7% 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019

Jahr
untere Variante
Quelle: eigene Annahmen

obere Variante

11

3.2.2

Versor Die oberzentrale Verso rgungsfunktion

Während die heutige Einzelhandelszentralität im Bestand der Stadt Duisburg 103 % beträgt, wird in Zukunft eine Zentralität von 120 % angestrebt. Duisburg orientiert sich mit diesem Ziel an den im regionalen Einzelhandelskonzept regional abgestimmten Rahmenbedingungen sowie an den Zentralitätswerten der umliegenden Oberzentren. Eine Zentralität von 120 % für die Gesamtstadt setzt sich als Summe aus den Zentralitätswerten der einzelnen Sortimente zusammen. So sind die einzelnen Sortimente unterschiedlich stark/groß in der Stadt Duisburg vertreten. Für die Sortimente des kurzfristigen Bedarfs (bspw. Nahrungsmittel), ist von einer relativ geringen Zielzentralität von 105 % auszugehen, da mit diesen Sortimenten kein überregionaler Bedarf gedeckt werden muss. Für Sortimente des mittel- und langfristigen Bedarfs hingegen übernimmt ein Oberzentrum auch eine Versorgungsfunktion für das Umland. Daher wird hier eine vergleichsweise hohe Zielzentralität von 140 % angestrebt. In der Abbildung 7 werden zwei Varianten vorgestellt: die gestrichelte orange Linie zeigt, wie stark die einzelnen Sortimente wachsen müssen, um eine Zielzentralität von 112 % zu erreichen; die gestrichelte grüne Linie bezieht sich auf eine Zielzentralität von durchschnittlich 120 %.
Abbildung 7 : Zentralitäten Sortimentsgruppen Zielzentralitäten Derzeitige Zentralitäten nach Sortimentsgruppen und die Zielz entralitäten in Varianten
Nahrungs- und Genussmittel Drog erie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoolog ischer Bed arf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher kurzfristiger Bed arfsbereich Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/Gartenb ed arf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszub ehör Spielwaren/ Basteln/ Hob by/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camp ing mittelfristig er Bedarfsb ereich Med izinische und orthopäd ische Artikel/ Op tik Tep piche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsg eräte Neue Medien/ Unterhaltung selektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges langfristiger Bed arfsbereich 0% 20% 40% 60% 80% 100% 120% 140%

Obere Variante (gesamt: rd. 120 %) Untere Variante (gesamt: rd. 112 %)

Quelle: eigene Berechnungen auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008 + BBE 2008; GfK Prisma 2001; IHK Niederrhein 2008

Aus dieser oberzentralen Versorgungsfunktion resultieren sowohl in der unteren als auch in der oberen Variante Entwicklungsbedarfe für fast jede Warengruppe.

12

Entwicklungssze 3.3 Räumliche Entwicklungssz e narien für Duisburg
Die Erarbeitung von Szenarien für die künftige Entwicklung des Einzelhandels stellt einen zentralen Baustein des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes auf der Zielebene dar. Die Szenarien basieren auf unterschiedlichen politischen und planerischen Annahmen und werden hinsichtlich ihrer jeweiligen unterschiedlichen ökonomischen und städtebaulichen Folgewirkungen beschrieben. Durch die Szenarien werden Zusammenhänge der Duisburger Zentrenentwicklung und der Standort- und Nahversorgungsstruktur aufgezeigt. Auf diese Weise wird eine wichtige Grundlage für die Leitbilddiskussion geschaffen, die sich mit den verbindlichen Zielvorstellungen für die gesamtstädtischen Einzelhandelszentren auseinandersetzt. Szenario 1: Konzentration auf die Mitte Im Mittelpunkt dieses Szenarios steht die konzentrierte Einzelhandelsentwicklung auf einen zentralen Versorgungsbereich. Ziel dieses modellhaften Planungskonzeptes ist die Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen durch eine Konzentration zukünftiger Entwicklungen im Einzelhandel auf ein Hauptzentrum (vgl. Kap. 4.1), während die Entwicklung der übrigen Einzelhandelsstandorte im Stadtgebiet nicht weiter verfolgt wird. Vorhaben, die außerhalb des Hauptzentrums in den Nebenzentren (vgl. Kap. 4.1), in den Nahversorgungszentren (vgl. Kap. 4.1) und in sonstigen städtebaulich integrierten oder nicht integrierten Lagen (vgl. Kap. 4.1) geplant sind, werden weitestgehend zurückgestellt. Szenario 2: Mehrere Hauptzentren Dieses Szenario basiert auf der Etablierung weiterer Angebotsschwerpunkte unter Berücksichtigung der vorhandenen polyzentralen Struktur. Ebenso wie in Szenario 1 ist das Ziel hierbei eine Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen. Die Umsetzung des Szenarios erfordert eine Konzentration der zukünftigen Einzelhandelsentwicklungen auf die zu etablierenden Hauptzentren, während die Entwicklung ergänzender Einzelhandelsstandorte, ebenso wie in Szenario 1, im Stadtgebiet nicht weiter angestrebt wird. GießkannenSzenario 3: Gießkannen-Prinzip Im Mittelpunkt des Szenarios „Gießkannen-Prinzip“ steht die Entwicklung eines flächendeckenden feinmaschigen Versorgungsnetzes von zentralen Versorgungsbereichen. Die Umsetzung erfordert eine Gleichstellung der Zentren ohne einen wesentlichen Einzelhandelschwerpunkt herauszubilden und eine gleichmäßige Verteilung der Einzelhandelsentwicklung auf jegliche zentrale Versorgungsbereiche. Mittel- bis langfristig betrachtet ist hiermit aufgrund der interkommunalen Kaufkraftumverteilung eine Verschiebung der Einzelhandelsentwicklung von den vorhandenen Zentren hin zu weiteren Standortbereichen, v. a. zu den ehemals städtebaulich nicht integrierten Standorten verbunden.

13

Zentrenent Szenario 4: Gegliederte Zentrenent wicklung Im Mittelpunkt des Szenarios „Gegliederte Zentrenentwicklung“ steht die Sicherung und Entwicklung der bestehende Strukturen aufgreifenden Zentren- und Standortstruktur. Hierzu ist es notwendig, die vorhandenen Zentren- und Standortbereiche entsprechend ihrer jeweiligen Funktion zu gliedern. Im Rahmen ihrer jeweiligen Funktionszuweisung profitieren alle Einzelhandelsstandorte von dieser städtebaulich-funktionalen Zentrenstärkung.

3.4

Duis Entwicklungsleitbild für Duisburg

Als optimal ausgewogene und den Entwicklungszielen der Stadt Duisburg bestmöglich entsprechendes Leitbild wird eine Kombination aus dem Szenario 2 „Mehrere Hauptzentren“ und dem Szenario 4 „Gegliederte Zentrenentwicklung“ angestrebt zur: ƒ Steigerung der gesamtstädtischen Ausstrahlung nach außen, ƒ Etablierung des Innenstadtzentrums im regionalen Wettbewerb, ƒ Stärkung und Profilierung des Zentrums Hamborn/ Marxloh als zweites Hauptzentrum, ƒ Sicherung und Entwicklung einer bestehende Strukturen aufgreifenden und gegliederten Zentren- und Standortstruktur. Dieses Leitbild baut auf der polyzentrischen Stadtstruktur Duisburgs auf und berücksichtigt die unterschiedlich ausgeprägten Zentren hinsichtlich Funktion und Bedeutung, die in der Markt- und Standortanalyse ermittelt worden sind. Es ist dabei festgestellt worden, dass die City nicht das Potential aufweist, um die oberzentrale Funktion und Stellung der Stadt allein wahrnehmen zu können. Eine solche Position und die Steigerung der Bedeutung der Stadt kann aber durch eine Neuorientierung der Zentrenstruktur mit einer Ausrichtung auf ein zweites Hauptzentrum erreicht werden. Es entsteht eine räumliche Konzentration des Einzelhandels auf leistungsfähige und somit zukunftsfähige Standorte. Hierdurch kann einerseits die Erhaltung und Stärkung der regionalen Ausstrahlung und der oberzentralen Versorgungsfunktion der Hauptzentren erreicht werden. Andererseits bedeutet die räumlich und funktional ausgewogene Verteilung weiterer Nebenzentren und ergänzender Standorte eine Erhaltung sowie Stärkung des Versorgungsnetzes und der Funktionsvielfalt. Im Besonderen kann die Sicherung und Weiterentwicklung eines flächendeckenden Nahversorgungsangebotes erreicht werden. Insgesamt bedeutet die Umsetzung dieses Entwicklungsleitbildes die Schaffung von Entscheidungs- und Investitionssicherheit bei entsprechender Umsetzung im Rahmen der Bauleitplanung.

14

Umsetzungs4 Instrumentelles Umse tzungs - und Steuerungskonzept
4.1 Das Zentrenkonzept

Im Zentrenkonzept wird das abgestufte System aller zentralen Versorgungsbereiche unter Berücksichtigung des Entwicklungsleitbildes für Duisburg definiert. Es baut auf der städtebaulichen Bestandsbewertung der relevanten Zentren auf und beinhaltet zudem Entwicklungsempfehlungen für die einzelnen zentralen Versorgungsbereiche. In der planerischen Praxis der Zentrendefinition ergibt sich in der Regel ein hierarchisch abgestuftes kommunales System aus Hauptzentren, aus Nebenzentren und aus Nahversorgungszentren (vgl. folgende Abbildung). Zusammen mit den übrigen Einzelhandelsstandorten im Stadtgebiet bilden die zentralen Versorgungsbereiche das gesamtstädtische Standortsystem.
Abbildung 8 : VersorgungsbeDas hierarchisch abgestufte System der örtlichen zentralen Versorgungsbereiche und sonstiger Standorte

Hauptzentren Nebenzentren Nahversorgungszentren

Quelle: eigene Darstellung

In der Herleitung der zentralen Versorgungsbereiche für Duisburg werden insgesamt folgende Aspekte berücksichtigt: ƒ Warenspektrum, Branchenvielfalt, räumliche Dichte, Funktion und Anordnung des Einzelhandelsbesatzes, ƒ Dichte ergänzender öffentlicher wie privater Zentren- und Versorgungsfunktionen wie etwa Dienstleistungen und Verwaltung, Gastronomie, Bildung und Kultur, ƒ Lage innerhalb des Siedlungsgebietes, die verkehrliche Einbindung in das öffentliche Personennahverkehrsnetz, die verkehrliche Erreichbarkeit für sonstige Verkehrsträger, bedeutende Verkehrsanlagen für das Zentrum wie etwa Busbahnhöfe und Stellplatzanlagen, ƒ städtebauliche Dichte und stadtstrukturelle Aspekte sowie ƒ die Gestaltung und Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes.

15

Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien und Aspekte ergeben sich für Duisburg 23 zentrale Versorgungsbereiche, die in ihrer räumlichen Festlegung je nach Einstufung in die Zentrenhierarchie unterschiedlich groß festgelegt sind. Die Haupt- und Nebenzentren sollen Ansiedlungsschwerpunkte der zukünftigen großflächigen Einzelhandelsentwicklung in Duisburg für sämtliche Sortimentsbereiche – insbesondere für zentren- und nahversorgungsrelevante sowie in Teilen für nicht zentrenrelevante Sortimente – werden.

