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Ergebnisprotokoll

Full text: Ergebnisprotokoll

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen Berlin Spandau
Nichtoffener Wettbewerb

Ergebnisprotokoll

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen Berlin Spandau Ergebnisprotokoll

Berlin, Oktober 2010

Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Vorprüfung Juliane Zach
 Otmar Gerono (Kosten)
 Mitarbeit bei der Vorprüfung Nils Hauer Björn Augustin Daniel Böpple Lars Brink Susanne Hu Elias Lachmann Digitale Bearbeitung Nils Hauer Druck A & W Digitaldruck, Berlin Berlin, Oktober 2010

Inhaltsverzeichnis

1. 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.14 1.15 2. 2.1 2.2. 2.3 2.4 2.4.1 2.4.3 2.4.4 2.5 2.6 2.7

Protokoll der Preisgerichtssitzung .........................................7
 Konstituierung des Preisgerichts.................................................7
 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .............................................8
 Bericht der Vorprüfung ................................................................8
 Informationsrundgang .................................................................8
 Grundsatzberatung .....................................................................9
 Erster Wertungsrundgang ........................................................10
 Zweiter Wertungsrundgang .......................................................10
 Engere Wahl.............................................................................. 11
 Einzelbeurteilungen................................................................... 11
 Protokollfreigabe der Preisrichter..............................................16
 Anwesenheitsliste .....................................................................17
 Bericht der Vorprüfung ..........................................................25
 Einlieferung der Arbeiten...........................................................25
 Anonymisierung ........................................................................25
 Vollständigkeit der Arbeiten.......................................................26
 Vorprüfung.................................................................................26
 Verfahren...................................................................................26
 Prüfung der qualitativen Daten..................................................27
 Einbeziehung der Sachverständigen ........................................28
 Balkendiagramme .....................................................................28
 Zusammenstellung der Daten ...................................................30
 Einzelberichte der Arbeiten 1090 bis 1099................................33


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1. Protokoll der Preisgerichtssitzung am 07.10.2010
Beginn der Sitzung : 9:20 Uhr

Frau Selllin-Eysholdt, Referat Auswahlverfahren und Wettbewerbe, Se­ natsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt die Sitzungsteilnehmer im Namen des Auslobers/ Bauherrn und stellt die Anwesenheit (s. Anwesen­ heitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.

1.1 Konstituierung des Preisgerichts
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird Frau Donatella Fioretti, Architektin aus Berlin, einstimmig zur Vorsitzenden ge­ wählt.

Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Donatella Fioretti Architektin, Berlin Bettina Georg Architektin, Berlin Guntram Jankowski Architekt, Berlin Rüdiger Amend Landschaftsarchitekt, Berlin

Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Carsten-Michael Röding Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz Bezirk Spandau von Berlin Dr. Helmut Riethmüller Umwelt-Bildungszentrum Berlin g. GmbH Uwe Dechène Abteilung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Ständig anwesende stellvertetende Fachpreisrichter sind: Maria Clarke, Brigitte Häntsch und Inga Hahn

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1.2 Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Die Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass sie - keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wett­ bewerbsaufgabe und deren Lösung geführt haben, - während der Dauer der Preisgerichtssitzung nicht führen werden, - bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vor­ prüfung mitgewirkt haben, - die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Die Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrich­ ter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Sie bittet darum, die Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren.

1.3 Bericht der Vorprüfung
Zunächst beschreibt Frau Sellin-Eysholdt die städtebauliche Situation und die Grundzüge der Aufgabenstellung aus der Auslobung. Anschliessend erläutert Herr Hauer (Freier Mitarbeiter SenStadt) die Vor­ gehensweise der Vorprüfung aus dem Inhalt des Vorprüfberichtes (siehe Teil 2, Bericht der Vorprüfung, dieser liegt dem Preisgericht vor). Er legt dar, dass die eingereichten Arbeiten nach folgenden Kriterien geprüft wur­ den:
1. Kontrolle der fristgemäßen Ablieferung der Wettbewerbsarbeiten und Modelle 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Voll­ ständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung

1.4 Informationsrundgang
Vor Beginn des Informationsrundgangs wird die Diskrepanz zwischen den Vorgaben des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes und dem Umfang des umzusetzenden Raumprogrammes erörtert. Herr Röding führt dazu folgendes aus: Der vorhabenbezogenen B-PlanEntwurf ist das Ergebnis eines langwierigen Abstimmungsprozesses und auf das sensible Umfeld abgestimmt. Deshalb sind wie bereits in der Aus­ lobung ausgeführt nur geringfügige Abweichung möglich.

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Von Seiten der Vorprüfung wird darauf hingewiesen, dass das zu planende Raumprogramm die Vorgaben des B-Plan-Entwurfes deutlich überschrei­ tet. Frau Fioretti schlägt vor, die Thematik zurückzustellen, und dies nach Be­ endigung des ersten Informationsrundganges erneut zu diskutieren. Gemäß Auslobung Punkt 1.10 geforderte Leistungen ist nur eine räumli­ che Darstellungen zugelassen. Bei den Arbeiten 1091, 1092, 1098, und 1099 werden zwei bzw. mehrere räumliche Darstellungen auf den Präsen­ tationsplänen dargestellt. Von der Vorprüfung wurden deshalb die zusätz­ lichen räumlichen Darstellungen abgedeckt. Das Preisgericht entscheidet einstimmig, die zusätzlichen räumlichen Darstellungen bei den jeweiligen Arbeiten abgedeckt zu lassen. Ab 9:40 Uhr stellt Frau Zach (Vorprüferin Städtebau/ Architektur) die Arbei­ ten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ausführlich und ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen und der Erläuterungsberichte vor. Für Fragen zu wirtschaftlichen Besonderheiten insbesondere der Kosten steht Herr Gerono (Vorprüfung Kosten) zur Verfügung. Er gibt projektbezogen Aus­ künfte zu Kosten und Berechnungswegen. Das Preisgericht beschließt alle eingereichten Arbeiten zur weiteren Beur­ teilung zuzulassen. Der Informationsrundgang endet um 12:10 Uhr.

1.5 Grundsatzberatung
Herr Röding erläutert die Kriterien zur Genehmigungsfähigkeit des Vorha­ bens anhand der Arbeitsmodelle. Aufgrund der Lage des Grundstück im Außenbereich und in einem Landschaftsschutzgebiet kann das Vorhaben ausschließlich aus dem Bestand entwickelt werden. Daraus ergeben sich enge Vorgaben für den vorliegenden Bebauungsplan-Entwurf. Bei einer deutlichen Veränderung des vorhabenbezogenen B-Plan-Entwurfes ist es erforderlich, diesen erneut in die Trägerbeteiligung zu geben. Das bedeu­ tet ggf. eine zeitliche Verzögerung von ca. sechs Monaten. Als problema­ tisch wird angesehn, den Bestand vollständig durch Neubauten zu erset­ zen. Eine erhebliche Veränderung Kubatur der Gebäude ist nicht genehmi­ gungsfähig. Erwartet wird eine behutsame Einfügung des Entwurfes, der die Formensprache und die Materialien des Bestandes respektiert. Die Maßstäblichkeit gegenüber der Landschaft soll gewahrt bleiben. Während des ersten Wertungsrundganges werden vom Preisgericht, dem Nutzer und den Sachverständigen in Kenntnis der Entwürfe und Lösungsansätze wesentliche Kriterien projektbezogen erläutert und diskutiert.

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1.6 Erster Wertungsrundgang
Nach einer Kaffeepause beginnt der 1. Wertungsrundgang um 12:30 Uhr. Folgende Arbeiten werden nach eingehender Diskussion einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1099 Arbeit 1095 Die übrigen 8 Arbeiten verbleiben im Verfahren. Der erste Wertungsrundgang endet um 13:30 Uhr. Herr Röding verlässt um 13:30 Uhr die Sitzung und wird ab dem Zeitpunkt von Frau Behrens vertreten.

1.7 Zweiter Wertungsrundgang
Nach einer Mittagspause werden ab 14.20 im zweiten Wertungsrundgang Uhr die im Verfahren verbliebenen 8 Wettbewerbsarbeiten vertiefend be­ trachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert. Eingehend diskutiert werden die innere Organisation und Erschließung der Grundrisse, die Qualität der Räume in Lage und Zuordnung, der Umgang mit den Bestandsgebäuden, die Qualität des Ho­ fes, Öffnungen und Materialität der Fassaden, Volumen der Baukörper, deren Hierachisierung untereinander und die Einbindung in das sensible Landschaftsbild, Lage und Funktion des Empfanges, Anordnung der Lehr­ küche und des Lagers, die Gestaltung und Zonierung der Freiflächen und deren Übergänge in die Landschaft. Nach der Diskussion scheiden folgende Arbeiten im 2. Wertungsrundgang aus: (für Verbleib) Arbeit 1091 Arbeit 1092 Arbeit 1093 Arbeit 1096 Arbeit 1098 3 1 0 0 0 : : : : : : (gegen Verbleib) 4 6 7 7 7

Folgende 3 Arbeiten bleiben im Verfahren (für Verbleib) Arbeit 1090 Arbeit 1094 Arbeit 1097 7 6 4 : : : : (gegen Verbleib) 0 1 3

Der zweite Wertungsrundgang endet um 16:30 Uhr.

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Es wird ein Rückholantrag für die im 2. Wertungsrundgang ausgeschiede­ ne Arbeit 1091 gestellt. Der Rückholantrag wird mit 4 : 3 Stimmen ange­ nommen. Die Arbeit 1091 verbleibt somit im Verfahren.

1.8 Engere Wahl
Nach einer kurzen Pause wird die Sitzung ab 16:50 Uhr fortgeführt. Die im Verfahren verbliebenen Arbeiten werden erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu beurteilen. Die Arbeiten werden Gruppen aus Fach- und Sachpreisrichtern sowie Sachverständigen zugeteilt. Ab 18:00 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetra­ gen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.

1.9 Einzelbeurteilungen
Arbeit 1090 Die Verfasser orientieren sich mit ihrem Konzept am tradierten Typus der Hofanlage. Drei Gebäude differenzieren sich durch ihre Nutzungen als Wohn-, Lern- und Gemeinschaftsgebäude.Die Erschließung der Gebäude erfolgt über den zentralen Hof, der Haupteingang ist vom Hoftor aus über die Diagonale des Hofes gut einsehbar und auffindbar. Durch den gewählten Materialeinsatz und durch die Beschränkung auf Ziegeloberfläche und Holzlamellen wird eine ortstypische Charakteristik im Ensemble erreicht und eine gute Alterungsfähigkeit gewährleistet. Die Re­ duktion in der Materialwahl und das Ziel, die Charakteristik der alten Bau­ substanz weitgehend zu erhalten, führt dazu, dass die Hoffassade des Neubaus sich mit der Holzlamellenstruktur relativ geschlossen zum Hof zeigt. Das Preisgericht würde sich hier eine stärkere Öffnung zum dahin­ terliegenden Erschließungsgang zur Belebung des Hofraumes wünschen. Die Maßnahmen, um die erforderliche Erweiterung der Nutzfläche zu errei­ chen, sind als behutsame weitere Entwicklung der Bestandsanlage zu werten. Der nördliche Anbau an das ehemalige Gesindehaus bleibt unter der vorhandenen Traufe. Durch die Ausbildung des Verbindungsbaukör­ pers zwischen Scheune und Neubau als gläserne Fuge bleibt die Ables­ barkeit der Einzelbaukörper erhalten. Der Innenhof wird wohltuend zurückhaltend gestaltet und klar gegliedert. Die Inszenierung der „Leerstelle“, an der sich die Heysche Villa befand, durch die Gemeinschaftsfläche wird begrüßt. Die östliche Einfassungs­ mauer wird von der Jury ebenfalls positiv bewertet. Die weitere Einfassung des Grundstückes ist jedoch wenig ausformuliert und nicht nachzuvollzie­ hen.

