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Full text: Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) (Rights reserved)

Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 1. Voraussetzungen und Bedingungen Die Hunsrück-Schule liegt verkehrsgünstig in der Manteuffelstraße im Ortsteil Kreuzberg des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg. Das Schuleinzugsgebiet hat in den letzten Jahren einige Veränderungen in der Bebauung und der sozialen Struktur der Bevölkerung erfahren. Die Mieten der Wohnungen im die Schule umgebenden Altbau-Quartier sind in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, zunehmend ist ein Zuzug vieler bildungsorientierter Eltern in den Kiez zu beobachten. Die Schule organisiert ihren Schulalltag als gebundene Ganztagsgrundschule, alle 464 Schülerinnen und Schüler nehmen am Angebot der ergänzenden Förderung und Betreuung im rhythmisierten Schultag teil. Der Unterricht in den Jahrgangsstufen 1 bis 3 findet jahrgangsübergreifend statt, lediglich eine 2. Klasse arbeitet als altershomogene Lerngruppe. Ab Klassenstufe 4 wird der Unterricht insgesamt jahrgangsbezogen organisiert. Nach einem Beschluss der Schulkonferenz gibt es erst ab Klassenstufe 5 Zensuren. 51 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden integriert und zielgleich oder zieldifferent in allen Jahrgängen unterrichtet. Im Kollegium gibt es fünf Lehrerinnen mit der Ausbildung zur Sonderpädagogin, die neben ihrer Unterrichtstätigkeit und Förderung Einzelner beratend und unterstützend für andere Lehrkräfte und Eltern tätig werden. Die Hunsrück-Schule hat eine eigene Organisationsform für die Gestaltung der Schultage entwickelt. Diese hat sie in 30-Minuten-Sequenzen eingeteilt, in denen sich Unterricht und Freizeitangebote abwechseln. Die Freizeitangebote sind teils gebunden, die Schülerinnen und Schüler wählen zum Beispiel über einen festgelegten Zeitraum Arbeitsgemeinschaften aus, zum anderen Teil gibt es die offenen Angebote, in denen die Kinder nach eigenem Belieben ohne Vorplanung ihre Zeit gestalten können. Pausen, Frühstücks- und Essenszeiten sowie die Stundenplanung werden weitgehend von den Lehrkräften mit den Erzieherinnen und Erziehern in individueller Planung für die Lerngruppe festgelegt. 38 Lehrkräfte, 29 Erzieherinnen und Erzieher und ein Schulsozialarbeiter arbeiten im Ganztag. Das entspricht einer Unterrichtsversorgung von 99% zum Zeitpunkt der Inspektion. An der Hunsrück-Schule lernen 55% Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache. 53% aller Schülerinnen und Schüler sind von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit. 2. Stärken und Entwicklungsbedarf Stärken der Schule • • • Gestaltung des Ganztages mit Wechsel von Lern- und Entspannungsphasen sowie förderlichen Lern- und Arbeitsbedingungen Entwicklung von Organisationsstrukturen, die die Zusammenarbeit in Teams ermöglichen zahlreiche Angebote zur Förderung vor allem leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler Entwicklungsbedarf der Schule • • • Unterrichtsentwicklung in Bezug auf das selbstständige, kooperative und problemorientierte Lernen verbindliche Umsetzung der vorhandenen Strukturen und Konzepte, vor allem in den Bereichen: - effektive Nutzung der Lernzeit - durchgängige Sprachbildung Nutzung und entsprechende Verzahnung der Instrumente zur Qualitätsentwicklung Seite 1/8 Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 3. Erläuterungen Wie im vorangegangenen Abschnitt geschildert, war die Hunsrück-Schule in den vergangenen Jahren einigen Veränderungen unterworfen. Der Wandel im Hinblick auf das soziale Umfeld im Bezirk führte dabei zu einer veränderten, insgesamt leistungsstärkeren Schülerschaft. Damit haben sich auch die Anforderungen an die Schule geändert. Die organisatorische Gestaltung und die damit verbundenen