4.1.1

Versorgung ersorgungs Die zentralen V ersorgung sbereiche in Duisburg

Für Duisburg werden unter Anwendung der vorgestellten Kriterien, Zielüberlegungen und des übergeordneten Entwicklungsleitbildes insgesamt 23 zentrale Versorgungsbereiche definiert.
Tabelle 5: Hierarchie der zentralen Versorgungsbereiche in Duisburg Innenstadt Hamborn/ Marxloh Walsum Meiderich Alt-Homberg Rheinhausen Buchholz Vierlinden Röttgersbach Neumühl Beeck Homberg-Hochheide Ruhrort/ Laar Neuenkamp Duissern Neudorf Hochfeld Wanheimerort Friemersheim Wedau/ Bissingheim Huckingen Hüttenheim Großenbaum

Hauptzentrum gem. LEPro NRW Nebenzentrum gem. LEPro NRW

Nahversorgungszentrum gem. LEPro NRW

Quelle: eigene Darstellung

Diese Zentren unterscheiden sich in ihrer jeweiligen Einzelhandelsausstattung und Versorgungsfunktion. Entsprechend ihrer jeweiligen Hierarchiestufe sollen sie als zentrale Versorgungsbereiche auch künftig abgestufte Funktionen übernehmen, insbesondere vor dem Hintergrund einer gesamtstädtisch bestmöglichen Aufgabenteilung und der Vermeidung wechselseitiger Funktionsbeeinträchtigungen. Diese Hierarchisierung orientiert sich zum einen an dem übergeordneten Entwicklungsleitbild für die Stadt Duisburg und greift zum anderen die bestehenden Strukturen auf. Zudem fließen auch stadtentwicklungspoliti-

16

sche Zielvorstellungen der Stadt Duisburg, z. B. in der Etablierung des zentralen Versorgungsbereichs Hamborn/ Marxloh als zweites Hauptzentrum, mit ein. Die nachstehende Abbildung verdeutlicht die räumliche Ausgestaltung des Zentren- und Standortkonzeptes für die Stadt Duisburg.
Abbildung 9 : Die Lage der zentralen Versorgungsbereiche im Stadtgebiet Duisburg
Hauptzentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 1 2 Innenstadt Hamborn/ Marxloh

3 8 4 3 9 17 2

Nebenzentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 3 4 5 6 7 Walsum Meiderich Alt-Homberg Rheinhausen Buchholz

10 5

11 6 7 4 5 9 13 8
Nahversorgungszentren (gem. i 24 a (2) LEPro NRW) 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 Vierlinden Röttgersbach Neumühl Beeck Homberg-Hochheide Ruhrort/ Laar Neuenkamp Duissern Neudorf Hochfeld Wanheimerort Friemersheim Wedau/ Bissingheim Huckingen Hüttenheim Großenbaum

12 10

14 18

1 11 16 12 17

15 19

13 6 14 18 19 15 20 7 16 21 22 23

22

Legende Hauptzentrum Nebenzentrum Nahversorgungszentrum

Quelle: eigene Darstellung. Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

17

4.1.2

Darstellung der beiden Hauptzentren

Das Hauptzentrum Innenstadt ist im Stadtbezirk Mitte verortet und ist der größte sowie funktional bedeutendste zentrale Versorgungsbereich Duisburgs. Dem Hauptzentrum Innenstadt sind die Stadtbezirke Mitte, Rheinhausen und Süd sowie die Stadtteile Hochheide, Alt-Homberg und Ruhrort funktional zugeordnet.9 Insgesamt verfügen diese Stadtbezirke und Stadtteile über rd. 293.400 Einwohner.
10: Abbildung 10 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Hauptzentrum Innen Innenstadt

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

9

Mit dem Begriff funktionale Zuordnung gem. §24a Abs. 2 LEPro NRW wird die Versorgungsfunktion eines zentralen Versorgungsbereichs für einen festgelegten Siedlungsbereich definiert. Das Hauptzentrum Innenstadt übernimmt eine Versorgungsfunktion für die oben aufgeführten Stadtbezirke und –teile.

18

Das Hauptzentrum Hamborn/ Marxloh ist im Stadtbezirk Hamborn im Norden Duisburgs verortet und ist neben dem Innenstadtzentrum als zweites Hauptzentrum der Stadt festgelegt. Dem zentralen Versorgungsbereich sind die Stadtbezirke Walsum, Hamborn, Meiderich-Beeck sowie der Stadtteil Baerl funktional zugeordnet, in diesen Gebieten wohnen insgesamt rd. 202.300 Einwohner.
11: Abbildung 11 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Hauptzentrum Ham Hamborn/ Marxloh

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

19

4.1.3

zent Übersicht der weiteren zen tralen Versorgungsbereiche Duisburg

Weiterhin sind in der Stadt Duisburg fünf zentrale Versorgungsbereiche als Nebenzentren räumlich festgelegt worden.
12: Abbildung 12 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Wal Wal sum

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 13: Abbildung 13 : Versor Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Meiderich

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

20

Abbildung 14 :

Neben Räumliche Festlegung d es zentralen Versorgungsbereichs Nebe n zentrum AltAlt - Homberg

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Rheinhausen

Abbildung 15 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08 Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Buch Buc h holz

Abbildung 16 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

21

Ergänzend zu den Haupt- und Nebenzentren wurden weitere 16 Nahversorgungszentren räumlich festgelegt.
Abbildung Abbildu ng 17 : Nahversorgungszent Räumliche Festlegung der Nahversorgungszen t ren
Nahversorgungszentrum Röttgersbach

Nahversorgungszentrum Vierlinden

Nahversorgungszentrum Neumühl

Nahversorgungszentrum Beeck

Nahversorgungszentrum Homberg-Hochheide

Nahversorgungszentrum Ruhrort/ Laar

22

Nahversorgungszentrum Neuenkamp

Nahversorgungszentrum Duissern

Nahversorgungszentrum Neudorf

Nahversorgungszentrum Hochfeld

Nahversorgungszentrum Wanheimerort

Nahversorgungszentrum Friemersheim

23

Nahversorgungszentrum Wedau-Bissingheim

Nahversorgungszentrum Großenbaum

Nahversorgungszentrum Huckingen

Nahversorgungszentrum Hüttenheim

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen

Zentraler Versorgungsbereich

Suchbereich für einen zentralen Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

24

4.2

Nahversorgungskon Das Nahversorgungsko n zept

Die Ausgangslage in Duisburg ist insgesamt gekennzeichnet durch eine quantitativ gute gesamtstädtische Ausstattung mit Lebensmittelverkaufsflächen. Diese Ausstattung gilt es zu sichern und zu stabilisieren, insbesondere wenn die Lebensmittelmärkte zugleich wichtige Frequenzbringer und Magnetbetriebe in den zentralen Versorgungsbereichen darstellen. In Teilbereichen des Stadtgebiets sind trotz der guten gesamtstädtischen Ausstattung Ergänzungsmaßnahmen sinnvoll, die auf Ebene der Stadtbezirke näher betrachtet werden müssen. Im Folgenden werden die übergeordneten Handlungsempfehlungen dargelegt: 1. Bestehende Lebensmittelmärkte in den zentralen Versorgungsbereichen nachfrageund zeitgemäß ausbauen. 2. Die zentralen Versorgungsbereiche durch Neuansiedlungen weiterer Lebensmittelmärkte in ihrer Nahversorgung stärken. 3. Standorte in städtebaulich integrierter Lage, die der räumlichen Nahversorgung dienlich sind, sollten gesichert und fortentwickelt werden. 4. Auch sollten künftige Neuansiedlungen in Stadtteilen mit geringem Nahversorgungsangebot erfolgen.

4.3

Das Sonderstandortekonzept

Im Sinne der gesamtstädtischen Standortbalance und der übergeordneten Zielstellung zur Einzelhandelsentwicklung in Duisburg sind mehrere Ziele mit der Weiterentwicklung der Sonderstandorte für nicht zentrenrelevante Sortimente verbunden. Gem. § 24 a LEPro NRW gilt für Einzelhandelsvorhaben mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten, dass diese auch außerhalb der zentralen Versorgungsbereiche ausgewiesen werden können, wenn die Standorte innerhalb eines im Regionalplan dargestellten Allgemeinen Siedlungsbereichs liegen und der Umfang der zentren- und nahversorgungsrelevanten Randsortimente maximal 10 % der Verkaufsfläche (maximal 2.500 m²) beträgt. Gemäß dem Entwicklungsleitbild für die Stadt Duisburg ist die Stärkung der Haupt- und Nebenzentren (und weiterer zentraler Versorgungsbereiche) die höchste Priorität städtischer Entwicklungsmaßnahmen und Planungen beizumessen. Aufgrund dieser besonderen Bedeutung der zentralen Versorgungsbereiche ist eine Konzentration der Einzelhandelsentwicklung auch mit nicht zentrenrelevanten Sortimenten vorrangig in diesen Bereichen anzustreben. Zu empfehlen ist nur eine Weiterentwicklung bestehender Sonderstandorte, die im räumlichen Zusammenhang zu einem zentralen Versorgungsbereich liegen und somit dem Ziel der Zentrenstärkung entsprechen. Für die übrigen Sonderstandorte soll lediglich der Bestand hinsichtlich der Verkaufsfläche und der derzeitigen Sortimente gesichert werden.

25

Die folgende Abbildung zeigt die gesamtstädtische Verortung der Sonderstandorte.
Abbildung 18 : Sonderstandorte Sonderstandort e konzept

a a

mix

n n

nvr

b i nzr j d nzr c nzr

mix mix

Fachmarktagglomeration Bedeutender Fachmarktsolitär

k

nzr e mix v nzr
nvr nzr

(Perspektivische) Fachmarktagglomeration/ (perspektivischer) bedeutender Fachmarktsolitär NuG-Agglomerartion
Ausrichtung des Warenangebots mix gemischt (ohne eindeutigen Schwerpunkt) überwiegend nahversorgungsrelevant (> 80 % d. VKF) überwiegend nicht zentrenrelevant (> 80% d. VKF)

f p s nvr

mix

v u l

nzr nzr nzr q

nvr oo nvr nvr nzr u

nvr mix

r

nvr

nvr g

h t nvr nvr m

mix nvr

a. b. c. d. e. f. g. h. i. j. k. l. m. n. o. p. q. r. s. t. u. v.

Fachmarktagglomeration Holtener Straße Fachmarktagglomeration Theodor-Heuss-Straße Fachmarktagglomeration Mercator-Center Fachmarktagglomeration Westender Straße Fachmarktagglomeration Kasslerfeld Fachmarktagglomeration Rheinhausen-Hochemmerich Fachmarktagglomeration Forststraße/ Kaiserwertherstraße Fachmarktagglomeration Keniastraße Bedeutender Fachmarktsolitär Ikea/ Beecker Straße Bedeutender Fachmarktsolitär Praktiker/ Essen-Steeler-Straße Bedeutender Fachmarktsolitär Praktiker/ Am alten Schacht Bedeutender Fachmarktsolitär Stewes Bauzentrum/ Adelenstraße Bedeutender Fachmarktsolitär Real/ Buscherstraße NuG- Agglomeration Schlachthofstraße NuG- Agglomeration Neudorf-Süd NuG- Agglomeration Flutweg NuG- Agglomeration Kulturstraße NuG- Agglomeration Rathausallee NuG-Agglomeration Lindenallee NuG-Agglomeration Im Bonnefeld Fachmarktagglomeration Möbel/ Duisburger Freiheit* Bedeutender Fachmarktsolitär Möbelfachmarkt/ Fehrbellinstraße * Berücksichtigt aufgrund des Beschlusses des Rates der Stadt Duisburg vom 09.03.2009 zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Möbelhaus.

Quelle:

eigene Darstellung

26

4.4

Duisburger Die „Duisburger Sortimentsliste“ „ Duisburg

Zur Feinsteuerung von Einzelhandelsvorhaben ist die Definition der in Duisburg als zentrenrelevant zu bewertenden Sortimente (Sortimentsliste) erforderlich. Erst mit Vorliegen einer solchen „Duisburger Liste“ kann die Bauleitplanung im Zusammenspiel mit den Ansiedlungsleitsätzen des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes über zulässige, begrenzt zulässige oder nicht zulässige Vorhaben entscheiden. Bei der Herleitung der Sortimentsliste ist die Einzelhandelsbestandsstruktur von besonderer Bedeutung, insbesondere hinsichtlich der Verkaufsflächenanteile der Sortimente und der Sortimentsschwerpunkte nach städtebaulichen Lagen. Das Landesentwicklungsprogramm NRW enthält in § 24 a Abs. 2 eine Anlage mit „zentrenrelevanten Leitsortimenten“, die in der Bauleitplanung zu beachten sind. Darüber hinaus sind die im regionalen Einzelhandelskonzept gemachten Empfehlungen zu den Sortimentslisten zu berücksichtigen. Im Ergebnis der Sortimentsanalyse ergibt sich die folgende Liste zentren- bzw. zentren- und nahversorgungsrelevanter und nicht zentrenrelevanter Sortimente in Duisburg als sog. „Duisburger Liste“.

27

Tabelle 6 :

„Duisburger Liste“
Sorti Zentrenrelevante Sorti mente ZentrenSor Zentren - und nahversorgungsrelevante So rtimente Schnittblumen Drogerie, Kosmetik/ Parfümerie Nahrungs- und Genussmittel Pharmazeutische Artikel Tierfutter Zeitungen/ Zeitschriften Nicht zentrenrelevante Sortimente Sortimente Baumarkt-Sortiment im engeren Sinne Boote und Zubehör Elektrogroßgeräte Gartenartikel [Gartenmöbel zu Möbel] Kfz-Zubehör Möbel Pflanzen/ Samen

Augenoptik Bekleidung [Sportbekleidung zu Sportartikel] Bettwaren Bücher Computer (PC-Hardware und -Software) Elektrokleingeräte Fahrräder und Zubehör Foto- und optische Erzeugnisse und Zubehör Glas/ Porzellan/ Keramik Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Hausrat Heimtextilien/ Gardinen Kinderwagen Kurzwaren/ Schneidereibedarf/ Handarbeiten sowie Meterware für Bekleidung und Wäsche Leuchten/ Lampen Medizinische und orthopädische Geräte Musikinstrumente und Musikalien Papier/ Büroartikel/ Schreibwaren sowie Künstler- und Bastelbedarf Parfümerie Schuhe, Lederwaren Spielwaren Sport- und Campingartikel [Campingmöbel zu Möbel/ Angelbedarf zu Waffen/ Jagdbedarf/ Angeln] Telekommunikationsartikel Uhren/ Schmuck Unterhaltungselektronik Waffen/ Jagdbedarf/ Angeln Wohneinrichtungsbedarf, Bilder/ Poster/ Bilderrahmen/ Kunstgegenstände [Wohnmöbel zu Möbel]

Teppiche [Teppichböden zu Baumarktsortiment im engeren Sinne] Zoologischer Bedarf und lebende Tiere

Quelle:

eigene Darstellung auf Basis der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Für die kommunale Feinsteuerung ist es erforderlich, diese Sortimentsliste bei der textlichen Festlegung (bzw. Begründung) von einzelhandelstangierenden Bauleitplänen konkret anzuwenden.