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Die Umsetzung einer Rasenfläche unter den vorhandenen Linden er­ scheint fraglich. Darüberhinaus ist sie für die vom Auslober gewünschte öffentliche Nutzung des Innenhofes ungeeignet. Die außenliegenden Frei­ flächen werden durch die Verfasser in drei separate Bereiche gegliedert. Die Ausformulierung der grünen Klassenzimmer bleibt skizzenhaft und for­ mal wenig nachvollziehbar. Der Lehrgarten ist nach Westen ausgerichtet und ist gut platziert. Der sich anschließende Bauerngarten ist gut propor­ tioniert, wirkt jedoch wenig eingebunden. Insgesamt wirken die außenlie­ genden Freiflächen fragmentarisch und lassen einen gestalterischen Zu­ sammenhang vermissen. Arbeit 1091 Die anspruchsvolle Architektur des Entwurfs wurde von der Jury gewür­ digt. Allerdings hält der Entwurf die städtebaulichen Vorgaben nicht ein. Die Scheune und der Neubau sind mit drei Vollgeschossen konzipiert. Durch Einsparungen und Multifunktionen der Erschließungsbereiche wird die GFZ eingehalten. Die Architektur zeichnet sich durch eine starke Hal­ tung aus. Das Gesindehaus wird nach Norden und Süden erweitert. Die Scheune ist mit dem Neubau durch einen Flachdachbaukörper verbunden. Im Scheunenbereich steckt sich der Flachdachkörper durch, so dass auf der Westseite eine Gaube entsteht. Die Fassade auf der Westseite bleibt weitgehend erhalten. Der Neubau ist ein schlichter Baukörper. Im 2.OG entsteht ein Flachdachbaukörper zum Hof auskragend. Die Verfasser ha­ ben ein geschichtetes Nutzungssystem gewählt. Die Präsentationsräume sind ebenso wie der Gastronomiebereich und teilweise Lehrräume im EG Bereich untergebracht. Im 1.OG befinden sich Lehrräume und im 2.OG wurde der Hotelbereich untergebracht. Als Konstruktion wurde eine Stahl­ baukonstruktion mit Verblendmauerwerk gewählt. Der Flachdachkörper setzt sich als eine Holz-Glaskonstruktion ab. Die gleiche Konstruktion wird für den Eingriff in das Gesindegebäude ge­ wählt. Die Scheune wird mit Stahlbetondecken gewählt – das Mauerwerk erhal­ ten. Die Formensprache der Architektur wurde in der Jury sehr kontrovers dis­ kutiert. Gewürdigt wurde die Flachdachkonstruktion als verbindendes Ele­ ment zwischen Scheune und Neubau. Kritisch wurde die Einbindung in die Umgebung bewertet. Die Freiraumkonzeption ist formal gut gelöst. Der Eingangsbereich ist klar formuliert, direkt am befestigten Innenhof bilden Demonstrationsgärten die „vierte Seite“ des Hofensembles in Richtung Havel. Eine axiale Wegever­ bindung führt in Richtung Westen aus dem Innenhof in den Gartenbereich. Die Streifenstruktur der dortigen Gartenflächen widerspricht hier als aus der Umgebung aufgenommenen „Feldstruktur“ den dortigen Flurverläufen. Die Nutzung der Zwischenräume bleibt fragwürdig. Positiv wird die west­ ausgerichtete Terrasse gewertet. Arbeit 1994 Der Entwurf überzeugt durch eine klare und kompakte städtebauliche Lö­ sung. Die zusätzlich erforderliche Nutzfläche wird durch die Ergänzung des Bestandes durch zwei zusätzliche Baukörper nachgewiesen. Zur bes­ seren Nutzbarkeit des Dachgeschosses der Scheune werden die Traufen

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um jeweils 70 cm angehoben. Die neuen Baukörper erhalten eine Fassa­ denbekleidung aus Holz und setzen sich dadurch klar von der Materialität des Ziegelmauerwerks der bestehenden Gebäude ab. Das Erdgeschoss des Neubaus ist als Natursteinsockel ausgebildet. Die Erdgeschosszone aller Gebäudeteile beherbergt überwiegend öffentliche Nutzungen, in de­ ren Geschossen sich Schulungs- und Wohnräume befinden. Die unter­ schiedlichen Nutzungsbereiche sind klar organisiert und gut erschlossen. Der Entwurf reagiert in Maßstab, Gestaltung und Materialität sensibel auf den Ort und den landschaftlichen Kontext. Kritisch zu sehen ist die Ausbil­ dung der vollflächig verglasten Giebelfassaden der ergänzten Baukörper, die im Kontext mit der geplanten Nutzung als eine zu große Geste anmu­ tet. Der Innenhof ist klar und funktional überzeugend gegliedert. Die Inszenie­ rung der „Leerstelle“, an der sich die Heysche Villa befand, mit der Multi­ funktionsfläche ist überzeugend. Die Arbeit überzeugt durch eine klare Formierung der außenliegenden Freiflächen.Die gestalterische Ausformulierung des Bauerngartens als „Schollen“ erscheint beliebig und überzeugt die Jury nicht. Auch scheint eine intensive gärtnerische Nutzung an dieser Stelle aufgrund des Schat­ tens der Bestandsbäume fraglich. Die Anlage einer Streuobstwiese in der nördlichen Partie wird von der Jury positiv bewertet, erscheint in ihrer Set­ zung allerdings zu dicht. Arbeit 1097 Der Entwurf zeichnet sich durch den behutsamen Umgang mit dem Be­ stand aus und ist die einzige Arbeit, die die Vorgaben des B-Plan-Entwurfs einhält. Die daraus resultierende Unterschreitung der Soll-Flächen ist nach Ansicht des Preisgerichts „heilbar“. Der Entwurf ist bestrebt, die Neubau-/Anbauteile deutlich vom Bestand abzusetzen. Dies erreicht er durch die Materialwahl Holz und das gewähl­ te Flachdach, allerdings bleibt das Erscheinungsbild etwas zusammen­ hangslos. Durch den vorgestellten Laubengang wird dem Schulungsge­ bäude ein zusätzliches Strukturelement hinzugefügt, das gestalterisch und funktional überprüft werden müsste. Die Organisation der Flächen der Hofanlage ist klar auf die Gebäude ver­ teilt und in sich schlüssig, bleibt aber in der Durcharbeitung etwas an der Oberfläche Im Freiraumkonzept ist eine klare Zonierung in einen kompakten geome­ trischen Hofbereich mit Bauerngarten und einen organisch gestalteten Grünbereich mit kombinierter Obst- und Spielwiese im Übergang zur Land­ schaft ablesbar. Eine westausgerichtete Terrasse mit Grünen Klassenzim­ mern und Beeten in Fortsetzung von Werkstatt und Schulungsräumen ent­ lang der ehemaligen Scheune wird positiv bewertet. Insgesamt bleibt die Ausformulierung im Außenraum chiffrehaft. Kritisch werden bauliche Ein­ griffe im direkten Stammbereich der Bestandsbäume gesehen.

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1.10

Festlegung der Rangfolge und Preise

Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der Engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Rangfolge der Arbeiten erstellt. Es wird mit 4:3 Stimmen entschieden aus den Arbeiten 1090 und 1094 eine Preisgruppe zu bilden. Das Preisgericht entscheidet einstimmig, in Abweichung zur Auslobung keinen 3. Preis zu vergeben. Nach einer langen vergleichenden, differenzierten und abwägenden Dis­ kussion beschließt das Preisgericht, die Preise wie folgend zu vergeben (Stimmverhältnis für : gegen): 1. Preis 2. Preis Arbeit 1090 Arbeit 1094 4 4 : : 3 3

Es wird mit 7:0 Stimmen beschlossen , dass aus der Gruppe der engeren Wahl eine Arbeit mit einer Anerkennung gesondert gewürdigt wird. Über den Antrag, die Arbeit 1091 mit einer Anerkennung zu versehen, wird wie folgt abgestimmt (Stimmverhältnis für : gegen): Arbeit 1091 4 : 3

Über den Antrag, Arbeit 1997 mit einer Anerkennung zu honorieren, wird wie folgt (Stimmverhältnis für : gegen): Arbeit 1097 1 : 6

Somit erhält die Arbeit 1091 eine Anerkennung. Das Preisgericht beschließt einstimmig die Preisgelder wie folgt neu auf­ zuteilen: 1. Preis: 2. Preis: Anerkennung: 9.000,­ 7.000,­ 1.500,­

1.11

Empfehlung des Preisgerichtes

Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit unter Berücksichtigung folgender Überarbeitungs­ hinweise zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen:
1. Für die Grundrissorganisation werden folgende Überarbeitungen empfohlen:Die reine Nordorientierung des Bistros wird als kritisch gesehen und sollte überarbeitet werden. 2. Das EG im Neubau sollte im Hinblick auf eine Stärkung des Hofes überar­ beitet werden. 3. Die gestalterische Öffnung der Hoffassade im Hinblick auf eine Stärkung des Hofes ist zu prüfen.

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Diese Hinweise und die Anmerkungen in der Beurteilung des Preisgerichts sind zu berücksichtigen.

1.12

Öffnung Verfasserumschläge

Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 10 Wettbewerbsteilnehmer werden verle­ sen.

1.13

Abschluss der Sitzung

Die Vorsitzende entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die sorgfäl­ tige Vorbereitung und bei allen Mitarbeitern für die gute Durchführung des Verfahrens. Sie dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und kon­ struktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirkli­ chung des Projektes den Vorsitz an Frau Sellin-Eysholdt zurück. Diese bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 20:40 Uhr. Das Protokoll wurde von der Vorsitzen­ den des Preisgerichts gelesen und genehmigt. Protokoll: Nils Hauer

Die Ausstellung wird am Montag, den 29. November um 17:00 Uhr im Forum Factory, Besselstr. 13 in Berlin Kreuzberg eröffnet. Die Wettbewerbsarbeiten werden dort vom 30. November bis zum 7. Dezember ausgestellt sein.