konzeptionellen Überlegungen des rhythmisierten Ganztags entsprechen dabei den Bedürfnissen der Schülerschaft. Die vorhandenen Strukturen und Konzepte werden aber nicht durchgängig genutzt, um den individuellen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Die Hunsrück-Schule nahm schon mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 ihren Betrieb als gebundene Ganztagsschule auf. Das Konzept hierfür wurde vom Kollegium und der damaligen Schulleitung in den Jahren unmittelbar zuvor entwickelt. Die Unterstützung von Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern, die Förderung der Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, eine sinnvolle Freizeitgestaltung und ein rhythmisierter, verlässlicher Schultag sollten den damaligen gesellschaftlichen Bedingungen der Schulumgebung Rechnung tragen. Dieses Ganztagskonzept prägt den schulischen Alltag bis heute und wurde durch bedarfsgerechte Konzepte, zum Beispiel zur Raumnutzung, Medienbildung oder zur Differenzierung im Unterricht, ergänzt. Das Raumkonzept sieht zum Beispiel, entsprechend der engen Verknüpfung von Unterricht und Freizeitbereich, zwei Räume für jede Lerngruppe vor, in denen die Kinder ihren Schultag verbringen. Lehrkräfte haben diese Räume mit Erzieherinnen und Erziehern als eine großzügige und ansprechende Umgebung mit lernfördernden Materialien geschaffen und eingerichtet, in der sowohl angeleitet und selbstständig gearbeitet als auch Freizeit gestaltet wird. Vielfältige Fach- und Werkstatträume stehen ebenfalls für den Unterricht sowie für den Freizeitbereich zur Verfügung. Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher begleiten den Tagesablauf der Kinder sowohl im Unterricht als auch im Freizeitbereich. Sie bilden zudem Klassenteams, die gemeinsam Verantwortung für eine Lerngruppe tragen. Wöchentlich festgelegte Teamzeiten ermöglichen grundsätzlich gemeinsame Absprachen und Planungen zwischen beiden Berufsgruppen. Diese Organisation des rhythmisierten Ganztages genießt bei den Lehrkräften nach wie vor eine hohe Akzeptanz. Zur weiteren Teamstärkung haben sie Festlegungen zum Unterrichtseinsatz getroffen. Danach unterrichten sie zweimal wöchentlich in festgelegten Präsenzzeiten auch am Nachmittag. Ein Sprachbildungskonzept mit dem Schwerpunkt auf der Lesekompetenz unterstreicht die Bedeutung von immanenter Sprachförderung in allen Unterrichtsfächern. Das „Sprachkonzept“ mit einer Vielzahl von Maßnahmen wie „Vorlesen, Buchpräsentationen, Lesekoffer, Flurlesen und szenisches Spiel“ liegt für alle Fächer vor. Zudem existiert ein Medienkonzept von 2012 für die Arbeit mit den interaktiven Whiteboards in allen Klassenräumen. Die Schule hat darüber hinaus ein Differenzierungskonzept entwickelt, das individuelle Tages- und Wochenpläne sowie jahrgangsbezogene, teilweise sogar klassenübergreifende Projekte, die die Zusammenarbeit von leistungsstärkeren und -schwächeren Schülerinnen und Schülern fördern sollen, vorsieht. Eltern der neuen Schülerinnen und Schüler wird zum Schuljahresbeginn eine fünfteilige Seminarreihe angeboten, um ihnen den Schulalltag und die Arbeitsweise der Pädagogen und Pädagoginnen näher zu bringen. Sie beinhaltet die Themen „Schule allgemein“, „Freizeitbereich “, “Deutsch“, Mathematik“ und ein Kennenlernen des zukünftigen Klassenteams. Die intensive fachliche und pädagogische Auseinandersetzung mit den Themen des ganztägigen Lernens, die in den Konzepten sichtbar wird, spiegelt sich aber nur zum Teil in der Unterrichtspraxis wider. Wie schon bei der Schulinspektion 2009 ist ein freundliches und lernförderliches Klima in allen Unterrichtsgruppen zu beobachten. Dabei kommen teilweise vielfältige und unterstützende Arbeitsmaterialien zum Einsatz, die von den interessierten Schülerinnen und Schüler zumeist aktiv genutzt werden. Häufig sind Lehrkräfte