28

4.5

Die Ansiedlungsleitsätze

Die Ansiedlungsleitsätze enthalten Regelungen zu einem ausgewogenen Verhältnis der folgenden Ziele untereinander: ƒ Stärkung der Zentren: Sicherung und Entwicklung einer bestehende Strukturen aufgreifenden und gegliederten Zentrenstruktur, ƒ Nahversorgung: bestehendes Nahversorgungsangebot in den zentralen Versorgungsbereichen sichern und weiterentwickeln sowie Erhaltung und Stärkung einer räumlich ausgewogenen Nahversorgung, ƒ Sonderstandorte: im Rahmen eindeutiger Regelungen nur Standorte für den großflächigen, nicht zentrenrelevanten Einzelhandel ermöglichen, ohne hierbei die Entwicklung der Zentren oder der Nahversorgung zu beeinträchtigen.

Folgende Ansiedlungsleitsätze werden für Duisburg empfohlen: Einzelhan Leitsatz I: Zentrenrelevanter Einzelha ndel als Hauptsortiment primär in den zentralen Hauptsortiment Versorgungsbereichen… a) in den Hauptzentren je Vorhaben unbegrenzt,10 b) in den Nebenzentren je Vorhaben im Rahmen der Kaufkraft in den funktional zugeordneten Stadtteilen, c) in den Nahversorgungszentren je Vorhaben entsprechend der Kaufkraft im funktional zugeordneten Stadtteil, max. bis zu 800 m² VKF, d) begrenzt auch ausnahmsweise in sonstigen städtebaulich integrierten Lagen, sofern das geplante Angebot (i. d. R. kleinteilig) ausschließlich auf die Versorgung des (engeren) Gebietes bezogen ist. Leitsatz II: Einzelhandel mit nahversorgungsrelevantem Hauptsortiment… Hauptsorti ment… a) primär in den zentralen Versorgungsbereichen,11 b) zur Gewährleistung der Nahversorgung ausnahmsweise an sonstigen städtebaulich integrierten Standorten (i. d. R. kleinteilig).

10

Sofern nicht landesplanerische und städtebauliche Gründe (etwa der Schutz von zentralen Versorgungsbereichen in Nachbarkommunen bzw. das Beeinträchtigungsverbot) eine (Teil-)Begrenzung erforderlich werden lassen. Unter Berücksichtigung planungsrechtlicher und landesplanerischer Vorgaben (Kongruenz, Beeinträchtigungsverbot).

11

29

zentren Einzelhandel… Leitsatz III: Großflächiger nicht zentrenrelevanter Einzelhandel… a) primär in den Haupt- und Nebenzentren oder in unmittelbarer Nähe dazu und an den im Sonderstandortekonzept empfohlenen Sonderstandorten, b) im Regelfall keine Erweiterung; nur im Einzelfall bei besonderer städtebaulicher Zielsetzung auch an weiteren Standorten. EinzelLeitsatz IV: Zentrenrelevanter Einzelhandel als Randsortiment in großflächigen Einzelhan ha ndelsbetrieben begrenzen... a) bis zu max. 10 % der VKF eines Vorhabens, insg. max. 2.500 m² VKF12 gem. LEPro NRW b) in den Haupt- und Nebenzentren keine Beschränkung des zentrenrelevanten Randsortimentes.13 HandwerksLeitsatz V: Ausnahmsweise sollen Verkaufsstellen von Handwerks-, produzierenden weiterverarbeiten und weiterverarbeitenden Gewerbebetrieben verwirklicht werden „Handwerkerpriv rkerprivi „Handwerkerpriv ileg“), wenn ƒ eine räumliche Zuordnung zum Hauptbetrieb, ƒ die Errichtung im betrieblichen Zusammenhang, ƒ eine deutliche flächen- und umsatzmäßige Unterordnung sowie eine sortimentsbezogene Zuordnung zum Hauptbetrieb gegeben ist und ƒ wenn eine Verkaufsflächenobergrenze von max. 800 m² nicht überschritten wird. Die Zulässigkeit von Verkaufsstellen an landwirtschaftlichen Betrieben bemisst sich im Übrigen nach §§ 35 bzw. 201 BauGB.

12

Im Einzelfall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Teilverkaufsflächengröße einzelner oder mehrerer zentrenrelevanter Randsortimente zu keinen schädlichen Auswirkungen führen. Sofern nicht landesplanerische und städtebauliche Gründe (etwa der Schutz von zentralen Versorgungsbereichen in Nachbarkommunen bzw. das Beeinträchtigungsverbot) eine (Teil-)Begrenzung erforderlich werden lassen.

13

30

5 Sonderteil Stadtbezirk Rheinhausen
MarktRheinhau 5.1 Markt- und Standortanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Rheinha u sen Eben e
5.1.1 StrukturRäumliche Rahmenbedingungen und untersuchungsrelevante Struktu rdaten für den Stadtbezirk Rheinhausen

Die folgende Karte gibt einen Überblick über die Lage des Stadtbezirks Rheinhausen im Gefüge der Stadt Duisburg.
Abbildung 19 : Siedlungsstruktur Stadtbezirks Si edlungsstruktur des Stadtbezirk s Rheinhausen

Rheinhau Rheinhau sen

Legende
Wohn- und Gewerbefläche Industriefläche Bundesautobahn Schnellstraße Stadtbezirksgrenze Stadtgrenze

Quelle:

eigene Darstellung

31

Der Stadtbezirk Rheinhausen besteht aus den Stadtteilen Rheinhausen-Mitte, Hochemmerich, Bergheim, Friemersheim und Rumeln-Kaldenhausen. Die Bevölkerungszahl des Stadtbezirks Rheinhausen liegt bei rd. 78.00014 Einwohnern. Die Bevölkerung verteilt sich im Stadtbezirk Rheinhausen wie folgt:
Tabelle 7 : Bevölkerungsverteilung im Stadtbezirk Rheinhausen
Stadtteil Rheinhausen-Mitte Hochemmerich Bergheim Friemersheim Rumeln-Kaldenhausen Summe Einwohner 8.614 17.589 21.258 12.815 17.657 77.933 in Anteil i n % rd. 11 rd. 23 rd. 27 rd. 16 rd. 23 rd.100

Quelle:

Stadt Duisburg, Bevölkerungsstatistik Stand: 31.12.2007

Im Stadtbezirk Rheinhausen haben die Stadtteile Bergheim, Rumeln-Kaldenhausen und Hochemmerich die höchste Einwohnerzahl, während der Stadtteil Reinhausen-Mitte die wenigsten Einwohner aufweist.

5.1.2 Angebotsanalyse auf Ebene des Stadtbezirks Rheinhausen
In der nachfolgenden Tabelle erhält man einen Überblick über die einzelhandelsrelevante Ausstattung des Stadtbezirks Rheinhausen mit Einzelhandelsbetrieben und es wird ein Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2001 hergestellt.
Tabelle 8 : Einzelhandelsbestand Einzelhandels bestand im Stadtbezirk Rheinhausen GfK Prisma 2001 Einzelhandelsbetrie Anzahl der Einzelhandelsbetri e be Verkaufsfläche (in m²) Verkaufsfläche je Einwohner (in m²) ahVerkaufsfläche Warengruppe N ahrungsGenussmittel rungs - und G enussmittel je EW (in m²) Quelle: 409 rd. 68.906 1,13 Stadt + Handel 2008 383* rd. 96.520* 1,24

0,28

0,38

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; *exklusive Leerstände

14

Stadt Duisburg, Stand: 31.12.2007.

32

Im Erhebungszeitraum im Jahr 2008 waren im Stadtbezirk Rheinhausen 383 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von rd. 96.520 m² verortet. Die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe ist im Vergleich zur Untersuchung der GfK Prisma aus dem Jahr 2001 um rd. 6 % abgesunken. Dagegen ist die Verkaufsfläche in diesem Zeitraum um rd. 39 % angewachsen. Die Verkaufsflächenausstattung im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel liegt mit rd. 0,38 m2 je Einwohner über dem Bundesdurchschnitt (etwa 0,33 – 0,35 m2/ EW) und ist verglichen zur Untersuchung von 2001 angestiegen. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über den Verkaufsflächenbestand nach Sortimentsgruppen im Stadtbezirk Rheinhausen.
Abbildung 20 : RheinhauVerkaufsflächenbestand nach Sortimentsgruppen im Stadtbezirk Rheinhausen (in m²) m² )

N ah run gs- u nd Ge nussm ittel Drogerie/ Parfüme rie/ Kosmetik, Apothe ke n Blume n, zoolog isch er Be darf PBS , Ze itun gen/ Zeitsch riften, Büche r Be kleidu ng S chuh e/ Lede rware n Pflan zen/Garte nbe darf B au marktsortime nt i.e.S. G PK/ Hau srat/ Ein richtu ngszu behör S pie lwaren / Basteln/ Hobby/ Musikin stru mente Sportartikel/ Fahrräde r/ Camping Med izin isch e und orth opädische Artikel/ Optik Tepp iche / Gardine n/ Dekostoffe/ S ich t- u nd Sonne nschu tz Bettwaren, Haus-/ Be tt-/ Tischwäsch e Möbel Elektro/ Le uchten/ Haushaltsge räte Ne ue Med ie n/ Unterh altu ngse le ktron ik Uh ren / Schmu ck S onstiges 0 1.6 20 1 .3 10 4 10 820 5.000 10.00 0 15 .0 00 2 0.000 25 .0 00 3 .7 80 2 .2 50 2.150 6 90 74 0 1.16 0 4.4 70 8 .380 1 .3 30 23 .290 1.8 40 1.700 5 .3 50 5.470

29.7 60

3 0.000

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet

Im Stadtbezirk Rheinhausen verzeichnen die Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 29.800 m²) und Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 23.300 m²) den größten Verkaufsflächenbestand. Dahinter folgen die Sortimentsgruppen Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 5.500 m²), Bekleidung (rd. 5.400 m²) und Möbel (rd. 4.500 m²).

33

Die folgende Tabelle stellt die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe und die Verteilung der Verkaufsfläche in den Stadtteilen des Stadtbezirks Rheinhausen dar.
Tabelle 9 : StadtAnzahl der Einzelhandelsbetriebe und Verteilung der Verkaufsfläche im Stad tbezirk Rheinhausen nach Stadtteilen
Hochemmerich Hochem RumelnRumeln Kaldenhausen Kalden
58 15 % 24.840 26 %

Anzahl der Betriebe Anteil Verkaufsfläche (in m²) Anteil

62 16 % 16.110 17 %

Friemers heim Friemers

49 13 % 10.040 10 %

188 49 % 41.950 43 %

7% 3.540 4%

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Leerstände nicht enthalten; Werte der Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

Der Stadtteil Hochemmerich weist im Stadtbezirk Rheinhausen mit fast der Hälfte (rd. 49 %) aller Betriebe den größten Einzelhandelsbestand auf. Dahinter folgen die Stadtteile Bergheim (rd. 16 %), Rumeln-Kaldenhausen (rd. 15 %) und Friemersheim (rd. 13 %). Auch bei der Verkaufsfläche hat der Stadtteil Hochemmerich den größten Anteil (rd. 43 %). Darauf folgen die Stadtteile Rumeln-Kaldenhausen (rd. 26 %), und Bergheim (rd. 17 %).

