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118. Vorlage (Tief Vw. 3) — zur Beschlußfassung — wegen Bewilligung
von 100 WO Ml aus Vorbehaltsmitteln 1927 für den Ausbau der
Cöpenicker Chaussee in Rummelsburg bis zum Großkraftwerk
Klingenberg.
Durch die Inbetriebnahme des Großkraftwerks Klingenberg hat der
jetzt schon sehr starke Durchgangsverkehr nach Südosten eine erhebliche
Steigerung erfahren. Hinzukommt, daß im Sommer ein sehr starker Ver
kehr zum Freibad des Bezirksamtes Lichtenberg einsetzt, so daß die bis
herige Straßenbreite für die Aufnahme des Verkehrs nicht ausreicht, zumal
auch die Straßenbahn bis zum Kraftwerk bezw. Freibad Lichtenberg fort
geführt werden muß. Damit rechtzeitig bis zum Sommer 1928 die Straße
fertiggestellt werden kann, muß mit dem Ausbau sofort begonnen werden.
Es sind im ganzen 400 000 Ml erforderlich, die wir aus Vorbehaltsmitteln
1927 zur Verfügung gestellt haben.
Wir bitten zu beschließen:
Die Versammlung bewilligt für den Ausbau der Cöpenicker Chaussee
Rummelsburg bis zum Großkraftwerk Klingenberg aus Vorbehaltsmitteln
1927 Kap. XIX, 4 Titel XIV Post 2 400 000 Ml. Die Mittel werden frei
gegeben. Mit dem Ausbau ist soforl zu beginnen.
Berlin, den 20. Januar 1928.
Magistrat
Büß. Hahn.
8t. V. 28 — 8. III. 2 6er. 1b.
119. Vorlage (Fin. VIII, l (Grd.) — zur Kenntnisnahme —, betr. den An
kauf des Rittergutes Biesdorf.
Durch Beschluß vom 15. Dezember 1927 — Prot. Nr. 8 — hat die
Stadtverordnetenversammlung unserer Vorlage vom 27. Oktober 1927
— Drucks. 767 — betr. den Ankauf des Rittergutes Biesdorf unter der
Bedingung zugestimmt, daß bare Kaussummcn bis zum 1. Januar 1930
nicht zu zahlen sind. Die Verkäufer haben in rechtsverbindlicher Form
ihr Angebot dahin geändert, daß Zahlungen auf das Kaufgeld statt am
15. April 1928 erst am 2. Januar 1930 zu erfolgen haben. Die Auflassung
des Gutes Biesdorf an die Stadt ist am 22. Dezember 1927 erfolgt.
Berlin, den 24. Januar 1928.
Magistrat
Böß. Busch.
8t. V. 28 — B. XV. 4a.
120. Vorlage (Fin. II, 3 b) — zur Beschlußfassung —, betr. die Jahres
bilanz der Berliner Schlackensteinwerke GmbH, per 31. März 1927.
Anliegend übersenden wir unter Bezugnahme auf unsere Vorlage vom
31. August 1927 — Drucks. 610 — in der erforderlichen Anzahl von Ab
drucken den Geschäftsbericht nebst Bilanz und Gewinn- und Verlust
rechnung der Berliner Schlackensteinwerke GmbH, per 31. März 1927 und
den Bericht der Hauptprüfungsstelle vom 5. September 1927 über die
Prüfung dieser Bilanz.
Die frühere Schuld der Gesellschaft bei der Stadthauptkasse im Betrage
von 889 385 Ml ist durch den Haushalt der Kckhital- und Schuldenverwal
tung, Kapitel XVII, für 1927 gedeckt worden und wird demnach in die
nächste Jahresbilanz der Gesellschaft per 31. März 1928 nicht mehr auf
genommen. In der vorliegenden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
mußte sie aus formellen Gründen noch aufgeführt werden. Tatsächlich hat
die Gesellschaft unter Berücksichtigung dieses Umstandes nicht nur ohne
Verlust gearbeitet, sondern einen Gewinn von 27 270,60 Ml seit dem
1- Juni 1926 erzielt.
In Uebereinstimmung mit dem Gesellschaftsausschuß haben wir die
Bilanz genehmigt und beschlossen, die Gesellschaft jetzt nicht zu liquidieren,
sondern sie vorläufig in der bisherigen Form fortbestehen zu lassen. Die
Frage der Angliederung an eine andere städtische Gesellschaft ist bis auf
weiteres zurückgestellt.
Wir bitten um folgende Beschlußfassung:
Die Versammlung genehmigt die Jahresbilanz und die Gewinn- und
Verlustrechnung der Berliner Schlackensteinwerke GmbH, per 31. März
1927.
Berlin, den 25. Januar 1928.
Magistrat.
Böß. Dr. Lange.
8t. V. 28 - 6. XV. 20.