mit Erzieherinnen und Erziehern Seite 2/8 Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) zusammen im Unterricht eingesetzt. Im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Inspektion arbeiten beide Berufsgruppen in den Klassen jedoch wenig abgestimmt im Hinblick auf die Unterstützung und Förderung sowie die Motivation einzelner Schülerinnen und Schüler. Die Grenzen zwischen den Bereichen des Unterrichts und der Freizeitaktivitäten werden von einem Teil des Kollegiums nicht konsequent eingehalten. So beginnen Unterrichtssequenzen häufig verspätet, weil Schülerinnen und Schüler oder Lehrkräfte zu Unterrichtsbeginn nicht im Klassenraum sind. Die Lehrkräfte nutzen die Unterrichtszeit oftmals nicht effektiv für die Lerninhalte der Unterrichtsfächer, da sie beispielsweise in erheblichem Umfang Organisatorisches mit ihren Lerngruppen besprechen. Im Unterricht aller Klassen überwiegt weiterhin Einzelarbeit als Sozialform. Auch frontal unterrichtete Lernsituationen sind oft zu beobachten. Kooperative Lernformen sowie teamorientierte und differenzierte Aufgabenstellungen, die während der letzten Schulinspektion vor allem im Rahmen der Wochenplanarbeit noch häufiger vertreten waren und eine Stärke der Schule darstellten, kommen in der aktuellen Unterrichtsgestaltung kaum vor. Offene Fragestellungen, die unterschiedliche Lösungsansätze zulassen und entsprechend erörtert werden, sind selten Gegenstand des Unterrichts. Die aktuelle Gestaltung der Wochenpläne ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern nun allenfalls, die Reihenfolge der Aufgaben sowie das Arbeitstempo selbst zu bestimmen. Die im „Sprachkonzept“ der Schule verankerten Sprachfördermaßnahmen wie „Formulierungshilfen“, „Wörterlisten“ oder „Begriffskarten“ werden im Unterricht kaum eingesetzt. Auch Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf erhalten im gemeinsamen Unterricht nur teilweise individualisierte Arbeitsaufträge. Demgegenüber stehen entsprechende Angebote im Einzel- oder Kleingruppenunterricht. Auch leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler erhalten Förderung eher in Kleingruppen, die teilweise parallel zum Unterricht der jeweiligen Klasse angeboten wird. Die Vergleichsarbeiten VERA 31 weisen lerngruppenbezogen sehr unterschiedliche Ergebnisse auf. Die Lehrkräfte und die Schulleitung werten dies jedoch kaum aus. Vereinzelt gibt es Projektarbeit im Unterricht, deren Ergebnisse dabei auch klassenübergreifend ansprechend präsentiert werden. Neben zahlreichen Projekten, die schon 2009 etabliert waren, sind hier in den letzten Jahren das Projekt „Europa“, das die ganze Schule gemeinsam mit dem FEZ bearbeitet hat, und das Projekt „Tausendundeine Nacht“ der Lerngruppen des 5. und 6. Jahrgangs in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt hinzugekommen. Der Schulleiter ist seit vielen Jahren an der Hunsrück-Schule tätig: zunächst als Lehrer, seit dem Ausscheiden seines Vorgängers in kommissarischer Funktion. Seit drei Jahren ist er offiziell als Schulleiter bestätigt. Er teilt sich die Leitungsaufgaben mit der erst seit wenigen Monaten kommissarisch amtierenden stellvertretenden Schulleiterin. Die Schulleitungsmitglieder bilden mit sechs Lehrkräften und Erzieherinnen zudem eine erweiterte Schulleitung. Sie tagt in wöchentlichem Rhythmus zu aktuellen Themen des Schulalltags. Der Schulleiter informiert die Schulgemeinschaft regelmäßig über E-Mails oder in Papierform. Bei der Gestaltung individueller Dienst-, Unterrichts- und Stundenpläne durch das Kollegium gesteht er ihnen große Freiheiten zu und macht nur die notwendigen zentralen Vorgaben. Damit einher geht ein hoher Anspruch an die kooperative Verantwortung der Klassenteams. Der Umgang mit diesen Freiheiten wird allerdings sehr unterschiedlich gehandhabt. Der Schulleiter nimmt wenig Einfluss