34

RheinhausenRheinhausenMitte
26

Bergheim

Wie sich die Einzelhandelsstruktur im Stadtbezirk Rheinhausen nach den städtebaulichen Lagebereichen15 darstellt, ist in der folgenden Tabelle zu sehen.
10: Tabelle 10 : städtebaulichen RheinEinzelhandelsstruktur nach städt ebaulichen Lagebereichen im Stadtbezirk Rhei nhausen
Zentren Be Anzahl der B e triebe Anteil (in %) Verkaufsfläche (in m²) Anteil An teil (in %) 189 49 24.870 26 Sonstige städtebaulich integrierte Lagen (siL) 161 42 22.370 23 inStädtebaulich nicht i ntegrier tegrie r te Lagen (niL) 33 9 49.270 51

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Leerstände nicht enthalten; Werte der Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

Die meisten Einzelhandelsbetriebe im Stadtbezirk Rheinhausen (rd. 49 %) befinden sich in den Zentren, gefolgt von den sonstigen städtebaulich integrierten Lagen (rd. 42 %). Dagegen befindet sich in den städtebaulich nicht integrierten Lagen lediglich ein Anteil von rd. 9 % der Einzelhandelsbetriebe des Stadtbezirks Rheinhausen. Die Einzelhandelsbetriebe in den städtebaulich nicht integrierten Lagen nehmen jedoch mehr als die Hälfte der Verkaufsfläche ein, gefolgt von den Zentren (rd. 26 %). In den sonstigen städtebaulich integrierten Lagen liegt der Anteil der Verkaufsfläche bei rd. 23%. Die städtebaulich nicht integrierten Lagen weisen zwar einen hohen Anteil der Verkaufsfläche auf, aber rd. 66 % davon entfallen auf Sortimente, die üblicherweise in solchen Lagen anzusiedeln sind (z. B. Pflanzen/ Gartenbedarf, Baumarktsortiment, Möbel).

15

Als städtebaulich integrierte Lage (auch: sonstige integrierte Lage) werden diejenigen Siedlungsbereiche bezeichnet, die in Wohnbereiche eingebettet sind. Die bauliche Dichte sowie die Dichte der Einzelhandelsnutzungen und sonstigen Funktionen reicht in dieser Lage nicht aus, diese Lage als zentraler Versorgungsbereich, d. h. Hauptgeschäftszentrum bzw. Stadtteil- oder Ortsteilzentrum einzuordnen. Städtebaulich nicht integrierte Lagen unterscheiden sich von den sonstigen integrierten Lagen durch die fehlende Einbettung in die sie umgebende Wohnbebauung. In der Regel trifft die Bezeichnung auf Einzelhandelsstandorte in Industrie- oder Gewerbegebieten sowie im Außenbereich zu.

35

Des Weiteren kann der Einzelhandelsbestand nach verschiedenen Sortimentsgruppen unterschieden werden (vgl. folgende Abbildung).
Abbildung 21 : Lagebereichen StadtbeEinzelhandelsbestand nach Warengruppen und L agebereichen im Stadtb ezirk Rheinhausen

Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bed arf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher Bekleidung Schuhe/ Led erwaren Pflanzen/Gartenbed arf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hob by/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camp ing M edizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Med ien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstig es 0 5.000 10.000 15.000
Zentren siL

20.000
niL

25.000

30.000

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Die Zentren im Stadtbezirk Rheinhausen weisen bei den Angeboten aus den Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 8.800 m²), Bekleidung (rd. 4.000 m²) und Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 2.700 m²) die größten Verkaufsflächen auf. In den sonstigen städtebaulich integrierten Lagebereichen gibt es die größten Verkaufsflächen bei den Warengruppen Nahrungs- und Genussmittel (rd. 12.600 m²), Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken (rd. 1.800 m²) und Bekleidung (rd. 1.200 m²). In den städtebaulich nicht integrierten Lagebereichen nehmen Angebote aus den Sortimenten Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 22.700 m²), Nahrungs- und Genussmittel (rd. 8.400 m²), Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 6.800 m²) und Möbel (rd. 3.200 m²) die größten Verkaufsflächen ein.

36

Die folgende Abbildung stellt den Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Rheinhausen nach Größenklassen differenziert dar.
Abbildung 22 :
100%

Einzelhandelsbestand nach Größenklassen im Stadtbezirk Rheinhausen
6 22 23 20 48 35.840

80%

60%

80 24.580

40% 13.090 20% 184 5.740 7.190 5.390 4.700 Anzahl der Betriebe <50m² 401-800m² 50-100m² 801-2000m² 101-200m² >2000m² Verkaufsfläche 201-400m²

0%

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet

Im Stadtbezirk Rheinhausen weisen rd. 69 % der Einzelhandelsbetriebe eine Verkaufsfläche von 100 m² oder weniger auf. Diese Betriebe vereinigen rd. 10 % der gesamten Verkaufsfläche des Stadtbezirks Rheinhausen auf sich. Dagegen besitzen rd. 7 % der Einzelhandelsbetriebe eine Verkaufsfläche von mehr als 800 m², wobei diese insgesamt über 60 % der gesamten Verkaufsfläche des Stadtbezirks Rheinhausen einnehmen.

37

5.1.3 Nachfrageanalyse im Stadtbezirk Rheinhausen
Im Folgenden werden die Merkmale der Nachfrageseite im Stadtbezirk Rheinhausen analysiert. Zur Abbildung der Nachfragesituation wird in der vorliegenden Untersuchung sowohl auf sekundärstatistische Rahmendaten der BBE zurückgegriffen, als auch auf eigene primärstatistisch erhobene Werte aus der Haushaltsbefragung und der Einzelhändlerbefragung. Einkaufsorientie sorientierung 5.1.3.1 Kaufkraft und Einkauf sorientierung Die folgende Tabelle zeigt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Stadtbezirk Rheinhausen differenziert nach Warengruppen auf.
11: Tabelle 11 : Warengruppen und Kaufkraft im Stadtbezirk Rheinhausen Kaufkraft (Mio. €) 145,6 22,0 5,3 13,7 186,6 32,6 7,8 5,5 35,6 5,0 7,9 5,6 99,9 5,3 4,4 4,1 20,0 9,1 25,9 3,5 3,1 75,4 361,8

Warengruppen
Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher

Bedarfsbereich* kurzfristiger Bedarfsb e reich *
Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping

Bedarfsbereich* mittelfristiger Bedarfsb e reich *
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenh t Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges

Bedarfsbereich* langfristiger Bedarfsb e reich * Gesamt* Gesamt * Quelle:

eigene Berechnungen auf Basis BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

38

Der Stadtbezirk Rheinhausen verfügt über eine einzelhandelsrelevante Kaufkraft von rd. 362 Mio. €. Davon entfällt rd. die Hälfte (rd. 187 Mio. €) auf den kurzfristige Bedarfsbereich, wobei die Warengruppe Nahrungs- und Genussmittel den mit Abstand höchsten Wert (rd. 146 Mio. €) der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft einnimmt. Im mittelfristigen Bedarfsbereich liegt die einzelhandelsrelevante Kaufkraft bei rd. 100 Mio. €. Den Hauptanteil nehmen hier das Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 36 Mio. €) und die Sortimentsgruppe Bekleidung (rd. 33 Mio. €) ein. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft liegt im langfristigen Bedarfsbereich bei rd. 74 Mio. €, darunter haben die Sortimente Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (rd. 26 Mio. €) und Möbel (rd. 20 Mio. €) die höchsten Werte. Anhand einer telefonischen Haushaltsbefragung wurde die Einkaufsorientierung der Einwohner des Stadtbezirks Rheinhausen abgefragt. Die Ergebnisse liefern Aufschluss über die Bindung der Kaufkraft durch den lokalen Einzelhandel sowie über die Abflüsse der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft in die übrigen Stadtbezirke Duisburgs oder das Umland. Dadurch wird ermöglicht, dass Aussagen hinsichtlich der Attraktivität des Stadtbezirks Rheinhausen als Einzelhandelsstandort getroffen werden können (vgl. folgende Abbildung).
Abbildung 23 : Rheinhausen Einkaufsorientierung im Stadtbezirk Rh einhausen
Nahrungs- und Genussmittel Drogerie/Parfümerie/Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/Zeitschriften, Bücher Bekleidung Schuhe/Lederwaren Pflanzen/Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/Hausrat/Einrichtungszubehör Spielwaren/Basteln/Hobby/Musikinstrumente Sportartikel/Fahrräder/Camping Med. & orthopäd. Artikel/Optik Teppiche/Gardinen/Dekostoffe/Sichtschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/Leuchten/Haushaltsgeräte Medien Uhren/Schmuck

Rheinhausen Quelle:

Abfluss

0%

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70%

80%

90% 100%

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008

Bei dem Einkauf von kurzfristigen Bedarfsgütern ist eine überwiegende Orientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen vorhanden. Die Sortimentsgruppen Nahrungs- und Genuss-

39

mittel, Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken und Blumen, zoologischer Bedarf weisen eine Einkaufsorientierung von über 75 % auf, was bedeutet, dass die Orientierung auf die übrigen Stadtbezirke Duisburgs oder in das Umland weniger als 25 % beträgt. Bei den Sortimenten des mittelfristigen Bedarfs, ist bei den Warengruppen Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 71 %), Baumarktsortiment i.e.S. (rd. 67 %) und Sportartikel/ Fahrräder/ Camping (rd. 59 %) eine überwiegende Orientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen vorhanden. Dagegen liegt die Orientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen für die übrigen Warengruppen aus dem mittelfristigen Bedarfsbereich bei unter 50 %, was bedeutet, dass eine größere Einkaufsorientierung auf die übrigen Stadtbezirke oder das Umland vorhanden ist. Hinsichtlich der Sortimente des langfristigen Bedarfs stellt sich die Orientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen ähnlich dar, da hier die Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen bei allen Sortimentsgruppen, außer der Sortimentsgruppe Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik, unter 40 % liegt. Diese Sortimentsgruppe weist eine Orientierung von rd. 68 % auf, demgegenüber ist bei der Sortimentsgruppe Möbel eine Einkaufsorientierung auf die anderen Stadtbezirke und das Umland von rd. 90 % ermittelt worden. Insgesamt beträgt die Einkaufsorientierung auf den Stadtbezirk Rheinhausen über alle Sortimentsgruppen rd. 63 %. 5.1.3.2 Umsatzermittlung und Zentralität Die Ermittlung der aktuellen Umsätze16 im Einzelhandel des Stadtbezirks Rheinhausen basiert auf allgemeinen und für Duisburg und die Duisburger Stadtbezirke spezifizierten angebots- wie nachfrageseitigen Eingangsparametern: ƒ Als Ausgangsbasis der Umsatzschätzung werden die durchschnittlichen Flächenproduktivitäten der Vertriebsformen sowie spezifische Kennwerte einzelner Anbieter zugrunde gelegt: Ein Datenportfolio des Büros Stadt + Handel wird laufend entsprechend der Werte aus der aktuellen Handelsfachliteratur aktualisiert. Hochgerechnet auf den Verkaufsflächenbestand ergibt sich unter Berücksichtigung nachfrageseitiger Rahmenbedingungen (insb. des einzelhandelsrelevanten Kaufkraftniveaus im Stadtbezirk Rheinhausen) eine Datenübersicht des Umsatzes im Einzelhandel des Stadtbezirks Rheinhausen. ƒ Durch die Vor-Ort-Begehungen im Rahmen der Bestandserhebung konnte neben der Erfassung der Verkaufsflächen je Sortimentsgruppe die konkrete Situation vor Ort berücksichtigt werden. So fließt die Qualität der jeweiligen mikroräumlichen Standortrahmenbedingungen in die Umsatzberechnung ebenso ein, wie die mit Blick auf das mögliche Umsatzpotential relevante Qualität der jeweiligen siedlungsstrukturellen Lage eines Betriebes (Innenstadtzentrum [Haupt-, Neben-, Ergänzungslage], Gewerbegebiet, Streulage etc.).

16

Umsätze nachfolgend angegeben als Brutto-Jahresumsatz.

40

Für den Stadtbezirk Rheinhausen wurde ein Einzelhandelsumsatz von rd. 288 Mio. € ermittelt. Der größte Anteil dieses Umsatzes wird durch die kurzfristigen Bedarfsgüter (rd. 183 Mio. €) erzielt, davon entfallen rd. 151 Mio. € auf die Sortimentsgruppe Nahrungsund Genussmittel. Der Anteil, den der mittelfristige Bedarfsbereich am Einzelhandelsumsatz des Stadtbezirks Rheinhausen umfasst, beträgt rd. 70 Mio. €, während der Anteil der langfristigen Bedarfsgüter bei rd. 34 Mio. € liegt. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft im Stadtbezirk Reinhausen liegt mit rd. 362 Mio. € über dem Einzelhandelsumsatz. Das entspricht einer Zentralität von 79 %.17 Der höchste Zentralitätswert wird von der Sortimentsgruppe Pflanzen/ Gartenbedarf (rd. 140 %), erreicht, während die niedrigste Zentralität bei der Warengruppe Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (34 %) liegt (vgl. nachstehende Abbildung).