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1.14

Protokollfreigabe der Preisrichter

Das Protokoll wird genehmigt:

Katharina Behrens Bezirksamt Spandau, Abteilung Bauen, Planen und Umweltschutz Uwe Dechène Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Dr. Helmut Riethmüller Umwelt-Bildungszentrum Berlin gGmbH

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1.15

Anwesenheitsliste

Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen Berlin Spandau Preisgerichtssitzung Donnerstag, den 07.10.2010, Beginn 9:20 Uhr bis 20:40 Uhr Finanzamt Wedding, Osloer Str. 37, 13359 Berlin

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- entschuldigt ­

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Platzierungen der Teilnehmer des Wettbewerbs
Preisträger Arbeit 1090 1. Preis

Sturm und Wartzeck GmbH, Dipperz bei Fulda Architekten BDA, Innenarchitekten Susanne Wartzeck Jörg Sturm Steffen Schultheis, Steffen Heil, Anika Becker, Ulrike Gollbach, Franziska Röder-Young Schulz Landschaftsarchitekten AKH, Kassel Ines Schulze

Verfasser Mitarbeiter

Landschaftsarchitekt

Arbeit 1094 2. Preis Verfasser

Geier Maass Architekten GmbH, Berlin Dipl.-Ing. Architektin Almut Geier Dipl.-Ing. Architekt Enno Maass Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt Axel Hermening Dipl. Ing. Lara Metell, Veit Eckelt (Rendering), Dipl. Ing. Annette Müller (Modellbau) Levin Monsigny Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin Ingenieursgesellschaft W33 mbH, Berlin

Mitarbeiter Landschaftsarchitekt TGA-Planung

Anerkennung 	 Arbeit 1091 Anerkennung Verfasser Mitarbeiter

huber staudt architekten bda, Berlin Dipl.-Ing. Architekt BDA Joachim Staudt Dipl.-Ing. Architektin BDA Christian Huber Dipl. Ing. Leander Moons, cand.arch Tatyana Cherepanova, cand. arch Sohta Mori Marcel Adam Landschaftsarchitekten, Potsdam Veronika Bechtolsheim CRP Ingenieurgemeinschaft GmbH, Cziesielski, Ruhnau + Partner GmbH, Berlin IGB-Ingenieurbüro Grube, Berlin Dipl. Ing. Olaf Grube

Landschaftsarchitekt Tragwerksplanung TGA-Planung

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Engere Wahl Arbeit 1097 Engere Wahl Verfasser Mitarbeiter Tragwerksplanung Anderhalten Architekten BDA, Berlin Prof. Claus Anderhalten Martin Grunewald Horn + Horn Beratende Ingenieure VBI, Neumünster Olaf Petersen Thomanek Duquesnoy Boemans, Berlin IB Heimann, Berlin

Landschaftsarchitekt Energiekonzept

2. Rundgang Arbeit 1092 2. Rundgang

Ut Architects Bauerfeind von Wedemeyer GbR, Berlin Tim Bauerfeind Henning von Wedemeyer Simona Mihaylova, Deborah Seifert Birke Zimmermann, Berlin Pichler Ingenieure GmbH, Berlin

Verfasser Mitarbeiter Landschaftsarchitekt Tragwerksplanung

Arbeit 1093 2. Rundgang

Kusus + Kusus Architekten, Berlin Frank Kiessling Landschaftsarchitekten, Berlin Karin Kusus Frank Kiessling Janowski & Co Beratende IngenieureGmbH, Berlin Müller BBM, Berlin

Verfasser TGA-Planung Bauphysik, Akustik

Arbeit 1096 2. Rundgang Verfasser Landschaftsarchitekt

avp architekten, Berlin Renate Abelmann Walter Vielain Projektbüro Stadtlandschaft GbR, Kassel Regina Riedel Jürgen von Reuß ARCHTM, Lübeck Lothar Többen Inga Müller-Haagen

Visualisierung

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Arbeit 1098 2. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Arge Archea-Male, Florenz/Berlin M. Casamonti, L. Andreini, G. Polazzi, C. Lepratti, V. Martinez S. Fabi, L. Romagnoli, L. Carastro, M. Orto, M. Mugnaini, N. Balestri Franchi Associati, Pistoia, Italien G. Franchi

Landschaftsarchitekt

1. Rundgang Arbeit 1095 1. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Landschaftsarchitekt

Pfeiffer – Ellermann – Prickel, Berlin Dipl. Ing. Christoph Ellermann Dipl. Ing. Nina Schaffernoth, Dipl. Ing. Felix Neubronner, Sven Radtke Fugmann Janotta bdla, Berlin Dipl. Ing. Harald Fugmann Dipl. Ing. (FH) Diana Lehmann Dipl. Ing. Sophie Reinisch

Arbeit 1099 1. Rundgang Verfasser Mitarbeiter Landschaftsarchitekt Tragwerksplanung TGA-Planung:

Henchion Reuter Architekten, Berlin Dipl.-Ing. Architekt K. Reuter Dipl. Ing. S. Reimann Röntz Landschaftsarchitektur, Berlin Dipl. Ing. A. Röntz EiSat GmbH Tragwerksplanung, Berlin Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart

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2. Bericht der Vorprüfung 2.1 Einlieferung der Arbeiten
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden in einem vor geschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW 2008) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten als Generalplaner ausgewählt. Der Abgabetermin für die Planunterlagen war der 30. August 2010; das Modell konnte bis zum 06. September 2010 abgegeben werden. Alle Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Brückenstraße 6 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit so­ wie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Die Wettbewerbsunterlagen wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Finanzamt Wedding, ehemalige Kassenhalle, Osloer Str. 37, transportiert. Die 10 eingereichten Arbeiten gingen in allen Teilen erkennbar terminge­ recht ein.

2.2.Anonymisierung
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklär­ ungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1090 bis 1099 gekenn­ zeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen.

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2.3 Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Arbeiten wurde gemäß Punkt 1.10 der Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert.
1 2 3 4 5 (1 Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte, mit Eintragung der Raumbezeichnungen analog Formblatt usw.) 6 7 8 9 10 11 12 13

CD-ROM Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

Ansichten/ erforderliche Schnitte M 1:200

EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden Freiflächen einschließlich äußere Erschließung M 1:200

(Informationsgehalt annähernd Schnitt M 1:50 zur Vermittelbarkeit von Materialität und Gestaltqualität)

1090 1091 1092 1093 1094 1095 1096 1097 1098 1099

x x x x x x x5 x x x

x x x x x x x5 x x x

x x1 x x x x x5 x x x

x4 x x x x x x5 x x x

x x x x x x x x x x

x x1 x x -2 x x x x x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
x

x x x x
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x x x x x x x x x x

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x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x x x x x

x3 x x3 x x

x3 x x3 x x

x – 1 2 3 4 5

Leistung liegt vor Leistung liegt nicht vor Darstellung 1. OG, Ansichten und Schnitte fehlen in Prüfplänen keine vermaßten Püfpläne vorhanden Format nur auf Mac les-/ kopierbar Schnitt Neubau fehlt Die Präsintationspläne sind in ihrer Darstellung auf ca. 108 % vergrößert

2.4 Vorprüfung 2.4.1 Verfahren

Die Vorprüfung wurde vom 30. August 2010 bis zum 01. Oktober 2010 im Finanzamt Wedding, Osloer Str. 37, in der ehemaligen Kassenhalle durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch einen Vorprüfer für Architektur, einen Kostenprüfer und drei Mitarbeiter der Vorprüfung.

ausgefüllte Formblätter als .xls-Datei x x x x
x

Baubeschreibung analog DIN 276 (neu) zu KG 300 und 400

Fassaden- bzw. Systemschnitt M 1:20

Fragebogen zur Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

.pdf-Dteien der Präsentationspläne

.tif-Dateien der Präsentationspläne

alle anderen Grundrisse M 1:200

Flächenermittlung / Raumprogramm

Arbeitsmodell M 1:500

Erläuterungsbericht

Verfassererklärung

Lageplan M 1:500

Formblätter

Prüfpläne

Tarnzahl

x x x x x

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2.4.2 Prüfung der quantitativen Daten
Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft. Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet:
Nutzfläche NF (Raumprogramm) Bruttogrundfläche BGFa Verhältnis BGFa / NF Hüllfläche zu Volumen A / V GRZ GFZ Bauteilflächen

Die Kosten wurden nicht von den Teilnehmern abgefragt, sondern von dem Kostenprüfer ermittelt. Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in einer vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen. Die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Berechnungen im vergleichenden Überblick.

2.4.3

Prüfung der qualitativen Daten

Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.11 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die Vorprüfer/Innen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wie­ der:
Städtebau / Gestaltung (Bestand / Neubau) / Freiflächen Funktionen / Freiflächen Baukonstruktion / Materialität Gebäudetechnik und Energiekonzept Realisierbarkeit Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb

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2.4.4

Einbeziehung der Sachverständigen

Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende Sachverständige haben die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung begutachtet:
Frau Schmitz, Bezirksamt Spandau, Naturschutz- und Grünflächenamt

2.5 Balkendiagramme
Zum Quervergleich wurden 3 Balkendiagramme erstellt.
Gesamtkosten (KG 200-700) BGFa ist und NF (Raumprogramm) ist Relation BGFa / NF (gesamt) ist und A / V

Gesamtkosten (KG 200 – 700 / KG 300 + 400)

Gesamtkosten SOLL KG 200 – 700 4.470.000 EUR

Gesamtkosten KG 200 – 700 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 ist

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

29

BGFa ist und NF (Raumprogramm) ist
BGFa ist NF (Raumprogramm) ist

NF (Raumprogramm) soll 1.204 m²

Relation BGFa / NF (gesamt) ist und A / V
BGFa / NF (gesamt) ist A/V

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

30

2.6 Zusammenstellung der Daten

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (Raumprogramm) ist NF (Raumprogramm) soll NF (gesamt) ist BGFa (inclusive UG) ist BRIa ist Hüllfläche BGFa ist / NF (gesamt) ist A/V Überbaute Fläche GRZ GFZ m² m² m² m² m² m³ m²

1090
1.238 1.204 1.264 1.921 6.068 3.010 1,52 0,50 683 0,14 0,30

1091
1.153 1.204 1.212 1.597 5.189 2.761 1,32 0,53 634 0,13 0,25

1092
1.184 1.204 1.216 1.880 6.041 3.609 1,55 0,60 725 0,15 0,33

1093
1.215 1.204 1.258 1.926 7.156 3.746 1,53 0,52 729 0,15 0,35

1094
1.182 1.204 1.203 1.878 5.561 2.870 1,56 0,52 597 0,13 0,30

Kosten Gesamtkosten KG 200 – 700 ist Gesamtkosten KG 200 – 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 200 – 700 soll Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Kostenkennzahlen KG 200 – 700 Gesamtkosten KG 200 – 700 / BGF ist Gesamtkosten KG 200 – 700 / NF ist Gesamtkosten KG 200 – 700 / NF soll Gesamtkosten KG 200 – 700 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF soll Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto 1.561 2.373 2.550 494 1.819 2.397 2.550 560 1.691 2.615 2.550 526 1.717 2.629 2.550 462 1.504 2.348 2.550 508 €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto 2.308 3.507 3.713 731 2.719 3.583 3.713 837 2.489 3.849 3.713 775 2.510 3.843 3.713 676 2.260 3.528 3.713 763 € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto 4.433.000 4.507.200 4.470.000 2.999.000 3.034.000 3.070.000 4.342.000 4.507.200 4.470.000 2.905.000 3.034.000 3.070.000 4.680.000 4.507.200 4.470.000 3.180.000 3.034.000 3.070.000 4.835.000 4.507.200 4.470.000 3.307.000 3.034.000 3.070.000 4.244.000 4.507.200 4.470.000 2.825.000 3.034.000 3.070.000