auf die Personalentwicklung und den Personaleinsatz der Mitarbeitenden. So entscheiden die Pädagoginnen und Pädagogen auch über die Zusammensetzung der Klassenteams selbstständig. Fortbildungen nutzen die Lehrkräfte in unterschiedlicher Intensität und nach eigenen Vorstellungen und Zielsetzungen. Einblick in die Unterrichtsarbeit und Klassenführung des Kollegiums verschafft sich der Schulleiter durch eigenen Unterricht in möglichst vielen unterschiedlichen Klas1 VERA 3 steht für die zentralen Vergleichsarbeiten der 3. Jahrgangsstufe in den Fächern Deutsch und Mathematik. Seite 3/8 Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) sen und Klassenstufen. Anlassunabhängige Unterrichtsbesuche sowie regelmäßige MitarbeiterVorgesetzten-Gespräche finden nicht statt. Auch sonst schaffte es der Schulleiter nicht, den Kolleginnen und Kollegen das notwendige Feedback im Hinblick auf ihre Arbeit zu geben und somit die konsequente Umsetzung der vielen, schülerorientierten Konzepte der Schule zu sichern. Ein besonderes Anliegen ist dem Schulleiter die Integration der großen Zahl an Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, aber auch die Anerkennung und Förderung der Kinder aus zahlreichen verschiedenen Ethnien und Kulturkreisen. Das Schulprogramm von 2006 ist bisher nicht weitergeschrieben worden. Zwar gibt es die erwähnten schulischen Konzepte, diese werden jedoch nicht im Sinne eines Arbeitsprogramms mit zukunftsweisenden und für alle transparenten Entwicklungszielen verstanden. Eine Steuergruppe zur Schulentwicklung existiert nicht, entsprechende Themen werden auf den Gesamtkonferenzen angesprochen und dann in Arbeitsgruppen weiterbearbeitet. Mit Unterstützung einer externen Schulberatung wurde in den Jahren 2010 bis 2012 das Rhythmisierungsmodell mit dem Ziel der Optimierung evaluiert. Untersucht wurden die Anteile gebundener und ungebundener Freizeit und die Gestaltung eines gemeinsamen Mittagsbandes für alle Schülerinnen und Schüler. Als Ergebnis wurden neben langfristig angelegten AGs auch teilgebundene AGs im Ganztag eingeführt. Ein gemeinsames Mittagsband hat sich demnach nicht bewährt. Die Hunsrück-Schule hat es in der Vergangenheit verstanden, den besonderen Voraussetzungen und Bedingungen seiner Schülerinnen und Schüler durch konzeptionelle Überlegungen zur Gestaltung des Ganztages, aber auch durch verschiedene weitere organisatorische und pädagogische Überlegungen vielfach Beachtung zu schenken. Diesem von ihr verfolgten Anspruch wird sie derzeit auch im Hinblick auf ihre sich deutlich verändernde Schülerschaft im tatsächlichen Unterrichtsgeschehen nicht immer gerecht. Die Lehrkräfte konzentrieren sich einerseits nicht genug auf die Umsetzung der vielen bestehenden Konzepte, andererseits wird die Schule im Hinblick auf die beschriebenen Veränderungen nicht adäquat weiterentwickelt. Hierfür ist vor allem auch ein Schulleitungshandeln wichtig, das die Entwicklungsarbeit in der Schule neu initiiert, aber darüber hinaus für größere Verbindlichkeit hinsichtlich der getroffenen Absprachen sorgt. Seite 4/8 Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 4. Qualitätsprofil 2 Qualitätsbereich 1: Ergebnisse der Schule 1.1 B C D Schulleistungsdaten und Schullaufbahn Qualitätsbereich 2: Unterricht/Lehr- und Lernprozesse 2.1 Schulinternes Curriculum und Abstimmung des Lehr- und Lernangebots 2.2 Unterrichtsgestaltung/Lehrerhandeln im Unterricht 2.3 Systematische Unterstützung, Förderung und Beratung Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der Eltern 3.3 Gestaltung der Schule als Lebensraum Schulleitungshandeln und Schulgemeinschaft 4.2 Schulleitungshandeln und Qualitätsmanagement Qualitätsbereich 5: Professionalisierung und Personalmanagement 5.1 Personalentwicklung und Personaleinsatz 5.2 Arbeits- und Kommunikationskultur im Kollegium