17

Die Zentralität (bzw. Zentralitätskennziffer) einer Kommune verdeutlicht das relative Verhältnis zwischen den erzielten Umsätzen und der potentiell verfügbaren Kaufkraft vor Ort. Sie wird als Quotient dieser beiden Werte ermittelt. Ein Wert unter 100 % beinhaltet, dass in der Summe aller Kaufkraftzuflüsse und -abflüsse Einzelhandelskaufkraft in andere Orte abfließt; ein Wert über 100 % beschreibt umgekehrt den per Saldo erkennbaren Gewinn aus anderen Orten.

41

12: Tabelle 12 : Warengruppen

AngebotsÜberAngebots - und Nachfragedaten für den Stadtbezirk Rheinhausen in der Übe rsicht (Zentralität) VKF (m²) BruttoBrutto JahresJahres u m satz (Mio. €) EinzelEinze lhandelsre levante Kaufkraft Kauf (Mio. €) 145,6 22,0 5,3 13,7 186,6 32,6 7,8 5,5 35,6 5,0 7,9 5,6 99,9 5,3 4,4 4,1 20,0 9,1 25,9 3,5 3,1 75,4 361,8 Zentrali Zentral i tät VKF (m²) / Einwohner

Nahrungs- und Genussmittel (NuG) Drogerie/ Parfümerie/ Kosmetik, Apotheken Blumen, zoologischer Bedarf PBS, Zeitungen/ Zeitschriften, Bücher

29.760 5.470 1.840 1.700 38.770 5.350 1.330 23.290 8.380 3.780 2.250 2.150 46.530 690 740 1.160 4.470 1.620 1.310 410 820 11.220 96.520

150,9 19,3 4,3 9,1 183,6 13,5 3,9 7,8 27,8 3,6 7,8 5,6 70,0 4,3 2,0 2,0 7,5 4,7 8,8 2,2 2,5 34,0 287,6

104 % 88 % 80 % 66 % 98 % 41 % 50 % 140 % 78 % 73 % 99 % 100 % 70 % 81 % 45 % 48 % 37 % 52 % 34 % 62 % 82 % 45 % 79 %

0,38 0,07 0,02 0,02 0,50 0,07 0,02 0,30 0,11 0,05 0,03 0,03 0,60 0,01 0,01 0,01 0,06 0,02 0,02 0,01 0,01 0,14 1,24

Bedarfsbe kurzfristiger Bedarfsb e reich*
Bekleidung Schuhe/ Lederwaren Pflanzen/ Gartenbedarf Baumarktsortiment i.e.S. GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Sportartikel/ Fahrräder/ Camping

Bedarfsbe mittelfristiger Bedarfsb e reich*
Medizinische und orthopädische Artikel/ Optik Teppiche/ Gardinen/ Dekostoffe/ Sicht- und Sonnenschutz Bettwaren, Haus-/ Bett-/ Tischwäsche Möbel Elektro/ Leuchten/ Haushaltsgeräte Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Uhren/ Schmuck Sonstiges

edarfsbe langfristiger Bedarfsbe reich* B edarfsb Gesamt* Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2008/ 2009, IfH 2008, laufende Auswertung Lebensmittelzeitung, BBE 2008; *Abweichungen in den Summen ergeben sich aus Rundungen

42

5.1.3.3 Standortbewertungen aus Sicht der Kunden Für eine Bewertung des Duisburger Einzelhandels wurden Bürger aus dem Stadtbezirk Rheinhausen telefonisch befragt, ob sie Angebote in Duisburg vermissen.
Abbildung Abbild ung 24 : Vermisste Angebote in Duisburg

28%
ja nein

72%

Quelle:

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008, n = 159; Frage: „Gibt es Artikel oder Angebote, die Sie beim Einkauf in Duisburg vermissen?“; Wohnort der Respondenten: Rheinhausen

Rd. 72 % der befragten Hauhalte im Stadtbezirk Rheinhausen verneinen die Frage, ob sie Angebote in Duisburg vermissen, wogegen ein Anteil von rd. 28 % der befragten Haushalte Sortimente in der Stadt Duisburg vermisst. Die nachfolgende Tabelle liefert einen Überblick darüber, welche Angebote je nach Sortiment in Duisburg vermisst werden.
Tabelle 13: 13: Vermisste Angebote in Duisburg im D etail Antworten (in %) 39 18 16 11 11

Vermisste Angebote Bekleidung GPK, Hausrat, Einrichtungszubehör Neue Medien/ Unterhaltungselektronik Schuhe/ Lederwaren Spielwaren/ Basteln/ Musikinstrumente Quelle:

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. von Stadt + Handel 08/ 2008, n = 44; Frage: „Welche Artikel oder Angebote vermissen Sie?“, Mehrfachnennungen möglich, Antworten beziehen sich auf diejenigen, die etwas vermissen; Wohnort der Respondenten: Rheinhausen

Von den vermissten Angeboten in Duisburg aus Sicht der befragten Haushalte aus dem Stadtbezirk Rheinhausen wurde mit rd. 39 % die Sortimentgruppe Bekleidung am häufigsten genannt. Darauf folgen mit Abstand die Sortimentgruppen GPK, Hausrat, Einrichtungszubehör (rd. 18 %), Neue Medien/ Unterhaltungselektronik (rd. 16 %), Schuhe/ Lederwaren (rd. 11 %) sowie Spielwaren/ Basteln/ Musikinstrumente (rd. 11 %).

43

Einkaufshäufigkeit Die Veränderung der Einkaufshäufigkeit gibt Hinweise auf die Kundenzufriedenheit mit bestimmten Standorten. Daher zeigt folgende Abbildung die Angaben der Bevölkerung im Stadtbezirk Rheinhausen zum Aspekt der Einkaufshäufigkeit.
Abbildung 25 : Veränderung der Einkaufshäufigkeit in den letzten drei Jahren im Vergleich zu ausgewählten Konkurrenzstandorten
2% Zentrum Rheinhausen 54% 33% 9% 1% 1% Stadtzentrum Duisburg 20% 25% 53% 1%

Düsseldorf-Innenstadt

8%

13%

40%

40%

1%

Essen-Innenstadt 4% 11%

34%

50%

1%

Oberhausen-Centro

16%

23%

33%

28%

1%

Rhein-Ruhr-Zentrum

11%

8%

33%

47%

1%

0%

10%

20%

30%

40%

50%

60%

70% Bisher nie

80%

90%

100%

Häufiger

Gleich häufig

Seltener

keine Angabe

Quelle:

Telefonische Haushaltsbefragung i. A. Stadt + Handel 08/ 2008, n = 159; Frage: „Kaufen Sie im Vergleich zu den letzten drei Jahren häufige, gleich häufig oder seltener an den folgenden Standorten ein?“

Das Zentrum Rheinhausen hat in Bezug auf die Einkaufshäufigkeit im Vergleich zu den anderen Zentren zugelegt und als einziger Einzelhandelsstandort an Kunden gewonnen. Rd. 54 % der Befragten kaufen heute häufiger im Stadtbezirk Rheinhausen ein als in den vergangenen drei Jahren, während lediglich 9 % der befragten Haushalte aus dem Stadtbezirk Rheinhausen heute seltener im Zentrum Rheinhausen einkaufen. Das Zentrum Rheinhausen weist für die Bewohner des Stadtbezirks eine hohe Bedeutung auf, da lediglich 2 % der befragten Haushalte angeben, noch nie dort eingekauft zu haben. Die anderen Zentren haben allesamt an Kunden aus dem Stadtbezirk Rheinhausen verloren, wobei das Stadtzentrum Duisburg, welches von rd. 53 % der Befragten seltener zum Einkaufen genutzt wurde, den höchsten Rückgang aufzuweisen hat.

44

5.1.4 Nahversorgungsanalyse im Stadtbezirk Rheinhausen
Aufgrund der hohen Bedeutung der Nahversorgungsangebote für das tägliche Versorgungsverhalten der Bürger wird die Nahversorgungsstruktur in Duisburg auf Ebene der Stadtbezirke vertieft analysiert. Im Blickpunkt der Betrachtung des Stadtbezirks Rheinhausen steht hierbei, wie der Stadtbezirk hinsichtlich der Ausstattung im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel aufgestellt ist und welche Siedlungsbereiche aktuell bereits nicht ausreichend mit Nahversorgungsangeboten versorgt werden. Die Nahversorgungsangebote unterliegen bundesweit einem rasanten Strukturwandel, der verbunden ist mit Standortaufgaben bzw. -verlagerungen, Betriebserweiterungen und Veränderungen der Betriebstypen. Als Folge des Strukturwandels wächst zwar in der Regel die Verkaufsflächensumme insbesondere bei Nahrungs- und Genussmitteln, durch die Konzentrationsprozesse auf weniger Standorte reduziert sich allerdings gleichzeitig die flächendeckende Angebotsdichte. Neue strukturell unterversorgte Wohngebiete sind nicht selten eine stadtentwicklungspolitisch ungewünschte Auswirkung – und dies nicht nur in ländlich strukturierten Räumen, sondern auch in Ballungsräumen und Großstädten. Im instrumentellen, umsetzungsbezogenen Teil dieses Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes werden die konzeptionellen Empfehlungen zur Sicherung und Fortentwicklung der Nahversorgungsstruktur für den Stadtbezirk Rheinhausen zusammengefasst (vgl. Kapitel 5.2.2).

45

Ausstattungskennziffern Die Ausstattungskennziffern im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel für den Stadtbezirk Rheinhausen werden in der folgenden Tabelle dargestellt. Sie geben Auskunft über die aktuelle Nahversorgungssituation.
14: Tabelle 14 : NahrungsAusstattungskennziffern Nahrungs - und Genussmittel (NuG) im Stadtbezirk Rhein Rhei n hausen rd. 78.000 EW 29.760 m² VKF 0,38 m² VKF/EW (im Bundesschnitt etwa 0,33 – 0,35 m²) rd. 150,9 Mio. € 104 %

Einwohner Einwoh ner im Stadtteil Verkaufsflächenausstattung VKFVKF - Ausstattung je Einwohner Jahresumsatz Zentralitätskennziffer Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; Stadt Duisburg, Bevölkerungsstatistik 31.12.2007; Nahrungs- und Genussmittel inkl. Lebensmittelhandwerk und Getränke; eigene Berechnungen auf Basis EHI 2005 bis 2008, IfH 2005, Lebensmittelzeitung 2007, BBE 2008; Werte gerundet

Die quantitative Verkaufsflächenausstattung von 0,38 m² je Einwohner liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt (vgl. oben stehende Tabelle). Ebenso ist die Zentralitätskennziffer für den Stadtbezirk Rheinhausen als leicht überdurchschnittlich im Vergleich mit den übrigen Stadtbezirken zu bezeichnen. Im Folgenden wird der Betriebstypenmix im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel dargestellt.
15: Tabelle 15 : NahrungsBetriebstypenmix im Sortimentsbereich Nahrungs - und Genussmittel (NuG) auf Ebene des Stadtbezirks Rheinhausen

Betriebstypenmix

ƒ 14x Lebensmitteldiscounter ƒ 9x Supermarkt ƒ 3x gr. Supermarkt, Verbrauchermarkt/ SBWarenhaus ƒ ergänzt um weitere Lebensmittelfachgeschäfte
4 Wochenmärkte (insg. rd. 240 Stände; rd. 30 % mit nahversorgungsrelevantem Sortiment)

Ergänzende Angebote Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008

Der Stadtbezirk Rheinhausen verfügt insgesamt über 26 Betriebe mit dem Hauptsortiment Nahrungs- und Genussmittel. Ergänzend gibt es vier Wochenmärkte, von denen rd. 30 % nahversorgungsrelevante Sortimente anbieten.