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

31

Nummer der Wettbewerbsarbeit Flächen und Rauminhalte NF (Raumprogramm) ist NF (Raumprogramm) soll NF (gesamt) ist BGFa ist BRIa ist Hüllfläche BGFa ist / NF (gesamt) ist A/V Überbaute Fläche GRZ GFZ m² m² m² m² m² m³ m²

1095
1.221 1.204 1.237 2.028 6.635 3.484 1,64 0,52 674 0,14 0,33

1096
1.265 1.204 1.318 2.115 7.602 3.478 1,60 0,46 720 0,15 0,38

1097
1.159 1.204 1.195 1.538 4.521 2.730 1,29 0,60 685 0,14 0,21

1098
1.256 1.204 1.256 2.133 6.942 3.763 1,70 0,54 603 0,13 0,38

1099
1.182 1.204 1.369 2.151 6.792 3.211 1,57 0,47 833 0,17 0,34

Kosten Gesamtkosten KG 200 – 700 ist Gesamtkosten KG 200 – 700 Mittelwert Gesamtkosten KG 200 – 700 soll Gesamtkosten KG 300 + 400 ist Gesamtkosten KG 300 + 400 Mittelwert Gesamtkosten KG 300 + 400 soll Kostenkennzahlen KG 200 – 700 Gesamtkosten KG 200 – 700 / BGF ist Gesamtkosten KG 200 – 700 / NF ist Gesamtkosten KG 200 – 700 / NF soll Gesamtkosten KG 200 – 700 / BRI ist Kostenkennzahlen KG 300 + 400 Gesamtkosten KG 300 + 400 / BGF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF ist Gesamtkosten KG 300 + 400 / NF soll Gesamtkosten KG 300 + 400 / BRI ist €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto 1.455 2.385 2.550 445 1.635 2.624 2.550 455 1.620 2.085 2.550 551 1.527 2.594 2.550 469 1.379 2.167 2.550 437 €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto €/m² brutto 2.168 3.555 3.713 663 2.374 3.810 3.713 660 2.494 3.210 3.713 848 2.239 3.802 3.713 688 2.096 3.294 3.713 664 € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto € brutto 4.397.000 4.507.200 4.470.000 2.950.000 3.034.000 3.070.000 5.021.000 4.507.200 4.470.000 3.458.000 3.034.000 3.070.000 3.836.000 4.507.200 4.470.000 2.492.000 3.034.000 3.070.000 4.775000 4.507.200 4.470.000 3.258.000 3.034.000 3.070.000 4.509.000 4.507.200 4.470.000 2.966.000 3.034.000 3.070.000

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

33

2.7 Einzelberichte der Arbeiten 1090 bis 1099
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf einer Doppelseite dargestellt. Die Abbildungen auf der linken Seite umfassen: Modellfoto, Lageplan und Ansicht. Die Textseite auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen Prüfung nach dem dargestellten Kriterienkatalog.

Sturm und Wartzeck GmbH, Dipperz | 1. Preis

1090

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.238 1.264 1.921 1,52 0,14 0,30

4.470.000

4.433.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1090

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Ergänzung der Bestandsgebäude zum Dreiseithof. Neubau mit Satteldach, Erweiterungen mit Flachdachanbauten. Ziel ist eine Verzahnung von Alt und Neu. -	 Der Neubau führt, abgesetzt durch Flachdachkörper, die Trauf- und Firsthöhe der Scheune fort. - Bezug der Innenräume EG zu entsprechenden Außenräumen über großformatige Öffnungen. -	 Innenhof wird mit Rasenfläche unter den alten Linden zum „grünen Hof“. Intensiv genutzte und abgegrenz­ te 	 Gartenflächen und Aufenthaltsflächen erstrecken sich bandartig von Nord nach Süd von Kultur- und Parklandschaft umgeben. Funktionen / Freiflächen -	 Hof ist Zentrum und mit Gemeinschaftsfläche und Rampentheater Veranstaltungs-, und Bewegungs­ fläche. Ein umlaufender „Gang aus Natursteinpflaster“ vor den Hoffassaden erschließt die umgebenden Gebäude. - Haupteingang zu den Lehr- und Übernachtungsräumen im Verbindungsbaukörper von Scheune und Neubau mit kleiner Empfangshalle. - Gesindehaus wird mit Lehrküche, Bistro und Mehrzweckraum zum Koch- und Esshaus. Die Lehrküche in der massiven Kernzone. In der Erwei­ terung Mehrzweckraum und das anschließende Bistro mit Terrasse. Der Neubauteil ist unterkellert und nimmt WCs, Dusch- und Umkleideräume sowie Lager, Kühlund Technikraum auf. Im DG Internetraum und freie Verfügungsflächen. -	 Scheune wird mit sämtlichen Lehrgangsräumen zum Seminar- und Bürogebäude. Verwaltungs- und Dozentenbüros in Verbindung zum Empfangsbereich. Die Werkstatt zusammen mit einem der Lehrgangsräume in Verbindung zum Garten und den Außenklassen. - Erschließung der einhüftig organisierten Lehrgangsräume über hofseitigen Flur mit angegliederter, einläu­ figer Treppe und Aufzug. Überdachte Verbindung vom Gesindehaus im EG. - Neubau im Süden ist Gästehaus. Er nimmt die Übernachtungsräume, sowie im EG die Hausmeister­ wohnung auf. Die Zimmer sind südorientiert angeordnet. Der Neubau ist unterkellert und dient als Lagerfläche und Hausmeisterwerkstatt. - Erschließung über hofseitigen Flur. Im 1.OG über einen offenen Gemeinschaftsbereich im zweigeschossigen Verbindungsbauteil an die Scheune angeschlossen. Im DG über die Dachterrasse des Verbindungskörpers oder über eine von außen zugängliche Treppe am Ostgiebel. - Heckenumsäumter Demonstrationsgarten als klas­ sisch angelegter Bauerngarten und Lehrgarten in einfacher Reihung. Eine Stützmauer trennt den „Produktionsgarten“ vom südlichen „Wiesen- und Ruhegarten“ mit den Außenklassen.

Baukonstruktion / Materialität - Gesindehaus wird im östlichen Bereich mit der histo­ rischen Giebelfassade am Eingangstor erhalten. Der hintere Bereich wird neu errichtet und dabei unterkel­ lert. Ein Anbau umschließt eingeschossig das Gebäude im Norden und Westen. Das Flachdach wird begrünt. Konstruktion und Materialitäten werden nicht erläutert. - Scheune wird entkernt. Neue eingestellte Deckenund Dachkonstruktion mit Zellulosedämmung in Holzbauweise. Die Drempelhöhe wird von 1,35 m auf 1,90 m angehoben. Aufnahme der vorhande­ nen abgesetzten Dachkonstruktion in Form eines Oberlichtbandes mit einer vorgesetzten Verschattung aus beweglichen Holzlamellen. Dachfläche mit Ziegeldeckung. Innenwände in Trockenbauweise, ge­ strichen. Linoleum als Fußbodenbelag. -	 Der Neubau als holzverkleideter Baukörper mit Ziegeldach auf Klinkersockel. Keller und Erdgeschoss als Massivbaukonstruktion mit Klinkervorsatzschale. OG und DG als Holzbau mit Brettstapeldecken und Holzaußenwandkonstruktionen. Fassadenverkleidung aus Lärchenholz mit starren Lamellenfeldern bzw. Schiebeläden an den Längsseiten. Innenwände in Trockenbauweise, gestrichen. Linoleum als Fußbo denbelag. -	 Gebäudenahe Wege mit Natursteinpflaster, die wei­ teren als wassergebundene Decke oder geschnittene Rasenwege. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Bei Neubau mit Erdwärmeübertrager unter der Bodenplatte. - Holzschnitzelanlage als regenerativer Energieerzeu­ ger. - Optional thermische Solaranlage auf südlicher Neu­ baudachfläche. Realisierbarkeit -	 Erfüllung Raumprogramm: + 34 m2. - Lehrgangsräume im 1.OG mit zu geringer Tages­ lichtbeleuchtung. Schaltbarkeit Lehrgangsräume nicht ausgewiesen. WC Anlagen ausschließlich im Kellergeschoss. Behinderten WC im EG. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Einhaltung der maximalen Gebäu­ degrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 2% unter dem Mittelwert. - Gute Flächeneffizienz, geringer Hüllflächenanteil. Durchschnittliches Bauvolumen. - Es sind keine übermäßigen Nutzungskosten zu erwar­ ten.

Geier Maass Architekten GnbH, Berlin | 2.Preis

1094

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.182 6.686 1.203 1,56 0,13 0,30

4.470.000

4.244.000
Lageplan

Ansicht Nordwest Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1094

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) - Dreiseitige bauliche Fassung des Hofes. Neubauflügel mit baulicher Verbindung zur Scheune nimmt mit Satteldach First- und Traufhöhe auf. Ziel ist Erhalt und Weiterentwicklung des Gebäudebestandes. -	 Gesindehaus wird in der Bestandstiefe nicht ver­ ändert. Erweiterung nach Westen. Einbau von drei Fledermausgauben auf der Hofseite. -	 Vierte Hofseite mit ehemals Hey`scher Villa soll durch multifunktionale Außenfläche mit Orientierung und Ausblick zur Havel besetzt werden. - Neubauten als einfache Volumina in klarer Geometrie mit Satteldach ohne Dachüberstand. - Giebelseiten der Bestandsgebäude werden als Gesichter der Anlage interpretiert. Aufnahme des Themas in den großflächig geöffneten Giebeln der Neubauten. Nach Westen zur Kulturlandschaft und nach Osten zum natürlichen Landschaftsraum der Havel. -	 Freiflächengestaltung mit zwei differierenden Bereichen: Streuobstwiese und geometrisierte Gartenanlagen. Funktionen / Freiflächen - Alle Gebäude und Nutzungen mit separaten Zu­ gängen vom Hof als zentralem Erschließung- und Kommunikationsraum. Zugänge zu den Gebäuden über umlaufend befestigte Randzonen. - Gesindehaus als „Servicegebäude“ dient mit Verwaltungs- und Dozentenbüro sowie den Hausmeisterräumen der Beratung, Betreuung und dem Betrieb. Die Erweiterung als „Hand-Werkshaus“ den Werkräumen. Der gebäudehohe Werkraum mit Galerie und zu öffnender Giebelfassade für Teilnehmer im EG, Geräte- und Werkraum des Hausmeisters im UG des Erweiterungsbauteils. - Scheune als „Lehrgebäude“ mit Lehrküche und Bistro im EG, Lehrgangsräume im 1.OG und DG. -	 Zusammenschaltbare Lehrgangsräume im 1.OG. - Neubau wird dreigeschossig zum „Gästehaus“. In Analogie zum Hotel mit Rezeption, Veranstaltungsund Ausstellungsbereich. In den Obergeschossen die Gästezimmer mit Südorientierung. Kellergeschoss mit Lager und Technik sowie den Dusch- und Umkleideräumen. - Scheune und Neubau einbündig mit hofseitiger Flurzone über zwei abgeschlossene Treppenhäuser und Aufzug erschlossen. - Eine Streuobstwiese mit neu gepflanzten Obstbäumen knüpft im Norden an die offene Feldflur an. Integriert sind Schilfkläranlage und Bienenstöcke, sowie die zwei Grünen Klassenzimmer. Der Nutzgarten im Westen der Scheune als geometrisch angelegte, mit Buchsbaum eingefasste Beete. Einfassung des Grundstücks mit Lattenzaun im Norden und Osten, mit Heckenpflanzung im Süden und Westen.