Qualitätsbereich 6: Ziele und Strategien der Qualitätsentwicklung 6.1 Evaluation schulischer Entwicklungsvorhaben 6.2 Fortschreibung des Schulprogramms E.6 Inklusion D B C D B C D Bewertung A B C D Bewertung A B C D Bewertung Ergänzende Qualitätsmerkmale Ganztagsangebot C Unterrichtsprofil A 4.1 E.2 B Bewertung Qualitätsbereich 4: Schulmanagement Förderung der Sprachkompetenz A A 3.1 E.1 Bewertung Bewertung Qualitätsbereich 3: Schulkultur 2 Bewertung A A B C Das Qualitätsprofil beinhaltet verpflichtende Qualitätsmerkmale (blau unterlegt) und Wahlmodule. Hinter diesem Qualitätsprofil verbergen sich ca. 200 Indikatoren. Die Schule erhält im ausführlichen Bericht eine detaillierte Rückmeldung dieser Ergebnisse im Bewertungsbogen. Nähere Informationen zu den Instrumenten und den Verfahren der Berliner Schulinspektion finden Sie in unserem Handbuch im Internet unter www.berlin.de/sen/bildung/schulqualitaet/schulinspektion Seite 5/8 D Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 5. Unterrichtsprofil Bewertung Unterrichtsbedingungen A B C D vergleichend 2.2.1 Lehr- und Lernzeit d 2.2.2 Lern- und Arbeitsbedingungen b 2.2.3 Strukturierung und transparente Zielausrichtung c 2.2.4 Kooperation des pädagogischen Personals d 2.2.5 Verhalten im Unterricht c 2.2.6 Pädagogisches Klima im Unterricht c 2.2.7 Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft b Unterrichtsprozess A B C D vergleichend 2.2.8 Förderung von Selbstvertrauen und Selbsteinschätzung b 2.2.9 Fachimmanentes, fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen c 2.2.10 Methoden- und Medienwahl b 2.2.11 Sprach- und Kommunikationsförderung b Individualisierung von Lernprozessen 2.2.12 Innere Differenzierung b 2.2.13 Selbstständiges Lernen c 2.2.14 Kooperatives Lernen c 2.2.15 Problemorientiertes Lernen d 3 Normative Bewertung Vergleichende Bewertung A (stark ausgeprägt) Norm: 80 % und mehr der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv (bei mind. 40 % „++“). a (vergleichsweise stark) Der Mittelwert der Schule liegt oberhalb der durch die Standardabweichung vorgegebenen Obergrenze B (eher stark ausgeprägt) Norm: Zwischen 60 % und 80 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. C (eher schwach ausgeprägt) Norm: Zwischen 40 % und 60 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. D (schwach ausgeprägt) Norm: Weniger als 40 % der Bewertungen des Qualitätskriteriums sind positiv. 3 b (vergleichsweise eher stark) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der Obergrenze. c (vergleichsweise eher schwach) Der Mittelwert der Schule liegt zwischen dem Berliner Mittelwert und der durch die Standardabweichung vorgegebenen Untergrenze. d (vergleichsweise schwach) Der Mittelwert liegt unterhalb der Untergrenze. Die aktuellen Unterrichtsbeobachtungen werden mit dem Mittelwert von ca. 30.000 Unterrichtsbeobachtungen der ersten Inspektionsrunde verglichen und auf der folgenden Seite grafisch dargestellt. Seite 6/8 Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 6. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der normativen Bewertung) 100% A/ B80% B 60% C 40% D 20% D 0% 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7 ++ 2.2.8 + - 2.2.9 2.2.10 2.2.11 2.2.12 2.2.13 2.2.14 2.2.15 2.2.14 2.2.15 -- 7. Auswertung der Unterrichtsbesuche (grafische Darstellung der vergleichenden Bewertung Schule - Berlin) 4,00 3,50 3,00 2,50 2,00 1,50 1,00 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 Berlin MW 2.2.5 2.2.6 2.2.7 2.2.8 Berlin untere Grenze Seite 7/8 2.2.9 2.2.10 Berlin obere Grenze 2.2.11 2.2.12 2.2.13 02G27 MW Kurzbericht zur Inspektion der Hunsrück-Grundschule (02G27) 8. Standortbeschreibung Von 2000 bis 2004 wurde das Schulgebäude der Hunsrück-Schule im Rahmen einer Asbestsanierung komplett umgebaut und erweitert. Seitdem teilt es sich in das Hauptgebäude, die