46

Die Betrachtung der Umsatz-Kaufkraft-Relation für den Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel auf Ebene der Stadtteile gibt weiterhin Auskunft darüber, welcher Anteil der Kaufkraft innerhalb des jeweiligen Stadtteils von den vorhandenen Nahversorgungsangeboten abgeschöpft werden kann. Aus fachgutachterlicher Sicht besteht ggf. ein Handlungsbedarf zur Stärkung der Nahversorgung, wenn der Wert der Umsatz-KaufkraftRelation bei weniger als 60 % liegt und somit ein Großteil der vorhandenen Kaufkraft in andere Gebiete abfließt.
16: Tabelle 16 : Umsatz- KaufkraftSortimentsbereich NahrungsUmsatz - Kaufkraft - Relation im Sortimentsbere ich Nahrungs - und Genussmittel auf Ebene der Stadtteile im Stadtbezirk Rheinhausen
Stadtteil Bergheim Stadtteil Friemersheim Stadtteil Hochemmerich Stadtteil RheinhausenRheinhausenMitte 10,2 Stadtteil RumelnRumelnKaldenhausen 31,6

Umsatz (in Mio. €)

40,2

13,9

55,0

Kaufkraft (in Mio. €)

39,7

23,9

32,9

16,1

33,0

Relation

101 %

58 %

167 %

63 %

96 %

Quelle: eigene Berechnung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 0507/ 2008 + BBE 2008

Eine geringe Umsatz-Kaufkraft-Relation zeigt sich vor allem im Stadtteil Friemersheim, aber auch der Stadtteil Rheinhausen-Mitte weist, obwohl er geringfügig über der 60 %-Marke liegt, eine verbesserungsfähige Umsatz-Kaufkraft-Relation im Sortimentsbereich Nahrungsund Genussmittel auf. Nahversorgung Räumliche Analyse der Nahversorgung In die räumliche Analyse der Nahversorgungsangebote werden alle Lebensmittelmärkte mit mehr als 400 m² Verkaufsfläche eingestellt, da anzunehmen ist, dass ab dieser Angebotsgröße ein ausreichendes Vollsortiment insbesondere in der Sortimentsgruppe Nahrungsund Genussmittel handelsseitig bereitgestellt werden kann. Um die Versorgungsqualität und die räumliche Erreichbarkeit der Angebote zu verdeutlichen, sind die Nahbereiche der relevanten Lebensmittelmärkte mit einem Radius von 500 bzw. 700 m Luftlinie um die Angebotsstandorte herum gekennzeichnet. Sofern Siedlungsbereiche in einem solchen Nahbereich liegen, kann dort von einer ausreichenden Nahversorgung ausgegangen werden.18 In Gebieten außerhalb dieser Nahbereiche ist die

18

Eine Luftlinienentfernung von 500 m wird allgemein als Kriterium der Versorgungsqualität angenommen, da diese Entfernung einer Wegelänge von bis zu rd. 700 m bzw. einem Zeitaufwand von rund 10 Gehminuten entspricht, vgl. hierzu Einzelhandelserlass NRW 1996: Nr. 2.3.1. Eine Luftlinienentfernung von 700 m entspricht üblicherweise einer Wegelänge von bis zu 1.000 m und stellt somit eine maximal zumutbare fußläufige Entfernung zu Nahversorgungsangeboten dar.

47

Nahversorgungssituation hinsichtlich der räumlichen Erreichbarkeit bereits als nicht mehr optimal zu werten. Die räumliche Nahversorgungsstruktur im Stadtbezirk Rheinhausen wird in der folgenden Abbildung dargestellt.
Abbildung 26 : Nahversorgungsstruktur Räumliche Nahver sorgungsstruktur im Stadtbezirk Rheinhausen
Legende
Gr. Supermarkt/ Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus (ab 1.500 m² VKF) Supermarkt (ab 400 m² VKF) Lebensmitteldiscounter (ab 400 m² VKF) Lebensmittelmarkt (unter 400 m² VKF in unterversorgten Bereichen) Einzugsbereich (r=500 m) Einzugsbereich (r=700 m)

Rewe Mü Peter Mü ller Plus Lidl Edeka Edeka Aldi Süd Sü Plus

Ed ek a

Sü Aldi S ü d Plus Edeka Plus Edeka

Edeka Sila Markt

Stadt(bezirks)grenze Stadtteilgrenze Umsatz-KK-Relation NUG < 60 % 60 – 79 % 80 – 99 %

Edeka Norma Sü Aldi S ü d Lidl Edeka

Sü Aldi Sü d

Sü Aldi S üd

> 100 %

Edeka

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartographische Bearbeitung; Kartengrundlage: ©Geobasis: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/

Die räumliche Betrachtung zeigt, dass jeder Stadtteil über mindestens zwei Lebensmittelmärkte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 m² verfügt und in den Kernbereichen eine fußläufig erreichbare Versorgung aufweist. Obwohl die vorhandenen Lebensmittelbetriebe vorwiegend in städtebaulich integrierter Lage angesiedelt sind, sind in den Randbereichen des Stadtteils Rumeln-Kaldenhausen, im Norden des Stadtteils Bergheim und im Süden des Stadtteils Friemersheim Siedlungsgebiete vorhanden, die nicht innerhalb des 500 bzw. 700 m Radius eines Lebensmittelanbieters liegen und somit nicht über eine wohnortnahe Versorgung verfügen.

48

Zentren5.1.5 Analyse der Zentren - und Standortstrukturen im Stadtbezirk Rheinhausen
In der nachfolgenden städtebaulich-funktionalen Analyse werden die relevanten Einzelhandelsstandortbereiche hinsichtlich städtebaulich-funktionaler Kriterien analysiert und in die Gesamtbewertung des Einzelhandels im Stadtbezirk Rheinhausen einbezogen. Die nachfolgende Abbildung gibt eine räumliche Übersicht über die im Stadtbezirk Rheinhausen zu betrachtenden Einzelhandelsstandortbereiche.
A b bildung 27 : Räumliche Bestandsstruktur im Stadtbezirk Rheinhausen

Standortbereich RheinhausenRheinhau senHochemmerich

Standortbe Standortb ereich Flutweg Standortbe Standortb ereich RumelnRumeln-West

Standortbereich Rheinhausen Standortbereich Lindenallee Standortbereich Straße Krefelder Straße Standortbereich Friemersheim

Standortbe Standortb ereich RumelnRumeln-Ost Standortbereich Kaldenhausen

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand

Stadtbezirksgrenze Stadtgrenze aus bestehender Zentrenkonzeption bedeutende einzelhandelsrelevante aufgegriffene Standortbereiche Standortbereiche

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

49

Standortbereich Standortbereich Friemersheim
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Datenübersicht
30 8% Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: Bes tand: 3.760 m² 4%

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Abgrenzung des Standortbereichs Friemersheim

28: Abbildung 28 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Friemersheim gehört zum Stadtbezirk Rheinhausen und befindet sich im Südwesten Duisburgs in der Nähe des Rheins. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen. Im Nordwesten wird der Bereich durch die Bahnstrecke Duisburg-Krefeld begrenzt. Unweit des östlichen Randes liegt das Gelände des ehemaligen Stahlwerks Rheinhausen, welches inzwischen als Logistikstandort „Logport“ genutzt wird. 4

Wesentliche Erschließungsträger

Das Gebiet wird im Wesentlichen durch die Kaiserstraße, die Windmühlenstraße, die Kruppstraße und die Walther-Rathenau-Straße erschlossen. Die wichtigen Stellplatzanlagen innerhalb des Standortbereichs sind der Bahnhofsparkplatz, der Marktplatz sowie die kleineren Stellplätze an der Walther-Rathenau-Straße und im Bereich der Feuerwehr an der Kaiserstraße. Entlang der Kaiserstraße gibt es darüber hinaus straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Rheinhausen-Bahnhof, welche von zwei Buslinien sowie dem Regionalbahnverkehr zwischen Duisburg und Krefeld angefahren wird.

50

5

Angebotsstruktur und zentrenergänzende Funktionen
H auptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Möbel Nahrungs- und Genussmittel Bekleidung Drogerie
30%

Magnetbetriebe:

Fristigkeitsstufen F ristigkeitsstufen nach VKF
14%

ƒ Edeka ƒ Haferkamp ƒ Plus ƒ KiK ƒ Schlecker

43%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel:

ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt:

13%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

ƒ Marktplatz ƒ dienstags und freitags ƒ rd. 30 Stände
Zentrenergänzende Funktionen/ Nutzung:

ƒ 26 zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen, davon 14 einzelhandelsnahe Dienstleistungen
Einrichtungen Wichtige öffentliche Einr ichtungen

Quelle:

ƒ Polizei, Schulen, katholische Kirche
Leerstand:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

ƒ Leerstände: 6, Leerstandsquote: 12 %; VKF: 440 m² ƒ Durchschnittliche VKF: 73 m² ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: 83 % ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: 17 %

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich durch eine geschlossene Bebauung mit drei- bis viergeschossigen Wohnund Geschäftshäusern geprägt. Dichter Besatz an Einzelhandel und Dienstleistungen befinden sich auf einem kurzen Abschnitt der Windmühlenstraße und einem längeren Abschnitt der Kaiserstraße, welcher die Hauptl aHauptlage bildet. Diese ist begrünt und verfügt über ausreichend breite Gehwege. Im Süden liegt der großzügig angelegte Marktplatz, der zusammen mit der umliegenden Bebauung und mehreren öffentlichen Einrichtungen eine ergänzende Lage bildet.

7

StädtebaulichFazit: Städtebaulich - funktionale Bewertung
ƒ Gute ÖPNV-Anbindung ƒ Wochenmarkt ƒ Leichte Trading-Down-Effekte auf der Kaiserstraße

Stärken: Schwächen:

51

Standortbereich Sta ndortbereich Rheinhausen
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Datenübersicht
140 37 % Verkaufsfläche: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand: 18.240 m² 19 %

Einzelhandelsbetriebe: Anteil am gesamtbezirklichen Bestand:

2

Karte
Abgrenzung des Standortbereichs Rheinhausen Standortbe reichs

29: Abbildung 29 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen städtebaulich-funktionales Zentrum (Bestand)

Quelle: eigene Aufnahmen

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

3

Lage und Anbindung

Der Standortbereich Rheinhausen gehört zum gleichnamigen Stadtbezirk und befindet sich im Südwesten Duisburgs unweit des Rheins. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Bildungs- und Sporteinrichtungen. Rund 500 Meter südlich liegt das als Logistikstandort genutzte Gelände des ehemaligen Stahlwerks Rheinhausen, 500 Meter nördlich erstreckt sich der einzelhandelsrelevante Standortbereich Rheinhausen-Hochemmerich entlang der Asterlager Straße. 4

Erschließungsträger Wesentliche Erschli eßungsträger

Das Zentrum wird im Wesentlichen durch die Friedrich-Ebert-Straße, die Krefelder Straße/Duisburger Straße und die Friedrich-Alfred-Straße erschlossen. Die wichtigsten Stellplatzanlagen innerhalb des Zentrums sind der Marktplatz, das daneben gelegene Parkhaus des Marktforums sowie der Plus-Kundenparkplatz an der Günterstraße. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt durch die beiden Haltestellen Friedrich-Alfred-Straße und RheinhausenMarkt, welche von acht Buslinien angefahren werden.

52

5

Angebotsstruktur Angebotsstrukt ur und zentrenergänzende Funktionen
Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Sonstiges Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel Bekleidung
Fristigkeitsstufen nach VKF
17% 29%

Magnetbetriebe: ƒ Edeka ƒ Tedi ƒ Plus ƒ Aldi ƒ Takko

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: 1 ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Marktplatz ƒ mittwochs und samstags ƒ rd. 130 Stände Zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen: ƒ 135 zentrenergänzende Funktionen/ Nutzungen, davon 77 einzelhandelsnahe Dienstleistungen Wichtige öffentliche Einrichtungen: ƒ Polizei, Schule Leerstand: ƒ Leerstände: 37, Leerstandsquote: 15 %; VKF: 1.910 m² ƒ Durchschnittliche VKF: 52 m² ƒ Anteil mit VKF < 100 m²: 84 % ƒ Anteil mit VKF ≥ 100 m²: 16 %

38%

16%

Na hrungs- und Genussmittel sonstiger k urzfristi ger Bedarfsbereich mi ttelfristi ger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

6

Städtebauliche Merkmale, innere Organisation

Städtebaulich ist der Standortbereich überwiegend durch eine geschlossene, drei- bis fünfgeschossige Blockrandbebauung mit vielen historischen Gebäuden geprägt. Der als Fußgängerzone angelegte Abschnitt der Friedrich-Alfred-Straße bildet zusammen mit einem Teil der Krefelder Straße die Hauptlage des Bereichs. Er ist durch die Bepflanzung, mehrere Sitzmöglichkeiten sowie einen Brunnen ansprechend gestaltet und wird an vielen Stellen durch Außengastronomie genutzt. Der nördlich liegende Teil der Friedrich-Alfred-Straße ist überwiegend mit Dienstleistungsbetrieben ausgestattet und bildet eine Nebenlage. Der dahinter liegende PlusMarkt und die umliegenden Straßen bilden einen funktionalen Ergänzungsbereich. Der westliche Abschnitt Ergänzungsbereich der Krefelder Straße zeichnet sich durch einen dichten Besatz an Fachgeschäften aus und gehört zusammen mit dem südlichen Abschnitt der Friedrich-Alfred-Straße zur Nebenlage Die westliche Nebenlage bilden die AtroNebenlage. per Straße und das neue, als Passage errichtete Marktforum, welches den Marktplatz städtebaulich fasst und neben einem Edeka-Center eine Vielzahl weiterer Geschäfte und ein großes Parkhaus beinhaltet.