Baukonstruktion / Materialität -	 Die Bestandsgliederung mit Natursteinsockel, Ziegelfassade und Ziegeldach wird beim Neubauflügel mit Holzfassade und Holzdachdeckung auf ein­ geschossigem Natursteinsockel abstrahiert. Die Sockeldimensionierung in Anlehnung an die früheren dortigen Stallungen. Raumhohe Fensteröffnungen mit außenliegenden Lamellenschiebeläden im gleichmä­ ßigen Rhythmus. - Gesindehaus Erhalt der bestehenden Fassadenerscheinung ohne technische Erläuterungen. Anbau an Gesindehaus/Servicegebäude mit Glasfuge zum Bestand als durchgängiger, längsseitig geschlos­ sener Holzbau, unterkellert. - Scheune Keine Aussagen zur Ertüchtigung der kons­ truktiven Elemente. Das bestehende Stützensystem im EG und 1.OG zeigt sich weiterhin. Das Dachtragwerk wird erneuert bei Anheben der Drempelhöhe auf 2,05m unter Beibehaltung der Firsthöhe. Oberkante Mauerwerk bleibt erhalten, Motiv der bestehen­ den Drempelbekleidung wird mit dunkel lasierten Holzlammellen übernommen. -	 Innendämmung der Bestandsbauten. -	 Wege im Hof in Mosaikpflaster, Hoffläche und Wege außerhalb als wassergebundene Decke. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Einsatz CO2 neutraler Materialien wie Holz und Naturstein. - Sole-Wasser-Geothermieanlage mit Tiefensonden zur Wärmegewinnung. Spitzenlasten mit Gas-BrennwertTherme. Verteilung über Flächensysteme aus Kapillarrohrmatten im Boden oder unter der Decke. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm: - 22 m2. Unterschreitungen bei Übernachtungsräumen. Überschreitung bei Empfangsraum. -	 Behinderten-WC im Keller des Neubaus. - Galerie der Werkstatt nur über Treppe erreichbar. WCAnlagen im Lehrgebäude auf Zwischenpodesthöhe des nördlichen Treppenhauses. -	 Maximale Stichflurlänge im Neubau überschritten. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Einhaltung der maximalen Gebäudegrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 6% unter dem Mittelwert. - Durchschnittliche Flächeneffizienz, durchschnittlicher Hüllflächenanteil. -	 Geringes Bauvolumen. - Es sind keine übermäßigen Nutzungskosten zu erwar­ ten.

huber staudt architekten, Berlin | Anerkennung

1091

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.153 1.212 1.597 1,32 0,13 0,25

4.470.000

4.342.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1091

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Ergänzung der Bestandsgebäude zum Dreiseithof. Neubau als freistehender zweigeschossiger Baukörper mit Ziegelfassade. - Flachdachbaukörper, aufgesetzt und zum Hof auskra­ gend als Holz-Glaskonstruktion wird zur Scheune ver­ längert und durchdringt dort beidseitig die Dachfläche. - Gesindehaus erhält in gleicher Anmutung Erweiterungen im hofseitigen Dachbereich als auch auf Gartenebene. Ziel ist der weite Blick über die Havel und die „zeitge­ mäße Interpretation des Themas Dachlandschaft“. - Erhalt der offenen Nordwestecke „entspricht der of­ fenen Bauweise im ländlichen Raum.“ - Wechselspiel aus intensiv und extensiv behandelten Gartenflächen in linearer Anordnung. Funktionen / Freiflächen -	 Hof als Orientierungs-, Aufenthalts-, und Querungsraum mit Multifunktionsfläche unter Lindenbäumen erschließt die umgebenden Gebäude. Hauptweg in Ost-West Richtung verbindet Hof mit Garten. - Horizontale Schichtung der Nutzungen in den drei Gebäuden. „Der Grad der Öffentlichkeit nimmt nach oben ab.“ - Scheune als Hauptgebäude der Anlage mit zentralem Eingang in Empfangsbereich, Bistro und Lehrküche. Der ursprüngliche Scheuneninnenraum soll hier erfahr­ bar werden. Erweiterungsmöglichkeit in den Garten mit großformatigen Öffnungen zur Terrasse und in die Grünen Klassenzimmer. - Neubau EG mit zusammenschaltbaren Lehrgangsräumen und Werkstatt mit Hofbezug. Unabhängige Erschließung. -	 Gesindehaus mit schaltbarem Multifunktions- und Präsentationsraum im nach Norden erweiterten EG als Schaufenster Richtung Öffentlichkeit. Treppenhaus zur Hausmeisterwohnung im DG. -	 Scheune und Neubau 1.OG Lehrgangsräume und die Büros, einhüftig organisiert. - Verglaste Brücke verbindet die hofseitigen Er­ schließungsflure mit Treppenhaus am Nordgiebel und der Außentreppe am Ostgiebel, sowie den Aufzug im Gebäudewinkel. - Scheune und Neubau 2.OG Übernachtungsräume so­ wie offener Aufenthaltsbereich mit Aussicht im einge­ schobenen Flachdachkörper der Scheune. - Unterkellerung des Neubaus erweitert bis unter die Scheune nimmt die Dusch- und Umkleiden, sowie Lager und Technikräume auf. Erschließung über Aufzug und weitere Treppe. - Die Orthogonalität der umgebenden Feldflur wird in der streifenförmigen Anordnung der intensiv genutzten Gartenfelder aufgenommen, die gleichmäßig den Freiraum durchziehen. Nebeneingang am Feldweg

als direkter Zugang zu den Gartenflächen. Keine Materialangaben zu Wege- und Platzflächen. Baukonstruktion / Materialität - Neubau als Stahlbetonkonstruktion mit Verblendmau­ erwerk. Lochfassaden mit den Nutzungen angepasten Öffnungen. - Dachaufbau in Holzrahmenbauweise mit umlaufend raumhoher Glasfassade, durch Holzelemente vertikal gegliedert. - Gesindehaus mit baugleicher Ausführung der Eingriffe im Dach- und Gartenbereich. - Scheune Ertüchtigung mit neuen Stahlbetondecken. Erhalt der Mauerwerksfassaden. - Innendämmung mit Calciumsilikatplatten zur energe­ tischen Verbesserung der Albauten. - Neubau mit Heizestrich unter Linoleumfußboden, Akustik-Abhangdecken mit Einbauleuchten. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Geothermische Wärmepumpenanlage gekoppelt mit Solarthermieanlage zu Heiz- und Kühlzwecken. Flächenverteilung im Fußboden. Zusätzlich dezen­ trale Umluftgeräte zum Heizen und Kühlen im Brüstungsbereich. - Lehrgangsräume zusätzlich zur natürlichen Belüftung mit Teilklimatisierungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. - Warmwasserbereitung im Speicher-Durchflusssystem zur Trinkwasserhygiene. -	 Grauwassernutzung. - Ausführliche Darstellung des Haustechnikkonzeptes in Diagrammen. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm: - 51 m2. Unterschreitung bei Lehrgangsräumen, Lehrküche, Geräteraum. Der rollstuhlgerechte Übernachtungsraum ist nicht nachgewiesen. -	 Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Einhaltung der maximalen Gebäu­ degrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 4% unter dem Mittelwert. - Gute Flächeneffizienz, durchschnittlicher Hüllflächenanteil. -	 Sehr geringes Bauvolumen. - Erhöhte Nutzungskosten sind zu erwarten durch Stoffmarkisen, Vorrichtung für Trinkwasserhygiene, Grauwassersystem, Lüftungsanlage.

Anderhalten Architekten BDA, Berlin | Engere Wahl

1097

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.159 1.195 1.538 1,29 0,14 0,21

4.470.000

3.836.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1097

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Dreiseitige bauliche Fassung des Hofes. Der Bestand aus Ziegelbauten mit Satteldach wird erhalten und partiell ergänzt. Erweiterungen durch Baukörper mit Flachdach in Holzbauweise. - Scheune mit Erhalt der kleinteiligen Westfassade. Einbau von großformatigen Öffnungen zum Hof. - Der zweigeschossige Neubaukörper steht frei und wird mit der Scheune über eine offene Treppenanlage ver­ bunden. Bodentiefe, großformatige Fensterelemente an beiden Längsfassaden. -	 Gesindehaus nach Westen ergänzt und mit einge­ schossigem Baukörper nach Norden erweitert. -	 Freiflächengestaltung mit eingestreuten Nutzungsinseln im freien Übergang von Parklandschaft zur Obstwiese. Funktionen / Freiflächen - Alle Gebäude und Nutzungen mit separaten Zugängen vom Hof als zentralem Erschließung- und Kommunikationsraum der Anlage. - Verbindung und Erschließungszone der Häuser über gebäudenahe Stahlbetonflächen. Innenhof mit was­ sergebundener Decke unter Lindenbäumen mit östlich eingefügten Bauerngartenbeeten. - Gesindehaus nimmt im Bestandsteil den Empfang mit Verwaltung sowie die Lehrküche auf. Im Ergänzungsteil nach Westen schließt sich der Essbereich mit raum­ hohen Fensteröffnungen an. Der eingeschossige Erweiterungsbau nimmt Lager- und Nebenräume auf und ist Dachterrasse für die im DG gelegene Hausmeisterwohnung mit separater Erschließung. Zugänglichkeit der Terrasse und Belichtung der Wohnung differieren im Schnitt und Grundriss. - Scheune wird Lehrgebäude. EG mit Lehrgangsräumen, Werkstatt und zentralen Sanitärräumen. Im OG die weiteren Schulungsräume. Präsentationsraum im DG hinter Multifunktionsraum als gefangener Raum zu­ sammenschaltbar angeordnet. - Erschließung der Seminarräume im OG durch eine hofseitig vorgestellte gedeckte Galerie. Die Vertikalerschließung über einläufige Treppe mit Aufzug und offener Treppenanlage als Verbindungselement zum südlichen Baukörper. - Neubau im Süden nimmt zweigeschossig die Übernachtungsräume mit Südorientierung auf. - Erschließung über einen witterungsgeschützten Laubengang auf der Hofseite. Außentreppe am Ostgiebel. -	 Unterkellerung mit Lager- und Technikräumen. - Die Grünen Klassenzimmer als „funktionale Erweiterung“ der Scheune westlich angelagert. - Vorhandene Bäume mit inselartigen Unterpflanzungen im südlichen Gartenbereich. Die weiteren Freiflächen als Streuobstwiese mit eingebetteten, frei geformten Rasenflächen als Spiel- und Aufenthaltsflächen.

