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Volume No. 1 (1-15), 1917/12/29

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1918 (Public Domain)

Die Ausnahme und UeberweWing der Kranken in das Kranken 
haus Südufer l;at ivährend der Kriegszeit durch das Rudolf Virchew- 
krankenhaus zu erfolgen. 
Berlin, den 13. Dezember 1917. 
Magistrat der Königl. .Haupt-- und Residenzstadt. 
W e r in n t h. 
I.-Nr. 819 8t. V. 1/17. 
4. Borlage (I.-Nr. 803/557 A. N. 17) — zur Beschluß- 
fassuug , betreffend Mieinug von Räumxu im Hanse 
Bellc-Alliauce-Platz 3. 
Der zwischen dem Zentralverei» für Arbeitsnachweis und den 
Th. Wolss'schen Erben unter dem 13. März 1914 abgeschlossene Miet 
vertrags betreffend -die von der Abteilung für Diensibotenvermitilung 
im Hause Belle-Alliai ce-Platz 6 benutzten Räume ist zufolge Gemeinde- 
beschlusses (Beschluß der Stadtver rdneteuversaininliing vom 1. März 
1917 — Protokoll Nr. 7 —) vom 1. April 1917 ab aus die Stadt- 
gemeinde übergegangen. Dieser Vertrag, nach welch m eine Jahres 
miete von 2200 M zu zahlen ivar, wurde bis zum 31. März 1918 
verlängert. Eine weitere Berlängening lehnten die Vermieter ab. 
Die^ Mieträume waren aber auch für die Zwecke des Arbeitsnach 
weises unzulänglich. Deshalb sind wir mit den Wolss'schen Erben 
wegen Mietung anderer in demselben Hause gelegener besser geeigneter 
Räume in Verhandlung getreten. Es sind dies: 
1 Laden, 
4 Zimmer, 
1 Küche, 
Klosett, 
1 Baderaum und 
1 Hänglchoden. 
Für diese Räume wurde von den Eigentümern ursprünglich eine Jahres 
miete von 4500 M auf die Zeit vom 1. April 1918 bis 31. Mürz 
1921 gefordert. Da uns dieser Preis zu hoch erschien, hatten sicks die 
Erben breit erklärt, uns die Räume gegen Zahlung des von einem 
Sachverständigen abzuschützenden Mielwertes für den gedachten Zeit 
raum mit der Maßgabe zu überlassen, daß bei Verkauf des Hauses 
der Mietvertrag schon zu einem früheren Termin nach vorheriger sechs 
monatlicher Kündigung seitens des Vermieters gegen Gewährung einer 
llmzugseutschadigung von 800 M lösbar, jedoch die Kündigung nur 
zum 1 April und 1. Oktober zulässig sein solle. Ferner hatten sich 
die Erben bereit irklärt, die notwendige Erneuerung der Ränme auf 
ihre Kosten vorzunehmen. Der von uns gehörte Sachverständige für 
Mictangelegenheiten v. Holwede, Luitpoldstraße 14. hat den Mietwerl 
auf 3600 M geschätzt. Nachdem die Erben diese Schätzung als für 
sie verbindlich anerkannt hatten, ist mit ihnen der Mietvertrag auf die 
Zeit vom 1. April 1918 bis 31. März 1921 abgeschlossen worden, 
wobei es versehentlich u terlasse» ist, rechtzeitig die Zustimmung der 
Stadtverordneten einzuholen. Andere geeignete Räume haben wir in 
der Gegeno des Bclle-Alliance-Platzes, aus welche wir angewiesen sind, 
weil sie ein Hauptsitz der SteUenvermiltelung ist, nicht ermitteln 
können. 
Die Stadtverordnetenversammlung ersuchen wir hiernach nach 
träglich um folgende Beschlußfassung: 
Die Versammlung erklärt sich mit der Mietung von Räumen 
in dem den Th. Wolss'schen Erben gehörigen Hause Belle-Alliance- 
Platz 5 auf die Zeit vom 1. April 1918 bis 31. März 1921 für 
eine Jahresmiete von 3600 M unter den sonstigen in der Vorlage 
des Magistrats angegebenen Bedingungen einverstanden. 
Die für 1918/19 zu zahlende Miete ist in den nächstjährigen 
.Haushaltsplan des Arbeitsnachweises ausgenommen. 
Berlin, den 16. Dezember 1917. 
Magistrat der Königl. Haupt- und Residenzstadt. 
W e r m u t h. 
I.-Nr. 857 8t. V. 1/17. 
3. Borlage (I.-Nr. 286 Lun. IIIa/17) - zur Beschlußfassung 
betreffend die Ausführung von Beränderungsarlieite» 
an den 'Anlagen der städtischen Trockengcmiise-Anstalt. 
Durch Beschluß vom 27. April 1916 — Protokoll 4 — hat die 
Stadtverordnetenversammlung der Errichtung einer Trvcknnngsanlage 
für Gemüse und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse mit einer Bau 
kostensumme von 250 000 Jl zugestimmt. 
Die hiernach errichtete Anstalt ist seit Mitte September 1916 im 
Betriebe und hat während ihrer ersten Betriebszeit bis Mitte Mai 1917 
ohne Unterbrechung Tag und Nacht gearbeitet. Hierbei wurden 
40 000 Doppelzentner Rohgemüse verarbeitet, woraus sich 2000 Doppel- 
zentner Trockengemüse und 40i)0 Doppelzentner Rübensanerkraut 
ergaben. Diese Fabrikate sind in unseren Städtischen Kranken- usw 
Anstalten, sowie in der Volksspeisung verbraucht worden.
	        
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