7

baulichFazit: Städte baulich - funktionale Bewertung
ƒ Moderne Einkaufspassage mit Verbrauchermarkt ƒ Fußgängerzone, Wochenmarkt ƒ Gute ÖPNV-Anbindung ƒ Ansprechendes Gesamtbild ƒ Trading-Down-Effekte in südlichen Teilen der Friedrich-Alfred-Straße und der Atroper Straße ƒ Wichtige öffentliche Einrichtungen liegen separiert südlich entlang FriedrichEbert-Straße

Stärken:

Schwächen:

53

RumelnStandortbereich Rumeln- Ost
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
RumelnVerortung des Standortbereichs Ru meln -Ost 30: Abbildung 30 :

Quelle: eigene Aufnahme
Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Rumeln-Ost gehört zum Stadtbezirk Rheinhausen und befindet sich im Südwesten Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen und Freizeiteinrichtungen. Der Standortbereich Rumeln-West liegt rund 700 Meter westlich. Der Bereich wird im Wesentlichen durch die Dorfstraße/ Rheinhausener Straße und die Rathausallee/ Bahnhofstraße erschlossen. Am nördlichen und südlichen Ende des Standortbereichs befindet sich jeweils ein Sammelstellplatz der für alle Kunden der umliegenden Betriebe nutzbar ist. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Am Lohkamp, die von einer Buslinie angefahren wird. Rund 300 Meter östlich des Standortbereichs gibt es über den Haltepunkt Rumeln auch einen Zugang zum Regionalverkehr der Bahn.

3

Angebotsstruktur
11 Verkaufsfläche: 3% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Drogerie Nahrungs- und Genussmittel Apotheken GPK/ Hausrat/ Einrichtungszubehör 870 m² 1%

Fristigkeitsstufen nach VKF
6% 9%

Einzelhandelsbetrie Einzelhandelsbetriebe: sbetri gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Plus ƒ Schlecker ƒ Metzgerei Ettwig ƒ Kranich ƒ PS-Foto

Legende
Einzelhandel
29% 56% Zentrenergänzende Funktion

Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt: Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: 1 Leerstand, Leerstandsquote: 6 %; VKF: 158 m²

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

54

RumelnStandortbereich Rumeln- West
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
Abbildung 31: Verortung des Standortbereichs Rumeln-West 31: Rumeln-

Quelle: eigene Aufnahme Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Rumeln-West gehört zum Stadtbezirk Rheinhausen und befindet sich im Südwesten Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen, Sport- und Bildungseinrichtungen sowie ein Friedhof. Der Standortbereich Rumeln-Ost liegt rund 700 Meter östlich. Der Bereich wird im Wesentlichen durch die Düsseldorfer Straße, die Rathausallee, die Moerser Straße und die Neue Kapellener Straße erschlossen. Die wichtigen Stellplatzanlagen innerhalb des Standortbereichs sind der Edeka-Kundenparkplatz und der Sammelstellplatz für Norma und alle weiteren Handels- und Dienstleistungsbetriebe innerhalb des Wohn- und Geschäftsgebäudes entlang der Düsseldorfer Straße. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Rumeln-Markt, die von vier Buslinien angefahren wird, allerdings leicht außerhalb des Standortbereichs liegt.

3

Angebotsstruktur
8 Verkaufsfläche: gesamtAnteil am gesamt- bezirklichen 2% Bestand: 1.990 m² 2%

Fristigkeitsstufen nach VKF
7%

Einzelhandelsbetrie Einzelhandelsbetri ebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Norma ƒ Edeka ƒ Das Futterhaus ƒ Rolf Heubach

14%

Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel Zoologischer Bedarf Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente

20%

59%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt: ƒ SB-Warenhaus: Wochenmarkt: Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: Leerstand: 1, Leerstandsquote: 7 %; VKF: 210 m²

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07 /2008

55

RheinhausenStandortbereich Rheinhausen- Hochemmerich
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
RheinhausenVerortung des Standortbereichs Rheinhausen - Hochemmerich 32: Abbildung 32 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

3

Der Standortbereich Rheinhausen-Hochemmerich ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und liegt im Westen Duisburgs. Die Umgebung ist geprägt von Wohnnutzungen und gewerblichen Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Asterlager Straße erschlossen. Eine Zufahrt zur Autobahn A40 befindet sich in rd. zwei km Entfernung. Die Betriebe innerhalb des Standortbereichs verfügen zumeist über eigene, ausreichend dimensionierte Stellplatzanlagen. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Einkaufszentrum, welche von einer Buslinie angefahren wird. Fristigkeitsstufen VKF Fristigkeitsstu fen nach V KF

Angebotsstruktur

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtBestand: bezirklichen Bestand : Magnetbetriebe: ƒ Toom ƒ Edeka ƒ Reiner Frütel

22 Verkaufsfläche: gesamtAnteil am gesamt6% bezirklichen Bestand:

20.550 m² 21 %

17% 25%

ƒ Aldi Süd

Hauptwarengruppe Baumarktsortiment i.e.S. Nahrungs- und Genussmittel Spielwaren/ Basteln/ Hobby/ Musikinstrumente Nahrungs- und Genussmittel
49%

9%

Betriebstypenmix NahrungsBetriebstyp enmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: 1 Wochenmarkt: Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände: 4, VKF: 350 m²

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

56

Standortbereich Flutweg
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Flutweg

33: Abbildung 33 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Flutweg ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und liegt im Westen Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Bildungs- und Freizeiteinrichtungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch den Flutweg und den Kreuzacker erschlossen. Die wichtigste Stellplatzanlage innerhalb des Standortbereichs ist der Kundenparkplatz des Lidl-Marktes am Flutweg. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Koloniestraße, welche von drei Buslinien angefahren wird.

3

Angebotsstruktur
4 Verkaufsfläche: gesamtAnteil am gesamt1% bezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel Drogerie 1.680 m² 2%

VKF Fristigkeitsstufen nach V KF
7% 3%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Lidl ƒ Edeka ƒ Schlecker

20%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände nicht vorhanden

70%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07 /2008

57

Standortbereich Standortbereich Kaldenhausen
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
des Verortung d es Standortbereichs Kaldenhausen

34: Abbildung 34 :

Quelle: eigene Aufnahmen Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

Standortbereich

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Kaldenhausen ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und liegt im Westen Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie landwirtschaftliche Nutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Düsseldorfer Straße und die Giesenfeldstraße erschlossen. Die wichtigste Stellplatzanlage stellt der Kundenparkplatz des Edeka-Marktes an der Düsseldorfer Straße dar, des Weiteren befinden sich entlang der Düsseldorfer Straße straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestellen Friemersheimer Straße und Giesenfeldstraße, welche jeweils von einer Buslinie angefahren werden. VKF Fristigkeitsstufen nach V KF 3 Angebotsstruktur
6%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Edeka ƒ Trink + Spare

13 Verkaufsfläche: Verkaufsfläche: 3% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel

2.460 m² 3%
28%

54%

NahrungsGenussmittel: Betriebstypenmix Nahrungs - und Genussmitte l: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: Leerstände: 1, VKF: 40 m²

12%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07 /2008

58

Standortbereich Krefelder Straße
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung Veror tung
Verortung des Standortbereichs Krefelder Straße

35: Abbildung 35 :

Quelle: eigene Aufnahmen Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

Standortbereich

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Krefelder Straße ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und liegt im Westen Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen sowie Bildungseinrichtungen und ein Krankenhaus. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Krefelder Straße und die Lindenallee erschlossen. Die wichtigste Stellplatzanlage stellt der Kundenparkplatz des Edeka-Marktes an der Krefelder Straße dar, des Weiteren befinden sich entlang der Krefelder Straße straßenbegleitende Stellplätze. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Bücken, welche von zwei Buslinien angefahren wird.

3

Angebotsstruktur
17 Verkaufsfl äche: Verkaufsfläche: gesamtAnteil am gesamt4% bezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel 2.550 m² 3%

Fristigkeitsstufen nach VKF VKF
7%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Rewe ƒ Plus

18%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: ƒ Lebensmittelsupermarkt: 1 ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände: 2, VKF: 140 m²

12%

63%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07 /2008

59

Standortbereich Lindenallee
Stadtbezirk Stadtb ezirk Rheinhausen
1 Verortung
Verortung des Standortbereichs Lindenallee 36: A bbildung 36 :

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Standortbereich

Quelle: Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

2

Lage, Anbindung und Erschließung

Der Standortbereich Lindenallee ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und liegt im Westen Duisburgs. In der Umgebung befinden sich hauptsächlich Wohnnutzungen. Der Standortbereich wird im Wesentlichen durch die Lindenallee sowie die Neue Krefelder Straße erschlossen. Die vorhandenen Einzelhandelsbetriebe verfügen über eigene, ausreichend dimensionierte Stellplatzanlagen. Der Zugang zum ÖPNV erfolgt über die Haltestelle Stadtwerke, welche von drei Buslinien angefahren wird.

3

Angebotsstruktur
3 Verkaufsfläche: 1% gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Hauptwarengruppe Hauptwarengruppe Nahrungs- und Genussmittel Nahrungs- und Genussmittel 2.050 m² 2%

VKF Fristigkeitsstufen nach V KF
0% 9%

Einzelhandelsbetriebe: gesamtAnteil am gesamtbezirklichen Bestand: Magnetbetriebe: ƒ Trinkgut ƒ Aldi

4%

NahrungsBetriebstypenmix Nahrungs - und Genussmittel: ƒ Lebensmitteldiscounter: ƒ Großer Lebensmitteldiscounter: 1 ƒ Lebensmittelsupermarkt: ƒ Großer Lebensmittelsupermarkt: ƒ Verbrauchermarkt, SB-Warenhaus: Wochenmarkt: ƒ Wochenmarkt nicht vorhanden Leerstand: ƒ Leerstände nicht vorhanden

87%

Nahrungs- und Genussmittel sonstiger kurzfristiger Bedarfsbereich mittelfristiger Bedarfsbereich langfristiger Bedarfsbereich

Quelle:

eigene Darstellung auf Grundlage der Einzelhandelsbestandserhebung Stadt+ Handel 05-07/ 2008

60

5.1.6

MarktZusammenfassung der Markt- und Standortanalyse auf Ebene des Rhein Stadtbezirks Rhein hausen

Abschließend lassen sich für den Stadtbezirk Rheinhausen folgende Ergebnisse zusammenfassend darstellen: ƒ Im Stadtbezirk Rheinhausen sind 383 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von rd. 96.500 m² verortet. ƒ Das Kaufkraftvolumen im Stadtbezirk beträgt rd. 362 Mio. €. ƒ Die Einkaufsorientierung der Bewohner des Stadtbezirks Rheinhausen auf den Stadtbezirk beträgt rd. 63 %. ƒ Der Einzelhandelsumsatz beträgt rd. 288 Mio. €. Die Einzelhandelszentralität für den Stadtbezirk liegt bei rd. 79 %. ƒ Flächenbezogen liegt die Ausstattungskennziffer im Sortimentsbereich Nahrungsund Genussmittel mit 0,38 m²/ EW über dem Bundesdurchschnitt. ƒ Der Betriebstypenmix im Stadtbezirk Rheinhausen stellt sich als ausgewogen dar. ƒ Der Stadtbezirk Rheinhausen weist nur in den Stadtteilen Friemersheim und Rheinhausen-Mitte quantitative Ausstattungsdefizite auf. ƒ Räumlich unterversorgte Siedlungsbereiche sind in den Stadtteilen RumelnKaldenhausen, Bergheim und Friemersheim identifiziert worden. ƒ Die einzelhandelsrelevanten Standortbereiche Friemersheim und Rheinhausen entsprechen den Festlegungskriterien für zentrale Versorgungsbereiche (vgl. Kapitel 4.1).

61

5.1.7

MarktMarkt- und Standortanalyse im Vergleich zu den übrigen Duis Dui sburger Stadtbezirken

Die einzelhandelsrelevanten Kennzahlen des Stadtbezirks Rheinhausen werden im Folgenden mit denen der restlichen sechs Stadtbezirke verglichen. Ausführlich auf die Einzelhandelssituation der übrigen Stadtbezirke wird in den zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept für die Stadt Duisburg erarbeiteten Kurzfassungen für die jeweiligen Stadtbezirke eingegangen. Die nachfolgende Tabelle stellt den Einzelhandelsbestand des Stadtbezirks Rheinhausen in Relation zu den übrigen Stadtbezirken.
17: Tabelle 17 : Einzelhandelsbestand der Duisburger Stadtbezirke
Rheinhausen Rhein MeiderichMeiderichBeec k Bee Ho m bergHom bergRuhrortRuhrortBaerl Ham born Ham Walsum Wal

Mitte

EinzelAnzahl Einze lhandelsbetriebe gesamtAnteil g e samtstädtisch Verkaufsfläche (in m²) gesamtAnteil g e samtstädtisch Ø VKF (in m²)

204

506

356

235

1.027

383

311

rd. 7 % 49.520 (41.100)* rd. 7 % rd. 240

rd. 17 % 107.760 ( 92.500)* rd. 15 % rd. 210

rd. 12 % 101.960 (72.700)* rd. 14 % rd. 290

rd. 8 % 36.750 (33.300)* rd. 5 % rd. 160

rd. 34 % 228.290 (205.700)* rd. 32 % rd. 220

rd. 12 % 96.520 (68.900)* rd. 13 % rd. 250

rd. 10 % 101.810 (82.200)* rd. 14 % rd. 330

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008; Verkaufsflächen auf 10 m² gerundet; *Werte in Klammern GfK Prisma 2001, **Die Aufgabe des Warenhauses Hertie ist in der Angebotsanalyse noch nicht berücksichtigt, da zum Erhebungszeitpunkt die Geschäftsaufgabe noch nicht abzusehen war. Für die konzeptionellen Empfehlungen wird die durch die Geschäftsaufgabe geänderte Sachlage berücksichtigt.