Baukonstruktion / Materialität - Ziel ist eine reduzierte Materialwahl aus weitgehend nachwachsenden Rohstoffen mit guter Instandsetzungsund Alterungsfähigkeit. - Sanierung der Altbauziegelwände unter Erhalt der Patina. Sanierung und Dämmung der Dachkonstruk­ tionen, Ziegeleindeckung. - Scheune Deckenkonstruktionen werden durch Stahlbetondecken ersetzt unter Beibehaltung des Stützensystems, das die Raumgrößen und Zu­ schnitte beeinflusst. Innendämmung der Außenwände mit Feuchte regulierendem Lehmputz auf Mineralschaumplatten. - Galerie hofseitig vorgestellt, in verzinkter Stahlkon­ struktion. - Neubauflügel und die Erweiterung des Gesindehauses als Holzkonstruktionen mit Holzplattendecken auf Stahlbetonuntergeschoss bzw. Stahlbetonbo­ denplatte. Außenwände und innere Trennwände als Holzständerkonstruktion mit Flachsdämmung und raumseitigen Lehmbauplattenbeplankungen mit Lehmputzauftrag. Fassadenseitig mit Lärchen­ holzverschalung. Isolierverglaste Holzfenster Die­ lenböden. Flachdächer mit extensiver Begrünung und Holzbeplankung in Teilbereichen. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Wärmepumpe mit Erdwärmetauscher als vertikale Bohrsonden oder horizontale Rohrregister. Verteilung über Flächenheizungen als Kapillarrohrmatten in den Raumtrennwänden. - Solarmodule auf Neubaudach hinter hochgezogener Attika. - Visualisierung der technischen Anlagen als didak­ tische Maßnahme. Anzeigetafeln zeigen Stand Energiegewinnung und -versorgung. Realisierbarkeit -	 Erfüllung Raumprogramm: - 45 qm. -	 Unterschreitung bei Lehrküche, Übernachtung, Aufenthalt und Verwaltung. Flächenüberschreitung bei Lehrgangsräumen. - WC Anlagen ausschließlich im EG. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird eingehalten. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 15% unter dem Mittelwert. -	 Gute Flächeneffizienz, hoher Hüllflächenanteil. -	 Sehr geringes Bauvolumen. - Es sind keine übermäßigen Nutzungskosten zu erwar­ ten.

Ut Architects Bauerfeind von Wedemeyer GbR, Berlin | 2. Rundgang

1092

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.184 1.216 1.880 1,55 0,15 0,33

4.470.000

4.680.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1092

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) - Wiederherstellung eines Vierseithofes. Neubauten zweigeschossig mit Flachdach in Holzbauweise. - Gesindehaus bleibt in Dimension und Freiständigkeit erhalten. - Ausbildung der offenen Nordwestecke als platzartiges Gelenk zwischen Hof und Garten. - Scheune Mauerwerksaußenwände werden erhalten und bestandsichernd repariert. Um angemessene Raumhöhen für die Lehrgangsräume in der Scheune zu erreichen, werden First um 55 cm und Traufe um 170 cm angehoben bei flacherer Dachneigung. Oberkante Mauerwerk bleibt erhalten, Motiv der Drempelbekleidung wird mit dunkel lasierten Holzlammellen übernommen. - Südlicher Neubaukörper wird mit gläsernem Verbindungsgang und Außentreppe an die Scheune angebunden. Östlicher Neubau gleicher Dimension freistehend. Bündiger Abschluss der Anlage im Süden. - Aufteilung der Freiflächen in zwei „Gartenbereiche“ reagiert auf die umliegenden Landschaftstypen: Kulturlandschaft und Parklandschaft. Funktionen / Freiflächen - Hof als zentraler Empfangs- und Aufenthaltsbereich mit skulpturalem Sitzpodest unter Lindenbäumen er­ schließt die umgebenden Gebäude. - Gesindehaus öffnet sich im EG zum Garten mit Räumen zur Gartenbewirtschaftung: Werkstatt mit Gerätelager, sowie Dusch- und Umkleideräume. Ein Schleppdach dient als Wetterschutz, Schattenspender und Werkstatterweiterung. Im DG die Hausmeisterwohnung mit Belichtung über drei neue Gauben auf beiden Dachseiten. - Scheune wird Seminargebäude mit zusammenschalt­ barem Präsentations- und Multifunktionsraum im EG mit Zugang vom Hof und Ausgang in den Garten. Im OG und DG je drei Lehrgangsräume, zwei zusammen­ schaltbar. Orientierung mit Fensterbändern von Wand zu Wand in verschiedene Blickrichtungen. - Südlicher Neubau nimmt hinter hofseitiger, zu öffnender Glasfront das Bistro auf. Gleichzeitige Nutzung als abendlicher Aufenthaltsraum. Verbindung mit der längs organisierten Lehrküche im Süden. Im OG Internetund Büroräume. - Erschließung über hofseitigen Flur mit abgeschlos­ sener Treppe und Aufzug sowie Außentreppe am glä­ sernen Verbindungsgang. - Östlicher Neubau nimmt zweigeschossig die zur Havel orientierten Übernachtungsräume auf. Im EG Zimmer einzeln vom Hof zugänglich. Im OG über Außentreppe und hofseitige offene Loggia. Ausbildung der Brüstung als Pflanztrog. -	 PKW-Stellplätze, Müllboxen und Fahrradstellplätze am vorgeschobenen Eingang (Grundstücksgrenze) hinter Mauer mit Nistlöchern. -	 Konzentration der angelegten Außenraumfläche

für Bauern- und Präsentationsgarten in Richtung Feldflur. Einfassung und Ordnung mit linearen Heckenstrukturen. - Multifunktionsfläche und funktionale Elemente wie Grüne Klassenzimmer, Schilfkläranlage, Imkerei etc. in Fortführung der Parklandschaft. Baukonstruktion / Materialität - Gesindehaus mit neuem Dachgeschoss als hoch­ wertig gedämmte Holzkonstruktion auf die tragenden Außenwände aufgesetzt. Die Wärmeschutztechnisch untergeordneten Arbeitsräume im EG mit mineralischer Innendämmung. - Scheune/Seminargebäude als Haus in Haus Kon­ struktion. Vorgefertigte Holzrahmenbauwände mit Zellulose- Dämmstoff aus Recyclingmaterial und HolzBeton-Verbunddecken auf Streifenfundamenten mit Lüftungsabstand hinter alten Mauerwerkswänden. Deckenunterseiten mit endgefertigter Holzuntersicht mit Akustikschlitzen. Fußboden als Heizestrich mit ge­ schliffener Oberfläche. Innenwände Lehmbauplatten, weiß gestrichen. Fenster in neuen Öffnungen außenbündig, in alten Öffnungen innenbündig angeschlagen. - Neubauten in Holzrahmenbauweise mit vorgefertigten Decken- und Wandelementen auf Stahlbetonsockel bzw. -keller. Innenwände Bistro und Gästezimmer mit hellen Holzoberflächen, Küche und Verwaltungsbereich mit Lehmbauplatten. - Bestandsbauten mit anthrazitfarbener Zinkblechdach­ deckung, Flachdächer extensiv begrünt. - Befestigte Wege und Flächen aus gebrauchtem regio­ nalen Natursteinpflaster. Lindenbäume im Hof in was­ sergebundener Decke. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Elektrische Wärmepumpe mit Erdsonden zur Grund­ lastdeckung im Winter. - Warmwasserbereitung und Spitzenlastabdeckung mit Brennwertkesselanlage. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm: - 20 m2. Aufenthaltsraum in Bistro integriert. -	 Stichflurlänge im südlichen Neubau überschritten. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten (Begründung Flächenerhöhungen im Raumprogramm). Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 4% über dem Mittelwert. - Durchschnittliche Flächeneffizienz, hoher Hüllflächenanteil. -	 Durchschnittliches Bauvolumen. - Es sind keine übermäßigen Nutzungskosten zu erwar­ ten.

Kusus + Kusus Architekten, Berlin | 2. Rundgang

1093

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.215 1.258 1.926 1,53 0,15 0,35

4.470.000

4.835.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1093

-	 Von den vorhandenen Ziegelbauten wird ausschließ­ lich die „charakteristische“ Ost- und Südfassade des Gesindehauses erhalten. - Um den Charakter der Hofanlage zu erhalten bzw. wieder herzustellen werden die Scheune und das Gesindehaus durch Neubauten ersetzt und um einen freistehenden, südlichen Neubau und ein Werkstattgebäude im Garten ergänzt. - Gesindehaus Die historischen Fassaden werden in den Ersatzbau integriert und durch einen Versatz sichtbar gemacht. Das neue Gebäude wird auf die maximale Breite und Länge ausgedehnt und zeigt bei Übernahme der historischen Dachneigung ein größeres und hö­ heres Volumen. Der eingeschossige Innenraum wird bis in den offenen First geführt. - Neubaukörper dreigeschossig mit Satteldach. Ge­ schlossene Giebelseiten und raumhohen Fensteröff­ nungen im gleichmäßigen Rhythmus an den Längs­ seiten. -	 Bündig zu Dachhaut und Fassade ausgebildete Ausstellfenster im DG der Neubaukörper übergreifen die Traufkante. - Freiflächengliederung in drei Bereiche. Entree mit Hof, Demonstrationsanlagen mit Werkstattgebäude und kleinen Umbauungen für Kleintiere und Kompost so­ wie der Bauerngarten mit Grünen Klassenzimmern und Multifunktionsfläche.

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau)

Lineare Anordnung der Schilfkläranlage, Kompost und Kleintieranlage im Westen entlang einer frei wachsen­ den Blütenhecke. Südliche Grundstücksbegrenzung mit geschnittenen Hecken. -	 Bauerngarten als klassischer, rechteckiger Nutzgarten mit Wegekreuzen gegliedert, umgreift zusammen mit den Grünen Klassenzimmern im Norden und Westen das Gesindehaus. Beeren- und Feldahornhecken als äußere Fassung, im Innern niedrige Buchsbaumhecken. Schöpfbrunnen. Multifunktionsfläche im nördlichen Bereich. -	 Fahrradstellplätze entlang offener vierter Hofseite.

- Tragsystem der drei Neubauten mit tragenden Mauerwerkswänden auf der Innenseite der zweischa­ ligen Außenwände, tragende Flurwände, aussteifende Deckenplatten, Flachgründung. - Neubauten analog zu den heutigen Bestandsbauten mit Klinkerfassaden im Kreuzverband und biberschwanz­ gedeckten Satteldächern. - Geschlämmte Mauerwerksinnenwände, Holzfenster, Parkettfußboden auf Heizestrich. - Durchgehende Unterkellerung des Seminar- und Übernachtungsgebäudes.

Baukonstruktion / Materialität

- Separate Erschließung der drei Hauptgebäude von Natursteinpflasterwegen, die den Innenhof mit wasser­ gebundener Decke einrahmen. - Gesindehaus wird Küchenhaus mit am Eingang der Anlage gelegenen Bistro und der zum Bauerngarten orientierten Lehrküche. Dazwischen Nebenräume am Gebäudehauptzugang. - Scheunenersatzbau nimmt vom UG bis DG die nach Westen orientierten Lehrgangsräume auf. Empfangsbereich am Gebäudezugang. - Erschließung über hofseitigen Flur. Ein abgeschlos­ senes Treppenhaus am Nord- sowie einem Aufzug am Südgiebel. - Lehrräume im UG mit Belichtung über Geländeabtrepp­ ung mit Rasenstufen und Wildstauden. - Neubauflügel EG und 1.OG die nach Süden orientierten Übernachtungsräume. Im DG die Hausmeisterwohnung. Im UG der Aufenthalts- und Internetraum sowie die Dusch- und Umkleideräume mit Verbindung zum UG Seminargebäude. Belichtung über Abgrabung. - Erschließung über hofseitigen Flur und abgeschlos­ senes Treppenhaus am Ostgiebel. - Das eingeschossige Werkstattgebäude im westli­ chen Gartenteil ist mit seiner geöffneten Nordseite entlang eines breiten Gartenweges positioniert.