Remisen und den bereits 1999 fertig gestellten Rundbau auf. Im Hauptgebäude stehen für jede Lerngruppe ein Klassen- und ein Freizeitraum zur Verfügung. Alle Klassenräume, aber auch die Fachräume der Schule sind dabei mit interaktiven Whiteboards ausgestattet. Die Klassenräume sind zudem oftmals mit Teppichboden ausgelegt, Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte tragen entsprechend im Schulgebäude Hausschuhe. Neben den Räumlichkeiten für die verschiedenen Klassen finden sich im Hautgebäude noch Teamräume, zum Beispiel für das Fach Religion, ein Raum für den Sozialpädagogen, zwei kleine Mensen sowie eine kleine Verteilküche und eine schuleigene Druckerei. Im Zuge der Baumaßnahmen ist aus einem Innenhof ein glasüberdachtes Atrium entstanden, ein Kicker und drei Tischtennisplatten stehen hier den Schülerinnen und Schülern in ihrer Freizeit zur Verfügung. Die Remise, ein Komplex sanierter und umgewidmeter Werkstätten der Kleinindustrie, ist im ersten Stock über eine Brücke mit dem Hauptgebäude verbunden. Über diese erreicht man zunächst den Verwaltungstrakt mit dem sogenannten Schulbüro und dem Büro der Schulleitung. Weiterhin befindet sich hier das Lehrerzimmer mit zahlreichen Arbeitsplätzen und Computern, einer kleinen Teeküche sowie einer Lehrmittelsammlung. Vor allem aber sind in der Remise zahlreiche Fach- und Freizeiträume untergebracht: Dazu gehören ein Naturwissenschaftsraum, zwei Musikübungsräume, ein Billardraum, der sogenannte Spiegelsaal, ein großes Malatelier, eine Holz- und eine Tonwerkstatt. Auch Räume für Dienstbesprechungen, ein Raum für die Integrationserzieherinnen sowie die Fahrradwerkstatt, in der auch die Jugend-KunstSchule arbeitet, und ein VHS-Raum, in dem Deutschkurse für interessierte Eltern stattfinden, befinden sich hier. Im ehemaligen Schüler-Eltern-Café findet derzeit die Koch- und ErnährungsAG der Sarah-Wiener-Stiftung4 statt. Der Rundbau beherbergt einen großen Speiseraum mit etwa 80 Plätzen, in der angrenzenden Küche wird jeden Schultag das Essen frisch zubereitet. Die Aula mit einer Bühne, entsprechender Lichttechnik und einem Klavier lässt sich bei Bedarf durch eine Trennwand teilen. Vier Halbtagskräfte, die über das Bonusprogramm5 finanziert werden, betreuen die gut ausgestattete Schülerbibliothek. Im Medienraum der Schule gibt es 16 Arbeitsplätze, ein ebenfalls in diesem Raum stationierter Laptop-Wagen ist zudem mit 18 Geräten bestückt. Der Eingang vom Rundbau zur Manteuffelstraße wird zurzeit nicht genutzt, da die hier befindliche Treppe häufig stark verschmutzt ist. Der Zugang zur Schule findet deshalb momentan über die zwei Eingänge zum Schulhof statt. Dieser Schulhof ist weitläufig, den Schülerinnen und Schüler stehen hier zahlreiche Spielgeräte, ein großer Sportplatz sowie eine Laufbahn zur Verfügung. Ein bisher als Geräteschuppen benutzter Flachbau auf dem Schulgelände wird zurzeit zum neuen SchülerEltern-Café umgebaut, das nunmehr kurz vor seiner Eröffnung steht. Neben dem Rundbau befindet sich die große und gut ausgestattete Sporthalle, die sich bei Bedarf in drei kleinere Bereiche einteilen lässt. Die ganze Schule macht insgesamt einen gepflegten Eindruck, überall im Haus sind diverse Schülerarbeiten und die Ergebnisse der verschiedenen an der Schule angebotenen Projekte ausgestellt. Große Teile der Schule zeichnen sich durch Barrierefreiheit aus. 4 5 Die Sarah-Wiener-Stiftung unterstützt seit 2007 Partnereinrichtungen und engagiert sich „für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“ Das Programm unterstützt Berliner Schulen mit einer hohen sozialen Belastung, gemessen am Anteil der Schülerinnen und Schüler, deren Eltern von der Zuzahlung zu den Lernmitteln befreit sind. Die Schulen erhalten zusätzliche Mittel zur eigenen Verfügung. Seite 8/8
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