Der Einzelhandelsbestand im Stadtbezirk Rheinhausen weist im Vergleich zu den Stadtbezirken Hamborn und Mitte erheblich weniger Einzelhandelsbetriebe und Verkaufsfläche auf. Im Vergleich zu den übrigen Stadtbezirken weist Rheinhausen neben dem Stadtbezirk Meiderich-Beeck allerdings den größten Einzelhandelsbesatz auf.

62

Süd

5.2

Steuerungskonzept Instrumentelles Umsetzungs- und Steuerungskonz ept für den UmsetzungsStadtbezirk Rheinhausen
zentrale entralen Rheinhau Die zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Rheinha u sen

5.2.1

Für die Bauleitplanung ist eine genaue räumliche Festlegung der zentralen Versorgungsbereiche notwendig. Diese werden auf den folgenden Seiten dargestellt und anschließend beschrieben. 5.2.1.1 Standortmerkmale des Nebenzentrums Rheinhausen Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung der Stadtteile Bergheim, Hochemmerich, Rheinhausen-Mitte sowie Rumeln-Kaldenhausen. Die Bereiche umfassen insg. rd. 64.700 Einwohner. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 37 : Räumliche Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Rheinhausen

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

63

Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der Krefelder Straße zwischen der Atroper Straße und der Friedrich-Ebert-Straße sowie der Friedrich-Alfred-Straße zwischen Sofienstraße und Günterstraße; auch die Grundstücke entlang des Marktplatzes und der Atroper Straße bis zur Einmündung der Kreuzstraße zählen zum zentralen Versorgungsbereich. Entlang der genannten Abschnitte befindet sich der Großteil der Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe des Nebenzentrums Rheinhausen. Die Grenze der Parzellen bildet die Grenze des zentralen Versorgungsbereichs. Die nördliche Grenze des zentralen Versorgungsbereichs bildet der Kreuzungsbereich Rheinstraße/ Friedrich-Alfred-Straße mit den anliegenden Parzellen. Die im Nordosten liegenden Abschnitte der Hochemmericher Straße und Hildegardstraße zwischen Krefelder Straße und Günterstraße weisen ebenfalls einen Besatz an Ladenlokalen auf und gehören daher zum zentralen Versorgungsbereich. Selbiges gilt für die zwischen der Atroper Straße und Schulstraße gelegenen Abschnitte der Dorotheenstraße, Hans-Böckler-Straße, Bertastraße, Annastraße, Elisabethstraße und Sofienstraße. Im Westen befindet sich am westlich der Friedrich-Ebert-Straße gelegenen Abschnitt der Krefelder Straße ein Schulzentrum; dieses stellt eine wichtige zentrenergänzende Funktion dar und liegt daher innerhalb des zentralen Versorgungsbereichs. Südlich der Schule befinden sich entlang beider Straßenseiten der Friedrich-EbertStraße eine Vielzahl von zentrenergänzenden Funktionen sowie vereinzelten Einzelhandelsbetrieben. Der Bereich endet südlich des Geländes des Finanzamts West und umfasst die Abschnitte der Beethovenstraße und der Schwarzenberger Straße bis zur Höhe des Glückaufplatzes.

ƒ ƒ

ƒ

ƒ

ƒ

Der zentrale Versorgungsbereich Rheinhausen wurde im Vergleich zur städtebaulichfunktionalen Analyse um den Bereich entlang der Friedrich-Ebert-Straße erweitert. Dieser Bereich liegt zwar räumlich leicht abgesetzt vom Hauptgeschäftsbereich des zentralen Versorgungsbereichs, weist jedoch aufgrund seiner erheblichen Dichte und Vielfalt an zentrenergänzenden Funktionen/ Nutzungen und z. T. auch an Einzelhandelsnutzungen die Merkmale eines zentralen Versorgungsbereichs auf, so dass die Einbeziehung dieses Bereichs in den zentralen Versorgungsbereich Rheinhausen zu empfehlen ist.

64

5.2.1.2 Standortmerkmale des Nahversorgungszentrums Friemersheim Das Nahversorgungszentrum Friemersheim ist im Stadtbezirk Rheinhausen verortet und befindet sich im Südwesten Duisburgs in der Nähe des Rheins. Der zentrale Versorgungsbereich dient der Versorgung des Stadtteils Friemersheim mit rd. 12.900 Einwohnern. Die räumliche Festlegung wird, wie in der folgenden Abbildung dargestellt, empfohlen.
Abbildung 38 : Räumliche NahversorgungsRäumlich e Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nahversorgung szentrum Friemersheim Fri e

Legende
Einzelhandel Zentrenergänzende Funktion Leerstand Einkaufscenter/ -passagen Zentraler Versorgungsbereich

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/ 2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: © Geobasisdaten: Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/ 08

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Es ergeben sich im Einzelnen folgende anhand der vorgestellten Kriterien begründete Abgrenzungen des zentralen Versorgungsbereichs: ƒ Der zentrale Versorgungsbereich umfasst alle Grundstücke entlang der Kaiserstraße zwischen der Kreuzung mit der Windmühlenstraße und der Geeststraße. Auf dem genannten Abschnitt befindet sich der Großteil der Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe des Nahversorgungszentrums Friemersheim. Die Grenze der Parzellen bildet die Grenze des zentralen Versorgungsbereichs. Im Süden umfasst der zentrale Versorgungsbereich das Ensemble des Marktplatzes, an dem sich vereinzelte Einzelhandels- und Dienstleistungsbetriebe befinden. Aufgrund der großen Flächenreserven verfügt dieser Bereich über ein hohes Potential für eine perspektivische Erweiterung des zentralen Versorgungsbereichs. Im Westen und Osten des Kreuzungsbereichs von Kaiserstraße und Geeststraße wird der zentrale Versorgungsbereich um wichtige zentrenergänzende Funktionen erweitert. Im Norden umfasst der zentrale Versorgungsbereich das Umfeld des Bahnhofs, die Begrenzung verläuft hier entlang der Bahntrasse, welche eine starke städtebauliche Barriere darstellt.

ƒ

ƒ

ƒ

66

5.2.2

Das Nahversorgungskonzept für den Stadtbezirk Rheinhausen

Im Vordergrund der Stärkung der wohnortnahen Versorgung im Stadtbezirk Rheinhausen steht die Sicherung und der Ausbau des Lebensmittelangebotes in den zentralen Versorgungsbereichen Nebenzentrum Rheinhausen und Nahversorgungszentrum Friemersheim. Die Lebensmittelanbieter sind ebenso wichtige Frequenzbringer, die einen wesentlichen Beitrag für die Funktionsstabilität der zentralen Versorgungsbereiche leisten. Zur Sicherungsaufgabe zählt auch, dass vorhandene Geschäfte umgebaut und ggf. vergrößert werden, sofern ihre Bestandsstruktur nicht mehr den aktuellen Anforderungen entspricht. Neben den Empfehlungen bezüglich der Nahversorgungsfunktion der zentralen Versorgungsbereiche im Stadtbezirk Rheinhausen sind aufbauend auf die Analyse der Nahversorgungsstrukturen Empfehlungen zu entwickeln, um Angebotsdefizite in Stadtteilen mit einem geringen Nahversorgungsangebot oder Defizite der fußläufig erreichbaren Nahversorgung zu beheben (vgl. nachstehende Abbildung).
Abbildung 39 : Nahversorgung Räumliche Darstellung der Nahverso rgung auf Ebene des Stadtbezirks Rhein Rhei n hausen
Legende
Gr. Supermarkt/ Verbrauchermarkt/ SB-Warenhaus (ab 1.500 m² VKF) Supermarkt (ab 400 m² VKF)

Rewe Peter M üller Plus Lidl E deka
Ed ek a

Lebensmitteldiscounter (ab 400 m² VKF)

Edeka Aldi S üd Plus Sü Aldi Sü d Plus Edeka Edeka Sila Markt

Lebensmittelmarkt (unter 400 m² VKF in unterversorgten Bereichen) Einzugsbereich (r=500 m) Einzugsbereich (r=700 m) Stadt(bezirks)grenze Stadtteilgrenze Zentraler Versorgungsbereich Nahversorgungseinzugsbereich Umsatz-KK-Relation NUG

Edeka Norma Sü Aldi Sü d Lidl Edeka

Sü Aldi Sü d

Plus Edeka Aldi S üd

< 60 % 60 – 79 % 80 – 99 %

Edeka

> 100 % Suchraum für die Ansiedlung eines NuG-Betriebs

Quelle:

Einzelhandelsbestandserhebung Stadt + Handel 05-07/2008; eigene kartografische Bearbeitung; Kartengrundlage: ©Geobasis Stadt Duisburg, Amt für Baurecht und Bauberatung Nr. DU/ 224/08

67

Wie in der Analyse bereits aufgezeigt wird, sind im Stadtbezirk Rheinhausen in den Randbereichen des Stadtteils Rumeln-Kaldenhausen, im Norden des Stadtteils Bergheim und im Süden des Stadtteils Friemersheim Bereiche vorhanden, die über keine wohnortnahe Versorgung verfügen. Der Stadtteil Friemersheim weist darüber hinaus eine Umsatz-KaufkraftRelation von weniger als 60 % und somit ein geringes Nahversorgungsangebot auf. Entsprechend der Zielperspektive sollte primär die quantitative Ausstattung im zentralen Versorgungsbereich (Nahversorgungszentrum Friemersheim) verbessert werden. Die Siedlungsbereiche im Süden des Stadtteils, welche räumlich unterversorgt sind, verfügen über ein geringes Einwohnerpotential, so dass eine Neuansiedlung eines marktgängigen Lebensmittelmarkts nicht zu empfehlen ist. Ebenso ist in den Stadtteilen Bergheim und Rumeln-Kaldenhausen keine Neuansiedlung aufgrund der zu geringen Einwohnerzahl in den räumlich unterversorgten Bereichen zu empfehlen. In städtebaulich nicht integrierter Lage ist kein weiterer Ausbau des Nahversorgungsangebotes zu empfehlen.
18: Tabelle 18 : Empfehlungen zur Nahversorgung auf E bene des Stadtbezirks Rheinhausen

Stadtbezirk Rheinhausen
1. Sicherung und Ausbau des Angebotes im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel in den zentralen Versorgungsbereichen – insbesondere im Nahversorgungszentrum Friemersheim Sicherung des Angebotes im Sortimentsbereich Nahrungs- und Genussmittel in sonstiger städtebaulich integrierter Lage

2.

Quelle:

eigene Darstellung

68

5.2.3

Das Sonderstandortekonzept für den Stadtbezirk Rheinhausen S onderstandortekonzept

Im Stadtbezirk sind in der Analyse drei Standortbereiche ermittelt worden, welche aufgrund der Ausprägung den Kategorien Fachmarktagglomeration bzw. NuG-Agglomeration zuzurechnen sind. Aufgrund der räumlich großen Festlegung des zentralen Versorgungsbereichs Nebenzentrum Rheinhausen ist die weitere Ansiedlung auch im nicht zentrenrelevanten Sortimentsbereich auf dieses Zentrum zu konzentrieren und gezielt weiter zu entwickeln. An den ermittelten Sonderstandorten ist ausschließlich der gegenwärtig vorhandene Bestand zu schützen.
19: Tabelle 19 : Sonderstandorte Stadtbezirks RheinhauEmpfehlungen für die Sonderstandort e auf Ebene des Stadtbezirk s Rheinhausen

Standort
ƒ
Fachmarktagglomeration RheinhausenHochemmerich

Empfehlungen
Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente Kein Ausbau zentren- sowie zentren- und nahversorgungsrelevanter Sortimente; Bestandssicherung für nicht zentrenrelevante Sortimente

ƒ
NuG-Agglomeration Flutweg

ƒ
NuG-Agglomeration Rathausallee

ƒ
NuG-Agglomeration Lindenallee

Quelle:

eigene Darstellung

69
        
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