Funktionen / Freiflächen

- Grundwasserbasierte Wärmepumpe mit Unterstützung durch thermische Solaranlage (diese wird erläu­ tert, jedoch nicht dargestellt). Flächenverteilung über Fußbodenheizung. - Warmwasserbereitung zentral über Wärmeversor­ gungssystem.

Gebäudetechnik und Energiekonzept

- Erfüllung Raumprogramm: + 11 m2. Unterschreitung bei Übernachtungsräumen 30%. Überschreitung bei Hausmeisterwohnung 55%. - WC Anlagen für Lehrgangsräume ausschließlich im Kellergeschoss. Schaltbare Lehrgangsräume nicht ausgewiesen. - 2.Fluchtweg fehlt im Lehrgangsgebäude und im Übernachtungshaus. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Überschreitung der maximalen Gebäudegrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 7% über dem Mittelwert. - Durchschnittliche Flächeneffizienz, durchschnittlicher Hüllflächenanteil. -	 Großes Bauvolumen. - Erhöhte Nutzungskosten sind durch die zentrale WWBereitung zu erwarten.

Realisierbarkeit

avp architekten, Berlin | 2. Rundgang

1096

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.265 1.318 2.115 1,60 0,15 0,38

4.470.000

5.021.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1096

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Dreiseitige bauliche Fassung des Hofes. Interpretation eines ländlichen Gehöftes mit „Wohnhaus, Stall, Scheune“ als Schlafhaus, Seminar- und Diensthaus. Organisiert in drei baulich verbundenen Häusern mit unterschiedlicher Geschossigkeit, Dachneigung und Materialität. -	 Aus Kostengründen und wegen funktionaler und öko­ logischer Einschränkungen werden ausschließlich die drei Hofpfeiler und die Giebelwand des Gesindehauses erhalten. -	 Scheune wird am bestehenden Standort vollstän­ dig neu errichtet. Anhebung der Firsthöhe um 2,30m. Aufnahme der Gebäudetiefe Bestand im EG. Hofseitiges Auskragen der Obergeschosse um 2,50m. -	 Südlicher Gebäudeflügel, dreigeschossig mit Satteldach, in direktem Anbau zum Scheunenersatzbau. - Gesindehaus erhält als Neubau zwei Vollgeschosse und wird über eine Brücke im 1.OG an die Scheune angebunden. -	 Fassadengestaltung in Analogie zu Bauernhöfen. Funktionsbezogen unterschiedliche Fenstergrößen und -rhythmen, große geschlossene Flächen. - Freiflächengestaltung Aufteilung in „Produktiven Freiraum“ und „Reproduktiven Freiraum“ mit je­ weils einem Grünen Klassenzimmer. Verbindendes Element ist ein gepflasterter Weg. Weinberankte Lauben an den Endpunkten mit Ausblick in die unter­ schiedlichen Landschaftsräume - offene Feldflur und Auwiesenbereich. Funktionen / Freiflächen -	 Zugänge zu den Gebäuden vom Innenhof mit Rasenfläche über befestigte Randzonen. - Erschließung der Räume einbündig mit hofseitiger Flurzone über zwei abgeschlossene Treppenhäuser und einen Aufzug, sowie einläufige Freitreppe vor süd­ licher Hoffassade. - „Schlafhaus“, das ehemalige Gesindehaus. Übernachtungsräume mit Nordorientierung im EG und 1.OG. Zweigeschossiger Aufenthaltsbereich im östlichen Gebäudekopf. Im UG neben Technik und Lagerräumen, die Werkstatträume für Teilnehmer und Hausmeister. Türöffnungen zu Lichtgraben mit Außentreppen zum Garten. - „Seminarhaus“, die ehemalige Scheune. Lehrgangsräume im 1.und 2.OG. Empfang, Bistro und Lehrküche im zum Innenhof geöffneten Erdgeschoß. Erschließung über abgeschlossenes Treppenhaus und Aufzug. - „Diensthaus“ im Südflügel mit Büros und Sanitärräumen im EG, weiteren Lehrgangsräumen im 1.OG. Hausmeisterwohnung mit eingeschnittener Süddachterrasse im DG. Einläufige Freitreppe vor

Hoffassade erschließt alle Geschosse. - Der „produktive“ Freiraum enthält neben dem mit Hecken abgegrenztem Grünen Klassenzimmer die Nutzgartenflächen mit parallel zur Grundstücksgrenze angelegten Bauern-, Spalier- und Stangengarten, die Schilfkläranlage und Kleintierställe. - Der „reproduktive“ Freiraum beginnt im Hof mit stra­ pazierfähigem Rasen als Multifunktionsfläche unter Erhalt der Lindenbäume. Das zugeordnete Grüne Klassenzimmer folgt mit Sitzstufen dem Geländeanstieg nach Süden. Baukonstruktion / Materialität - Massivholzkonstruktionen mit Brettstapeldecken und tragenden Massivholzinnen- und Außenwänden. Nach außenorientierteFassadenmitLärchenholzverschalung. Verschattung über Schiebeläden. Ziel ist der Eindruck monochromer Holzfassaden, ähnlich großer Scheunen. Hofseitig Vorhangfassaden aus Abbruchklinkern. Ziegeldacheindeckung. - Innenwandflächen mit Lehmputz mit integrierter Wandheizung (Doppel-Wand-System), Akustiklehmde ckenelemente, Flachsvorhänge, Dielenparkett. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Heizwärme und Warmwassererzeugung mit gasbetrie­ bener Erdwärmepumpe mit 6 Tiefensonden. -	 Photovoltaikanlage auf südlichem Gebäudeflügel. - Erkennen von Lüftungsbedarf über CO2 Messgeräte als didaktische Maßnahme. Anzeigetafeln zeigen Stand Energiegewinnung und -versorgung. Realisierbarkeit -	 Erfüllung Raumprogramm: + 61 m2. -	 Überschreitung Hausmeisterwohnung 25 %. -	 Fahrradstellplätze nicht nachgewiesen. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Gesindehaus mit 2 Vollgeschossen, Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Überschreitung der maximalen Gebäudegrundfläche. -	 Vergrößerung der Pläne auf ca.108 %. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 11% über dem Mittelwert. - Ungünstige Flächeneffizienz, geringer Hüllflächenanteil. -	 Sehr großes Bauvolumen. - Es sind keine übermäßigen Nutzungskosten zu erwar­ ten.

Arge Archea-Male, Florenz / Berlin | 2. Rundgang

1098

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.256 1.256 2.133 1,70 0,13 0,38

4.470.000

4.775.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1098

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Bildung eines Ensembles aus drei Gebäuden mit turmartiger Dominante auf der Südseite. - Gesindehaus als Neubau in Form eines zweigeschos­ sigen Baukörpers mit Pultdach. - Scheune wird in Dimension, Dachform und Fassadengliederung erhalten. - Südlicher fünfgeschossiger, kompakter Baukörper mit Pultdach hält Abstand zur Scheune und nimmt die öst­ liche Hofkante auf. - Der turmartige Baukörper soll als Interpretation der Villa Hey verstanden werden und sich bewusst als Hauptgebäude der Anlage hervorheben. - Hof befestigt und mit linear integrierten Rasenund Blumenbeetflächen gestaltet. Eine keilförmige Rasenfläche schiebt sich von Süden herein und verbin­ det Hof- und Außenraum. - Gewächshaus mit Kleintierhaltungsbereich im Westen der Scheune als zusätzliches Angebot. Funktionen / Freiflächen - Bestehender Zugang der Anlage wird auf die Gartenseite des nördlichen Baukörpers verlegt. - Eingangsbereich mit Empfang ist zum Hof durchge­ steckt und verbindet mit hofseitiger Flurzone und zwei­ geschossigem Verbindungsteil das Eingangsgebäude mit der Scheune im EG und 1.OG. -	 Nördlicher Neubau im EG mit Bistro, geöffnet zum Eingangsbereich und Innenhof. Präsentationsfläche und Multifunktionsraum mit Orientierung zum nörd­ lichen Garten. Im OG neben den Verwaltungsbüros ein weiterer Lehrgangsraum und die Lehrküche zum Garten orientiert. - Vertikalerschließung über abgeschlossenes Treppenhaus und Aufzug in der ehemaligen Scheune. -	 Ehemalige Scheune wird zum „Schulgebäude“ mit Lehrgangsräumen vom EG bis ins 2.OG. Werkstatträume für Teilnehmer und Hausmeister im südlichen Bereich des Erdgeschosses. - Der Erhalt der bestehenden Fassadenöffnungen be­ dingt zu geringe Beleuchtung mit Tageslicht. -	 Nördlicher Neubau und Teile der Scheune zusammen­ hängend unterkellert und dienen der Unterbringung von Lagerräumen für Küche und Lehrgangsbereich so­ wie Dusch- und Umkleideräumen. -	 Südlicher Neubau nimmt auf vier Geschossen die Übernachtungsräume auf mit jeweils drei Zimmern pro Etage und eigener Teeküche als Eingangs- und Gemeinschaftsbereich. Im 4.OG die Hausmeisterwohnung. -	 Erschließung über Treppenhaus und Aufzug. - Nutzgartenflächen im nördlichen Bereich, angelegt in langen, schmalen Feldern als „gotische Feldstruktur“. Ausrichtung orthogonal zur Havel in Anlehnung an his­ torische Karten.

- Hecken zonieren die Beetestruktur und die Grünen Klassen und begrenzen das Grundstück. Baukonstruktion / Materialität - Material- und Konstruktionsangaben der Neubauten in den Darstellungen widersprüchlich. - Ablesbares Ziel ist die Ausbildung von monolithischen Baukörpern. - Fensterbänder in den Neubauten als vorgesetzte Festverglasung mit Lüftungsschlitzen. - Scheune wird entkernt. Decken, Trennwände und Dachkonstruktion werden erneuert. - Befestigte, wasserdurchlässige Hoffläche mit Betonwerksteinpflaster in Kiesfilterschicht und Sandbett verlegt. Die Wege im Garten mit Kiesbelag. Gebäudetechnik und Energiekonzept -	 Widersprüchliche Angaben. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm: + 52qm. - Überschreitung bei Lehrgangsräumen. Dozentenbüroraum und Technikflächen fehlen. - Schaltbare Lehrgangsräume nicht ausgewiesen. - 2.Fluchtweg fehlt in allen Gebäuden. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Nördlicher Neubau als Ersatz des Gesindehauses mit 2 Vollgeschossen, südlicher Neubau mit 5 Vollgeschossen. Einhaltung der maxima­ len Gebäudegrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 6% über dem Mittelwert. - Ungünstige Flächeneffizienz, durchschnittlicher Hüllflächenanteil. - Großes Bauvolumen. - Erhöhte Nutzungskosten sind durch zwei Aufzüge zu erwarten.

