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Volume Anlage: (320-335), Vorlagen, welche den Zeitungen nicht mitgeteilt sind, 1. Juli 1916

Full text: Vorlagen für die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1916 (Public Domain)

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Wir ersuchen daher zu beschließen: 
Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß dem Ma 
gistratsdiener Rhau für die Dauer seiner Beschäftigung in der 
Stadthauptkasse in seiner jetzigen Stellung eine Funktionszulage von 
jährlich 300 M vom 1. Mai 1916 ab gezahlt wird. 
Berlin, den 27. Juni 1916. 
Magistrat der König!. Haupt- und Residenzstadt. 
W e r m u t h. 
J.-Nr. 459 8t. V. 1/16. 
335. Borlage (Nr. 1413 V. 16) — zur Beschlußfassung — über 
die Schaffung einer neuen StadtratSftelle. 
Die Verkehrsangelegenheiten gewinnen in Berlin eine immer 
größere Bedeutung. Es werden nicht nur die städtischen Verkehrs 
unternehmungen, insbesondere nach Eröffnung der Nordsüdbahn, einen 
erheblichen Umfang annehmen, sondern auch andere allgemeine Ver- 
kehrsfragen verlangen bei den immer enger werdenden Beziehungen 
der Vororte zu Berlin eine Regelung. Wenn auch ein Teil der Ve« 
kehrSausgaben auf den Zweckverband Groß-Berlin übergegangen ist. so 
erwächst doch der Einzelgemeinde doppelt die Pflicht, das ihr offen 
stehende Betätigungsfeld möglichst zweckmäßig auszunutzen. 
Zur Bearbeitung derartiger Fragen, besonders von Tarif- und 
Betriebsfragen, fehlte es uns bisher an einer Persönlichkeit, die 
aus diesem Gebiete besondere Erfahrungen besitzt. Wir beabsich 
tigen daher, einen geeigneten Mann im Wege des Privatdienst 
vertrages anzustellen, sind von diesem Plan aber abgekomnien, nach 
dem uns von der Verkehrsdeputation mitgeteilt worden war, daß 
nach ihrer Ansicht das erstrebte Ziel bester durch die Schaffung einer 
neuen besoldeten Stelle im Magistratskollegium erreicht werden würde. 
Es ist zuzugeben, daß ein mit diesen Fragen im einzelnen vertrauter 
Stadtrat in der Lage sein wird, in geeigneterer Weise die Interessen 
der Stadtgemeinde in Verkehrssachen zu vertreten. Bei der Wichtigkeit, 
die wir der Angelegenheit beimesten, haben wir uns daher entschlossen, 
die mannigfachen Bedenken, die gegen die weitere Vergrößerung des 
Magistrats sprechen, zurückzustellen, und den Beschluß gefaßt, eine neue 
Stelle eines besoldeten Stadtrats zu schaffen. 
Wir ersuchen zu beschließen: 
Die Versammlung ist mit der Schaffung einer neuen besoldeten 
Stadtratsstelle mit dem Gehalt von 9 500 bis 13 500 M ein 
verstanden. 
Berlin, den 1. Juli 1916. 
Magistrat der König!. Haupt- und Residenzstadt. 
Wermuth. 
J.-Nr. 464 8t. V. 1/16. 
Berlin, den 1. Juli 1916. 
Der Stadtverorbuetenvorsteher 
Micheler. 
Druck von W. & S. Loewenlhal, Berlin.
	        
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