Pfeiffer - Ellermann - Prickel, Berlin | 1. Rundgang

1095

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.221 1.237 10.410 1,64 0,14 0,33

4.470.000

4.397.000
Lageplan

Ansicht Nordwest Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1095

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Dreiseitige bauliche Fassung des Hofes. Neubauflügel mit Glasfugen und kubischem Erschließungsturm von der Scheune abgesetzt. Die First- und Traufhöhe der Scheune wird mit neuem Satteldachkörper nicht aufge­ nommen. - Gesindehaus nach Norden mit abgesetztem Flachbau erweitert. Nach Westen mit höhengleichem Anbau, durch Glasfuge abgesetzt, ergänzt. - Gestaltung als einfache Volumina in klarer Geometrie mit Satteldach ohne Dachüberstand. „Weiterführung von Textur und Material (Ziegel, massiv/erdig)“. Gleichmäßige, große Öffnungen. - Sitzmauer begrenzt im Osten den Hof zum Landschaftsraum und zeichnet die historische Ensemblesituation nach. - Gliederung der Freiflächengestaltung in Park- und Nutzgartenteil. Funktionen / Freiflächen - Alle Gebäude und Nutzungen mit separaten Zugängen vom Hof als zentralem Erschließung- und Kommunikationsraum. -	 Fahrradstellplätze auf mittiger Hoftennenfläche. - Erweitertes Gesindehaus wird Küchengebäude mit Lehrküche, die zum Nutzgarten orientiert ist und dem Bistro das sich nach Westen über eine Terrasse er­ weitert. Im DG die Hausmeisterwohnung mit eigenem Zugang und Treppenhaus. Belichtung der Wohnung aus­ schließlich über nordorientierte Dachflächenfenster. - Scheune wird Seminargebäude mit Lehrgangsräumen auf allen drei Geschossen. Der Multifunktions- und Präsentationsraum zusammenschaltbar im EG neben Werkstatt. - Neubau im Süden nimmt dreigeschossig die Übernachtungsräume mit Südorientierung auf. Mit Rezeption, Internetraum und Teeküche im EG neben bar­ rierefreiem Gästezimmer und Dozentenübernachtung. Im OG und DG die weiteren Gästezimmer. - Erschließung der Räume in Scheune und Neubau einbündig mit hofseitiger Flurzone über zwei ab­ geschlossene Treppenhäuser und einen Aufzug. Erschließungszone der Scheune als transluzenter Vorbau vor historischer Fassade. - Im parkartigen Teil entlang der westlichen Grundstücksgrenze mit Baumbestand und Wiesen sind die Multifunktionsfläche, Schilfkläranlage und Bienenstöcke eingestreut. Der Nutzgarten in Anlage eines kleinteiligen Bauerngartens mit Gewächshaus im Norden des zum Küchenhaus umgebauten Gesindehauses. Die Grünen Klassenzimmer sind ent­ weder als Holzdeck über kleinem Teich im Gartenbereich integriert oder unter Bäumen im Park. Einfassung des Grundstücks mit umlaufendem Staketenzaun.

Baukonstruktion / Materialität - Erhalt der Außenwände der Bestandsbauten mit Ergänzung schadhafter Flächen sowie Reinigung. Innendämmung mit HWL-Platten und Lehmputz. - Erneuerung der Dachkonstruktion der Scheune als Kehlbalkendach mit Stahlzugstäben bei Anhebung der Firsthöhe um 1,5 Meter. Dachdeckung mit Bieberschwanzziegeln. Erneuerung der Deckenkonstruktionen mit Ziegel-Einhangdecken. - Erschließungsanbau vor Scheune mit vorgesetz­ ten Glas- und Holzpaneelelementen und vertika­ len Lärchenholzlatten als Ökologiesymbol und Sonnenschutz. - Neubauten in Massivbauweise aus 2-schaligem Mauerwerk mit Kerndämmung. Absetzten vom Bestand durch Farbe, Format und Verband mit beige­ farbenem Klinker im Dünnformat und freiem Verband. Dachdeckung mit Titanzinkblech. - Innenwände mit Lehmputz und Silikatfarbanstrich. Fenster mit 3-fach-Wärmeschutzverglasung in Eichen­ holzrahmen. - Sonnenschutz an Westseite und Südseite mit ver­ schiebbaren Sonnenschutzelementen. -	 Gesindehaus Erhalt der historischen Hoffassade. Nördlicher Küchenanbau in Holzrahmenbauweise mit Vakuumdämmpaneelen und Lärchenholzverkleidung. -	 Befestigte Wege in Granitpflaster, Hoffläche als was­ sergebundene Decke. Gebäudetechnik und Energiekonzept -	 Photovoltaikdünnschichtmodule auf nach außen ge­ richteten Dachflächen und Lamellen der Fassadenschiebelemente. - Erdwärmepumpe. Verteilung über flächige Wand- und Bodenheizsysteme. - Lüftungsanlage als Grundlüftung für Seminargebäude mit WRG. Realisierbarkeit -	 Erfüllung Raumprogramm: + 17 m2. - Niveauversprung zwischen Lehrgebäude und Über­ nachtungshaus erfordert Durchladeraufzug. -	 Maximale Stichflurlänge im Neubau überschritten. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Scheune und Neubau mit 3 Vollgeschossen. Einhaltung der maximalen Gebäudegrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten um 2% unter dem Mittelwert. - Ungünstige Flächeneffizienz, durchschnittlicher Hüllflächenanteil. -	 Großes Bauvolumen. - Erhöhte Nutzungskosten durch Lüftungsanlage zu er­ warten.

Henchion Reuter Architekten, Berlin | 1. Rundgang

1099

Planungsdaten
NF (Raumprogramm) NF (gesamt) BGFa BGFa / NF (gesamt) GRZ GFZ Kosten € (KG 200 - 700)

Vorgabe 1.204

Entwurf 1.182 1.369 2.151 1,57 0,17 0,34

4.470.000

4.509.000
Lageplan

Ansicht Ost Ansicht Ost

Umwelt-Bildungszentrum Havelmathen / Ergebnisprotokoll

1099

Städtebau und Gestaltung (Bestand / Neubau) -	 Die bestehende Hofanlage wird durch An- und Neubauten zum U-förmigen Gesamtbaukörper ge­ schlossen. Die vollständige Schließung an der Nordwestecke durch Verlängerung der Scheune bis zur Aussenkante des Gesindehauses. Neubaukörper mit Flachdach im Süden, der direkt an die Scheune zweigeschossig anschließt. -	 Die historische Zugangssituation wird baulich durch eingeschossigen Baukörper definiert als Garage und Müllraum. Eine Pergola mit Stützmauer fasst die vierte, offene Hofseite und ist „visueller Filter“ zum öffentlichen Raum. - Zweigeschossiges, gläsernes „Scheunentor“ als zen­ traler Erschließungspunkt, sowie Verbindung zwischen Hof und Küchengarten. -	 Differenzierte Grundstücksbegrenzungen, wie Zäune und unterschiedliche Hecken definieren Aus- und Einblicke und reagieren auf die landschaftliche Umgebung. Funktionen / Freiflächen - Zugang zum Gesamtgebäude über verglastes Verbindungsteil mit angegliedertem Empfangsbereich, einem offenen Treppenhaus und Aufzug. Ein weiteres abgeschlossenes Treppenhaus am Ostgiebel des Neubaus. -	 Horizontale Schichtung der Nutzungen in den drei Gebäuden mit abnehmendem Öffentlichkeitsgrad. - Scheune und Neubauflügel nehmen im EG das zum Hof geöffnete Bistro, angebunden an die zum Garten orientierte Lehrküche auf, sowie den Multifunktionsraum und Lehrgangsräume. Im OG wei­ tere Seminarräume, Werkstatt und Aufenthaltsraum. Im nach Norden erweiterten DG der Scheune sind sämt­ liche Übernachtungsräume mit Mittelflurerschließung untergebracht. - Gesindehaus im Ostteil die zweigeschossige Hausmeisterwohnung mit Terrasse und eigenem Garten. Dachflächenfenster auf der Hofseite belich­ ten das Dachgeschoß. Im weiteren EG die, auch vom Garten zugänglichen Sanitärraume und darüberliegend die Büros mit Verbindungsbrücke zum Lehrgebäude. - Neubauflügel mit nach Süden orientierten Lehrgangsräumen. Im EG mit einem beweg­ lichen Sonnenschutz mit Lichtlenkungsfunktion vor Überhitzung geschützt. Im OG durch die in festste­ hende Lamellen aufgelöste Holzverkleidung. Ein Dachoberlicht belichtet den Flurbereich im OG hinter der geschlossenen Holzfassade. - Freiflächengestaltung mit langgestreckten Demonstrationsfeldern und der Schilf-Binsen-Kläranlage aufge­ reiht entlang der Zuwegung. Küchengarten mit neuer Obstbaumwiese im Westen der Scheune in Verbindung zur Lehrküche. Die Grünen Klassenzimmer integriert in beiden Bereichen.

Baukonstruktion / Materialität - Erneuerung bzw. Ertüchtigung der Deckenkonstruk­ tionen in der Scheune unter Beibehaltung des Stützen­ systems, das die Innenräume beeinflusst. - Bestandsgebäude aus Ziegelmauerwerk, außen ge­ dämmt und mit einer dunkel lasierten Holzlattenschal­ ung verkleidet. Innen bleibt das Mauerwerk geschlämmt wahrnehmbar. - Neubau als Holzkonstruktion. Flurwand als massive, schalldämmende, klimaausgleichende und tragende Mauerwerkswand. Außenverschalung dunkel lasiert, innen als helle Holzverkleidung. - Satteldächer mit glatter, anthrazitfarbener Tonziegel­ deckung. Neubau mit extensivem Gründach hinter hochgezogener Attika. - Wegeflächen mit Großsteinpflaster, nach Möglichkeit mit gebrauchtem Material, in unterschiedlicher Breite entlang der Häuser und in den Garten. Die Linden in wassergebundener Hoffläche. - Holzdecks erweitern im Lehrgangsbereich, der Lehrkü­ che und der Hausmeisterwohnung die Innenaktivitäten nach außen. Gebäudetechnik und Energiekonzept - Biomasse-Blockheizkraftwerk betrieben mit Haus- und Gartenabfällen im Keller des Neubaus zur Wärme- und Stromgewinnung. Rückstände werden als Dünger wie­ derverwendet. - Kühlung der Veranstaltungsräume im Sommer über Erdkanal. Dezentral mit Wärmerückgewinnung in Gästezimmern. -	 Grauwassernutzung, Trinkwasser aus Brunnen. -	 Ausführliche Darstellung in Diagrammen. Realisierbarkeit - Erfüllung Raumprogramm: - 20 m2 Unterschreitung bei Übernachtungsräumen 30%. -	 Keine Multifunktionsfläche im Außenraum -	 WC Anlagen konzentriert, ausschließlich im EG. -	 2.Fluchtweg aus dem Übernachtungsbereich im DG der Scheune fehlt. - Der Vorhaben bezogene Bebauungsplanentwurf wird nicht eingehalten. Überschreitung nach Osten um ca.10 Meter. Überschreitung der maximalen Gebäudegrundfläche. Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb -	 Gesamtbaukosten entsprechen dem Mittelwert. - Ungünstige Flächeneffizienz, geringer Hüllflächenanteil. -	 Großes Bauvolumen. - Überhöhte Nutzungskosten sind durch die dezentrale Lüftung, das Grauwassersystem und Trinkwasser aus Brunnen zu erwarten.
        
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